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Schloss Wilhelmshöhe

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Anlage, Innenausstattung



Der Artikel Schloss Wilhelmshöhe gehört zur Kategorie: Schloss in Hessen, Kasseler Bauwerk, Kunstmuseum in Deutschland, Deutsch-Französischer Krieg, Klassizistisches Bauwerk
Abbildung
Blick zum Schloss Wilhelmshöhe, gemalt von Johann Erdmann Hummel um 1800
Bildherkunft

Das Schloss Wilhelmshöhe befindet sich im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel (Nordhessen, Deutschland).

International bekannt ist es für seine heutige Nutzung als Museum, das unter anderen die Antikensammlung und die Gemäldegalerie Alter Meister enthält. Sehr bedeutend ist zudem das Museum im Weißensteinflügel mit den einzig authentisch verbliebenen Räumen der Landgrafen.

Geographie

Das Schloss steht im Gebiet des Kasseler Stadtteils Bad Wilhelmshöhe im unteren Teil des Bergparks Wilhelmshöhe auf 285 m Höhe. Am unteren Karlsberghang befindet es sich oberhalb des Westendes der Wilhelmshöher Allee. Es wurde auf der östlichsten und zugleich niedrigsten Stelle der Sichtachse Schloss Wilhelmshöhe-Herkules errichtet.

Geschichte

Abbildung
Schloss Wilhelmshöhe
(Mittelteil; Blick aus der Richtung Park)
Bildherkunft

An der Stelle des heutigen Schlosses bestand seit dem 12. Jahrhundert das Augustinerkloster Weißenstein. Unter Landgraf Philipp wird das Kloster säkularisiert und als Jagdschloss benutzt. Sein Enkel Landgraf Moritz lässt von 1606 bis 1610 ein neues Jagdschloss erbauen. Dies wurde unter dessen Nachfolgern zu beachtlicher Größe ausgebaut. Die ursprüngliche Anlage fiel dem Schlossneubau zum Opfer.

Das heutige Schloss entstand 1786-1798 nach Entwürfen der Architekten Simon Louis du Ry (Weißensteinflügel) und Heinrich Christoph Jussow (Mittelteil und Kirchflügel), unter Landgraf Wilhelm IX., dem späteren Kurfürst Wilhelm I.. Als Vorbilder gelten Schloss Wanstead und Prior Park in England. Geplant und ausgeführt wurde das Schloss, als zum Park geöffnete weit ausgreifende Dreiflügelanlage. Die Seitenflügel sind langgestreckte, schmale Bauwerke mit halbrunden Ausbauten an den Schmalseiten. Die Mitte der Langseiten werden durch Risalite mit je acht frei vorgestellten Säulen, die beide Obergeschosse umfassen, betont; abgeschlossen durch vasengekrönte Attiken.

Während der französischen Besatzung (1806-1813) wird die Anlage in Napoléonshöhe umbenannt und die drei ehemals freistehenden Gebäudeteile durch eingeschössige Verbinderbauten verschmolzen. Diese Verbinderbauten wurden unter Kurfürst Wilhelm II. zu ihrer heutigen Höhe aufgestockt. Dadurch und durch das Fehlen der ursprünglichen weißen Fassung geht dem klassizistischen Bauwerk einiges an Filigranität verloren. In der dazugehörenden Schlosskapelle wurde unter anderem 1828 seine Tochter Louise von Bose konfirmiert.

Nachdem er bei der Schlacht von Sedan im Deutsch-französischen Krieg (1870-71) gefangen genommen worden war, wurde Napoléon III. im Schloss unter Arrest gestellt.

Zwischen 1944 und 1945 flog die Royal Air Force mehrere Angriffe auf Kassel. Im Februar 1945 erfolgte die Bombardierung von Wilhelmshöhe. Dabei wurde der kuppelbekrönte Mittelbau des Schlosses durch Bomben stark beschädigt, auf der Parkseite blieben jedoch voll ausgestattete Räume, bis in das zweite Obergeschoss hinein, intakt.

Die Sicherung der Anlage seit dem Ende des Kriegs durch die Bauverwaltung war jedoch auffällig nachlässig. Unter der Vorgabe, Enttrümmerungen vornehmen zu wollen, wurde der Mittelteil schließlich, Zug um Zug, um die verbliebene historische Innenausstattung gebracht. Die später vorgenommene Herrichtung des Schlosses für die Museumsnutzung erfolgte in vereinfachender Form ohne die Kuppel des Mittelbaus, das Bindeglied in der Achse Wilhelmshöher Allee, Schloss, Herkules, wieder herzustellen.

1972 trafen sich im Schloss Willy Brandt und Willi Stoph zu deutsch-deutschen Gesprächen.

