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Der Artikel Samuel Hahnemann gehört zur Kategorie: Mann, Deutscher, Mediziner (18. Jh.), Mediziner (19. Jh.), Freimaurer (18. Jh.), Freimaurer (19. Jh.), Deutscher Freimaurer, Bibliothekar, Homöopathie, Wissenschaft (Leipzig), Geboren 1755, Gestorben 1843
Christian Friedrich Samuel Hahnemann (* 10. April 1755 in Meißen; † 2. Juli 1843 in Paris) war ein deutscher Arzt, medizinischer Schriftsteller und Übersetzer. Er ist der Begründer der Homöopathie.
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Samuel Hahnemann Bildherkunft |
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Samuel Hahnemann Bildherkunft |
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Samuel Hahnemann 1841 Bildherkunft |
Leben
Die Zeit vor der Entwicklung der Homöopathie
Hahnemann wurde als drittes Kind von Christian Gottfried Hahnemann und seiner zweiten Frau Johanna Christiane Spieß geboren. Sein Vater war Porzellanmaler in der berühmten Meißener Porzellanmanufaktur.Samuel Hahnemann besuchte die Meißener Stadtschule und bekam danach ein Stipendium an der Fürstenschule St. Afra in Meißen. Nach dem Schulabschluss begann er 1775 ein Medizinstudium in Leipzig. Seinen Lebensunterhalt verdiente er in dieser Zeit mit Sprachunterricht und mit Übersetzungen physiologischer und medizinischer Werke ins Deutsche. Bald wechselte Hahnemann für ein Dreivierteljahr an die Wiener Universität, wo er bei dem Medizinprofessor und ärztlichen Direktor des Spitals der Barmherzigen Brüder Joseph Freiherr von Quarin Unterricht am Krankenbett und bei Visiten erhielt, bis ihm das Geld ausging.
Im Oktober 1777 bot ihm Freiherr Samuel von Brukenthal, eben von Kaiserin Maria Theresia zu ihrem Statthalter in Siebenbürgen ernannt, eine Stelle als Bibliothekar und Leibarzt an. Hahnemann begleitete ihn nach Hermannstadt und blieb dort knapp zwei Jahre lang. Er hat dort offenbar zahlreiche Fälle von Wechselfieber (Malaria) gesehen, es gibt auch Hinweise darauf, dass er selbst daran erkrankt ist (was für seinen Chinarindenversuch von Bedeutung ist). In der hermannstädter Zeit trat er einer Freimaurerloge bei. Danach schloss Hahnemann sein Medizinstudium in Erlangen ab, und zwar im August 1779 mit der Promotion.
In den Folgejahren praktizierte er als Arzt, Chemiker, Übersetzer und Schriftsteller in vielen nord- und mitteldeutschen Städten - mit wechselndem Erfolg. Zeitweise gab er seine ärztliche Praxis völlig auf, "weil sie mir mehr Aufwand gekostet, als Einnahme gebracht, und gewöhnlich mich mit Undank belohnt hat" (Brief vom 29. August 1791, zit. nach Jütte, S. 48), und widmete sich ganz chemischen Versuchen, Übersetzungen und Publikationen. Zu anderen Zeiten wiederum hatte er so viele Patienten, dass er kaum mit der Versorgung nachkam: "Fast hätte ich nicht schreiben können, weil ich in den wenigen Wochen, die ich in Eilenburg wohne, schon so mit Kunden gesegnet bin, dass ich oft nicht essen kann" (Brief vom 18. September 1801, zit. nach Jütte, S. 74). Seine psychotherapeutischen, chemischen und schriftstellerischen Aktivitäten brachten ebenfalls recht wechselhafte Resultate, wie unten deutlich wird.
Die Gründe für Hahnemanns unstetes Umherziehen dürften vielfältig sein. Anthony Campbell fasst sie wohl treffend so zusammen: "...wurde weitergetrieben durch seinen ruhelosen Geist und die Notwendigkeit, einen Lebensunterhalt zu erwirtschaften...". Es war für einen unbemittelten freischaffenden Geistesarbeiter wie Hahnemann nicht leicht, sich und bald auch seine schnell wachsende Familie zu ernähren; andererseits gehört ein ausgeprägter Ehrgeiz, welcher ihn zu diversen Experimenten trieb (vgl. etwa den Aufenthalt in Altona), ganz sicher zu Hahnemanns Charaktereigenschaften. Schließlich gab es oftmals Streit, besonders häufig mit Apothekern, wegen Hahnemanns "interdisziplinärer" Tätigkeit als Chemiker bzw. Pharmazeut und Arzt (der Leipziger Dispensierstreit, s.u., ist nur eines von vielen Beispielen).
Ein Beispiel für die ökonomischen Probleme und den Ehrgeiz des Schriftstellers, Übersetzers und Chemikers, die häufige Ortswechsel begünstigten:
Zunächst ließ sich Hahnemann in Hettstedt, dann in Dessau nieder, wo er 1782 die Apothekerstochter Johanna Leopoldina Henriette Küchler heiratete. Die nächste Station war Gommern bei Magdeburg, 1785 begann Hahnemann in Dresden zu praktizieren. Neben einer ganzen Reihe von Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen (hauptsächlich medizinischer Fachbücher, aber auch eines umfangreichen belletristischen Werkes) begann er dort regelmäßig wissenschaftliche Beiträge zu veröffentlichen, so die Schrift „Über die Weinprobe auf Eisen und Blei“ (1788), die es ermöglichte, die Verfälschung von Wein mit giftigem Bleizucker nachzuweisen. Die hahnemannsche Weinprobe machte seinen Namen bekannt; sie wurde von der preußischen Regierung für die Weinhändler der Stadt Berlin vorgeschrieben. In Dresden fungierte Hahnemann zeitweise als Vertreter des Stadtphysicus und bekam so Einblick in die Gerichtsmedizin, was sich u.a. in einer Schrift über die Arsenikvergiftung niederschlug.
Anfänge der Homöopathie und psychotherapeutische Experimente
1789 zog Hahnemann mit Frau und mittlerweile drei Kindern nach Lockwitz, später nach Leipzig und dann in den Leipziger Vorort Stötteritz. Dort übersetzte er 1790 die zweibändige Arzneimittellehre des Schotten William Cullen, eines damals sehr bekannten Mediziners, des Lehrers von John Brown, dem Begründer des populären Brownianismus. Diese Übersetzung enthält eine Fußnote, die als die erste Spur der Homöopathie betrachtet werden kann. Hahnemann kritisierte darin, dass Cullen die bekannte Wirkung der Chinarinde bei Malaria („Wechselfieber“) auf deren magenstärkende Eigenschaften zurückführte. Und er gab einen Bericht über einen von ihm vorgenommenen wiederholten Selbstversuch mit der Chinarinde, die nach seinen Angaben bei ihm „alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptomen“ hervorrief – „doch ohne eigentlichen Fieberschauder“. Er formulierte, zunächst sehr vorsichtig, die Vermutung, dass diese Fähigkeit, vergleichbare Symptome hervorzurufen, für die Heilwirkung der Chinarinde bei Malaria verantwortlich sein könnte.
Im Jahre 1791 wurde Hahnemann in die renommierte "Churfürstlich Mayntzische Academie nützlicher Wissenschaften" zu Erfurt aufgenommen.
In Gotha, wohin Hahnemann 1792 umgezogen war, kündigte der mit ihm befreundete Verleger Rudolph Zacharias Becker die Gründung einer „Genesungs-Anstalt für etwa 4 irrsinnige Personen aus vermögenden Häusern“ an, die ein „menschenfreundlicher Arzt“ (nämlich Hahnemann) leiten sollte. Es sollte auf Züchtigung, Fixierung und andere Disziplinierungsmaßnahmen verzichtet werden; die Therapie bestand im Wesentlichen offenbar in Gesprächen und möglicherweise auch bereits homöopathischen Medikamentengaben. Es gab jedoch nur einen Patienten, der das Honorar aufbringen konnte, den hannoverschen Autor und Beamten Friedrich Arnold Klockenbring, der offenbar an einer Art manisch-depressiver Gemütskrankheit litt. Im Frühjahr 1793 entließ Hahnemann Klockenbring als geheilt, musste danach allerdings seine Anstalt mangels weiterer Patienten schließen. In seinem Artikel „Striche zur Schilderung Klockenbrings während seines Trübsinns“, veröffentlicht in der „Deutschen Monatsschrift“ 1796, berichtet Hahnemann über seinen psychotherapeutischen Versuch.
Weitere Stationen Hahnemanns waren Molschleben, Göttingen, Pyrmont (1794), Wolfenbüttel, Braunschweig (1795) und Königslutter (1796-1799). Er publizierte weiterhin eifrig, insbesondere chemische und pharmazeutische Übersetzungen und eigene Schriften, u.a. zur Herstellung eines löslichen Quecksilberoxids und zur Entdeckung eines Mittels gegen Milchschorf der Kinder (Kalkschwefelleber, noch heute als homöopathisches Mittel Hepar sulphuris benutzt), aber auch ein zweiteiliges, viel gelesenes „Apothekerlexikon“. Vermutlich hat er während der ganzen Zeit auch weitere, dem Chininversuch vergleichbare Experimente an sich selbst und evtl. anderen vorgenommen, denn 1796 erschien sein erster Aufsatz über das Heilprinzip, das später das homöopathische heißen sollte, in Hufelands "Journal der practischen Arzneykunde und Wundarzneykunst“: „Versuch über ein neues Princip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneysubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen“. In diesem Beitrag formulierte Hahnemann das Prinzip, „Ähnliches mit Ähnlichem“ (similia similibus) zu heilen, und versuchte es mit einer ganzen Reihe empirischer Beobachtungen abzustützen, u.a. mit weiteren Selbstversuchen, Vergiftungsberichten, Lesefrüchten und eigenen und fremden Heilungsgeschichten, die durch das Simileprinzip erklärt werden.
