Toplinks zu diesem Thema:
Trinidad, Kurs, Navigation, Rahmen, Spanisch
Der Artikel Schlacht von Trafalgar gehört zur Kategorie: Exzellent, Schlacht (Frankreich), Schlacht (Großbritannien), Schlacht (Spanien), Seeschlacht, Koalitionskriege (Schlacht), 1805
{{Schlacht| SCHLACHT_NAME= |BILD=Turner, The Battle of Trafalgar (1806).jpg |BILDBESCHREIBUNG=Gemälde der Schlacht von Trafalgar von William Turner |KONFLIKT=Dritter Koalitionskrieg |DATUM=21. Oktober 1805 |ORT=vor dem Kap Trafalgar, Südspanien |ERGEBNIS=Englischer Sieg |KONTRAHENT1=England |KONTRAHENT2=Frankreich, Spanien |KOMMANDEUR1=Horatio Nelson |KOMMANDEUR2=Pierre Charles de Villeneuve |TRUPPENSTAERKE1=27 Schiffe |TRUPPENSTAERKE2=33 Schiffe |VERLUSTE1=449 Tote
1.241 Verwundete |VERLUSTE2=4.408 Tote
2.545 Verwundete
17 Schiffe übergeben |FARBSCHEMA=background:#cccccc |KONFLIKT1=Schlachten des Dritten Koalitionskrieges |ÜBERBLICK=Trafalgar - Austerlitz |}} Die Schlacht von Trafalgar am 21. Oktober 1805 war eine Seeschlacht am Kap Trafalgar zwischen den Briten und den miteinander verbündeten Franzosen und Spaniern im Rahmen des dritten Koalitionskriegs, die die englische Vorherrschaft zur See für mehr als ein Jahrhundert sicherte und indirekt auch zu Napoleons Niederlage auf dem europäischen Festland beitrug.
Im Verlauf der Schlacht besiegte die britische Flotte unter Vizeadmiral Horatio Nelson die französisch-spanische Flotte unter dem französischen Vizeadmiral Pierre Charles de Villeneuve. Dieser sollte im Auftrag Napoleons aus dem von den Briten blockierten Hafen von Cádiz ausbrechen, um eine Landung in Süditalien zu unterstützen. Doch seine Flotte erlitt dabei eine verheerende Niederlage: Die Briten eroberten oder zerstörten 20 seiner Schiffe, darunter die einzigartige Santissima Trinidad, während sie selber kein einziges Kampfschiff verloren. Nelson fiel in der Schlacht, aber seine Aktion vereitelte Napoleons Pläne für eine Invasion der britischen Inseln endgültig.
Strategischer Hintergrund
Entscheidend für Napoleons ursprünglichen Plan einer Invasion Großbritanniens war seine Flotte, die die Landung seines Heeres decken und dazu die Royal Navy ausschalten oder wenigstens ablenken musste. Nachdem Villeneuve seine Flotte in Toulon mit der verbündeten spanischen Flotte bei Cádiz vereinigt hatte, sollte er zu den Westindischen Inseln segeln, um dort britische Besitzungen anzugreifen und die französischen Truppen in Martinique zu verstärken, wofür 12.000 Soldaten zusätzlich eingeschifft wurden. Dies sollte einen Teil der Royal Navy von den europäischen Gewässern weglocken. Danach war vorgesehen, die vereinte Flotte wenden und nach Brest segeln zu lassen, um sich dort mit der französischen Atlantikflotte zu treffen. Mit dieser Streitmacht wollte Napoleon dann die Seeherrschaft im Kanal erringen, um die geplante Invasion zu sichern.Die Briten versuchten dies mit einer Blockade der Häfen Brest und Toulon zu verhindern. Am 30. März 1805 jedoch konnte die französische Flotte Toulon unbemerkt verlassen, da die britischen Schiffe durch widrige Winde an einer effektiven Blockade gehindert waren. In der Folge gelang es den französischen Schiffen, sich vor der spanischen Küste mit der spanischen Flotte zu treffen und den Atlantik zu überqueren. Die britische Mittelmeerflotte unter Nelson nahm die Verfolgung auf, konnte den Gegner jedoch nicht zum Kampf stellen. Villeneuve nutzte seine Seeherrschaft in der Karibik allerdings nicht aus, sondern blieb nahezu untätig. Er unterließ es sogar, die 12.000 Soldaten zu entladen. Seine Flotte bestand damals aus 19 Linienschiffen und einigen Fregatten, während Nelson ihn nur mit 9 Linienschiffen und zwei Fregatten über den Atlantik verfolgte.
Als letzterer in Barbados angekommen war, suchte Villeneuve trotz seiner überwältigenden Überlegenheit keine Entscheidung, sondern verließ die karibischen Gewässer fluchtartig Richtung Europa. Die britische Admiralität erahnte Napoleons Plan jedoch und beorderte Vizeadmiral Robert Calder, mit seinen Schiffen dem Feind entgegenzusegeln. Dieser Flotte gelang es, die zahlenmäßig überlegene gegnerische Streitmacht am 22. Juli 1805 vor Kap Finisterre zum Kampf zu stellen. Die Briten eroberten zwei spanische Schiffe, bevor die Schlacht wegen schlechter Sichtverhältnisse abgebrochen wurde.
Danach gelang es Villeneuve, seine Kräfte mit weiteren zehn napoleonischen Linienschiffen zu verstärken, die Calder zuvor in Ferrol blockiert hatte. Allerdings segelte er unter Missachtung der Befehle Napoleons nicht nach Brest weiter, um die Kanalflotte zum Kampf zu stellen, sondern suchte am 20. August Zuflucht in Cádiz. Der Grund dafür ist bis heute unklar. Damit war der strategische Vorteil der Franzosen verloren, denn nun blockierte die Royal Navy sofort den Hafen von Cádiz. Anfangs allerdings nur mit den weit unterlegenen Kräften des Admirals Cuthbert Collingwood, die von Calders Schiffen am 30. August verstärkt wurden. Nelson selbst kehrte zunächst nach England zurück, stieß erst am 29. September mit weiteren drei Linienschiffen zur Blockadeflotte und übernahm das Oberkommando. Dennoch waren die Briten dem Gegner zahlenmäßig knapp unterlegen.
