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Der Artikel Spanischer Erbfolgekrieg gehört zur Kategorie: Spanischer Erbfolgekrieg, Friedensvertrag
Der Spanische Erbfolgekrieg (1701−1714) war ein Kabinettskrieg, der um das Erbe des letzten spanischen Habsburgers, König Karl II. von Spanien, geführt wurde. Eine Allianz um die österreichischen Habsburger und England kämpfte gegen eine durch Frankreich angeführte Kriegskoalition. Letztlich gelang es Frankreich, mit Philipp V., die bis heute amtierende Dynastie der Bourbonen auf den spanischen Thron zu bringen. Fast alle an dem Krieg beteiligten Mächte hatten am Ende des Krieges zumindest Teilerfolge erzielt.
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Schema Spanische Erbfolge.svg Bildherkunft |
Kriegsanlass
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Karl II. von Spanien (1661-1700) Bildherkunft |
In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die spanische Thronfolge zum Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit der europäischen Diplomatie, da mit dem Tode des kinderlosen Königs Karl II. das Erlöschen der spanischen Linie des Hauses Habsburg bevorstand. Im Mittelpunkt der Überlegungen standen drei potentielle Erben:
- Philipp von Anjou war der zweite Sohn des Dauphin Ludwig und Enkel von Ludwig XIV. von Frankreich, der ihn als Thronerben lancierte. Sein Thronanspruch stützte sich auf den Umstand, dass seine Urgroßmutter die spanische Infantin Anna von Österreich, eine Tochter Philipps III. von Spanien und seine Großmutter, die Gemahlin Ludwigs XIV., die älteste Tochter des spanischen Königs Philipp IV. war. Damit erbte Philipp von Anjou von seiner Großmutter Maria Theresia den ihr als Erstgeborener laut spanischem Erbrecht nach dem Tod des männlichen Nachfolgers zustehenden Erbanspruch. Die Gegner Philipps von Anjou, die ein Übergewicht Frankreichs durch die Vereinigung der gewaltigen Ressourcen Spaniens und Frankreichs fürchteten, wiesen diesen Anspruch mit der Begründung ab, dass Maria Theresia bei ihrer Heirat mit Ludwig XIV. auf ihr Erbe verzichtet hätte. Ludwig XIV. ließ diesen Erbverzicht allerdings auf Grundlage des Pyrenäenfriedens für ungültig erklären, da die im Heiratsvertrag von 1659 mit dem Erbverzicht fest verknüpften Mitgiftzahlungen von 500.000 Goldecu seitens Spanien nie erfolgt waren. Daher, so die französische Seite, war der Verzicht unwirksam und Maria Theresia vererbte ihren Erbanspruch als älteste Tochter der spanischen Krone automatisch an ihre männlichen Nachkommen mit Ludwig XIV.
- Erzherzog Karl war der zweite Sohn von Kaiser Leopold I. und wurde von diesem als Erbe des spanischen Zweigs der Habsburger auserkoren, während sein älterer Bruder Joseph I. die deutsch-römische Kaiserkrone erbte. Auch Erzherzog Karl war mit dem spanischen Thron eng verwandt, da sein Vater, wie Ludwig XIV., ein Enkel Philipps III. von Spanien und Gemahl Margarita Theresas, der jüngeren Tochter Philipp IV., war. Karls Ansprüche auf das spanische Erbe stützten sich damit nicht nur auf die allgemein bestehenden Erbansprüche des Hauses Habsburg als Nebenlinie der spanischen Monarchie. Sie basierten ganz konkret auf den verwandtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen seiner Mutter Margarita Theresa, die anders als ihre Schwester Maria Theresia bei ihrer Heirat nicht auf ihr Erbe verzichtet hatte. Doch auch bei diesem potenziellen Erben bestand die Gefahr eines zu großen Machtübergewichts, da bei diesem Erbfalle alle habsburgischen Lande wieder in ein Haus zusammen gekommen und nach dem überraschenden Tod Joseph I. 1711 in einer Hand vereint gewesen wären.
- Der dritte Kandidat für das spanische Erbe war der Kurprinz Joseph Ferdinand von Bayern. Er war der Sohn des Kurfürsten Maximilian II. Emanuel von Bayern und dessen erster Ehefrau, Maria Antonia, der Tochter Leopolds I. und dessen erster Gemahlin, der Infantin Margarita Teresa von Spanien. Als Urenkel Philipps IV. von Spanien konnte er damit ebenfalls Ansprüche auf den spanischen Thron erheben, was ihm allerdings nicht viel nutzte, da er 1699, also ein Jahr vor Karl II. verstarb.
Die Seemächte England und die Generalstaaten, in Personalunion regiert durch Wilhelm III. von Oranien, präferierten die Nachfolge durch den bayerischen Prinzen. Es schien dies die einfachste Möglichkeit zu verhindern, dass die spanische Monarchie samt ihren reichen Kolonien komplett an Frankreich oder an die österreichischen Habsburger fiel. Um diese beiden Mächte für ihre Ansprüche zu entschädigen, wurde ein umfangreicher Teilungsplan für die spanischen Besitzungen in den Niederlanden und Italien ersonnen.
König Karl II. ernannte dann auf starken diplomatischen Druck der Seemächte den jungen bayerischen Prinzen testamentarisch zu seinem Nachfolger in allen damals spanischen Landen. Als letzterer am 6. Februar 1699 plötzlich starb, schlossen Wilhelm III. und Ludwig XIV. am 2. März 1700 einen neuen Teilungsvertrag.
Danach sollte der Erzherzog Karl die spanische Krone, der Enkel des Königs Philipp von Anjou jedoch Neapel, Sizilien, Guipuzcoa und Mailand erhalten. Damit wäre der bereits seit den Italienkriegen des 16. Jahrhunderts gehegte Wunsch der französischen Könige nach der Hegemonie über Italien Wirklichkeit geworden. Da aber Leopold I. diesem Vertrag seine Zustimmung verweigerte, fühlte sich auch Ludwig XIV. nicht an ihn gebunden. Am Hof zu Madrid wirkte der kaiserliche Gesandte Graf Harrach gemeinsam mit der Ehefrau des Königs, einer Prinzessin von Pfalz-Neuburg, für den Erzherzog Karl. Der französische Gesandte Marquis v. Harcourt unterstützte die Ansprüche Philipp von Anjous. Am Ende setzte Karl II. durch Testament vom 2. Oktober 1700 Philipp von Anjou zum Erben der gesamten spanischen Monarchie ein.
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Ludwig XIV. erklärt seinen Enkel Philippe d'Anjou in Versailles zum neuen König von Spanien Bildherkunft |
Nach dem Tod Karls II. am 1. November 1700 nahm Ludwig XIV. das Testament nur zögerlich an, da ihm klar war, dass sowohl ein Akzeptieren, als auch eine Ablehnung des Testaments unweigerlich zum Krieg führen würde. Dennoch sah der französische König keine bessere Alternative und erlaubte seinem Enkel den spanischen Thron zu besteigen. Dieser ergriff als Philipp V. sofort vom spanischen Thron Besitz und zog schon am 18. Februar 1701 in Madrid ein. Anfangs erhob nur Kaiser Leopold hiergegen Protest und traf Vorbereitungen zum Beginn des Kriegs in Italien. Die Lage spitzte sich jedoch zu, nachdem französische Truppen die Besatzungen der Generalstaaten aus den ihnen vertraglich gesicherten Grenzfestungen im Süden der spanischen Niederlande (Barrière) vertrieben hatten.
Diplomatisch ungleich folgenreicher war jedoch der Umstand, dass Ludwig XIV. nach dem Tode des ehemaligen englischen Königs Jakob II. dessen Sohn aus zweiter Ehe mit der katholischen Maria Beatrix von Modena als König Jakob III. von England anerkannte. Damit war die Konfrontation zwischen England und Frankreich unausweichlich. Eine katholische Thronfolge in England war durch die aktive Unterstützung des Stuart-Prätendenten wieder in den Bereich des Möglichen gerückt. Dies umso mehr, als die künftige Königin Anne Stuart wenig Sympathien für das potentiell erbberechtigte Haus Hannover (genauer für: Sophie von Hannover, der Tante von Elisabeth-Charlotte von der Pfalz) hegte. Sie hätte unter bestimmten Bedingungen durchaus ihren Halbbruder als Nachfolger akzeptiert, zumal ihr eigener Gesundheitszustand die Geburt eines lebensfähigen Nachkommen immer zweifelhafter erscheinen ließ.
Um dem Hegemonialstreben Ludwigs XIV. entgegenzuwirken, kam es am 7. September 1701 auf Betreiben Englands zur Haager Großen Allianz. Obwohl König Wilhelm III. von England am 19. März 1702 starb, blieben sowohl England unter seiner Schwägerin, Königin Anne Stuart, welche von Marlborough und seiner Gemahlin Sarah Churchill beeinflusst wurde, als auch die von dem Ratspensionär Heinsius geführten Generalstaaten seiner Politik treu.
Frankreich hatte im Reich die beiden wittelsbachischen Brüder Maximilian II. Emanuel, den Kürfürsten von Bayern, und Joseph Clemens von Bayern, den Kurfürsten von Köln (samt dessen strategisch überaus wichtig gelegenem Bistum Lüttich), den Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel sowie in Italien das strategisch wichtige Herzogtum Savoyen unter Viktor Amadeus II., Schwiegervater sowohl des ältesten Sohns des Dauphin als auch von Philipp von Anjou, zu Verbündeten.
Kriegsverlauf
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Europa im Jahre 1700 Bildherkunft |
Die hauptsächlichen Kriegshandlungen fanden teilweise gleichzeitig im Süden des Deutschen Reichs, in Flandern und Brabant, in Oberitalien und Spanien statt. Der Spanische Erbfolgkrieg war auch eine der ersten Auseinandersetzungen, die zu gezielten kriegerischen Aktionen in den Kolonialgebieten der jeweiligen Mächte führte. Insbesondere der Krieg in Nordamerika, auch als Queen Anne's War bezeichnet, wurde in Form eines Stellvertreterkrieges durch die jeweiligen indianischen Hilfstruppen Englands bzw. Frankreichs geführt. Eine wirklich koordinierte globale Auseinandersetzung wurde erst mit dem Krieg um die Österreichische Erbfolge von 1740 bis 1748 und dem Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) erreicht.