1799 zog Hahnemann mit seiner Familie, die inzwischen acht Kinder umfasste, nach Altona. Seine Versuche, die dortigen hohen Lebenshaltungskosten zu erwirtschaften, ließen sich nicht gut an: Die Kur des psychisch kranken Dichters Johann Karl Wezel, die er nach dem Muster der früheren Klockenbring-Behandlung übernahm, schlug fehl, da er mit dem aggressiven Patienten nicht zurechtkam, und seine im „Reichsanzeiger“ beworbene Schrift „Heilung und Verhütung des Scharlach-Fiebers“ nebst einem „Pülverchen“, das gegen Ansteckung mit Scharlach schützen sollte, erwies sich ebenfalls als erfolglos. Aufgrund seiner prekären ökonomischen Lage folgte ein weiterer Ortswechsel nach Mölln (1800), wo ein weiterer Versuch scheiterte: Das von Hahnemann hergestellte und angepriesene „neue Laugensalz“ erwies sich als altbekanntes Borax. Er gestand seinen Fehler ein und gab das eingenommene Geld zurück.
Die Begründung der Homöopathie als heilkundliches System
Hahnemann wechselte nun erneut den Ort, zunächst nach Machern, dann nach Eilenburg (1801-1803) und schließlich nach Schildau. In dieser Zeit sind ausweislich des Hahnemannschen Krankenjournals erstmals zweifelsfrei Behandlungen nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsgesetz nachzuweisen. Hahnemann begann nun auch immer kleinere Dosen zu verwenden, was er in einem Aufsatz „Ueber die Kraft kleiner Gaben der Arzneien überhaupt und der Belladonna insbesondere“ in Hufelands "Journal der practischen Arzneykunde“ begründete. 1805 ließ er sich endlich für einige Jahre in Torgau nieder. In diese Zeit fällt ein Aufsatz von Hahnemann, ebenfalls in Hufelands Zeitschrift, der erstmals den Begriff "homöopathisch" einführt: "Fingerzeige auf den homöopathischen Gebrauch der Arzneien in der bisherigen Praxis". Vor allem aber erschienen dort zwei Schriften, die deutlich machten, dass er seine Selbst- und wahrscheinlich auch Fremdversuchspraxis in den letzten Jahren konsequent fortgesetzt hatte: die lateinische Arzneimittellehre „Fragmenta de viribus medicamentorum positivis sive in sano corpore observatis“ (Fragmente zu den gesicherten Arzneikräften oder auch denjenigen, die am gesunden Körper beobachtet wurden) und das Buch „Heilkunde der Erfahrung“, die erste Gesamtdarstellung des neuen Heilprinzips. 1810 schließlich veröffentlichte Hahnemann die erste Auflage seines Grundlagenwerks zur Homöopathie, damals noch unter dem Titel „Organon der rationellen Heilkunde“ (spätere Auflagen tragen den Titel „Organon der Heilkunst“). Dieses Werk enthielt bereits alle Wesenszüge der Homöopathie, wurde aber in den kommenden Jahren noch erheblich überarbeitet und ergänzt. Es ist bis heute das theoretische Werk der Homöopathie geblieben.
Das „Organon“ wirkte, auch wegen der in ihm enthaltenen scharfen Polemik, sofort deutlich polarisierend. Hahnemann wurde nun als Haupt einer neuen Schule angesehen. 1811 folgte das erste große Werk, das sein Programm der Prüfung von Arzneimitteln an Gesunden umsetzte, nämlich der erste Band der „Reinen Arzneimittellehre“ (die es später auf sechs Bände bringen sollte) mit im Experiment an Gesunden (vor allem an sich selbst, seiner Familie und seinen Schülern) herausgefundenen „reinen Arzneiwirkungen“ sowie zahlreichen Literaturzitaten. Ein solches experimentell begründetes Werk kann als für die damalige Zeit einzigartig gelten.
Die Leipziger Jahre 1811-1821
1811 zog Hahnemann nach Leipzig um. Dort gelang es ihm 1812 mit einem weiteren wissenschaftlichen Werk („De Helleborismo veterum“, d.h. über den Gebrauch der Nieswurz bei den Alten = antiken Autoren), die Lehrbefugnis an der Universität zu erlangen. Hahnemann wurde nun tatsächlich zum Begründer einer heilkundlichen Richtung, sammelte Schüler um sich, vermochte sein Arzneiprüfungsprogramm mit neuen Kräften (insbesondere seinen Studenten und seinem ältesten Sohn) fortzusetzen und Vorlesungen über die Homöopathie zu halten – und wurde in ausgedehnte akademische Fehden verwickelt, da er unter den Medizinprofessoren auch erbitterte Gegner hatte. So gab es eine Auseinandersetzung mit Karl Heinrich Dzondi von der Universität Halle über die Frage, ob bei Verbrennungen möglichst kaltes oder eher warmes Wasser angewandt werden solle (als Exemplifikation des "Contraria"- gegen das Ähnlichkeitsprinzip). 1816 erschien der zweite Band seiner „Reinen Arzneimittellehre“, 1819 die zweite Auflage des „Organon der Heilkunst“, nun mit dem aufklärerischen Motto „sapere aude“ ("Wage zu wissen") von Horaz, das durch Kants Aufklärungsdefinition so bekannt geworden war.
In seiner Leipziger Zeit unterhielt Hahnemann auch eine ausgedehnte Praxis. Sein bekanntester Patient war, neben Friedrich Wieck, dem Vater von Clara Wieck (spätere Clara Schumann), Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg, österreichischer Generalfeldmarschall, der als Sieger von Leipzig sehr populär war (selbst Goethe kommentierte diese Entscheidung Schwarzenbergs interessiert). Der schwerkranke Fürst, der bereits alle möglichen anderen Ärzte in Anspruch genommen hatte, verstarb schließlich aber trotz aller Anstrengungen im Oktober 1820. In diese Zeit fiel auch der „Leipziger Dispensierstreit“: Hahnemann, der ja über ausgedehnte chemische und pharmazeutische Kenntnisse verfügte, bestand darauf, seine homöopathischen Arzneien selbst herstellen zu dürfen, worauf ihn drei Leipziger Apotheker verklagten, da die Apotheker das Privileg besaßen, als einzige Arzneien verfertigen zu dürfen. Er endete 1820 mit einem Kompromiss: Die Apotheker behielten ihr hergebrachtes Privileg, Hahnemann durfte jedoch in Notfällen, insbesondere auf dem Land, auch selbst Medikamente zubereiten.
Die Köthener Zeit 1821-1834
Nach dieser Teilniederlage entschloss er sich zu einem weiteren Umzug und ging 1821 als Fürstlicher Leibarzt nach Köthen, wo ihm das Recht auf Selbstdispensierung nach Intervention des österreichischen Politikers Adam von Müller, eines einflussreichen Förderers der Homöopathie, schriftlich garantiert worden war.In Köthen erschien 1828-1830 die erste Auflage der „Chronischen Krankheiten“, die einen erheblichen Wandel in der Doktrin der Homöopathie bedeuteten und auch bei seinen Anhängern durchaus nicht nur auf Begeisterung stießen. Während das Simileprinzip grundsätzlich in Kraft blieb, stellte Hahnemann fest, dass bei gewissen chronischen Krankheiten eine einfache homöopathische Medikation nicht half. Er teilte sie in drei Typen ein: die Geschlechtskrankheiten Syphilis und „Sykosis“ (Gonorrhoe) sowie die Mangelkrankheit „Psora“, unter die er eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsmanifestationen rechnete und die er mit Hauterscheinungen vom Typ der Krätzebläschen in Verbindung brachte. Das Ähnlichkeitsprinzip sollte in diesen Fällen entsprechend nicht in erster Linie auf die gegenwärtigen Krankheitssymptome, sondern auf die „Ur-Übel“ angewandt werden, die das chronische Kranksein hervorgebracht hatten und in Form eines „Miasmas“, sozusagen einer dauerhaften Prägung, weiterhin das Leben der Patienten beeinträchtigten. Die von ihm in den nach und nach erscheinenden fünf Bänden der „Chronischen Krankheiten“ vorgestellten und an Gesunden experimentell geprüften Arzneien sollten auch imstande sein, das psorische Miasma zu bekämpfen. Ein weiterer, später noch schärfer formulierter Stein des Anstoßes war die neue Lehre von der Arzneipotenzierung: Hahnemann verkündete nun, dass die Methode der Verdünnung mit gleichzeitiger mechanischer Bearbeitung (Schütteln, Reiben) nicht nur nebenwirkungsärmere Arzneien hervorbringe, ja dass diese spezielle Methode ihre Heilkräfte erst wahrhaft aufschließe. Auch in dieser Lehre folgten ihm seine Schüler keineswegs bedingungslos.
