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Türkei

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Der Artikel Türkei gehört zur Kategorie: Lesenswert|, Lesenswert, Türkei, Staat, Mittelmeer

Die Republik Türkei (Eigenbezeichnung Türkiye Cumhuriyeti, Abkürzung T.C.) ist ein Staat in Asien und, mit weniger als 4 Prozent seiner Fläche, in Europa. Die Türkei ist der Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches und ging nach dem Ersten Weltkrieg aus diesem hervor. Die Türkei ist eine laizistische Republik. Der Laizismus geht auf den Staatsgründer Mustafa Kemal „Atatürk“ zurück. Atatürk war bestrebt, durch viele gesellschaftliche Reformen die Türkei nach dem Vorbild Europas zu modernisieren. Seit dem 3. Oktober 2005 laufen die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union.

Geographie

Lage

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Karte der Türkei
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Die Türkei erstreckt sich geografisch über zwei Kontinente. Anatolien, der asiatische Teil des türkischen Staatsgebiets, nimmt etwa 97 % der Fläche ein. Der europäische Teil bildet das östliche Thrakien und umfasst etwa 3 % der Landesfläche (23.623 km²).

Die Landesgrenzen der Türkei haben eine Gesamtlänge von ca. 9.850 km, davon sind 7.200 km vom Meer umgrenzt. Im Westen der Türkei liegt das Ägäische Meer, im Süden das Mittelmeer und im Norden das Schwarze Meer. Daneben teilt die Türkei mit acht Nachbarländern eine Grenze mit einer Gesamtlänge von 2.648 km. Im Nordwesten grenzt sie an Griechenland (206 km Grenze) und Bulgarien (240 km), im Nordosten an Georgien (252 km), Armenien (268 km), Aserbaidschan (Exklave und autonome Republik Nachitschevan) (9 km), im Osten an den Iran (499 km) und im Süden an den Irak (352 km) und Syrien (822 km).

Vor allem der Norden der Türkei gehört zu den am stärksten erdbebengefährdeten Regionen der Welt und wurde in den letzten Jahren immer wieder von Erdbeben erschüttert. Da eine gewisse chronologische Ost-West-Abfolge der Erdbeben in der Nordtürkei festzustellen ist, gehen Experten davon aus, dass in absehbarer Zeit auch İstanbul von einem großen Beben erschüttert werden könnte. Die letzten großen Beben in der Provinz Kocaeli waren weniger als 100 km von İstanbul entfernt.

Landschaftsbild

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Die Regionen der Türkei
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Landschaft westlich Ankaras
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Die Türkei wird in sieben geographische Gebiete/Regionen unterteilt: Marmararegion, Ege, Schwarzmeerregion, Zentralanatolien, Mittelmeerregion, Ost- und Südostanatolien. Diese Regionen unterscheiden sich stark bezüglich Vegetation und Wetterbedingungen.

Siehe: Geographische Gebiete der Türkei

Thrakien liegt westlich vom Bosporus auf der europäischen Seite. Auf der thrakischen Hochebene bildet der Fluss Meriç die Grenze zu Griechenland. Östlich vom Bosporus liegt die Marmara-Region. Das Marmarameer trennt Europa von Asien und das Ägäische Meer vom Schwarzen Meer. Zum Mittelmeer hin erstrecken sich die Dardanellen auf einer Länge von 60 km. Die beiden Landzungen sind bei Çanakkale mit bis zu 4 km am breitesten. Am Bosporus liegt die Millionen-Metropole İstanbul. Die Landschaft in dieser Region ist hügelig und von Büschen und Wäldern bedeckt. Der fruchtbare Ackerboden weicht im Osten einer Steppenlandschaft. Die Region bildet das wirtschaftliche Zentrum der Türkei. Die Millionenstadt Bursa ist Kurort und berühmt für ihre Schwefel- und Thermalquellen. Sie liegt zu Füßen des Uludağ-Gebirges. Der Berg ist ganzjährig ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Ägäis-Region wird ebenfalls landwirtschaftlich intensiv genutzt. Die stark hügelige Landschaft erstreckt sich entlang der Westküste zwischen Çanakkale und Bodrum. Die Küstenregion gehört zu den am besten touristisch erschlossenen Regionen der Türkei. Neben Zypressen und Ölbäumen prägen Weinreben die Landschaft. In dieser Region finden sich viele antike Bauten aus der Zeit der griechischen Besiedlung, z. B. Troja, Assos (Behramkale), Pergamon (Bergama), Ephesus (Efes), Priene, Milet, Didyma und Euromos.

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Städte und Flüsse der Türkei
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Die Schwarzmeer-Region umfasst den nördlichen Küstenstreifen der Türkei. Sie ist geprägt durch ein mildes, feuchtes Klima, und auf ihrer bergigen Landschaft erstrecken sich große Wälder. Auf dem sehr fruchtbaren Boden werden Tee, Tabak, Mais und Haselnüsse angebaut.

Die zentralanatolische Region umfasst die inneranatolischen Hochebenen. Hier liegen der Salzsee Tuz Gölü und Gebirgsketten, die stellenweise bis zu 3.900 m hochragen. Im Osten liegt Kappadokien, das wegen seiner in Tuffstein getriebenen Wohnhöhlen und Felsenkirchen in bis zu 2.000 m hohen Bergkegeln berühmt ist. Inneranatolien ist überwiegend durch eine Steppenlandschaft geprägt und gehört zu den trockensten Gebieten Anatoliens; in der Region um den Tuz Gölü nimmt die Landschaft wüstenähnliche Gestalt an. Deshalb ist die landwirtschaftliche Nutzung in dieser Region nicht so stark ausgebildet wie in den zuvor genannten Regionen. Vor allem Weizen, Gerste und Obst werden hier angebaut. Das Klima dieser Region ist geprägt durch heiße, trockene Sommer mit kalten Abenden. Die Winter sind mit Temperaturen bis unter -20 Grad Celsius sehr kalt.

Die Mittelmeer-Region wird im Norden vom Taurus- und im Osten vom Amanosgebirge begrenzt. In dieser Region werden überwiegend Zitrusfrüchte, Bananen, Tomaten, Erdnüsse und Baumwolle angebaut.

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Burg von Van am Vansee im Osten der Türkei
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Südostanatolien ist die älteste Kulturregion der Türkei. Sie wird vom Taurus-Gebirge umschlossen. Hier verlaufen die beiden Flüsse Euphrat und Tigris. Landwirtschaftlich wird diese Region durch Weizen-, Gersten-, Wein-, Oliven- und Pistazienanbau genutzt. Neben Gebirgsverläufen ist die Region östlich des Euphrat durch ein Hochplateau geprägt. Zur weiteren landwirtschaftlichen Kultivierung werden im Rahmen des Südostanatolien-Projekts entlang des Euphrat und Tigris über 22 Staudämme errichtet.

Höchste Berge der Türkei: (siehe auch: Liste der Berge in der Türkei)

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Der Tigris in der Nähe von Diyarbakır
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Wichtigste Flüsse der Türkei: (siehe auch: Kategorie:Fluss in der Türkei)

Seen der Türkei:

  • Van Gölü 3713 km²
  • Tuz Gölü 1500 km² (Salzsee)
  • Beyşehir Gölü 656 km²
  • Eğridir Gölü 468 km²
  • Akşehir Gölü 353 km²
  • İznik Gölü 298 km²

Bedeutende Inseln der Türkei: (siehe auch: Kategorie:Insel (Türkei))

Klima

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Klimadiagramm İstanbul
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Klimadiagramm Ankara
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Klimadiagramm Antalya
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Klimadiagramm Van
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Flora und Fauna

Die Fläche der Türkei wird zu 26,2 % von Wald eingenommen, landwirtschaftlich werden 36,3 % der Gesamtfläche genutzt.

Die Flora der Türkei gilt als die vielfältigste und abwechslungsreichste im Nahen Osten. Es finden sich rund 9.000 Pflanzenarten mit 850 Gattungen; im Süden vor allem Pflanzen, die sich an die trockenen Sommer angepasst haben, z. B. immergrüne Hecken und Sträucher, Eichenbäume, Oliven- und Johannisbrotbäume. In den Hochebenen sind wilde Blumen und Bodendecker heimisch.

Die Steppen werden von Sträuchern, Nadelwäldern und Schwarzkiefern beherrscht, die trockenen Gebiete auch von Disteln und Kakteengewächsen (Dornpolster). Im Norden, vor allem an der Schwarzmeerküste, finden sich ausgedehnte Haselnuss-, Mais- und Teeplantagen, im Süden eher Obst- und Baumwollplantagen.

Auch sind viele Niederwildarten und Wildschweine heimisch, wobei sich ihr Bestand durch die Jagd beständig dezimiert. An Nutztieren finden sich vorrangig Rinder, Pferde, Büffel, Schafe und Ziegen. Der Kamelbestand ging in den letzten Jahrzehnten beständig zurück; sie werden heute vorrangig für sportliche Wettkämpfe und nicht mehr als Lastenträger gezüchtet.

Die größten Raubtiere, die heute noch in der Türkei leben, sind u. a. Braunbären, Wölfe, Schakale und einige Luchsarten. Der letzte türkische Leopard soll 1979 in Hakkari von einem Bauern erlegt worden sein.

Die Türkei ist Brut- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Vogelarten. Südlich von Bandırma - im Kuşcenneti-Nationalpark - liegt ein bekanntes Vogelparadies, wo Pelikane, Wildenten, Störche, Kormorane, Nachtigallen und Fasane ihre Heimat gefunden haben.

Städte

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Blick vom Atakule Tower auf Ankara (Richtung NNO)
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Die Verstädterung ist in der Türkei weit voran geschritten, 74 % der Gesamtbevölkerung leben in der Stadt. Während der Südosten der Türkei sehr dünn besiedelt ist, konzentriert sich die Bevölkerung in den großen Städten der Westküste.

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Die Bosporus-Brücke in Istanbul
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Hauptstadt ist das in Zentralanatolien gelegene Ankara mit 3.203.362 Einwohnern. Ankara ist auch eine wichtige Wirtschafts- und Universitätsstadt.

Größte Stadt und zugleich wirtschaftliches und kulturelles Zentrum ist das am Bosporus gelegene Istanbul (früher Konstantinopel), das auf beiden Seiten der Meeresenge liegt und sich so auf zwei Kontinente über eine Fläche von 1.269 km² erstreckt. Die eigentliche Stadt hat 8.803.468 Einwohner; in der Metropolregion, die mit der Bodenfläche der Provinz Istanbul identisch ist, leben auf einer Fläche von 5.220 km² - das ist mehr als doppelt so groß wie das Saarland - 11.588.545 Menschen. Damit ist Istanbul eine der größten Städte der Welt.

