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Schauspieler

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Der Artikel Schauspieler gehört zur Kategorie: Schauspieler, Filmberuf, Kunst (Beruf)
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Schauspieler in Aktion.
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Schauspieler agieren in Bühnen-Aufführungen und Filmen; sie sind unter bestimmten Voraussetzungen darstellende Künstler. Schauspieler können in ihrem Beruf kein entfremdetes Produkt herstellen; sie können in ihrer ureigenen Arbeit nichts als sich selbst anbieten, ihren Körper, ihre Stimme, ihr erlerntes Können, ihre angeeigneten Fähigkeiten, ihre Persönlichkeit.

Definition

Die Kunst des Theater-Schauspielers besteht darin, eine in vielen Proben erarbeitete Figur, die mit seiner eigenen Persönlichkeit nicht identisch ist, über die Dauer einer (womöglich mehrstündigen) Aufführung glaubhaft darzustellen, für den Zuschauer echt ("wahr") erscheinen zu lassen. Der Zuschauer muss dem Schauspieler abnehmen (können), was er zeigt. Eine weitere Fähigkeit, die von einem Schauspieler gefordert wird, ist der künstlerische Ausdruck (Schauspielkunst).

Vom Film- und Fernseh-Schauspieler wird gefordert, seine Darstellungskunst in (meist) kurzen Sequenzen abzurufen und Bewegungsabläufe wie Emotionen punktgenau zu setzen.

Schauspiel-Kunst wird abhängig vom Zeitgeist beurteilt und unterliegt ständigem Wandel. In Stummfilmzeiten gab es große Schauspielkunst, die mit dem Aufkommen des Tonfilms obsolet wurde. Theatralische Darstellung aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, filmisch dokumentiert, erscheint heute lächerlich. Artifizielle schauspielerische Leistungen der Peking-Oper oder fernöstliches Tanztheater bleiben dem Mitteleuropäer letztlich unverständlich, weil die Bedeutungsvorräte für Mimik und Gestik fehlen.

Ausbildung

Wie in anderen künstlerischen Sparten gibt es auch im Bereich Schauspiel verschiedene Wege zur Professionalität: über eine Ausbildung an Berufsfachschulen, Berufskollegs, Fachakademien, Ergänzungsschulen und sonstigen Schauspielschulen oder über ein Studium an einer Kunsthochschule. Studienrichtungen: klassisches Theaterschauspiel, Musical, Fernsehen/neue Medien oder Pantomime. Es gibt obligatorische Zwischenprüfungen und eine Abschlussprüfung. Ziel ist es, ein Abschlusszeugnis mit der Bescheinigung der Bühnenreife zu bekommen. Man kann natürlich auch ohne Bühnenreife ein erfolgreicher Schauspieler werden. Es gibt viele Schauspieler die ihre Ausbildung abgebrochen haben, und immer noch im Geschäft sind. Die Studiengänge, die Prüfungs-Modalitäten und Abschlussbezeichnungen sind (schon aufgrund des föderalen Bildungswesens in Deutschland) höchst vielfältig. Es gibt auch die Möglichkeit des berufsbegleitenden Privatunterrichts.

Schauspieler ist (wie Journalist zum Beispiel auch) keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Jeder, der einmal in einem Theaterstück, Kino- oder Fernsehfilm mitgespielt hat, kann sich Schauspieler nennen. Gerade die Explosion im Bereich der elektronisch-visuellen Medien verlangt nach immer neuen Gesichtern für Gerichtssendungen, Soaps und ähnliche Fernsehformate. Da Soaps aufs junge Publikum zielen, kommen darin kaum noch Figuren vor, die älter als 30 sind; es werden eher massenweise Rollen im Spielalter zwischen 14 und 20 in die Drehbücher geschrieben. Jugendliche in diesem Alter haben überwiegend allenfalls schauspielerische Erfahrungen im Schultheater gesammelt. Deshalb boomt die Casting Auswahlverfahren Casting (-Branche), die in aufwändigen Aktionen Typen sucht, die passen, junge Talente, die dann speziell von den Produktionsfirmen so gecoacht werden, dass sie das Geforderte abliefern können.

Beim Theater und in Film und Fernsehen gibt es neben den Schauspielern noch Statisten und Kleindarsteller. Statisten sind Bildfüller ohne Text; Kleindarsteller sind in der Lage, ein kleines szenisches Spiel evtl. mit ein wenig Text zu übernehmen.

