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Satsuma-Samurai, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Fotografie von Felice Beato Bildherkunft |
Samurai [] (jap. 侍 oder seltener 士) ist die übliche Bezeichnung für ein Mitglied des Schwertadels im vorindustriellen Japan. Eine weitere Bezeichnung, die während der Edo-Periode gebräuchlich war, ist bushi (武士). Heute wird Samurai ausschließlich für den Kriegeradel verwendet und nicht beispielsweise für Ashigaru (wörtlich: „leichte Füße“; gemeint sind leichtgerüstete Fußsoldaten). Ein herrenloser Samurai, der keinem Daimyō (Lehnsherren) diente, wurde Rōnin („Wellenmann“) genannt.
Etymologie
Der Ursprung des Wortes Samurai liegt im Japan der Vor-Heian-Periode. Es wurde saburai ausgesprochen und bedeutet „Diener“ oder „Begleiter“. Erst in der frühen Moderne, namentlich in der Azuchi-Momoyama-Periode und der frühen Edo-Periode des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts, bürgerte sich das Wort samurai an Stelle von saburai ein. Die Bedeutung hatte sich allerdings bereits lange Zeit vorher gewandelt. Der Begriff Samurai wird aber auch vom japanischen Verb samuro abgeleitet, was ins Deutsche übersetzt dienen bedeutet. Samurai bedeutet also Dienender.Geschichte
Ursprung der Samurai
Die Armeen des Kaisers bestanden ursprünglich aus Wehrpflichtigen, die im Kriegs- oder Rebellionsfall den entsprechenden Provinzen Japans zugeordnet wurden. Sie waren nach dem Vorbild chinesischer Armeen aufgebaut und bestanden aus einem Drittel der kampffähigen erwachsenen männlichen Bevölkerung. Jeder Soldat musste für seine Waffen und Versorgung selbst aufkommen.Mit den Taika-Reformen von 645 und dem Taihō-Kodex von 702, aufgrund derer eine Landreform durchgeführt und ein einheitliches Steuersystem eingeführt wurde, begann die Entwicklung mächtiger Clans und damit des Schwertadels. Zu den Steuern gehörten auch Fron- und Militärdienst. Kleinbauern, die sich ihrer Steuern und besonders des Wehrdienstes entledigen wollten, verschenkten ihr Land an Institutionen wie Klöster oder an Adlige und pachteten es von ihren neuen Herren wieder zurück. Eine symbiotische Gemeinschaft von Großbauern und Gefolgschaft, Herr und Diener (Shujū) entstand. Diese Methode wurde Kishin (Schenkung) genannt. Durch die Kishin-Methode (die seit der Nara-Zeit unter Strafe stand, was jedoch keinen Erfolg zeigte) brach das ohnehin schwer zu verwaltende und ineffektive System der Wehrpflicht jedoch zusammen.Während der frühen Heian-Periode, also im späten 8. und frühen 9. Jahrhundert, strebte Kaiser Kammu (737-806) nach einer Konsolidierung und Expansion seines Reiches in der nördlichen Honshū-Region. Er sandte seine Armeen aus, um die im Norden noch nach den alten Traditionen der Yayoi-Zeit lebenden Emishi zu unterwerfen, und führte den Titel des Shōgun ein, wobei er sich bei der Unterwerfung der Emishi auf die starken regionalen Clans verließ.
Im Krieg gegen die Emishi ab 780 erwiesen sich die Wehrpflichtigen aber als schlechte Kämpfer – die stärksten militärischen Einheiten waren die berittenen Eliteoffiziere. Daraufhin wurde 792 die Wehrpflicht abgeschafft und die Armee auf ein Freiwilligenheer umgestellt. Dieses war jedoch nicht mehr in der Lage, die Sicherheit im ganzen Land aufrecht zu erhalten. Besonders in den entlegenen Provinzen verschlechterte sich die Situation, so dass die lokalen Großbauern dort letztlich selbst für ihre Verteidigung sorgen mussten. Sie waren dabei so erfolgreich, dass sich einige Familien im Laufe der Zeit darauf spezialisierten, militärische Aufträge vom Kaiserhaus durchzuführen – der Schwertadel (Buke) war geboren. Dabei spielten Prinzen, die ihr Glück in der Provinz suchten, eine besondere Rolle: Die Taira, Minamoto etc. haben alle kaiserliche Vorfahren.