Das Kriegsjahr 1701
Da Philipp V. vorerst in Spanien - und somit auch im Herzogtum Mailand - regierte und sich verschiedene italienische Fürsten, wie Viktor Amadeus von Savoyen und Carlo IV. Gonzaga, der Herzog von Mantua, mit den Bourbonen verbündeten, konnten französische Truppen fast ganz Norditalien bis zum Gardasee besetzen. Der Krieg wurde durch den kaiserlichen Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen ohne Kriegserklärung in Italien eröffnet. Eugen schlug den französischen Marschall Catinat am 9. Juli im Gefecht bei Carpi, und danach den an Catinats Stelle getretenen unfähigen Marschall Villeroi am 1. September in der Schlacht von Chiari. Sein Ziel, Mailand einzunehmen, konnte er wegen Schwierigkeiten mit dem Nachschub nicht erreichen.Das Kriegsjahr 1702
Spanische Niederlande/Generalstaaten - In den Generalstaaten sammelte die anti-bourbonische Allianz unter dem englischen Feldherrn Marlborough eine Armee von ca. 110.000 Mann. Mit dieser Streitmacht drängte Marlborough die französischen Kräfte unter dem Marschall Boufflers zurück und nahm einige Festungen an der Maas ein. Zuvor hatte Kurfürst Maximilian von Bayern, der seit einigen Jahren Statthalter der spanischen Niederlande war, der französischen Armee alle Festungen geöffnet und sich dann in sein Kurfürstentum begeben.
Deutschland - Im Reich gingen die Kaiserlichen zunächst gegen die Fürsten vor, die sich auf die Seite Ludwigs XIV. gestellt hatten. Dies waren das Kurfürstentum Köln und Braunschweig. Alle diese Fürstentümer wurden besetzt. Des Weiteren ging es für die Kaiserlichen darum, die Vereinigung der Franzosen mit den Bayern zu verhindern. Zu diesem Zweck wurde am oberen Rhein eine Armee unter Markgraf Ludwig Wilhelm (Baden) aufgestellt, welcher die französische Armee des Marschall Villars gegenüberstand. Der Markgraf eroberte am 9. September Landau in der Pfalz. Am 14. Oktober trafen sich die Heere in der unentschiedenen Schlacht bei Hüningen. Nach dieser wich das französische Heer wieder hinter den Rhein zurück, womit eine Vereinigung mit den Bayern vorerst verhindert worden war. Weiter nördlich besetzte Marschall Tallard hingegen erneut das gesamte Herzogtum Lothringen und die Stadt Trier. Maximilian von Bayern behielt seine Neutralität vorerst noch bei und verhandelte mit dem Kaiser.
Italien - Schon im Winter 1702 eröffnete Prinz Eugen die Kampfhandlungen des Jahres, was für diese Epoche sehr ungewöhnlich war. Er überfiel am 1. Februar die französischen Winterquartiere in Cremona, wobei er Marschall Villeroi gefangen nehmen konnte. An dessen Stelle trat jedoch der tatkräftigere französische Marschall Vendôme. Ihm gelang es mit überlegenen Kräften (50.000 Franzosen gegen 35.000 Kaiserliche) die Armee des Prinzen Eugen zurückzudrängen. In der Schlacht bei Luzarra am 15. August versuchten die Kaiserlichen die Initiative zurückzugewinnen, doch der Kampf endete unentschieden und schon Anfang Oktober rückten beide Heere in die Winterquartiere.
Iberische Halbinsel - Die englische und niederländische Flotte versuchte Cadiz zu erobern, wurde jedoch von den Spaniern zurückgeschlagen. Daraufhin operierte Admiral Rooke gegen die spanische Silberflotte aus Südamerika. In der Schlacht in der Vigo-Bucht konnte er die spanische Flotte schlagen, die Küstenforts einnehmen und einen Teil des Silbers erbeuten.
Das Kriegsjahr 1703
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Unter den Verbündenten kam es zu Uneinigkeit über die Kriegführung, was dazu führte, dass die Operationen in diesem Jahr eher träge wirkten. Der Herzog von Marlborough eroberte die kurkölnischen Festung Bonn sowie die im Bistum Lüttich gelegene Festung Huy sowie auch Limburg, während eine holländische Armee die Grenze gegen die Franzosen sicherte. Am 30. Juni erlitten sie dabei jedoch in der Schlacht bei Eckern eine verlustreiche Niederlage gegen die französischen Truppen Marschall Boufflers. Dieser französische Sieg war jedoch nicht von großer Bedeutung.
Deutschland - Kurfürst Max Emanuel von Bayern trat offen auf die Seite der Bourbonen über. Die österreichischen Absichten waren darauf ausgerichtet, Bayern zu besiegen, bevor es französische Hilfe erhielt. Zwei Vorstöße konnten die Bayern im Frühjahr zurückwerfen. Gleichzeitig ging die französische Armee Marschall Villars wieder über den Rhein (ein erster Versuch im Februar war gescheitert) und griff den Markgrafen von Baden in den Stollhofener Linien an. Obwohl diese Angriffe erfolglos blieben, marschierte Marschall Villars ohne Rücksicht auf seine rückwärtigen Verbindungen nach Bayern, wo er sich Ende Mai mit Kurfürst Max Emanuel vereinigte. Beide Feldherren warteten nun Verstärkungen aus Frankreich ab, während die Österreicher ebenfalls ihre Kräfte zusammenzogen.
Mit 12.000 Soldaten versuchte der Kurfürst von Bayern einen Vorstoß nach Tirol, um den Franzosen unter Vendôme entgegenzugehen. Gemeinsam wollte man dann auf Wien marschieren. Doch ein Aufstand der dortigen Landbevölkerung machte das Unternehmen unmöglich. Zur gleichen Zeit konnte Marschall Villars am 20. September in der ersten Schlacht bei Höchstädt ein österreichisches Korps schlagen. Der Markgraf von Baden zog sich mit seinem Heer in den Schwarzwald zurück. Marschall Villars konnte sich nicht mit dem Kurfürsten von Bayern über strategische Fragen einigen und bat um seine Entlassung. Er wurde durch Marschall Marcin ersetzt. Am Rhein operierte unterdessen eine weitere französische Armee (ca. 14.000 Mann) unter Marschall Tallard. Dieser eroberte Breisach am 7. September sowie Landau in der Pfalz am 17. November.
Italien - Prinz Eugen von Savoyen war aus Italien abberufen worden, um als Präsident des Hofkriegsrates die Gesamtoperationen zu koordinieren. Er wurde durch Generalfeldzeugmeister Guido von Starhemberg ersetzt. Dieser sollte versuchen der bourbonischen Übermacht in Italien standzuhalten. Begünstigt wurde dies dadurch, dass der Herzog von Savoyen auf die Seite des Kaisers übertrat, wodurch sich der Krieg auf dessen Herzogtum konzentrierte. Der französische Marschall Vendôme versuchte, über Tirol eine Vereinigung mit den Bayern zu erreichen, doch dieser Vorstoß konnte von Starhemberg verhindert werden. Diesem gelang es hingegen, sich mit den Truppen des Herzogs von Savoyen zu vereinigen.
Ungarn - In Ungarn kam es zu einem Aufstand unter Franz II. Rákóczi, dem sich auch viele ungarische Offiziere der österreichischen Armee anschlossen. Schon bald weitete sich dieser Aufstand gegen die habsburgische Herrschaft so weit aus, dass Prinz Eugen von Savoyen in Pressburg Vorbereitungen zu militärischen Operationen in Ungarn treffen musste.
Iberische Halbinsel - Am 16. Mai erklärte sich König Don Pedro II von Portugal für die Seite der Habsburger und versprach mit 20.000 Soldaten in den Krieg einzugreifen.
Frankreich - Im Laufe des Jahres nahm der Aufstand der protestantischen Bevölkerung in den Cevennen, einer Gebirgsregion südlich der Loire, die Züge eines Bürgerkrieges an (siehe auch: Kamisarden).
Das Kriegsjahr 1704
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Hendrik van Nassau-Ouwerkerk kommandierte die verbündeten Streitkräfte (ca. 40.000 Mann) gegen die überlegene französische Armee ohne aus der Defensive heraustreten zu können. Mit den anderen Truppen marschierte der Herzog von Marlborough nach Süddeutschland, denn die Verbündeten waren zu der Überzeugung gelangt, dass die französisch-bayrischen Kräfte dort die größte Bedrohung darstellten. Ein Teil der französischen Truppen folgte unter dem Kommando des Marschalls Villeroi dem verbündeten Heer nach Süden, um dort das Gleichgewicht der Kräfte zu wahren.Deutschland - In Süddeutschland sammelten beide Kriegsparteien ihre Kräfte. Der Herzog von Marlborough vereinigte sich Ende Juni bei Ulm mit dem Markgrafen von Baden und kurz darauf mit dem österreichischen Heer unter Prinz Eugen von Savoyen. Auch die Franzosen zogen weitere Kräfte (die Armee Tallards) über den Schwarzwald heran, während Villerois Truppen die Verbindungen über den Rhein deckten. Nach einem ersten Gefecht am Schellenberg kam es am 13. August zur entscheidenden zweiten Schlacht von Höchstädt, in der die Verbündeten siegten.
Die französisch-bayrischen Truppen mussten ganz Bayern räumen und der Kriegsschauplatz wurde an den Rhein verlegt. Der Kurfürst von Bayern floh zunächst nach Brüssel, wo er als Generalstatthalter gemeinsam mit seinem ebenfalls geflohenen Bruder, dem Kurfürsten von Köln, einen Hofstaat unterhielt. Die Heere der Verbündeten trennten sich wieder. Der Herzog von Marlborough eroberte Trier, während Ludwig von Baden die Festung Landau belagerte, welche am 26. November kapitulierte. Prinz Eugen von Savoyen deckte diese Operationen im Elsass gegen die Armee des Marschalls Villeroi.
Italien - In Italien geriet der Herzog von Savoyen weiter unter starken Druck der französischen Armeen unter Marschall Vendôme und General Feuillade. Diese gingen an die Belagerung Turins und drängten das österreichische Korps nach Mantua ab. Dieses Korps, welches inzwischen durch General von Leiningen kommandiert wurde, geriet unter zusätzlichen Druck, als ein weiteres französisches Heer unter dem Sohn des Marschalls von Vendôme aus dem bourbonischen Neapel heranrückte. Die Österreicher räumten deshalb fast ganz Italien und zogen sich nach Tirol zurück.
Ungarn - Nach dem Sieg bei Höchstädt konnten Truppen nach Ungarn verlegt werden. Diesen gelang es unter General Sigbert Heister die ungarischen Truppen am 26. Dezember in der Schlacht bei Tyrnau (1704) zu schlagen. Ein kleines Kontingent österreichischer Truppen behauptete auch Siebenbürgen.
