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Der Artikel Schrift gehört zur Kategorie: Schrift
Schrift dient der Kommunikation und der Konservierung von sprachlicher Information. Mit einem vereinbarten, festgelegten Zeichensystem werden Informationen auf einen Träger geschrieben und somit chiffriert und können von diesem wieder abgelesen, sprich dechiffriert werden.
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Schriftsysteme der Welt Bildherkunft |
Schrift bedeutet umgangssprachlich auch ein Schriftsystem (lateinische Schrift, chinesische Schrift etc.), eine Schriftart (gestalteter Zeichensatz, Typografie), eine Schriftdatei (Computertechnik), eine Handschrift (Schriftbild : „Ich kann deine Schrift nicht lesen.“), schriftliche Werke („Goethes Schriften zur Farbenlehre“) und religiöse Texte („Heilige Schrift“).
Siehe auch: Inschrift, Blindenschrift
Definition
Man unterscheidet:- Alphabetschrift – die grundlegende Beziehung hier ist: Ein Zeichen entspricht einem Laut (bzw. Phonem).
- Silbenschrift – hier entspricht weitgehend ein Zeichen einer Silbe.
- Logogramme – ein Zeichen steht hier in der Regel für ein Wort bzw. für eine Aussage oder Anweisung.
Alphabet- und Silbenschriften sind mehr oder weniger phonologisch, also lautbasiert. Logogramm- oder Ideogramm-Schriften sind hingegen eher bedeutungsbasiert: Das Schriftzeichen entspricht eher einer bestimmten Bedeutung als einem bestimmten Laut. Beispiele für eine solche Schrift sind die arabischen Ziffern (1,2,3 ...), mathematische Symbole, Verkehrszeichen, Piktogramme, Gefahrensymbole. Diese sind international, also über Sprachgrenzen hinweg, verständlich.
Bei den Alphabetschriften unterscheidet man zwischen Alphabetschriften im engeren Sinne und Konsonantenschriften, bei denen nur die Konsonanten bezeichnet werden. Bei den Ersteren lässt sich noch zwischen solchen unterscheiden, in denen jeder Laut ein gleichberechtigtes Zeichen erhält, wie in der lateinischen Schrift, und solchen, in denen Vokale als obligatorische Hilfszeichen von Konsonanten auftauchen, wie in indischen Schriften. Diese sind also in gewisser Weise das Bindeglied zwischen Alphabetschriften im engeren Sinne und Konsonantenschriften, in gewisser Weise auch zu den Silbenschriften. Manche Sprachen nutzen gemischte Schriften, die Züge von zwei oder allen drei Schriftsystemen haben, oder mehrere Schriften nebeneinander.
Eine Besonderheit bilden die Geheimschriften, die zur verschlüsselten Informationsübertragung verwendet werden.
Schriftklassen
| Schrifttyp | Symbolbedeutung | Beispiele | Erläuterung |
|---|---|---|---|
| Silbisch | Silbe | Katakana | Mit 1nem Schriftzeichen werden 1zelne Sprachsilben dargestellt. 8tung: im Deutschen schwierig |
| Alphabetisch | Phonem | Latein | Mit einem Schriftzeichen werden Phoneme (Vokale und Konsonanten) grob dargestellt |
| Abugida | Konsonant + Vokal, Vokal | Devanagari | M(a)i-t(a) e-i-n(a)e-m(a) Z(a)e-i-ch(a)e-n(a) w(a)-i-r(a)-d(a) e-i-n(a)e S(a)i-l(a)-b(a)e da-r(a)-g(a)e-s(a)-t(a)e-l(a)-t(a) |
| Abjad | Konsonant | Arabisch | Mt nm Schrftzchn wrdn d knsnntschn Phnm drgstllt. D Vkl mssn glrnt wrdn |
| Phonetisch | Phonetische Funktion | Koreanisch, bopomofo | mit ainem sriftzaixen werden fonetise ainhaiten ainer spraxe dargestelt |
Keine natürliche Sprache läßt sich wirklich eindeutig einer dieser Schriftklassen zuordnen. Deutsch besitzt eine eher grobe und unsystematische Zeichen-Phonemzuordnung, anders als ungarisch, tschechisch oder spanisch. Das ist im englischen noch drastischer, weswegen Schriftenglisch spaßeshalber schon als Silbenschrift bezeichnet worden ist (Bekannt ist das englische Beispiel von George Bernard Shaw: "ghoti" = "fish"; "gh" wie in "enough", "o" wie in "women", "ti" wie in "nation"). Hebräisch hat die Darstellung von Vokalen durch ein Punktesystem mit aufgenommen, obwohl es eher eine rein konsonantische Schrift ist. Den Hieroglyphen sieht man die Herkunft aus einer Silbenschrift noch an, obwohl sie eine konsonantische Schrift sind. Nur künstliche Schriftsysteme können eindeutig klassifiziert werden, wie das internationale phonetische Alphabet (IPA), Bopomofo zur Darstellung der chinesischen Phoneme oder die Verschriftung von Plansprachen wie Esperanto.