Während der Heian-Zeit (794-1192) bezog sich saburai vor allem auf die Wachen des kaiserlichen Palastes und die Schwertträger. Diese Vorläufer der klassischen Samurai wurden vom Herrscher ausgestattet. Ihnen war vorgeschrieben, fortwährend ihre Beherrschung der Kampfkunst zu verbessern.
Da zu Beginn der größte Vorteil dieser militärischen Einheiten in ihrer Erfahrenheit im Gebirgskampf und vor allem im Bogenschießen lag, blieb für den größten Teil der folgenden Feudalperiode, der Ära der Samurai-Herrschaft, der Ausdruck Yumitori (Bogenschütze) der Ehrentitel eines ausgezeichneten Kriegers, selbst als der Schwertkampf die größere Wichtigkeit erlangt hatte.
Ausbildung
Die Ausbildung zum Samurai begann oft schon im Alter von drei Jahren und war geprägt von hartem Drill. Im Alter von etwa sieben Jahren begann die Unterweisung im Umgang mit Waffen. Wie in vielen stark spezialisierten Berufen, war es auch für die Ausbildung des Samurais üblich, dass ein älterer, erfahrener Samurai einen jungen Mann über mehrere Jahre in die Lehre nahm. Erst nach Abschluss von dessen Ausbildung nahm er gegebenenfalls einen neuen Lehrling auf, bildete also in der Regel nie mehrere Krieger gleichzeitig aus. Die Lehrzeit bei einem älteren Samurai, die etwa um das zwölfte Lebensjahr begann, endete ungefähr mit 18 Jahren. In dieser Zeit lebten Lehrer und Schüler zusammen und hatten eine Wakashudo genannte (auch sexuelle) Beziehung, die meist mit dem Erwachsenwerden des Schülers in eine platonische Freundschaft überging. Den Abschluss der Ausbildung bildete die feierliche Zeremonie des Gempuku. In dieser bekam der Samurai einen neuen Namen, erhielt Lang- und Kurzschwert und übernahm den traditionellen Haarschnitt der Samurai.
Die Waffen der Samurai
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Wakizashi-Schwert der Edo-Periode, 19. Jahrhundert Bildherkunft |
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Helm und Brustpanzer Bildherkunft |
Eine andere Waffe der Samurai war der Yumi (Bogen), insbesondere der Dai-kyū, auch Kyudo genannt, (Langbogen), welcher wegen seiner enormen Größe, seiner gewaltigen Reichweite und seiner großen Durchschlagskraft gefürchtet war. Ein geübter Schütze konnte aus etwa 150 Metern Entfernung ein bewegliches Objekt von der Größe eines Hundes sicher treffen, aber auch Reichweiten von etwa 300 Metern waren möglich. Seine asymmetrische Form machte es zudem möglich, ihn auch vom Pferderücken aus abzufeuern, was ihn als Reiterwaffe gefürchtet machte.
Auch zwei Lanzen gehörten zur Ausrüstung eines Samurai: Die Klinge der Schwertlanze Naginata war lang und leicht gebogen, der Yari hatte meist eine relativ lange dolchartige Spitze und war beidseitig geschliffen. Der Yari konnte aber auch ein- oder beidseitig Haken aufweisen. In der Kreuzform spricht man vom Jumonji-Yari.
Die japanischen Waffen leiten sich von Vorbildern vom Festland ab, entwickelten sich aber relativ unabhängig: Die ersten, geraden Schwerter wurden allmählich einschneidig und gebogen, die Bögen asymmetrisch und sehr lang.