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Henri de Massue de Ruvigny, Earl of Galway Bildherkunft |
Iberische Halbinsel - Spanien entwickelte sich im Laufe des Jahres zu einem neuen Kriegsschauplatz. Am 9. März landete ein englisch-holländisches Korps unter Meinhard von Schomberg in Lissabon (Schomberg wurde später durch General Henri de Massue de Ruvigny, 1st Earl of Galway ersetzt). Bei diesem Heer befand sich auch Erzherzog Karl als habsburgischer Anwärter auf den spanischen Thron. Gleichzeitig kam eine französische Armee unter dem Marschall Berwick, Philipp V. von Spanien zu Hilfe (Berwick wurde im Verlauf des Jahres durch Marschall Tessé ersetzt.) Zu größeren Gefechten kam es jedoch an der portugiesisch-spanischen Grenze nicht. Bei diesen Operationen kam den Verbündeten entgegen, dass sich einige spanische Provinzen, insbesondere Katalonien, der bourbonischen Regierung widersetzten. Diese befürchteten, dass von der Krone eine Zentralisierung auf Kosten der regionalen Freiheitsrechte zu erwarten sei. Daher verfügten die Kaiserlichen und Engländer schon zu Beginn der Operationen auf der Iberischen Halbinsel über einen wichtigen Brückenkopf.
Die englische Flotte unter Admiral Georg Rooke gelang es jedoch am 4. August mit einer Landungstruppe unter Georg von Hessen-Darmstadt die Eroberung der Festung Gibraltar. Diese konnte auch gegen eine spanische Gegenoffensive verteidigt werden. Auch die herbeieilende französische Flotte unter dem Befehl des Sohns von Ludwig XIV. mit Madame de Montespan, Admiral de Toulouse wurde in der Schlacht bei Malaga am 24. August durch Admiral Rooke besiegt.
Das Kriegsjahr 1705
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Ein französisch-bayrisches Heer unter dem Kurfürsten von Bayern und Marschall Villeroi rückte erfolgreich in den Niederlanden vor, während der Herzog von Marlborough versuchte über Lothringen in Frankreich einzudringen. Unter dem Druck des französischen Heeres wurde der Herzog in die Generalstaaten zurückgerufen. Dort durchbrach er die französisch-bayrischen Linien bei Tirlemont, wurde jedoch an der Dyle aufgehalten.Deutschland - Nach dem Tod des Kaisers Leopold I. am 5. Mai 1705, setzte sein Sohn Joseph I. den Kampf energisch fort. Er erwirkte die Achtserklärung gegen die beiden wittelsbachischen Kurfürsten. Die Besetzung von Kurbayern wurde mit teilweise brutalen Maßnahmen durchgesetzt. Im Mittelpunkt der kaiserlichen Diplomatie stand in den Folgejahren die Eingliederung von Kurbayern in den Verbund der Habsburgischen Erblande, was zu einem Aufstand der bayrischen Bevölkerung führte (Bayerische Volkserhebung), der in der Sendlinger Mordweihnacht blutig niedergeschlagen wurde.
Am Rhein standen sich die gegnerischen Heere zunächst untätig gegenüber. Erst im Spätsommer manövrierten die Heere wieder auf beiden Ufern des Rheins. Bis zum Ende des Jahres besetzte Ludwig von Baden die Moderlinie und eroberte Hagenau und Drusenheim.
Italien - Noch immer wurden die Truppen Viktor Amadeus' von Savoyen und Guido von Starhembergs in Turin belagert. Prinz Eugen von Savoyen übernahm den Befehl über das Korps des Generals von Leiningen, welches er verstärkt hatte, und drang erneut in Italien ein, um Turin zu entsetzen. Am 16. August wurde er jedoch in der Schlacht bei Cassano von Marschall Vendôme zurückgeschlagen. Der Prinz behauptete sich um Brescia und kehrte zum Jahresende nach Wien zurück. Den Befehl übernahm General von Reventlow.
Ungarn - In Ungarn übernahm Graf Ludwig von Herbeville das Kommando über die österreichischen Truppen, doch weder in der Schlacht bei Waag (11. August), noch in der Schlacht bei Sibo (11. November) konnte er sich gegen die Ungarn durchsetzen. Nur in Siebenbürgen gelang eine Stabilisierung der österreichischen Regierungsgewalt.
Iberische Halbinsel - In Spanien machten die Verbündeten weitere Fortschritte. Sie belagerten zu Lande und zu Wasser Barcelona, welches am 7. Oktober kapitulierte. Damit fiel sogleich die ganze Provinz Katalonien an die Habsburger.
In Portugal stritten die kommandierenden Generale über die Kriegführung. Sie eroberten zwar Valenza d'Alcantara und Albuquerque, aber nach einer Niederlage in der Schlacht bei Talavera mussten sie die Belagerung von Badajoz aufgeben.
Das Kriegsjahr 1706
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Der Herzog von Marlborough in der Schlacht von Ramillies, Stich von 1890 Bildherkunft |
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Im Frühjahr entschlossen sich beide Kriegsparteien zur Offensive. Dabei gelang es dem Herzog von Marlborough im Mai den Kurfürsten von Bayern und Marschall Villeroi zum Vormarsch zu veranlassen, bevor diese durch Truppen vom Rhein verstärkt wurden. Am 23. Mai 1706 erkämpfte er in der Schlacht von Ramillies einen entscheidenden Sieg. Unter Ausnutzung dieses Erfolges besetzte oder eroberte er Löwen, Mecheln, Brüssel, Menin, Ostende und Brügge und ließ überall Karl III. als König ausrufen.
Deutschland - Am Rhein musste Ludwig von Baden hinter den Rhein zurückweichen. Alle Eroberungen des Vorjahres fielen wieder an Marschall Villars. Erst als Villars 12.000 Mann nach den Niederlanden schicken musste trat ein Stillstand in den Operationen ein. Ludwig von Baden erkrankte schwer (er sollte im Januar 1707 sterben) und gab das Oberkommando an General Hans Karl I. Graf von Thüngen ab. Dieser ergriff wiederum die Initiative, ging über den Rhein und drängte die französischen Truppen hinter die Lauter zurück.
Italien - Im Frühjahr wurde die österreichische Armee am 19. April in der Schlacht bei Calcinato von Marschall Vendôme geschlagen und musste bis in den Raum Trient zurückweichen, während General Feuillade Turin belagerte. Prinz Eugen von Savoyen sammelte ein neues Heer und fiel zum dritten Mal in diesem Krieg in Italien ein. Er marschierte schnell bis Turin und besiegte dort am 7. September das französische Heer in der Schlacht von Turin. Die Franzosen mussten nach dieser schweren Niederlage ganz Oberitalien räumen.
Ungarn - Auf diesem Kriegsschauplatz kehrte zunächst Ruhe ein, da sich die Kriegsgegner in Verhandlungen befanden. Des Weiteren übernahm zum Ende des Jahres hin Generalfeldzeugmeister Guido von Starhemberg den Oberbefehl.
Iberische Halbinsel - Die spanischen Truppen versuchten Valencia und Katalonien wieder zu gewinnen, doch alle Versuche wurden von dem englischen Feldherren Peterborough abgewiesen, indem er die Spanier in der Schlacht bei Fuentes besiegte. Nachdem er sich auf diese Weise Freiraum verschafft hatte, bewirkte er zusammen mit der englischen Flotte unter Admiral John Leake das Abbrechen der Belagerung Barcelonas durch die französischen Truppen.
Das englisch-portugiesische Heer drang bis Madrid vor, doch nachdem die Portugiesen abgezogen waren, mussten auch die Engländer unter General Galway den Rückzug antreten.
Diplomatie - Nach dem Vorstoß des schwedischen Königs in das Kurfürstentum Sachsen bestand von Seiten der Verbündeten die berechtigte Sorge, dass der parallel stattfindende Große Nordische Krieg sich mit den Kämpfen in Mitteleuropa vereinigen könnte. Beide kriegführenden Seiten waren bemüht, den König von Schweden als Verbündeten zu gewinnen. Zu diesem Zweck war der Kaiser sogar zu Zugeständnissen an die evangelischen Christen in den schlesischen Erblanden bereit. So erteilte er die Erlaubnis zum Bau der sogenannten Gnadenkirchen. Karl XII. hatte jedoch kein Interesse, sich in die Auseinandersetzungen einzumischen und zog erneut gegen Russland in den Krieg.
Das Kriegsjahr 1707
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Auf diesem Kriegsschauplatz übernahm Marschall Vendôme den Oberbefehl über die französischen Truppen. Er wich einer Schlacht gegen den Herzog von Marlborough aus, so dass es lediglich zu Manövern kam. Der Feldzug endete für beide Seiten ohne Geländegewinn.
Deutschland - Marschall Villars ergriff die Initiative und überquerte am 23. Mai den Rhein. Er eroberte die "Stollhofener Linien" und richtete sich in Baden ein, ohne jedoch weiter über den Schwarzwald vorzugehen. Zur gleichen Zeit übernahm Kurfürst Georg von Hannover den Befehl über das Reichsheer und drängte die Franzosen im Herbst hinter den Rhein zurück.
Italien - Die Verbündeten stießen im Frühjahr mit 35.000 Mann nach Frankreich vor. Den Oberbefehl über das Heer führte der Herzog von Savoyen, doch auch Prinz Eugen von Savoyen war zugegen. Sie belagerten Toulon, doch nach einigen Anfangserfolgen führten Schwierigkeiten mit dem Nachschub zum Abbruch der Belagerung. Das Heer zog sich nach Piemont zurück.
Einem 11.000 Mann starken österreichischen Korps unter Feldmarschall Graf Daun gelang hingegen die Eroberung des von den Bourbonen beherrschten Königreiches Neapel.
Ungarn - In Ungarn flammten die Kämpfe wieder auf, wobei es Generalfeldzeugmeister Starhemberg gelang sich zu behaupten.
Iberische Halbinsel - Dem energischen Auftreten der Königin von Spanien, die nach einhelliger Meinung den König völlig beherrschte (obwohl Ludwig XIV. quasi durch Briefe an seinen Enkel Spanien regierte) und ihrer ersten Hofdame, der Madame Ursins (geborene Marie Anne, Princesse de la Tremoille, Tochter des Herzogs von Noirmontier) die ihrerseits die Königin beeinflusste, verhinderte den völligen Zusammenbruch der bourbonischen Macht. Madame Ursins war zudem als Vertraute der Madame de Maintenon indirekt an der Reorganisation der spanischen Zentralmacht beteiligt. Nach dem Sieg des Marschalls Berwick über das englisch-portugiesische Heer bei Almanza am (25. April 1707) fielen auch die südlichen Provinzen in die Hände Philipps, nachdem dieser schon vorher Madrid zurück erobern konnte.