Entwicklung
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Allegorisches Arrangement verschiedener historischer Schriften (Frontispiz von Carl Faulmanns Illustrierter Geschichte der Schrift, 1880) Bildherkunft |
Vor der Entwicklung der Schrift war Jahrtausende lang die mündliche Überlieferung von wesentlichen Inhalten üblich. Sie barg schon immer gewisse Risiken in sich. Eine mögliche Sinnentstellung des ursprünglichen Quelleninhaltes und das Weglassen oder Hinzufügen von Inhalten sind in der mündlichen Vermittlung des jeweils einzelnen Erzählers immanent enthalten. Psychologische, soziale und kulturelle Faktoren spielen bei der mündlichen Überlieferung eine wesentliche Rolle. Weltweit wurden seit jeher überlebenswichtige Informationen, aber auch geheimes Wissen, Rituale, Mythen, Legenden und Sagen mündlich weitergegeben (wie u.a. die Geschichte von der großen Sintflut), die einen ähnlichen Kern aufweisen, in ihren Details aber beträchtlich voneinander abweichen können.
Auch heute noch existieren Kulturen, in denen die mündliche Überlieferung von Traditionen und Wissen üblich ist. Bei den Aborigines in Australien steht das mündliche Zeugnis sogar im Vordergrund, obwohl sie in engem Kontakt mit einer schreibenden Kultur stehen. Die wortwörtliche Wiedergabe an nachfolgende Generationen trägt dazu bei, eigene Kultur und Werte zu bewahren, und charakterisiert zugleich eine Besonderheit dieser Kultur.
Gemeinsam mit der Fähigkeit des Lesens bilden Schreiben, Schrift und Rechnen, in den Industrieländern, einen wesentlichen Teil von Tradition, Kultur und Bildung. Die Erfindung der Schrift gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation, da sie die Überlieferung von Wissen und kulturellen Traditionen zuverlässig über Generationen hinweg erlaubt, und deren Erhaltung (je nach Qualität des beschrifteten Materials und natürlich auch der Umstände) über einen langen Zeitraum garantiert. Alle bekannten Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Indus-Kultur, Reich der Mitte, Amerika) werden mit der Verwendung der Schrift in Verbindung gebracht.
Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals verwendet wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der so genannten Uruk-III-Schicht. Sie werden somit ins 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die verwendete Schrift lässt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift im strengen Sinne als sumerisch zu bezeichnen. Nur wenige Forscher glauben, dass es sich bei den Symbolzeichen der Vinča-Kultur, die in das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden, um eine tatsächliche Schrift handelt. Die ägyptischen Hieroglyphen werden oft als eine aus Vorderasien importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und er vermutet eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika (Maya) wurde die Schrift ebenfalls unabhängig entwickelt. Beim ersten bekannte Schriftzeugnis Mittelamerikas handelt es sich um einen in Veracruz entdeckten Steinblock, in den insgesamt 62 Symbole eingeritzt sind; einige dieser Zeichen fanden sich auch auf Funden, die Forscher der Kultur der Olmeken zuordnen. Derzeit geht man davon aus, dass die 12 kg schwere Schrifttafel rund 3.000 Jahre alt ist.
Andere Ausprägungen der Schrift sind meistens direkte Übertragungen von einer Kultur zu einer anderen (etwa die Entwicklung des lateinischen aus dem griechischen Alphabet). In einigen Fällen hat die Beobachtung, dass eine fremde Kultur eine Schrift besitzt, die Entwicklung einer eigenen Schrift bewirkt (z.B. die Koreanische Schrift oder die Silbenschrift der Cherokee).