Bis in die Ashikaga-Zeit im 14. Jahrhundert war der Bogen die Hauptwaffe. Selbst zu Beginn der Einführung von Handfeuerwaffen durch die Portugiesen Mitte des 16. Jhdts. war der Langbogen diesen in Anwendung, Zielsicherheit und sogar Reichweite überlegen. Schwerter kamen erst zum Einsatz, nachdem alle Pfeile verschossen waren. Der Kampf lief als Duell ab, indem der Krieger aus der Formation hervortrat und die Namen seiner Vorfahren rief, die ebenfalls Ruhm als Samurai erhielten, um sich dann einem ebenbürtigen Gegner zu stellen. Schlachten in geschlossenen Formationen mit massiver Verwendung der Lanze (yari-ashigaru) traten erst im Sengoku Jidai, dem Zeitalter der streitenden Reiche Ende des 15. bis Ende des 16. Jhdts., auf. Die Muskete drängte wie in Europa allmählich die Blankwaffen durch ihre Kostengünstigkeit und einfache Handhabung zurück.
Aufstieg der Samurai
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Samurai in voller Bewaffnung 1860 Bildherkunft |
Ursprünglich waren die Samurai nur Soldaten im Dienste des Kaisers und der Adelsstämme. Im Laufe der Zeit sammelten sie jedoch genügend Einfluss, um die Macht des Kaisers an sich zu reißen und die erste Samurai-dominierte Regierung zu bilden.
Während die regionalen Daimyō sich zusammenschlossen und Arbeitskraft sowie Ressourcen sammelten, formten sie eine auf den tōryō (Anführer) ausgerichtete Hierarchie. Dieser tōryō war entweder ein entfernter Verwandter des Kaisers oder ein rangniedrigeres Mitglied einer der drei Adelsfamilien, der Fujiwara, der Minamoto oder der Taira. Obwohl die tōryō ursprünglich nur auf vier Jahre befristet als Magistraten in die Provinzen entsandt worden waren, entschlossen sie sich zu bleiben, wohl wissend dass sie nach ihrer Rückkehr nur Nebenrollen in der Regierung spielen würden. Ihre Söhne erbten ihre Positionen und führten von der Mitte bis zum Ende der Heian-Periode die regionalen Daimyō weiter beim Niederschlagen der Rebellionen in ganz Japan an.
Wegen ihrer militärischen und ökonomischen Stärke entwickelten sich die Daimyō zu einem neuen Machtfaktor in der Politik am Kaiserhof. Ihre Beteiligung an der Hōgen-Rebellion gegen Ende der Heian-Periode trug noch zur Konsolidierung ihrer Macht bei. Während der Heiji-Rebellion 1160 kam es zum Kampf der rivalisierenden Minamoto und Taira. Der siegreich aus der Rebellion hervorgehende Taira no Kiyomori (1118-1181) wurde als erster Krieger, der eine solche Position erreichte, kaiserlicher Berater und übernahm schließlich die Kontrolle über den Staat. Auf diese Weise bildete er die erste Samurai-dominierte Regierung und reduzierte den Kaiser auf eine bloße Symbolfigur.
Japan der Feudalzeit
Ein erneuter Zusammenstoß zwischen den Taira und den Minamoto 1180 führte zum Gempei-Krieg, der bis 1185 dauerte. Der siegreiche Minamoto no Yoritomo (1147-1199) ging 1190 nach Kyōto und wurde zum Seii-Tai-Shōgun ernannt (wie der Titel Shōgun in voller Länge heißt). Er begründete das Kamakura-Shōgunat (1192-1333).Im Laufe der Zeit wurden mächtige Samurai-Daimyō zu Kriegsadeligen (buke), die nur nominal der Aristokratie des Hofes (Kuge) unterstanden. Während die Samurai höfische Sitten wie Kalligraphie, Dichtkunst und Musik übernahmen, wurden im Gegenzug von den kuge auch Samurai-Fähigkeiten übernommen. Trotz verschiedener Intrigen und kurzer Perioden unter der Herrschaft diverser Kaiser lag die wahre Macht in den Händen der Shōgune und Krieger.
Während der Sengoku Jidai („Periode der Krieg führenden Provinzen“, 1467-1568) war das japanische Ständesystem noch so flexibel, dass sich auch Männer aus niederen sozialen Klassen als Krieger einen Namen machen und Samurai oder Samurai zu Daimyō werden konnten (auch wenn ein formaler Bushidō-Status bei 150 gleichzeitig um Einfluss kämpfenden Kriegsherren kaum einen Wert besaß). Dies änderte sich, als Toyotomi Hideyoshi (1536-1598), selbst Sohn eines Fußsoldaten, nach einem furiosen Aufstieg Erster Minister (Kampaku) wurde. Er erließ 1586 ein Gesetz, das die Zugehörigkeit zum Samurai-Stand als permanent und erblich festschrieb und Nicht-Samurai verbot, Waffen zu tragen.
