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Syrien

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Der Artikel Syrien gehört zur Kategorie: Syrien, Staat, Naher Osten, Mittelmeer

Die Arabische Republik Syrien ( al-Dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) ist ein Staat in Vorderasien und Teil des Maschrek. Syrien grenzt im Süden an Israel und Jordanien, im Westen an den Libanon und das Mittelmeer, im Norden an die Türkei und im Osten an den Irak. Mit rund 185.000 Quadratkilometern ist Syrien halb so groß wie Deutschland.

Der Name Syrien kommt aus dem Griechischen, das den alten Namen Assur übernommen hat (siehe dazu auch die antiken Provinzen Koile-Syrien, Syria und Syria Palaestina). Die traditionelle arabische Bezeichnung des Gebietes war bis in die Neuzeit bilad asch-scham und nicht Syrien. Herleitungen von arabischen Wurzeln entspringen dem neuerlich stark gewachsenen Bedürfnis nach arabischer "Authentizität" und entbehren der wissenschaftlichen Grundlage

Geographie

Landschaft und Wüsten

Syrien erreicht auf etwa 193 Kilometer die Ostküste des Mittelmeeres, direkt nördlich des kleinen Staates Libanon. Die große Mehrheit der Syrer spricht Arabisch (syrische Dialekte, z.B: halabi, schami, usw.). Entlang dieser Küste erstreckt sich eine schmale Ebene. Parallel zu ihr verläuft - in etwa 20 km Abstand zur Küste - das Alawitengebirge, dessen Ostabhang steil zur fruchtbaren Orontes-Ebene abfällt. Eine von Norden nach Süden verlaufende Gebirgskette trennt das Orontes-Tal von der syrischen Hochebene. Diese wird weiter südlich vom Antilibanon-Gebirge mit dem 2.814 Meter hohen schneebedeckten Gipfel des Hermon (arab.: , Dschabal asch-Schaich) gegen Westen abgeschirmt. Hier entspringen kleinere Flüsse, die das ganze Jahr über Wasser führen und Oasenbildung ermöglichen; darunter der Barada, der die Damaskus umgebende Oase Ghuta bewässert.

Auf der Hochebene im Osten und Südosten Syriens dehnt sich die Syrische Wüste, die in ihrem Zentrum von kleineren Hügelketten unterbrochen wird und allmählich gegen die Euphratsenke abfällt. Im Nordosten Syriens durchschneidet der Euphrat die Nordausläufer der Wüste Schamiya; an sie schließt sich eine fruchtbare Ebene, die Dschazira, an. Im Südosten erhebt sich das vulkanische Massiv des Hauran mit dem Dschabal ad-Druz als Mittelpunkt und der westlich gelegenen Hauran-Ebene. Die bedeutendsten Flüsse Syriens sind der Euphrat (676 Kilometer) und der Orontes (325 Kilometer).

Klima

Das Klima ist trocken und relativ heiß, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind aber nicht selten. Im Osten herrscht sommerheißes, trockenes kontinentales Steppen- und Wüstenklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag unter 11 Millimeter. Im Westen an der Küste herrscht Mittelmeerklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von etwa 500 Millimeter. Die Gebirgsregionen sind kälter und vor allem regenreicher.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Damaskus 4.139.714 Einwohner, Aleppo 2.576.797 Einwohner, Homs 1.124.871 Einwohner, Latakia 431.606 Einwohner und Hama 348.862 Einwohner. Die Agglomeration um Damaskus hat etwa 6 Millionen Einwohner, die um Aleppo etwa 2,5 Millionen.

Tier- und Pflanzenwelt

Die Tier- und Pflanzenwelt Syriens ist durch die jahrtausendelange Besiedelung des Landes stark verarmt. Außer Nutztieren gibt es keine größeren Säugetiere mehr. Selbst Dromedare findet man heute kaum noch. Lediglich die Vogelwelt ist noch vielfältig. 354 Vogelarten wurden in Syrien dokumentiert. Syrien ist ein wichtiges Durchzugsland für Zugvögel. Bemerkenswert sind erst im Jahre 2002 in Syrien wiederentdeckte Waldrappen, die zu den gefährdetsten Vogelarten überhaupt zählen. Die natürliche Pflanzenwelt ist durch Abholzung und Überweidung schon seit dem Altertum stark degradiert. Wald findet man kaum noch im Lande. Die Aleppo-Kiefer und die Libanonzeder kommen noch in Restbeständen vor. Dagegen sind Öl- und Feigenbäume häufig angepflanzt zu finden. In der Hochebene von Aleppo findet man auch das natürliche Verbreitungsgebiet der Goldhamster.

Bevölkerung

Sämtliche Angaben zur Ethnizität oder Religion sind in Syrien ein Politikum und deshalb heftigst umstritten. Die herrschende politische Elite entstammt ganz überwiegend der Religionsgemeinschaft der Nusairier (Alawiten), eine Religionsgemeinschaft am Rande des Islams, die lange Zeit verfolgt wurde.

Die Mehrheitsbevölkerung in Syrien bilden die Araber, die zweitgrößte Volksgruppe sind die Kurden, deren genaue Zahl unbekannt ist, da viele Kurden Flüchtlinge aus der Türkei und dem Irak und nicht syrische Staatsbürger sind. Die Kurden leben überwiegend entlang der türkischen Grenze. Sie stellen mittlerweile die Mehrheit in der nordöstlichen Provinz al-Hasaka, sowie in der Bezirksregion Afrin in der Provinz Aleppo. Aufgrund hoher Arbeitslosigkeit siedelten sich viele Kurden in den Großstädten Aleppo und Damaskus an. In Aleppo sollen die Kurden sogar mittlerweile gut ein Viertel der Stadtbevölkerung stellen. Weitere größere Volksgruppen bilden die Armenier die in den Städten Aleppo und Damaskus leben, sowie die immer noch aramäisch sprechenden Aramäer. Zu den weiteren ethnischen Minderheiten in Syrien gehören Griechen, Türken (Turkomanen), Roma und Beduinen. Während die Griechen und Turkomanen große Gemeinden in den Städten Aleppo, Damaskus und Homs bilden, leben die Beduinen und Roma als traditionelle Nomaden.

Daneben gibt es zahlreiche arabisch-sprachige Flüchtlinge: etwa 476.000 Palästinenser und 170.000 Binnenflüchtlinge (Ende 2002) sowie mindestens 40.000 chaldo-assyrische Flüchtlinge aus dem Irak.

Die Bevölkerung Syriens ist im Laufe des 20. Jahrhunderts sehr stark gewachsen. Nach dem Ersten Weltkrieg betrug die Bevölkerung wohl nicht viel mehr als 1,5 Millionen Menschen. Um 1970 war sie dann auf rund 6 Millionen, etwa das vierfache, angewachsen. Heute ist sie mit 20 Millionen etwa 13 mal so groß wie nach dem Ersten Weltkrieg. Daneben leben in Syrien unzählige Gastarbeiter aus benachbarten arabischen Ländern.

Auslandssyrer leben vor allem in Südamerika (Argentinien, Venezuela und Brasilien), den Golfstaaten und Europa.

Religion

Etwa 75% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 6% sind Nusairier (Alawiten) und gut 1 % sind schiitische Ismaeliten oder seltener Imamiten. Um die 2% sind Drusen, die vor allem im Süden Syriens leben.

Etwa 15% sind Christen verschiedener Konfessionen. Diese leben auch im Raum Damaskus, Homs und Aleppo traditionell in ihren Dörfern. Die Melkitischen Orthodoxen bilden die größte christliche Gemeinschaft, die hauptsächlich im Landesinneren leben. Andere bekennen sich zur Armenischen Apostolischen Kirche und der mit Rom unierten Syrisch-Katholischen und Griechisch-Katholischen Kirche. Große syrisch-orthodoxe Gemeinden trifft man im Nordosten Syriens. Gläubige der Assyrischen Kirche des Ostens, auch Apostolische Kirche des Ostens genannt, zählen um die 30.000 und leben hauptsächlich um den Fluss Chabur im mesopotamischen Teil Syriens (Jazireh), wo auch die Chaldäische Kirche existiert. Maroniten bilden etwas über 2%, nämlich rund 424.000 [LINK]. Viele syrische Christen wanderten nach Libanon, Schweden und in die USA aus.

Daneben existieren noch verschiedene protestantische sowie römisch-katholische Gemeinden. Die wenigen noch in Syrien verbliebenen Juden leben überwiegend in den Städten, erwähnenswert ist auch die 20.000 Personen starke Yesidische Gemeinde.