Zugleich begann Hahnemann, der zuvor auf eine theoretische Begründung seines Ähnlichkeitsprinzips verzichtet und es als rein empirisches Gesetz bezeichnet hatte, sich der Lehre des Vitalismus anzunähern (was ihm unter anderem Beifall von Seiten des berühmten Hufeland einbrachte). In der vierten (1829) und vor allem der fünften Auflage des Organon (1833) räumte er einer immateriellen Lebenskraft des Organismus, die in den ersten Organon-Ausgaben keine Rolle gespielt hatte, einen prominenten Platz bei der Argumentation für das Ähnlichkeitsprinzip ein, freilich in Form einer Hypothese:
Im Jahre 1830 starb Hahnemanns Frau in Köthen; vier seiner Töchter unterstützten ihn nun in seiner ausgedehnten Praxis. Eine große Rolle für die weitere Durchsetzung der Homöopathie spielten seine Stellungnahmen zu den großen Choleraepidemien der Jahre 1830 und 1831. Hahnemann hat zwar selbst nie einen Cholerakranken zu Gesicht bekommen, veröffentlichte aber vier einflussreiche Texte zum Wesen der Cholera und zur Cholerabehandlung, die insbesondere in Wien auf großes Interesse stießen und mit recht gutem Erfolg (jedenfalls verglichen mit der damals herrschenden Medizin) angewendet wurden. Bemerkenswert ist insbesondere, dass Hahnemann die Cholera zu Recht für eine von „feinsten Thieren niederer Ordnung“ übertragene Infektionskrankheit hielt und dafür zumindest in der Anfangsphase eine Art antiseptische Therapie in Form einer Kampfer-Anwendung empfahl; zum relativen Erfolg der Homöopathie bei Cholera dürfte aber auch beigetragen haben, dass Hahnemann allen schwächenden Maßnahmen strikt widersprach und vor allem das von anderen Ärzten empfohlene Trinkverbot für widersinnig erklärte.
In die 1830er-Jahre fielen auch erbitterte Kämpfe um die Reinheit der neuen Lehre, die besonders in den Auseinandersetzungen um das erste homöopathische Krankenhaus in Leipzig, das 1833 begründet wurde, Gestalt annahmen. Hahnemann nahm in schärfster Form Stellung gegen jeden Versuch, die Homöopathie mit herkömmlichen, insbesondere schwächenden Mitteln (Aderlass, Abführmittel etc.) zu verbinden. Dies richtete sich speziell gegen den Leiter dieses Krankenhauses, Dr. Moritz Müller, der ein eklektisches Vorgehen bevorzugte. Die Konflikte mit den „Halbhomöopathen“ rissen danach nicht mehr ab.
Die letzten Jahre in Paris 1834-1843
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Hahnemanns prunkvolles Grab in Paris Bildherkunft |
1834 suchte die 35-jährige französische Malerin Mélanie d’Hervilly Hahnemann in Köthen als Patientin auf. Es kam zu einer stürmischen Liebesgeschichte mit dem mittlerweile achtzigjährigen Arzt, die 1835 in Hahnemanns zweite Ehe und einen letzten gemeinsamen Umzug nach Paris mündete. In Paris verbrachte Hahnemann seine letzten acht Jahre als angesehener und vielbeschäftigter Arzt. Sein prominentester Patient dort dürfte 1837 der Geiger Niccolò Paganini gewesen sein, der offenbar unter Priapismus, Harnverhaltung und Husten litt. Er brach die Behandlung ab, nachdem sein Annäherungsversuch von Hahnemanns Frau brüsk zurückgewiesen worden war.
In den letzten Jahren arbeitete Hahnemann an einer 6. Auflage seines Organon, die neue Vorschriften zur Arzneibereitung („Potenzierung“) enthielt, insbesondere zu den später so genannten Q-Potenzen (mit besonders großen Verdünnungsschritten von 1:50.000), über die es fast ein Jahrhundert lang eine virulente Gerüchteküche gab. Sie wurde, hauptsächlich aufgrund von Querelen zwischen Mélanie Hahnemann und verschiedenen Hahnemann-Schülern, erst 1921 von Richard Haehl aus dem Nachlass veröffentlicht.
Hahnemann starb am 2. Juli 1843 in Paris, vermutlich an einer Lungenentzündung. Er wurde zunächst auf dem Friedhof Montmartre beigesetzt, später (1898) zusammen mit seiner zweiten Frau auf dem Friedhof Père Lachaise begraben. Auf seinem Grabstein steht „Non inutilis vixi“, wie er es sich gewünscht hatte: Ich habe nicht unnütz gelebt.
Ehrungen
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Hahnemanndenkmal in Leipzig Bildherkunft |
Am 10. August 1851 wurde im Rahmen einer Tagung des Homöopathischen Central-Vereins ein Denkmal für Hahnemann in Leipzig enthüllt. Die Inschrift lautet: "DEM // GRÜNDER DER HOMÖOPATHIE // SAM. HAHNEMANN // GEB. ZU MEISSEN D. 10. APRIL 1755 // GEST. ZU PARIS D. 2. JULI 1843 // VON // SEINEN DANKBAREN SCHÜLERN // UND VEREHRERN"
Im Jahre 1900 wurde in Washington (D.C.) ein mächtiges Hahnemann-Denkmal errichtet und am 21. Juni feierlich eingeweiht. In den USA war damals die Homöopathie sehr weit verbreitet, und US-amerikanische Homöopathen hatten nicht weniger als 75.000 $ für das Monument gesammelt. Es trägt die Inschrift Similia similibus curentur, die kürzeste Zusammenfassung des homöopathischen Prinzips: Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden. Eine Fotoserie findet sich unter "Weblinks".
In Hahnemanns längstem Wirkungsort Köthen wurde ein Denkmal errichtet, das zugleich auch dem Gründer der Köthener homöopathischen Klinik, Arthur Lutze (1813-1870), gewidmet ist. Das Hahnemann-Lutze-Denkmal steht gegenüber dem historischen Klinikbau, der heute ebenso wie Hahnemanns Wohnhaus für Besucher zugänglich ist.
Seit 1906 trägt eine Straße im Leipziger Stadtteil Lindenau den Namen Hahnemannstraße.
Schriften (Auswahl)
Eigene Schriften
- Conspectus adfectuum spasmodicorum aetiologicus et therapeuticus (Diss.). Erlangen 1779.
- Anleitung, alte Schäden und faule Geschwüre gründlich zu heilen. Leipzig 1784, Crusius.
- Ueber die Arsenikvergiftung, ihre Hülfe und gerichtliche Ausmittelung. Leipzig 1786, Crusius.
- Abhandlung über die Vorurteile gegen die Steinkohlenfeuerung. Dresden 1787, Waltherische Hofbuchhaltung.
- Unterricht für Wundärzte über die venerischen Krankheiten, nebst einem neuen Quecksilberpräparate. Leipzig 1787. Crusius.
- Ueber die Weinprobe auf Eisen und Blei. Leipzig 1788.
- Freund der Gesundheit. Frankfurt 1792.
- Apothekerlexikon. 4 Theile in 2 Bänden, Leipzig 1793-1798.
- Striche zur Schilderung Klockenbrings während seines Trübsinns. In: Deutsche Monatsschrift, 1. Jg. (1796), S. 147-159.
- Versuch über ein neues Princip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen. In: Hufelands Journal der practischen Arzneykunde, Bd. 2 (1796), 3. Stück, S. 391 ff. sowie 4. Stück, S. 1 ff.
- Heilung und Verhütung des Scharlach-Fiebers. Gotha 1801.
- Ueber die Kraft kleiner Gaben der Arzneien und der Belladonna insbesondere. In: Hufelands Journal der practischen Arzneykunde, Band 13 (1801), 2. Stück, S. 152-159.
- Der Kaffee in seinen Wirkungen. Leipzig 1803.
- Fragmenta de viribus medicamentorum positivis sive in sano corpore humano observatis. Leipzig 1805, Barthius.
- Heilkunde der Erfahrung. Berlin 1805, Wittich.
- Fingerzeige auf den homöopathischen Gebrauch der Arzneien in der bisherigen Praxis. In: Hufelands Journal der practischen Arzneykunde, Bd. 16 (1807), S. 5-43.
- Ueber den Werth der speculativen Arzneisysteme, besonders im Gegenhalt der mit ihnen gepaarten, gewöhnlichen Praxis. In: Allgemeiner Anzeiger der Deutschen (1808).
- Auszug eines Briefes an einen Arzt von hohem Range über die höchst nöthige Wiedergeburt der Heilkunde. In: Allgemeiner Anzeiger der Deutschen (1808).
- Organon der rationellen Heilkunde. Dresden 1810, Arnoldische Buchhandlung. Spätere, jeweils vermehrte und veränderte Auflagen unter dem Titel: Organon der Heilkunst. 2. Auflage: Dresden 1818. 3. Auflage: Dresden 1824. 4. Auflage: Dresden und Leipzig 1829. 5. Auflage: Dresden und Leipzig 1833. 6. Auflage (posthum): Leipzig 1921 (hrsg. von Richard Haehl).
- Reine Arzneimittellehre. Theil 1-6. Leipzig, 1811-1821. Zweite, vermehrte Auflage: Leipzig 1822-1827.