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Als Samurai verkleidete Kabuki-Schauspieler (um 1880) Bildherkunft |
Während des Tokugawa-Shogunats beziehungsweise der Edo-Periode (1603-1867) wurden Samurai vermehrt Höflinge, Bürokraten und Administratoren anstelle von Kämpfern und Daishō. In dieser Zeit wurde vermutlich das erste Mal ein Europäer, nämlich William Adams zum Samurai ernannt.
Das Schwertpaar der Samurai (Katana und Wakizashi) wurde mehr ein symbolisches Emblem der Macht denn eine Waffe des täglichen Gebrauchs. Samurai besaßen weiterhin das Recht, jeden Bürger niederzuschlagen, der ihnen nicht den gebührenden Respekt erwies; in welchem Maße von diesem Recht Gebrauch gemacht wurde, ist aber nicht bekannt. Als die Regierung schließlich die Daimyō zwang, die Größe ihrer Armeen zu reduzieren, wurden arbeitslose Rōnin zu einem großen gesellschaftlichen Problem.
Schüler schrieben den Bushidō in seiner schlussendlichen Form während der Tokugawa-Periode fest. Aus dieser Periode stammt auch das berühmteste Buch des kenjutsu, Musashi Miyamotos Das Buch der Fünf Ringe (1643).
Die Ereignisse der 47 herrenlosen Samurai (Rōnin), die den erzwungenen Selbstmord ihres früheren Herrn rächten, führten in der damaligen Gesellschaft zu einem Konflikt zwischen der Kriegerehre und dem durch das Tokugawa-Shogunat erzeugten Rechtssystem. Am Ende wurde den 47 Rōnin befohlen, Seppuku zu begehen (verfilmt in 47 Ronin).
Persönliches Einkommen und Lebenssituation
Den Samurai wurde von ihrem Lehensherrn (Daimyo) eine festgesetzte jährliche Reismenge (Koku) als eine Art Gehalt gewährt. Das Koku war abhängig von Status, Familienzugehörigkeit und persönlichem Verdienst. Ein niederer Daimyo verfügte über mindestens 10.000 Koku Reis pro Jahr, ein hoher Samurai oder Hatamoto über 100.000. Gemessen an der Kaufkraftentwicklung entsprach dabei 1 Koku etwa 100 Euro nach heutigem Stand.In einem kleinen Fürstenlehen (Han) wie Yamagata, das um das Jahr 1865 70 000 Koku Ertrag brachte, mochte ein Samurai in einer hohen Militär- oder Beamtenposition wenige Tausend Koku erhalten. Doch auch ein Samurai mit 1200 Koku galt als vermögend. Eine 400-Koku-Familie zählte zu den Wohlhabenden und mochte eine respektables Anwesen mit Ziergarten und mehrerern Dienern besitzen. Selbst ein Samurai mit 150 Koku lebte in noch gesicherten finanziellen Verhältnissen.
Ein 50-Koku-Samurai (etwa ein rangloser Soldat oder niederer Beamter der Burgverwaltung) führte hingegen eine prekäre Existenz, obwohl er - wie jeder Samurai - von Abgaben befreit war und vom Dienstherrn eventuell die Unterkunft gestellt bekam. Typisch war das Leben in einer bescheidenen "Samurai-Reihenhaussiedlung": umzäunte kleine Wohnhäuser mit Wirtschaftsgebäuden, dazu ein Gemüsegarten, den er unter Umständen mit Hilfe seines vermutlich einzigen Dieners bestellte. Hatte der Samurai außerdem noch Frau und zwei bis drei Kinder zu versorgen, war die Gefahr von Armut und Verschuldung groß. Etwa im Fall einer langwierigen Krankheit drohte die Verpfändung von Koku-Anteilen, so dass das Netto-Einkommen vielleicht auf 30 Koku sank. In diesem Fall geriet die gleichzeitige Finanzierung von angemessener Kleidung und von Lebensmitteln unmöglich, Familienmitglieder waren nun zur Heimarbeit oder zur Annahme einer Erwerbsarbeit gezwungen. In dieser Situation unterschied sich das Leben zumindest materiell kaum noch von dem eines Kleinbauern.