Diplomatie - Aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Erschöpfung Frankreichs bot Ludwig XIV. den Seemächten erstmals den Verzicht auf Spanien an und beschränkte seine Forderungen auf die italienischen Lande für seinen Enkel. Die Seemächte waren sich mit dem Kaiser darüber einig, dass man nicht bloß auf dem Erwerb der gesamten spanischen Monarchie für Österreich bestehen, sondern auch die Lage nutzen müsse, um Frankreichs Vorherrschaft dauerhaft zu brechen.
Das Kriegsjahr 1708
Spanische Niederlande/Generalstaaten - In diesem Jahr beabsichtigten die Verbündeten ihre Anstrengungen auf die Wiedergewinnung der Spanischen Niederlande zu konzentrieren. Zu diesem Zweck sollte Prinz Eugen von Savoyen mit der "Moselarmee" zu den Truppen des Herzogs von Marlborough stoßen. Doch bevor diese Armee zur Stelle war, gingen die Franzosen in die Offensive. Um ihr Vordringen aufzuhalten stellte sich ihnen der Herzog von Marlborough in der Schlacht bei Oudenaarde am 11. Juli entgegen. Obwohl die Franzosen geschlagen wurden, verhinderte das Eintreffen französischer Verstärkungen am folgenden Tag die Ausnutzung dieses Sieges durch die Verbündeten. Prinz Eugen von Savoyen begann mit der Belagerung von Lille, während der Herzog von Marlborough diese Operation deckte. Mehrmalige Versuche der Marschälle Vendôme und Berwick die Verbündeten getrennt zu schlagen gelangen nicht. Schließlich gingen die französischen Truppen hinter den Grenzfestungen in die Winterquartiere.Deutschland - Am Rhein kommandierte weiterhin Kurfürst Georg von Hannover das Reichsheer. Er hatte jedoch Anweisungen defensiv zu bleiben und verfügte ohnehin nicht über die nötigen Truppen für einen Vorstoß. Auf der Gegenseite hatte Kurfürst Max Emanuel von Bayern den Marschall Villars abgelöst, doch auch er blieb zurückhaltend, so dass es zu keinen größeren Gefechten kam.
Italien - Papst Clemens XI. erklärte sich überraschend für die bourbonische Seite und gegen den Kaiser. Er änderte seine Position jedoch schnell, als österreichische Truppen von Neapel und Piemont aus in den Kirchenstaat einrückten.
Ungarn - Dem österreichischen General Sigbert Heister gelang am 4. August in der Schlacht bei Trenczyn ein Sieg über die Ungarn, doch auch dieser Erfolg konnte den Aufstand nicht beenden.
Iberische Halbinsel - Nach der Niederlage der Franzosen in Italien konnte eine große Anzahl österreichischer Truppen von dort aus nach Spanien verlegt werden. 16.000 Mann unter Generalfeldzeugmeister von Starhemberg verstärkten die Armee Erzherzogs Karl erheblich, doch trotzdem kam es nicht zu größeren Gefechten. Auch war Marschall Berwick mit einigen Truppen abberufen worden, um die Verluste in den Niederlanden auszugleichen.
Zur See schlug die verbündete Flotte die Franzosen vor Menorca und eroberte die Hauptfestung Mahon, die über einen der größten natürlichen Hafenanlagen im Mittelmeer verfügt. Außerdem wurde Cagliari, die Hauptstadt Sardiniens, eingenommen.
Diplomatie - Nachdem ein blitzartiger Vorstoß eine kleine Abteilung holländischer Reiter bis vor die Tore von Versailles geführt hatten, war Ludwig XIV. bereit, auf Grundlage des völligen Verzichts auf Spanien über einen Frieden zu verhandeln. Auch als die Verbündeten die Rückgabe des Elsass mit Straßburg, der Freigrafschaft, der lothringischen Bistümer forderten, war der französische Gesandte im Haag, Torcy, noch zu Unterhandlungen bereit. Erst die Zumutung, seinen Enkel selbst durch französische Truppen aus Spanien vertreiben zu helfen, wies Ludwig XIV. mit Entschiedenheit zurück.
Das Kriegsjahr 1709
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Schlacht bei Malplaquet 1709, Holzschnitt von R. Canton Woodville Bildherkunft |
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Der Feldzug dieses Jahres begann sehr spät, nachdem die Friedensverhandlungen gescheitert waren. Beide Seiten verstärkten ihre Kräfte auf diesem Hauptkriegsschauplatz. Am 11. September trafen sich die Heere in der Schlacht bei Malplaquet. Die Verluste waren auf beiden Seiten erheblich, ohne dass eine der Kriegsparteien einen wesentlichen Vorteil erringen konnte.
Deutschland - Die Verbündeten setzten mit zwei Heeren über den Rhein. Während die Reichsarmee zunächst erfolgreich operierte, wurde das österreichische Korps am 21. August im Gefecht bei Rumersheim zum Rückzug gezwungen. Daraufhin musste sich auch die Reichsarmee zurückziehen.
Italien - Feldmarschall Daun drang mit einem österreichisch-savoyischen Heer über die Alpen vor und fiel in die Dauphiné ein. Er siegte im Gefecht bei Conflans am 28. Juli gegen Marschall Berwick, aber anschließend fand er keine Möglichkeit mehr gegen dessen gute Stellungen vorzugehen. Deshalb zog er sich im Herbst nach Piemont zurück.
Ungarn - General Heister eroberte ganz Nieder-Ungarn, ohne dass es zu einer größeren Schlacht kam.
Iberische Halbinsel - In Spanien kam es zu Manövern, aber nicht zu größeren Gefechten. Keine Kriegspartei konnte Vorteile für sich gewinnen. Die Franzosen hatten ihre Truppen jedoch zum größten Teil abgezogen, da diese an den anderen Fronten benötigt wurden, während die englischen Truppen in diesem Jahr sogar verstärkt wurden.
Das Kriegsjahr 1710
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Ende April brachen der Herzog von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen von Tournay auf um die französischen Linien Marschall Villars' zu durchbrechen. Der Marschall wich einer Schlacht aus, da es aufgrund der fehlenden Reserven wichtiger erschien die Armee zu erhalten. So eroberten die Verbündeten im Juni Douai und Bethune, im September St.Venant und im November Aire. Damit wurde der Festungsgürtel, der das Innere Frankreichs sicherte, Stück für Stück durchbrochen.Deutschland - Am Rhein war ein fast völliger Stillstand der Operationen eingetreten. Beide schwachen Heere standen sich tatenlos gegenüber.
Italien - Feldmarschall Daun versuchte mit 50.000 Mann einen erneuten Einfall in die Dauphiné. Doch Marschall Berwick verteidigte mit seinen schwachen Truppen die Ausgänge der Gebirgspässe so hartnäckig, dass sich die Österreicher bald zurückziehen mussten.
Ungarn - Die Ungarn hatten auf darauf gesetzt, dass der Krieg gegen Frankreich Österreich dazu veranlassen musste, bald in Verhandlungen mit ihnen einzutreten. Die Misserfolge Frankreichs führten deshalb auch zu einer geringeren Unterstützung Rákóczis. Er verlor deshalb zuerst Neuhäusel und danach fast das ganze Land an das österreichische Heer unter General Heister.
Iberische Halbinsel - In Spanien waren die Truppen des Generalfeldzeugmeister Starhemberg auf 24.000 Mann verstärkt worden. Hinzu kamen noch die englischen Truppen unter Lord Stanhope. Es gelang die spanischen Truppen unter dem Marques de Villadarias am 27. Juli bei Almenara und noch einmal am 20. August bei Saragossa zu schlagen. So konnte Karl von Österreich am 28. September in Madrid einziehen.
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Philipp V. und Marschall Vendôme nach der Schlacht bei Villa Vicosia 1710 Bildherkunft |
Eine französische Hilfsarmee rückte unter Marschall Vendôme heran, während sich das portugiesische Heer zurückzog. Daraufhin mussten die Verbündeten Madrid am 11. November wieder räumen. Auf dem Rückzug nach Katalonien wurden sie durch die Truppen Marschall Vendômes hart bedrängt. Am 9. Dezember ergab sich die englische Nachhut unter Lord Stanhope und am 10. Dezember kam es zur unentschiedenen Schlacht bei Villa Vicosia. Die Österreicher hielten dem französischen Angriff stand, zogen sich jedoch am nächsten Tag weiter zurück.
Diplomatie - Zwei wichtige diplomatische Ereignisse kennzeichneten das Jahr 1710. Zum einen wurden die Friedensverhandlungen im Kongress von Gertruydenburg wieder aufgenommen, waren jedoch wegen der verhärteten Positionen der Kriegsparteien zunächst nicht erfolgreich. Wichtiger noch war, dass in England die Whigregierung durch die Torys verdrängt wurden, die einen Frieden möglichst rasch herzustellen trachteten.
Das Kriegsjahr 1711
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Die Verbündeten eröffneten ihre Operationen im Juni. Prinz Eugen von Savoyen marschierte mit einigen Truppen in der Rheinpfalz ein, von wo aus er Frankfurt am Main deckte, wo der reichsdeutsche Wahlkonvent tagte, um Karl von Österreich zum neuen deutschen König zu wählen.
Unterdessen drängte der Herzog von Marlborough Marschall Villars von Cambrai ab und eroberte Bouchain.
Deutschland - Die Franzosen konzentrierten 50.000 Mann am Rhein unter Marschall Harcourt. Dieser überquerte zwar den Rhein, wich einer Schlacht gegen den Prinzen Eugen von Savoyen jedoch aus und zog sich schließlich wieder hinter den Rhein zurück.
Italien - Die Verbündeten fielen zum dritten Mal in der Dauphiné ein. Sie konnten Marschall Berwick bis Barraux zurückdrängen, obwohl dieser hinhaltenden Widerstand leistete. Als schließlich Verstärkungen von der französischen Rheinarmee bei ihm eintrafen, befahl der Herzog von Savoyen den Rückzug des verbündeten Heeres.
Ungarn - In Ungarn kam der Kongress von Debreczin und Szathmar zustande, der den Krieg auf diesem Schauplatz beendete. Faktisch unterwarfen sich die Ungarn wieder dem Kaiser.
Iberische Halbinsel - In Spanien versuchte Marschall Vendôme Katalonien zurückzuerobern, wurde jedoch von Generalfeldzeugmeister Starhemberg wiederholt zurückgedrängt. Zu größeren Gefechten kam es nicht.