Geschichte

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Theater-Schauspielerinnen
Bildherkunft

Der Vorgang des Schauspielens erscheint geschichtlich mit dem Wechsel von gemeinschaftlichem Verkörpern in kultischen Riten einfacher Stammesgesellschaften zum individuellen Darstellen durch einen ausgewählten Verkörperungs-Spezialisten. Die ersten Schauspieler in frühen Zeiten waren die Schamanen. Der ursprüngliche Schauspieler übernimmt die Aufgabe der Vermittlung zwischen individuell-menschlicher Erfahrung und außerindividueller Welt in Stellvertretung für ein Publikum. Schauspiel ist ein Messen ("Ahmen") der Welt mit dem Maß des menschlichen Körpers (siehe den Begriff der Mimesis in der Tragödientheorie der Poetik des Aristoteles), ein durchgeführtes Spiel, dessen Regeln sich im Zuschauen enthüllen. Als solches findet es innerhalb des Deutungshorizontes der jeweiligen Kultur statt: von der Vergegenwärtigung des Mythos in der Antike bis zum Umgang mit der Erfahrung der Zersplitterung von Identität in der Postmoderne.

Das Berufsschauspielertum bildete sich ab dem 15. Jahrhundert in Europa aus dem Fahrenden Volk heraus. In England am Elisabethanischen Theater, in Frankreich durch die Comédie-Française und Molière, und in Italien durch die Commedia dell'arte.

In Deutschland hingegen bildeten sich erst ab dem 17. Jahrhundert Schauspieltruppen, die dem Vorbild englischer Wandergruppen folgten. Sie reisten übers Land und waren als fahrendes Volk sozial geächtet.

Erst durch die Bindung einzelner Gruppen an das höfische Theaterwesen im 18. Jahrhundert wurde ihr soziales Prestige gehoben.

Literatur

  • Egon Aderhold, Sprecherziehung des Schauspielers. Grundlagen und Methoden, Henschel 5. Auflage 1998
  • Bertolt Brecht, Kleines Organon für das Theater : Mit e. "Nachtr. zum Kleinen Organon", - Frankfurt am Main: Suhrkamp 1960
  • Gerhard Ebert, Der Schauspieler.Geschichte eines Berufes. Ein Abriss, Henschel 1991
  • Ulrich Liebe, Von Adorf bis Ziemann.Die Bibliographie der Schauspieler-Biographien 1900-2000 Deutschland, Österreich , Schweiz, Kultur & Kritik 2004
  • Renate Möhrmann (Hg.), Die Schauspielerin. Zur Kulturgeschichte der weiblichen Bühnenkunst, Insel Verlag 2000
  • Valère Novarina, Brief an die Schauspieler und "Für Louis de Funès", Alexander Verlag 1998
  • Yoshi Oida mit Lorna Marshall, Der unsichtbare Schauspieler, Nachwort von Peter Brook, Alexander Verlag, 3. Auflage 2005
  • David Mamet, Richtig und Falsch - Kleines Ketzerbrevier samt Common sense für Schauspieler, Alexander Verlag Berlin 2001, ISBN 3-89581-067-3
  • Jens Roselt (Hg.), "Schauspieltheorien. Seelen mit Methode. Schauspieltheorien vom Barock- bis zum postdramatischen Theater", Berlin, Alexander Verlag Berlin 2005, ISBN 3-89581-139-4
  • Burkhard Schmiester, Revolution im Theater. Die Sozialistischen Schauspieler-Kollektive in der Spätzeit der Weimarer Republik (1928-1933), Rita G. Fischer 1981
  • Barabara Schwerin von Krosigk, Der nackte Schauspieler. die Entwicklung der Theatertheorie Jerzy Grotowskis, Berlin: publica verlag 1986
  • Konstantin Stanislawski, Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle, Henschel, 6. Auflage 2002
  • Lee Strasberg, Schauspielen und das Training des Schauspielers, Alexander Verlag, 6. Auflage 2005
  • Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker, München: dtv, 2. Auflage 1999
  • Veronica Wunderlich, KörperPhilosophen. Eugenio Barba und das Odin Teatret: Theateranthropologie und die Dramaturgie des Schauspielers, Edition Praesens 2000