Gegenüberstellung der Flotten
| Britische Schiffe | Kanonen | Typ | Französische Schiffe | Kanonen | Typ | Spanische Schiffe | Kanonen | Typ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Victory | 100 | Dreidecker | Bucentaure | 80 | Zweidecker | Santissima Trinidad | 140 | Vierdecker |
| Royal Sovereign | 100 | Dreidecker | Formidable | 80 | Zweidecker | Santa Ana | 112 | Dreidecker |
| Britannia | 100 | Dreidecker | Indomptable | 80 | Zweidecker | Principe de Asturias | 112 | Dreidecker |
| Dreadnought | 98 | Dreidecker | Neptune | 80 | Zweidecker | Rayo | 100 | Dreidecker |
| Neptune | 98 | Dreidecker | Achille | 74 | Zweidecker | Neptuno | 80 | Zweidecker |
| Prince | 98 | Dreidecker | Aigle | 74 | Zweidecker | Argonauta | 80 | Zweidecker |
| Temeraire | 98 | Dreidecker | Algesiras | 74 | Zweidecker | Bahama | 74 | Zweidecker |
| Tonnant | 80 | Zweidecker | Argonaute | 74 | Zweidecker | Monarca | 74 | Zweidecker |
| Achilles | 74 | Zweidecker | Duguay-Trouin | 74 | Zweidecker | Montañes | 74 | Zweidecker |
| Ajax | 74 | Zweidecker | Fougueux | 74 | Zweidecker | San Agustin | 74 | Zweidecker |
| Bellerophon | 74 | Zweidecker | Heros | 74 | Zweidecker | San Francisco de Asis | 74 | Zweidecker |
| Colossus | 74 | Zweidecker | Intrepid | 74 | Zweidecker | San Ildefonso | 74 | Zweidecker |
| Conqueror | 74 | Zweidecker | Mont-Blanc | 74 | Zweidecker | San Juan Nepomuceno | 74 | Zweidecker |
| Defence | 74 | Zweidecker | Pluton | 74 | Zweidecker | San Justo | 74 | Zweidecker |
| Defiance | 74 | Zweidecker | Redoutable | 74 | Zweidecker | San Leandro | 64 | Zweidecker |
| Leviathan | 74 | Zweidecker | Scipion | 74 | Zweidecker | |||
| Mars | 74 | Zweidecker | Berwick | 74 | Zweidecker | |||
| Minotaur | 74 | Zweidecker | Swiftsure | 74 | Zweidecker | |||
| Orion | 74 | Zweidecker | Cornelie | 40 | Fregatte | |||
| Revenge | 74 | Zweidecker | Hermione | 40 | Fregatte | |||
| Swiftsure | 74 | Zweidecker | Hortense | 40 | Fregatte | |||
| Thunderer | 74 | Zweidecker | Rhin | 40 | Fregatte | |||
| Belleisle | 74 | Zweidecker | Themis | 40 | Fregatte | |||
| Spartiate | 74 | Zweidecker | Furet | 18 | Sloop | |||
| Africa | 64 | Zweidecker | Argus | 10 | Sloop | |||
| Agamemnon | 64 | Zweidecker | ||||||
| Polyphemus | 64 | Zweidecker | ||||||
| Euryalus | 36 | Fregatte | ||||||
| Naiad | 36 | Fregatte | ||||||
| Phoebe | 36 | Fregatte | ||||||
| Sirius | 36 | Fregatte | ||||||
| Pickle | 10 | Sloop | ||||||
| Entreprenante | 10 | Sloop | ||||||
| Vierdecker | - | Vierdecker | - | Vierdecker | 1 | |||
| Dreidecker | 7 | Dreidecker | - | Dreidecker | 3 | |||
| Zweidecker | 20 | Zweidecker | 18 | Zweidecker | 11 | |||
| Fregatten | 4* | Fregatten | 5* | Fregatten | - | |||
| Sloops | 2* | Sloops | 2* | Sloops | - | |||
| Kanonen: | 2312 | Kanonen: | 1584 | Kanonen: | 1280 |
*Fregatten und Sloops werden aufgrund ihrer geringen Kampfkraft bei den im Artikel genannten Schiffszahlen nicht berücksichtigt
Verlauf der Schlacht
![]() |
|
Nelsons Flaggschiff 'Victory' um 1900 in Portsmouth Bildherkunft |
Napoleon war entsetzt über Villeneuves Verhalten, das ihn zur vorläufigen Aufgabe der geplanten Invasion Englands zwang. Daher befahl er Villeneuve, nach Neapel auszulaufen, um dort die immer noch eingeschifften 12.000 Soldaten anzulanden. Obwohl Villeneuve den Befehl am 28. September erhielt, blieb er untätig. Erst als er am 18. Oktober erfuhr, dass Napoleon ihn seines Kommandos entheben wollte und sein Nachfolger, der Vizeadmiral Rosily, schon unterwegs war, wurde er aktiv und ließ die vereinte napoleonische Kriegsflotte am 19. Oktober 1805 aus dem Hafen von Cádiz auslaufen. Doch wegen ungünstiger Winde und schlechter Navigation dauerte dies bis zum Mittag des folgenden Tages. So misslang sein Versuch, der britischen Blockade zu entgehen.
Da die britische Fregatte Sirius das Auslaufen des Feindes beobachtet und sogleich an Admiral Nelson gemeldet hatte, konnte er einen Schlachtplan ausarbeiten. Die bisher gültige Doktrin sah vor, parallel zur gegnerischen Flotte zu segeln, um diese aus der Ferne zu beschießen. In Fortentwicklung bereits erfolgreicher britischer Manöver plante Nelson jedoch, die gegnerische Schiffslinie mit zwei Schlachtreihen von der Seite senkrecht zu durchbrechen. Die feindlichen Schiffe im Zentrum sollten im Nahkampf niedergerungen werden, bevor weitere Schiffe aus der Schlachtreihe wenden und zu Hilfe eilen konnten. Zudem sollte diesen so der Rückzug abgeschnitten werden. Nelson vertraute dabei vor allem der dafür besser geeigneten Artillerie und überlegenen Nahkampfausbildung seiner Soldaten.
Am 21. Oktober stellte Nelson die 33 Schiffe unter Villeneuves Kommando mit 27 britischen Schiffen und rund 20.000 Seeleuten 40 km südlich von Cadíz an der Straße von Gibraltar zum Kampf. Seine letzte Logbuchaufzeichnung dieses Tages vor Schlachtbeginn lautete:
- "Bei Tageslicht sahen wir die vereinigte Flotte des Feindes zwischen Ost und Ostsüdost. Wir langweilten uns zu Tode. Ich ließ die Segel setzen und die Gefechtsstationen bemannen. Der Feind fuhr südwärts: Um sieben ermüdet der Feind. Möge unser großartiger Gott, den ich verehre, meinem Land und der Wohlfahrt Europas einen großen und glorreichen Sieg bescheren. Und möge kein Fehltritt einen Makel erzeugen. Möge Menschlichkeit in der Flotte nach dem Sieg das überlegene Merkmal der Britischen Flotte sein. Ich selbst werde mein Leben ihm, der mich erschaffen hat, widmen und möge sein Licht über meinen Bestrebungen, meinem Land zu dienen, stehen. In seine Hände und der gerechten Sache, das Land zu verteidigen, gebe ich mich. Amen. Amen. Amen."