Heutige Nutzung

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Albrecht Altdorfer, Kreuzigung
Bildherkunft

Seit dem Umbau des Schlosses nach 1945 ist nur noch die historische Einrichtung des Weißensteinflügels vorhanden, welcher unter die Betreuung der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen kam und dessen original landgräflich eingerichteten Räume besichtigt werden können. Der Kirchflügel wurde für die Nutzung als Verwaltungsort der Staatlichen Museen Kassel weitgehend entkernt. Der stark beschädigte Mittelbau wurde ohne Kuppel und ohne Fensterkreuze sowie Fensterläden wiederinstandgesetzt und wirkt im Ensemble heute als Fremdkörper. Auch die ursprüngliche Raumaufteilung wurde nicht wieder hergestellt. Anstatt der Kuppel setzte man auf das Gebäude ein Glasdach zur Belichtung der Gemälde, das noch vom Herkules aus ins Auge fällt. Die Staatlichen Museen präsentieren im Mittelbau heute:

Siehe auch

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Schloss Wilhelmshöhe


es fehlt noch: nutzung als jagdhaus unter philipp bauzustände (u.a. verbindungsflügel) nutzung als sommerresidenz unter preuß. diktatur zerstörung durch krieg und wiederaufbau

könnte ich mich ja mal ran machen...

Die Gemäldegalerie alter Meister hätte schon einen eigenen Artikel verdient. Ich habe mal einen Link angelegt. Ist m.W. für diese Sparte eine der drei größten Sammlungen in Deutschland, nach Berlin und München, oder ? Plehn 11:01, 14. Feb 2006 (CET)

Absichtliche Bombardierung

sorry das damalige flächenbombardement war äuerst zielgenau und wurde sehr systematisch durchgeführt. Eine unbeabsichtigte abweichung von mehren kilometern ist absolut unwahrscheinlich die dann auch noch exakt beide gebäude Löwenburg und Schloß treffen. Die sich zw. diesen anlagen befindliche villenkolonie weist z.b. überhaupt keine zerstörungen auf. die technik der briten war äuerst zielgenau. zuerst überflog ein masterbomber (koordinator das geplante zielgebiet im folgte etwas tiefer eine markierer staffel. diese warf zuerst eine weise leuchtmarkierung und von dieser aus wurde jeweils eine rote und eine grüne leuchtmarkierungslinie geworfen. beide linien bildeten ein offenes dreiech mit einem zielpunkt (weis). danach überprüfte der master bomber nochmals die zielmarkierung. wenn sie passte gab er den angriff frei. er konnte die exakte Position durch überkreuzende radarsignale sehr genau feststellen. dann kamen zuerst staffeln mit sprengbomben übers zielgebiet. diese deckten die dächer ab, ihnen folgten staffeln die in die aufgerissen dächer phosphorstabbrandbomben warfen. dadurch entstanden flächenbrände bzw. teilweise feuerstürme. nicht die bomben zerstörten in erster linie sondern das feuer. deshalb waren auch die altstadtzentren (z.B. in kassel) mit fachwerkhäusern so beliebte ziele. diese bombardements waren bis auf wenige hundert meter sehr zielgenau abweichungen um mehrer kilometer sind äuerst unwahrscheinleich zumahl wenn dann noch zwei deutlich auseinanderliegende ziele in einen relativ zum stadtgebiet weit entfernten platz inmitten eines park- und waldgebietes getroffen werden. absolut unwahrscheinlich das es keine absicht war.

das stimmt so nicht ich würde mir mal den artikel area bombing directive durchlesen. militärisch war das abbrennen mittelalterlicher altstädte völlig wertlos den krieg hat das nicht schneller beendet und im übrigen waren es schwerste verstöße gegen die haager landkriegsoerdnung (artikel 25), d.h. schwerste kriegsverbrechen die sich durch absolut gar nicht relativren oder leugnen lassen. für deutsche kriegsverbrechen gilt selbstverständlich das gleiche. --131.173.252.9 21:19, 11. Apr 2006 (CEST)

wenn dies sachdienlich ist dann auch zum quellenstudium. ich werde es nochmal nachschlagen hebe das buch "der brand" von jörg friedrich hier. zu deinem zweiten Teil der krieg der von der deutschen bevölkerung ausging, ich würde wohl sagen von der deutschen führung (es gab deutsche die sozialdemokraten, juden oder vertreter der bekennenden kirche waren oder möchtest du diesen etwa absprechen teil der deutschen bevölkerung zu sein (kollektivschuldthesen haben einen zutiefst rassistischen Kern, ich halte sie per se für primitiv). zum thema britische Flächenbombardements kann man eigentlich nur sagen auch im krieg ist nicht jedes mittel recht. auf diesem grundgedanken beruht das gesamte moderne humanitäre kriegsvölkerrecht. 131.173.252.9 21:19, 11. Apr 2006 (CEST)

falsch friedrich hat ziemlich minutiös für nahzu jede größere stadt die verschieden angriffe beschrieben der kassel angriff 1943 gehört zu den schlimmsten des wk 2 mit mehr als 10.000 ziviltoten und ist sehr ausführlich beschrieben.--131.173.252.9 21:37, 11. Apr 2006 (CEST)

das ist richtig--131.173.252.9 21:50, 11. Apr 2006 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Schloss Wilhelmshöhe und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).