İzmir ist mit 2.732.669 Einwohnern die drittgrößte türkische Stadt und verfügt nach Istanbul über den zweitgrößten Handelshafen. Bursa (1.194.687 Einwohner) die ehemalige Hauptstadt des Osmanischen Reiches ist heute ein wichtiger Wirtschaftsstandort für die Automobil- und Textilindustrie. Die wichtigste Stadt im Südosten der Türkei ist Diyarbakir. Diyarbakir besitzt nach der Chinesischen Mauer die größte und besterhaltenste Befestigungsanlage der Welt. Sie besteht zum größten Teil aus Basalt. Die Anlage wird in einen inneren und einen äußeren Abschnitt unterteilt. Weitere wichtige Städte sind Adana (1.130.710 Einwohner), Gaziantep (853.513 Einwohner), Konya und die Touristenhochburg Antalya (Stand 2000).

Siehe auch: Liste der Städte in der Türkei, Geschichte Istanbuls

Bevölkerung

Hauptartikel: Demografie der Türkei, Minderheitenpolitik der Türkei, Menschenrechtsverletzungen in der Türkei

Ethnien

Die genaue ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in der Türkei ist nicht exakt feststellbar. Bei offiziellen Volkszählungen wird die ethnische Zugehörigkeit nicht erfasst. Ermittelt wird hingegen Muttersprache und Zweitsprache, wobei die Zahlen bei vielen Minderheiten aufgrund der türkischen Assimilationspolitik stark rückläufig sind. Hinzu kommt, dass sich in der Türkei seit Jahrhunderten die verschiedensten Volksgruppen mischen, so dass die Zurechnung eines Menschen zu einer Volksgruppe vielfach schwerfällt.

Besonders umstritten ist die genaue Zahl der Kurden/Zaza, der größten und sich der Assimilation am stärksten entziehenden Volksgruppe. Die Angaben zu den Ethnien differieren je nachdem, welche Quellen herangezogen werden, stark. Demnach leben in der Türkei folgende Ethnien: 70–80 % Türken, ca. 20–30 % Kurden, 2–3 % Zaza, 2 % Araber, 1 % Albaner, 0,5 % Tscherkessen, 0,5 % Georgier sowie diverse andere ethnische Gruppen und Nationalitäten (Abchasen, Aramäer, Armenier, Assyrer, Bosniaken, Bulgaren, Griechen, Lasen, Tschetschenen).

Die Bevölkerungsgruppe der Türken wird unterschiedlich definiert. Die türkische Regierung zählt seit 1965 Bevölkerungsgruppen dazu, die von anderen Quellen zum Teil als Angehörige anderer Turkvölker angesehen werden. Dies betrifft etwa 2–5 Millionen Krimtataren und Tataren, etwa 0,5–2 Millionen Aserbaidschaner,etwa 330.000 Yörük-Türkmenen, bis zu 200.000 Mescheten, etwa 100.000 Tahtacı, etwa 60.000 Terekeme, etwa 14.000–20.000 Gagausen, etwa 2.000 Usbeken sowie jeweils etwa 1.000 Kasachen, Kirgisen, Kumyken, Turkmenen und 500 Uiguren.

Das Personenstandswesen gilt nicht immer als zuverlässig, Reisepässe und ähnliche Dokumente enthalten manchmal falsche Geburtsdaten, vor allem bei älteren Jahrgängen, bei den jüngeren Jahrgängen dagegen sind die Personendaten selten falsch. Dies hat dazu geführt dass bei Anträgen auf Sozialleistungen die altersabhängig sind, in Deutschland ein Auszug aus dem türkischen Einwohnerbuch vorgelegt werden muss.

Religion

Hauptartikel: Religion in der Türkei

Das Prinzip der in der Türkei praktizierten Version des Laizismus schreibt eine strenge Trennung von Religion und Staat vor, genauer gesagt eine strikte Unterordnung der Religion unter den Staat. Artikel 24 der Verfassung von 1982 beschränkt die Glaubensfreiheit auf das Individuum. Religionsgemeinschaften können aus dem Verfassungsabschnitt keine Rechte geltend machen. Diese Haltung resultiert aus der herrschenden Ideologie des Kemalismus in der türkischen Gesellschaft.

Die sunnitisch-islamischen Einrichtungen werden vom staatlichen Diyanet İşleri Bakanlığı, dem Präsidium für Religionsangelegenheiten, verwaltet. Es regelt die Ausbildung der etwa 100.000 Imame und Muezzine, bezahlt und erhält die Moscheen und gibt landesweit den Inhalt der zu haltenden Predigten vor.

Nach offiziellen Statistiken sind 92,6 % der türkischen Bevölkerung Muslime. Davon sind etwa 65 bis 70 % Sunniten, die restlichen 30 bis 35 % Aleviten. Nach anderen Schätzungen gibt es 75 bis 80 % Sunniten und 20 bis 25 % Aleviten. Außerdem leben in der Türkei 0,2 % Christen (125.000) und 0,04 % Juden (23.000). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten jedoch noch etwa 20 % Christen (insbesondere christliche Armenier) auf dem Gebiet der heutigen Türkei und 1923 wurden 100.000 Juden in der Türkei gezählt. Zu erwähnen ist, dass auch eine kleine Anzahl von Jesiden in der Türkei lebt.

Die offiziellen Zahlen sind jedoch irreführend, weil jeder Einwohner der Türkei, wenn er nicht explizit als einer anderen Religion zugehörig erklärt wird, automatisch als Moslem erfasst wird. Ein Gegenstück zum Kirchenaustritt gibt es nicht, so dass auch Atheisten und Agnostiker offiziell als Moslems geführt werden. Die Zahl der nicht religiösen Einwohner der Türkei ist daher nicht bekannt.

Sprachen

In der Türkei werden folgende Sprachen verwendet:

Die türkische Gebärdensprache wurde im Juli 2005 von der Türkei gesetzlich voll anerkannt.

Siehe auch: Turksprachen, Türkische Sprache, Türk Dil Kurumu

Soziales

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Bevölkerungsentwicklung der Türkei von 1961 bis 2002 (Bevölkerung in Tausend Einwohnern)
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Seit der Republiksgründung im Jahre 1923 wuchs die Bevölkerung der Türkei schnell an. 1927 lebten in der Türkei knapp 14 Millionen Menschen, 2003 waren es knapp 70 Millionen (siehe Grafik). In den letzten Jahren hat sich das Bevölkerungswachstum sehr verlangsamt. Während es 2000 noch 1,7 % betrug, wird für 2004 von einem Bevölkerungswachstum von 1,13 % ausgegangen.

Die Türkei ist gleichzeitig ein Auswanderungs- und Einwanderungsland. Aus dem Balkan, Nahen Osten, Griechenland, Iran, Zentralasien, Krim usw. kamen nach dem Fall der eisernen Mauer Aussiedler in die Republik. Auf der anderen Seite verließen viele Minderheiten die Türkei, etwa Kurden, Assyrer, Griechen, Juden, Jesiden, Zaza usw. sowie Millionen von eigentlichen Türken.

Nachfolgend sind die Einwohnerzahlen der Türkei in ausgewählten Jahren aufgelistet:

Die Türkei verfügt über eine sehr junge Bevölkerung. Der Altersdurschnitt der türkischen Bevölkerung liegt bei etwa 27,3 Jahren (Stand 2004). Die Altersstruktur setzte sich 2004 folgendermaßen zusammen: 26,6 % der Staatsbürger sind zwischen 0 und 14 Jahre alt, 66,8 % zwischen 15 und 64 Jahre und nur 6,6 % über 65 Jahre alt.

Der Staat stellt für alle Bürger eine medizinische Grundversorgung zu Verfügung. 1999 kam im Durchschnitt ein Arzt auf 859 Einwohner. Die Lebenserwartung beträgt in der Türkei bei den Männern 66,6 Jahre und bei den Frauen 71,2 Jahre. Beim Lebensstandard, der durch den Human Development Index repräsentiert wird, liegt die Türkei weltweit auf dem 96. Platz (Stand 2003). Damit gehört sie zu den Ländern mit einem mittleren Entwicklungsstand (zum Vergleich: Deutschland belegt den 19. Platz).

Seit der Republiksgründung wird versucht, die Stellung der Frau in der türkischen Gesellschaft zu verbessern. Die Türkei gehörte zu den ersten Staaten, die das Frauenwahlrecht einführten. Seit 1930 dürfen Frauen in der Türkei wählen und seit 1934 können sie sich selbst zur Wahl stellen. Dennoch zählt die Unterdrückung von Frauen und häusliche Gewalt in der Türkei zum Alltag. Erst 2004 wurde ein Gesetz durch das Parlament beschlossen, das so genannte „Ehrenmorde“ an Mädchen und Frauen wie vorsätzlichen Mord mit lebenslanger Haftstrafe ahndet. Davor wurden bei solchen Morden unter dem Motiv der Familienehre vor den Gerichten mit Erfolg mildernde Umstände geltend gemacht. Diese mildernden Umstände wurden mit dieser Strafrechtsreform nichtig. Siehe dazu auch den Artikel Frauenrechte in der Türkei.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Türkei, Kleinasien, Seldschuken, Byzantinisches Reich, Osmanisches Reich, Völkermord an den Armeniern, Völkermord an den Aramäern, Kleinasiatische Katastrophe, Türkischer Befreiungskrieg, Zypernkonflikt, Türkischer EU-Beitritt

Auf dem Gebiet der heutigen Türkei lebten und herrschten die Hethiter, Armenier, Griechen, Perser und nach diesen erneut die Griechen unter Alexander dem Großen. Anschließend gliederte das Römische Reich Kleinasien in sein Herrschaftsgebiet ein. Die Herrschaft des vereinten Römischen Reiches hielt bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. Danach fiel Kleinasien nach der Teilung des Römischen Reiches an Byzanz.

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Bronzezeitliche Mauern in Troja
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Die endgültige türkische Besiedlung Anatoliens begann mit dem Eintreffen der Seldschuken im 11. Jahrhundert n. Chr. Die ursprüngliche Heimat der Türken lag in Zentralasien und Westchina.

Die Seldschuken schlugen die byzantinische Armee in der Schlacht von Mantzikert im Jahre 1071 vernichtend. 1077 wurde das Sultanat der Rum-Seldschuken gegründet und daraufhin eroberten die Türken große Gebiete Ost- und Mittelanatoliens. Nach dem Überfall der Mongolen wurde das seldschukische Reich geschwächt, so dass sich viele türkische Stämme verselbständigten. Aus einem dieser türkischen Fürstentümern (Beyliken) erwuchs das spätere Osmanische Reich. Seit dem zwölften Jahrhundert ist in westlichen Quellen die Bezeichnung des Landes als Turchia belegt.

