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Schlachtschiff

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Der Artikel Schlachtschiff gehört zur Kategorie: Militärschiffstyp, Schlachtschiff
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Die Bismarck im August 1940
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Die Richelieu von 1940
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Die USS North Carolina (1941)
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Die RN Roma im Jahre 1942
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Die Yamato, das größte und stärkste Schlachtschiff, das je gebaut wurde
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Die USS Wisconsin im Jahre 1944
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Als Schlachtschiffe werden gepanzerte Großkampfschiffe des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts bezeichnet. In Deutschland wurden diese Kriegsschiffe allerdings bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Linienschiffe bzw. Großlinienschiffe bezeichnet, in Anlehnung an die Geschwaderlinienschiffe des Segelzeitalters und die bis zum Ende des Ersten Weltkrieges angewendete Linientaktik in Seegefechten. Im Ausland werden Schlachtschiffe zum Teil auch noch bis heute als Panzerschiffe bezeichnet (frz. Cuirasse, ital. Corazzata, span. Acorazado, poln. Pancernik).

Mit Einführung des Einheitskalibers beim britischen Schlachtschiff HMS Dreadnought setzte sich vor allem im angloamerikanischen Sprachgebrauch, aber auch in der k.u.k. Kriegsmarine die Bezeichnung „Schlachtschiff“ als Typenbezeichnung durch. Heute versteht man unter Schlachtschiffen im Allgemeinen – mit einigen Ausnahmen – die am schwersten bewaffneten und gepanzerten Großkampfschiffe des 20. Jahrhunderts mit einer Wasserverdrängung, die im Laufe der Jahre durch das Wettrüsten der Seemächte ständig zunahm. Lag sie zu Beginn des Jahrhunderts noch bei ca. 20.000 t, so erreichte sie am Ende der Ära bei den extremsten Entwürfen, wie der Yamato-Klasse, über 70.000 t.

Geschichte

Die ersten Vorgänger der Schlachtschiffe wurden gegen Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Anfangs waren es mit Stahl gepanzerte Segelschiffe, die wie gewöhnliche Kriegsschiffe dieser Zeit an beiden Seiten mit Kanonen bestückt waren. Durch die Einführung von Explosivgeschossen auf Kriegsschiffen wurde Stahlpanzerung in der Folge unentbehrlich. Mit der Einführung des Dampfmaschinenantriebs, welcher die windabhängigen Segel ablöste, wurden große Kohlenbunker nötig, um große Reichweiten wie etwa eine Atlantik- oder Pazifiküberquerung zu ermöglichen. Daher mussten die Schiffe größer konstruiert werden, was mit dem nur begrenzt belastbaren Holz jedoch äußerst schwierig war, weshalb Stahl das Holz als tragenden Baustoff ablöste. Durch die Optimierung von Zielvorrichtungen und Treffgenauigkeit waren Segelschiffe zudem zu leichten Zielen geworden.

Die Überlegenheit gepanzerter Schiffe wurde erstmals im Krimkrieg (1853–1856) für die ganze Welt erkennbar. Aber auch die Nordstaaten mussten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) feststellen, was es bedeutet, sich den Neuerungen zu verschließen, als die Südstaaten mit einzeln fahrenden, kleinen gepanzerten Schiffen die großen Flaggschiffe der Nordstaaten innerhalb von Minuten versenkten und dabei selbst schadlos blieben. Da die Nordstaaten im modernen Kriegsschiffbau noch keine Erfahrungen hatten, engagierten sie den schwedischen Schiffskonstrukteur und Erfinder John Ericsson, der in der Folge die Flotte der Nordstaaten mit anfangs nur ungern akzeptierten Neuerungen – er erfand etwa das Prinzip des Gefechtsturms – modernisierte.

