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Der Artikel Sudetenland (Reichsgau) gehört zur Kategorie: Deutsche Geschichte (20. Jh.), Tschechische Geschichte, Sudetenland, Reichsgau
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Reichsgaue um 1941 Bildherkunft |
Der Reichsgau Sudetenland bestand im Verband des Deutschen Reiches von 1939 bis 1945. Der Reichsgau umfasste im Oktober 1938 22.608 km² und im Dezember des gleichen Jahres infolge kleinerer Gebietskorrekturen 29.140 km². Gauhauptstadt war das böhmische Reichenberg.
Gebiet und Bevölkerung
22.587 km²; 2.945.261 Einwohner (Mai 1939)
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges (1918) planten die Deutschen Böhmens, Mährens und Österreichisch-Schlesiens (später zusammenfassend als Sudetendeutsche bezeichnet), sich in vier Provinzen zusammenzuschließen:
- in die „Provinz Deutschböhmen“.
- in die „Provinz Böhmerwaldgau“.
- in die „Provinz Deutschsüdmähren“.
- in die „Provinz Sudetenland“.
Diese Provinzen erklärten sich noch im November 1918 zu Bestandteilen der neu gegründeten Republik Deutschösterreich und entsandten ihre Vertreter in die provisorische deutschösterreichische Nationalversammlung. Doch nach den Friedensverträgen musste das nachmalige Österreich zugunsten der Tschechoslowakei auf diese Gebietsteile verzichten. Damals lebten nur rund 82.000 Tschechen im späteren Sudetenland. In der Zeit zwischen 1920 und 1935 siedelten sich noch rund 237.000 Tschechen im Sudetenland an, die ursprünglich aus den tschechisch-slowakischen Grenzgebieten, aus Polen und Ungarn stammten.
Nach dem Münchner Abkommen von 1938 waren dem Deutschen Reich die sudetendeutschen Gebiete der Tschechoslowakei zugesprochen worden. Diese wurden zunächst vom Reichskommissar für die sudetendeutschen Gebiete, dem Gauleiter Konrad Henlein verwaltet. Der tschechische Bevölkerungsanteil umfasste Januar 1938 rund 319.000 Personen. Noch im Oktober 1938 nahmen 193.793 Tschechen (= 60,75 %) die deutsche Staatsangehörigkeit an, um in der Heimat verbleiben zu können. Die Tschechen, die nun nicht mehr unter deutscher Herrschaft leben wollten, wurden nach Zentralböhmen umgesiedelt. Ihren Besitz eigneten sich sowohl der deutsche Staat als auch viele deutsche Privatleute an, nachdem pro forma Entschädigungszahlungen erfolgt waren. Allerdings wurde von deutscher Seite aus nur der Minimalwert an die Betroffenen gezahlt (Quellenangabe fehlt!).
Am 15. April 1939 trat das Gesetz über den Aufbau der Verwaltung im Reichsgau Sudetenland (Sudetengaugesetz) in Kraft. Danach wurde aus dem Hauptteil der sudetendeutschen Gebieten der neue Reichsgau Sudetenland gebildet. Kleinere Gebiete im Süden und Nordosten wurden der preußischen Provinz Schlesien zugewiesen („Hultschiner Ländchen“, dem Landkreis Ratibor im Regierungsbezirk Oppeln), ferner dem Land Bayern und den Landeshauptmannschaften Oberösterreich (später: Reichsgau Oberdonau) und Niederösterreich (später: Reichsgau Niederdonau).
Verwaltungssitz wurde nun die Stadt Reichenberg, die die Bezeichnung Gauhauptstadt führte. Zum Reichsstatthalter und Gauleiter in Reichenberg wurde der bisherige Reichskommissar Konrad Henlein ernannt.
Im Jahre 1945 wurde bis Mai das Gebiet des Sudetenlandes im Westen von der amerikanischen und im übrigen von der Roten Armee besetzt. Die deutsche Bevölkerung musste das Land zum größten Teil verlassen.
Verwaltungsgliederung
Das Sudetenland teilte sich in die drei Regierungsbezirke Aussig (tschechisch Ústí nad Labem), Eger (tschechisch Cheb) und Troppau (tschechisch Opava) mit der entsprechenden Anzahl von Stadt- und Landkreisen. Während die Grenzen der Regierungsbezirke völlig neu bestimmt wurden, blieb es hinsichtlich der Kreise im Wesentlichen bei den Abgrenzungen der früheren tschechoslowakischen politischen Bezirke.