- De helleborismo veterum. Leipzig 1812.
- Die chronischen Krankheiten. Ihre eigenthümliche Natur und homöopathische Heilung, Theil 1-5. Erste Auflage: Leipzig 1828-1830. Zweite, veränderte und vermehrte Auflage: Leipzig und Dresden 1835-1839.
- Allöopathie. Ein Wort der Warnung an Kranke jeder Art. Leipzig 1831.
- Heilung der asiatischen Cholera und Schützung vor derselben. Nürnberg 1831.
- Sicherste Ausrottung und Heilung der asiatischen Cholera. Leipzig 1831, Glück.
Übersetzungen
- William Falconer: Versuch über die mineralischen Wasser, 1777.
- Jean Baptiste van den Sande: Die Kennzeichen der Güte und Verfälschung der Arzneimittel, 1787.
- Joseph Berrington: Geschichte Abälards und der Heloise, Leipzig 1789.
- William Cullen: Abhandlung über die Materia Medika, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von S.H. 2 Bände. Leipzig 1790.
- D. Monro: Chemisch pharmaceutische Arzneimittellehre. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von S.H. 2 Bände. Leipzig 1791.
- Neues Edinburgher Dispensatorium, Leipzig 1797/1798.
Siehe auch
- Homöopathie
- Materia medica
- Miasma
- Liste homöopathischer Grundsubstanzen
- Liste bedeutender Mediziner und Ärzte
Literatur
- Robert Jütte: Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie. München 2005, dtv premium. ISBN 3-423-24447
- Rima Handley: Eine homöopathische Liebesgeschichte. Das Leben von Samuel und Melanie Hahnemann. München 2002, C.H. Beck. ISBN 3-406-45991-9
- Anthony Campbell: Homeopathy in Perspective, engl. Buch als pdf
- Richard Haehl: Samuel Hahnemann. Sein Leben und Schaffen. 2 Bände, Leipzig 1922, Willmar Schwabe.
- Samuel Hahnemann: Die Krankenjournale. Hrsg. von Robert Jütte. Heidelberg 1992-2005, Haug.
- Georg Bayr: Hahnemanns Selbstversuch mit der Chinarinde 1790. Die Konzipierung der Homöopathie. Heidelberg 1989, Haug, ISBN 3-8304-0210-4
Belletristische Darstellung
- Guido Dieckmann: Die Gewölbe des Doktor Hahnemann, Berlin 2002
Weblinks
- Der Gründungstext der Homöopathie: Versuch über ein neues Princip ...
- Das Organon der Heilkunst
- Robert Jütte: Samuel Hahnemann: Mehr als nur ein Denkmal
- Michael Emmans Dean: Homeopathy and the Progress of Science Wissenschaftshistorischer Aufsatz über die Stellung Hahnemanns zur Medizin seiner Zeit und seinen Bezug zur Aufklärung.
- Seite mit Fotos des Hahnemann-Monuments in Washington
- Das Homöopathie-Archiv des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Dort befindet sich der Nachlaß von Samuel und Melanie Hahneman.
{{Personendaten|
NAME=Hahnemann, Christian Friedrich Samuel
|ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt |GEBURTSDATUM= 10. April 1755 |GEBURTSORT=Meißen |STERBEDATUM= 2. Juli 1843 |STERBEORT=Paris }}
Diskussion der Autoren über den Artikel: Samuel Hahnemann
Sein Wirken, seine "Philosophie" der Homöopathie und sein Einfluss auf dieselbe fehlen.--84.177.190.80 03:22, 10. Apr 2005 (CEST)
Klingt komisch
Ein berühmter Patient in dieser Zeit war zweifellos der Geiger Nicolo Paganini, der an einer Dauererektion litt, die schon vom bloßen Anblick einer Frau ausgelöst wird (Priapismus). Paganin hatte sich in die junge Frau Hahnemanns unsterblich verliebt,
- Mag komisch klingen, war aber so. Paganini ging mit seinem Erektionsproblem in die Pariser Praxis von Hahnemann, die dieser im hohen Alter von über 80 jahren unter Mithilfe seiner jungen Frau führte. In diese hat sich der Patient dann unsterblich verliebt und dies auch der Ehefrau in schriftlicher Form gestanden, doch von ihr eine barsche Abfuhr erhalten. Daraufhin wurde die Behandlung im gegenseitigen Einvernehmen abgebrochen. Quelle: Berliner Zeitung (nicht BZ) vom 09/10.04.05. In einem ausführlichen Artikel werden dort weitere belegende Quellen (Briefe, Tagebucheintragungen usw) genannt. Gruss --217.81.123.201 16:07, 10. Apr 2005 (CEST)
unsinniger Satz
Obwohl sich die Ergebnisse dieser Versuche bis heute nicht reproduzieren ließen, wird dies im Allgemeinen als Geburtsstunde der Homöopathie bezeichnet.
Inwiefern hat der Ausgang dieser Versuche etwas mit der Geburtsstunde der Homöopathie zu tun? Sollte es etwa Ergebnisse anderer Versuche geben, die für die Geburtsstunde der Homöopathie stehen sollten? So ist doch gerade die mangelnde bzw. unterschiedliche Reproduzierbarkeit das eigentliche Problem der Homöopathie bis heute! Dieser Satz macht für mich daher keinen Sinn. --Webmaster@sgovd.org (Webmaster@sgovd.org) 15:58, 6. Dez 2005 (CET)
- Moin Webmaster! Ich geb`s zu, der Satz ist von mir, wenigstens der wahrscheinlich ungeschickt eingefügte Nebensatz. Wenn ich mich recht entsinne, hat Hahnemann damals eine Überdosis Chinarinde geschluckt und Fieber bekommen, woraus er schloss, dass die allgemein bekannte Fieber senkende Wirkung des Chinins (die naturgemäß auch nur bei Malaria einsetzt, aber dies nur nebenbei) eine Folge der (vergleichsweisen) Niedrig-Dosierung sei, und dass das symptomauslösende Pharmakon bei gesenkter Dosierung dasselbe Symptom zum Verschwinden bringe: Similia similibus curentur eben. Dass aber hoch dosierte Chinarinde Fieber auslösen würde, stimmt nicht. Hahnemanns damaliges Fieber muss also eine andere Ursache gehabt haben als das Chinin. Obwohl die Erfahrung mit der Chinarinde also auf falschen Voraussetzungen beruht, wird sie "im Allgemeinen als Geburtsstunde der Homöopathie bezeichnet." Soweit klar? Herzliche Grüße, --Phi 19:09, 6. Dez 2005 (CET)
Armutszeugnis
Diese Bio ist ja schon ein Armutszeugnis, wie ich erst jetzt entdecke. Da steht ja fast gar nichts drin, nicht mal die wichtigsten Publikationen (Reine Arzneimittellehre, Chronische Krankheiten); vom "Versuch über ein neues Princip ...", der ersten Hom-Veröffentlichung, wird nicht mal der Titel genannt. Dass das Organon später anders hieß ("Organon der Heilkunst"), auch nicht. Die zahlreichen Selbst- und Fremdversuche Hahnemanns tauchen gar nicht auf. Und das ist nur das Ärgste, auch beim Leben sieht es äußerst trübe aus! Ich kanns kaum glauben, dass die Verfasser wirklich Jüttes Bio angeben; gelesen scheinen sie sie nicht zu haben. Hier hilft kein Korrigieren und Ergänzen von Kleinigkeiten (worauf ich deshalb auch verzichte), das Ding verlangt eine völlige Neufassung. --Mautpreller 12:34, 22. Dez 2005 (CET)
- Lieber Mautpreller, du hast völlig Recht. Den Hinweis auf Jüttes Buch hatte ich als "Erste-Hilfe"-Maßnahme in den Artikel eingefügt, damit er nicht ganz so trostlos wirkt. Wie ich sehe, bist du gerade in der Homöopathie sehr engagiert - wäre da dieser Notfall nicht auch etwas für dich? Freundliche, mutmachende Grüße, --Sti 21:40, 22. Dez 2005 (CET)
- Schreibe schon dran ud stelle es dann bald zur Diskussion.--Mautpreller 17:12, 26. Dez 2005 (CET)
Neufassung des Artikels
Eine Neufassung (noch nicht ganz fertig) des Artikels ist hier zu finden: Mautpreller/Samuel Hahnemann. Der Teil "Leben" ist m.E. komplett, "Werk und Wirkung" ist noch nicht ausgeführt, von "Kontroversen" ist ein Anfang mit dem Chiarindenversuch gemacht. Ich möchte den jetzigen Text durch diese Fassung ersetzen und weiter daran arbeiten. Bitte äußert Euch dazu. Meiner Meinung nach ist meine Neufassung zumindest als Grundlage weitaus besser als der bisherige Text. --Mautpreller 18:59, 27. Dez 2005 (CET)
Lieber Mautpreller, ich sehe deinen Entwurf auch als eine bessere Grundlage. Inhaltlich kann ich selbst leider nichts beitragen - dazu kenne ich weder Hahnemanns Biografie noch die Homöopathie gut genug und habe nicht die Zeit, mich intensiver einzulesen. Aber ich beobachte mit Hochachtung deine Arbeit an beiden Artikeln. Vielleicht magst du die folgenden, mehr äußerlichen Anmerkungen bedenken:
- Insgesamt ist der Umfang der Artikel jetzt schon groß, so dass insbesondere Doppelungen möglichst vermieden bzw. reduziert werden sollten. Vielleicht ist irgendwann auch ein separater Artikel Geschichte der Homöopathie sinnvoll/notwendig.