Um 1299 begründete Osman I. (*1259; †1326; (regierte 1299-1326) das nach ihm benannte Osmanische Reich und die Osmanen-Dynastie. Nach der Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 herrschten die Osmanen über große Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas, der Krim, des Kaukasus und des Balkans.

Nachdem die Expansion des Osmanischen Reiches nach Europa hinein vor Wien zum Stillstand gebracht, das osmanische Heer dort am Kahlenberg 1683 geschlagen worden war, wurde das Reich immer weiter aus ihren europäischen Gebieten bis auf den Zipfel westlich des Marmarameeres, zwischen Istanbul und Edirne, zurückgedrängt. Das ab dem 19. Jahrhundert stark zunehmende Unabhängigkeitsstreben diverser Nationen im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches, die Besetzung Nordafrikas durch europäische Mächte und schließlich die Niederlage im Ersten Weltkrieg bewirkten seinen endgültigen Verfall.

Im Ersten Weltkrieg kämpfte das Osmanische Reich an der Seite der Mittelmächte. Nachdem Frankreich und Großbritannien den Armeniern einen selbständigen Staat in Ostanatolien versprochen hatten, begannen sich die Armenier mit Hilfe der Russen gegen die Türken zu erheben. Die osmanische Regierung befürchtete eine Schwächung ihrer Ostfront. Unter dem Vorwand einer Umsiedlungsaktion wurde ein großer Teil der im Reichsgebiet lebenden Armenier ermordet.

Die heutige türkische Regierung bestreitet diesen Völkermord an den Armeniern und versucht auf diplomatischen Wegen andere Staaten davon abzuhalten, ihn offiziell anzuerkennen. Er wird offiziell neben Armenien selbst durch folgende Staaten und Organisationen anerkannt: Frankreich, Italien, Russland, Belgien, Slowakei, die UNO und die EU. Staaten wie Aserbaijan stufen den Völkermord an den Armeniern als Propagandalüge ein.

Nach der Niederlage der Mittelmächte verlor das Osmanische Reich infolge des Friedensvertrages von Sèvres seine verbliebenen Gebiete außerhalb von Anatolien und Thrakien. Darüber hinaus sollte das Gebiet der heutigen Türkei weitgehend zerstückelt werden. Griechenland wurden die Stadt Smyrna (türkisch İzmir) und Teile von Westanatolien zugesprochen, die Region um Adana sollte an die Italiener gehen und der französische Besitz sollte neben Syrien auch Kilikien umfassen. In den östlichen Landesteilen der heutigen Türkei mit den Städten Kars, Ardahan und Erzurum sollte ein armenischer Staat entstehen. Südlich davon und östlich des Euphrat wurde den Kurden eine autonome Region zugesprochen. Diese Pläne wurden allerdings nicht umgesetzt.

Atatürk organisierte ab dem 19. Mai 1919 den politischen und militärischen Widerstand gegen diese Pläne. Besonders heftig waren ab 1920 die Kämpfe mit Griechenland. Der Krieg endete am 9. September 1922 mit der Einnahme und dem Niederbrennen des damals mehrheitlich griechisch bewohnten Smyrna (İzmir). Der Sieg der Türkei gipfelte in der Kleinasiatischen Katastrophe, in dessen Folge viele Griechen und Türken aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Nach dem Sieg der Türkei wurden am 24. Juli 1923 mit dem Vertrag von Lausanne die Bestimmungen aus dem Vertrags von Sèvres revidiert. Mit dem Vertrag wurden die bis heute gültigen Grenzen des neuen Staates völkerrechtlich anerkannt. Gleichzeitig wurde der „Bevölkerungsaustausch“ mit Griechenland in geregelte Bahnen gelenkt. Nachdem alle ausländischen Kräfte aus Anatolien vertrieben wurden, rief Mustafa Kemal am 29. Oktober 1923 die Republik (Türkiye) aus. Der Name der Türkei leitet sich ab von türk („Volk, das an seine Traditionen stark angebunden ist“ (Töre)) und iye („Land“, „Heimat“). (Siehe auch: Namensherkunft Türkei).

Im Laufe seiner Amtszeit führte Atatürk tiefgreifende Reformen im politischen und gesellschaftlichen System durch, die die Türkei in einen modernen, säkularen, weltlichen und am Westen orientierten Staat verwandelten. Unter anderem wurde im Jahre 1922, noch vor der Ausrufung der Republik, das Sultanat abgeschafft und am 3. März 1924 folgte die Abschaffung des Kalifats. Im gleichen Jahr schaffte die Türkei die religiösen Gerichte (Scharia) ab, 1925 wurden im Zuge einer umfassenden „Kleiderreform“ Fez (traditionelle türkische Kopfbedeckung der Männer) und Schleier für die Frau verboten und die Koedukation eingeführt. Im selben Jahr wurden die islamische Zeitrechnung durch den Gregorianischen Kalender ersetzt sowie das metrische System eingeführt.

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Der erste Präsident der Türkischen Republik Mustafa Kemal Atatürk
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In den folgenden Jahren wurden ganze Rechtssysteme aus europäischen Ländern übernommen und den türkischen Verhältnissen angepasst. 1926 wurde zunächst das Schweizer Zivilrecht - und damit die Einehe mit einer Gleichstellung von Mann und Frau - übernommen (Die Gleichstellung der Geschlechter gelang im täglichen Leben allerdings nur teilweise). Es folgten das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht. 1928 wurde die Säkularisierung ausgerufen und im gleichen Jahr die Arabische Schrift durch die Lateinische ersetzt (siehe Neues türkisches Alphabet). Im Zuge weiterer Reformen wurde in der Türkei 1930 das aktive Frauenwahlrecht eingeführt und seit 1934 dürfen sich Frauen auch selbst zur Wahl stellen (passives Frauenwahlrecht). Nur wenige der Reformen - etwa Atatürks Idee, in den Moscheen statt auf Arabisch nur noch auf Türkisch zu beten - wurden zurückgenommen, da man es nicht ganz durchführen und kontrollieren konnte.

Nachdem Atatürk am 10. November 1938 starb, wurde sein enger Weggefährte Ismet Inönü zweiter türkischer Staatspräsident. Inönü war bestrebt, die Modernisierung der Türkei fortzuführen und die außenpolitische Neutralität beizubehalten. 1939 schloss sich die Republik Hatay der Türkei an und wurde zu der gleichnamigen Provinz mit der Hauptstadt Iskenderun.

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Anıtkabir - Das Mausoleum von Atatürk in Ankara
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Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bewahrte die Türkei seine außenpolitische Neutralität. Erst am 23. Februar 1945 erklärte sie Deutschland und Japan symbolisch den Krieg, um anschließend die Charta der Vereinten Nationen mit zu unterschreiben.

1946 wurde in der Türkei erstmalig eine weitere politische Partei zugelassen. Die DP (Demokratische Partei) errang bei den Wahlen am 14. Mai 1949, unter der Führung von Adnan Menderes, die Mehrheit der Sitze im Parlament. Damit endete die seit Republikgründung herrschende Einparteienherrschaft der CHP.

Der sich abzeichnende Ost-West-Konflikt und die Versuche der Sowjetunion, Einfluss auf die Türkei auszuüben, führte zur endgültigen Aufgabe der außenpolitischen Neutralität der Türkei. 1950 nahm die Türkei auf der Seite der USA am Korea-Krieg teil und trat 1952 in die NATO ein.

1960 proklamierte der regierende Ministerpräsident Adnan Menderes ein Ermächtigungsgesetz, um die politische Opposition auszuschalten. Gegen diese Maßnahmen putschte 1960 das Militär. Menderes und andere Politiker wurden unter Korruptionsvorwurf zum Tode verurteilt und am 17. September 1961 auf Imrali gehängt. Nachdem das Militär 1961 eine neue Verfassung einführte, gab es die Macht an eine Zivilregierung ab.

Inönü wurde Ministerpräsident und regierte von 1961 bis 1965. 1963 schloss die Türkei mit der damaligen EWG ein Assoziationsabkommen ab. Aber auch die Folgeregierung konnte die Probleme nicht in den Griff bekommen. Linke und rechte Terror-Aktivitäten nahmen zu und die Wirtschaftslage verschlechterte sich rapide. 1971 griff die Armee, ohne zu putschen, erneut in die Politik ein. Unter dem militärischen Einfluss wurden repressive Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung durchgesetzt.

1974 stürzte die damalige griechische Militärdiktatur den zypriotischen Präsidenten Makarios. Der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit entsandte daraufhin Truppenverbände nach Zypern, um einerseits die türkische Minderheit auf der Insel zu schützen, und andererseits einen Zusammenschluss zwischen dem damals faschistisch orientiertem Griechenland und Zypern zu verhindern. Diese Militäroperation trug den Namen Zypriotische Friedensbewegung (Kıbrıs barış harekatı). Nach schweren Kämpfen wurde ein Waffenstillstand vereinbart, der zur bis heute andauernden Teilung der Insel in zwei selbständige Teile führte. Am 15. November 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ) unter Rauf Denktaş proklamiert.

Das Militär putschte sich am 12. September 1980 zum dritten Mal an die Macht. Auslöser war die sehr instabile Phase in den 70er-Jahren, die durch wechselnde politische Koalitionen, politische und wirtschaftliche Instabilität und Terrorakte durch das extrem rechte und linke politische Spektrum geprägt war. Das Militär unter General Kenan Evren verhängte über das Land das Kriegsrecht und verbot alle politischen Parteien. Die Junta ging heftig gegen die kurdischen Separatisten und linke Oppositionelle vor. Am 7. November 1982 wurde die von den Militärs vorgelegte neue Verfassung in einem Volksentscheid angenommen.

Ab Mitte der 1980er bestimmte der Kurdenkonflikt die innenpolitische Debatte in der Türkei. Die Kurdenproblematik wurde bis dahin von der Politik tot geschwiegen und war nicht im Bewusstsein der türkischen Gesellschaft. Die Assimilierungspolitik der Türkei führte zur Unterdrückung der kurdischen Kultur und Identität. Als Reaktion darauf entstand im Jahre 1984 die „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) mit Abdullah Öcalan an ihrer Spitze. Sie nahm im Südosten den bewaffneten Kampf für einen unabhängigen sozialistischen Staat Kurdistan auf. Bis 1999 sind bei den Kämpfen und Anschlägen zwischen dem türkischen Militär und der PKK 30.000 Menschen ums Leben gekommen.