Die starke Konkurrenz unter den großen Seestreitmächten, allen voran Großbritannien und Frankreich, brachte im Zeitalter der Industrialisierung zahlreiche neue Erfindungen und Verbesserungen in der Kriegsschifffahrt hervor. Viele Seestreitkräfte führten interne Wettbewerbe ein, um die besten und schnellsten Mannschaften an den Geschützen herauszufinden und um deren Verhalten und Vorgehen zu studieren, um es für die Ausbildung zu übernehmen. Mit der 1906 erbauten HMS Dreadnought führte man zur Vereinfachung der Feuerleitung die Verwendung von nur einem einzigen Kaliber ein. Denn man entdeckte, dass das zeitgleiche Abfeuern von Salven verschiedener Kaliber es dem Feuerleitpersonal erschwerte, die Aufschläge der verschiedenen Batterien zu unterscheiden. Auch dieses Prinzip wurde von den anderen führenden Seestreitkräften rasch übernommen. Anstelle der Bestückung der beiden Schiffsseiten mit Kanonen – was durch große Kohlenbunker seitlich der Kesselräume kaum noch durchführbar war – stellte man zusehends auf drehbare Gefechtstürme um. Zeitgleich mit der Umstellung von Segel- auf Dampfmaschinen- und Turbinenantrieb sowie von Holz- auf Stahlbauweise führte all dies dazu, dass die Schiffe von Marinen, die diesen Trends nicht folgten, innerhalb weniger Jahre wertlos wurden. Denn gewöhnliche Kanonenkugeln prallten an den zur Gänze mit Stahl gepanzerten Schiffen einfach ab, und Segelschiffe waren durch höhere Trefferquoten und Explosivgeschosse leicht manövrierunfähig zu machen und, sofern sie keine ausreichende Panzerung hatten, innerhalb weniger Minuten versenkt.

Erster Weltkrieg
Während des Ersten Weltkrieges waren diese schwimmenden Festungen mit ihren manchmal bis zu 1400 Mann starken Mannschaften die uneingeschränkten Herrscherinnen der Meere. Diese Schiffe hoben sich von den Linienschiffen des ausgehenden 19. Jahrhunderts dadurch ab, dass die bisher übliche Zahl von vier Hauptgeschützen vom Kaliber 24–30,5 cm in zwei Türmen auf acht bis 14 Geschütze (28–34,3 cm) in bis zu sieben Türmen erhöht und die hohen Kolbendampfmaschinen durch die wesentlich niedriger bauenden Dampfturbinen ersetzt wurden, was die Schiffe niedriger und somit schwerer zu treffen machte. Das erste Schiff mit einer solchen Konfiguration war die HMS Dreadnought. Im Ersten Weltkrieg wurden die ersten Super-Dreadnoughts wie die HMS Warspite mit weit stärkerer Panzerung und Geschützkalibern von 38,1 cm gebaut. Ein beispielloses Wettrüsten setzte ein, das in seinen Ausmaßen nur vom Kalten Krieg übertroffen wurde. Das größte Aufeinandertreffen von Schlachtschiffen war die Skagerrakschlacht (englisch: Battle of Jutland) am 31. Mai 1916, als 99 deutsche gegen 151 britische Kriegsschiffe kämpften; darunter 21 deutsche und 37 britische Großkampfschiffe.
Zweiter Weltkrieg
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Schlachtschiffe als kampfkräftigste Kriegsmaschinen überhaupt eindrucksvolle Zeugnisse militärischer und wirtschaftlicher Macht von Staaten wie Deutschland, England, Frankreich, Italien, Japan und auch den USA, welche nach dem Ersten Weltkrieg über die modernste Kriegsflotte der Welt verfügten. Doch bereits im Zweiten Weltkrieg zeigte sich der Schwachpunkt auch dieser taktischen Waffe, denn die Schlachtschiffe waren in zunehmendem Maße nur noch unzureichend gegen Angriffe durch Flugzeuge geschützt. Ging die letale Bedrohung zu Anfang noch hauptsächlich von Torpedos aus, wurden Flugzeuge im Verlauf des Krieges mit Waffen ausgestattet, mit denen sie Schlachtschiffe erfolgreich versenken konnten (Tallboy, Fritz X). Durch die bahnbrechenden Entwicklungen im Luftsektor waren die Schlachtschiffe praktisch veraltet. Die Verluste der deutschen Schlachtschiffe Bismarck und Tirpitz, der britischen Schiffe HMS Prince of Wales und HMS Repulse sowie die Verluste der US-Marine in Pearl Harbor zeigten dies deutlich. Die Versenkung der mit etwas über 70.000 Tonnen größten und stärksten je gebauten Schlachtschiffe Yamato und Musashi der japanischen Marine, die eine Hauptbatterie mit neun 46 cm-Geschützen besaßen, schien dies endgültig zu beweisen. Diese Angriffe wurden allerdings jeweils von hunderten Flugzeugen geflogen. Es zeigte sich auch, dass Schlachtschiffe nur selten miteinander in Gefechte verwickelt wurden - bei der Jagd auf die Bismarck, der Versenkung der Scharnhorst durch die HMS Duke of York, der Seeschlacht bei Punta Stilo im Mittelmeer, der Seeschlacht um Guadalcanal und dem Gefecht in der Surigao-Straße bei den Philippinen - und daher ein eher schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufwiesen. Schlachtschiffe bewährten sich zwar als „schwimmende Artillerie“ bei Landungsunternehmen, diese Aufgaben konnten aber auch durch kleinere, billigere Schiffe und in zunehmendem Maße auch Kampfflugzeuge übernommen werden. Daher wurden die Schlachtschiffe nach dem Zweiten Weltkrieg wegen der nunmehr wegfallenden traditionellen Einsatzgrundlage in den meisten Marinen der Welt ausgemustert.
Zeit nach 1945
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Die USS Iowa feuert eine Vollsalve; man beachte die Druckwelle auf dem Wasser
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Die letzten in Dienst gestellten Einheiten waren die britische HMS Vanguard im Jahre 1946 und die aufgrund vieler Verzögerungen erst 1949 in Dienst gestellte französische Jean Bart. Beide Schiffe hatten jedoch ein eher kurzes Leben, denn sie wurden bereits Ende der 1960er Jahre verschrottet. Lediglich die USA unterhielten noch einige Jahrzehnte lang vier alte, allerdings zusätzlich bereits mit Marschflugkörpern nachgerüstete Schlachtschiffe der Iowa-Klasse aus dem Zweiten Weltkrieg als Abschreckung gegen die schweren Kreuzer der Sowjetunion sowie auch zum Küstenbeschuss u.a. im Koreakrieg bzw. Vietnamkrieg. Zwei dieser Schiffe kamen bisher letztmals im Jahre 1991 zum Einsatz, als diese im Zweiten Golfkrieg Ziele im Irak mit Artillerie und Marschflugkörpern beschossen.