Die Geschichte der Schrift ist nicht nur als eine Geschichte der Fixierung von Sprache zu sehen. Es ist damit zu rechnen, dass es auch eine eigene Geschichte der Symbole, Zeichen und Schriftzeichen gibt. Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ca. 20 000 Jahren voraus. Auch dort wurden bereits abstrakte Zeichen verwendet, die wohl magischen und symbolischen Charakter hatten. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen diese Zeichen und Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann allerdings erst gesprochen werden, wenn ein festgelegtes Zeichensystem zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagen kann, dass sie zum Zählen dienten, der wahrscheinlich wichtigsten Grundlage einer echten Schriftentwicklung. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi genannt, woraus sich das französische calcul (Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.
Zur Entwicklung der Schreibschrift in Deutschland
siehe auch: Schreibschrift
Entzifferung alter Schriften
Eine besondere Herausforderung stellt die Entzifferung alter Schriften dar. Oft gelingt sie, wenn ein Text mit Übersetzungen gefunden wird, oder wenn man die Sprache oder einen Dialekt der Sprache kennt. Viele Schriften konnte man entziffern, eine Reihe geben aber noch Rätsel auf.Siehe auch Geschichte der Schrift
Schriftanordnung
Man kann Schriften anhand der Richtung, die ihnen beim Schreiben zugrunde liegt, unterscheiden, und zwar waagerechte in linksläufige (z.B. das Arabische), rechtsläufige (das Lateinische) und bustrophedone (wechselnd von rechts nach links und von links nach rechts) Schriften, sowie senkrechte in abwärts (Schriften des chinesischen Kulturkreises, Mongolisch) und aufwärts (einige philippinische Schriften, historische Notation für Militärtrommel) geschriebene. Bei den senkrechten Schriften ist wiederum zu unterscheiden zwischen solchen, bei denen die Spalten von rechts nach links verlaufen (chinesisch u.a.) und solchen, bei denen die Spalten von links nach rechts verlaufen (mongolisch). Bei waagerechten Schriften verlaufen die Zeilen in der Regel von oben nach unten. Die Seiten in Büchern werden so geblättert, dass bei linksläufigen Schriften von rechts nach links, bei rechtsläufigen von links nach rechts geblättert wird. Bei senkrecht geschriebenen Schriften entscheidet die Richtung der Spalten analog über die Richtung des Blätterns.Schriftklassifikation
In der westlichen Welt gibt es verschiedene Schriftklassifikationsmodelle, die voneinander teilweise erheblich abweichen. Davon sind in Deutschland insbesondere zwei Modelle gebräuchlich.DIN 16518
Die Norm DIN 16518 aus dem Jahr 1964 teilt Bleisatzschriften in elf Gruppen ein:- Venezianische Renaissance-Antiqua (Stichwort Antiqua)
- Französische Renaissance-Antiqua
- Barock-Antiqua
- Klassizistische Antiqua
- Serifenbetonte Linear-Antiqua (Egyptienne)
- Serifenlose Linear-Antiqua (Grotesk)
- Antiqua-Varianten
- Schreibschriften
- Handschriftliche Antiqua
- Gebrochene Schriften
- Fremde Schriften
Die Schriftklassifikation entspricht dabei der historischen Entwicklung und berücksichtigt besonders detailliert die im deutschen und westeuropäischen Sprachbereich üblichen lateinischen Schriften. In anderen Ländern gibt es vergleichbare Einteilungen.
Da das DIN-Model nicht perfekt ist, gibt es viele weitere Versuche einer Schriftklassifikation. Die bekannteste ist die von Prof. Hans-Peter Willberg vorgeschlagene Klassifikation, die zwischen dynamischen und statischen Schriften unterscheidet und dann noch feinere Unterscheidungen macht. Der Willberg-Schüler Ralf de Jong hat eine darauf aufbauende, weiterführende Matrix entwickelt. Ein weiteres Schriftklassifikationsmodell wurde von Wolfgang Beinert erarbeitet. Sie ordnet westeuropäische Druck- und Bildschirmschriften sowie Bildzeichen in eine Matrix von neun Hauptgruppen.