Zum vorläufigen Sitz des Regierungsbezirks Eger wurde die Stadt Karlsbad (tschechisch Karlovy Vary) bestimmt. Im Übrigen waren die Sitze der anderen Bezirke in Aussig und Troppau.
Der Reichsgau Sudetenland bildete damit bis 1945 einen integralen Bestandteil des Deutschen Reiches.
Ortsnamen
Wesentliche Ortsumbenennungen fanden nicht statt. Es galten im Allgemeinen die früheren österreichischen (deutschsprachigen) Bezeichnungen von 1918.
Verwaltungsgliederung des Reichsgaus Sudetenland 1945
Regierungsbezirk Aussig
Stadtkreise
Landkreise
- Aussig
- Bilin
- Böhmisch Leipa
- Braunau
- Brüx
- Dauba
- Deutsch Gabel
- Dux
- Friedland (Isergebirge)
- Gablonz an der Neiße
- Hohenelbe
- Komotau
- Leitmeritz
- Reichenberg
- Rumburg
- Schluckenau
- Teplitz-Schönau
- Tetschen-Bodenbach
- Trautenau
- Warnsdorf
Regierungsbezirk Eger [Sitz: Karlsbad]
Stadtkreise
Landkreise
- Asch
- Bischofteinitz
- Eger
- Elbogen
- Falkenau an der Eger
- Graslitz
- Kaaden
- Karlsbad
- Luditz
- Marienbad
- Mies
- Neudek
- Podersam
- Preßnitz
- Saaz
- Sankt Joachimsthal [Sitz: Karlsbad]
- Tachau
- Tepl
Regierungsbezirk Troppau
Stadtkreis
Landkreise
- Bärn
- Freiwaldau
- Freudenthal
- Grulich
- Hohenstadt
- Jägerndorf
- Landskron
- Mährisch Schönberg
- Mährisch Trübau
- Neu Titschein
- Römerstadt
- Sternberg
- Troppau
- Wagstadt
- Zwittau
Persönlichkeiten
- Konrad Henlein, Gauleiter der NSDAP und Reichsstatthalter
Weblinks
Diskussion der Autoren über den Artikel: Sudetenland (Reichsgau)
Nach der amtlichen Volkszählung vom 17. Mai 1939 hatte das Sudetenland:
- 3.064.415 Deutsche (davon 99,18 % oder 3.039.396 deutsche Staatsangehörige)
- 319.000 Tschechen (davon 60,75 % oder 193.793 deutsche Staatsangehörige)
- 25.015 Menschen anderer Staatsangehörigkeit (0,73 %). Postmann Michael 23:03, 22. Jan 2005 (CET)
Neutralität ist nicht gegeben:
Es gibt Zeitgenossen, die sich noch immer russisch-sozialistischer und national-tschechischer Nachkriegsmär bedienen. Darunter die durch die diversen Behauptungen der "brutalen Vertreibung" widerlegende Volkszählung von 1939, die ständig mißachtet wird. Oben genannte Zahlen sind unter aktiver Beteiligung der Tschechen entstanden, die sich offen für die deutsche Staatsangehörigkeit entschieden. Nur eine Minderheit von ihnen wurden ausgesiedelt und erhielten Entschädigungszahlungen von deutscher Seite. Diese Zahlen wurden vom Reichsinnenministerium der Weltöffentlichkeit offengelegt. Von "Unterdrückung" kann wohl hier keine Rede sein...diese begann erst 1940.Wem's auch nicht passt, war halt so!!!
Ferner wird hier die Geschichte der "Vorläufer" des späteren Reichsgaues unterdrückt bzw. immer wieder beseitigt. Geschichtliche Tatsache ist aber, das sich die Deutschen in Böhmen 1918 in die eigenständigen Provinzen Deutsch-Böhmen und Sudetenland zusammenschlossen; der Böhmerwaldgau (Deutsch-Südböhmen) kam bekanntlich an Oberösterreich und Deutsch-Südmähren an Niederösterreich.