Nach dem Zweiten Golfkrieg wurde das letzte Schlachtschiff der USA, die USS New Jersey, am 8. Februar 1991 ausgemustert. Allerdings werden die USS Iowa und die USS Wisconsin von der US Navy noch im Schiffsregister als Reserveschiffe geführt und könnten relativ einfach wieder in Dienst gestellt werden. Trotzdem ist die Ära der Schlachtschiffe damit wohl beendet. Heute dominieren kleine Fregatten, Kreuzer, große Flugzeugträger und Unterseeboote die Meere.

Berühmte Schlachtschiff-Klassen

Literatur

  • Howarth, David (Hrsg.): Die Schlachtschiffe, Bechtermünz Verlag. ISBN 3-86047-030-2
  • John Jordan: Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer, Podzun-Pallas Verlag. ISBN 3-79090-365-5

Siehe auch

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Schlachtschiff


Soviel ich weiss war die Französiche Jean -Bart (Indienststellung ca. 1950) das letzte in Dienstgestellte Schlachtschiff. Könnte mir jemand bei dieser Sache bitte weiterhelfen?

Moin Moin sehe mal hier vielleicht ist das Gewünschte ja dabei: http://www.deutsche-marineg... Mit freundlichen Tschüss Seebeer 141.17.83.200 16:58, 14. Jul 2005 (CEST)

Ich will ja nicht spitzfindig sein, aber die Jean Bart ist ja für ihre Flucht nach Casablanca 1940 (wg. dt. Einmarsch) provisorisch fahrklar gemacht worden, und zumindest einer der Geschütztürme soll funktioniert haben. Genau genommen kann man diese "Jungfernfahrt" ja schon als i.D.-Stellung betrachten, auch wenn keine offizielle Zeremonie stattfand. --193.25.119.79 06:28, 4. Sep 2005 (CEST)

Ein Schiff ist erst in Dienst gestellt wenn es auch genutzt werden kann. Die "Zeppelin" schwamm schließlich auch schon hatte auch schon Geschütze und ist dehalb trotzdem nie in Dienst gestellt worden. Ein funktionierender Geschützturm hätte beinahe unweigerlich zur Versenkung geführt, wäre das Schiff auf See von einem vollwertigen deutschen Schlachtschiff oder später der britischen Marine erwischt worden. Denkt mal an die Vernichtung der französischen Flotte am 3. Juli 1940 in Mers - el - Kebir.

Noch etwas in anderer Sache : Warum willst du das Thema überarbeiten ? Schlachtschiffe sind nun mal Großkampfschiffe. Genauso wie Kreuzer, Flugzeugträger, Landungsträger, Lenkwaffenkreuzer und Schlachtkreuzer. Das es da zu Überschneidungen kommt ist doch mehr als normal. Arne Hambsch

Ein Militärschiff ist dann in Dienst gestellt, wenn Flagge und Kommandantenwimpel gesetzt wurden! Wieso hätte der funktionierende Geschützturm zur Versenkung führen sollen? Wie kommst du darauf, ich wolle das Thema überarbeiten? --Stupus mundi 02:52, 29. Apr 2006 (CEST)

Falsche Grundannahmen

Der Text ist einfach Terminologisch nicht richtig. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges hießen die Schiffe Linienschiffe und dies nicht als Ableitung von den Segellinienschiffen, sondern weil sie selbst für einen Linienkriegsführung konzipiert wurden.