Grammatologie
Jacques Derrida hat auf die philosophischen Implikationen der Schrift verwiesen - eine Temporalisation und Verhandelbarmachung der - scheinbar - unmittelbar und unschuldig ihr Signifikat bezeichnenden Begriffe. Damit ist die Schrift in Spannung zu den Konzepten des Logo- und Phonozentrismus; dies mit Auswirkungen insbesondere für Metaphysik, Ontologie und Theologie.vgl. hierzu auch Heilige vs. unheilige Schrift, ed. Martin A. Hainz. In: TRANS · Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Nr 16/2005
Siehe auch
- Schriftsprache, Medientheorie
- Portal:Schrift
- Alphabet, Analphabetismus, Buchdruck, Typografie
- Manuskript, Orthografie, Schreiben, Schreibschrift
- Schriftreform, Schriften der Welt, Sonderschrift, Geschichte der Schrift
Literatur
- Herbert E. Brekle: Vom Rinderkopf zum Abc. Spektrum der Wissenschaft. 2005,4, 44 - 51.
- Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. Alfred Kröner, Stuttgart 1983. ISBN 3-520-45201-4
- Florian Coulmas: The Blackwell Encyclopedia of Writing Systems. Blackwell, New York, 1996. ISBN 0-631-21481-X
- Florian Coulmas: Writing Systems. An Introduction to their linguistic analysis. Cambridge University Press, Cambridge 2003. ISBN 0-521-78737-8
- Werner Ekschmitt: Das Gedächtnis der Völker. Hieroglyphen, Schriften und Schriftfunde. Heyne, München 1980. ISBN 3-453-01058-2
- Ernst Doblhofer: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1993. ISBN 3-15-008854-2
- Carl Faulmann: Schriftzeichen und Alphabete aller Zeiten und Völker, 2. Aufl., Wien 1880. Reprint Weltbild, Freiburg 2003. ISBN 3-8289-0799-7
- Karoly Földes-Papp: Vom Felsbild zum Alphabet - die Geschichte der Schrift von ihren frühesten Vorstufen bis zur modernen lateinischen Schreibschrift. Chr. Belser, Stuttgart 1966. ISBN 3-811-20007-0
- Harald Haarmann: Geschichte der Schrift. C. H. Beck, München 2002. ISBN 3-406-47998-7
- Harald Haarmann: Universalgeschichte der Schrift. Campus, Frankfurt/Main-New York 1990. ISBN 3-593-34346-0
- Hans Jensen: Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart. Augustin, Glückstadt 1935. (3.Aufl. Dt. Verl. d. Wiss., Berlin 1969, 1987). ISBN 3326002327
- Werner König: dtv-Atlas zur deutschen Sprache. Tafeln und Texte. dtv, München 1985. ISBN 3-423-03025-9
- Andrew Robinson: Die Geschichte der Schrift. Albatros, Düsseldorf 2004. ISBN 3491961297
- Martin Kuckenburg: ...und sprachen das erste Wort. ECON Düsseldorf 1996. ISBN 3-430-15771-4
Weblinks
- decodeunicode Alle heute auf dem Computer verfügbaren Schriften
- Der Wiener Altorientalist und Archäologe Gebhard Selz über die Anfänge der Schrift
- Typografie, Schrift und Gestaltung
- Alphabete, Typologie, Typografie, Schriftkunst, Glossar
- Exotische Schriften lernen - leicht gemacht
- Typologie der Schrift
- Rechtlicher Schutz von Schriften und Schriftzeichen
- Wolfgang Beinert: Typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
- Omniglot Umfangreiche Seite über die Schriften dieser Welt
Download von Schriften
- Omniglot
- Schriften für Fremdsprachen (Zahlreiche Schriftarten für über 40 Sprachen)
zh-min-nan:Bûn-jī hē-thóng
Diskussion der Autoren über den Artikel: Schrift
Dekodierung
Es fehlt eventuell noch ein Punkt zur Entzifferung (Dekodierung) alter Schriften. Leider kann ich das nicht selbst machen, weil ich auf diesem Gebiet kein Spezialist bin. Bernd --Hutschi 16:31, 25. Mär 2004 (CET)