Um sich die Möglichkeit der Flucht nach Cádiz zu erhalten, gab Villeneuve um 8 Uhr der Flotte den Befehl zu wenden. Da der Wind schwach und die Besatzungen unerfahren waren, kam die Schlachtordnung vollkommen durcheinander. Manche Schiffe preschten vor, andere fielen zurück. Das Manöver war schließlich um 10 Uhr abgeschlossen, so dass sich die Schiffe nunmehr auf nördlichem Kurs befanden. Allerdings gab es jetzt große Lücken in den Reihen. Als beide Flotten im rechten Winkel aufeinander zusteuerten, ließ Nelson um ca. 11:35 Uhr den eigenen Schiffen per Flaggensignal verkünden: "England expects that every man will do his duty" (England erwartet, dass jeder Mann seine Pflicht tut!)
![]() |
|
Zeitgenössische Darstellung der Schlachtaufstellung von Trafalgar mit einem Fehler: Das nördlichste britische Schiff ist die "Africa", nicht die "Neptune" Bildherkunft |
Das Kommando über die südliche der beiden britischen Linien in Lee (daher Lee-Column) führte Vizeadmiral Cuthbert Collingwood, die nördliche Linie in Luv (Weather Column) befehligte Nelson selbst auf seinem Flaggschiff, der HMS Victory. Obwohl Villeneuve sein Manöver wohl ahnte, ergriff er keine geeigneten Gegenmaßnahmen, sondern ließ seine Flotte in Linie aufgereiht weitersegeln, als sich die beiden Schlachtreihen der Briten vom Westen her näherten. Die Africa verlor dabei den Anschluss an die Luv-Linie und näherte sich dem Feind daher allein von Norden. Auch andere Schiffe aus Nelsons Reihe segelten zu langsam. Doch er vertraute auf die Überlegenheit seines Plans und setzte seinen Angriff unbeirrt fort. Als letztes Signal ließ er auf der Victory "Engage the enemy more closely" (Ran an den Feind) setzen.
Bereits um 11:30 Uhr eröffnete die napoleonische Flotte mit ersten Fernschüssen das Feuer. Die eigentliche Schlacht begann jedoch erst gegen 12 Uhr, als die britischen Schiffe sich der feindlichen Linie näherten und diese schließlich durchbrachen. Die Royal Sovereign, auf der Collingwood seine Flagge gesetzt hatte, durchstieß als erste zwischen der Santa Ana und der Fougueux die feindliche Linie. Alsbald kamen weitere Schiffe der Lee-Linie zu Hilfe. Es entwickelte sich eine mit äußerster Heftigkeit geführte Schlacht: Die Schiffe tauschten verheerende Breitseiten aus und kollidierten auch teilweise miteinander, was zu erbitterten Enterkämpfen führte.
![]() |
|
'His Majesty's Ship "Victory", Capt. E. Harvey, in the Memorable Battle of Trafalgar between two French Ships of the Line' by John Constable Bildherkunft |
Etwa zwanzig Minuten später erreichte auch die Weather-Column mit der Victory an der Spitze die Linie der französisch-spanischen Flotte zwischen der vorausfahrenden Santissima Trinidad und der Bucentaure. Die Victory verlor durch den Beschuss der Trinidad ihren Besanmast und einen Teil des Takelwerks. Die Temeraire schob sich in die Lücke und deckte so das Flaggschiff, das sonst sicher zerstört worden wäre. Nelson suchte das feindliche Flaggschiff, die Bucentaure, das jedoch zunächst nicht als solches gekennzeichnet war. Erst als die Victory die Bucentaure unter schweren Beschuss nahm und hinter dem Heck des feindlichen Schiffes vorbeizog, setzte Villeneuve seine Flagge. Zudem signalisierte er jetzt seiner unbeirrt auf nördlichem Kurs segelnden Vorhut, dass sie wenden und zur Hilfe kommen solle. Admiral Dumanoir, der diese Schiffe kommandiert, reagierte jedoch erst mit einiger Verzögerung auf diesen Befehl. Warum er nicht sogleich wendete, ist unklar, möglicherweise konzentrierte er sich jedoch zu sehr auf die sich von Norden nähernde HMS Africa, die sich in Richtung Zentrum vorzuarbeiten versuchte.
Nelsons Schlachtplan stellte sich also als voller Erfolg heraus: Franzosen und Spanier sahen sich alsbald in einen erbitterten Nahkampf verwickelt und konnten der schneller und zuverlässiger feuernden britischen Artillerie nicht standhalten. Ganz wie vorgesehen schaffte es auch die französische Vorhut nicht mehr rechtzeitig, den bedrängten Schiffen in der Mitte zu Hilfe zu eilen.
Das Flaggschiff Victory befand sich inmitten der härtesten Kämpfe. Gemeinsam mit der Neptune und der Temeraire kesselte sie die Bucentaure und die Santissima Trinidad ein. Nach der weitgehenden Zerstörung des französischen Flaggschiffs, der Bucentaure, bewegte sich die Victory auf die Redoutable zu. Als die beiden Schiffe aneinander stießen, eröffneten Scharfschützen aus der Takelage der Redoutable das Feuer auf das Deck der Victory. Nelson wurde von einer Musketenkugel getroffen, die seine Schulter und eine Lunge durchbohrte und in der Wirbelsäule stecken blieb. Er wurde unter Deck gebracht, blieb aber noch lange genug bei Bewusstsein, um die Meldung vom überwältigenden Sieg der Briten zu empfangen. Wenig später, gegen 16:30 Uhr, verstarb er an Bord der Victory in Captain Thomas Hardys Armen, während dieser Nelsons letzten Wunsch „Kiss me, Hardy“ erfüllte. Nelsons letzte Worte sollen „Thank God I have performed my duty“ („Gott sei dank habe ich meine Pflicht erfüllt“) gewesen sein.
![]() |
|
Gemälde der Schlacht von Trafalgar von William Turner - Das Bild zeigt mehrere aufeinander folgende Ereignisse der Schlacht zugleich: Am Mast der Victory weht Nelsons berühmtes Signal, im Hintergrund brennt die französische Achille und im Vordergrund sinkt die Redoutable Bildherkunft |
Nun übernahm Collingwood das Kommando über die britische Flotte. Am Ende der Schlacht am Abend des 21. Oktober war ein Großteil der napoleonischen Flotte zerstört oder erobert; 17 Schiffe fielen als Prisen in die Hände der Briten. Die Royal Navy hatte nach offiziellen britischen Zahlen 449 Tote und 1241 Verwundete zu beklagen, auf napoleonischer Seite fielen 4408 Seeleute, 2545 wurden verwundet. Villeneuve geriet zusammen mit tausenden seiner Seeleute in Gefangenschaft.
