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Der Artikel Robert A. Heinlein gehört zur Kategorie: Autor, Literatur (20. Jh.), Literatur (Englisch), SF-Literatur, Mann, US-Amerikaner, Geboren 1907, Gestorben 1988
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Robert A. Heinlein (1976) Bildherkunft |
Robert Anson Heinlein (* 7. Juli 1907 in Butler, Missouri; † 9. Mai 1988 in Carmel (Kalifornien)) war ein US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller.
Leben
Heinlein wurde als drittes von sieben Kindern von Rex Ivar and Bam Lyle Heinlein geboren. Einige Monate nach seiner Geburt zog die Familie nach Kansas City, Missouri, wo er aufwuchs. 1925 wurde er an der Marine-Akademie von Annapolis zugelassen und graduierte dort 1929. Nach Besuch der Marine-Akademie war Heinlein auf verschiedenen Schiffen stationiert (u. a. auf der USS Lexington, dem damals modernsten Flugzeugträger), bevor er 1934 wegen einer Tuberkulose seine Marine-Karriere beenden musste. Er studierte in Kalifornien an der UCLA Mathematik und Physik, musste dies aber nach einigen Wochen wegen eines Rückfalls wieder beenden. Danach versuchte er sich in verschiedenen Berufen, u. a. im Silberbergbau, als Politiker und im Immobiliengeschäft, allerdings mit wenig Erfolg, so dass er 1938 nahezu bankrott war.
Angeregt durch eine Zeitungsanzeige schrieb er 1939 seine erste Kurzgeschichte Life Line (Lebenslinie), die in einem Science-Fiction-Magazin (Astounding Science Fiction, Hrsg. John W. Campbell) veröffentlicht wurde. Fortan widmete sich Heinlein nur noch der Literatur. Im Rahmen des Future-History-Zyklus erschienen bis Anfang der 1950er Jahre weitere 16 Kurzgeschichten und vier Romane. Heinlein schuf damit seine Zukunft der Menschheit bis in das 23. Jahrhundert und gab einen Einblick in die soziale, politische und kulturelle Umwelt seiner Protagonisten.
In den folgenden Jahren verfasste Heinlein vor allem eine umfangreiche Sammlung von Science-Fiction-Romanen für Jugendliche und junge Erwachsene, die zunehmend komplexer wurden und 1959 im umstrittenen Starship Troopers kulminierten. Heinleins Zukunftsfantasien beruhen sehr stark auf den Idealen des Libertarismus, zu dem sich der Autor bekennt.
1961 dann markiert Heinleins berühmtester und einflussreichster Roman, Stranger in a Strange Land (zu deutsch Ein Mann in einer fremden Welt), in seinem Werk den Wendepunkt hin zu reifer Science-Fiction mit weiteren zehn Romanen. Heinleins Bücher hatten auch gesellschaftliche Auswirkungen, so regte Stranger in a Strange Land unter anderem auch die Entwicklung von Vorläufern der Polyamory-Subkultur in den 1960er Jahren mit an. Heinlein zählte zu den erfolgreichsten Autoren der Science Fiction. Er gewann u. a. sechsmal den Hugo Award und ist einer der SFWA-"Großmeister der Science-Fiction". Insgesamt wurde er sechsmal für die libertäre Prometheus Hall of Fame nominiert:
- 1983 für seinen Roman Der Mond ist eine herbe Geliebte; auch unter dem Titel Revolte auf Luna veröffentlicht (engl.: The Moon is a Harsh Mistress),
- 1987 für Der Mann in einer fremden Welt (engl.: Stranger in a Strange Land),
- 1996 für Der rote Planet (eng.: Red Planet)
- 1997 für Die Ausgestoßenen der Erde; auch unter dem Titel Methusalems Kinder veröffentlicht (engl.: Methuselah's Children)
- 1998 für Die Leben des Lazarus Long (engl.: Time Enough for Love) und
- 2003 für die Kurzgeschichte Requiem.