Jedem Samurai drohte das Schicksal, zum herren- und mittellosen Rōnin abzusteigen. Fiel er in Ungnade, oder hatte nach dem Tod seines Herrn dessen Nachfolger keine Verwendung mehr für ihn, zog die Samurai-Familie mitunter jahrelang auf Wanderschaft, um sich einen neuen Brotgeber zu suchen.
Die Meiji-Restauration
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Samurai in historischer Rüstung, ca. 1880 Bildherkunft |
Die letzte Sternstunde der ursprünglichen Samurai kam 1867 während der Meiji-Restauration, als kaisertreue Samurai aus den Provinzen Chōshū und Satsuma die Streitkräfte des Shogunates bezwangen. Kaiser Meiji (eigentlich Mutsuhito, 1852-1912) hob den Samurai-Status jedoch zugunsten einer moderneren, westlich orientierten Armee auf und behielt lediglich das Katana für Offiziere bei. Der Samurai-Stand wurde in Shizoku (士族) umbenannt. 1876 wurde den Samurai das Tragen ihrer traditionellen Tracht mit den zwei Schwertern in der Öffentlichkeit untersagt, ihnen die Privilegien entzogen. Die Samurai führten mehrere Kriege gegen den Kaiser an, die Samurai betrachteten diese aber nicht als Kriege gegen, sondern für den Kaiser. Die letzte Erhebung von mit der neuen Ordnung unzufriedenen Samurai wurde 1876/77 (Satsuma-Rebellion) von der neuen japanischen Wehrpflichtigen-Armee blutig unterdrückt. Der Film Last Samurai greift dieses Motiv auf, nimmt sich aber große erzählerische Freiheiten.
Noch im Zweiten Weltkrieg beeinflussten einige Gedanken des Bushidō das Handeln der japanischen Soldaten. Viele Blutlinien der Samurai, wie das Haus Honda, haben in der japanischen Wirtschaft und Politik auch heute noch großen Einfluss.
Literatur
- Tsunetomo Yamamoto: Hagakure. Der Weg des Samurai. Kabel-Verlag 2003, ISBN 3-822-50644-3 Hagakure sind Aufzeichnungen der Aussagen eines ehemaligen Samurais, gemacht von einem jungen Samurai.
- Yukio Mishima: Zu einer Ethik der Tat. Einführung in das Hagakure, die Samurailehre des 18. Jahrhunderts . Hanser-Verlag, München 1996, ISBN 3-446-14516-8
- Fukumoto, Hidéko ; Pigeaire, Catherine : Femmes et Samouraï , Paris , Des Femmes , 1986 , ISBN 2-7210-0293-7
- Wolfgang Schwentker: Die Samurai. Verlag C.H. Beck, 2003, ISBN 3-406-47988-X
- Inazo Nitobe: Bushido - Die Seele Japans. Angkor Verlag, Frankfurt 2003, ISBN 3-936-01816-2
- Thomas Preston: Samurai-Geist, Der Weg eines Kriegers in den japanischen Kampfkünsten. Werner Kristkeitz Verlag, ISBN 3-921508-76-2
- GEOEPOCHE: Das kaiserliche Japan, GEOEPOCHE Nr. 21. Gruner + Jahr, Hamburg 2006, ISSN-Nr. 1861-6097
Weblinks
- http://www.samurai-archives... (englisch)
- http://www.tenshukaku.de (deutsch)
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simple:Samurai
Diskussion der Autoren über den Artikel: Samurai
Photo
Das sind keine Samurai sondern Kabuki-Schauspieler, die Samurais darstellen (natürlich völlig überspitzt wie immer im Kabuki). Macht das Foto lieber weg, das ist nur peinlich.Kilian 02:21, 18. Jan 2005 (CET)Der Filmlink fehlt. Kann den bitte wer ergänzen, weil ch nicht weiß welches Bild gemeint ist. [[benutzer:zege[zege]] 17:35, 28. Mai 2005 (MET)
Ordnung
ich persönlich würde die Geschichte der Samurai vor den Absatz über die Waffen stellen. Macht mehr Sinn. Climax 13:48 21. 4. 2006 (MET) Deutliche Zustimmung!--Neurasthenio 14:57, 21. Apr 2006 (CEST)
- Das würde ich von einer Enzyklopädie auch so erwarten. Sollte geändert werden.- Vilsecker 22:16, 8. Okt 2006 (CEST)
- Habs mal geändert. Gruß --HypePG 17:06, 12. Okt. 2006 (CEST)
Schwerter