Weiterhin zu erwähnen ist, dass sich die ethnischen Gruppen nicht mit den religiösen decken: So waren einige führende pan-arabische Nationalisten christlichen Glaubens, wie etwa der Begründer der Baath-Partei Michel Aflaq.

Obwohl es in der Geschichte Syriens ein paar Mal zu interkonfessionellen Auseinandersetzungen kam, wie z.B. 1860 in Damaskus, ist das Zusammenleben vorwiegend friedlich geprägt. Der bedeutendste syrische Imam predigt, dass Muslime, Christen und Juden Brüder sind und man als guter Muslim Christen und Juden auch als seine Brüder behandeln solle.

Zwei Links allgemein zum Thema: [LINK] und [LINK]

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Syriens

Die Syrische Arabische Republik

Am 17. April 1946 wird die Syrische Arabische Republik ( al-dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) ausgerufen. Seither ist der 17. April syrischer Nationalfeiertag.

Die ersten Jahre der jungen Republik sind durch politische Instabilität und Regierungskrisen gekennzeichnet. Dazu trägt auch die Niederlage im ersten Palästinakrieg 1948 bei.

Der Aufstieg des Panarabisten Gamal Abdel Nassers in Ägypten nährt auch in Syrien Hoffnungen auf die Schaffung eines gemeinsamen arabischen Staats. Im Vorfeld des Sueskriegs bilden beide Länder ein gemeinsames Oberkommando; nach schweren Spannungen zwischen der arabischen-sozialistischen Ba'ath-Partei und der Kommunistischen Partei wird aus Furcht vor einer kommunistischen Machtübernahme eine Delegation nach Ägypten entsandt, wo die Vereinigung der beiden Staaten beschlossen wird.

Am 1. Februar 1958 wird der Zusammenschluss Ägyptens und Syriens zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR) bekanntgegeben.

Da von Anfang an die ägyptische Seite dominiert und die wichtigsten Politikbereiche bestimmt, wächst die Unzufriedenheit in Syrien. Hinzu treten wirtschaftliche Probleme. Ein Putsch syrischer Offiziere im September 1961 bedeutet schließlich das Ende der Vereinigten Arabischen Republik. Nach einem weiteren Putsch im Mai 1963 erlangt die Ba'ath-Partei zum ersten Mal die Macht in Syrien, die jedoch weiterhin zerstritten ist.

Nach dem verlorenen Sechs-Tage-Krieg gegen Israel im Juni 1967 und dem Verlust des Golans folgt eine Phase, die von allgemeiner Niedergeschlagenheit gekennzeichnet ist.

Hafiz al-Assad

Aus den jahrelangen Machtkämpfen innerhalb der Ba'ath-Partei tritt am 16. November 1970 schließlich Hafiz al-Assad als Sieger hervor. Assad, unter Salah Dschadid noch Verteidigungsminister, lässt den Altpräsidenten und einige seiner Anhänger verhaften, nachdem er selbst einst aus politischen Gründen einige Zeit im Gefängnis verbringen musste. 1971 lässt er sich mit 99,2 % der Stimmen (ohne Gegenkandidaten) zum Staatspräsidenten wählen; im selben Jahr wird er Generalsekretär der Ba'ath-Partei.

1973 wird eine neue Verfassung verabschiedet, in der die Position des Staatspräsidenten weiter aufgewertet wird. Des weiteren soll die Schari'a fortan eine der Hauptgrundlagen der Gesetzgebung sein (sie wurde zuvor als einfache Quelle für die Legislative bezeichnet). Dies folgte nach dem gescheiterten Versuch Assads in Syrien eine Verfassung ohne jegliche religiöse Elemente, d.h. streng laizistisch einzuführen und den Staat in eine Volksrepublik umzubenennen, was in der Bevölkerung auf großen Widerstand stieß, da dies v.a. eine weitere Annäherung an den Ostblock und die Möglichkeit eines christlichen Präsidenten bedeutet hätte, wo doch schon dem Alawiten Assad Misstrauen entgegengebracht wurde. Im neuen Verfassungsentwurf wurde daher wieder festgelegt, dass der Staatspräsident Muslim sein muss, um die Bevölkerungsmehrheit der Sunniten zu beruhigen, denen die Alawiten, zu denen auch al-Assad gehört, zu mächtig geworden waren.

Im Jom-Kippur-Krieg von 1973 gelingt es der syrischen Armee, einen kleinen Teil der von Israel besetzten Golanhöhen zurückzuerobern.

Ein Kennzeichen von Assads Politik ist die Unterdrückung der islamistischen Opposition. Es kommt unter anderem zu Terroranschlägen, die auf das Konto der Muslimbrüder gehen. Nach einem weiteren Anschlag in der Militärakademie 1979, dem 50 alawitische Kadetten zum Opfer fallen, geht die Regierung verschärft gegen die Muslimbrüder vor.

Zu einem folgenschweren Aufstand, wiederum von Muslimbrüdern initiiert, kommt es im Februar 1982 in der mittelsyrischen Stadt Hama. Die Armee greift mit Panzern und Luftwaffe ein, es kommt zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf große Teile der Altstadt zerstört werden. Etwa 1.000 Soldaten und zwischen 10.000 und 30.000 Zivilisten verlieren ihr Leben (siehe Demozid). Der Niederschlagung des Aufstands folgt eine umfangreiche Verhaftungswelle, die der fundamentalistischen Opposition das Rückgrat bricht. In der Folge ist al-Assads Machtposition sehr stark und kaum gefährdet.

Während des ersten Golfkrieges (1980-1988) unterstützte Syrien den Iran gegen den ebenfalls von der Ba'ath-Partei regierten Irak unter Saddam Hussein. Nach dem Einmarsch irakischer Truppen in Kuwait war Syrien militärisch an dessen Befreiung während des zweiten Golfkrieges beteiligt. Die Beziehungen zum östlichen Nachbarland wurden erst ab 1997 teilweise normalisiert, die 1980 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wurden aber erst im November 2006 wieder aufgenommen.

1994 kommt Assads ältester Sohn Basil al-Assad, der sein Nachfolger werden sollte, bei einem Autounfall in der Nähe des Flughafens von Damaskus ums Leben.

Baschār al-Assad

Nach dem Tod des syrischen Präsidenten Hafiz al-Assad am 10. Juni 2000 wurde am 10. Juli sein zweitjüngster Sohn Baschar al-Assad nach einer Grundsatzänderung bezüglich des Mindestalters eines Präsidenten mit einer Mehrheit von 97,29 % (offizielles Wahlergebnis) zum nächsten Präsidenten gewählt.

Baschār gilt als liberaler als sein Vater, da er unter anderem in London studierte und auch dort heiratete. Erstes Anzeichen eines neuen politischen Kurses war die Freilassung von 600 politischen Gefangenen im November 2000. Er verfolgt einen Reformkurs, an dessen Umsetzung er von dem alten Kader gehindert wird.

Allgemein erhofft sich die Bevölkerung eine weitere Öffnung des Landes, wie sie von Hafiz al-Assad in den 1990er Jahren begonnen wurde. Unter Baschar wurde unter anderem die Benutzung des Internet erlaubt.

Allerdings kam es im September 2001 erneut zu einer Inhaftierungswelle gegen bekannte Oppositionelle. Im Frühjahr 2004 wurden nach Demonstrationen und Zusammenstößen mit den Sicherheitsdiensten hunderte syrischer Kurden, darunter auch Kinder, verhaftet und getötet. Diese Demonstrationen fanden in Qamishli und Amuda statt, wo die meisten Kurden leben.

Im Februar 2005 wurde in Beirut ein Autobombenanschlag auf Rafiq Hariri verübt, den ehemaligen und langjährigen Regierungschef des Libanon. Da es Hinweise auf Geheimdienst-Aktivitäten gab, wächst in jüngster Vergangenheit der Druck auf Syrien. Insbesondere die USA machen dessen Führung für das Attentat verantwortlich. Doch auch Frankreich fordert von Syrien die volle Souveränität Libanons zurück.

Im Mai 2005 gab Präsident Assad diesen Forderungen teilweise nach.

Neuere Politik

Verhältnis zu Israel

In Folge des Sechstagekrieges im Jahr 1967 besetzte Israel die Golanhöhen, von wo immer wieder syrischer Beschuss erfolgt war. Seit damals herrscht zwischen den beiden Ländern lediglich ein Waffenstillstand, Syrien erkennt den israelischen Staat nicht an (zum Beispiel ist in seinen Atlanten nur von "Palästina" die Rede). Der Abschluss eines Friedensvertrages, der eine völkerrechtliche Anerkennung beinhalten könnte, ist für die syrische Seite eng an die Rückgabe der Golanhöhen geknüpft, die wiederum für Israel von immenser strategischer Wichtigkeit sind.