Diplomatie - In England war die neue Toryregierung darauf aus, einen Frieden möglichst rasch herzustellen. Auch wurde die mächtige Favoritin der Königin, Sarah Churchill, die Frau des Herzogs von Marlborough, gestürzt. Der Herzog verlor damit seine wichtigste Stütze am englischen Hof. Doch das wichtigste Ereignis fand am 17. April 1711 statt: völlig überraschend verstarb Kaiser Joseph I., ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen. Da nun dessen Bruder, der Prätendent für Spanien, als Karl VI. Kaiser wurde, fürchteten die Seemächte erneut, das Haus Habsburg könne durch die Vereinigung Österreichs mit Spanien zu mächtig werden. Deshalb begannen die Engländer mit Ludwig XIV. Geheimverhandlungen. Am 8. Oktober wurden die Präliminarien zu London unterzeichnet und trotz aller Gegenbemühungen des Kaisers am 29. Januar 1712 die Verhandlungen eröffnet, die zum Friede von Utrecht führten.
Das Kriegsjahr 1712
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Villars beim entscheidenden Sieg von Denain 1712 Bildherkunft |
Spanische Niederlande/Generalstaaten - Der Herzog von Marlborough wurde durch den Grafen Ormond ersetzt. Dieser hatte während der laufenden Verhandlungen lediglich den Auftrag zu beobachten. Dadurch konnte Prinz Eugen von Savoyen nur über einen Teil des verbündeten Heeres verfügen. Als Frankreich und England Waffenstillstand schlossen, konnte er jedoch wenigstens erreichen, dass die Soldtruppen in österreichische Dienste übertraten. Er eroberte zunächst Le Quesnoy und ging danach an die Belagerung Landrecies. Ansonsten war er für weitere Offensivoperationen zu schwach, weil er mit den wenigen Truppen zusätzlich auch die bereits eroberten Gebiete verteidigen musste. Am 24. Juli gelang dem Marschall Villars in der Schlacht bei Denain ein großer Sieg über eine Armee der Verbündeten unter Prinz Eugen. Nach dieser schweren Niederlage weigerten sich die Holländer einer Feldschlacht zuzustimmen und es gelang Villars, die Festungen Marchiennes, Douai, Le Quesnoy und Bouchain zurückzuerobern.
Deutschland - Am Rhein sammelte sich die deutsche Reichsarmee und ging unter dem Herzog von Württemberg über den Rhein um am 16. August das französische Lager an der Lauter zu überfallen. Der Überfall misslang und die Reichsarmee zog sich wieder über den Rhein zurück.
Italien - In Italien blieben beide Kriegsparteien in der Defensive, da die Österreicher ihre Truppen abzogen und der Herzog von Savoyen sich ebenfalls in Verhandlungen mit Frankreich befand.
Iberische Halbinsel - Auch in Spanien änderte sich die Lage nicht. Im Sommer starb Marschall Vendôme und wurde durch General Tilly ersetzt. Im November schloss Portugal einen Waffenstillstand mit Spanien und Frankreich.
Das Kriegsjahr 1713
Durch die Friedensschlüsse (Friede von Utrecht) gab es in diesem Jahr nur noch einen Kriegsschauplatz am Rhein. Dort übernahm Prinz Eugen von Savoyen den Befehl über die österreichischen Truppen und das Reichsheer, sollte sich jedoch defensiv verhalten. Der Marschall Villars nahm am 20. August Landau, brandschatzte die Pfalz und Baden und eroberte 16. November Freiburg im Breisgau. Er rückte jedoch nicht weiter vor, da bereits am 26. November zu Rastatt Friedensunterhandlungen eröffnet wurden.In Spanien dauerten die Kämpfe zur Durchsetzung der neuen bourbonischen Zentralmacht in verschiedenen Landesteilen noch an. So wurde Barcelona in Katalonien erst am 11. September 1714 (Nationalfeiertag in Katalonien), also nach Abschluss der offiziellen Friedensverträge, eingenommen.
Am 7. März 1714 wurde der Friede zwischen Frankreich und dem Kaiser zu Rastatt abgeschlossen. Um auch das Deutsche Reich in den Frieden aufzunehmen, fand ein Kongress zu Baden im Aargau statt, wo der Rastatter Friede mit wenigen Änderungen am 7. September 1714 angenommen wurde (Friede von Baden).
Auswirkungen
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Europa im Jahre 1713 nach den Friedensverträgen von Rastatt und Utrecht Bildherkunft |
Die Großmachtstellung Frankreichs in Europa blieb im Rahmen der sich nun immer mehr abzeichnenden Mächtebalance erhalten, es behielt eine politisch und besonders militärisch sehr starke Position. Gleichzeitig begannen erste Versuche in Richtung einer Aussöhnung mit den Habsburgern, die noch von Ludwig XIV angedacht wurden. Für Frankreich war eines der wichtigsten außenpolitischen Ziele erreicht, die endgültige Zerschlagung der habsburgischen Einkreisung, die seit dem 16. Jahrhundert auf der französischen Tagesordnung gestanden hatte.
Die nach dem Spanischen Erbfolgekrieg stark belasteten Staatsfinanzen sollten trotz vieler Anstrengungen langfristig nicht wieder völlig in Ordnung kommen. Auch durch die Ernennung des schottischen Nationalökonomen John Law zum Generalkontrolleur der Finanzen waren nur zeitweilige Erholungen zu verzeichnen. Dennoch blieb Frankreich aufgrund seiner merkantilistischen Politik, seiner hohen Bevölkerungszahl sowie des ständig wachsenden Ausbaus der Zuckerrohrplantagen auf Martinique und Haiti die größte und wohlhabendste Volkswirtschaft Europas. Bis in die 1730er Jahre hinein setzte sogar eine regelrechte Wirtschaftsblüte ein.
Großbritannien war der große Gewinner der Auseinandersetzung. Zum einen gelang es Königin Anne, die Kronen von England und Schottland dauerhaft zu vereinen. Zum anderen wurde durch den Act of Settlement vermieden, dass sich die dynastische Nachfolge der kinderlosen Königin zu einem erneuten Konflikt auswachsen würde. Wirtschaftlich war es vor allem auf Kosten der Generalstaaten gelungen, die eigene Seemacht zu festigen. Die allmähliche Vorrangstellung im Welthandel konnte durch günstige Abschlüsse mit Spanien (Asiento de negros) und Portugal (Methuenvertrag) ausgebaut werden. Der Gewinn von Gibraltar (1704) kann in seiner strategischen Bedeutung für die nächsten Kriege nicht hoch genug eingeschätzt werden, ebenso wie der Gewinn von Menorca und einiger Gebiete in Nordamerika.
Das Erzhaus Österreich gewann die wirtschaftlich wertvollen Provinzen in Italien, insbesondere Mailand. Zudem konnte es auch Mantua unter seine Kontrolle bringen, ein Ziel, an dem es im Mantuanischen Erbfolgekrieg (1628-1631) noch gescheitert war. Pläne, das besetzte Bayern auf Dauer zu annektieren bzw. auf dem Tauschwege zu erhalten, scheiterten jedoch. Die Pläne eines Erwerbs von Kurbayern - militärisch (Bayerischer Erbfolgekrieg) oder im Tauschwege - sollten bis zum Ende des Ancien Régime immer wieder mehr oder weniger intensiv verfolgt werden.
Spanien gewann am Ende des Krieges zwar mit den Bourbonen eine Dynastie, die bis heute an der Spitze des Staates steht, verlor aber seine italienischen Gebiete (Neapel, Sizilien usw.) vollständig. In Spanien selbst setzte Philipp V. gegen den Widerstand der Provinzen das Modell eines zentralistischen Staates nach französischem Vorbild durch, in dessen Folge die Selbstverwaltung einiger Provinzen, wie Kataloniens oder des Baskenlandes, endete.
Die spanische Politik der Folgejahre, insbesondere betrieben von Kardinal Giulio Alberoni und der zweiten Frau des Königs, Elisabeth Farnese, die sofort nach der Eheschließung die scheinbar allmächtige Madame Ursins vom Hof entfernen ließ, war damit auf die Rückgewinnung der Gebiete in Italien für die spanische Monarchie fixiert. Die sich daraus ergebenden sog. Alberonihändel, die im Krieg der Quadrupelallianz (1718 - 1720) kuliminierten, blieben zunächst noch erfolglos. Erst im polnischen Thronfolgekrieg (1733-1738) konnte Spanien u.a. Neapel und Sizilien zurückgewinnen.
Für das Reich selbst ergaben sich nur geringfügige Änderungen. Die geächteten Reichsfürsten von Kurköln und Bayern wurden wieder in ihre alten Rechte eingesetzt. Bis zuletzt hatte Maximilian noch versucht, den Traum einer Königskrone zu erreichen. Zu einem Punkt der Verhandlungen wurde ernsthaft daran gedacht, ihm im Tausch gegen Bayern die Krone eines Königreichs Sardinien zu verleihen. Die Krone Sardiniens erhielt schließlich über einige Umwege das Haus Savoyen.
Preußen trat nahezu unverzüglich nach Friedensschluss, der ihm nur marginale Gewinne (aber durch die Eroberung der als unbezwingbar geltenden Festung Geldern umso mehr militärisches Prestige) gebracht hatte, in den aktiven Krieg gegen Schweden im parallel stattfindenden Zweiten Nordischen Krieg ein und sicherte sich den besitz der Stadt Stettin. Schon kurz nach dem Krieg versuchte Frankreich erneut enge diplomatische Beziehungen zu König Friedrich Wilhelm I. zu knüpfen, um so im Norden Europas ein Gegengewicht zum Haus Habsburg zu schaffen (als Ersatz für die absteigende Großmacht Schweden). Diese Bemühungen hatten nur geringen Erfolg, aber sie bereiteten bereits den Weg für das Französisch-preußische Bündnis im Jahre 1741.
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Ludwig XIV. und Anne Stuart bringen Europa den Frieden, Kupferstich, Frankreich 1713 Bildherkunft |
Die Generalstaaten, deren seit Jahrzehnten immer wieder erhobene Forderungen nach einem dauerhaften Besatzungsrecht in den Barrièrefestungen zwar erfüllt wurden, gehörten dennoch zu den Verlierern des Konflikts: Der seit etwa 1680 einsetzende Bedeutungsverlust von Amsterdam als führender Handelsmetropole Europas zugunsten von London hatte sich beschleunigt und die innere Schwäche insbesondere des Statthaltersystems wurde immer offenkundiger. Der tatsächliche Wert der Besatzungen, deren Unterhaltung das Staatswesen viel Geld kostete und um deren Rechte es endlosen Streit mit den Österreichern gab, sollte sich im Österreichischen Erbfolgekrieg zeigen, als die Franzosen die Festungen ohne jeden Widerstand ein aufs andere Mal einnahmen und größtenteils schleiften.