- Du hast völlig recht ... Bei dem Artikel fehlt allerdings noch einiges ... :-) Das müßte eigentlich längst ein Mammut-Artikel sein, aber offensichtlich hat sich bisher niemand richtig an das Thema getraut. Ich widme mich jetzt erst einmal etwas der Geschichte der Schrift ... und dann nach und nach den anderen Bereichen ... Wenn Dich die Dekodierung interessiert, dann lies Dich doch ein wenig in das Thema rein, und schreib etwas eigenes dazu; Du mußt dazu kein Spezialist sein ... --HansG 19:01, 26. Mär 2004 (CET)
Platon
Sollten wir noch die vielzitierte Schriftkritik Platons einfügen (die Geschichte mit dem Gott Thot, der den Ägyptern die Schriftkunst als Geschenk brachte, was den Pharao aber nicht übermässig erfreute, da die Menschen dadurch verlernten, ihr Gedächnis zu gebrauchen...)??? Don.haraldo 20:39, 25. Jun 2004 (CEST)
Sollten wir vielleicht noch einen Absatz über die (derzeit noch kontrovers diskutierte) Schrift der Vinca-Kultur (engl.), die auch von Haarmanns "Geschichte der Schrift" als früheste Schriftform auf das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert wird? Ich kann gerne etwas beisteuern (schreibe gerade ein Buch über die Entwicklungsgeschichte der Kommunikationsmedien...) --Don.haraldo, 24. Juni 2004.
- Das wäre ein interessanter Punkt. --Hutschi 11:40, 24. Jun 2004 (CEST)
Die Phönizer haben das Alphabet nicht erfunden. Die ersten Anfänge sind im Sinai zu finden. So gegen 1800 v. Chr. Dann folgt ein etwas unklare Phase, aber um 1400 v. Chr. haben die Ugariter (heute Ras Schamra im nördlichen Syrien, an der Küste gelegen) bereits ein voll ausgeprägtes (Keilschrift-)Alphabet mit den Buchstabennamen, die später auch gebraucht wurden. Die Zeichen der "Sinai-Schrift" haben bereits deutliche Ähnlichkeit mit den späteren Buchstaben.
- Im Artikel zu Ugarit wird auf die dortige frühe Verwendung des Alphabets eingegangen. In diesem Artikel ("Schrift") fehlt leider noch die ganze Geschichte der Entwicklung des Alphabets. Von den Sinai-Schriften habe ich gehört, ich besitze jedoch keine fundierte Literatur dazu. Sind sie sicher datiert? Und vor allem: ist es schon eindeutig eine alphabetische Schrift? M.W. wurde letzteres auch bestritten. Aber wie erwähnt, kenne ich den neueren Stand der Forschung nicht. Vielleicht könntest Du den Artikel ergänzen? Gruss Minos 22:07, 15. Apr 2004 (CEST)
- Nach verschiedenen Quellen gehen alle heute verwendeten Alphabetschriften auf die phönizische Schrift zurück. Sollte man das erwähnen? (Das heißt aber nicht, dass die phönizische Schrift die erste Schrift war.) --Hutschi 08:47, 18. Jun 2004 (CEST)
Ich habe 2 mal Siehe auch aus folgendem Grund im Text eingefügt: Ich halte es sinnvoll Verweise, die eng mit dem Text verknüpft sind und weiterführende Hinweise erhalten direkt darunter anzugeben. Interessiert sich jemand für die Geschichte der Schrift soll er sofort wissen, wo er mehr dazu lesen kann. Unter Verweise muss er erst nach der entsprechenden Information suchen. Hier ist es in meinen Augen sinnvoll weiterführende Verweise, die nicht unmittelbar mit dem Sachverhalt zu tun haben (hier Buchdruck, Grafiker et cetera) aufzulisten. Acvtvs 12:21, 15. Jun 2004 (CEST)
Zur Schriftklassifikation nach DIN 16518 gibt es einen eigenen Eintrag. Muss die Klassifikation hier wiederholt werden?
Es wäre bei Schrift vielleicht auch noch gut die Entwicklung der Handschrift (oder vielleicht auch Druckschrift) zu beschreiben. Von Sütterlin und der Offenbacher Schrift (es gehört noch eine andere in den Bereich) bis zur latainischen Schrift. Und genauso vielleicht bei der Druckschrift.