Andererseits beschuldigt Israel die syrische Regierung, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. Im Oktober 2003 flog die israelische Luftwaffe einen Angriff gegen ein vermutetes Terroristenausbildungslager südlich von Damaskus, der von vielen Staaten verurteilt wurde.

Verhältnis zu Libanon, den USA und den Vereinten Nationen

Syrien betrachtete sich lange als Schutzmacht des kleinen Nachbarstaates Libanon, der fast die gesamte östliche Landgrenze mit Syrien gemeinsam hat. Die langjährige Besetzung größerer Teile des Libanon galt offiziell als Unterstützung gegen Israel und wurde von der pro-syrischen Regierung des Omar Karame bis zuletzt befürwortet. Die letzten Einheiten der syrischen Armee verließen den Libanon Ende April 2005, als es dort nach dem Mord an Ex-Premier Rafik Hariri (14. Februar) schwere Vorwürfe an den syrischen Geheimdienst und tagelange Massenproteste gab. Sie führten auch zum Rücktritt der Regierung Karame.

Im April 2005 beauftragten die Vereinten Nationen ihren Spitzendiplomaten Detlev Mehlis, den bis dato ungeklärten Mord in Beirut an Ex-Premier Hariri zu untersuchen. Am 20. Oktober 2005 berichtete Mehlis dem Sicherheitsrat über eine klare Mittäterschaft syrischer Geheimdienstkreise an dem Anschlag in Beirut, bei dem außer Hariri 21 Menschen umkamen. Syrien hatte eine Verwicklung stets verneint und sprach von einem Komplott des Westens - insbesondere weil die USA auch Kontakte zu den Attentätern vom 11. September vermuteten.

Am 31. Oktober forderte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in einer einstimmigen UN-Resolution von Syrien volle Kooperation zur Aufklärung des Hariri-Mordes. Er verzichtete zwar auf die lange diskutierten Sanktionen, behielt sich aber weitere Schritte und eine Untersuchung durch UN-Ermittler vor. Die Hauptforderung war, es müssten alle verdächtigen Personen vernommen werden, zu denen auch Bruder und Schwager des syrischen Präsidenten Assad gehören.

Laut UN-Chefermittler Mehlis (siehe 20. Oktober) habe Syrien "bisher den Daumen auf viele wichtige Informationen gehalten" und ihn an Befragungen gehindert. Die von den USA, Großbritannien und Frankreich eingebrachte Resolution wurde nach Abmilderung einstimmig beschlossen und verpflichtet alle Staaten, Verdächtigen die Einreise zu verweigern und ihre Bankguthaben einzufrieren. Während Syriens Außenminister al-Sharaa in New York einen Eklat verursachte und in Damaskus gegen die Resolution demonstriert wurde, stimmten ihr der Libanon und auch arabische Staaten zu.

Die Abmilderung des vom Westen eingebrachten Resolutionsentwurfs war auf Druck Russlands und Chinas erfolgt. So wurde auf die offene Androhung von Sanktionen gegen Syrien verzichtet, doch behielt sich der Sicherheitsrat "weitere Maßnahmen" vor, falls sich Syrien nicht an die Vorgaben hält. Auch die Aufforderung an die syrische Führung, jede Unterstützung des Terrorismus zu beenden, wurde gestrichen.

Die heftige Protestwelle in Syrien gegen die UN-Beschlüsse und die USA wurde vom Westen als gesteuert angesehen. Auch die Reden des syrischen Außenministers trugen zur weiteren Isolation des Landes bei, von dem erst kurz zuvor strengere Grenzkontrollen zum Irak und gegen den Übertritt von Terroristen gefordert worden waren.

Der Nachfolger von Detlev Mehlis ist Serge Brammerz, der am 19. Januar 2006 im Libanon eingetroffen ist. Dieser soll, wie Detlev Mehlis, den Mord an Ex-Premierminister Hariri aufklären, wobei der Präsident Syriens, Baschar al Assad, zusagte, ihn bei den Ermittlungen zu unterstützen.

Verwaltungsgliederung

Syrien ist seit 1987 in 14 Gouvernements (muhafazat, singular: muhafazah) unterteilt, die nach dem jeweiligen Hauptort benannt sind:
  1. Madinat Dimaschq (Stadt Damaskus)
  2. Rif Dimaschq
  3. Al-Qunaitira
  4. Dara
  5. as-Suwaida
  6. Homs
  7. Tartus
  8. Latakia
  1. Hama
  2. Idlib
  3. Aleppo
  4. Ar-Raqqah
  5. Dair az-Zaur
  6. al-Hasaka

Anteile an der Syrischen Wüste haben die Regionen Nr. 2, 6 (jeweils Ostteil) und vor allem 13; weitere Wüstengebiete liegen in den Gouvernoraten Nr. 12 und 14.

Der Bezirk Qunaitra (Kuneitra) auf den Golanhöhen ist seit 1967 größtenteils von Israel besetzt. Die Region um Iskenderūn (Alexandrette), bis zur Eingliederung in die Türkei Sandschak Alexandrette genannt, gehört seit 1939 zur Türkei, wird allerdings ebenfalls von Syrien beansprucht.

Streitkräfte

Hauptartikel: Streitkräfte Syriens

Die Streitkräfte Syriens haben eine Gesamtstärke von 420.000 Soldaten. Sie bestehen aus Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Alle männlichen Syrer im Alter von 18 Jahren müssen einen 24-monatigen Wehrdienst leisten. Oberster Befehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident des Landes. Das Militärbudget für das Jahr 2006 beträgt ca. 921 Millionen US-Dollar.

Wirtschaft

Allgemeines

Die Landwirtschaft kann unter günstigen Bedingungen bis zu einem Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen und ist für das Land besonders wichtig. Erdöl, Textilien und Nahrungsmittel sind Syriens Hauptexportgüter, welche Syrien eine positive Handelsbilanz bescheren.

Tourismus

Der Tourismus beschränkt sich hauptsächlich auf Kultur- und Sprachtouristen, obwohl es eine gewisse touristische Infrastruktur und fast 200 km Küste gibt. Wichtige Industriegebiete sind die Regionen um Aleppo, Damaskus und das Gebiet zwischen Homs und Hama.

Erdöl

Die syrische Wirtschaft ist stark vom Export von Erdöl abhängig. Sie machen 70% der Exporterlöse aus und aus ihnen speist sich die Hälfte des Budgets.

Strukturwandel

Da das Erdöl in Syrien vermutlich in einigen Jahren ausgehen wird und die syrischen Machthaber eine breiter diversifizierte Wirtschaft errichten wollen, streben sie einen Strukturwandel und den Umbau zu einer funktionierenden Marktwirtschaft an. Dieser soll mit jährlichen Privatinvestitionen von bis zu fünf Milliarden US-Dollar, Zusatzeinnahmen aus dem Ölexport und Investitionen aus dem Ausland finanziert werden. Die Wirtschaftspolitiker sehen in den nächsten fünf bis zehn Jahren die beste Gelegenheit für Strukturänderungen. Zu den im neuen Fünfjahresplan festgeschriebenen weitreichenden Veränderungen gehört unter anderem eine umfassende Steuerreform, Privatisierung, der Abbau von Monopolen, Deregulierung wichtiger Sektoren und die Reduzierung des öffentlichen Sektors.

Währung

Der Internationale Währungsfond lobte die Bemühungen der syrischen Wirtschaftspolitiker bereits, vor allem die Anpassung des syrischen Pfunds an einen realistischen Wechselkurs. Laut der Nachrichtenagentur UPI am 15. Februar 2006, wird Syrien ab sofort alle Auslandsgeschäfte in Euro, statt wie bisher in US-Dollar, abwickeln.

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

Infrastruktur

Bahn

Entstehung des Netzes
Eisenbahnen verkehren in Syrien seit ca. 100 Jahren. Das Schmalspurnetz in der Spurweite 1050 mm entstand als Hedschasbahn deren Hauptstrecke bis zum Ersten Weltkrieg Damaskus mit Medina im heutigen Saudi-Arabien verband. Eine weitere Strecke führte von Damaskus nach Haifa. Diese ist seit der Unabhängigkeit Israels vor der Grenze unterbrochen und auf israelischer Seite vollständig abgebaut.