Das Haus Savoyen war einer der großen und auf Dauer auch erfolgreichsten Nutznießer der europäischen Umwälzungen. Es gelang dem Herzog nicht nur, die Rangerhöhung zum König von Sizilien, später von Sardinien, zu erreichen. Er schaffte es auch, die jahrzehntelange Bedrohung der staatlichen Existenz durch Frankreich abschließend zu beseitigen. Die Außenpolitik der nächsten Jahrzehnte war auf das eine Ziel gerichtet, endlich die Herrschaft über Mailand zu erlangen.
Keine der Mächte England, Frankreich, Österreich und seit 1721 auch Russland, sollte in den Folgejahren bis zur Revolution von 1789 eine Hegemonie über Europa erlangen. Bis zum spektakulären Renversement des Alliances (Umsturz der Bündnisse) im Jahr 1755/56 gehörte der Antagonismus zwischen Frankreich und Österreich zu einer der Grundkonstanten des europäischen Systems. Der sich abzeichnende Aufstieg Preußens ergänzte die Bündnisse, stellte sie jedoch nicht dauerhaft in Frage. Die bisherigen Großmächte der Generalstaaten und Schweden schieden unmittelbar aus dem sog. Konzert der Mächte aus.
Der Spanische Erbfolgekrieg entsprach insgesamt einer Patt-Situation ohne großen Sieger. Letztlich war er eine Auseinandersetzung in einer langen Abfolge von militärischen Konflikten, in denen sich allmählich das System eines europäischen Mächtegleichgewichts herausbildete. Diese Balance auszutarieren war stets oberstes Ziel der Politik von Wilhelm III. und die Friedensschlüsse von Utrecht und Rastatt etabliert erstmals Ansätze eines dauerhaften Gleichgewichts der Kräfte.
Literatur
- Georg Ortenburg (Hrsg.), Siegfried Fiedler: Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Kabinettskriege. Bernhard & Graefe Verlag, Augsburg 1986, ISBN 3-7637-5478-4
- Feldmarschall Viscount Montgomery of Alamein: Kriegsgeschichte - Weltgeschichte der Schlachten und Kriegszüge. Komet Verlagsgesellschaft mbH 1968 (englische Originalausgabe), ISBN 3-933366-16-X
- John A Lynn: The French Wars 1667–1714 - The Sun King at war. Osprey Publishing 2005, ISBN 1841763616
- Eugen von Frauenholz: Deutsche Kriegsgeschichte. Leipzig 1942.
- Bernhard von Poten (Hrsg.): Handwörterbuch der gesamten Militärwissenschaften (9 Bde.): Leipzig 1877-80.
- Helmut Pemsel: Seeherrschaft Band I. Bernhard & Graefe Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-89350-711-6
- Heinz Neukirchen: Seemacht im Spiegel der Geschichte. Transpress Verlag, Berlin 1982
- Elmar B. Potter, Chester Nimitz: Seemacht - Eine Seekriegsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1982, ISBN 3-8819-9082-8
- Memoires du Duc de Villars, Pair de France, Marechal-General des armées de sa Majeste (3 Bde.). La Haye, Pierre Gosse, 1734.
- Saint-Simon, Louis de Rouvroy Duc de: Die Memoiren des Herzogs von Saint-Simon (4 Bde.) (Hrsg. und übers. von Sigrid von Massenbach), Frankfurt/Main, Ullstein, 1985.
Weblinks
- Artikel in der Enc. Britannica, 1911 (englisch)
- www.spanishsuccession.nl (englisch)
- Karte Europas im Jahre 1700
- Karte der Hauptkriegsschauplätze in Europa zwischen 1700 und 1721
Diskussion der Autoren über den Artikel: Spanischer Erbfolgekrieg
Anmerkungen und Verbesserungen
Ich habe mir erlaubt eine Korrekturen am Satzbau und der Syntax vorzunehmen. Zweitens habe ich, wo noch nicht vorhanden Links zu Schlachten gesetzt. Drittens musste ich leider einige sachliche Fehler beseitigen. So stnaden die irischen Soldner (Wild Geese) in französischen Diensten, auch wenn vereinzelt Iren im kaiserlichen Heer dienten uznd auch bei Cremona eine wichtige Rolle spielten. Cremona war übrigens keine Kidnapping-Aktion sondern ein Überfall auf das französische Winterquartier, der sich zu einer echten Schlacht auswuchs.Entfernt habe ich auch diesen Satz: Aber auch der Musketier verschwand, da seine angestammte Waffe, die Muskete, durch das Steinschlossgewehr ersetzt wurde. Von nun an nannte man die Schützen Füsiliere. Er ist sachlich falsch. In vielen, vorrangig deutschen Staaten (Preußen) blieb die Bezeichnung Musketier bestehen, während Fusilier zur Bezeichnung der leichten Infanterie wurde. Der oben stehende Satz ist also eine unzulässige Verallgemeinerung. Beim Thema Verallgemeinerung kommt noch die die bereits oben erwähnte übertriebene Beschreibung der Heerführer hinzu. Man kann diese auch fair und gerecht hervorheben, indem man sie als "sehr fähig" und nicht gleich als "genial" beschreibt. Denn was genial ist und was nicht ist sehr kontrovers und es gibt kein modernes Lexikon, das solche absoluten Begriffe verwendet. Ebenso habe ich das Montgomery-Zitat entfernt, da es völlig überflüssig ist. Es sagt absolut nicht neues aus und ist obendrein noch falsch. (Ich möchte an dieser Stelle nur auf den Feldzug Vendomes in Italien 1702 und 1703 verweisen.)
Last but not least ist doch sehr auffällig, dass sich der Verlauf des Krieges auf die Stationen der Hauptakteure Marlborough und Eugen konzentriert. Es wird praktisch nur behandelt, wo diese beiden Männer zugegen waren. Ein Beispeil ist Folgendes: Prinz Eugen verlies Italien Ende 1702 und kehrte dorthin im Frühjahr 1705 zurück. Wir erfahren aus dem Artikel jedoch nicht, was sich in den vollen 2 Jahren dazwischen abgespielt hat. War dort etwa Frieden? Nein, sicher nicht. Ich würde deshalb eine neue Ordnung des Kriegsverlaufs vorschlagen, so z.B. nach Jahren (und Region) wie dies z.B. schon im Artikel zum Österreichischen Erbfolgekrieg umgesetzt wurde.
Ich würde mich sehr über Antworten auf dieses Diskussionsthema freuen damit wir die Sache ausdiskutieren können bevor große Veränderungen am Artikel vorgenommen werden. Vielleicht könnten wir die Feldzüge ja aufteilen, damit niemand zuviel machen muss. --Memnon335bc 12:12, 23. Apr 2006 (CEST)
Wir sollten den Artikel dringend noch besser illustrien. Z.b. durch Schlachtlithographien und Portraits. Es wäre sehr schön, wenn sich mal jemand darum kümmern könnte. --Memnon335bc 16:42, 9. Mai 2006 (CEST)
generelle Anmerkungen
Bei allem Respekt und allem Verständnis für einheitliche Darstellungen von Kriegshandlungen. Die jetzige Form erinnert mich stark an den berüchtigten Aufsatz "Mein schönstes Ferienerlebnis". Will heissen, die blosse Aneinanderreihung von Zahlen im Sinne von und dann, und dann, und dann.. wird einem komplexen Gebilde wie einer fast vierzehnjährigen Auseinandersetzung nicht gerecht. Die Zusammenfassung zu grösseren Sinnzusammenhängen, wie sie anfangs vorlag, scheint zumindest mir das Verständnis zu erleichtern. Doch lassen wir's bei den Worten des Kaisers: Schau'mer mal. --foxfoxfox 17:03, 9. Mai 2006 (CEST)Ehrlich gesagt gibt es keinen größeren Zusammenhang zwischen den einzelnen Kriegsschauplätzen. Und die, die es doch gibt werden nun besser ersichtlich, als wenn man erst den Krieg in Spanien und dann die in Italien abhandelt. Stell dir mal vor, du interessierst dich für == den Krieg in Spanien, ein Thema, das in der Literatur nicht gerade viel Aufmerksamkeit erhalten hat, dann warst du vorher echt aufgeschmissen, weil du nur angaben aus dem Jahr 1705 und 1711 bekommen hast. Nun aber kannst du den Kriegsverlauf auf allen Schauplätzen problemlos durch den ganzen Krieg verfolgen. Und glaube mir, große Zusammenhänge gibt es da nicht. Das war ein purer Ermattungskrieg. --Memnon335bc 17:29, 9. Mai 2006 (CEST) P.S. Du hättest auch auf meinen ersten Eintrag vom 23.April reagieren können und Vorschläge machen können.
- Es gibt gute Gründe alte Passagen zu löschen. Z.B. wenn sie falsch sind. Bitte besprecht offene Fragen erst hier auf der Diskussionseite. --Memnon335bc 11:00, 10. Mai 2006 (CEST) P.S. Auf deiner privaten Seite, habe ic dir eine Nachricht hinterlassen, Fox.
In letzter Zeit häufen sich nach meiner Wahrnehmung Edits, die Bandwurmsätze "hinterlassen" ("Die Möglichkeit einer katholischen Thronfolge in England, wo der Gesundheitszustand von Anne Stuart, als Schwester der verstorbenen Königin Maria II. die legitime Nachfolgerin des kinderlosen Wilhelm, die Geburt eines lebensfähigen Nachkommen immer zweifelhafter erscheinen liessen, war durch die aktive Unterstützung des Stuart-Prätendenten wieder in den Bereich der Möglichkeit gerückt."); nicht dass ich intellektuell nicht in der Lage wäre dem zu folgen, aber es ist doch ermüdend zu lesen, zumal, wenn man am Ende des Satzes nicht mehr weiß, wie er begann. Erfreulich zwar, wenn man möglichst viele Informationen in dem Artikel unterbringen will, aber das "Brot einfacher(er) Sätze" halte ich nicht für unter der Würde der Wikipedia. Ich habe mal versucht hier das eine oder andere in Parenthesen zu stellen.
Außerdem rege ich an, insb. die nicht hinterlegten (roten) Hyperlinks bereits nach dem Setzen selbst mal zu überprüfen (z.B. den Link auf Joseph Clemens, wo doch Joseph Clemens von Bayern so naheliegend ist.
Und nun zu inhaltlichen Aspekten:
1. Was mich an dem Abschnitt Kriegsanlass generell etwas, sagen wir, irritiert, ist die Tatsache, dass auf Ereignisse eingegangen wird, bzw. solche erwähnt werden, die erst nach Ausbruch des Krieges stattfanden. Ist das nicht eher verwirrend?