- In der Biografie finde ich die Abschnittsüberschrift "Die vorhomöopathische Zeit" noch nicht so ganz gelungen (ich weiß aber auch noch nichts wirklich besseres).
- Wenn es belegbar ist, dass H. in Siebenbürgen selbst an Malaria erkrankt war und dort Studien dazu durchführte (wie in der bisherigen Version beschrieben), fände ich gut, das auch zu übernehmen. Auch einige andere Informationen würde ich (wenn belegt) aus der Version übernehmen, z.B. die stellvertretende Leitung der Dresdner Krankenhäuser oder die Wahl in die Leopoldina.
- Einen Satz wie In den Folgejahren praktizierte er in einer großen Zahl von nord- und mitteldeutschen Städten als mehr oder minder erfolgreicher Arzt, Übersetzer und Schriftsteller. finde ich noch nicht wirklich erhellend - lieber wäre mir eine Erklärung, warum er so unstet war, was warum erfolgreich oder weniger erfolgreich "lief". Einige Beispiele dazu hast du ja durchaus benannt - gibt es da so etwas wie einen roten Faden?
- 1811 zieht Hahnemann nach Leipzig um - ab hier wechselst du plötzlich ins Präsens - aber das ist eine Kleinigkeit.
- Was hat H. eigentlich zu seinem polemischen Stil getrieben? Wie kam es zum Wechsel des Titels "Organon der rationellen Heilkunde" zu "Organon der Heilkunst"? Wie verliefen die "akademischen Fehden" - einige Daten und Ämter weisen darauf hin, dass H. in der damaligen wissenschaftlichen Welt ja durchaus auch anerkannt war. Sind die Muster dieser Fehden vergleichbar mit den heutigen?
Aber nun genug "gemeckert" - ich bin neugierig auf deine weitere Arbeit und auf neue Einsichten in diese äußerst interessante Persönlichkeit. Freundliche Grüße, --Sti 14:08, 2. Jan 2006 (CET)
- Lieber Rainer, danke für Deine Kritik. Im Einzelnen:
- Ob Hahnemann in Siebenbürgen Malaria hatte, ist unbekannt. Es gibt einen indirekten Hinweis darauf: In einer Anmerkung zu seiner Übersetzung der Arzneimittellehre Monros (1791) schreibt Hahnemann, er habe in Erlangen (d.h. wohl 1779) ein "Rezidiv" von "Quartanfieber" gehabt und dagegen Chinarinde (erfolgreich) eingenommen. Bayr schließt daraus, er habe bestimmt in Siebenbürgen Malaria gehabt, das ist aber reichlich wacklig.
- Über Hahnemanns medizinische Tätigkeit in Siebenbürgen ist so gut wie nichts Sicheres bekannt. Dass er Malariafälle dort gesehen hat, ist wahrscheinlich und insbesondere durch eine lange Fußnote in der Cullen-Übersetzung gestützt: "Der Verf. (Cullen) ... scheint die hartnäckigen Wechselfieber in warmen Ländern, mit Sümpfen angefüllt, nicht gekannt zu haben. Ich sahe sie im platten Ungarn" ... (folgt eine ausführliche Beschreibung, auch der angezeigten Therapien). Ob er selbst welche behandelt hat, "Studien" gemacht hat usw., weiß man nicht; er hat aber offensichtlich das, was er in Hermannstadt sah und hörte, registriert und sorgfältig verarbeitet. In diesem Sinn kann man einen halben Satz anfügen, mehr wäre glaube ich ungesichert und nicht gerechtfertigt.
- In Dresden (1785-1788) hat Hahnemann, allerdings nur kurze Zeit, als Vertreter des Stadtphysikus Wagner fungiert und dabei praktiziert und auch gerichtsmedizinische Erfahrungen gesammelt; hauptsächlich aber publiziert und übersetzt. Ob das eine "stellvertretende Leitung der Krankenhäuser" einschloss, ist meinen Quellen nicht bekannt und m.E. zweifelhaft - der Physikus dürfte die Krankenanstalten geleitet haben und daraus kann man etwas wackelig schließen, dass Hahnemann als zeitweiliger Vertreter "stellvertretender Leiter" war, mehr ist m.E. nicht verbürgt; sicher ist, dass er sich selbst vergeblich auf die Stadtphysikusstelle beworben hat und daraufhin umgezogen ist. Eine Erwähnung dieses unklaren Details würde m.E. zu weit führen.
- M.W. ist Hahnemann nicht 1793 zum Mitglied der Leopoldina, sondern 1791 zum Mitglied der (renommierten) Mainzer Akademie der nützlichen Wissenschaften (zu Erfurt) ernannt worden (nach Jütte). Das war ihm auch wichtig und könnte erwähnt werden.
- Die anderen Fragen sind schwieriger. Warum einer so oft umzieht, hat viele Gründe. H. wird von (manchen) Zeitgenossen (vor allem Konkurrenten) als außerordentlich eigensinnig beschrieben, was das auch wert sein mag. Belegt ist vielfacher Streit, einerseits mit den Apothekern (das zog sich durch; H. war halt selber ein halber Apotheker), Kollegen und Obrigkeiten, andererseits mit Nachbarn (es gibt zB einen Brief, wo er klagt, dass seine Nachbarn ihn wegen Kinderlärm verklagen). Andererseits ist sicher, dass er sehr ehrgeizig war und massenhaft (oft gescheiterte) Versuche unternahm, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Erfolg zu erzielen; wenn diese Versuche scheiterten, brach er nicht selten seine Zelte ab. Es war halt auch objektiv schwierig, die Familie vernünftig durchzubringen, für einen "freischaffenden Geistesarbeiter", der H. mindestens bis 1810 war. Ich werde versuchen, eine Interpretation dieses ständigen Umziehens hinzukriegen, aber das ist nicht leicht.
- Was Hahnemann zu seinem Stil trieb - weiß ich nicht; weiß auch nicht, ob die Frage richtig gestellt ist. Polemik war bis zu einem gewissen Grad Zeitstil, da wurde heftig zugelangt. Wer selbst etwas werden und sich abheben wollte, zumal als "Schulengründer", tat vielleicht noch mehr im Schimpfen. In den späten Jahren ist es aber m.E. eindeutig: Da war es das Motiv, die "Schule" und damit sein Lebenswerk zusammenzuhalten (wie das bei so vielen Schulengründern der Fall war).
- Der Wechsel des Titels ist m.W. dadurch begründet, dass "rationelle Heilkunde" als unterscheidender Begriff - wie es zunächst gedacht war - nicht tauglich war (jeder berief sich darauf, auch und vor allem Hufeland).