Trotz seiner großen Erfolge und seines unbestrittenen großen Einflusses auf die Entwicklung des SF-Genres ist Heinlein auch ein umstrittener Autor. Im Lexikon der Science Fiction Literatur (Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke), Heyne 01/7287, 1988, S.535 steht hierzu beispielsweise geschrieben:
Zitat: „Kritiker werfen ihm [Heinlein] einen Hang zum Militarismus vor (besonders in dem berüchtigten Roman Starship Troopers, wo demokratische Rechte nur dem gewährt werden, der Wehrdienst geleistet hat) und gelegentlich sogar Ansätze zu faschistischem Gedankengut. Des weiteren zeigt er deutliche Vorliebe für autoritäre Starrköpfe. Hinzu kommt bei seinen Spätwerken ein Drang zu oft peinlich empfundenen Schilderungen sexueller Beziehungen alternder Protagonisten zu jungen Frauen.“
Heinlein war zweimal verheiratet, seine erste Ehe mit Leslyn MacDonald dauerte von 1932 bis 1947 und endete mit einer Scheidung. 1948 heiratete er Virginia Doris Gerstenfeld, mit der bis zu seinem Tod verheiratet blieb. Beide Ehen blieben kinderlos. Am 9. Mai 1988 starb Robert A. Heinlein, der bereits in den 1970ern mehrfach lebensbedrohlich erkrankt war, an den Folgen einer Atemwegserkrankung.
Werke
Einige Werke Heinleins wurden verfilmt, wie zum Beispiel Rocket Ship Galileo (als Destination Moon, dt. Endstation Mond) und Starship Troopers.
Romane
Bei zwei deutschen Titeln gibt der zweite den der Neuauflage wieder.
- For Us, The Living: A Comedy of Customs, 1939 (2003 erstmals erschienen)
- Die Ausgestoßenen der Erde (Methuselah's Children, 1941); auch als Methusalems Kinder erschienen
- Endstation Mond (Rocket Ship Galileo, 1947)
- Zweimal Pluto und zurück/Die Tramps von Luna (The Rolling Stones, 1947)
- Utopia 2300 (Beyond This Horizon, 1948)
- Weltraumpiloten/Weltraumkadetten (Space Cadet, 1948)
- Der Rote Planet (Red Planet, 1949)
- Die sechste Kolonne (Sixth Column, 1949; auch als The Day After Tomorrow herausgegeben)
- Pioniere im Weltall/Farmer im All (Farmer in the Sky, 1950)
- Zwischen den Planeten (Between Planets, 1951)
- Die Marionettenspieler/Weltraum-Mollusken erobern die Erde (The Puppet Masters, 1951)
- Abenteuer im Sternenreich (Starman Jones, 1953)
- Revolte im Jahre 2100 (Revolt in 2100, 1954), 1964
- Die Sternenbestie (The Star Beast, 1954), 1980
- Tunnel zu den Sternen (Tunnel in the Sky, 1955)
- Ein Doppelleben im Kosmos (Double Star, 1956)
- Von Stern zu Stern (Time for the Stars, 1956)
- Bewohner der Milchstraße (Citizen of the Galaxy, 1957)
- Tür in die Zukunft/Die Tür in den Sommer (The Door into Summer, 1957)
- Piraten im Weltraum/Die Invasion der Wurmgesichter/Kip überlebt auf Pluto (Have Space Suit - Will Travel, 1958)
- Sternenkrieger (Starship Troopers, 1959); Rezension
- Ein Mann in einer fremden Welt (Stranger in a Strange Land, 1961 gekürzte Ausgabe); Fremder in einer fremden Welt, 1996 (Rezension); nach der 1991 erschienenen vollständigen Ausgabe
- Die lange Reise (Orphans of the Sky, 1963), 1975
- Straße des Ruhms (Glory Road, 1963)
- Bürgerin des Mars (Podkayne of Mars, 1963)
- Die Reise in die Zukunft/Farnhams Oase (Farnham's Freehold, 1965)
- Der Mond ist eine herbe Geliebte/Revolte auf Luna (The Moon is a Harsh Mistress, 1966)
- Das geschenkte Leben (I Will Fear No Evil, 1970)
- Die Leben des Lazarus Long (Time Enough For Love, 1973)
- Die Zahl des Tiers (The Number of the Beast, 1980)
- Freitag (Friday, 1982)
- Das neue Buch Hiob (Job, A Comedy of Justice, 1984)
- Die Katze, die durch die Wände geht (The Cat Who Walks Through Walls), 1985
- Segeln im Sonnenwind (To Sail Beyond the Sunset, 1987)
- Variable Star (2006, mit Spider Robinson)
Kurzgeschichten
Erschienen in "Die grünen Hügel der Erde" (The Green Hills of Earth), 1951
- Die grünen Hügel der Erde (The Green Hills of Earth)
- Grundsätzliche Erwägungen ...(Delilah and the Space Rigger)
- Ein gefährlicher Beruf (Space Jockey)
- Die Wache (The Long Watch)