2. Friedrich II. (Sachsen-Gotha-Altenburg) vermietete seine Soldaten u.a. Ludwig XIV., eine auch zu der Zeit nicht unübliche Praxis (siehe: Soldatenhandel, Soldatenhandel unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel). Aber kann man deshalb von einem Bündnis Sachsen-Gothas (oder müsste es, wenn überhaupt, nicht besser Sachsen-Gotha-Altenburg heissen?) mit Frankreich sprechen?? Dies können hoffentlich andere, in der Materie Bewanderte, beurteilen.
3. Ich frage mich, weshalb der Begriff Barrièrefestungen am Ende des Artikels mit einem leeren Hyperlink hinterlegt ist, wo er doch im Abschnitt Kriegsanlass erklärt wird. Handelt es sich dabei tatsächlich um einen (spezifischen) historischen Terminus, der eines Artikels bedarf?
--PeeWee 17:14, 14. Mai 2006 (CEST)
Das mit den Bandwurmsätzen stimmt. Man ist halt doch eher in einer geistigen Verbundenheit mit homas Mann als mit Franz Müntefering. Aber lassen wir das. Welchen Namen das Herzogtum Sachsen-Gotha damals hatte mögen die Fachleute klären. Könnte man sich nicht auf eine unverfängliche Formulierunge verständigen?
Was die Barrièrefestungen angeht, so zieht sich dieser Punkt wie ein roter Faden durch die Außenpolitik der Generalstaaten. Insoweit waren sie auch an einer dauerhaften Klärung des völkerrechtlichen Status interessiert und verwendenten viel Energie auf die abschließende Klärung der Frage. Insoweit steht der Komplex sowohl am Anfang als auch am Ende des Krieges.
BTW: Wo begannen eigentlich die Geheimverhandlungen zur Beendigung des Krieges? War das nicht in Gertuidenburg?.
Gruß Euer Ethan Frome
- Okay, das mit den Barrièrefestungen sehe ich völlig ein. Schön übrigens, dass Du Sachsen-Gotha entfernt hast. Mit den Bandwurmsätzen fühltest Du Dich offenbar persönlich getroffen - da muss man durch. Ich finde den Artikel jetzt jedenfalls deutlich lesbarer, ohne dass Information verloren gegangen wäre. --PeeWee 17:58, 14. Mai 2006 (CEST)
So, der Kriegsverlauf ist fertig. Die Details zu den Friedensschlüssen finden sich nun in den entsprechenden Artikeln, denn diese wären ansonsten völlig nutzlos. Wir brauchen aber immer noch ein paar mehr Illustrationen. --Memnon335bc 21:50, 14. Mai 2006 (CEST)
Und was für welche?
- Portraits, Schlachtbilder, Lithographie von den Verträgen, Karrikaturen etc. --Memnon335bc 23:01, 14. Mai 2006 (CEST)
Utrecht
nur eine idee, der artikel zum frieden von utrecht existiert doch bereits, sollte man daher hier nicht auf eine zu ausufernde ausführlichkeit verzichten und einen link einbauen? wäre vielleicht vernünftig, immerhin ist der friede von utrecht doch sehr weitreichend und folgenreich für das kommende jahrhundert. gruß Arsen1945 12:38, 11. Mai 2006 (CEST)- Da stimme ich zu, ich habe die Details in die entsprechenden Artikel verschoeb, sie müssen jedoch noch eingearbeitet werden. --Memnon335bc 21:48, 14. Mai 2006 (CEST)
Der Aufstand in Ungarn nicht lieber separat?
Mit viel Liebe zum Detail wird hier der Aufstand in Ungarn dargestellt. Über den Aufstand in den Cevennen, der teilweise zeitgleich in Frankreich ganze Armeeteile band, findet sich kein Wort. Man sollte entweder diesen Teil einfügen, oder aber, was ich persönlich präferiere, beide Teile ausgliedern und jeweils separat darstellen. Denn, so meine unwesentliche Meinung, der Aufstand in Ungarn ist kein direkter Teil des Spanisches Erbfolgekrieges, sondern eine interne Angelegenheit des Hauses Habsburg. So wie man den Aufstand in den Cevennen als letztes Aufflammen des protestantischen Widerstandes sehen kann. foxfoxfox 21:00, 21. Mai 2006 (CEST)- Der Aufstand von Franz II. Rákóczi ist ja bereits dargestellt und auch entsprechend in dem Artikel verlinkt; ansonsten finde ich die aneinanderreihende Darstellung der Kampfhandlungen nicht allzu überbordend, insgesamt jedoch (für militärgeschichtliche Details nur bedingt Interessierte wie mich) etwas ermüdend. Wir sollten vielleicht überlegen, im Kapitel Kriegsverlauf eine etwas ausführlichere Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse für all jene einzubauen, die nicht so sehr in die Tiefe gehen wollen.
- Ein Link zu den Kamisarden wäre gleichwohl lohnenswert. Baust Du das ein, foxfoxfox?
- --PeeWee 21:59, 21. Mai 2006 (CEST)
Bevor ihr meinen Verlauf auseinander nehmen wollt, wäre es vielleicht ganz nett, meine Meinung anzuhören. Ich muss Fox erstmal zustimmen, dass der Cevennenaufstand keine Würdigung erhöten hat. Tatsächlich sollte man dies nachholen. Der Kriegsverlauf in Ungarn ist jedoch für den Verlauf des Spanischen Erbfolgekrieges sehr entscheidend gewesen. Die Ungarn standen in Verbindung mit den französischen Diplomaten und es war kein Zufall, dass dieser Kampf just zum gleichen Zeitpunkt auftrat. Viel wichtiger noch, der Aufstand bedrohte die österreichischen Erblande und lief daraus hinaus, dass wesentliche Heeresteile des Kaisers auf diesem Kriegsschauplatz gebunden waren. Die Ungarn selbst finanzierten sich zu großen Teilen aus französischen Subsidien und so ist es nicht verwunderlich, dass verschiedene Autoren die Ungarn auch als "französische Subsidientruppen" ansahen.
Generell bin ich der Meinung, dass es gut ist, in einem Artikel viele Informationen zu finden Stellt euch vor ihr wohnt am Rhein, dann interessiert euch Höchstädt und Turin herzlich wenig, wenn ihr was über eure Heimatgeschichte wissen wollt. Was entscheidend war und was nicht, bzw. wie es dazu kam ergeht nur aus dem Kontext. Im übrigen ist das alle mal besser als die vorher existierende "Eugen und Marlborough sind geniale Helden"-Darstellung. --Memnon335bc 23:30, 21. Mai 2006 (CEST)
- Keine Sorge, niemand will Deinen Verlauf "auseinander"nehmen und selbstverständlich warten wir auf Deine Diskussionsbeiträge. Wir müssen schließlich kommunizieren, wenn das hier richtig werden soll.
- Es sollte deutlich geworden sein, dass ich die Darstellung des Unganraufstandes in diesem Artikel ebenso wie den Link durchaus begrüße.
- Des weiteren darfst Du davon ausgehen, daß ich mit "Wir sollten vielleicht überlegen, im Kapitel Kriegsverlauf eine etwas ausführlichere Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse für all jene einzubauen, die nicht so sehr in die Tiefe gehen wollen." mitnichten eine "Eugen und Marlborough sind geniale Helden"-Darstellung meinte; das ist ebenso wenig in meinem Sinne wie in Deinem. Meine Anregung zielt vielmehr dahin, den Kriegverlauf - bevor es in die Untergliederung nach Jahreszahlen geht - in komprimiert Form zu skizzeren. Was hälst Du davon?
- Arbeitest Du nun den Link zum Cevennenaufstand in Deinen Verlauf ein? --PeeWee 00:37, 22. Mai 2006 (CEST)
Ich sollte vielleicht anfangen ein Journal zu führen in dem ich vermerke, wie oft ich zitiert werde. Der Link wurde ja schon eingebaut. Prinzipiell bin ich der Meinung, dass es natürlich möglich ist den Kriegsverlauf grob zu skizzieren. Aber das ist schwierig, weil man dafür beurteilen muss, welches Ereignis in welcher Konstellation wichtig war. So oder so gibt es wenig historisch-bedeutsame Ereignisse in dem Krieg und so wird eine "kurze Skizze" wohl immer länger werden und doch nicht viel aussagen, schon gar nicht für die Leute für die du sie gedacht hast, nämlich Leute, die sich ohnehin nicht für den Verlauf interessieren. Ich sehe das so, wenn ein Artikel kurz ist, freut das die Menschen, die es nicht genauer wissen wollen, aber es ärgert die wirklich interessierten. Ist der Artikel zu umfangreich, dann freuen sich die Interessierten und die weniger Interessierten haben die Möglichkeit den Text einfach zu überfligen oder die Passagen zu lesen die sie brauchen. Wenn sich jemand nicht für den Verlauf interessiert, dann ist ihm auch egal, ob er kurz oder lag ist, aber wenn einer doch interessiert ist, sollten wir ihm so viele Informationen wie möglich geben. Sollten wir den Verlauf einmal kurz und einem lang haben ist das nicht nur doppelt-gemoppelt, sondern auch überflüssig. --Memnon335bc 13:12, 22. Mai 2006 (CEST)
P.S. Heute ist der 300.Jahrestag der Schlacht von Ramillies. Beschissener Artikel, aber ich wollte ihn eh bald überarbeiten. (Wie so viele Schlachten dieses Krieges)
- Schön, dass Du den Link hinzugehügt hast.