Edit War
Weitere Änderungen bitte künftig hier belegen! Postmann Michael 23:16, 22. Jan 2005 (CET)
Quellen:
- Manfred Weinhold: Deutschlands Gebietsverluste 1919-1945, 1999
- Dr. Karl Hans Ertl: Gebiets- und Bevölkerungsverluste des Deutschen Reiches und Deutsch-Österreichs nach dem Jahre 1918, 1996
- Nikolaus v. Preradovich: Großdeutschland 1938 ... Traum, Wirklichkeit, Tragödie, 1987
- Walter Wiltschegg: Österreich - der "Zweite deutsche Staat"?, 1992
- Deine Quellen sind einfach lächerlich und alles andere als neutral. Drittklassige (und nicht einmal dies) Bücher die bei (zum Teil?) "unreinen?" Verlagen verlegt wurden -- HaHaHa! 18:37, 29. Jan 2005 (CET)
- Na ja, allein diese Äußerungen lassen eindeutig erkennen, wessen Geistes Kind du bist. Darüber kein Kommentar mehr, da deine Argumentation mehr als lächerlich ist. (Aus welcher Kolchose haben sie dich denn entlassen?!?) Postmann Michael 01:33, 30. Jan 2005 (CET)
- Na ja, allein diese Äußerungen lassen eindeutig erkennen, wessen Geistes Kind du bist. Darüber kein Kommentar mehr, da deine Argumentation mehr als lächerlich ist. Les mal Biene Maja oder Heidi (dürfte vielleicht dein Verständnisniveau entsprechen), da kannst wenigstens behaupten, dass du einmal im Leben ein gescheites Buch gelesen hast, und am besten stellst du hier dein Halbwissen (möglicherweise Falschwissen) nicht mehr ein. -- HaHaHa! 08:55, 30. Jan 2005 (CET)
- Gerne. Im Gegenzuge lernst du erst einmal richtig deutsch. Da vor allem Grammatik! Ausser nur böswillige Behauptungen hier aufzustellen und andere Benutzer zu beleidigen, solltest du erst einmal hier etwas leisten. Im übrigen rate ich dir, belege einmal einen "Benimmkurs für Anfänger" -- könnte vielleicht noch was bei dir bringen. Postmann Michael 20:09, 30. Jan 2005 (CET)
- Und die Wikipedia vor deinem Müll zu schützen finde ich schon sinnvoll. -- HaHaHa! 20:38, 30. Jan 2005 (CET)
- Dann pass mal schön auf, dass du nicht über deine niedere Einstellung fällst. Im übrigen, wer schützt die Wiki vor Leuten wie dich? Postmann Michael 20:54, 30. Jan 2005 (CET)
- Die Leute wie ich gehen freiwillig, wenn so "Mitarbeiter" wie du hier (hoffentlich bald) hier ihre unnötige Mitarbeit einstellen -- HaHaHa! 12:08, 31. Jan 2005 (CET)
- Aha! Postmann Michael 21:30, 31. Jan 2005 (CET)
Die von "Postmann" genannten "Quellen" kommen genau daher, wo auch "Postmann" steht: vom rechten Rand: vor allem Preradovich, der zum Umfeld der rechtsextremen "Gesellschaft für Freie Publizistik" gehört ist ein beliebter Autor bei Neonazis; Ertl gehört zur in Wien ansäßigen Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP), in der sich Rechtsextreme von Neonazis bis zu einzelnen FPÖlern organisiert haben, Weinholds Buch wird im "Störtebeckernet" (ein Neonazi-Internetprojekt) als eins der wichtigsten Nachschlage werke für Deutsche Geschichte bezeichnet, es ist im Arndt-Verlag (siehe auch: http://lexikon.idgr.de/m/m_... erschienen in dem auch zahlreiche Revisionisten schreiben, u.s.w.. Vivaldi 01:01, 4. Feb 2005 (CET)
- da bin ich froh, dass es auch andere aufgefallen ist. -- HaHaHa! 01:19, 7. Feb 2005 (CET)
Vielleicht sollten hämische Diskutanten lieber mal Artikeltext mit handfesten Daten und Fakten liefern. Postmann zumindest bringt solche, und keiner seiner obigen Kritiker hat diese bisher fachlich widerlegt. Es geht doch hier nicht darum, persönliche Ansichten mit Unterstellungen und unbewiesenen Andeutungen auszufechten, sondern dokumentierte Quellen und Daten zu nennen. Wenn es (wie häufig bei Geschichtsquellen) unterschiedliche fundierte Meinungen gibt, dann kann man ja alle mit Ross und Reiter nennen, aber bitte sachlich. Und Schreibfehler beweisen keinen Mangel am Inhalt eines Artikels. Ich schreibe z.B. nur mit 2 Fingern und sehe manchmal wie ein Lagestehniker aus.