Am 16. Februar 1998 nahm der türkische Geheimdienst Abdullah Öcalan, den Führer der PKK, in Kenia gefangen und brachte ihn in die Türkei. Daraufhin erklärte die PKK einen einseitigen Waffenstillstand, der erst wieder 2004 gebrochen wurde.

Im Februar 1994 wurde die gewählte kurdische Parlamentarierin der DEP-Partei (Leyla Zana) unter dem Vorwurf verfassungsfeindlichen Handelns inhaftiert. Mitte 2004 wurden sie und drei weitere inhaftierte DEP-Abgeordnete nach starkem Druck der EU freigelassen. Dieser Vorgang ist zu sehen im Zusammenhang mit den Bestrebungen der Türkei auf eine Mitgliedschaft in der EU.

Unter der Regierung Ecevits (1999-2002) begannen umfassende Reformen im Zivilrecht und stärkten die Menschen- und Freiheitsrechte (z. B. Versammlungs- und Demonstrationsrecht). Diese Reformen wurden unter der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (seit 2001) fortgesetzt. Unter anderem wurde die Todesstrafe abgeschafft, Folter verboten und die kulturellen Freiheiten der kurdischen Minderheit gestärkt. So ist der Gebrauch der kurdischen Dialekte, Kurdischunterricht und kurdische Radio- und Fernsehkanäle nun erlaubt. So erteilte die Regulationsbehörde für Fernseh- und Radiosender (RTÜK) am 18. August 2004 drei Privatsendern im Südosten der Türkei, die Lizenz in Kurmanci oder Zazaki zu senden. Auch der staatliche Sender TRT 3 strahlt Sendungen in Arabisch, Zazaki, Kumanci, Bosnisch usw. aus.

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Bülent Ecevit mit George W. Bush im Weißen Haus
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Am 15. November 2003 und 20. November 2003 verübte eine Zelle der Al-Qaida mehrere Bombenanschläge in Istanbul. Ziele der Anschläge, bei denen 60 Menschen starben, waren zwei Synagogen, das britische Konsulat und die Filiale der britischen HSBC-Bank.

Seit 2004 sind die Kämpfe zwischen der türkischen Regierung und der PKK wieder aufgeflammt und 2005 nahmen sie nochmals an Intensität zu.

Am 10. August 2005 traf sich Recep Tayyip Erdoğan in Ankara mit türkischen und Intellektuellen der in der Türkei lebenden Minderheiten um über die Probleme im Südosten des Landes zu sprechen. Anschließend verkündete Erdoğan am 12. August 2005 bei einem Besuch in Diyarbakır, dass die Probleme im Osten ein spezifisch kurdisches Problem (kürt sorunu) sind und er diesem Problem auf demokratischer Ebene begegnen will. Diese Äußerung wird in türkischen Medien bereits jetzt als historisch gewertet. Zum ersten Mal in der türkischen Geschichte wurde der spezifisch kurdische Charakter des Konfliktes im Osten der Türkei anerkannt.

Nach 40-jähriger Bemühung erreichte die Türkei am 3. Oktober 2005 die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union.

Siehe auch: Seldschuken, Türkenkriege, Jungtürken, Panturkismus, Exil in der Türkei 1933–1945, Kurdenkonflikt in der Türkei

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Türkei

In der Türkei herrscht eine Gewaltenteilung zwischen der Legislative, Exekutive und der Judikative. Nach der Verfassung aus dem Jahr 1982 ist die Türkei eine parlamentarische Demokratie mit einem relativ mächtigen Präsidenten und einer unabhängigen Justiz. Diese Verfassung wurde zuletzt 2002 verändert.

Gesetzgebendes Organ (Legislative) ist in der Türkei die Große Nationalversammlung (Türkiye Büyük Millet Meclisi). Sie besteht aus 550 Parlamentariern, die vom Volk direkt für fünf Jahre gewählt werden. Ab dem 18. Lebensjahr ist jeder Staatsbürger in der Türkei wahlberechtigt. Gewählt werden darf jedoch nur innerhalb der Türkei, eine Wahlbeteiligung aus dem Ausland z. B. durch eine Briefwahl für im Ausland lebende türkische Staatsbürger existiert nicht. Aufgrund dieser Reglung sind Millionen von türkischen Staatsbürgern, die im Ausland (vor allem in der Europäischen Union) leben und arbeiten von den Wahlen ausgeschlossen.

Staatsoberhaupt ist der vom Parlament für sieben Jahre gewählte Staatspräsident. Eine Wiederwahl des Staatspräsidenten ist per Verfassung verboten. Der Staatspräsident beauftragt den Parteivorsitzenden der Mehrheitspartei mit der Bildung der Regierung. Regierungschef ist der Ministerpräsident, der die Mehrheitspartei oder die Regierungskoalition repräsentiert. Der Staatspräsident segnet die Minister der Regierung ab.

Das Verfassungsgericht ist der oberste Gerichtshof der Türkei. Es entscheidet über die Verfassungsmäßigkeit der vom Parlament verabschiedeten Gesetze. Erstmals wurde 2005 mit Tülay Tuğcu eine Frau zur Vorsitzenden des höchsten Gerichts der Türkei gewählt.

Der Inlandsnachrichtendienst Millî İstihbarat Teşkilâtı wacht mittels umfangreicher Ermächtigungen u. a. über die innere Ordnung, Verfassung und Sicherheit des Landes.

Siehe auch: Liste der Präsidenten der Türkei, Vorlage:Navigationsleiste Türkische Ministerpräsidenten

Ergebnis der Parlamentswahlen

Bei den Parlamentswahlen im Jahre 2002 schafften die Partei des Rechten Weges (DYP), Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Mutterlandspartei (ANAP) und DSP aufgrund der 10%-Hürde den Einzug ins Parlament nicht. Das schlechte Abschneiden der an der Regierungskoalition von 1999 bis 2002 beteiligten Parteien DSP, ANAP und MHP lag vor allem in der schweren Wirtschaftskrise, die die Türkei 2001 in eine tiefe Rezession stürzte und viele Bevölkerungsgruppen in die Armut trieb.

Die konservativ-islamische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) mit ihrem Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan ging aus diesen Wahlen als klarer Sieger hervor und errang die Mehrheit der Parlamentssitze. Die neu gegründete AKP kam auf Anhieb auf 34,4 % der abgegebenen Stimmen. Obwohl sie nur ein Drittel der Stimmen auf sich vereinigen konnte, kam sie, weil viele andere Parteien an der 10%-Hürde scheiterten, auf fast 3/4 der Parlamentssitze (für Verfassungsänderungen wird eine 3/4 Mehrheit benötigt).

Im Zuge von Parlamentarier-Wanderungen veränderte sich das Bild im Parlament. Mittlerweile erreicht die ANAVATAN Partei (ehemals ANAP) mit 21 Parlamentariern sogar Fraktionsstärke. Darüberhinaus schafften auch die SHP und DYP den „Sprung“ ins Parlament und sind jeweils mit 4 Abgeordneten vertreten.

Die Ergebnisse der letzten Wahl (2002):

Zusammensetzung des Parlaments (Stand 21. Juni 2006):

Gewerkschaften

Gewerkschaftsbünde Türk-İş (gemäßigt, ca. 2,13 Mio. Mitglieder), DİSK (links-orientiert, ca. 0,35 Mio. Mitglieder) Hak-İş (islamisch-konservativ, ca. 0,36 Mio. Mitglieder).

Außenpolitik

Hauptartikel: Außenpolitik der Türkei

Zu den außenpolitischen Konstanten gehören für die Türkei der Beitritt zur Europäischen Union, die Westbindung und das Verhindern eines eigenständigen kurdischen Staates. Die Türkei betrachtet sich auch als Schutzmacht der Turkmenen auf dem Balkan und im Nord-Irak. Darüber hinaus versucht die Türkei eine Führungsrolle bei den Turkstaaten (Aserbaidschan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan und Kasachstan) Zentralasiens einzunehmen und ihre Beziehungen zu den autonomen türkischen Republiken und Regionen zu verbessern. Ungewöhnlich für einen mehrheitlich von Muslimen bewohnten Staat sind die guten Beziehungen der Türkei zu Israel; es werden u. a. regelmäßig gemeinsame Militärmanöver durchgeführt.

Die heutige türkische Regierung bestreitet den Völkermord an den Armeniern von 1915/16 offiziell und versucht auf diplomatischen Wegen andere Staaten davon abzuhalten, den Völkermord offiziell anzuerkennen. Der Völkermord wird offiziell neben Armenien selbst durch folgende Staaten und Organisationen anerkannt: Belgien, Frankreich, Italien, Russland, Slowakei, Schweiz, die UNO und die EU.

Die Türkei und überstaatliche Organisationen:

Die Türkei ist seit 1952 Mitglied der NATO und seit 1963 assoziiertes Mitglied in den Vorläuferorganisationen der EU und strebte seit über vier Jahrzehnten Verhandlungen über eine Vollmitgliedschaft zuerst in der EWG, später der EG und zuletzt in der Europäischen Union an. Am 16./17. Dezember 2004 beschloss der Europäische Rat die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zum 3. Oktober 2005. Zuvor hatten dies sowohl die Europäische Kommission als auch das Europäische Parlament befürwortet. Obwohl die Verhandlungen pünktlich begonnen haben, machen sich Beitrittsgegner weiterhin für eine Privilegierte Partnerschaft stark - diese wird jedoch von türkischer Seite und den meisten EU-Mitgliedstaaten abgelehnt.

Daneben ist die Türkei u. a. Mitglied bei den folgenden überstaatlichen Organisationen:

Konfliktfelder mit Nachbarstaaten:

Verwaltungsgliederung

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Die 81 Provinzen der Türkei
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Die Kommunalverwaltung ist in der Türkei in 81 Provinzen unterteilt, die durch den Gouverneur (Vali) verwaltet werden. Die einzelnen Provinzen sind weiter in einzelne Bezirke und Gemeinden unterteilt. Die Bezirke werden von einem Kaymakam geleitet, der vom Innenminister ernannt wird. Die Bürgermeister (Belediye Başkanı) und Dorfvorsteher (Muhtar) werden vom Volk gewählt. Die Autonomie der unteren Ebenen wird unter anderem durch das Fehlen eigener Geldquellen eingeschränkt.

Siehe auch: Liste der türkischen Provinzen

Infrastruktur

Aufgrund seiner Lage als Knotenpunkt zwischen Asien und Europa ist der Verkehrssektor eine wichtige Einnahmequelle der Türkei. Die Transportdienstleistungen umfassen neben den Straßen-, auch See-, Luft-, Schienenverkehr und Transporte über Rohrleitungen. Mit internationalem Personen- und Güterverkehr auf Straßen erwirtschaftete die Türkei 1999 1,2 Milliarden Euro.