- Im übrigen: Ja, Du kannst natürlich gerne Deine Liste führen (zur Unterstützung empfehle ich --> Wikiquote), auch wenn Sie niemanden interessiert :-)) Ich kann indes nicht verbindlich zusagen, auch in Zukunft beizutragen. :-)) --PeeWee 21:53, 22. Mai 2006 (CEST)
Um die Sache wieder auf den Ursprung zu bringen: ist es nicht geraten, den Aufstand in Ungarn auszugliedern? Selbst mit französischen Subsidien bleibt er doch eine inner-habsburgische Angelegenhit. Soweit ich weiss, wurden auch die Aufständischen in den Cevennen vom Ausland unterstützt. Noch eine Frage am Rande: beim googeln (schreckliches Wort) findet sich ein Artikel aus Meyer's Konversationslexion von 1899 (so um den Dreh), der in ganzen Passagen verblüffend diesem Artikel ähnelt. Zufall? Aber lassen wir das. --foxfoxfox 12:37, 23. Mai 2006 (CEST)
- Lassen wir das? Entweder man wirft jemanden etwas vor oder nicht. Niemand hat ein Konversationslexikon benutzt. Ich für meinen Teil berufe mich auf Eugen von Frauenholz: Deutsche Kriegsgeschichte (1942) und Bernhard von Poten: Handwörterbuch der gesamten Militärgeschichte, 9 Bde. (1877-81). Aber das kann Meyers lexikon auch übernommen haben. Es wurde jedenfalls nicht ein einziger Satz wörtlich aus irgendeinem Text übernommen, aber fast alle Literatur über den Kriegsverlauf favourisiert die Unterteilung in Jahr und Kriegsschauplätze, weil es nur so möglich ist einen Überblick zu erhalten. Übrigens bildet dort überall Ungarn einen seperaten Kriegsschauplatz. Dies mag darin begründet liegen, dass die Cevennen tatsächlich im inerren Frankreich liegen (und damit der Aufstand wirklich eine innere Unruhe darstellt), während Ungarn an den Grenzen Habsburgs liegend, in erster Linie ein Krieg an der Peripherie war und nicht im inneren des Reiches stattfand. Das ist der Unterschied meines Erachtens nach, aber das ist nur eine Interpretation. Schließlich sollte man den Teil darin behalten --Memnon335bc 17:40, 23. Mai 2006 (CEST)
- Googeln ist meine Sache nicht, deshalb werde ich da nicht nach"forschen", sondern mich auf Memnons Integrität verlassen. Gleichwohl solltest Du doch die von Dir verwendete Literatur im Artikel angeben, Memnon. Weiter werde ich mich nicht mehr dazu äußern.
- Was Ungarn angeht, verstehe ich Dein Problem nicht mehr, fox. Sowohl Ungarn alsauch die Cevennen sind auch separat dargestellt und aus diesem Artikel heraus entspr. verlinkt; die Argumentation Momnons (Ungarn in Anlehnung auf allgemein gängige Darstellungen in der Literatur beizubehalten) ist m.E. schlüssig. Ich habe nicht den Eindruck, dass uns die Diskussion noch weiterführt, zumal Ungarn insgesamt gesehen ja ohnehin relativ kurz "abgehandelt" wird; ein Entfernen würde den Artikel nur marginal "verschlanken". --PeeWee 00:24, 24. Mai 2006 (CEST)
- Habe die beiden Titel im Literaturverzeichnis vermerkt. Danke für den Hinweis. --Memnon335bc 01:02, 24. Mai 2006 (CEST)
"Landgraf Georg von Hessen-Darmstadt"
Unter dem Kriegsjahr 1704 wird ein gewisser Landgraf Georg von Hessen-Darmstadt erwähnt.
Kann mir jemand sagen, wer das gewesen sein soll? (vgl.: Großherzogtum Hessen) Wenn ich die Artikel richtig deute, war Ernst Ludwig zu dieser Zeit Landgraf von Hessen-Darmstadt. --PeeWee 00:52, 3. Jul 2006 (CEST)
- Georg, Prinz von Hessen-Darmstadt, geb. 1670 als Sohn des Landgrafen Ludwig. Diente unter Prinz Eugen von Savoyen und wurde 1696, während des Pfälzischen Erbfolgekrieges bekannt durch die Verteidigung Barcelonas. Nach dem Ende dieses Krieges wurde er zum Vizekönig von Katalonien ernannt. Da er sich zu Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges gegen die Bourbonen stellte, verlor er seine Posten in Spanien. Er diente deshalb in dem österreichischem Kontingent der englischen Flotte. 1704 eroberte er mit 1800 Mann Gibraltar im Handstreich und verteidigte die Festung gegen die bourbonischen Truppen. Anschließend stiess er zum alliierten Feldheer und nahm an der Belagerung Barcelonas teil. Hier fiel er beim Sturm auf das Fort Montjoury am 13. September 1705.
- Literatur:
- Sörgel: Kriege des 18. Jahrhunderts, Altenburg/ Leipzig 1793.
- Wagner: Geschichte von Darmstadt, Darmstadt 1823.
- Künzel: Georg von Hessen-Darmstadt, Friedberg 1859.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. --Memnon335bc 01:39, 3. Jul 2006 (CEST)
P.S. Ich werde das gleich mal in einen Artikel fassen.
- Interessant. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Du den Link hier entsprechend dem Lemma Deines neuen Artikel anpasst, insb. sollte das "Landgraf" natürlich raus. --PeeWee 01:48, 3. Jul 2006 (CEST)
So, fertig! So schnell entsteht mal ein neuer Artikel: Georg von Hessen-Darmstadt Vielleicht könnte du dir ja mal die Zeit nehmen und in den Artikeln Gibraltar und die, welche die Familie Hessen-Darmstadt betriffen, einen Link zu dem guten Mann einfügen. Gute Nacht für heute. --Memnon335bc 03:08, 3. Jul 2006 (CEST)
Fehler im Teil "Kriegsanlass"
Im Text wird einmal gesagt, Karl II starb irgendwann 1699, wohingegen das Portrait von ihm mit 16XX-1700 betitelt ist.- Ach ja? Wo steht denn, dass er 1699 starb? Zitiere das mal bitte. Ich glaube nicht, dass Du eine solche Stelle finden wirst. --PeeWee 22:42, 21. Jul 2006 (CEST)
- Joseph Ferdinand von Bayern starb 1699 (wodurch die Erbfole erneut ungeklärt war). Karl II. von Spanien starb jedoch 1700. Ich glaube, dass du, lieber anonymus, die beiden verwechselt hast. --Memnon335bc 23:58, 21. Jul 2006 (CEST)
Fehler im Übersichtsschema
In der Grafik steht "1968" als Jahr des 1. Testaments Karls II. Das soll sicherlich "1698" heißen. Leider weiß ich nicht, wie man die Grafik korrigiert. NaturalBornKieler 14:00, 26. Sep 2006 (CEST)- Richtig. In der Orginal-Datei in bmp-Format war die Zahl noch korrekt. Ich werde demjenigen, der die Grafik "verbessert" hat gleich mal einen Hinweis schreiben.--Memnon335bc 14:46, 26. Sep 2006 (CEST)
- OK, nach einigem Hin- und Her ist unsere Grafik nun wieder korrekt. (Die Zahl 1698) --Memnon335bc 16:23, 8. Okt 2006 (CEST)
Geographische Bezüge
[...] Eine anderer Benutzer hat an einer Stelle "Deutschland" in "HRR" geändert. Sollen wir das konsequent einpflegen oder zurücksetzen und stattdessen irgendwo einen separaten Link auf das HRR setzen (sofern noch nicht im Text)? Das wäre so ziemlich meine letzte Anmerkung. --PeeWee 20:21, 25. Sep 2006 (CEST)Die Bezeichnung HRR ist falsch. Es handelt sich ja schließlich nur um die Bezeichnung eines geografischen Raumes. Wir haben "Iberische Halbinsel", "Italien" usw. Das sind auch geografische bezeichnungen, so wie es auch von dem begriff "Deutschland" gedacht war, denn ein Deutschland in dem Sinne gab es ja nur als geografischen Begriff. HRR ist hingegegn eine politische Bezeichnung und völlig fehl am Platz. Ansonsten informiere ich mich mal über die Anforderungen eines Lesenswert- oder Exzellenzartikel. Bis dann. --memnon335bc 21:03, 25. Sep 2006 (CEST)
Ja, das Argument ist natürlich stimmig. Ich habe es eben im Artikel geändert. Eine wichtige Sache doch noch, es war mir bis jetzt nicht aufgefallen bzw. nicht bewußt: Sollten wir statt Generalstaaten Generalitätslande setzen?!? Wie bewertest Du das? Ich denke, in diesem Punkt könnte es ggf. zu Diskussionen kommen. (Republik der Sieben Vereinigten Niederlande wäre zumindest unverfänglicher). --PeeWee 21:35, 25. Sep 2006 (CEST)
Mmmhhh, gute Frage. Wenn man davon ausgeht, dass man lediglich einen geographischen Raum meint, müsste man nur "Niederlande" schreiben. Die Kampfhandlungen fanden nämlich nicht (nur) in den Generalstaaten, sondern in den spanischen Niederlanden (später auch Frankreich) statt. Das macht die Sache so schwierig, aber im Großen und Ganzen ist die Bezeichnung eines politischen Gebildes hier falsch, vor allem weil wir dann auch nicht Italien oder Iberische Halbinsel schreiben dürften Am Anfang hatte ich überall "niederlande" stehen, aber irgendjemand hat das dann geändert. Wollte da nicht streiten und hab es gelassen. Bin aber mit dem Terminus, wie er jetzt steht ganz zufrieden, denn genauer als Spanische Niederlande/Generalstaaten wird man nicht kommen. --memnon335bc 23:13, 25. Sep 2006 (CEST) [...]
Sehr geehrte Autoren dieser Seite,
Sie schreiben zu den Ereignissen des Kriegsjahrs 1702, dass sich die Kaiserlichen zuerst all der deutschen Staaten annahmen, die sich auf die Seite Frankreichs gestellt hatten, darunter auch Sachsen-Gotha, und diese besetzten. In dessen Fall stimmt dies jedoch nicht. Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg hatte im Laufe des Jahres 1702 sein Bündnis mit Frankreich gerade noch rechtzeitig gelöst, um einem solchen Schicksal zu entgehen. Ausführlich ist das entsprechende Geschehen beschrieben in: "Leben des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg" von Christian Ferdinand Schulze, erschienen in Gotha 1851, auf den Seiten 98-118.
Mit freundlichen Grüßen
Albrecht Loth, Archivar im Staatsarchiv Gotha
Welcher der im Kriegsanlass genannten Personen war nun Bourbone?
Bitte das nochmal klarstellen, wer nun König wurde. (also namentlich) Danke :)
Nichts für ungut, aber das steht völlig einwandfrei im Text. Bitte einfach lesen: "Am Ende setzte Karl II. durch Testament vom 2. Oktober 1700 Philipp von Anjou zum Erben der gesamten spanischen Monarchie ein." Weitr oben steht zu dieser Person schon (mit Link !!!): "Philipp von Anjou war der zweite Sohn des Dauphin Ludwig und Enkel von Ludwig XIV. von Frankreich, der ihn als Thronerben lancierte." Also erst lesen und so überflüssige Fragen selbst beantworten. --Memnon335bc 17:48, 4. Nov. 2006 (CET)
Info zur Reviewdiskussion
Die Reviewdiskussion über diesen Artikel vom 16. Okt. bis 14. Nov. 2006 findet sich hier: http://de.wikipedia.org/w/i... --PeeWee 15:59, 17. Nov. 2006 (CET)