Vor dem Bürgerkrieg im Libanon bestand eine technisch aufwändige Gebirgsbahn über den Anti-Libanon nach Beirut. Diese ist völlig zerstört.

Die erste Eisenbahnstrecke in Normalspur entstand 1902 zwischen Aleppo und Midan Ekbas an der heutigen türkischen Grenze. Eine Netzerweiterung erfolgte 1906 in Richtung Hama. In den letzten Jahrzehnten hat Syrien sein Regelspurnetz umfangreich ausgebaut.

Heutiger Betrieb
Das Streckennetz hat heute eine Länge von ca. 2200 km. Davon sind ca. 1900 km in Normalspur und den Rest in Schmalspur, Die Eisenbahnlinien in Syrien sind eingleisig und nicht elektrifiziert.

Das Regelspurnetz wird durch die CFS, die syrische Eisenbahngesellschaft (Chemins de Fer Syriens), betrieben, das Schmalspurnetz durch die Al-Hijas (Hedschas-)Bahngesellschaft, ein waqf (religiöse Stiftung). Betrieben wird vom Schmalspurnetz heute noch die Strecke Damaskus – Amman / Jordanien.

Im Personenverkehr gibt es internationale Verbindungen nach Jordanien, in die Türkei und den Iran.

Flugverkehr

Syrien besitzt 2 internationale Flughäfen, Damascus und Aleppo, die auch von internationalen Fluggesellschaften angeflogen werden. Die syrische Fluggesellschaft Syrian Arab Airlines fliegt nationale und internationale Ziele in Europa, Afrika und Asien an.

Sport

Siehe: Fußball in Syrien

Feiertage

In Syrien gibt es wie in Deutschland sowohl staatliche als auch religiöse Feiertage. Grundlage für die staatlichen Feiertage ist dabei, wie in mittlerweile fast allen arabischen Ländern, die christliche Zeitrechnung, für die islamischen Feiertage die Hidschra-Zeitrechnung nach dem Mondkalender. Da das Mondjahr elf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr, „wandern“ die islamischen Feiertage jedes Jahr entsprechend „nach vorn“. Hier eine Übersicht über die Feiertage 2006, die veränderlichen Feiertage sind mit einem Stern (*) gekennzeichnet:

  • Christliches Neujahr (ʿĪd ra's as-sana al-mīlādiyya): 1. Januar
  • Opferfest (ʿĪd al-adhā): 10. Januar* und 31. Dezember*
  • Islamisches Neujahr (ʿĪd ra's as-sana al-hidschriyya), 1426: 31. Januar*
  • Tag der Revolution (Thaurat ath-thāmin min ādār): 8. März
  • Muttertag (ʿĪd al-umm): 21. März
  • Geburtstag des Propheten Muhammad (ʿĪd al-maulad an-nabawī asch-scharīf): 11. April*
  • Katholische Ostern (ʿĪd al-fash): 16. April*
  • Tag des Truppenabzugs (ʿĪd al-dschala'), Nationalfeiertag: 17. April
  • Orthodoxe Ostern (ʿĪd al-fash): 23. April*
  • Tag der Arbeit (ʿĪd al-'ummāl al-'ālamī): 1. Mai
  • Märtyrertag (Dhikrī asch-schuhadā'): 6. Mai
  • Fest des Fastenbrechens (ʿĪd al-fitr), Ende des Ramadan: 24. Oktober*
  • Weihnachten (ʿĪd al-mīlād al-madschid): 25. Dezember

(Quellen: [LINK] und [LINK])

Bekannte Syrer

Siehe auch

Weblinks

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Syrien


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Die Lage in Syrien aus assyrischer Sicht

Die politische Lage in Syrien spitzt sich und die Opposition versucht im Land sowie in der Diaspora Fuß zu fassen. Doch wo bleibt die Position unserer politischen Organisationen in dieser Phase. Was können wir bewirken als Ureinwohner des Landes und ein wichtiger Teil seiner historischen und kulturellen Identität. Den Christen in Syrien im allgemeinen und die assyrischen Christen insbesondere fehlt es an Interessenvertretung. Diese Interessenvertretung die sich spezifisch um die Belange dieser Bevölkerungsgruppe kümmert und Ihre Forderungen und Visionen weitergibt und durchzusetzen versucht. Diese Belange, die von den verschiedenen oppositionellen Gruppen und der politischen Machthabern vergessen werden. Nun immer wieder bestätigte sich, dass jede Bevölkerungsgruppe für sich selbst und nur zusammen mit den anderen um ihre Rechte, Interessen und Belange kümmern soll. Wenn diese verwirklicht werden sollen. In diesem Artikel versuche ich die Lage in Syrien aus assyrischer Sicht zu betrachten und die Belange unseres Volkes in Syrien zu veröffentlichen, doch auch um für die politischen und gesellschaftlichen Organisationen als evtl. Basis einer Zusammenarbeit vorzuschlagen.

Die meisten Grundfreiheiten in Syrien erweisen sich für die Machtstruktur in Syrien leider immer noch zum größten Teil als wertlos und der Mensch vermisst die einfachsten Formen der Demokratie, Freiheit und des Schutzes der Menschenrechte. Die Förderung und der Schutz der Menschenrechte ist nicht nur ein legitimes Bedürfnis der syrische n Bevölkerung, sondern ein legitimes Anliegen der internationalen Gemeinschaft sind.

Die Sicherheitsbehörden und die Staatssicherheitsgerichte, sehen in der Zugehörigkeit zu einer oppositionellen- oder Untergrundorganisation eine Gefahr für die innere Sicherheit des Landes. Die Sympathie zu einer verbotenen Gruppierung kann den Verdacht bei den Sicherheitsbehörden erwecken, staatsfeindlich zu sein und damit auch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Natürlich ist das Verlegen und Zirkulieren von falschen Informationen, die den Verdacht erwecken die Staatssicherheit zu gefährden genau so strafbar. So müssen diese Personen mit Inhaftierung ohne Anklageerhebung, Folterung und Repressalien rechnen. Den Gegnern der Revolution wird nach §6 NSTG die Höchststrafe verhängt ( hier lebenslänglich und in besonderen Fällen sogar die Hinrichtung).

Die zugelassenen politische Parteien sind reine Akklamationsorganisationen der Baathpartei und sollen nur den Eindruck erwecken, dass Syrien über ein Mehrparteiensystem verfügt. Sie bilden mit der Baathpartei einen sogenannten " fortschrittlichen Nationalfront". Diese Parteien dürfen allerdings innerhalb der Schüler-, Studentenschaft und der Armee nicht aktiv sein.

Die syrische Verfassung garantiert eine Reihe von international anerkannten Menschenrechte, sowie die Pflicht des Staates, die Freiheit, Würde und Sicherheit des Einzelnen zu schützen. Gemäss „ Art. 25". -Anordnungen die nicht im Gesetz sind, bedürfen die Überprüfung des Parlamentes, was bei vielen Fällen fehlt und somit illegal und rechtlich bodenlos sind- so können Sicherheitsbehörden, jeder Zeit jeden Verdächtigen ohne sofortige Benachrichtigung einer zentralen Behörde in Haft nehmen. In den Haftanstalten beginnen andere Menschenrechtsverletzungen. Das Recht des Inhaftierenden auf Rechtsbeistand wird verweigert, ganz zu schweigen von dem Recht auf Besuche von Familienangehörigen - Angehörige werden nicht über erfolgte Festnahmen und den jeweiligen Haftort unterrichtet - Das Recht bei einer Außenstehenden Behörde Beschwerde einzulegen wird gar kaum berücksichtigt. Dass der inhaftierende jedoch gefoltert wird, gehört zum alltäglichen Leben, es wird sogar das Recht auf medizinische Betreuung verweigert ( In den Militärgefängnisse gibt es nur eine begrenzte medizinische Betreuung), so dass einige der Inhaftierten unter den Folgen der Folter und sterben.

In dieser Zeit der ernsthaften Entschlossenheit der USA und einige Weltmächte, das syrische Regime unter Druck zu setzen, um demokratische Verhältnisse zu schaffen, die Einmischung im Libanon zu verhindern und sich der neuen Weltordnung zu fügen, bedarf es an mehr Weisheit und mehr Weitsichtlichkeit des Regimes, sowie auch mehr Öffnung in den Westen und zu der demokratischen Opposition.