Ein Beschreibung der Entwicklung ist auch in dem Artikel Ausgangsschrift gemacht und in Schreibschrift ist eine umfassende historische Behandlung gemacht.
änderung einleitung
einleitung neu: die hinweise auf den sprachgebrauch find ich gut. die definition war zu kompliziert und unvollständig, wenn ich diese einleitung lese, breche ich ab, weil ich befürchte,vom hundersten ins tausendste zu kommen. ich will ja nur wissen, was ‚schrift‘ ist und nicht, was es sonst noch so alles gibt. ‚erlernt‘ überflüssig, zeichen und symbole sind (in diesem kontext) dasselbe, träger und medium sind dasselbe, der link auf alphabet passt hier nicht, wegen nichtalphabetischer schriften der hinweis auf ‚ lesen‘ und ‚schreiben‘ in dieser form banal, scheint nur überleitung zur blindenschrift, kann aber alles dort erkärt werden. die links zu technik, reize, augen, sehbehinderte, lenken nur ab. --Ekuah 12:53, 24. Sep 2004 (CEST)Weblinks
Diese beiden fand ich aus verschiedenen Gründen weniger passend.- Typolex - Die Schrifternklassifikation und ihre Geschichte
- Günter Dreyer: Umm el-Qaab I: Das prädynastische Königsgrab U-j und seine frühen Schriftzeugnisse.
Möchte jemand für einen dieser Links sprechen?
Pjacobi 14:42, 29. Okt 2004 (CEST)
- Ich habe den Typolex Link nach DIN 16518 verschoben, da passt er sicher besser. Desweiteren plädiere ich dafür, den Abschnitt Schriftklassifikation komplett zu streichen und nur einen Link unter Verweise einzufügen. Die enggefasste deutsche Schriftklassifikation passt einfach nicht zu diesem weitgefassten Artikel. --BK 15:33, 29. Okt 2004 (CEST)
Hätte eine Frage
Hey Leute, ich hätte da eine Frage kann mir jemand Informationen zu dem Thema "Entwicklung und Bedeutung der Schrift" besoorgen Unterpunkte sind --> -->Vorläufer und Formen der Schrift --> Überblick über technische Verfahren des Schreibens und Druckens --> Die Bedeutung der Schrift für unsere Kultur --> Analphabetismus in Deutschland
Hätte eine Frage
Hey Leute, ich hätte da eine Frage kann mir jemand Informationen zu dem Thema "Entwicklung und Bedeutung der Schrift" besoorgen Unterpunkte sind --> -->Vorläufer und Formen der Schrift --> Überblick über technische Verfahren des Schreibens und Druckens --> Die Bedeutung der Schrift für unsere Kultur --> Analphabetismus in Deutschland.?????
Frage zur Karte: Malaysia
Auf der Karte ist Malaysia gruen gefaerbt, dort soll also die arabische Schrift benutzt werden. Soweit ich aber informiert bin, wird Malaiisch mit lateinischen Buchstaben geschrieben .... es gibt dort natuerlich auch eine grosse Minderheit Chinesen und Inder, die schreiben entsprechend in Chinesich oder Tamil ... aber auch kein arabisch!
Weiss jemand mehr?
folgende veränderung vorgenommen: ""Im 9. Jhd. v.Chr. übernahmen die Griechen die Buchstaben-Schrift der Phönezier, welche nur aus Konsonanten bestand. Von den Griechen wurde sie um die Vokale erweitert. Die Entwicklung des lateinischen geht aus dem griechischen Alphabet hervor."" (quelle: holger sonnabend, mensch und landschaft in der antike - lexikon, stuttgart/weimar 1999) bunnyfrosch
BKL
Es fehlt ein BKL für andere Bedeutungen von Schrift. z.b. Literarische Schrift, Schrift im Sinne von Aufsatz. Schrift (Literatur).