- Ja, die Fehden sind vergleichbar mit den heutigen. H.s Leistungen wurden z.T. durchaus anerkannt (insbes. die "gelehrten" cheminschen, medizinhistorischen usw.); es gab aber heftigste Kritik an seinem "dogmatischen" System (z.B. einen skurrilen Streit mit einem Universitätsprofessor darum, ob bei Verbrennungen warmes oder kaltes Wasser besser helfe), an der Psoralehre und der Potenzierungslehre. Teilweise war die Kritik aber auch dadurch motiviert, dass H. zu empirisch vorgehe und den Traditionsbestand der Medizin in Bausch und Bogen verdamme (was sicher auch einen ökonomischen Aspekt hatte: lästige Konkurrenz). Schließlich wurden z.T. "Gegenversuche" unternommen (etwa von dem Prof. Jörg, die er in seinen "Kritischen Heften" dokumentierte), die freilich prompt von H.s Schülern für ihre Arzneimittellehren zitiert wurden ...--Mautpreller 23:08, 2. Jan 2006 (CET)
- Lieber Mautpreller, herzlichen Dank für Deine kenntnisreichen Antworten. Was die "wackligen Quellen" zu den ersten Punkten betrifft, schätze ich Deine Sorgfalt sehr. Zur "Schulengründung" habe ich eine Nachfrage: hast Du irgendwo gefunden, dass Hahnemann sich selbst als "Schulengründer" sah? Ich las bei Jütte (habe aber zur Zeit weder seine Hahnemann-Biografie noch die "Geschichte der Alternativmedizin" parat), dass H. sich ausdrücklich von den "Medizinern der Schule" abgrenzte, was einige seiner Anhänger dann zur "Erfindung" des Begriffs Schulmedizin brachte. Ist aber nur ein Nebenthema, auf das ich bei der Arbeit am Artikel Schulmedizin gestoßen bin. Freundliche Grüße und weiterhin Freude an diesen spannenden, aber nicht einfachen Themen. So gefällt mir die Wikipedia, --Sti 08:58, 3. Jan 2006 (CET)
Möchte Artikel ersetzen - bitte in den nächsten zwei Wochen Kommentare
Da ich in absehbarer Zeit doch nicht die Zeit finde, meinen Artikel "Samuel Hahnemann" unter Mautpreller/Samuel Hahnemann fertig zu stellen: Ich möchte den derzeitigen Artikel in 14 Tagen, d.h. zum 30. Juni, durch meinen ersetzen. Er ist auch in der jetzigen Fassung weitaus korrekter und inhaltsreicher als der hier stehende, nichts Wichtiges fehlt, während der hier stehende teilweise durch Fehler, vor allem aber durch riesige Lücken auffällt. Gibt es dagegen Einwände, Einarbeitungswünsche etc.? Einwände bitte hier nennen, Einarbeitungswünsche/Verbnesserungsvorschläge auf der Disk des Alternativartikels. Grüße --Mautpreller 10:30, 16. Jun 2006 (CEST)
- Go for it. Gruss Araba 00:51, 17. Jun 2006 (CEST)
- Ich unterstütze sehr deinen Vorschlag. Nur den Abschnitt "Kontroversen" würde ich in der unfertigen Form noch draußen lassen. Freundliche Grüße, --Sti 12:13, 18. Jun 2006 (CEST)
- Ok. --Mautpreller 09:07, 19. Jun 2006 (CEST)
Ist jetzt hier. ich habe auch "Werk und Wirkung" noch ausgelassen, da auch dieser Teil noch unfertig ist. Hier stand null, nada, nix zu diesem Thema, es ist also noch zeit, daran zu arbeiten ... --Mautpreller 15:02, 30. Jun 2006 (CEST)
- Mautpreller, bitte keinen edit-war. Ich habe meine Änderungen begründet.--Lemmavonzorn 15:07, 30. Jun 2006 (CEST)
- Nein. Ich werde solche willkürlichen Zerstörungsaktionen nicht zulassen. Begründe hier auf der Diskussionsseite, was Dir nicht passt und was Du willst. Wenn Du erneut einen Editwar betreibst, werde ich Konsequenzen ziehen. --Mautpreller 15:09, 30. Jun 2006 (CEST)
- Was Du "zulässt" oder nicht ist irrelevant. Ausdrücke wie "mehr oder weniger erfolgreicher" sind nunmal wertend. Deine Behauptung, meine Änderungen seien "unbegründet", ist falsch. Das kann jeder sehen, der sich die Versionshistorie anschaut. Deine Drohung mit "Konsequenzen" ist peinlich. Stell doch Deinen Sperr-Antrag, dann werden wir ja sehen, was rauskommt.--Lemmavonzorn 15:14, 30. Jun 2006 (CEST)
Der Artikel enthält Wertungen
Ich würde gerne folgenden Sachverhalt zur Diskussion stellen. In der aktuellen Version enthält der Artikel folgende Sätze: "In den Folgejahren praktizierte er in einer großen Zahl von nord- und mitteldeutschen Städten als mehr oder minder erfolgreicher Arzt, Übersetzer und Schriftsteller. Die Gründe für dieses unstete Umherziehen dürften vielfältig sein; Anthony Campbell fasst sie wohl treffend so zusammen:". Darin sind mehrere wertende Formulierungen enthalten: "mehr oder minder erfolgreicher", "dürften vielfältig sein", "fasst sie wohl treffend". Ich habe diese Wertungen entfernt und meine Änderungen begründet. Leider hat jemand (vielleicht der Autor des Artikels) meine Änderungen revertiert, erstaunlicherweise mit der Begründung, ich hätte meine Änderungen nicht begründet.--Lemmavonzorn 15:25, 30. Jun 2006 (CEST)
- Sehr einfach. Ja, ich bin der Autor des Artikels (jedenfalls in der vorliegenden Form zu ca. 99%), habe aber darum selbstverständlich kein Hausrecht. Wohl aber Anspruch darauf, dass die viele Arbeit daran respektiert wird.
- Zur Sache: Hahnemann war tatsächlich (ökonomisch wie in der Anerkennung durch die Umwelt) mal mehr, mal weniger erfolgreich in seinen diversen Beschäftigungen. Das lässt sich ohne Schwierigkeiten etwa bei Campbell oder Jütte nachlesen. Es ist fürs Verständnis auch wichtig, denn Hahnemann ist extrem oft umgezogen, obwohl er sich bereits durchaus einen Ruf erworben hatte; das hing ganz offensichtlich mit seinen schwankendne Erfolgen zusammen. Trotzdem ist ein so unstetes Leben nicht allein damit zu erklären. Deswegen wird hier vorsichtshalber der Konjunktiv gewählt und eine Aussage aus der (übrigens durchaus kritischen) Literatur zitiert. Im Artikel finden sich eine ganze Reihe von beispielen sowohl für ökonomische Probleme und wechselnden Erfolg als auch für starken Ehrgeiz. Das ist alles trivial und für jeden, der ein Minimum an Interesse aufbringt, ohne jegliche Probleme zu erkennen.
- Zu Lemmavomzorn: Nachdem dieser einen Editwar im Homöopathie-Artikel vom Zaun gebrochen hat (der Artikel musste gesperrt werden), in der Diskussion alle, die Homöopathie interessant finden, als "imbezill" bezeichnete und wüste Schimpfreden von sich gab, habe ich ihn dringend aufgefordert, sich zivilisiert zu benehmen. Das hier ist seine Revanche. --Mautpreller 16:24, 30. Jun 2006 (CEST)
- Wenn keine Argumente kommen, werde ich drei Wertungen entfernen. Artikel in der Wikipedia sollten keine Wertungen enthalten. Ich hoffe, da stimmt mir jeder zu.--Lemmavonzorn 13:18, 3. Jul 2006 (CEST)
- Die Argumente stehen hier. Du verzichtest auf jegliche Auseinandersetzung. Deshalb sind eigenmächtige Entfernungen natürlich nicht in Ordnung. --Mautpreller 13:33, 3. Jul 2006 (CEST)
- Lieber Mautpreller, es ist sehr schön von Dir, dass Du diesen Artikel (den ich gar nicht so schlecht finde) verfasst hast. Das bedeutet aber nicht, dass er jetzt Dein Artikel ist und dass Du allein darüber bestimmen kannst, wer was ändern kann (ich natürlich auch nicht). Dennoch: Wertungen haben in einem wikipedia-Artikel nunmal nichts verloren. Ich habe neutrale Formulierungen gewählt und hoffe, Du bist damit einverstanden.--Lemmavonzorn 17:55, 3. Jul 2006 (CEST)
- Mautpreller hat die Wertungen begründet. Selbst wenn sie unbegründet wären, wären sie kaum zu beanstanden, es sei denn, objektiv falsch. Es handelt sich um Informationen, Einordnungen und lebhafteren Stil. Das hilft dem Leser. --GS 18:01, 3. Jul 2006 (CEST)
- Was für ein Unsinn. "... es sei denn, objektiv falsch." Gerade aus _diesem_ Grund sollte man auf Wertungen verzichten, weil eben _niemand_ weiß, ob sie "objektiv" richtig oder "objektiv falsch" sind. Ihr werdet in keiner richtigen Enzyklopädie solche Wertungen ("mehr oder weniger erfolgreich" - was soll das eigentlich heissen? Warum kann man das nicht einfach weglassen?) finden, und das aus gutem Grunde. Mal andersrum gefragt - und darauf hätte ich wirklich gerne eine (NICHT AUSWEICHENDE) Antwort: Warum besteht ihr darauf, dass die Wertungen drinbleiben? PS: "mehr oder weniger erfolgreich" als "lebhafteren Stil" (lebhafter im Vergleich wozu eigentlich?) zu bezeichnen, hat mich sehr amüsiert - you made day! --Lemmavonzorn 09:06, 4. Jul 2006 (CEST)
- Die Antwort ist einfach: es handelt sich um Informationen. --GS 09:20, 4. Jul 2006 (CEST)
- Man findet in jedem enzyklopädischen Text Wertungen, sie sind bereits der Grund für die Aufnahme oder Nichtaufnahme des Lemmas. (Lies mal einen!) Auch die Erfassung des Forschungsstandes ist nur mit Bewertungen möglich (was ist maßgeblich?). "Mehr oder weniger erfolgreich" heißt nichts anderes, als dass Hahnemann zeitweise ganz gut zurechtkam (viele Patienten und Übersetzungsaufträge hatte, sich Prestige erwerben konnte), zeitweise ziemlich schlecht (Pleiten, Misserfolge, Streitereien). Natürlich könnte man das haarklein auseinander klauben - aber will das jemand wissen? Der Hahnemann-Biograf Jütte schreibt es mit ähnlichen Worten. Dass es für einen frei schaffenden Geistesarbeiter damals schwierig war, sich und eine große Familie zu erhalten, ist recht gut bekannt - eben aus solchen Biografien. Campbell gibt eine Einschätzung ab, die starke Argumente für sich hat. Hast Du eine andere? Ich habe ja im Folgenden ein Beispiel genannt, ein weiteres werde ich noch hinzufügen.
- Davon abgesehen: Lemmavonzorn, wie wäre es, wenn Du mal zu einem Artikel eine sinnvolle Information beitragen würdest? Bisher ist mir noch nicht aufgefallen, dass Du einen derartigen Versuch unternommen hättest. --Mautpreller 09:26, 4. Jul 2006 (CEST)
- Ist schon schwierig genug, immer die gröbsten Fehler zu beseitigen. Und das ist schließlich auch sinnvoll. Ausserdem unterstehe ich nicht Deiner Aufsichtspflicht.--Lemmavonzorn 13:04, 4. Jul 2006 (CEST)
- Mit Fehlern haben wir es hier dank des stupenden Fachwissens und der peniblen Vorbereitung von Mautpreller nicht zu tun. Mit groben Fehlern schon garnicht. Damit brauchen wir ja hier nicht weiter zu diskutieren. Gruß --GS 13:39, 4. Jul 2006 (CEST)
GS beteiligt sich an einer Diskussion - dann sperrt er den Artikel in seiner bevorzugten Version - toller admin.