Es muss heißen, dass nach dem 1. Weltkrieg die Bezeichnung in Gebrauch kam. Die alten Panzerkreuzer hat auch niemand nachträglich als Schlachtschiffe angesehen. Ich denke die Entwicklung seit den Dreatnougts muss in den Artikel, weil einige der späten Linienschiffe ja auch noch bis in den 2. WK hinein -und dann eben als Schlachtschiffe- gefahren wurden.

Hier aber einfach alle Linienschiffe des WKI als Schlachtschiffe einzuordnen ist erstens unhistorisch und zweitens auch sachlich falsch. --WerWil 23:33, 28. Apr 2006 (CEST)

Das gilt nur für die kaiserliche Marine, wo sie ab Nassau-Klasse als Großlinienschiffe (nicht Linienschiffe!) klassifiziert waren. Ausländische Marinen hatten z.T. ganz andere Typenbezeichnungen, für die es tlw. gar keine dt. Übersetzung gibt. Der internationale Terminus orientiert sich an der RN, die schon vor der Dreadnought die Bezeichnung Battleship verwendete. Auch in der östereichisch-ungarischen Marine wurden sie Schlachtschiffe genannt. Alle mir zugänglichen Fachbücher machen dazu gleichlautende Angaben. Der Begriff Linienschiff wurde in dieser Zeit umgangssprachlich (Marinejargon) als Verkürzung von Großlinienschiff verwendet, war aber keine amtliche Bezeichnung für diesen Typ. --Stupus mundi 02:38, 29. Apr 2006 (CEST)

Kann sein das du mehr Literatur dazu hast. Ich hab - naben ein paar Bildbänden- im Wesentlichen Angaben aus "Jane's Kriegschiffe des 20. Jahrhunderts", "Panzerschiffe um 1900" und "Kleine Geschichte der deutschen Flotte", dort ist die Terminologie durchgängig wie ich es beschrieben habe.

Zu dem Hinweis auf den englichen Sprachgebrauch nur soviel, dass m. W. dort Battleship und Warship synonym für Kriegschiffe allgemein benutzt wurde und eben erst nach dem WKI diese terminologische Trennung erfolgte. Außerdem ist der englische Sprachgebrauch auch erst mal irrelevant, weil dies die deutsche Wiki ist und darum die deutsche Sprachregelung entscheident ist sofern es eine gibt, ansonsten sollten wir auch von E-Booten sprechen - wie die Engländer.

Wurden also vor 1918 die "Großlinienschiffe" schon als "Schlachtschiffe" bezeichnet?

--WerWil 15:28, 30. Apr 2006 (CEST)

Wie gesagt wich die kaiserliche Marine mit ihren Typenbezeichnungen ab. So wurden auch die Schlachtkreuzer als Große Kreuzer bezeichnet. Dies bezog sich aber nur auf die eigenen Schiffe. Ausländische Schiffe mit Einheitskaliber wurden m.W. amtlich als Schlachtschiffe bezeichnet, ihre Vorgänger als Linienschiffe. Es war aber damals anscheinend üblich, gewohnheitsgemäß in der Umgangssprache die alte Bezeichnung Linienschiff auch für Schlachtschiffe zu verwenden. Dies war aber völlig inoffiziell. In einem Projekt wie Wiki sollten IMO nur die amtlichen Bezeichnungen verwendet werden, um einer Begriffsverwirrung bei den Lesern vorzubeugen. --Stupus mundi 02:47, 1. Mai 2006 (CEST)

Wie deutsche Stellen ausländische Schiffe bezeichneten ist mir völlig unbekannt. Wo hast du das her?

Bleibt immer noch das Problem, dass in Deutschland "Schlachtschiffe" im WKI als (Groß)Linienschiffe klassiziziert wurden. Mindestens das müsste im Text ausgesagt werden.--WerWil 11:39, 1. Mai 2006 (CEST)

Habe grade im Artikel Dreadnought gefunden, dass dort auch ausgesagt wird, dass die Bezeichnung Schlachtschiff sich erst nach dem WK I durchsetzte. Also ein Artikel irrt sich.--WerWil 23:51, 3. Jul 2006 (CEST)