Der inländische Gütertransport und Personenverkehr erfolgt fast ausschließlich auf der Straße. Der Güterverkehr mit dem Ausland erfolgt überwiegend über den Wasserweg und der Personenverkehr über den Luftweg.

2000 machte der Verkehrs- und Kommunikationssektor rund 14 % des Bruttoinlandsprodukts aus. 27,3 % aller öffentlichen Investitionen werden in diesem Bereich getätigt. Damit zeigt sich eindrucksvoll die Bedeutung dieses Sektors für die Türkei.

Straßenverkehr

Die Straßen in der Türkei haben eine Länge von insgesamt 413.724 km. Davon sind 62.000 km Landstraßen, 350.000 km sog. Dorfstraßen und 1.800 km Autobahn. Das Autobahnnetz soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Die wichtigste Autobahnstrecke ist die von İstanbul nach Ankara (O-4), auch die O-52 von Adana nach Gaziantep ist wichtig für Verkehr und Transport. Weitere Autobahnen existieren um İzmir (O-31 und O-32) und im südlichen Teil des Landes (Mersin, İskenderun, Pozantı). Eine Autobahn von İzmir nach Manisa ist im Bau, die Autobahnen Adana-Ankara und Gaziantep-Şanlıurfa sind ebenfalls im Bau.

Auf den Straßen werden 89,2 % (Stand 2000) aller inländischen Güter transportiert. Der Anteil des Personenverkehrs ist mit 95 % sogar noch höher. Bei Überlandfahrten sind Reisebusse sehr beliebt. Hier konkurrieren viele Unternehmen um die Gunst der Fahrgäste, daher ist der Service bei den Busgesellschaften sehr hoch, so wird bei den Überfahrten den Reisenden Kaffee, Tee, Wasser und Gebäck gereicht.

Die Einnahmen durch Mautgebühren betrug im laufenden Jahr 2005 231 Millionen YTL und soll am Ende des Jahres nach staatlichen Schätzungen bei 357 Millionen YTL liegen. Mautpflichtig sind die zwei Brücken über den Bosporus in Istanbul und 6 Autobahnstrecken. Die Brücken (Bosporus-Brücke und Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke) benutzten über 136 Millionen Fahrzeuge und die mautpflichtigen Straßen über 120 Millionen Fahrzeuge.

Der Nahverkehr wird in den Städten durch öffentliche Busse organisiert. Da aber der öffentliche Nahverkehr ungenügend ausgebaut ist, dominieren Sammeltaxis (Dolmuş). Der türkische Name „Dolmuş“ rührt daher, dass diese „Taxis“ nicht zu einer festen Abfahrtszeit losfahren, sondern erst, wenn der Kleinbus hinreichend voll ist. Diese Kleinbusse gehören Privatpersonen und fahren bestimmte Linien ab, ähnlich wie öffentliche Busse. Unterwegs darf jeder Passagier an einem beliebigen Ort ein- und aussteigen (ähnlich wie bei einem Taxi). Die Fahrtkosten sind abhängig von der gefahrenen Strecke und werden bar beim Fahrer oder seinem Gehilfen bezahlt. Daneben gibt es reguläre Taxis, die mit einem Taxometer arbeiten.

Siehe auch: Liste der Autobahnen in der Türkei, Kfz-Kennzeichen (Türkei)

Schienenverkehr

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Der Mavi Ekspres von Istanbul-Haydarpaşa nach Adana im Bahnhof von Karaman.
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Der Schienenverkehr ist in der Türkei vernachlässigt worden, Vorrang beim Ausbau hatte die Straße. Die Trassierungen des Eisenbahnnetzes stammen weitestgehend noch aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Länge beträgt 10.500 km davon sind ca. 20 % elektrisch betrieben. Am Gesamtverkehr macht der Anteil der Eisenbahn 10 % aus (Stand 1999).

Außer auf der Strecke zwischen Istanbul und Ankara verkehren in der Regel nur ein oder zwei Personenzüge täglich. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit liegt unter der, die mit dem recht dichten Netz des öffentlichen Busverkehrs erreicht wird. Jedoch ist der Komfort in den Zügen weit höher. Es gibt nur noch eine Wagenklasse, „Pullman“ genannt. Darüber hinaus werden in den Nachtverbindungen Schlafwagen (Zweibettabteile) oder Liegewagen (Vierbettabteile) angeboten. Eingesetzt werden in den meisten Fernzügen moderne Wagen mit der Sitzanordnung 1 + 2. Wagen älterer Bauart des gehobenen Komforts werden für den Regionalverkehr weiter verwendet. Die Bahn ist für Nichtanlieger nur schwer zu nutzen. Gedruckte Fahrpläne gibt es schon seit zehn Jahren nicht mehr und im Internet wird nur ein Teil der Fernverbindungen veröffentlicht.

Zwischen Istanbul und Ankara wird eine Hochgeschwindigkeitstrasse errichtet, deren Fertigstellung 2008 geplant ist. Darauf sollen Züge mit bis zu 250 km/h verkehren. In Istanbul wird an einer Unterquerung des Bosporus gearbeitet. Im Rahmen des europäischen Verkehrskonzeptes (Wider Europe for Transport) soll die Schnellzugverbindung bis zum Jahre 2010 an die bulgarische Grenze verlängert werden.

In den Städten Istanbul (U-Bahn Istanbul), Ankara, İzmir (Izmir Metro), Adana und Bursa existieren auch U-Bahnen. Sie sind sehr beliebt und fahren etwa 80 km/h schnell. Die Türkische Staatsbahn (TCDD) betreibt entlang ihrer Linien in Ankara und Istanbul einen S-Bahn-Verkehr. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist der schienengebundene Personennahverkehr in diesen Städten allerdings stark unterentwickelt: In Ankara bestehen – bei 4,5 Mio. Einwohnern – zwei (technisch miteinander nicht kompatible) U-Bahn-Linien. In Istanbul bestehen – bei einer zwischen 13 Mio. und 17 Mio. geschätzten Einwohnerzahl –auf der europäischen Seite sechs unterschiedliche, miteinander nicht kompatible schienengebundene Nahverkehrs-„Systeme“ –, die aber jeweils nur eine Strecke bedienen, auf asiatischer Seite zwei. Dies ist eine nur sehr begrenzte Alternative zu dem meist genutzten Busnetz.

Luftverkehr

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Turkish Airlines Boeing 737-800
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Die Türkische Fluggesellschaft (THY) wurde 1933 gegründet und hatte bis in die 1990er ein Monopol in der türkischen Luftfahrt. Mittlerweile bieten zahlreiche private Fluggesellschaften (zum Beispiel Atlasjet, Fly Air, MNG Air, Onur Air, SunExpress) ihre Dienste an und kommen auf einen Marktanteil von 33 %.

Insgesamt verfügt die Türkei über 38 Flughäfen, wovon 14 internationale Flughäfen sind (Stand 2000); der bedeutendste Flughafen ist mit 12 Millionen Passagieren (Stand 2003) der Atatürk-Flughafen auf dem europäischen Teil Istanbuls. Auf der asiatischen Seite der Stadt befindet sich der kleinere, erst vor wenigen Jahren eröffnete moderne Flughafen Sabiha Gökçen, der jetzt verstärkt frequentiert wird. Für den Tourismus ist der Flughafen von Antalya mit fast 10 Millionen Passagieren (Stand 2004) sehr wichtig. Weitere wichtige Flughäfen sind diejenigen von Izmir (Adnan Menderes Havalimanı) und Ankara (Esenboğa).

Wasserverkehr

Mit einer Küstenlänge von 8.333 km und 156 Häfen ist das Potential des Schiffverkehrs groß. Die Tonnage der gesamten türkischen Handelsflotte beträgt fast 10.444.163 DWT. Der Handelsflotte gehören 888 Frachter mit über 300 Bruttotonnen an.

In Istanbul ist der Fährverkehr zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil ein wichtiges Nahverkehrsinstrument. Die Fahrtdauer beträgt zwischen 20 und 40 Minuten, je nachdem, welchen Stadtteil man ansteuert.

Ölleitungen

Die erste Pipeline zum Transport von Rohöl und Ölprodukten wurde 1966 zwischen Batman und Dörtyol (im Golf von İskenderun) in Betrieb genommen. 1977 wurde die wichtige Ölleitung zwischen dem Irak und der Türkei mit einer Gesamtlänge von 981 km (davon liegen 641 km auf türkischem Boden) eingeweiht. Die Leitung wurde wegen des Golfkrieges und dem anschließenden Embargo zwischen 1990 und 1997 außer Betrieb gesetzt.

Seit 2002 führt eine Erdgasleitung mit dem Namen „Blue Stream“ durch das Schwarze Meer von Noworossijsk nach Samsun und weiter nach Ankara. Die Leitung hat eine jährliche Kapazität von 14 Milliarden Kubikmetern.

Die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline liefert Erdöl aus Mittelasien und Kaukasien über die Türkei nach Westeuropa. Die Ölleitung verläuft über Aserbaidschan (Baku), Georgien (Tiflis) und die Türkei (Ceyhan), ist 1760 km lang und hat eine Kapazität von etwa 1 Million Barrel pro Jahr. Die BTC-Pipeline gilt weltweit als eines der teuersten und technisch aufwändigsten Pipeline-Projekte. Seit Mai 2005 fließt über diese Leitung Rohöl zum Mittelmeer.

Parallel zur Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline verläuft die Südkaukasus-Pipeline von Baku über Tiflis nach Erzurum. Sie ist 690 Kilometer lang und soll ab Ende 2005 Naturgas vom Kaspischen Meer in das türkische Gastransportsystem pumpen. Die Kapazität ist auf sieben Milliarden Kubikmeter Gas ausgelegt.

Telekommunikation

Der einzige Festnetzanbieter in der Türkei ist die Türk-Telekom. 2005 wurden 55% der Türk-Telekom für 6,55 Mrd, $ an ein Firmenkonsotium („Oger Telecom Ortak Girişim Grubu“) verkauft. Während die Zahl der Festnetzanschlüsse stagnieren, verzeichnet der Mobilfunkbereich sehr hohe Wachstumsraten. Waren 2001 noch 19,5 Millionen Festnetzanschlüsse registriert, sank die Zahl der Anschlüsse 2003 geringfügig auf 18,92 Millionen. Die Zahl der Mobilfunknutzer stieg hingegen von 17,1 Millionen 2001 auf 27,89 Millionen im Jahre 2003.