Ein verheerender Sturm kurz nach der Schlacht zog viele der ohnehin schwer beschädigten Schiffe noch mehr in Mitleidenschaft: So musste die britische Prisenbesatzung einige davon wieder aufgeben und dem Sinken oder Stranden überlassen, darunter die Santissima Trinidad. Am Tag darauf ereilte auch die Redoutable das gleiche Schicksal. Doch konnte Collingwood alle Schiffe der Royal Navy und die verbliebenen Prisen sicher in britische Häfen bringen. Die meisten übrig gebliebenen Schiffe der napoleonischen Flotte flüchteten nach Cadiz zurück, vier Linienschiffe unter Konteradmiral Dumanoir-Pelley machten sich auf den Weg nach Frankreich. In einem Folgegefecht vor Kap Ortegal am 4. November wurden aber auch sie erobert.
Die Victory wurde zunächst nach Gibraltar geschleppt; in einem Brandyfass an Bord befand sich Nelsons Leiche. Nach deren Überführung nach London erhielt er ein Staatsbegräbnis und wurde in der Kathedrale von St. Paul's beigesetzt. Einer Legende zufolge verteilte man den Rum, der seinen Leichnam konserviert hatte, an die Matrosen, die dafür den Namen Nelson's Blood ("Nelsons Blut") erfanden.
Fazit
![]() |
|
Trafalgar Square mit Nelsonsäule Bildherkunft |
Die Schlacht von Trafalgar schaltete Frankreichs Flotte als Rivalin der Royal Navy endgültig aus. Napoleon war fortan nicht mehr in der Lage, die uneingeschränkte Seeherrschaft Großbritanniens zu gefährden. Er musste seine Invasionspläne für die Britischen Inseln aufgeben und sich bei seinen Feldzügen auf das europäische Festland konzentrieren. Dies führte 1812 zu seinem Feldzug gegen Russland, der in einer Katastrophe für sein Heer endete.
Admiral Nelson wurde in Großbritannien als nationaler Held gefeiert und durch zahlreiche Denkmäler geehrt. Das bekannteste Monument ist die Nelsonsäule (Nelson's Column) auf dem Trafalgar Square in der Innenstadt von London. Außerdem wurde der Trafalgar-Day in Gedenken des Sieges zu einem inoffiziellen Feiertag.
Das damalige Flaggschiff der englischen Flotte, die HMS Victory, lässt sich heute in den Historic Dockyards der südenglischen Hafenstadt Portsmouth besichtigen, vor deren Küste im Sommer 2005 auch die große 200-Jahr-Feier stattfand.
Literatur
Fachliteratur
- Tim Clayton und Phil Craig: Trafalgar. The men, the battle, the storm, Hodder & Stoughton, London 2004. ISBN 0340830263 (engl.)
- Rene Maine: Internationale Flottengeschichte I. Von Lepanto bis Trafalgar, Stalling TB, Oldenburg 1982. ISBN 3797918941
- Sten Nadolny: Lord Nelsons größte Stunde, in: Die Zeit 41 (2005).
- Alan Schom: Trafalgar. Countdown to Battle 1803 - 1805, Penguin Books, London 1992. ISBN 0140111646 (engl.)
Belletristik
- Alexander Dumas: Le chevalier de Sainte-Hermine (1869; erst 2005 zum ersten Mal veröffentlicht; liegt noch nicht in dt. Übersetzung vor)
- Kenneth Fenwick: Trafalgar. Dulk, Hamburg 1955
- Benito Pérez Galdós: Trafalgar. (Die erste Novelle der Episodios nacionales. Dt. Ausgabe: Benito Pérez Galdós: Trafalgar. Die Abenteuer der Pepita González. Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1997, ISBN 3-404-13858-9
- Arturo Pérez-Reverte: Cabo Trafalgar (2004; liegt noch nicht in dt. Übersetzung vor)
- Richard Woodman: Die Wracks von Trafalgar. Kapitän Drinkwater in Nelsons letzter Schlacht. Ullstein, Frankfurt/Berlin 1995, ISBN 3-548-23690-1
Weblinks
- Mythos Trafalgar - Eine äußerst detaillierte und kenntnisreiche Analyse der Schlacht
- The Battle of Trafalgar - Eine detaillierte englische Darstellung von Hintergründen, Schlachtverlauf, Folgen
- The Battle of Trafalgar - (engl.)
- Seekrieg gegen Napoleon - Beschreibung von Technik, Strategie und Taktik rund um den Seekrieg gegen Napoleon
| Link=Wikipedia:Exzellente_Artikel} | Dieser Artikel wurde in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen. |
en:Template:Featured eo:Ŝablono:elstara fr:Modèle:Article de qualité he:תבנית:ערך מומלץ it:Template:vetrina no:Mal:Utmerket pl:Szablon:Medal sr:Шаблон:Изабрани sv:Mall:utvald sq:Stampa:Perfekt th:Template:เป็นบทความคัดสรร vi:Tiêu bản:Chọn lọc zh:Template:特色条目
simple:Battle of Trafalgar
Diskussion der Autoren über den Artikel: Schlacht von Trafalgar
Begründung Review
Der Artikel ist noch lange nicht perfekt, trotzdem enthält er viel Gutes. Ich denke, wenn noch ein paar andere mithelfen, können wir hier recht schnell einen wirklich guten Artikel basteln, der evtl. sogar Kandidat für einen exzellten Artikel werden könnte, vor allem auch wegen der drei sehr guten Bilder. Kleines Manko ist bisher, dass kein Literatur und nur ein einziger Weblink vorhanden sind. Das sollte ergänzt werden. --Legalides 20:31, 28. Mär 2005 (CEST)
Schreibung "Napoleon"
Hallo, die Schreibung des Namens Napoleon mit einem accent aigu habe ich bislang noch nie gesehen. Hast Du Dich an Napoléon Bonaparte orientiert, oder bin ich einfach nur nicht richtig informiert? --Frank Schulenburg 07:21, 31. Mär 2005 (CEST)
Ich weiß nicht, an wen Du Dich richtest, antworte aber mal stellvertretend (ich habe den Artikel nicht allein geschrieben, sondern nur ein paar Änderungen vorgenommen). Die Bezeichnung stammt vermutlich in der Tat vom Artikel Napoléon Bonaparte. Ich kenne die Schreibung im Deutschen eigentlich auch nur als "Napoleon". Schreibt man es im Zusammenhang mit "Bonaparte" mit Akzent? Oder ist das dort auch falsch? Ich glaube, die Schreibung mit Akzent ist falsch, habe es daher hier im Artikel mal geändert.--Legalides 10:30, 31. Mär 2005 (CEST)
- Entschuldige, ich hatte mich heute morgen in der Seite geirrt. Eigentlich wollte ich auf Deine Benutzerseite posten. Als ich's gemerkt hatte, da war es leider schon zu spät. Ich kenne die Schreibung mit Akzent im Deutschen gar nicht und bin darüber gestolpert. Liest sich irgendwie komisch, wenn man die andere Schreibung gewöhnt ist. Schön, daß Du das so schnell ändern konntest. Viel Erfolg weiterhin! --Frank Schulenburg 10:46, 31. Mär 2005 (CEST)
Glättungen
Ich habe den Artikel inhaltlich nochmal deutlich ergänzt. Mit den "Glättungen" bin ich nicht ganz einverstanden - Ich finde der Artikel verarmt sprachlich durch sie, aber da ich kein Dogmatiker bin, habe ich da nicht alles rückgängig gemacht - habe sie jedoch nur an zwei Punkten geändert:
- Das Orginalflaggensignal sollte im Artikel bleiben. Es gehört zur nationalen Ikonographie des Vereinigten Königreichs. Um dem Leser zu ermöglichen, die zahlreichen Anspielungen im englischen Sprachrraum zu erkennen, sollte es drin bleiben. In der englischen Wiki gibt es zu dem Zitat übrigens einen eigenen, langen Artikel.