- Doch: Wikipedia-Artikel sollten nämlich keine Wertungen enthalten. Unglaublich, dass ihr das nicht wisst. Denk mal drüber nach und lies Wikipedia: Neutraler Standpunkt. Du kannst das letzte Wort haben und dann: Gut is... --Lemmavonzorn 14:53, 4. Jul 2006 (CEST)
Du hast den Text, den Du verlinkst, nicht gelesen. Meinungen und Wertungen – dies müssen nicht unbedingt die eigenen sein – sollten am besten mit Tatsachen untermauert oder begründet werden. Im Übrigen sollte man einen Text nur dann umschreiben, wenn man etwas vom Gegenstand versteht. --Mautpreller 15:46, 4. Jul 2006 (CEST)
- "mehr oder weniger erfolgreicher Arzt" ist übrigens keine Wertung, sondern eine Beschreibung, die sich objektivieren und belegen lässt. Das ist eine komprimiertere Darstellung von Fakten. Vielleicht zu komprimiert. Es wäre durchaus interessant, mehr dazu zu erfahren. --GS 18:14, 4. Jul 2006 (CEST)
- GS, Dein Verhalten bei dieser Diskussion is eindeutig ADMIN-unwürdig. Du baust nur auf Deinen Machtvorsprung. Das ist ganz klar, das sieht jeder, der die Diskussion durchliest. Du solltest den Artikel schleunigst freigeben.--139.18.10.232 08:21, 4. Aug 2006 (CEST)
- Nein, ich bewahre seriöse Autoren vor sinnlosen Edit-Wars. Ich habe den Artikel aber freigegeben. Assume good faith. Wenn aber der lächerliche Kleinkrieg um nebensächliche Formulierungen wieder losgeht, sperre ich wieder in der jetzigen Version. Also bitte nur Optimierungen des Artikels. Der Artikel war übrigens nie gesperrt. Nur halbgesperrt. Jeder angemeldete Nutzer konnte jederzeit schreiben. Auch Lemmavonzorn. Der hat es halt nur vorgezogen, mit IP-Sockenpuppen zu agieren. Dieses Spiel zu unterbinden ist doch kein Ausnutzen eines Machtvorsprungs?!? Es stellt nur die "Waffengleichheit" im Sinne von "One man one vote" wieder her, unterbindet also Missbrauch der Wikipedia. Genau dazu sind Admins da. --GS 09:00, 4. Aug 2006 (CEST)
Tut mir leid GS, hier gehts nun mal um Fakten. Geschwafel hilft hier nicht weiter: Du solltest weniger arrogant auftreten.--84.56.92.45 09:03, 7. Aug 2006 (CEST)
- Ich kann GS nur beipflichten. @lemmavonzorn und Sockenpuppen: selten hab ich solch eine destruktive Agitation erlebt, wie du sie hier bietest. Echt traurig!149.9.0.21 00:51, 9. Aug 2006 (CEST)
traurig? dann heul doch!--84.56.91.72 08:40, 10. Aug 2006 (CEST)
Hahnemann als Arzt
Es gibt einiges zu Hahnemann als praktischem Arzt: Patientenzahlen, Anamnesen, Verschreibungen aus den Krankenjournalen, übrigens interessanterweise auch zur Placebogabe - hahnemann gab sehr häufig Placebo als erstes Medikament. Außerdem Selbstaussagen (dass etwa zeitweise mit Medizin kein Geld zu verdienen war und er seine Hoffnungen ganz auf die Chemie setzte) und Patientenbriefe (Jütte hat auch für seine Bio einiges zusammengetragen, manches findet man auch bei Handley für die Spätzeit). Ob seine Kuren erfolgreich waren, ist natürlich nicht leicht zu beurteilen, besonders für die Frühzeit, wo die Patienten keine Prominenten waren und meist auch keine Briefe schrieben. Ich werde mal ein Kapitel "Hahnemann als Praktiker" anfangen, das wäre sicherlich sowohl für Hahnemanns Persönlichkeit als auch für die Homöopathiegeschichte und Kulturgeschichte ganz interessant. (Zum Beispiel verlangte er in den 1830er Jahren von seinen Patienten, dass sie gefälligst seine Bücher lesen sollten ...) Wird aber ein bisschen dauern, ich habe momentan nur stundenweise Zeit; und außerdem hätt ich auch noch gern: Werk und Wirkung; Selbst- und Fremdbilder - H. sah sich gern als Luther, für den "sola scriptura", in dem Fall: nur das Buch der Natur galt, nicht die Werke der (Medizin- bzw. Kirchen-)Väter, auch: H. als Aufklärer; Hahnemanns Wirken von heute aus gesehen. --Mautpreller 20:28, 4. Jul 2006 (CEST)- Ja, Interessant! --GS 20:30, 4. Jul 2006 (CEST)
== Änderte den Seitenschutzstatus von Samuel Hahnemann: Edit-War gegen Benutzermehrheit [edit=autoconfirmed:move=autoconfirmed] ==
GS führt das wikipedia-Prinzip ad absurdum. Ging mir schon häufig so, dass wiki-admins ihre Meinung einfach mit roher Gewalt durchdrücken. "... gegen Benutzermehrheit": Es steht zwei gegen zwei. Bist Du Dir dessen bewusst, ich meine, hast Du bewusst gelogen? Oder hast Du Dich verzählt?--84.56.108.143 11:13, 6. Jul 2006 (CEST)
- Bitte keinen Unsinn erzählen, sondern in die Historie schauen. Die Änderungen wurden revertiert von Mautpreller, Webmaster@sgovd.org und Schönwetter. Ich selbst bin da nicht mitgezählt. Die Änderungen wurden von IPs und einem Lemmavonzorn immer wieder zurückgesetzt. Dass es sich bei den IPs und Lemmavonzorn um verschiedene Personen handelt, scheint mir unwahrscheinlich. Die Hartnäckigekeit und zeitliche Nähe ist jedenfalls ein Indiz dagegen. Ich agiere hier als Admin und nicht als Diskutant. Bitte beide Rollen auseinanderhalten. Ich habe semi-gesperrt, da eine IP einen Editwar gegen drei Personen (ohne mich) führt. Gruß --GS 11:21, 6. Jul 2006 (CEST)
- Für jeden Interessierten: "Die Änderungen wurden revertiert von Mautpreller, Webmaster@sgovd.org und Schönwetter. Ich selbst bin da nicht mitgezählt.": [LINK]--84.56.117.159 13:58, 6. Jul 2006 (CEST)
- Ja, und was soll das beweisen? Wozu kündigst du einen Edit-War gegen die Benutzermehrheit [LINK] an? In deiner Änderung sehe ich keinerlei Verbesserung. Warum ist dir das so wichtig? --Webmaster@sgovd.org (Webmaster@sgovd.org) 14:16, 6. Jul 2006 (CEST)
- Ich habe das Gefühl, dass GS seiner Rolle als admin nicht ganz gerecht geworden ist. Ich meine halt, als admin sollte man nur eingreifen, wennn man nicht zu sehr involviert ist. Verständlich, dass das manchmal schwer fällt. Aber vielleicht seh ich das auch falsch. Wie auch immer, beste Grüße an alle--84.56.117.159 14:22, 6. Jul 2006 (CEST)
- Und was hat das jetzt mit dem Inhalt und der Form des Artikels zu tun? --Webmaster@sgovd.org (Webmaster@sgovd.org) 14:40, 6. Jul 2006 (CEST)
- Lieber "Webmaster", Dein letzter Beitrag hat nichts mit Inhalt oder Form des Artikels zu tun - bitte künftig unterlassen.--84.56.117.159 14:43, 6. Jul 2006 (CEST)
- Was stört dich genau? --Webmaster@sgovd.org (Webmaster@sgovd.org) 14:57, 6. Jul 2006 (CEST)
Liebe IP, Du siehst das schon richtig. Besser, es hätte ein unbeteiligter Admin agiert. Ein Halbsperre ist allerdings harmlos. Melde Dich an, warte ein Weile und Du kannst editieren. Weil ich Dir recht gebe, habe ich mich nicht mitgezählt. Das hast Du irgendie nicht kapiert. In Wahrheit stehst Du 1 gegen 4. Ich zähle mich aber nicht mit, weil ich ja als Admin agiere. Ein Missbrauch wäre es gewesen, wenn Du gegen mich gestanden hättest. So habe ich die Meinung von drei Benutzern gegen einen Einzelnen verteidigt. Das machen Admins. Gruß --GS 17:26, 6. Jul 2006 (CEST)
- Hier sieht man sehr schön, dass GS an der Diskussion beteiligt war - muss Spaß machen, wenn man seinen Standpunkt mit admin-Rechten durchsetzen kann: [LINK] --84.56.103.190 10:32, 27. Jul 2006 (CEST)
- liebe IP 84.56...... alias Lemmavonzorn. Ich bin nur froh, dass es solche Wikipedianer wie GS gibt. Dein Problem ist, dass du nicht konstruktiv mitarbeiten willst. Warum? Skeptokokkus 10:55, 27. Jul 2006 (CEST)
- Und was hat das jetzt mit Inhalt und Form des Artikels zu tun?--84.56.106.4 11:28, 27. Jul 2006 (CEST)
