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Der Artikel Sozialdemokratische Arbeiterpartei gehört zur Kategorie: Deutsche Partei (historisch), Marxismus in der Arbeiterbewegung, 1869
Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) war eine von mehreren Vorläuferparteien der bis heute bestehenden Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Sie wurde am 8. August 1869 auf wesentliche Initiative von August Bebel und Wilhelm Liebknecht zusammen mit den Delegierten zweier Arbeitervereine in Eisenach gegründet.
Die SDAP ging aus der seit 1866 bestehenden Sächsischen Volkspartei, einem Bündnis zwischen radikaldemokratisch-linksliberalen und sozialistischen Arbeiterbildungsvereinen hervor, und vertrat in ihrem Eisenacher Programm eine am revolutionären Marxismus ausgerichtete politische Linie, die sich unter anderem gegen die monarchistischen von Preußen dominierten Tendenzen im Norddeutschen Bund, dem Vorläufer des 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreichs, richtete.
283 Teilnehmer aus ganz Deutschland trafen sich auf dem Gründungskongress in Eisenach. Sie waren Mitglieder des von Bebel und Liebknecht seit 1867 geführten Verbandes Deutscher Arbeitervereine und des von Ferdinand Lassalle 1863 gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Von über 155.000 organisierten Arbeitern hatten sie das Mandat, die Sozialdemokratische Arbeiterpartei zu gründen.
Zum Vorsitzenden der neuen Partei wurde August Bebel gewählt.
Das publizistische Parteiorgan der SDAP wurde zunächst unter dem Namen "Demokratisches Wochenblatt" und wenig später unter dem Titel "Der Volksstaat" dreimal wöchentlich herausgegeben.
Auf dem Gothaer Parteitag im Jahre 1875 vereinigte sich die Sozialdemokratische Arbeiterpartei mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein unter dessen letztem Präsidenten Wilhelm Hasenclever zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), die sich im Jahre 1890, nach der Aufhebung der von 1878 bis 1890 geltenden repressiven Sozialistengesetze, schließlich in SPD umbenannte.
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