- Eine Feinheit: Es sollte im Zentrum gekämpft werden - nicht "vom Zentrum aus". Das ist ein feiner Unterschied, den ich wieder hergestellt habe. Bei vermeintlichen "Glättungen" sollte man vorsichtig sein, oft hat der Autor bestimmte Formulierungen bewusst gewählt.
Soviel von mir for now. --Legalides 00:38, 17. Apr 2005 (CEST)
Ich bitte nochmals darum, bei den Glättungen keine inhaltlichen Veränderungen vorzunehmen! Wenn ich an einem gewissen Punkt im Artikel schreibe, Nelson habe 9 Linienschiffe kommandiert, dann steht das da, weil es Sinn macht. Nelson hatte vorher wesentlich mehr Schiffe unter seinem Kommando - erst auf dem Weh in die Karibik hat er einige Schiffe abkommandiert und nicht zur Verfolgung mitgenommen. Also: Passiv in aktiv umformulieren - meinetwegen, da ist viel stilistisch verbesser worden. Aber keine falschen inhaltlichen Änderungen!
Weiter: Die bitische Admiraliät ist eine Institution (nämlich das Oberkommando der Flotte in London), und nicht gleichbedeutend mit "den britischen Admirälen" (da gab es ne Menge, die nicht Teil "der Admiralität" im engeren Sinne waren. Das kann man nicht einfach umformulieren!
Nelsons Schiffe sind nicht am 29. September zur Flotte gestoßen. Sie kamen früher - nur Nelson selbst kam mit drei Schiffen später. Finger weg von inhaltlichen Änderungen, wenn man, wie man selbst zugibt, keine Ahnung hat. Danke.--Legalides 13:42, 17. Apr 2005 (CEST)
- Sorry wegen meines etwas harrschen Tons - ich wollte nicht rüde oder unfreundlich sein. Bei inhaltlichen Dingen bin ich halt ein Pendant - wir wollen doch alle die beste Wikipedia von Welt. ;-) Vielen Dank an Jesusfreund jedenfalls für die stilistische Verbesserung - der Artikel hat profitiert. So stelle ich mir konstruktive Zusammenarbeit vor.--Legalides 14:15, 17. Apr 2005 (CEST)
- Kein Problem, bin schon abgehärtet und außerdem hast Du ja meist Recht. Bei "vom Zentrum aus" bin ich gar nicht mehr sicher, dass ich das geändert habe, wenn dann nur versehentlich. Und den Satz nach vorn zu schieben scheint ja sinnvoll gewesen zu sein, da Du es so gelassen hast. Und Deine Ergänzungen daraufhin haben dann klar gemacht, wo die übrigen Schiffe herkamen. Also letztlich halfen sogar meine Fehler zur Klärung, oder nicht? ;-) Gruß, Jesusfreund 21:14, 17. Apr 2005 (CEST)
- Jupp, alles wunderbar und bestens. Meinen argen Passivstil, den ich besonders bei nächtlichen Editiersession (für die ich eigentlich keine Zeit haben sollte, Examen und so...) pflege, haben wir besiegt, der Artikel ist klarer geworden und inhaltlich besser. Also wieder ein Schritt nach vorne!--Legalides 00:19, 18. Apr 2005 (CEST)
Diskussion aus dem Review (März - April 2005)
Der Artikel ist noch lange nicht perfekt, trotzdem enthält er viel Gutes. Ich denke, wenn noch ein paar andere mithelfen, können wir hier recht schnell einen wirklich guten Artikel basteln, der evtl. sogar Kandidat für einen exzellenten Artikel werden könnte, vor allem auch wegen der drei sehr guten Bilder. Größtes Manko ist noch, dass keine Literatur und nur ein einziger Weblink vorhanden sind. Das sollte ergänzt werden. --Legalides 20:34, 28. Mär 2005 (CEST)
- Literatur hat inzwischen jemand eingefügt. Der Artikel wirkt schon sehr gut. Aber etwas geschichtlicher Hintergrund würde guttun. Beispielsweise: Warum war Cadiz unter britischer Blockade? Weiterhin gibt es eine Differenz zwischen dem englischen und dem deutschen Artikel: Hier wird geschrieben, dass die Flotte von Villeneuve ins Mittelmeer wollte, im englischen Artikel wird ein Angriff auf Großbritannien als Ziel genannt. Was stimmt? Zudem beschreibt der englische Artikel, dass Villeneuves Flotte bereits der Blockade Nelsons entkam, sich in der Karibik mit einer weiteren Flotte vereinigte und nach Cadiz zurückkehrte. Nelson segelte nach der Information immer hinterher und traf vor Cadiz auf Collingwood. Im englischen Artikel wird von 18 französischen Schiffen gesprochen, hier von 33. Was stimmt? -- Dishayloo [ +] 02:08, 16. Apr 2005 (CEST)
- Die vermeintlichen Widersprüche, die Dishayloo nennt, sind keine. Der englische Artikel setzt schlichtweg früher an, und beschreibt die ganze Vorgeschichte. In der Tat ist Villeneuve erst aus Toulon ausgelaufen und der dortigen Blockade entkommen. Er traf sich dann mit der spanischen Flotte, segelte zu den Westindischen Inseln und dann nach Cadiz (also nicht zurück nach Toulon). Dort traf er übrigens nicht auf Collingwood, sondern dieser blockierte den Hafen, nachdem Villeneuve eingelaufen war. Erst dort setzt der deutsche Artikel an, er beschreibt nur die Schlacht im engeren Sinne, also das Auslaufen aus Cadiz und die Vernichtung der französisch-spanischen Flotte durch Nelson.
- Sorgfältige Lektüre des englischen Artikels klärt auch die Zahl der Schiffe: 18 französische und 15 spanische - das macht nach Adam Riese 33 Schiffe der vereinigten französisch-spanischen Flotte, die Zahl im deutschen Artikel ist also absolut korrekt.