Sammelbiografien

  • Friedemann Beyer, Die Ufa-Stars im Dritten Reich. Frauen für Deutschland, (Heyne) 1989
  • Lars O. Beier, Gerhard Midding, Stars des Neuen Hollywood. Lichtblicke, 1991
  • Friedemann Beyer, Die Gesichter der Ufa. Starportraits einer Epoche, (Heyne) 1992
  • Ralf Schenk, Vor der Kamera. Fünfzig Schauspieler in Babelsberg, (Henschel) 1995
  • Karen Hardy Bystedt, Mein Weg nach Hollywood. Superstars erzählen, wie alles begann, (Achterbahn) 1997
  • Georg Markus, Die ganz Großen. Erinnerungen an die Lieblinge des Publikums, (Amalthea) 2000 (deutschsprachiger Film der 30er bis 60er Jahre)
  • Susanne Marschall, Norbert Grob, Ladies, Vamps, Companions. Schauspielerinnen im Kino, (Gardez!) 2000
  • Cinzia Romani, Die Filmdiven des dritten Reiches. Stars zwischen Kult und Terror, (Schüren Presseverlag) 2001
  • Gerd Egelhof, Die besten Filme und Schauspieler aller Zeiten. Ein subjektiver Durchschnitt durch die Welt des Films, (BoD) 2002
  • F.-B. Habel, Volker Wachter, Lexikon der DDR-Stars. Schauspieler aus Film und Fernsehen, (Schwarzkopf & Schwarzkopf) 2002
  • Ulrich Liebe, Verehrt, verfolgt, vergessen. Schauspieler als Naziopfer, (Beltz) 2003
  • Manfred Hobsch, Klaus Rathje, Ralf Krämer, Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV, (Schwarzkopf & Schwarzkopf) 2004
  • Frances Schoenberger, Barfuß in Hollywood. Mein Leben inmitten der Stars, Frankfurt (Krüger) 2005
  • Gabriele Jatho, Hans H. Prinzler, Traumfrauen. Stars im Film der fünfziger Jahre, (Bertz + Fischer) 2006 (Hollywood und Europa)
  • Christian Deina, Die Künste eines Gypsieys, 2006 (C+D Verlag)

Siehe auch

Schauspielerlisten

Weblinks

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Schauspieler


Diskussion: Schauspieler/Archiv

DarstellerInnen sind keine SchauspielerInnen!

Wenn ich den Begriff "Darsteller" eingebe, werde ich auf den Artikel "Schauspieler" weitergeleitet. Dies ist jedoch falsch. Laut Auskünften von DarstellerInnen, SchauspielerInnen und anderen Filmschaffenden der Serie Fabrixx besteht der ganz wesentliche Unterschied zwischen den beiden Begriffen darin, daß SchauspielerInnen Personen sind, die diese Tätigkeit erlernt haben, während DarstellerInnen ohne professionelle Vorbildung (wohl aber mit Anleitung, Übung, Coaching usw.) vor Kameras und auf Theaterbühnen tätig werden. DarstellerInnen sind somit "LaienschauspielerInnen". Daher: Da sollte differenziert werden! -- Nicetry 06:01, 29. Jun 2006 (CEST)

Gibt es kein besseres Foto?

Ein "Jesusdarsteller in einem Passionsspiel ist wohl allenfalls eine Sonderform von "Schauspieler". Da müsste es bessere Illustrations-Möglichkeiten geben. Aus meiner Sicht sollte man eher kein Foto einstellen als dieses. Es ist nicht signifikant genug, als dass damit ein Berufsstand charakterisiert würde. Die Veranstaltung selbst versteht sich auch wohl nicht als "Theater", die aktiv Beteiligten würden sich vermutlich sogar dagegen wehren, wenn das Ganze als "Spektakel" bezeichnet würde. Was denkt Ihr denn alle so, Ihr Schauspielerinnen und Schauspieler? Heinzkoch Heinzkoch 19:15, 25. Apr 2006 (CEST)

Ich habe jetzt mal das Bild von weiter unten nach oben gesetzt. Es ist halt illustrierender als das Passionsbild. Meiner Meinung nach. Heinzkoch Heinzkoch 00:29, 2. Mai 2006 (CEST)

Uta Hagens's Buch "Respect for Acting" gehört auf jeden Fall auch in die Liste - da es Standardliteratur ist - sowohl für den angehenden als auch für den gelernten Schauspieler.

Keinen Nährwert

Der Link "Aktuelle News über Schauspieler" hatte überhaupt keinen Nährwert zum Lemma "Schauspieler". Nicht mal KLatsch und Tratsch waren da richtig vertreten. Da gäb' es es wichtigere Links, wenn mas nur fünf bringen soll. Nix für ungut! 84.156.190.121 08:57, 10. Jul 2006 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Schauspieler und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).