Die Namensgebung der Schwerter, die eigentlich Säbel sind, erscheint mir nicht so klar. Früher hab ich auch geglaubt, das geht nach Krieg oder Frieden. Jetzt hab ich aber gelesen, dass Tachi eine Bezeichnung für ein altes Hofschwert, Katana aber ein späteres Kampfschwert sei. Und die Wahl der Zweitwaffe (Tanto-Dolch oder Wakizashi-Schwert) scheint von Samurai zu Samurai verschieden gewesen zu sein. Außerdem gab es anscheinend noch andere Typen. Vermutlich steckt in beiden Versionen ein wahrer Kern.--Mike F,17.8.05
Außerdem hab ich nichts über die Ashigaru, das "Fußvolk", gesehen. Ihre Bezeichnung als Samurai ist umstritten, fest steht aber, dass sie zu allen Zeiten zahlreicher waren als die "richtigen" Samurai.--Mike F
Außerdem waren die Schwerter nicht unbedingt die "Hauptwaffe" (vielleicht tlw. bei Kavallerie?) - wie fast überall, stellten sie auch hier wohl in erster Linie die Seitenwaffe fürs Handgemenge dar. Unter europäischem Einfluss gab es schließlich sogar Arkebusen und Pikeniere mit stark verlängerten Yaris.--Mike F
Allerdings hab ich auch gelesen, dass die Feuerwaffen immer nur einen kleinen Teil der Infanteriebewaffnung ausmachten?--Mike F 19:02, 4. Sep 2005 (CEST)
Ebene 2 Überschrift ==
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- Ashigaru sind Fußvolk und gehören nicht dem Samuraistand an. Wer die als Samurai bezeichnet sollte sich mehr mit Gesellschaft beschaeftigen und nicht nur auf den Krieg schauen.
- Schwert Hauptwaffe? Hier muss man differenzieren. In der Edo-Zeit auf jeden Fall, da aber Frieden herrschte war das Schwert mehr Statussymbol und Duellwaffe. Feuerwaffen waren verboten und die Naginata eine Frauenwaffe. In der Sengoku-Zeit, im Buergerkrieg, war das natuerlich differenzierter, da kam es auch weniger auf die Kampfkunst als Kunst als aufs Toeten an. Und da ist in der Armee eine effiziente Mischung aus dem, was man hat am effektivsten.
- Katana als Kavalleriewaffe: Bloedsinn. Du kannst vom Pferd aus nicht zweihaendig kaempfen, es sei denn, du bist ein Actionheld. -- Mkill - ノート 03:03, 22. Sep 2005 (CEST)
Naja, ob man Ashigaru als Samurai bezeichnete oder nicht, war anscheinend in den verschiedenen Zeiträumen unterschiedlich. Únd ob sich für die nun ein eigener Artikel auszahlt, ist fraglich. Und die Naginata war auf keinen Fall eine reine Frauenwaffe, das ist Schwachsinn. Sie wurde sowohl von den Samurai als auch von den Sohei, den Kampfmönchen, geführt, und das auch vom Pferd aus - zweihändiger Nahkampf ist natürlich möglich. Mit dem Schwert ist das aber unpraktisch, da gebe ich dir Recht. Allerdings sind die nachgemachten Katanas, die ich von Abbildungen kenne, meiner Meinung nach auch für den einhändigen Kampf geeignet, so schwer können die nicht sein. Und das es sich bei der Schwertkampfkunst um nichts weiter als eine Tötungsmethode handelt, sollte dir doch bewusst sein. --Mike F 19:00, 30. Sep 2005 (CEST)
Als Iaido & Kenjutsu Meister möchte ich darauf hinweisen, dass man jede Katana (Gewicht ca. 1 bis 3kg) einhändig verwenden kann, sie somit als Kavalleriewaffe nicht auszuschließen ist, allerdings meines Wissens nach dennoch hauptsächlich für den unberittenen Nahkampf eingesetzt wurde. (Besonders in Situationen, in denen nicht genügend Raum für die Verwendung von Yaris etc. war.) Desweiteren möchte ich gegen die Aussage, Schwertkampfkunst sei "nichts weiter als eine Tötungsmethode" ganz deutlich protestieren! Die jedem Budo zugrundeliegende Philosophie und Tradition ist mit der Kampfkunst an sich schon immer untrennbar verbunden. Wenngleich auch die Wirkung der Schwertkampfkunst tatsächlich das Töten war, so ist dies dennoch niemals ihr alleiniger Inhalt gewesen.