Die Urbevölkerung des Landes in seiner assyrischen nationalen Identität und der ostchristlichen religiösen Zugehörigkeit und der syrischen Sprache, empfindet seit den März-Krawallen ein Vertrauensbruch gegenüber das Regime und seine Sicherheitsapparate. Die Christen bildeten im Jahre 1900 40% der syrischen Bevölkerung, im Jahre 1960 waren sie 12% und im Jahre 1991 nur noch 11% (die letzten Krawallen verursachten der christlichen Gemeinschaft Nordosten Syriens Angst vor der Zukunft, weil sie von dem Regime nicht die ausreichenden Schutz erhielten. Diese Christen bilden die Urbevölkerung des syro-mesopotamischen Raumes. Sie stehen jedoch in ihren Ursiedlungsgebieten unter demografischer Erpressung. Und werden unter diesen Umständen aus Angst vor der Zukunft auswandern. Dies hat die Folge, dass diese Krawallen von unverschämter Verfälschung der historischen und kulturellen Identität Syro-Mesopotamiens begeleitet waren und noch stärker von den verantwortlichen kurdischen Organisationen propagiert wird.

Die assyrische Christen in Syrien werden in verschiedenen Weisen verfolgt und von verschiedenen Seiten. So wird die ethnische und kulturelle Eigenständigkeit von uns im arabischen Einflussraum negiert und als christliche Araber betrachtet.

In dem sehr empfindlichen Gebiet des Nordostens Syriens, mahnte die assyrische politische Organisation SHURAYA von dem religiösen und politischen Fundamentalismus bei den Kurden, insbesondere nach der Ausweitung der Aktivitäten kurdischer Organisationen deren Ursprung im Ausland ist.

Christen werden nicht nur nicht geschützt, sondern werden auch Übergriffe seitens moslemischer Extremisten nicht oder zögernd geahnt. Obwohl Übergriffe bis jetzt Einzelfälle waren, ist die Lage sehr empfindlich und besonders ernst zu nehmen. Bestätigt wird dies auch durch die Krawallen die in Folge der Proteste gegen die Karikaturen des Islampropheten Mohamed.

Nach ausreichender Analyse der Forderungen sowie der Wünschen und Visionen der syrischen Christen, versuche ich diese zu veröffentlichen und um diese auch unserer politischen Organisationen sowie der Opposition und dem Regime vorzulegen.

Die Durchführung von politischen Reformen zur Anbahnung des wirtschaftlichen Umbaus sowie die organisierte und rigorose Bekämpfung von Korruption.

Die baldige Abschaffung des Bath-Führungsmonopols und die Verabschiedung eines neuen Parteiengesetztes

Die strafrechtliche Verfolgung von fundamentalistischen Elementen.

Die Gewährung von Schutz und Sicherheit für die Christen im Nordosten Syriens und die Abschaffung von Zwangsauswanderungsmaßnahmen assyrischer Christen. Ferner auch die Gewährung der politischen und kulturellen Rechte der assyrischen Christen aller Konfessionen.

Der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur der angegriffen Städte. Und die Erklärung der Haftungsansprüche des Staates gegenüber der beteiligten Organisationen. Und die Förderung freiwilliger Wiederkehrer.

Die Bewahrung der historischen Identität Mesopotamiens. Das bleibt eine moralische Verantwortung des syrischen Staates.

Die Abwehrung und Ablehnung der Einmischung Barazanis-KDP in die syrischen inneren Angelegenheiten in Mesopotamien.

Die Mehrheit unseres Volkes, lehnt jegliche Autonomieaufrufe kurdischer Fanatiker in Syrien, da damit die Rechte anderen nationalen Völker Syriens vergewaltigen werden. Dies ist auch nicht der Wille der Mehrheit der kurdischen Staatsbürger Syriens.

Diese syro-mesopotamischen Gebiete werden von der nationalen Befreiungsbewegung Kurdistans, als rein kurdisches Gebiet betrachtet und die Existenz der anderen Dort lebenden Völker von Arabern, Armeniern und Assyrern negiert. Dies weist unser Volk ab.

Die anhaltenden Arabisierungsprozesse richten sich hauptsächlich gegen die nichtarabische assyrische Christliche. Wir fordern das Stoppen der Arabisierungsprozesse.

Gerade in dieser Phase ist Dialog und die Bildung einer umfassenden Demokratiebewegung in Syrien eine wichtige Aufgabe aller ethnischen, religiösen und politischen Kräfte des Landes, dass eine Veränderung des politischen Systems und die Demokratisierung und Reformierung der Institutionen des Landes und seiner Gesetze ungewaltsam und auf friedlicher Ebene durchgesetzt werden soll. Denn sonst werden wir als friedliche Christen und Assyrer wie im Irak die größten Verlierer bei einer militärischen Lösung sein.

--R.Toma 19:08, 5. Juni 06 (CET)

Änderungen

Ich habe gemerkt, dass Anonyme ständig in der letzten Zeit die Begriffe Aramäer und Assyrer austauchen. Ich habe als Altenative "Assyrer/Aramäer" editiert. Was den Flüchtlingen aus dem Irak angeht, so vesstehen sich diese als Chaldo-Assyrer. Es ist auch die offizielle Bezeichung im Irak.

R.Toma/R.Toma

Schreibweise des Wortes "Baath" ==

Ich würde empfehlen, beim Wort Baath auf das Auslassungszeichen zu verzichten. Die meisten Leser werden dort einen Stimmabsatz lesen (Hamza!). Die Partei selbst verwendet ebenfalls die Schreibung ohne Kennzeichnung des cAin. Korny78 01:51, 28. Nov 2003 (CET)

Das sehe ich auch so. Auch die anderen Häkchen und Striche sollte in diesem Überblicksartikel verschwinden; einige sind sowieso schon wieder kaputt (Fragezeichen). --Keichwa 11:56, 7. Feb 2004 (CET)

Da es sich hier um ein arabisches Wort sich handelt, ist die deutsche Schreibweise sicherlich immerwieder anders. ich kenne die folgenden Varianten: Baath, Bath oder Ba´ath. Doch bevorzüge persönlich auch "Baath". Dies ohne die komplette Ausschreibung der Bezeichnung.

Raif Toma

Anerkennung des Staates Israel

Ich lese: Syrien erkennt den israelischen Staat nicht an (z. B. ist in Atlanten stets von "Palästina" die Rede).

Hm. Ich kenne keinen arabischen Atlas und keine arabische Landkarte, wo das anders ist. Was ist daran spezifisch syrisch? -- Arne List 22:02, 25. Mär 2004 (CET)

Verhältnis von Alawiten und Aleviten

zum Verhältnis von syrischen Alawiten und türkischen Aleviten: Es ist korrekt, beide Gruppen dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Beide Gruppen grenzen sich voneinander ab. Die Religionswissenschaft vermutet jedoch gemeinsame Ursprünge. -- 128.176.114.220 08:46, 23. Apr 2004 (CET)

Seitensperrung

Wegen eines Edit-Wars - es geht um eine Formulierung in der Box - habe ich den Artikel gesperrt. Die Beteiligten mögen sich hier auf dieser Diskussionsseite einigen. Danach werde ich oder ein andere Admin die Sperre wieder aufheben. -- Tsor 12:55, 10. Apr 2005 (CEST)

Als unbeteiligter neutraler Dritter finde ich es extrem leicht, nach Durchsicht der beiden Artikel Syrien und Präsidialrepublik zu widerlegen, dass Syrien den Anforderungen dieser Definition genügt. Ein Wahlergebnis von fast 100 % ist ein Beweis, dass es keine Wahl war. q.e.d. Obendrein lese ich in Präsidialrepublik: 'Formal ist der Präsident in einer Republik auf begrenzte Zeit gewählt'. Insofern kann ich den Auftritt von Korny78 in Wikipedia:Vandalensperrung nur so verstehen, dass er gerne selbst gesperrt werden möchte. Weede 13:52, 10. Apr 2005 (CEST)

Ein Wahlergebnis von fast 100% beweist nichts. Bei vielen Parteivorsitzwahlen in Deutschland gibt es IIRC ähnliche Ergebnisse. Formal wird in Syrien laut Fischer Weltalmanach 2005 das Staatsoberhaupt alle 7 Jahre gewählt. --Kliv 14:10, 10. Apr 2005 (CEST)

Ich bin ebenfalls ein bisher bisher noch unbeteiligter Benutzer. Ich möchte daran erinnern, dass die Wikipedia das Wissen der Welt "sammelt" und nicht erfindet. Deshalb halte ich es für das naheliegendste, die Regierungsform anzugeben, die von den meisten (seriösen) Quellen genannt wird.