Was mir in diesem Artikel von der Logik her auffällt, sind die Links von den Kreisnamen auf Städte statt auf Kreise. Die Stadt selber ist ja nur eine Untermenge des Kreises. Um kein Chaos zu verursachen, werde ich aber vorerst nur das seit kurzem von mir benutzte Link für Landkreis „Luditz“, dessen Ziel bisher unverständlicherweise die heutige Stadt „Žlutice“ war, auf einen neuen Artikel „Landkreis Luditz“ zeigen lassen, den ich demnächst erstelle. Der „Landkreis Luditz“ soll dann auf alle seine Gemeinden zeigen. (Das wäre auch bei den anderen Kreis-Links sinnvoll. Ich bin nämlich gerade in heftige Diskussionen gerannt, als ich unter meinem Artikel „Žlutice“ auch ehemalige Gemeinden des ehemaligen Landkreises Luditz in einer Navigationsleiste genannt habe. Aktuelle Gemeinden wie „Zlutice“ sollten angeblich nur die aktuellen, aber keine historischen Gemeinden enthalten.) -- 62.246.123.116 17:02, 8. Feb 2005 (CET) ( mailto:ekeil@gmx.de )
- Ich habe zwar einen eigenen Artikel zu „Landkreis Luditz" fertig, aber Rolf48 hat mir den vorgestern(?) von mir erstellten Link auf „Landkreis Luditz“ (zeigte zuvor fälschlich auf „Zlutice“) weggeschnappt, und ich möchte nicht meinen eigenen Text einfach drüberladen.
- Da die Amtssprache(n) in der CSR nicht nur tschechisch war, gab es auch vor dem 29. Sept. 1938 immer zusätzlich deutsche Namen für die Bezirke Zlutice und Kralovice, sogar schon sehr lange. In einer deutschen Enzyklopädie sollten diese eigentlich nicht fehlen. Ich bin im Krs. Luditz geboren. Die gedruckten Zeugnisformulare („Staatl. Verlagsanstalt Prag“) meiner Eltern enthalten kein tschechisches Wort, auch das Amtssiegel nicht,bei „Schulbezirk“ ist von Hand „Luditz“ eingetragen, beim Datum „Buchau, 31. Jänner 1928“ (also 10 Jahre vor 1938).
- Dass das Münchner Abkommen eine Erpressung der CSR war, bezweifelt wohl niemand. Aber der Artikel erweckt den falschen Eindruck, dass „die vollständige Besetzung“ des Bezirks Zlutice die Namensänderung von „Zlutice“ auf „Luditz“ bewirkt habe. Ist eindeutig falsch.
- Vom PBez Kralovice kamen 22 deutschsprachige Orte des GBez Manetin zum LKr Luditz, 2 Orte zum Lkr Mies und 1 Ort zum GBez Kralovice. Dieser 1 Ort kam mit dem gesamten GBez Kralovice (also 57 Orte) unter dem Namen „PBez/Gbez Kralowitz“ zum Protektorat. Daher verstehe ich nicht, was in dem Artikel der 2malige Ausdruck Kralovice(Rest) besagen soll, der angeblich in „das Deutsche Reich eingegliedert“ bzw. „zum Reichsgau Sudetenland ... zugeteilt“ wurde. Ist völlig irreführend. (Siehe „Sudetendeutsches Ortsnamenverzeichnis“, 1984, 2. Auflage.) (Siehe „Ortslexikon der böhmischen Länder“, Oldenbourg Verlag 1983 und Neuaufl.)
- 1. Mai 1939: Was sind bitte die „teilweise zerschnittenen Kreise“? Und „Reste des GBez Manetin dem Lkr Luditz einverleibt“ ist wieder eine solche ungenaue Darstellung (s.o.).
- Ortsnamen: „... Fassung von 1918“. Nicht immer, bei Bindestrich.Namen, bei originär tschechischen Namen im GBez Luditz(z.B. Rzeppan -> Repan, Sahorz -> Sahor, ...).
- Weblinks: werde ich demnächst einige liefern, da ich sehr viel über den Kreis Luditz ins Internet gestellt habe.
- Was hier völlig fehlt (was ich aber in meiner eigenen Fassung zu einem Artikel „Landkreis Luditz“ bereits alles habe, obwohl ich leider zu spät dran bin &'91; :-)) ] :
- bei „Geschichte“ Hinweis auf frühere Verwaltungsgleiderungen (ohne Angabe zu den altböhmischen Kreisen tut sich ein Interessierter schwer, weil er dann nicht weiß, wo er Urkunden suchen muss).