Die internationale Anbindung der Kommunikation wird u. a. durch drei, im Mittelmeer und Schwarzen Meer, verlegte Fiber-Optik-Kabel gewährleistet. Hierdurch ist die Türkei mit Italien, Griechenland, Israel, Bulgarien, Rumänien, Russland und den USA verbunden. Darüber hinaus sind 12 Intelsat-Stationen und 328 mobile Satelliten-Terminale hierfür im Einsatz.

Der internationale Internetcode ist die Endung “.tr“. Die meisten türkischen Webseiten nutzen jedoch die TLD “.com“ oder “.com.tr“, da die “.tr“-TLD nicht vergeben wird. Für die Vergabe von IPs und Namen ist die Ortadoğu Teknik Üniversitesi (ODTÜ) zuständig.

Derzeit baut die Türk-Telekom ein flächendenkendes DSL-Netz. Laut der neuesten Erhebung des türkischen Statistikinstituts vom 16. November 2005 besitzen 12,75% der Bevölkerung einen PC oder einen Laptop und 8,66 % der Haushalten besitzen einen Internetanschluss (2004 waren es 7,02 %).

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft der Türkei

Die türkische Wirtschaft wuchs in den ersten sechs Monaten des Jahres 2004 mit einer sehr hohen Wachstumsrate von 13,5 % und überholte damit sogar deutlich den bisherigen Spitzenreiter China. 2005 wuchs die türkische Wirtschaft vergleichsweise moderat. Im ersten Quartal konnte das BSP um 5,3 % zulegen. Für 2005 erwarten die Analysten von HSBC Securities Türkei weiterhin eine Wachstumsrate von 5,2 % (BIP).

Die wirtschaftliche Situation der Türkei ist immer noch sehr widersprüchlich. Es besteht eine sehr große Kluft zwischen dem industrialisierten Westen und ihrer modernen Industrie (insbesondere den großen Metropolen) einerseits und dem agrarisch strukturierten und wenig entwickelten Osten andererseits.

Der Großraum Istanbul erreicht beispielsweise 41 % des durchschnittlichen Einkommens der 15 „alten“ EU-Staaten, der Osten hingegen nur 7 %. Diverse Projekte, u. a. die großen Staudamm-Projekte (Südostanatolien-Projekt (GAP)) sollen dem Osten helfen, sich besser zu entwickeln. Zudem gibt es innerhalb der türkischen Volkswirtschaft erhebliche strukturelle Probleme. So trägt die Landwirtschaft zum BSP lediglich 11,9 % bei, beschäftigt aber 30,6 % der Arbeitskräfte. Die Industrie trägt 29,6 % zum BSP bei und der Dienstleistungssektor 58,5 %. In der Industrie arbeiten 19,3 % aller Erwerbstätigen und in der Dienstleistung 44,5 %. Seit 1996 besteht zwischen der Türkei und der EU eine Zollunion (51,6 % der Exporte gehen in die EU, 46 % der Importe stammen aus der EU).

Die Türkei scheint ihre chronische Inflation mittlerweile in den Griff bekommen zu haben. Die Inflation erreichte zeitweise dreistellige, beinahe hyperinflationäre Zahlen (1994/1995 betrug sie 150 %), 2003 sank sie auf 18,4 %, nach Schätzungen betrug sie 2004 ca. 9,4 %. Am 1. Januar 2005 wurde die alte „Türkische Lira“ durch die „Neue Türkische Lira“ (Yeni Türk Lirası) ersetzt. Damit verliert die Türkische Lira 6 Nullen. Außerdem wird die Untereinheit der Lira, der Kuruş, wieder eingeführt.

Eine weitere wirtschaftliche Herausforderung für die Türkei stellt der hohe Schuldenstand dar. Bezogen auf das BSP beträgt sie 78,7 % (Stand 2003). Damit bekleidet die Türkei weltweit den 22. Platz der prozentual am BSP am wenigsten verschuldeten Staaten.

Die wichtigsten Wirtschaftssektoren sind die Textilindustrie, Tourismus, Automobilindustrie und die Elektronikbranche. Die Investitionen von ausländischen Investoren in der Türkei liegen bei ca. 4,6 Mrd. Euro (2002), davon alleine 3,3 Milliarden aus Deutschland. Es gibt ein nennenswertes Engagement ausländischer Unternehmen. 2002 gab es 5.129 ausländische Kapitalgesellschaften, die in der Türkei aktiv waren, die meisten davon aus EU-Staaten. 2005 erzielte der Staat durch Privatisierungen von Staatsunternehmen 20 Mrd. $.

Siehe auch: Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation, Südostanatolien-Projekt

Bildungssystem

Schulsystem

In der letzten Erziehungsreform von 1997 wurde die gesetzliche Schulpflicht von 5 Jahren auf 8 Jahre erhöht. Danach findet der Übergang in die vierjährige Sekundarstufe II statt, in der alle Schüler seit 2004/05 eine zweite Fremdsprache wählen müssen.

Derzeit bemüht sich die AKP-Regierung intensiv um den erleichterten Hochschulzugang der Berufsschulabgänger. Ziel der Bemühungen ist es vor allem, den Abgängern der Imam-Hatip-Schulen den Zugang zu nicht-theologischen Studienfächern zu erleichtern. Die Imam-Hatip-Schulen gelten seit der Erziehungsreform von 1997 als Berufsschulen der Sekundarstufe II, in der Vorbeter (Imame) und Prediger ausgebildet werden. Februar 2006 wurde nun dieses Vorhaben der AKP-Regierung durch das Urteil des ersten Verwaltungsgerichts gestoppt. Sie urteilte dass ein Abschluss auf einer religiösem Imam-Hatip-Schule nicht zu einem Studium an einer Universität berechtigt.

Im Schulwesen der Türkei bestehen aufgrund mangelnder Finanzierung und der hohen Zahl schulpflichtiger Kinder erhebliche Defizite. Ca. 25 % der türkischen Bevölkerung sind im schulpflichtigen Alter. Die wirtschaftliche Kluft zwischen dem Osten und dem entwickelteren Westen der Türkei wirkt sich auch auf das Schulsystem aus. So besteht im Osten eine große Zahl von einzügigen Schulen mit mehr als 50 Schülern pro Klasse. Dennoch gibt es Probleme, die die Türkei als Ganzes betreffen. Beispielsweise sind die Eltern aufgrund von fehlenden Betriebsmitteln in den Schulen gezwungen, erhebliche finanzielle Mittel zur Unterstützung der Schulen aufzubringen. Aufgrund dieser Probleme ist die türkische Bildungspolitik im Moment noch weit von ihrem Ziel der 100%-Einschulungsquote entfernt. Lediglich 93 % aller schulpflichtigen Kinder gehen zur Schule. Besonders betroffen sind Mädchen, von denen laut einer Weltbank-Studie ca. 600.000 nicht eingeschult sind. Im Jahre 2000 waren ungefähr 6 % der Männer und 18 % der Frauen in der Türkei Analphabeten.

An den türkischen Schulen und Hochschulen herrscht absolutes Kopftuchverbot, sowohl für die Schüler/Studenten als auch für die Lehrkräfte. Dieses Verbot wird auch mit Polizeigewalt durchgesetzt und ist in den letzten Jahren immer wieder Thema hitziger Debatten. 2006 wurde das Verbot durch das erste Verwaltungsgericht in einem Urteil bestätigt und sogar noch weiter ausgedehnt. Fortan gilt das Kopftuchverbot auch vor den Straßen der Bildungseinrichtungen. Die Türkei sieht sich als laizistischen Staat an, der keine religiösen Präferenzen hat.

Siehe auch: Kopftuchstreit

Hochschulen

Die Türkei besitzt 53 staatliche Hochschulen und 24 staatlich anerkannte private Stiftungsuniversitäten. An den Universitäten des Landes studieren 1,95 Mio. Studenten und damit 28 % aller Schulabgänger eines Jahrganges. Diese werden von ca. 77.100 Lehrkräften unterrichtet und betreut. Kontrolliert werden die Hochschulen durch den türkischen Hochschulrat (YÖK), dem seit 6. November 1981 alle Hochschulen unterstellt sind.

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Bibliothek der Konya-Selcuk-Universität
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Der Hochschulrat koordiniert neben den Finanzen und dem Personalplan auch die Lehrinhalte, erarbeitet Pläne zur Eröffnung neuer Hochschulen und regelt den Zugang zu den Hochschulen. Jährlich wird durch die „Türkische Zentralstelle für Studentenvermittlung“, die dem YÖK unterstellt ist, eine Aufnahmeprüfung durchgeführt. Das Ergebnis dieser Prüfung ist für die Wahl der Hochschule und Studienfach entscheidend.

Die staatlichen Hochschulen sind schlecht finanziert, da lediglich 0,5 % des BSP für die F&E ausgegeben wird. Für das Studium an den privaten Universitäten sind Gebühren zwischen 4.100 und 10.000 Euro pro Jahr erforderlich. Bei den staatlichen Universitäten liegen die Gebühren zwischen 300 und 1000 Euro.

Nach zwei Jahre Studium wird der akademische Grad Önlisans vergeben. Dieser berechtigt die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit. Nach vier Jahren Studium erhält der Student den Grad Yüksek Lisans. Nach der Yüksek Lisans ist das Promovieren möglich.

Die meisten der 16.328 ausländischen Studenten kommen vor allem aus den zentralasiatischen Turk-Staaten. Ein Teil der Studenten erhält zur Finanzierung des Studiums Studienkredite von der „Anstalt für Kredite und Heime für Jugendliche in der Hochschulausbildung“ (Yurt-Kur). 2004 waren es 220.614 Studenten und 174.374 Studenten haben eine Wohnung in Studentenwohnheimen.

Siehe auch: Liste der türkischen Universitäten

Kultur

Hauptartikel: Kultur der Türkei

Die Kultur der heutigen Türkei ist eine Verschmelzung verschiedener Kulturen. Dazu können u. a. die alttürkische Nomadenkultur Zentralasiens und Sibiriens, die Kultur im osmanischen Reich mit ihren byzantinischen, persischen, arabischen, kaukasischen und kurdischen Einflüssen sowie die starke europäische Richtung seit Gründung der Republik durch Atatürk gezählt werden. Kulturelles Zentrum des Landes bildet die Millionenmetropole Istanbul.

Bedeutende Künstler aus der Türkei sind u. a. der Filmregisseur Yılmaz Güney (Goldene Palme in Cannes für Yol – Der Weg (1982)), die Dichter Orhan Veli und Nâzım Hikmet, die Schriftsteller Yaşar Kemal, Orhan Pamuk (erhielt am 23. Oktober 2005 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels) oder Aziz Nesin.