Zu meinen Vorrednern: Der Begriff Kampfkunst liegt sicher der Philosophie und Tradition zugrunde wie auch dem Fakt, dass Menschen in früheren Zeiten zur Gewalt und Kriegsführung eine gänzlich andere Einstellung hatten. Zu behaupten, "es sei nichts weiter als eine Tötungsmethode" hat zwar eine enorm starke negative Betonung aber dennoch ist eine Kampfkunst meiner Meinung nach nichts weiter als eine gezielte Verbesserung der Möglichkeiten, jemand anderes zu töten. Ästhetische Abgrenzungen wie z.B. Wu Shu im Vergleich zu Kung Fu oder rein rituelle Vorgehensweisen sind meiner Meinung nach nur bedenklich unter dem Begriff Kampfkunst zu führen, da der eigentliche Sinne des Kämpfens in den Hintergrund gerückt ist und nur die Wurzeln diesselben geblieben sind. Wegen der Reiterwaffe: Dies ist überhaupt nicht schwachsinnig. Zwar war ein Tachi und nicht ein Katana die bevorzugte Reiterwaffe (abgesehen von Speeren & Bögen), da es einfach länger ist, aber beide dieser Waffen sind dafür konzipiert, sie einhändig zu führen und man kann davon ausgehen, dass eben nicht jeder berittene Samurai auch ein Tachi besaß, er also hier und da auch mal mit einem Katana Abhilfe schaffen musste. Es gibt genügend Schwertkampfschulen, welche den Kampf mit 2 Schwertern praktizieren, so auch die des Miyamoto Musashi in der man gewöhnlicherweise meines Wissens nach mit einem Tachi und einem Kodachi kämpft. Schwerter machen insofern auch auf Pferden Sinn da man davon ausgehen muss, dass man den Speer verliert oder er abbricht, wenn er in den Körper eindringt, der sich ja immerhin dagegenstemmt. Damit man als Reiter danach nicht gänzlich unnütze war, macht es Sinn, noch ein Schwert mit sich zu führen wobei ich auch von Kavallerie gehört habe, die nur mit Schwertern (und Beimessern) ausgeritten sind. Zudem ist man auch mit Schwertern nicht völlig wehrlos wenn man in eine Gruppe hineinreitet und sich durch Hiebe nah am Körper verteidigen muss, wo ein Speer meist nur hinderlich wäre. Das einzigste was mich ein wenig stört ist die Beschreibung des Bogens. Ich möchte anmerken, dass ich nicht im Kampf mit dem Bogen Experte bin aber ich habe gehört und gelesen, dass die Effizient eines Bogens im Krieg eher gering war, da so gut wie alle lebenswichtigen Organe eigentlich von der Rüstung geschützt wurden und die Trefferwahrscheinlich einfach zu gering war, so dass sie hauptsächlich als Sperrfeuerwaffe eingesetzt wurden, nicht zuletzt auch wegen der moralischen Wirkung. Der Satz "man träfe damit sicher ein bewegliches Ziel von der Größe eines Hundes auf 150" Meter hat für mich den Anschein, als seien Samurai reinste Scharfschützen gewesen wobei diese Angaben zwar stimmen können, aber dann wohl von einer Jagd ausgehen und nicht der Hitze einer Schlacht. Im Buch der 5 Ringe z.B. wird der Bogen auch nur als Waffe erwähnt, die zur Vorbereitung einer Schlacht wie zur Deckung des Rückzuges dient.