Habe mittlerweile festgestellt, dass die kaiserliche Marine es mit ihrem Terminus Großlinienschiff anscheinend selbst nicht so genau nahm, d.h. dass er manchmal zu Linienschiff verkürzt wurde (wohl aus Vereinfachungsgründen). So wurden die Vermehrungsbauten unter Baubezeichnungen wie "Linienschiff A" usw. geführt. Das bezieht sich aber nur auf kaiserliche Marine. Für die anderen Marinen s.o. --Stupus mundi 07:36, 4. Jul 2006 (CEST)

Was dort steht bezieht sich auf die Begriffe "Dreadnoughts" für Schlachtschiffe bzw. "Pre-Dreadnoughts" für Linienschiffe. Da der Text in dieser Form wohl mißverständlich ist, werde ich mal versuchen ihn umzuformulieren. --Stupus mundi 10:56, 4. Jul 2006 (CEST)

Ich bleibe aber dabei, dass die Einordnung der Linienschiffe vor und während des 1. WK als Schlachtschiffe nicht stimmt. Wie du selbst sagst, wurden diese in Deutschland als Groß- und Linienschiffe bezeichnet. Falls die Engländer und Amerikaner sie schon damals als Battleships bezeichneten, könnte man das so aussagen. Der Ausländische Sprachgebrauch ist hier aber erstmal irrelevant (sonst müssten wir auch noch herusfinden, wie die Franzosen, Spanier, Italiener oder Türken das gehandhabt haben - weiß dazu jemand was?). Im deutschen Wiki geht es um den deutschen Begriff und da kam die Bezeichnung Schlachtschiff erst nach dem WK I in allgemeinen Gebrauch. Das die deutschen Stellen ihre Schiffe "Großlinienschiffe" nennen und dann die ausländischen Entsprechungen als "Schlachtschiffe" bezeichnen, halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Das wäre doch vollkommen verwirrend und m. W. historisch einmalig. Im Gegenteil haben alle Streitkräfte immer versucht die Waffensysteme des Gegners in der eigenen Terminologie zu erfassen. Nebenbei wird außer unter Dreadnought auch im Artikel Linienschiff ausgesagt, dass die Bezeichnung "Schlachtschiff" erst nach dem 1. WK aufkam. Ich würde sagen nicht die anderen Artikel sollten angepasst werden, sondern dieser hier in dieser Frage etwas defensiver Formuliert werden--WerWil 13:33, 4. Jul 2006 (CEST).

Ich hab jetzt noch mal in anderen Wikis nachgeforscht - soweit es mir möglich war.

  • Die Franzosen führen das alles nur unter zwei Kategorien.
1. Linienschiff (auch für die Kriegs- und Nachkriegsschiffe)
2. Panzerschiff als spezifikation zu 1.

Den Begriff Schlachtschiff scheinen sie überhaupt nicht zu kennen.

  • Die Italiener kennen zwar die Kategorie "Nave da battaglia". Dort haben sie aber z. B. auch die USS Monitor aufgeführt und im Text taucht (anscheinend - ich kann nicht wirklich italienisch) auch der Begriff "nave da guerra" (Kriegsschiff) synonym auf. Das passt auch nicht zu einer internationalen Durchsetzung des Begriffes.

  • Bei den Spaniern werden Schlachtschiffe bis heute als Panzerschiffe geführt.

  • Und wenn du mal im englischen Wiki nachsiehst findest du dort das Battelship als Bezeichung für alle großen Kriegschiffe seit dem Ausgang des Mittelalters verwendet wird, das ist auch stark abweichend von der in diesem Artikel vertretenen Linie.

(Nebenbei werden hier im Wiki auch die KuK Schiffe durchgängig als Linienschiffe bezeichnet auch die Dreadnoghts)

Ich denke also, dass in diesem Artikel ausgesagt werden sollte, dass die Bezeichnung "Schlachtschiff" in Deutschland erst nach dem 1. WK in Gebrauch kam und bis dahin die Bezeichnung in Deutschland "Großlinien" bzw. "Linienschiff" war. In anderen Marinen waren andere Bezeichnungen in Gebrauch. (oder so ähnlich)

Das steht zwar schon was in der Richtung, aber wenn es dort heißt, das "Schlachtschiff" sich mit dem Aufkommen des Einheitskalibers durchsetzte (also ab 1906), dann aber gleich gesagt wird in Deutschland wurde statt dessen weiterhin Linienschiff verwendet, ist das ein wenig Widersinnig, denn "Schlachtschiff" ist nun mal ein deutsches Wort und die Übersetzung hat sich international wohl nicht durchgesetzt, wenn schon Deutschland, Frankreich und Spanien (bis heute) sie nicht verwendeten.--WerWil 18:31, 4. Jul 2006 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Schlachtschiff und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).