Türkische Popsänger wie Sezen Aksu, Tarkan und Mustafa Sandal waren in letzter Zeit auch im Ausland recht erfolgreich. 2003 siegte die Türkei beim Eurovision Song Contest mit dem Titel Everyway That I Can von Sertab Erener.

Siehe auch: Türkische Volkstänze, Liste türkischer Schriftsteller, Karagöztheater

Literatur

Hauptartikel: Türkische Literatur

Die Wurzeln der türkischen Literatur reichen weit zurück in die Vergangenheit. Vor der Annahme des Islams war die schriftliche und mündliche türkische Literatur von der Nomadenkultur und dem Schamanismus geprägt. In der Frühzeit bestand die Literatur aus mündlich überlieferten Geschichten, Sagen, Klageliedern, Liebes- und Naturgedichten und Sprichwörtern. Die Orhon-Inschriften aus dem 6. und 7. Jahrhundert bilden die ersten schriftlichen literarischen Werke der Türken.

Die Türken traten in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts zum Islam über. Mit dem Islam stieg auch der Einfluss der arabischen und persischen Sprache auf die türkische Literatur. Ab dem 11. Jahrhundert bildete sich bei den Türken, die sich in Anatolien niederließen, das Türkei-Türkische heraus. Der islamische Einfluss hielt vom 11. Jahrhundert bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts an. In dieser Zeit kann die Entwicklung der türkischen Literatur in zwei Hauptgruppen unterschieden werden: Zum einen in die Divan-Literatur und zum anderen in die Volksliteratur.

In der Tanzimat-Periode im 19. Jahrhundert wurde der westliche Einfluss stärker. Zunächst wurde westliche Literatur ins Türkische übersetzt und in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts erschienen die ersten türkischen Romane. Eine besondere Rolle nahm in dieser Entwicklungsphase die Zeitung „Servet-i fünûn“ („Schatz des Wissens“) mit dem Dichter Tevfik Fikret und dem Romancier Halit Ziya Uşaklıgil ein. Zugleich kommt auch eine nationalistische und patriotistische Dichtung auf.

In der Zeit der Republikgründung kommt es zu großen Veränderungen in der türkischen Literatur. Prägend sind insbesondere zwei Ereignisse: 1. die Einführung der lateinischen Schrift 1928 und 2. die großen Sprachreformen ab 1932. Die neuen Schriftsteller wenden sich von der herkömmlichen festgefügten Stilistik und Sprache ab. Dieses wird besonders von den Garip-Dichtern um Orhan Veli propagiert.

Mit der Form verändern sich auch die Inhalte der türkischen Literatur zunehmend. Frühe Vertreter sind Fakir Baykurt, Sabahattin Ali, Sait Faik Abasıyanık und Yaşar Kemal, die den einfachen Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellten. Mit der Hinwendung zur Schilderung der Lebensumstände bleibt soziale und politische Kritik am Staat nicht aus. Der Staat reagiert mit Zensur und politischer Gewalt. Autoren wie Nâzım Hikmet, Yaşar Kemal oder Aziz Nesin verbringen wegen der Verfolgung ihrer Publikationen viele Jahre in türkischen Gefängnissen. Kemal bezeichnete das Gefängnis deshalb als „Schule der türkischen Literatur“.

Mit den Arbeitsmigranten kommen in den 1960er Jahren türkische Literatur und türkischstämmige Schriftsteller auch nach Westeuropa. Bücher werden verstärkt übersetzt. Aras Ören, Yüksel Pazarkaya oder Emine Sevgi Özdamar befassen sich auf unterschiedliche Weise mit dem Leben in Deutschland. Teilweise wird diese Literatur auch wieder in die Türkei zurückgetragen.

Während die Zensur und die drei Militärputsche (1960, 1971 und 1980) die Entwicklung der türkischen Literatur hemmen, tragen Schriftsteller auf dem Umweg dieser Migrantenliteratur mit dazu bei, dass es heute eine sehr vielfältige und eigenständige türkische Literatur gibt. Der sicherlich bekannteste Vertreter der aktuellen türkischen Literatur ist Orhan Pamuk, der neben vielen anderen Literaturpreisen 2006 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Siehe auch: Neues türkisches Alphabet

Medien

Hauptartikel: Medien in der Türkei

Die Fernseh- und Radiolandschaft ist in der Türkei als duales System organisiert. Die meisten Verlage und TV-Sender sind in der Hand einiger weniger Medienkonzerne. Daneben unterhält die staatliche Sendergruppe TRT mehrere Fernsehsender.

Die Regulierung der privaten Fernseh- und Radiosender obliegt der Regulationsbehörde RTÜK, die sowohl Lizenzen erteilt, entzieht als auch zeitlich begrenzte Sendeverbote erteilen kann. Das Pressewesen ist staatlich nicht (mehr) reguliert, die meisten Printmedien unterliegen jedoch der freiwilligen Selbstkontrolle des türkischen Presserates, der auch Beschwerden zu elektronischen Medien bearbeitet.

Heikle Themen für Journalisten bilden Berichte über das türkische Militär, die Kurden, den politischen Islam und den Völkermord an den Armeniern. Für das Aufgreifen solcher Themen wurden bis in die späten 1990er Jahre hinein zahlreiche Journalisten inhaftiert und angeklagt und Zeitungen reihenweise geschlossen. Üblich ist es auch, dass Fernsehsendern zeitlich beschränkte Sendeverbote erteilt werden. Im Rahmen der Beitrittsbemühungen in die Europäische Union wurde die Verfassung und das Pressegesetz reformiert, wodurch sich die Lage der Meinungsfreiheit in den letzten Jahren deutlich entspannt hat. Dennoch gibt es nach wie vor internationale Kritik an der Situation der Medienfreiheit. Die Organisation Reporter ohne Grenzen attestiert einen Unterschied zwischen den beschlossenen Gesetzen und dem vorgehen von Teilen der Justiz- und Beamtenapparats in der Türkei.

Die öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehanstalt TRT betreibt vier nationale Fernseh- und fünf Radiosender. Geleitet werden die Fernseh- und Rundfunkanstalten durch eine Direktion. Diese ist zwar formal unabhängig, ihre Mitglieder werden jedoch von der Regierung ernannt. Erst seit 1990 sind private Fernseh- und Rundfunkanstalten zugelassen. Seitdem hat die TRT relativ schnell ihre frühere Bedeutung verloren. Ihr Marktanteil bleibt inzwischen deutlich unter dem der wichtigsten privaten Konkurrenz.

16 nationale, 15 regionale und 229 lokale Fernsehstationen (Stand Mai 2005) konkurrieren auf dem nationalen Fernsehmarkt. Die beliebtesten Fernsehsender ATV, Show-TV, Star, TGRT und Kanal D sind „Vollprogramme“, mit Unterhaltungsshows, Filmen, Serien, Nachrichten und Informationssendungen. NTV, TV8, Habertürk und CNN-Türk bringen Nachrichten nonstop. Die Hörfunklandschaft ist ähnlich vielfältig und es existieren über 1000 Sender.

Nach der schweren Wirtschaftskrise 2001 erfasste eine schnelle Konzentrationsbewegung die türkische Medienlandschaft. Viele Medienunternehmen wurden, um ihren Erhalt zu sichern, vom Staat aufgekauft und kurz später wieder privatisiert. Seitdem prägen einige wenige Medienkonzerne die türkische Medienlandschaft.

Die wichtigsten Medienkonzerne sind die Aydin-Dogan-Gruppe (u. a. größte Tageszeitung Hürriyet, Milliyet, Radikal, Kanal D, CNN-Türk), Dinç-Bilgin-Gruppe (Sabah, ATV, u. a.), Ihlas-Gruppe (Türkiye, TGRT, u. a.), Çukurova-Gruppe (Show-TV, Aksam); Dogus-Gruppe (NTV). Einflussstärkste und zugleich auflagenstärkste Zeitungen sind Sabah, Hürriyet, Milliyet, Cumhuriyet, Türkiye und Posta die innerhalb weniger Jahre zur auflagenstärksten Tageszeitung avancierte. Es erscheinen zahlreiche Wochen- und Monatszeitschriften, die sich in der Regel auf ein bestimmtes Thema spezialisieren (Frauen-, Motor-, Sportmagazine etc.).

In der Türkei leben mehrere zehntausend deutschsprachige Europäer, die sich dort ständig oder überwiegend aufhalten. Für diese Zielgruppe gibt es einige deutschsprachige Zeitungen einschließlich einer Internetzeitung.

Weitere Herausforderung für die türkische Medienlandschaft bildet der hohe Konzentrationsgrad, die harte Konkurrenz um den (relativ) kleinen türkischen „Werbekuchen“, das Nicht-Vorhandensein einer Berufsvertretung für Journalisten.

Film

Das Massenkino wird durch triviale und leichte Komödien und Action-Filme beherrscht. Sämtliche Komödien von Kemal Sunal sind in der Türkei sehr berühmt. Kemal Sunals Paraderolle ist der sympathische Verlierer aus der Unterschicht, der trotz aller Widrigkeiten sein Herz am rechten Fleck hat. Cüneyt Arkin ist ein weiterer Vertreter, der das Historien- und Action-Genre geprägt hat. Als Kara Murat kämpft er in tendenziösen Historienfilmen gegen „Christen“. Als Action-Held tritt er vor allem als Polizist gegen Gangster an.

Daneben brachte das türkische Kino auch Filme mit ernsthafteren Themen hervor. Der Film „40 qm Deutschland“ aus dem Jahr 1986, in dem Tevfik Baser Regie führte (und auch das Drehbuch zum Film lieferte), handelt von Problemen einer türkischen Immigrantin in Deutschland, die von ihrem Mann in der kleinen Wohnung von der Außenwelt isoliert wird. In Vizontele aus dem Jahr 2001 werden die Auswirkungen des ersten Fernsehers in einem abgelegenen Dorf geschildert. Der „kurdische“ Film behandelt die politische und soziale Situation der Kurden in der Türkei, exemplarisch kann der Film Günese Yolculuk (1999) genannt werden.

Einer der wichtigsten türkischen Regisseure, Drehbuchautoren und Darsteller ist Yılmaz Güney (1937 - 1984). Als Schauspieler hat der kurdischstämmige Güney es zum Volkshelden in der Türkei geschafft. Yılmaz Güney holte sich als erster türkischer Regisseur mit seinem Film Yol 1982 die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes. Den Film stellte Güney im Exil fertig und er war somit nicht der türkischen Zensur unterworfen.

Der Film „Uzak“ (Weit) von Nuri Bilge Ceylan (Produzent, Regisseur, Kameramann und Autor) erhielt 2003 den großen Jury-Preis in Cannes. Die beiden Hauptdarsteller, Muzaffer Özdemir und Mehmet Emin Toprak, wurden zudem als beste Schauspieler ausgezeichnet. „Uzak“ handelt von der Situation des modernen türkischen Mannes, der in der Großstadt lebt und sich in das Private zurückzieht.