Lesenswert-Diskussion
Ein Japan-Artikel an dem ich keinen Anteil habe, sowas :) Umfassendes Material, natuerlich kann man noch viel mehr zum Thema schreiben aber der Artikel ist auch so ziemlich lang. Definitiv lesenswert.|
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Pro
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Bildherkunft
Pro informativ und gut lesbar --Luha 15:16, 17. Sep 2005 (CEST)
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Bildherkunft
Pro schließe mich den obigen Meinungen an, sehr Lesenswert! --Kwosch 17:42, 19. Sep 2005 (CEST)
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Bildherkunft
Pro interessant und absolut lesenswert! -- Lelaina 23:07, 20. Sep 2005 (CEST)
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Bildherkunft
Contra ein halbherziges aber. Ich bin irgendwie nicht so ganz der Meinung, dass das Ganze "professionell" militärhistorisch aussieht. Ehrlich gesagt, ich kanns nicht wirklich beschreiben, warum. Von mir aus macht, was ihr wollt, ich geh heim nach "good old Europe". -- Mike F 19:13, 30. Sep 2005 (CEST)
Rüstung
Prima Artikel, allerdings fehlen umfassende Infos zur Rüstung. Wäre prima, wenn es dazu was gäbe! LadyYang 10:34, 20. Mar 2006 (CEST)Japanische Schreibung
Da mein japanisch kaum über 「あそうですね?」 hinausgeht, kann mir vielleicht jemand weiterhelfen: Warum steht als japanische Schreibung im Artikel "侍 oder seltener 士", der entsprechende Artikel auf japanisch heißt aber "武士"? Unter "侍" findet sich eine Verzweigungsseite, die als erstes zu "武士" führt, ansonsten auf ein Playstation-Produkt/Spiel?, und diverse andere Verwendungen des Begriffs bei Markenprodukten verweist.
- ja:武士 ist ein Artikel über den bushi. :ja:侍 war bis vor kurzem eine Art BKL, jetzt aber ein eigener Artikel. Ich habe daher den Interwikilink geändert. --Asthma 23:16, 28. Aug 2006 (CEST)
Formulierung bei Waffen
"...einer besonderen Probe unterzogen, bei der manchmal ein verurteilter Verbrecher mit einem neu gefertigten Schwert entzweit wurde."
Kann/soll man das wirklich so schreiben? Das Wort erscheint mir hier unpassend. Eine Tasse kann entzweit brechen. Ich weiß, was hier gemeint ist, und man kann einen Menschen mit einem solchen Schwert natürlich auch in zwei Teile schlagen, aber für mich klingt das Wort hier eher unpassend. Wie seht Ihr das? --74albia 13:44, 15. Mai 2006 (CEST)
Haare/Frisur
Hat eventuell jemand Informationen zu der Ansicht der Samurai gegenüber den Haaren? der Zopf eines Samurai ist ebenfalls ein Teil der Ehre, aber warum? Woher kommt das und welche Bedeutung hat es genau?
Ich persönlich konnte leider noch nichts informatives dazu finden, falls also jemand anderes dahingehend Informationen liefern kann, bitte einbringen, ist meiner Ansicht nach ein wichtiger Punkt über de Samurai.
--Kuroi-ryu 12:57, 8. Sep 2006 (CEST)
Bei Turnbull stand es, glaube ich, dezidiert beschrieben - der wesentliche Unterschied dort war der zwischen dem jungen Samurai mit der hochgerollten Tolle und dem älteren mit der ausrasierten Stirnglatze. Müßte das aber nochmal nachschlagen, wenn ich das Buch finde.--Neurasthenio 17:17, 8. Sep 2006 (CEST)
Also einerseits war der zopf wie du schon sagst ein zeichen der ehre,und zweitens das zeichen,dass man zur kriegerkaste gehört!!