- Im englischen Artikel wird keineswegs England als direktes Ziel der Flotte genannt. Vielmehr wird hier als "strategischer Hintergrund" erläutert, dass Napoleon eine Invasion der britischen Inseln plante. Von diesem Plan hatte Napoleon aber schon (vorübergehend) Abstand genommen. Ziel der Flotte war tatsächlich die Unterstützung einer Invasion Neapels.
- Fazit: Keine sachlichen Widersprüche. Recht gebe ich Dishayloo aber darin, dass man noch etwas mehr die Hintergründe erläutern sollte.--Legalides 22:30, 16. Apr 2005 (CEST)
- Stilistisch wurde was verbessert; inhaltlich kann ich nichts beitragen, keine Ahnung vom Thema. Aber abgesehen von den Fragen Dishayloos fehlen mir auch Details beim Schlachtverlauf: Nach dem alten Stich sind die Briten vom Westen aus reingesegelt in die Reihe der Napoleonen - und wie weiter? Windverhältnisse? Was sollte das einsame britische Schiff im Norden, die Afrika, dort? (usw.; immer an Laien denken, die das verstehen sollen.) Sonst: echt gut! Jesusfreund 13:42, 16. Apr 2005 (CEST)
So, jetzt habe ich mich nochmal drei Stunden drangesetzt. Ich hoffe, jetzt ist auch genug an Hintergrundbericht drin. Kommentare? --Legalides 00:58, 17. Apr 2005 (CEST)
Ein weiteres Bild ist auch noch drin. Ich will das Ding zu 'nem exzellenten machen... ;-) Hilfe ist willkommen! --Legalides 01:21, 17. Apr 2005 (CEST)
- Gibt es vielleicht noch ein deutsches Buch zu Thema? Bisher nur englische Literatur, glaub ich gesehen zu haben. Naja, als Seemacht waren wir ja auch Nieten (und nicht nur da...) ;-) Jesusfreund 21:18, 17. Apr 2005 (CEST)
- Da gibt es leider wenig, meist nur Übersetzungen aus dem Englischen. Aber ich recherchiere demnächst mal, wenn ich Zeit habe. Der Weblink zu "Mythos Trafalgar" verweist übrigens auf eine exzellente, äußerst ausführliche und sauber recherchierte - leider aber mangels Fußnoten nicht ganz wissenschaftliche - Darstellung.--Legalides 10:58, 18. Apr 2005 (CEST)
Ah, danke für die Verbesserungen. Jetzt ist mir die Vorgeschichte klar, die auch im englischen Artikel nicht vollständig rüberkam. Meine Unklarheiten sind soweit dann beseitigt. Ein Problem habe ich noch mit folgender Formulierung: Die Royal Navy verlor ... xyz Tote .... Kann man da ein passenderes Verb wählen, eigentlich 'verliert' eine Armee Soldaten (oder Matrosen) und nicht Tote (das sind sie danach). Es ist aber zu spät, als dass mir im Moment ein besseres Verb einfallen würde. Insgesamt immer erfreulich, wenn ein Autor seinen Artikel so gut pflegt und die Kritik schnell einarbeitet, wie das hier passiert. -- Dishayloo [ +] 02:13, 18. Apr 2005 (CEST)
- Ist geändert. Dank Jesusfreund ist der Artikel jetzt auch stilistisch besser, dank Deiner Kritik sah ich mich veranlasst, die Vorgeschichte zu schildern. Dass ist echte Wiki-mäßige Kooperation. So macht's Spaß!--Legalides 10:58, 18. Apr 2005 (CEST)
Ergänzung, Streichung der Animation
Die Animation, die so toll aussieht, habe ich wieder gestrichen, da sie falsch ist. Das Royal Maritime Museum schreibt selbst, dass Collingwood die Nachhut angriff, Nelson dagegegen das französische Zentrum - siehe [LINK] So steht es auch auf den beiden anderen Websites "Mythos Trafalgar" und "The Battle of Trafalgar", die verlinkt sind. Mythos Trafalgar spricht zwar auch anfangs davon, dass Collingwood die Vorhut angreife, im Verlauf der Schilderung (Collingwood "im Süden") wird aber klar, dass er die Nachhut angriff. In der Animation ist das jedoch nicht korrekt dargestellt, dort greift Collingwood die Vorhut an. Zudem sind die Zeitpunkte vertauscht: Die südliche Linie (Lee-Column) unter Collingwood eröffnete die Schlacht, die nördlichere Weather-Column unter Nelson folgte erst später.--Legalides 10:36, 8. Mai 2005 (CEST)
Schlacht von Trafalgar, 20. April
Eine hervorragende Arbeit von Legalides u.a., die er im Review entscheidend verbessert hat und die daher m.E. Kandidaten-tauglich erscheint. Jesusfreund 03:22, 20. Apr 2005 (CEST)
- Dafür: Schön. -- Dishayloo [ +] 03:24, 20. Apr 2005 (CEST)
- PRO: sehr schöner Artikel --Pakxé 11:22, 20. Apr 2005 (CEST)
- PRO: mir gefällt er sehr gut -- eclipse
- Dafür: Anschaulich geschrieben, gut bebildert --Frank Schulenburg 11:41, 20. Apr 2005 (CEST)
- PRO: sehr gut geschrieben, und übersichtlich dazu -- J budissin - J budissin 07:33, 21. Apr 2005 (CEST)
- PRO: sehr gut Seebeer 17:33, 24. Apr 2005 (CEST)
- Pro, obwohl ich etwas erstaunt bin, dass Jesusfreund es jetzt offenbar auch mit Schlachten-Artikeln hat. Selig die Friedfertigen ;-) Delos 17:56, 25. Apr 2005 (CEST)
- pro - schöner ARtikel, wobei ich allerdings noch mal ein Gegenlesen des englischen Artikels empfehle - den strategischen Hintergrund fand ich da fast besser erklärt. --BS Thurner Hof 20:59, 27. Apr 2005 (CEST)
- Contra Sicherlich ein guter Artikel, in dem leider jedoch einige Fehler und Ausdrucksschnitzer sowie Fehldeutungen versteckt sind, z.B.: 1. "Sein Schlachtplan ging voll auf" (Umgangssprache) 2. "(...) trafen Nelson mit einer Kugel in seine Schulter, die seine Lunge durchbohrte und in der Wirbelsäule stecken blieb" (Aha, seine Schulter durchbohrte seine Lunge?) 3. "Dies führte letztlich 1812 zu seinem Feldzug gegen Russland, der in einer Katastrophe für sein Heer endete." Die Deutung ist überzogen und "letztlich" eine der hier verpönten Formulierungen. Außerdem finde ich gerade einmal zwei Literaturquellen etwas mager. --Zytoxy 14:52, 4. Mai 2005 (CEST)
- Ich halte die Deutung nicht für überzogen. Man sollte genau lesen, worauf sich der Satz bezieht. Dort heißt es nämlich im Satz vorher Er musste seine Invasionspläne für die britischen Inseln endgültig aufgeben und sich bei seinen Feldzügen auf das europäische Festland konzentrieren. Das ist historisch belegt - Napoleon hatte keine Flotte mehr, die es mit der britischen hätte aufnehmen können. Erst danach folgt der Satz, dass diese Tatsache, also die durch Trafalgar bedingte Strategieänderung zum Russlandfeldzug geführt hat.