Ich fang dann mal mit Quellensammeln an:
  • Fischer Weltalmanach 2005: Präsidialrepublik
  • --Kliv 14:10, 10. Apr 2005 (CEST)
  • Nun meine Stellungnahme. Die Infokästen sollten meiner Ansicht nach Informationen enthalten, die 1.) grundlegend sind, 2.) eindeutig sind und 3.) unwiderlegbar sind. Es handelt sich hiermit um Fakten wie: Hauptstadt, Einwohnerzahl, Fläche, Staatsoberhaupt, Staatsgründung, Zeitzone usw. Für alle diese Dinge gibt es genaue Angaben oder Schätzungen. Bei der Staatsform sollte man im Infokasten ebenfalls nur das eintragen, was genau abgrenzbar ist. Somit wird man hier nur die formale Staatsform benennen können, wie z. B.: absolute Monarchie, parlamentarische Monarchie, Republik oder eben die Präsidialrepublik. Das Problem bei der Diktatur ist die Frage, wo sie beginnt; "Diktatur" ist ein unscharf definierter Begriff. Es werden sich in der Wikipedia sicherlich Leute finden, die auch die USA oder Russland als "Diktatur" bezeichnen würden und je nach Lesart vielleicht auch stichhaltige Argumente anbringen können. Für all diese Argumente und die Diskussion gibt es jedoch den Fließtext, in dem Platz für längere Ausführungen ist. Im Infokasten ist kein Platz für Pro und Contra; die Bezeichnung "diktatorisches Präsidialregime" erscheint daher plakativ, ideologisch gefärbt und unenzyklopädisch. - Korny78 16:27, 10. Apr 2005 (CEST)

    Man sollte die Staatsform weglassen, weil sie vom Standpunkt abhängt und eine Wertung enthält. Meist wird unter Staatsform oft die offizielle Eigenbezeichnung eingetragen wie Volksrepublik, Bundesrepublik, Republik oder Islamische Republik etc. Das ist wenig aussagekräftig.--217.234.187.185 17:35, 15. Apr 2005 (CEST)Micha

    Klingt wie ein vernünftiger Kompromiss. Jemand damit nicht einverstanden? --Kliv 14:30, 16. Apr 2005 (CEST)

    Angemerkt sei noch, dass in der Politikwissenschaft die Professoren unterschiedliche Auffassungen und Standpunkte bezüglich der Staatsformen vertreten. Ein beliebtes akademisches Streitobjekt!--217.234.177.233 16:01, 16. Apr 2005 (CEST)Micha

    Beim Iran könnte jemand schreiben: Theokratie, Islamische Theokratie, Mullahkratie, Gottesstaat und was sonst auf dem Markt ist.--217.234.182.61 09:26, 18. Apr 2005 (CEST)Micha

    Wie wäre es, sich an die offizielle Bezeichnung der Staatsform zu halten? Das Auswärtige Amt definiert diese in seinen Länderinformationen für Syrien wie folgt: "sozialistisch-volksdemokratischer Staat; Präsidialregime". Was auch immer das sein mag. [LINK]. --Mghamburg 18:29, 29. Apr 2005 (CEST)

    Religionsangabe

    Leider erschien ein Fehler in Religion: 89 % Sunniten 8 -10 % Christen vrowiegend in alleppo 2-3 % Alawiten 1-2 % Drusen -- 84.130.208.79 12:20, 28. Apr 2005 (CET)

    Leider erschien ein Fehler in Religion: 89 % Sunniten 8 -10 % Christen vrowiegend in alleppo 2-3 % Alawiten 1-2 % Drusen . wieso verändert jemand immer die religionsangaben? Es ist falsch zu schreiben, dass es in syrien mehr als 20 % Christen gibt ( siehe Weltalmanch u. Encarta). -- 84.131.0.78 15:53, 18. Aug 2005 (CET)

    Navigationsleiste „Schurkenstaaten“

    Diese Navileiste ist ja wohl der Witz des Monats. Auch wenn der Zusatz „nach Definition der USA“ hinzugefügt wurde, hat das in einem Lexikon nichts zu suchen. Denn es handelt sich hierbei immer noch um eine rein subjektive Definition seitens der US-Regierung und sagt nichts über die Gefahr aus, die tatsächlich von diesen Ländern ausgeht. Und überhaupt: Warum sollen wir uns den Sichtweisen der US-Regierung anschließen? Hinzu kommt, dass man dann noch ganz andere Navi-Leisten schaffen könnte, etwa „Feinde des Weltfriedens nach Definition der SED“ oder gar noch weiter Gehendes. Wer wissen möchte, welche Staaten aktuell als „Schurkenstaaten“ gelten, soll im gleichnamigen Artikel nachschlagen. Daher habe ich die Leiste in allen sechs „Schurkenstaaten“-Artikeln herausgenommen. - Korny78 10:49, 28. Mai 2005 (CEST)

    Völlig richtig, ich habe einen Löschantrag dafür gestellt. -- iGEL iGEL 13:59, 28. Mai 2005 (CEST)

    Bevölkerung

    Kann mir mal einer sagen, woher die Zahl 18 Millionen kommt? Da muß es sich doch um einen Fehler handeln, oder? 18 Millionen Menschen in einem so kleinen Staat, der zu 90% nur aus Wüste und Geröll besteht?! Hier muß es sich eindeutig um einen Fehler handeln. -- 80.145.25.120 11:36, 25. Sep 2005 (CET)

    Ich wundere mich auch darüber, aber verschiedene Quellen (wissen.de und auswärtiges Amt) bestätigen diese Angabe. [LINK] -- --Pilgrims 22:27, 2. Jul 2006 (CEST)

    Genozid

    Den Satz "Zwischen 1914 und 1918 wurde der Genozid an den christlichen Armeniern im Osmanischen Reich von den Jungtürken durchgeführt. Weit mehr als 800.000 Armenier wurden auf Befehl der türkischen Regierung liquidiert." unter "Geschichte" finde ich erstens als eine einseitige Behauptung, deren Klärung und Beweis definitiv noch offen liegen. Zum Anderen denke ich, dass das Thema nicht zur Geschichte Syriens passt, da sich die Vorwürfe nicht auf syrischen Boden beziehen. Hier ist klar zu erkennen, dass manche Leute das einfache Interesse haben, Ihre subjektive Meinung, durch Aussagen und Behauptungen, in Themengebiete einzugliedern, die nicht wirklich etwas mit der Thematik (hier Syrien) zu tun haben. Dieser Satz ist gleicher Form in vielen anderen Artikeln zu sehen, die evtl. in Verbindung mit der Türkei gebracht werden können. Man will lediglich die Aufmerksameit zu diesm bestimmten Thema erreichen und eine Sympathie erwecken. Ich bitte um Neutralität der Autoren. -- Wiki2wiki 20:49, 31. Okt 2005 (CET)

    Bevölkerung

    Die Aussage "Die Nusarier...schützen nichtsunnitische Minderheiten in einem für einen nahöstlichen Staat ungewöhlichen Maße." erscheint mir recht ideologisch und wenig enzyklopädisch. Der Autor unterstellt meiner Meinung nach hiermit eine prinzipielle Verfolgung von Angehörigen nicht-sunnitischen (evtl. christlichen) Glaubens im Nahen Osten. Wovor müssen diese Minderheiten denn „geschützt“ werden? Dass sie „geschützt“ werden, scheint ja ebenfalls für den Nahen Osten recht „ungewöhnlich“ zu sein. Der hier suggerierte Umkehrschluss lautet m.E.: Im Nahen Osten werden nicht sunnitische Minderheiten verfolgt (Warum sollte man sie sonst schützen?) und einen Schutz erfahren sie in Syrien durch eine Religionsgemeinschaft „am Rande des Islams“. Ich habe den entsprechenden Satz gleich ganz entfernt, da ich die Aussage, Nusairier seien prinzipiell „gegenüber Sunniten traditioneller oder fundamentalistsischer Richtung sehr skeptisch“ auch für wenig objektiv halte.

    Damaskus

    Im Eintrag unter Damaskus steht korrekterweise, dass diese Stadt ca. 2.800.000 Einwohner hat und damit größer als Aleppo ist. Kennt jemand die genaue Einwohnerzahl von Damaskus? Man schätzt die Einwohnerzahl auf ca. 5.000.000

    Die Einwohnerzahl wird vom auswärtigen Amt mit 1,6 Mio angegeben. Wenn man die Vor-Orte dazurechnet ("Groß-Damaskus"), dann sollen es ca. 3,9 Mio sein. --Pilgrims 22:40, 2. Jul 2006 (CEST)

    Verhältnis zu Libanon, USA und UNO

    Bitte diesen Teilbereich überarbeiten.