- Nehmen Sie Platz, meine Herren! (Gentlemen, Be Seated)
- Das Versteckspiel (The Black Pits of Luna)
- Die Mondsüchtigen (It's Great to Be Back)
- Alldienst macht alles (>- We Also Walk Dogs<)
- Das All hat keinen Boden (Ordeal in Space)
- Auktion auf der Venus (Logic of Empire)
Weitere Kurzgeschichten:
- All You Zombies
- And He Built a Crooked House, 1940
- Blowups Happen
- Im Kreis (By His Bootstraps)
- Coventry
- If This Goes On
- Life Line
- Methuselah's Children
- Misfit
- Our Fair City, 1941
- Requiem
- Searchlight
- Der Mann der den Mond Verkaufte (The Man Who Sold The Moon)
- The Man Who Traveled in Elephants, 1957
- The Menace From Earth
- The Roads Must Roll
- The Unpleasant Profession of Jonathan Hoag
- They,1941
- Universe
Weitere Sammlungen von Erzählungen
- The Man Who Sold The Moon, 1950
- Waldo and Magic Inc., 1950
- Revolt in 2100, 1953
- Assignment in Eternity, 1953
- The Menace from Earth, 1959
- The Unpleasant Profession of Jonathan Hoag oder auch 6 x H: Six Stories, 1959
- The Worlds of Robert A. Heinlein, 1966
- The Past Through Tomorrow: Future History Stories, 1967
- The Best of Robert A. Heinlein, 1973
- Destination Moon, 1979
- Expanded Universe, 1980
- Requiem: New Collected Works, 1992
Sachbücher (nach seinem Tod publiziert)
- Grumbles from the Grave, 1989
- Tramp Royale, 1992
- Take Back Your Government, 1993
Weblinks
- http://www.heinleinsociety.... - The Heinlein Society
- http://www.crlf.de/Dokument... - Aufstellung sämtlicher deutschsprachigen Veröffentlichungen Heinleins
- http://www.krizsan.de/?Robe... - Übersetzung der Robert A. Heinlein FAQ
- ausführliche Rezensionen zu: Fremder in einer fremden Welt, Reiseziel: Mond, Starship Troopers - Sternenkrieger, Zwischen den Planeten
- www.heise.de/tp Telepolis-Artikel über die Verortung Heinleins in der libertär geprägten Science Fiction
- http://www.quotableheinlein... - Englischsprachige Sammlung von Heinlein-Zitaten
{{Personendaten|
NAME=Heinlein, Robert Anson
|ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller |GEBURTSDATUM=7. Juli 1907 |GEBURTSORT=Butler, Missouri |STERBEDATUM=9. Mai 1988 |STERBEORT=Carmel (Kalifornien) }}
Diskussion der Autoren über den Artikel: Robert A. Heinlein
Nein, nein und nochmals nein. Wir müssen hier nicht jede neumodische Macke wie die deutsche Wortschöpfung us-amerikanisch mitmachen. Die ganze restliche Welt schimpft fröhlich über "Die Amerikaner", während der Deutsche distinguiert von den "US-Amerikanern" redet - weil - man könnte sie ja sonst mit den Kanadiern, den Mexikanern, den Mittel- oder Südamerikanern, den Bolivianern oder Chilenen verwechseln. Falls diese Regel durchkommt, bestehe ich darauf, dass in allen Zeitabsschnitten von 1945 bis zur deutschen Einheit von den "Bundesrepublikanisch-Deutschen" und den "Deutsch-Demokratisch-Deutschen" geschrieben wird. --Elian 00:45, 13. Nov 2003 (CET)
Ich muss hier widersprechen. Das "US-amerikanisch" ist - neumodisch hin, neumodisch her - präzise und auch schnell zu schreiben. Wenn man von "lateinamerikanisch" sprechen kann, muss man auch sinnvoll von "US-amerikanisch" sprechen können, es sei denn, man möchte ausdrücken, dass nur US-Amerikaner richtige Amerikaner sind. Der Vergleich mit Deutschland hinkt hier, da BRD und DDR zwar nicht politisch, wohl aber sprachlich und kulturell als Einheit gesehen werden können. Das ist für Amerika nicht der Fall. Und wo die Unterscheidung zwischen BRD- und DDR-Geschichte relevant ist, kann sie ja auch angewandt werden.--Aglarech 01:03, 13. Nov 2003 (CET)
Heinlein wird im Artikel Godwins Gesetz mehrfach erwähnt, ohne den hintergrund zwischen Heinlein, Homosexualität und Hitler zu erklären. Das sollte entweder hier oder dort geklärt werden; als Heinlein-nichtleser ist der zusammenhang für mich unklar. Tobias b köhler 17:32, 27. Mai 2005 (CEST)
- Über die Unklarheit bin ich auch grad gestolpert -- Kyber 19:44, 5. Apr 2006 (CEST)
- jep, ich auch. kann das mal jemand erklären?