- Es ist unbestritten, das Napoleons Priorität bis ca. 1805 der Niederwerfung Englands galt - die britische Flotte war ihm ein Dorn im Auge und das britische Kolonialreich noch mehr. Schon der Ägyptenfeldzug 1798 sollte dem Ziel der Schwächung des englischen Kolonialreiches dienen. Nach der Niederlage in Ägypten wandte er sich den britischen Inseln zu. Eine komplette Invasionsarmee wurde aufgestellt und wartete in den Häfen auf den entscheidenden Durchbruch der frz. Flotte. Als diese bei Trafalgar vernichtend geschlagen wurde, war für Napoleon der Weg auf die Inseln versperrt. Er musste seine Stratgie ändern und wandte sich dem europäischen Kontinent zu. Eine Maßnahme war die Kontinentalsperre. Der Zar war aber nicht bereit, bei den Maßnahmen gegen England zu kooperieren - also griff Napoleon Russland an. Die Schlacht von Trafalgar war direkter Grund dieses Strategiewechsels. Trafalgar war die bedeutendste Seeschlacht der ganzen napoleonischen Kriege, militärisch und strategisch sicherlich ebenso bedeutend wie die Völkerschlacht oder wie Waterloo. Man könnte sogar drastisch formulieren, dass Trafalgar "das Waterloo zur See" für Napoleon war. Die kritisierten Formulierungen hat Jesusfreund dankenswerterweise bereits geändert.--Legalides 22:12, 4. Mai 2005 (CEST)
- Die Ausdrucksschnitzer wurden behoben. Nur "ging voll auf" ist m.E. völlig normale Redeweise; "funktionierte" klingt auch nicht unbedingt besser. Fehler abstellen oder mangelhafte Ausdrücke ändern darf eigentlich jeder, dem sie auffallen; auch die Literatur lässt sich ergänzen. Ich glaube allerdings, dass Legalides sich bereits auf die besten Quellen gestützt hat, was sich deutlich im Artikel niederschlägt. Einige Gründe für ein Contra sind m.E. damit entfallen. Jesusfreund 17:21, 4. Mai 2005 (CEST)
- Deutsche Literatur wurde nun auch ergänzt. Jesusfreund 20:01, 4. Mai 2005 (CEST)
- habe zwar etwas mitgefeilt, traue mir aber trotzdem noch ein uneingeschränktes pro zu. Sprachlich schön, Länge gut, schöne Bilder, anschauliche Beschreibung, man hat nicht das Gefühl, das etwas fehlt. Lieratur sieht OK aus (allerdings finde ich den Roman auch problematiscch) --Schachtelsatz [@] 15:58, 5. Mai 2005 (CEST)
- von mir noch ein contra. Was mir bisher noch fehlt: Eine Spanien-Karte, wo eingezeichnet ist, wo die Schlacht stattgefunden hat; Ein Bild von der Nelson-Säule auf dem Trafalgar Square in London; eine Karte/Zeichnung, die den Schlachtverlauf besser darstellt, so wie auf der Internetseite http://www.nelsonsnavy.co.u... oder am coolsten wäre natürlich so etwas: http://www.nmm.ac.uk/search... ALE! Unterschrift nachgetragen von Schachtelsatz Schachtelsatz 12:08, 7. Mai 2005 (CEST)
- Bild von der Nelsonsäule habe ich nachgetragen. Mit Karten kann ich leider nicht dienen, solche zu erstellen übersteigt meine Fähigkeiten. Eine Animation der Schlacht zu fordern, halte ich als Anspruch an einen exzellenten Artikel für völlig überzogen. Außerdem: Nicht vergessen, es sollte der Artikel im Vordergrund stehen, nicht die Illustrationen / Animationen. Und wenn man den Artikel vergleicht mit anderen exzellenten, dann steht er glaube ich, was die Bebilderung betrifft, nicht schlecht da.--Legalides 13:16, 7. Mai 2005 (CEST)
- Keiner verlangt eine Animation. Diese kannst Du ja im Artikel verlinken, dann sparst Du Dir die Erstellung der selbigen. Grundsätzlich halte ich aber Artikel über eine Schlacht ohne Grafiken, die den Ort der Schlacht und deren Verlauf darstellen für nicht exzellent. Ist eben meine Meinung. Vergleich mal Deinen Artikel mit ähnliche Artikeln, die schon exzellent sind: Peloponnesischer Krieg, Schlacht am Trasimenischen See, Schlacht in der Javasee, Schlacht von Cambrai, Skagerrakschlacht. Die Latte hängt wesentlich höher als Du denkst. Vielleicht kann aber ja begnadeter Künstler ein paar Grafiken erstellen. Schau Dich mal bei den vor mir genannten Artikeln um und schau, wer die Grafiken dort erstellt hat und frag dann mal nach. Oft sind die Leute hier sehr hilfsbereit, was die Erstellung von Grafiken angeht. Grüße! --ALE! 13:56, 7. Mai 2005 (CEST)
- Schlacht am Trasimenischen See hat eine Karte, die sehr grob die Lage des Sees in Italien verortet - Informationsgehalt der Karte: Der See liegt in Mittelitalien. Na toll, dazu würde auch ein Halbsatz im Artikel vollkommen reichen. Dazu kommt eine Karte der Schlachtaufstellung, die aber den Verlauf der Schlacht auch nicht erklärt, sondern nur die Ausgangslage. Schlacht um Verdun hat gar keine Karte, ist trotzdem exzellent. Das soll nur Zeigen, dass Karten allein nicht das Kriterum sein können, sondern sie nur bei einer Einbindung in den Artikel Sinn machen.
- Die Animation habe ich bei den Weblinks verlinkt, obwohl ich sie auch lieber direkt im Artikel verlinken würde. Aber dann geht das Geschrei wieder los: "Ein Artikel, der sich nicht an Wikipedia:Verlinken hält, kann nicht exzellent sein." Also besser keine Weblinks im Artikel.