    • Und warum und wieso bitte? Begründe bitte oder mach es selber (ebenfalls mit Begründung). Ansonsten wird der Baustein wieder entfernt. Danke. --AT 16:42, 21. Jan 2006 (CET)
    Das verhältniss der syrischen und lebanesischen Bevölkerung ist sehr Familier. Man kann sagen das das ein Volk mit zwei Staaten ist.

    Generalüberholung

    Ich habe den doch etwas konfusen Artikel mal generalüberholt. Würde mich freuen, wenn er nicht gleich wieder gelöscht wird, sondern allenfalls als nötig erachtete Details aus der vorhergehenden Version hier eingepflegt, bzw. strittige Punkte diskutiert werden. Lieber Sven-Steffen Arndt: Quellen wurden hinzugefügt, gelöscht wurde eigentlich gar nix und wieso bitte schön, ist die Infobox verunstaltet?

    schau selbst ... Sven-steffen arndt 14:38, 14. Sep 2006 (CEST)

    Hallo IP, bitte diskutiere mit Sven-Steffen und ändere nicht einfach großräumig, Artikel halbgesperrt wegen Editwar, --He3nry He3nry 14:51, 14. Sep 2006 (CEST)

    Jaja! Also, zur Infobox:

    |STAATSFORM = Republik

    Laut FWA 2007 ist Syrien keine Republik, sondern eine Präsidialrepublik!

    klingt vernünftig, zumal der Assad immer als wichtigste Person im Staat dargestellt wird ... Sven-steffen arndt 18:06, 22. Sep 2006 (CEST)
    Eben! OK!

    |REGIERUNGSCHEF = Muhammad Nadschi al-Utri

    Laut FWA 2007 heißt der Muhammad Nadschi al-Otari! Da es im Arabischen kein "O" gibt, schlage ich vor: Muhammad Nadschi al-Utari. Utri ist falsch!

    mag sein, aber wenn der Artikel so heißt, bleibt das erstmal so ... Sven-steffen arndt 18:06, 22. Sep 2006 (CEST)
    Das sollte aber irgendwann mal geändert werden! OK!

    - |FLÄCHE = 185.180 km² (halb so groß wie Deutschland)

    "(halb so groß wie Deutschland)" gehört in den Text nicht in die Infobox ... Sven-steffen arndt 18:06, 22. Sep 2006 (CEST)
    Handhaben wir das wie bei "Sudan"! OK!
    ich weiss hier nicht so genau, wo ich es in der Einleitung einbauen soll, Vorschläge? - Sven-steffen arndt 20:40, 22. Sep 2006 (CEST)
    Z.B.: "Die Arabische Republik Syrien (halb so groß wie Deutschland) ...
    in Klammern ist nicht so toll und einfach so am Anfang ist auch blöd ... Sven-steffen arndt 17:31, 23. Sep 2006 (CEST)

    Dann formulieren wir halt so (die Einleitung sollte sowieso gleich mit überholt werden/Verlinkungen etc. bleiben bestehen):

    Die Arabische Republik Syrien (arabisch: الجمهورية العربية السورية al-Dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) [das Sonderzeichen vor "arabiyya" sollte mal kontrolliert werden (ist ein hochgestelltes "c")] ist ein Staat in Vorderasien und Teil des Maschrek. Er ist halb so groß wie Deutschland und grenzt im Süden an Israel und Jordanien, im Westen an den Libanon und das Mittelmeer, im Norden an die Türkei und im Osten an den Irak.

    Der Name Syrien kommt aus dem Griechischen, das den alten Namen Assur übernommen hat (siehe dazu auch die antiken Provinzen Koile-Syrien, Syria und Syria Palaestina). Die traditionelle arabische Bezeichnung des Gebietes war bis in die Neuzeit "bilad asch-scham" und nicht Syrien. Herleitungen von arabischen Wurzeln entspringen dem neuerlich stark gewachsenen Bedürfnis nach arabischer "Authentizität" [hier ist wohl Einheit/Identität gemeint...] und entbehren der [besser: "jeder"] wissenschaftlichen Grundlage.

    [In der Antike umfasste Syrien dabei ein deutlich größeres Gebiet als der heutige Staat; gesprochen wurde dabei bis in die Spätantike neben Griechisch ein aramäischer Dialekt. Das Gebiet war für seinen Wohlstand, den es besonders dem Handel zu verdanken hatte, berühmt; die wichtigste Stadt war Antiochia.] - Das sollte unter Geschichte/Sprache etc. verwurstet werden, wie ich es auch in meiner Vorlage getan habe.

    ich habe es mal noch ein wenig verändert und eingefügt, aber deine Vorlage war soweit ganz gut ... das mit der Geschichte kann man kurz in der Einleitung anreißen, damit der Leser gespannt weiterliest - Sven-steffen arndt 21:39, 23. Sep 2006 (CEST)
    Es muß heißen: QuadratkilomterN (könnte man aber auch abkürzen) und Deutschland würde ich verlinken. Außerdem bitte dringend das Wort "Authentizität" ersetzen. Das ist hier grundfalsch! Und die Gänsefüßchen weg! Also ich bin strikt gegen den historischen Absatz in der Einleitung. Der gehört unter den Absatz "Geschichte", den ich ja ebenfalls und entsprechend ausgebaut habe. Wieso sollte ein Leser, der sich nur für die Wirtschaft Syriens interessiert hier gespannt weiterlesen? Oder für die Bevölkerung? Dieser Absatz, der zudem nur einen kleinsten Anriß der syrischen Geschichte liefert, ist nur für Leute interessant, die sich für die Geschichte Syriens interessieren. Jeder andere würde genervt nach der Suchleiste scrollen...

    Ich kann auch gerne den Absatz einzeln auseinandernehmen, um Dir zudem noch dessen tieferen Sinngehalt (=0) zu offenbaren:

    In der Antike umfasste Syrien dabei ein deutlich größeres Gebiet als der heutige Staat (bis 1918 war Syrien osmanische Provinz und umfaßte als solche ebenso Libanon, Palästina und Jordanien - steht in meinem überarbeiteten Abschnitt zur Geschichte und ist auch für die neuere syrische Politik von Bedeutung); gesprochen wurde dabei bis in die Spätantike neben Griechisch ein aramäischer Dialekt (Aramäisch wird auch heute noch gesprochen - das findet man, zumindest in meiner Version unter Bevölkerung/Sprache). Das Gebiet war für seinen Wohlstand, den es besonders dem Handel zu verdanken hatte, berühmt (ein besonders sinniger und in seiner Übertragbarkeit auf zig Weltgegenden kaum überbietbarer Satz); die wichtigste Stadt war Antiochia (Und die liegt heute in der Türkei - auch dazu findet sich etwas in meiner Geschichte).

    klingt vernünftig ... ich habe es mal entsprechend rausgenommen, mal schauen was passiert :-) ... Sven-steffen arndt 13:26, 27. Sep 2006 (CEST)

    |EINWOHNER = 18.582.000 (2004)

    Siehe Diskussion unter "Sudan". Quelle hier: FWA 2007

    die Quelle hier ist CIA World Fact Book ... Sven-steffen arndt 18:06, 22. Sep 2006 (CEST)
    Dann handhaben wir das wie bei "Sudan"! OK!
    hier habe ich keine Lust Quellen rauszusuchen ... bei Sudan mach ich das ja noch interessehalber, aber hier ist mir das ehrlich gesagt egal - Sven-steffen arndt 20:40, 22. Sep 2006 (CEST)
    Das heißt, es bleibt die CIA-Quelle bestehen?
    genau - Sven-steffen arndt 17:31, 23. Sep 2006 (CEST)
    OK!

    |BEV-DICHTE = 100 je km²

    Ergibt sich aus Obigem. Siehe Diskussion "Sudan" DITO! OK!

    |WÄHRUNG = 1 Syrisches Pfund = 100 Piaster

    Laut FWA 2007 ist das die offizielle syrische Währung. Im Land sagen zwar alle Lira, aber die Währung heißt im Deutschen Pfund und Piaster gibt es in Syrien!

    habe den Link angepaßt nach dem Artikel Syrische Lira angepaßt ... war vorher zwei Links auf das selbe - Sven-steffen arndt 18:06, 22. Sep 2006 (CEST)

    Trotzdem würde ich die Piaster nicht löschen und es so stehen lassen, wie ich es vorgeschlagen habe...

