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Rolle
Der Artikel Solanin gehört zur Kategorie: Chemische Verbindung, Chemische Verbindung, Alkaloid, Glykosid
| Strukturformel | |
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| Allgemeines | |
| Name | Solanin |
| Andere Namen | Tomatin |
| Summenformel | C45H73NO15 |
| CAS-Nummer | 20562-02-1 |
| Kurzbeschreibung | |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 868,04 g·mol-1 |
| Schmelzpunkt | ca. 285 °C |
| pKs-Wert | |
| Löslichkeit | |
| Sicherheitshinweise | |
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| R- und S-Sätze | R: 23/25 S: 1-25-45 |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |
Solanin, besser α-Solanin, ist ein Steroidalkaloidsaponin des Steroidalkaloids Solanidin mit dem Trisaccharid Solatriose, das aus Glucose, Galactose und Rhamnose besteht. Es wurde erstmals 1820 von Desfosses aus den Beeren des Schwarzen Nachtschatten (Solanum) isoliert, nach dem es benannt wurde. Der systematische Name des α-Solanins nach IUPAC-Nomenklatur lautet Solanid-5-en-3β-yl-O-α-L-rhamnopyranosyl-(1→2)-O-β-D-glucopyranosyl- (1→3)-β-D-galactopyranosid.
Vorkommen
Es ist vor allem in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten enthalten und wird fälschlicherweise auch als Tomatin bezeichnet. Die höchsten Werte erreichen Frühkartoffeln und der grüne Anteil der Tomate. Werden die Kartoffeln lange Zeit Licht ausgesetzt, steigt der Solaningehalt an.Ahmed S.S., Müller K.: . Potato Research. 1981 24;1:93-99. SpringerLink Auch in geschälten rohen Kartoffeln steigt der Gehalt leicht, weil weiteres Solanin zur Bekämpfung von Fäulniserregern produzieren.
Der Solaningehalt von Kartoffeln war früher wesentlich höher als heute. Noch in einer Studie vom Mai 1943 wurde der Solaningehalt (Gesamtgehalt) von Kartoffeln der Sorte Voran noch mit 32,5 mg/100 g angegeben, wobei kleine grüne Kartoffeln bis zu 55,7 mg/100 g erreichten. Hingegen konnte der Gehalt durch sehr starke Belichtung und ergrünen nur unwesentlich gesteigert werden.W. Lepper: . [LINK] Modernere Kartoffelsorten weisen einen Solaningehalt von 3-7 mg/100 g in der Schale auf, der Gehalt im Kartoffelkörper ist vernachlässigbar gering. Unreife Tomaten haben einen Gehalt von 9 - 32 mg/100g.
Solaninvergiftung
Die Solaninvergiftung spielt durch die geringen Konzentrationen in heutigen Nahrungsmitteln kaum noch eine Rolle. Erste Vergiftungserscheinungen des Alkaloids treten beim Menschen nach der Aufnahme von 25 mg in den Körper auf, was mit dem Genuß von 500 bis 800g rohen Kartoffelschalen oder ca. 2 Kilo roher Kartoffeln erreicht wird. Es verursacht Brennen und Kratzen im Hals, Durchfall, Übelkeit, bei zunehmend steigender Dosis Benommenheit, Angstzustände, Schweißausbrüche, Atemnot, Bewusstlosigkeit und Krämpfe (diese Symptome werden auch als Solanismus beschrieben). Eine Dosis von 400 mg, die in ca. 8 kg heutigen rohen Kartoffelschalen enthalten ist, kann tödlich sein. Diese Dosis wurde bei älteren Kartoffelsorten durch den Genuß der Schalen von ungefähr 1,2 kg Kartoffelkörpern erreicht, was von einem erwachsenen Menschen durchaus gegessen werden kann.
Solanin zerfällt bei der Zubereitung nicht, sondern geht teilweise in das Kochwasser über. Aus der Oberfläche geht durch Kochen rund ein Drittel, durch Braten rund die Hälfte des Solanins verloren. Der Solaningehalt kann durch abschneiden von grünen Stellen und Keimen weiter verringert werden. Da die grüne Farbe vom Chlorophyll stammt und dessen Zunahme nicht direkt mit der Biosynthese des Solanins zusammenhängt, können auch unverfärbte Kartoffeln eine erhöhte Solanin-Konzentration aufweisen. Die derzeit am Markt erhältlichen Kartoffelsorten haben jedoch bei normaler Qualität und unter üblichen Bedingungen keinen gesundheitlich bedenklichen Glykoalkaloid-Gehalt Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz: Solanin (Glykoalkaloide) in Kartoffeln.
Eingelegte grüne Tomaten sollten nur in geringen Mengen genossen werden, da auch durch Einlegen kein Solanin abgebaut wird. Bereits der Verzehr von ca. 300g kann Übelkeit erzeugen.