- Um Karten kann ich mich nicht kümmern, habe in zwei Wochen Examen. Halte sie aber ohnehin nicht für zwingend erforderlich, da es sich nicht um eine moderene Seeschlacht mit zig Schiffsbewegungen handelt, so wie die von dir genannten Beispiele. Die Schlacht von Trafalgar war ein vergleichsweise simples Manöver, das man auch anhand der zeitgenössischen Darstellung zusammen mit der Beschreibung im Artikel sehr gut nachvollziehen kann. Deswegen ist eine Karte eben nicht notwendig, sondern nur "nice to have".--Legalides 16:56, 7. Mai 2005 (CEST)
- Die Animation musste ich leider wieder rauswerfen, da sie sachlich nicht korrekt ist. Eine Begründung findet sich auf der Diskussionsseite.--Legalides 10:38, 8. Mai 2005 (CEST)
Das Bild mit den beiden Angriffslinien zeigt dasselbe wie die Karte; stimmt ziemlich genau überein. Aber die Details vom Schlachtverlauf, auch von der Jagd zuvor sind auf der englischen Seite dennoch interessant; z.B. steht da, dass Villeneuve deshalb nach Cadiz "floh", weil er noch auf Verstärkung wartete; dass sein Befehl zum Auslaufen zu unklar war und sich der Wind legte, so dass die Fregatte "Sirius" alle Zeit der Welt hatte, Nelson Meldung zu machen; dass dieser bewusst trotz Warnungen seine Orden an Deck trug und sich von Freunden und Frau verabschiedet hatte, als ob er mit dem Tod rechnete und ihn suchte; die Uhrzeiten im Schlachtverlauf; welche Schiffe ihm wann wie zu Hilfe eilten usw. Vielleicht kann jemand das eine oder andere davon noch mal mit der deutschen Webseite "Mythos Trafalgar" abgleichen und ein paar beidseitig gesicherte Infos daraus dann ergänzen. Jesusfreund 23:02, 7. Mai 2005 (CEST)
- Das Problem mit den von Dir angesprochenen Infos ist, dass ich einen Teil davon in unabhängigeren Quellen bisher nicht bestätigt gefunden habe. Lord Nelson ist in GB ein Nationalheld, um den sich so manch Mythos und Legende rankt, da ist es manchmal schwer, Dichtung und Wahrheit zu trennen. Ich war daher lieber vorsichtig, und habe auf derartige Infos lieber verzichtet. Das ein oder andere Detail zur Schlacht werde ich aber noch ergänzen.--Legalides 09:31, 8. Mai 2005 (CEST)
- pro nichts zu meckern gefunden. -- Southpark 01:41, 8. Mai 2005 (CEST)
Verbesserungen
Zuerst: Toller Artikel, tolle Arbeit ! Aber mir ist ein Widerspruch zu den von euch genannten Quellen aufgefallen. Im Artikel heißt es : "Die Reste der napoleonischen Flotte flüchteten nach Cadiz zurück, wo die Briten in einem Folgegefecht am 4. November weitere vier französische Schiffe erobern konnten." In den Quellen aber findet die Schlacht am 4. November 1805 vor Kap Ortegal statt. Das ist aber nicht bei Cadiz, sondern am ganz anderen Ende Spaniens ;-) Bernd 12. November 2006
Leider habe ich schon wieder etwas zu meckern, tut mir leid. Es heisst im Artikel: "Da die britische Fregatte Sirius das Auslaufen des Feindes beobachtet und sogleich an Admiral Nelson gemeldet hatte, konnte er einen Schlachtplan ausarbeiten." Nach den Quellen, die im Artikel angegeben wurden, kam Nelson vor Cadiz aber schon mit seinem berühmten Schlachtplan im Gepäck an und erläuterte ihn seinen Kapitänen. Das sollte man richtig stellen. Übrigens fehlt im Artikel der Hinweis darauf, das der Plan gar nicht ideal umgesetzt werden konnte, weil ausgerechnet die schlechte Formation der französisch-spanischen Flotte dazu führte, das Collingwoods Teil der Flotte viel früher als Nelson den Feind angriff. Außerdem fielen wegen dem lauen Wind aus beiden englischen Angriffswellen Schiffe heraus (Die Britannia !), die erst eingriffen, als schon alles entschieden war. Meiner Meinung vermittelt der Artikel da einen falschen Eindruck, als würde der ganze Plan Nelson aufgehen und , puff!, ist der Sieg da. So, mehr habe ich nicht zu meckern ;-) Bernd, 19. November 2006
It's a wiki, will sagen: Das kannst Du alles selbst ändern! --Legalides 14:16, 20. Nov. 2006 (CET)
Was , wirklich ? Aber ich trau mich nicht ! Vielleicht solte da doch jemand ran, der sich mit dem Schreiben auskennt. Bernd, der nix mehr zu meckern hat ;-)
Klar kannst Du das! Probier's einfach mal! Du schreibst doch sehr passable Diskussionsbeiträge, die sich richtig flott und gut lesen - da kannst Du auch sicher den Artikel verbessern! Lies mal Wikipedia:Sei mutig Also: Sei mutig! Und viel Spaß! --Legalides 20:24, 20. Nov. 2006 (CET)
Richtungen
Nelson schreibt, die gegnerische Flotte segele "südwärts". Das ist logisch, sie segeln also von Cadiz an der spanischen Westküste (:Bild:Andalusien Karte.png) am Kap Trafalgar vorbei in Richtung der Meerenge von Gibraltar weiter nach Italien. Damit stimmen einige Angaben im Artikel also nicht.
Die Passage "Zudem signalisierte er jetzt seiner unbeirrt auf nördlichem Kurs segelnden Vorhut, dass sie wenden und zur Hilfe kommen solle. " und "möglicherweise konzentrierte er sich jedoch zu sehr auf die sich von Norden nähernde HMS Africa" können so irgendwie nicht ganz stimmen, oder?
Nach meiner Meinung befindet sich die Vorhut der Flotte auf der Karte unten im Süden. -- Simplicius Simplicius 21:53, 29. Jun 2005 (CEST)
- ´Tja, klingt zwar logisch, aber dennoch liegst Du leider falsch. Kurz vor der Schlacht hatte Villeneuve seiner Flotte befohlen zu wenden, da er nach Cadiz zurückkehren wollte. Die französisch-spansische Flotte befand sich also auf Nordkurs - siehe [LINK] --Legalides 01:20, 30. Jun 2005 (CEST)
- Es war jedenfalls gut, dass du den Sachverhalt mit der Wende im Artikel eingefügt hast. In der von dir genannten Quelle werden auch die Uhrzeiten genannt, die man ebenfalls ergänzen sollte: So at 8 a.m. he ordered the fleet to wear, an order which was finally completed by 10 a.m. The -- Simplicius Simplicius 11:12, 30. Jun 2005 (CEST)
- Uhrzeiten habe ich ergänzt. Danke für die Anregungen! --Legalides 16:00, 30. Jun 2005 (CEST)
Ich habe ein paar fragen
Wann war die schlacht und mit wem und wie kann ich das am besten in ein referat scheiben???
Danke mit freundlichen grüßen ist doch egal wer ♥♀♥♀♥♀




.jpg)