    siehe den Artikel Syrische Lira - dort steht das arabische Orginal, wo es tatsächlich "Syrische Lira" heißt - Sven-steffen arndt 20:40, 22. Sep 2006 (CEST)
    Ja, aber die Piaster fehlen! Also: 1 Syrisches Pfund = 100 Piaster
    lies mal Syrische Lira ... dort steht, dass Piaster nicht mehr verwendet wird (wahrscheinlich wegen der Inflation) - Sven-steffen arndt 17:31, 23. Sep 2006 (CEST)
    OK, dann habe ich das anders in Erinnerung. Sollte aber eine Enzyklopädie nicht den "offiziellen" Stand der Dinge darstellen?
    tut sie doch ... wenn du in Syrien bist, wirst du keine Piaster finden - Sven-steffen arndt 21:40, 23. Sep 2006 (CEST)
    Ich meinte mit offiziell jetzt die Form, die vom Gesetz her in Syrien gilt, aber OK!

    |UNABHÄNGIGKEIT = 17. April 1946 (Frankreich)

    Siehe Diskussion unter "Sudan"

    der Text "von Frankreich am 17. April 1946" sollte doch auch gehen ... Sven-steffen arndt 18:06, 22. Sep 2006 (CEST)
    So ist es kürzer und analog zu "Sudan"...
    naja, bringt aber nicht wirklich was ... lassen wir es so - Sven-steffen arndt 20:40, 22. Sep 2006 (CEST)
    Jetzt haben wir das bei "Sudan" so und hier so, nicht sehr einheitlich...
    ist ein Wiki ;-) ... Sven-steffen arndt 17:31, 23. Sep 2006 (CEST)
    "am" und "von" kann man bei sowas immer gut durch Klammern ersetzen und damit kürzen, aber OK!

    Gut, dann kommen wir jetzt zur:

    Geographie

    Naturraum

    (alt: === Landschaft und Wüsten === : finde ich nicht zu gut, da Wüsten zu einseitig klingt)

    alter Text [Neuerungen]

    Syrien erreicht auf etwa 193 Kilometer die Ostküste des Mittelmeeres, direkt nördlich des kleinen Staates Libanon. Die große Mehrheit der Syrer spricht Arabisch (syrische Dialekte, z.B: halabi, schami, usw.) [Beide Sätze bitte löschen. Grund: Formulierung des ersten Satzes ("kleiner Staat Libanon"), Sachverhalt ist logisch und klar. Zweiter Satz gehört nicht hierhin!

    Entlang dieser Küste erstreckt sich eine schmale Ebene. [Entlang der Mittelmeerküste (etwa 193 km Länge) erstreckt sich eine schmale und fruchtbare Ebene. - Gelöschter Satz von oben mit einbezogen] Parallel zu ihr verläuft - in etwa 20 km Abstand zur Küste - das Alawitengebirge, dessen Ostabhang steil zur fruchtbaren Orontes-Ebene abfällt. Eine von Norden nach Süden verlaufende Gebirgskette trennt das Orontes-Tal [Orontes verlinkt] von der syrischen Hochebene. Diese wird weiter südlich vom Antilibanon-Gebirge mit dem 2.814 m hohen schneebedeckten Gipfel des Hermon (arab.: , Dschabal asch-Schaich) gegen Westen abgeschirmt. Hier entspringen kleinere Flüsse, die das ganze Jahr über Wasser führen und Oasenbildung ermöglichen; darunter der Barada, der die Damaskus umgebende Oase Ghuta bewässert.

    Auf der Hochebene im Osten und Südosten Syriens dehnt sich die Syrische Wüste, die in ihrem Zentrum von kleineren Hügelketten unterbrochen wird und allmählich gegen die Euphratsenke abfällt[, aus. - "aus" fehlt, Euphrat verlinkt] Nach Nordosten hin setzt sich die Hügellandschaft bis zum Jabal Abd al-Aziz jenseits des Euphrat und Tigris fort. [zusätzliche Informationen aus dem Atlas - der Tigris sollte als ein Grenzfluß Syriens unbedingt irgendwie erwähnt werden!] Im Nordosten Syriens durchschneidet der Euphrat die Nordausläufer der Wüste Schamiya; an sie schließt sich eine fruchtbare Ebene, die Dschazira, an. Im Südosten erhebt sich das vulkanische Massiv des Hauran mit dem Dschabal ad-Druz [(1.803 m)] als Mittelpunkt und der westlich gelegenen Hauran-Ebene. [Hauran nochmals verlinkt] Die bedeutendsten Flüsse Syriens sind der Euphrat (676 Kilometer) und der Orontes (325 Kilometer).

    Klima

    alt:

    Das Klima ist trocken und relativ heiß, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind aber nicht selten. Im Osten herrscht sommerheißes, trockenes kontinentales Steppen- und Wüstenklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag unter 11 Millimeter. Im Westen an der Küste herrscht Mittelmeerklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von etwa 500 Millimeter. Die Gebirgsregionen sind kälter und vor allem regenreicher.

    neu:

    Das Klima in Syrien reicht vom Mittelmeerklima mit trocken-heißen Sommern und feucht-milden Wintern bis zum kontinentalen Trockenklima mit heißen Sommern und kalten Wintern sowie großen tageszeitlichen Temperaturschwankungen. Die durchschnittlichen Januartemperaturen nehmen von der Küste (12°C) zum Landesinnern (7°C) hin ab, die Augusttemperaturen dagegen zu (28/33° C). Die jährliche Niederschlagsmenge verringert sich von über 1.000 mm in den Gebirgen des Westens auf unter 100 mm in den Wüstensteppen im Südosten des Landes.

    [Vergleiche selbst, welche Version besser ist. Meine neuere Version stammt wieder aus dem Brockhaus 2000]

    Städte

    neu:

    Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Damaskus 4.139.714 Einwohner, Aleppo 2.576.797 Einwohner, Homs 1.124.871 Einwohner, Latakia 431.606 Einwohner und Hama 348.862 Einwohner. Die Agglomeration um Damaskus hat etwa 6 Millionen Einwohner, die um Aleppo etwa 2,5 Millionen.

    alt:

    Die größten Städte sind (Stand 2000): Aleppo (2.229.000), Damaskus (2003: 2.228.000), Homs (811.000), Latakia (1994: 311.784), Hama (264.348), Ar-Raqqah (165.195), Al-Qamishli (144.286) und Dayr az-Zawr (140.459 Einwohner). Die Agglomeration um Damaskus hat etwa 6 Millionen Einwohner.

    Siehe auch: Liste der Städte in Syrien

    [Meine Zahlen stammen wiederum aus dem FWA 2006, was ist die Quelle der älteren Version?]

    Flora und Fauna

    (alt: === Tier- und Pflanzenwelt === : finde ich nicht so gut, da umgangssprachlich)

    alter Text mit [Neuerungen]

    Die Tier- und Pflanzenwelt Syriens ist durch die jahrtausendelange Besiedelung des Landes stark verarmt. Außer Nutztieren [und Schakalen - Die sollte man nicht vergessen...] gibt es keine größeren Säugetiere mehr. Selbst Dromedare findet man heute kaum noch. In der Hochebene von Aleppo findet man ["auch" überflüssig] das natürliche Verbreitungsgebiet der Goldhamster. [Unter den Insekten sind die Wanderheuschrecken erwähnenswert, die zur Landplage werden können. - auch die sollte man nicht vergessen...] Lediglich die Vogelwelt ist noch vielfältig[: - ":" angebrachter] 354 Vogelarten wurden in Syrien dokumentiert [, darunter Flamingos - Flamingos!]. Syrien ist ein wichtiges Durchzugsland für Zugvögel. Bemerkenswert sind erst im Jahre 2002 in Syrien wiederentdeckte Waldrappen, die zu den gefährdetsten Vogelarten überhaupt zählen. Die natürliche Pflanzenwelt ist durch Abholzung und Überweidung schon seit dem Altertum stark degradiert. Wald findet man kaum noch im Lande. [Wald findet man allenfalls noch am Mittelmeer. - ist richtiger] Die Aleppo-Kiefer und die Libanonzeder kommen noch in Restbeständen vor. Dagegen sind Öl- und Feigenbäume häufig angepflanzt zu finden. [Im Landesinnern herrscht baumarme Steppe vor; hier sind die Weidegründe der Nomaden. Nach Südosten geht die Steppe in Wüstensteppe und Vollwüste über. - könnte man der Vollständigkeit halber noch anfügen]



    Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Syrien und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).