Quellen
Diskussion der Autoren über den Artikel: Solanin
Langzeitschäden
Wie sieht es mit Langzeitschäden durch Solanin-Intoxikation aus? Wird es abgelagert im Körper? --130.226.173.20 23:09, 10. Mai 2005 (CEST)- Es gibt weder Schäden noch Langzeitschäden durch Solanin. 217﹒125﹒121﹒169 00:03, 15. Okt. 2006 (CEST)
Kartoffelzubereitung
Sollte man also lieber nicht Kartoffeln in wenig Wasser kochen, weil ja wenig Wasser weniger Solanin aufnehmen kann als viel? An welcher Stelle der Kartoffel ist das meiste Solanin? Sind Pellkartoffeln gefährlicher? Saxo 13:27, 3. Okt 2005 (CEST)- Kartoffeln sind nicht gefährlich. Europäer haben sich durch die Giftkurve gegessen und können ein Kilo aus rohen Kartoffeln zubereitete Bratkartoffeln essen. 217﹒125﹒121﹒169 23:58, 14. Okt. 2006 (CEST)
- Belege, bitte. Wo hast Du das mit der "Giftkurve" her? -- Ayacop 09:52, 15. Okt. 2006 (CEST)
- Du brauchst einfach nur Bratkartoffeln zu essen. Oder mal durchzählen, wer in letzter Zeit an Kartoffelvergiftung gestorben ist. 217﹒125﹒121﹒169 11:02, 16. Okt. 2006 (CEST)
Bocksdorn und Solanin
Der Artikel widerspricht sich mit dem späteren und mit Quellen belegten Artikel über Bocksdorn. Laut giftpflanzen.com ist Solasodin das einzige Steroidalkaloid im Bocksdorn; dort heißt es auch, dass nur ein einziger Experte die Giftigkeit des Bocksdorn behauptet. Ich bin daher dafür, den Verweis auf Bocksdorn im Solanin-Artikel zu entfernen, und mache das jetzt. --Ayacop 17:15, 1. Apr 2006 (CEST)
Neutralität
Dieser Artikel stellt Solanin überzogen als Gift dar. Die Verunsicherten Anfragen auf der Disk zeigen das auch. Solanin ist in Konzentrationen, die in Kartoffeln auftreten, für normale trainierte Europäer, die von Kind an Kontakt damit hatten, völlig ungefährlich. Der Genuß von mehreren rohen grünen Kartoffeln macht lediglich einen "schweren Magen", wie man selbst nachprüfen kann wenn man will. Die Zubereitungshinweise (Stellen weg schneiden, keine grünen Anteile von Tomaten essen usw) gehören in den Bereich der Mythen und Märchen. In Griechenland werden Tomaten überwiegend in grünem und rötlichem Zustand gegessen. Langzeitschäden sind von Solanin außerdem unbekannt.
Nur untrainierten Asiaten, die nie mit Solanin in Kontakt kamen, können beim Genuß mehrere grüner roher Kartoffeln Probleme bekommen. Gekochte Kartoffeln sind für alle Menschen ungefährlich. Ein Europäer kann aus rohen Kartoffeln zubereitete Bratkartoffeln essen, denen überhaupt kein Solanin entzogen wurde und bekommt höchstens etwas Magendrücken. 217﹒125﹒121﹒169 23:56, 14. Okt. 2006 (CEST)
- Du kannst das sicher auch alles belegen, ja? -- Ayacop 09:51, 15. Okt. 2006 (CEST)
- Ungeachtet der Quellenlage haben How-to-Anweisungen (...geschälte rohe Kartoffeln...) im Abschnitt Vorkommen nichts verloren, ebensowenig bei der biologischen Bedeutung. Dort ist auf diese (Hemmung der Enzyme Butyryl- und Acetyl-Cholinesterase) einzugehen. Die gesamte Kartoffelkocherei in einen eigenen Abschnitt auslagern und dann möglichst belegen (ohne Kochforen). --YourEyesOnly YourEyesOnly 09:43, 16. Okt. 2006 (CEST)
Die Zahl der Solaninvergiftungen in meinem Bekanntenkreis ist sehr klein (0) und wir fressen Kartoffeln in allen Varianten und Mengen. Ich habe schon Klöße aus Karftoffeln gemacht, die so grün waren wie das Gras auf der Wiese und nichts ist passiert. 172.208.91.25 10:58, 16. Okt. 2006 (CEST)
- Ich habe die Stelle mit Beleg überarbeitet. So in Ordnung? --08-15 23:23, 21. Okt. 2006 (CEST)
- Danke! Schön! -- Ayacop 09:20, 22. Okt. 2006 (CEST)
- Nein, so war es nicht in Ordnung. Handlungsanweisungen sind nicht zulässig. (was man tun soll) Ich habe den Artikel noch einmal überarbeitet und Zahlen genannt. 217﹒125﹒121﹒169 14:48, 12. Nov. 2006 (CET)