- Archive
- geographische Lage des Lkr, sein Bezug zum heutigen okres KV
- Lkr Luditzer Orte (die es z.T., wie meinen Geburtsort Schönau, nicht mehr gibt).
- ... (Kleinigkeiten).
Im einzelnen:
- Dass es im Sudetenland zwei Namensformen gab, ist mir bekannt, dasselbe galt für das Memelgebiet. Nach außen hin galt aber die tschechische Bezeichnung und den Wechsel zur jetzt allein gültigen deutschen Bezeichnung habe ich andeuten wollen.
- Der politische Bezirk Kralovice wurde durch die Grenzziehung aufgeteilt. Der Hauptteil verblieb bei der Tschechslowakei, bzw. später beim Protektorat; der kleinere Teil (Gerichtsbezirk Manetin ohne Hurkau und Zahradka), also der politische Bezirk Kralovice (Rest) trat zum Sudetenland. Die förmliche Eingliederung ist erst zum 1. Mai 1939 erfolgt, so der Text der Verordnung über die Gliederung des Reichsgaues Sudetenland in Stadt- und Landkreise vom 29. April 1939. Rolf48 20:41, 9. Feb 2005 (CET)
- Hallo Ewald, mich interessiert die Sache mit der Amtssprache in der CSR. War Deutsch im ganzen Land zu Tschechisch und Slowakisch gleichberechtigte Amtssprache, in bestimmten (sudetendeutschen) Orten, oder wo? Falls du dazu mehr weißt, kannst du es gerne unter "Tschechoslowakei" oder "Geschichte der Tschechoslowakei" eintragen, denn da steht zu diesem Thema leider überhaupt nichts. Danke! --Langec Langec 20:47, 9. Feb 2005 (CET)
Was die von Postmann Michael geposteten Quellen betrifft: Man gehe einmal auf http://www.buchhandel.de (Datenbank aller lieferbaren Bücher). Dann schaue sich man an, was diese Verlage sonst noch so herausgebracht haben (z. B. Arndt-Vlg). Interessant ist, die Annotationen zu den jeweiligen Titeln zu lesen. Man kann nur staunen, was im deutschen Buchhandel alles offiziell vertrieben werden darf. Wie auch immer: Die oben genannten Bücher dürften mit Wikipedia-Vorstellungen von Neutralität kaum vereinbar sein. -- Hunding 07:34, 13. Feb 2005 (CET)
- Es ist zwar schön, dass man sich die Mühe macht, die Verlage zu durchforsten. Aber Quellen, die die "böse Vertreibung" der Tschechen aus dem Sudetenland dokumentieren, werden nicht geliefert. Nur das wollte ich eigentlich bezwecken: das Quellen geliefert werden. Zum anderen wies das Sudetenland 1945 - zum Zeitpunkt der erneuten tschechischen Machtausübung über dieses Gebiet - noch 160.000 Tschechen aus, die wegen ihrer "Verbindung an das faschistische Deutschtum" an die slowakisch-ukrainische Staatsgrenze zwangsumgesiedelt wurden. An ihrer Stelle wurden ein paar tausend Ukrainer und Slowaken angesiedelt, während die deutsche Bevölkerung ausgetrieben wurden. So sank die Bevölkerungszahl bis 1947/48 im Sudetenland auf rund 892.000 Bewohner (nach der Vertreibung der 3,2 Millionen Sudetendeutschen) ab. Ob es den fleissigen "Diskutanten" passt oder nicht, an der historischen Wahrheit kann man nicht solange basteln, bis sie ins Weltbild passt. So war es nun einmal. Was die Verlage anbetrifft, so sei angemerkt, dass sie auch die Werke überzeugter Kommunisten verlegen...dazu sind sie per Gesetzt verpflichtet und schliesslich ist es Sinn und Zweck eines jeden Verlages mit dem Verkauf von Büchern Geld zu verdienen. (Und HaHaHa!, mit unterschreibt man seine Beiträge und Anmerkungen.) Postmann Michael 23:28, 13. Feb 2005 (CET)
weblink
Statt "...Territorialgeschichte 1939 - 1945" sollte es "...Geschichte 1939, 1945" sein. Wie gewöhnlich - gibt es dort nichts dazwischen... :-)