- Was ist ein "BKL"? --Hutschi 09:56, 11. Dez 2005 (CET)
Definition Schrift
Meiner meinung ist die Definition der SCHRIFT keine Definition sonder eine Einteilung in Schrift-Arten. Leider habe ich nirgendwo eine befrideigende Definition gefunden. M.E. ist Schrift sinngemäß:
"Schrift ist Gedanken oder Sprache zu konservieren, um sie selbst nicht zu vergessen, oder zu einem späteren Zeitpunkt anderen mitzuteilen. Wesentlich dabei ist, die Vereinbarung wofür ein bestimmtes normiertes Gebilde steht. D.h. derjenige der schreibt, muss seine Sprache oder Gedanken in einer vereinbarten Form verfassen, so dass andere aus dem Gebilde den ursprünglichen Sinn auch wieder ableiten können"
Schriftrichtung
Brauche etwas zur Schriftrichtung. Hier oder eigener Artikel? --Media lib 17:54, 20. Jan 2006 (CET)Schriftfamilien
| Schrifttyp | Symbolbedeutung | Beispielschrift |
|---|---|---|
| Silbisch | Silbe | Katakana |
| Abugida | Konsonant + Vokal, Vokal | Devanagari |
| Phonetisch | Phonetische Funktion | Koreanisch |
Wo ist der Unterschied zwischen den drei Kategorien? Die Katakana-Silben sind auch aus Konsonant + Vokal gebildet. „Phonetische Funktion“ paßt auf alle drei Beispiele. --Mkill 20:09, 5. Mär 2006 (CET)
Schriftklassifikation?
Hier geht es doch eher um die Klassifikation von Schriftschnitten / Schriftarten? Unter Schrift verstehe ich das auf jeden fall nicht. Buzi 16:14, 4. Aug 2006 (CEST)Ja, der Artikel leidet noch total an mangelnder Begriffsdiffenzierung, verschiedene Schriftbegriffe, die eigener Artikel bedürften, gehen unversehens durcheinander. Nur mal zur Anregung (da ich jetzt nicht die Zeit habe etwas zu schreiben): Schrift als allgemeines System, etwas niederzuschreiben (z.B. Notenschrift, Tanzschrift, Phonograph etc.); Schrift als System, Sprache aufzuzeichnen (Alphabet, Hieroglyphen, Kanji etc.); Schrift als konkrete für eine Sprache in einer Epoche verwendete Kodierung (z.B. Japanische Schrift, heute ein Gemisch aus chinesischer Bedeutungsschrift, japanischer Silbenschrift und indisch-arabischen Zahlen, gelegentlich auch lateinischen Buchstaben); Schrift als konkrete Form eines Kodierungssystems (Blockschrift, Druckschrift, Schreibschrift); Schrift im Sinne von "Type" der Drucker bzw. "Font" beim Computer; Schrift im Sinne von "Handschrift".
Der in der Tabelle unter Schriftfamilien erwähnte Artikel über Abjad ist leider nicht unter dem Namen Abschad zu finden, sondern unter dem Namen Konsonantenschrift. Abschad behandelt keine Konsonantenschriften sondern eine zahlenmystisches System bsaierend auf dem arabischen Alphabet --Brf 08:20, 24. Nov. 2006 (CET)
Vielleicht trägt es zur Klärung bei, wie vorgeschlagen, im deutschen die Idee hinter den Klassen zu symbolisieren (1 für ein, konsonantische Schrift) --Brf 08:30, 24. Nov. 2006 (CET)
Und ich würde auf jeden Fall Schriftklassen wählen, denn unter Schriftfamilien versteht man normalerweise verwandte Schriften (alle lateinischen Alphabete, Chinesisch und janpanische Kanjis...) und in der Satzkunst zusammen einsetzbare Schriften wie die Antiqua-schriften...
--Brf 08:32, 24. Nov. 2006 (CET)
Toter Weblink
Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich down ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!
--Zwobot 14:31, 27. Nov. 2006 (CET)
Wieso??? Der Link geht doch Nach Klicken erscheint
Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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DIN 476 A Papierformate DIN 476 B Papierformate DIN 476 C Papierformate DIN 476 Lang Papierformat DIN 16518 Schriftklassifikation DIN-, ISO- und OCR-Schriften nach DIN 1451, 30640, 6776, 66008 und ISO 8859-1–9 Matrix Beinert
Ist Ihre gesuchte Seite oben nicht aufgelistet, dann sehen Sie bitte im Index nach.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin Wolfgang Beinert
--Brf 09:54, 28. Nov. 2006 (CET)