- Das hat sehr viel damit zu tun. Ein guter Artikel kann nur durch konstruktive Mitarbeit entstehen. Man kann auch zusammenarbeiten, obwohl man verschiedener Meinung ist. Ich hab mir die Beiträge von Lemmavonzorn angeschaut und die von GS und da hab ich schon einen gewaltigen Unterschied festgestellt. Skeptokokkus 11:48, 27. Jul 2006 (CEST)
- Ich finde auch, dass die beiden verschiedene Meinungen haben. Wo ist das Problem? Wenn dann eher die autoritäe Vorgehensweise von GS.--84.56.92.209 14:28, 27. Jul 2006 (CEST)
89.56.139.205 19:56, 27. Jul 2006 (CEST)
Wollen wir nicht lieber diesen ganzen Abschnitt löschen? Es steht aber auch gar nichts für den Artikel irgendwie Relevantes drin. --Mautpreller 20:40, 27. Jul 2006 (CEST)
GS hat seine bevorzugte Version mit admin-Rechten durchgesetzt
Hier sieht man sehr schön, dass GS erst an der Diskussion beteiligt war, dann selbst gesperrt hat (seine Version natürlich) - muss Spaß machen, wenn man seinen Standpunkt mit admin-Rechten durchsetzen kann: [LINK]--84.56.98.248 09:50, 28. Jul 2006 (CEST)
- Ein letztes Mal. Der Artikel ist halbgesperrt, nicht vollgesperrt. Grund: damit nicht IPs und eben angemeldete Benutzer Edit-Wars anzetteln können, wie das bereits geschehen ist. Mehrere Nutzer (GS nicht mitgerechnet) haben sich für die jetzige Version ausgesprochen, die Veränderungen stammen sehr wahrscheinlich alle vom selben Nutzer. Dazu kommt, dass keiner der Kritiker irgendeinen konstruktiven Beitrag zum Artikel geleistet oder auch nur zu leisten versucht hat, ganz im Gegenteil zu den anderen. Dessen ungeachtet wurden die Edits ausführlich diskutiert, das Ergebnis ist eindeutig: Es handelt sich um Verschlechterungen, die in der Disk abgelehnt wurden und deswegen nicht reinkommen. Aus. --Mautpreller 10:11, 28. Jul 2006 (CEST)
- Erstens: "Aus" isses, wenn ich fertig bin. Zweitens: Du brauchst GS nicht zu verteidigen, ich denke, das kann er schon selber und drittens: wikipedia ist nicht demokratisch organisiert (lies Dir bei Gelegenheit die Richtlinien durch).--84.56.98.142 10:20, 28. Jul 2006 (CEST)
- Liebe IP, nimm doch bitte mal die Rückmeldungen anderer ernst. Das Thema hat hier nichts zu suchen. Beschwer Dich auf der richtigen Seite darüber. Das kann hier alles gelöscht werden. Hat mit dem Thema nichts zu tun. Nur soviel: ich habe Dir inhaltlich recht gegeben, dass es nicht schön ist, wenn sich zwei Rollen (Admin und Benutzer) in einem Vorgang überschneiden. Das war mir voll bewusst und ich habe es dennoch getan. Das habe ich Dir oben bereits erklärt. zwei Gründe waren ausschlaggebend: 1) Du warst in einer Minderposition und hast offensichtlich mit zwei Accounts (Lemmavonzorn + IP) einen Edit-War unter Vortäuschung falscher Tatsachen geführt, 2) Der Artikel ist lediglich halbgesperrt. Es war also nur die Sockenpuppen-IP betroffen, nicht der Account Lemmavonzorn. Damit habe ich einen auch anderen offensichtlich erscheinenden Missbrauch unterbunden. Ich habe das selbst getan, weil ich davon ausgehen konnte, dass ein anderer Admin das genauso einschätzt. Wenn dem so ist, brauche ich einen anderen Admin aber nicht zu behelligen (auch wenn es schöner gewesen wäre). In dieser inhaltlich völlig unbedeutenden Frage, habe ich mich aber für die direktere Löung entschieden. Da es als IP nicht so gut kommt, eine Adminbeschwerde zu stellen, solltest Du das unter Deinem Account tun. Dann wirst Du auch sehen, dass jeder andere das ebenso einschätzen wird. Hier ist jetzt aber endgültig schluß. Kopiere bitte diesen meinen Text als Stellungnahme gleich mit auf die Admin-Problem-Seite. Ich möchte mich nicht nochmal dazu äußern. --GS 10:47, 28. Jul 2006 (CEST)
- Ich finde es schön, dass Du Deinen Fehler zugibst. Deshalb werde ich auch von einer Beschwerde gegen Dich absehen und wir können es dabei bewenden lassen.--84.56.106.193 10:50, 28. Jul 2006 (CEST)
- Wenn es Dir darum geht, dann sag das doch. Am besten auf meiner Benutzerseite. Ich habe das übrigens gleich am Anfang getan: "Du siehst das schon richtig. Besser, es hätte ein unbeteiligter Admin agiert." ([LINK]). Für einen Fehler mag ich das gleichwohl nicht halten, das nur als Anmerkung: ich war mir ja der Problematik bewusst und habe eine Güterabwägung getroffen. Ich würde in einer vergleichbaren Lage wieder so agieren. Daher wäre eine Klärung aus Deiner Sicht vielleicht doch richtig. Aber ich betone nochmal: Du hast schon recht, dass die Verquickung nicht schön ist. --GS 11:06, 28. Jul 2006 (CEST)
Ehrungen
Das kleine Leipziger Denkmal wird sogar abgebildet, aber das riesige Hahnemann-Monument in der US-Hauptstadt Washington wird mit keinem Wort erwähnt (Abb. in der engl. Wiki; dort übrigens auch eine viel bessere Bibliografie seiner Veröffentlichungen). --Dunnhaupt 01:25, 5. Aug 2006 (CEST)
- Hallo Dunnhaupt, ich finde die Abbildung in der englischen Wikipedia nicht. Der Artikel ist nur halbgesperrt, Du kannst ihn gerne bearbeiten; falls nicht, schreib mir auf meine Diskussionsseite. Den Absatz über das Denkmal in Leipzig habe ich nur aus einer älteren Veröffentlichung übernommen; das "Hahnemann Monument" in NY hätte ich wirklich sehr gern drin. Zur Bibliografie: Ich hab mit Absicht nur Schriften augenommen, die ich für wichtig hielt; wir können aber gern mehr hinzufügen. Vor allem was die Übersetzungen anbelangt, hast Du Recht; wir bräuchten aber die deutschen Titel. Freue mich, wenn Du den Artikel mit ausbauen hilfst. Ich will den Artikel nicht monopolisieren (ginge auch gar nicht), nur gegen Vandalismus verteidigen. Grüße --Mautpreller 12:47, 5. Aug 2006 (CEST)
- Das Denkmal in Washington habe ich jetzt ergänzt (und den Weblink dazu). Zur Biblio hätte ich gern Deinen Rat - vollständig oder nicht, was aufnehmen, was weglassen? --Mautpreller 14:44, 5. Aug 2006 (CEST)
Andere Meinungen
Lieber Mautpreller, lass uns den editwar beenden. Mich würden die Meinungen von anderen interessieren. Ich sehs so: Man sollte möglichst präzise sein und nichts in die Fakten hineininterpretieren. Also: bitte lest Euch die entsprechende Stelle durch und tut Eure werte Meinung kund, Grüße, --MeinLieberSchwan 16:06, 15. Sep 2006 (CEST)
- Ich finde, Mautpreller hat recht. Ich verstehe auch nicht, was daran so wichtig sein soll, die Möglichkeit zu erwähnen, dass es ausgerechnet für Hahnemann eben doch leicht gewesen sein könnte, "sich und bald auch seine schnell wachsende Familie zu ernähren". Heb dir deine Energie doch lieber für relevantere Fragen auf. --Hob Gadling 16:46, 15. Sep 2006 (CEST)
- Danke, Hob. Übrigens sind die Geldsorgen im Zitat belegt und lassen sich auch in der Bio immer wiederfinden (man braucht sich nur mal die Ereignisse in Altona, Hamburg und Mölln angucken). Wir machen uns lächerlich, wenn wir schreiben, der Mann habe "möglicherwesie" Probleme gehabt, seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Er sagt es selbst und seine Biografen sagen es auch. Und so war das damals nun mal, dafür lassen sich viele andere Beispiele aus derselben Zeit anführen. --Mautpreller 10:47, 16. Sep 2006 (CEST)
- Danke für die Meinung. Trotzdem sagt der Satz was anderes aus, nicht das, was unser esoterischer Freund immer meint.--MeinLieberSchwan 14:44, 16. Sep 2006 (CEST)
- Von wem sprichst Du? --Mautpreller 16:42, 16. Sep 2006 (CEST)
- Von unserem esoterischen Freund.--MeinLieberSchwan 17:35, 16. Sep 2006 (CEST)