Der Film „Kurtlar Vadisi - Irak“ (deutsch Tal der Wölfe - Irak), vom Regisseur Serdar Akar, gilt mit 10 Millionen Dollar (8,4 Millionen Euro) als die teuerste türkische Kinoproduktion allerzeiten. Er basiert auf der sehr populären Serie Kurtlar Vadisi. Der „Gute“ ist im Film der türkische Geheimagent Polat Alemdar und die „Bösen“ die US-Amerikaner im Irak. Die USA kritisieren den Film wegen des Antiamerikanismus'.

Musik

Hauptartikel: Musik der Türkei

Ähnlich wie in der Literatur war die osmanische Musik stark von arabischen Elementen geprägt. Nach der Republiksgründung betrieb die Regierung eine stärkere Förderung „türkischer“ Musik. Unter den Oberbegriffen klassische Musik und Halk Müziği wurde ab 1924 Volksmusik aus Anatolien gesammelt und archiviert. 1953 umfasste das Archiv 10.000 Volkslieder. Seit den 1990ern dominieren moderne Musikrichtungen wie Pop und Rock neben den klassischen Richtungen wie Türk Halk Müziği und Türk Sanat Müziği.

Der größte Teil türkischer Volksmusik basiert auf den Saz, die eine Art langhalsiger Laute ist. Das Zurna und Davul ist in ländlichen Gebieten beliebt und wird sehr oft auf Hochzeiten und anderen Feiern gespielt. Des Weiteren sind beliebt und viel verbreitet die Hirtenflöte Kaval und das Instrument Ney . Auch Elektrosaz und Darbuka, die häufig von elektrischen Keyboards begleitet werden, sind populär.

Zahlreiche europäische klassische Komponisten im 18. Jahrhundert waren von der türkischen Musik, insbesondere den starken Rollen der Blechbläser und Schlaginstrumenten in den Janitscharkapellen, fasziniert. Joseph Haydn schrieb seine Militärsinfonie und einige seiner Opern um türkische Instrumente einfließen lassen zu können. Türkische Instrumente wurden auch in Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie einbezogen. Mozart schrieb sein Rondo alla turca in seiner Klaviersonate Nr. 11 A-Dur KV 331 und benutzte auch türkische Motive in einigen seiner Opern. Obwohl dieser türkische Einfluss nur eine Modeerscheinung war, führte er Becken, Basstrommel und Glocke in das Symphonieorchester ein.

Siehe auch: Janitscharenmusik, Liste der türkischen Beiträge beim Eurovision Song Contest, Liste türkischer Popmusiker und Genres, Staatsensemble für klassische türkische Musik

Küche

Hauptartikel: Türkische Küche

Die gegenwärtige türkische Küche ist das Resultat einer Vermischung der ursprünglichen einfachen nomadischen Kochtradition der türkischen Stämme mit der indischen, persischen, kurdischen und arabischen Küche. Sie bezieht seit ihrer Völkerwanderschaft darüber hinaus Einflüsse aus dem Mittelmeerraum ein. Diese Vielfalt der Einflüsse entwickelte sich durch die Jahrhunderte besonders unter der Prägung der osmanischen Kultur und Lebensweise zur heutigen charakteristischen türkischen Küche.

Die türkische Küche hat auch die griechische und die Balkanküche geprägt. So stammt zum Beispiel der „Zaziki“ aus dem türkischen „Cacık“ und „Cevapcici“ kommt von „Kebap Şişi“ (Kebap-Spieß; Spießbraten). Auch der „Jogurt“ kommt vom türkischen „Yoğurt“. Döner Kebap wird aus Rind-, Kalb- oder Geflügelfleisch hergestellt. In der Türkei, aber auch in anderen (europäischen) Ländern, wird der Döner auch auf dem Teller serviert.

Sport

Die beliebteste und bedeutendste Sportart in der Türkei ist der Fußball. Die höchste Spielklasse im türkischen Fußball ist die Turkcell Süper Lig. Die wichtigsten Fußballvereine kommen neben Trabzonspor aus der Metropole Istanbul (Galatasaray Istanbul, Beşiktaş Istanbul und Fenerbahçe Istanbul, bis 2005 mit dem deutschen Trainer Christoph Daum). Trabzonspor ist auch der einzige Nicht-Istanbuler Klub, der türkischer Fußballmeister werden konnte. In den letzten Jahren feiert auch die türkische Fußballnationalmannschaft wieder kleinere Erfolge. 2002 kehrte das Land nach 47 Jahren zur Fußball-Weltmeisterschaft zurück. In der Geschichte der Weltmeisterschaften war die Türkei erst das zweite Mal dabei. Trotzdem schaffte die türkische Mannschaft nach einem Sieg gegen Südkorea im „kleinen Finale“ den dritten Platz der Weltmeisterschaften im Jahre 2002. Für die Weltmeisterschaft im Jahr 2006 konnte sich die türkische Mannschaft jedoch nicht qualifizieren und schied in der Qualifikationsphase aus.

Die Türkei hat sich seit dem Jahre 2000 für alle Olympische Sommerspiele beworben. So auch für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 unter dem Konzept „Die Spiele in Europa und Asien“. Doch die türkische Metropole verpasste jeweils die Endausscheidung, obwohl für die Olympia-Bewerbung das Atatürk Olympiastadion für über 100 Mio. Euro gebaut wurde. Auf die Kritik an den Anfahrtswegen und der Stadiontechnik wurde reagiert und diese kleineren Mängel wurden bereits behoben. Das türkische Bewerbungskomitee kündigte an, dass sich die Türkei auch um die Spiele 2016 und 2020 bewerben wird. Das Zentrum der Spiele sowie ein Großteil der Sportstätten befinden sich im europäischen Teil der Stadt Istanbul.

Siehe auch: Fußball in der Türkei, Türkische Fußballnationalmannschaft, Türkischer Fußball-Meister, Großer Preis der Türkei

Sitten und Gebräuche

Bei der Begrüßung wird meist einmal auf die eine und dann auf die andere Wange geküsst. Bei älteren Menschen küsst man auf die Hand und berührt die Hand mit der Stirn. Das Küssen auf die Hand ist ein Ritual, das der traditionellen Verbeugung hinzugefügt wurde.

Das Henna, ein aus Pflanzen gewonnener rot-brauner Farbstoff, findet Verwendung bei der Heirat, an religiösen Festtagen, bei Beschneidungsfesten und wenn der Sohn den Militärdienst beginnt.

Alte schamanistische Sitten findet man teilweise auch heute noch. Beispielsweise wird ein Kind, das vor den Eltern verstorben ist „Yaşar“ genannt, was sinngemäß etwa „wird leben“ heißt.

Feiertage

Hauptartikel: Türkische Feiertage

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Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
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Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.

Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.

Prettytable

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Datum Festgelegter Feiertag Beweglicher Feiertag* Deutsche Übersetzung Anlass und Bedeutung
1. Januar Yılbaşı Neujahr Feier zum Anlass des ersten Tages des Jahres
19. Januar-21. Januar Kurban Bayramı Opferfest Höchster sunnitischer Feiertag. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern (siehe auch Opferung Isaaks). Am Opferfest ist es für einen Moslem Sitte, falls er es sich finanziell leisten kann, ein Tier zu schächten und das Fleisch an Bedürftige zu verteilen. Diese Tradition nimmt seit langem in der Türkei die Tendenz zum Spenden an bedürftige Privatpersonen und Hilfs-Einrichtungen wie Waisenheime usw.
23. April Ulusal Egemenlik ve Çocuk Bayramı Feiertag der Nationalen Souveränität und des Kindes Erinnert an die Eröffnung der Nationalversammlung, Souveränität der Fundamente der Republik.
19. Mai Atatürk´ü Anma, Gençlik ve Spor Bayramı Feiertag der Jugend, des Sports und an das Gedenken an Atatürk Erinnerung an Atatürks Ankunft in Samsun. Beginn des Befreiungskrieges.
30. August Zafer Bayramı Feiertag der Befreiung Erinnert an den entscheidenden Sieg des „Başkomutanlık Meydan Savaşı" im türkischen Befreiungskrieg
29. Oktober Cumhuriyet Bayramı Feiertag der Republik Nationalfeiertag, erinnert an die Ausrufung der Republik durch Atatürk im Jahre 1923
30. August Ramazan Bayramı Zuckerfest Das „Zuckerfest“ bildet den Abschluss des Fastenmonats Ramadan.

*Religiöse Feiertage:

Die religiösen Feiertage richten sich nach dem islamischen Mondkalender, daher finden sie jedes Jahr ca. 11 Tage früher statt und haben nach dem Gregorianischen Kalender kein festes Datum. Dadurch kommt es bisweilen dazu, dass eines der Feste in einem Kalenderjahr zweimal stattfindet, einmal Anfang Januar und noch einmal Ende Dezember.

Der wöchentliche Ruhetag ist der Sonntag.

Militär

Siehe auch: Türkische Streitkräfte

Der Wehretat lag 2003 bei 10 Mrd. Euro, dazu kommen noch Aufwendungen, die nicht im Etat aufgeführt werden. Dies sind somit mehr als 5 % des Bruttosozialproduktes und ca. 150 € pro Einwohner. Die Türkei ist seit 1952 Mitglied der NATO und stellt innerhalb des Bündnisses nach den USA das zweitgrößte Heer. Das türkische Militär wird auch im Landesinneren beim Katastrophenschutz eingesetzt. Aufgrund vieler strategisch wichtiger Stützpunkte diente sie als Drehscheibe für die Militärinterventionen im Nahen Osten.

Die Dauer der Wehrpflicht ist 2005 von 18 Monaten auf 15 Monate reduziert worden. Damit sinkt auch die Zahl der Wehrpflichtigen um etwa 85.000. In der Türkei besteht für jeden Mann ab dem 20. Lebensjahr die allgemeine Wehrpflicht. Ein Ersatzdienst für Wehrdienstverweigerer besteht nicht. Für Staatsangehörige, die im Ausland leben, besteht die Möglichkeit, den Wehrdienst durch Geldzahlung (umgerechnet 5000 €) auf einen Monat zu verkürzen. Ein in der Türkei abgeschlossenes Hochschulstudium verkürzt die Wehrpflicht auf 5,5 Monate als einfacher Soldat oder auf 12 Monate als Unterleutnant.

Seit dem 23. Februar 1996 besteht ein Militärabkommen zwischen der Türkei und Israel. Offiziell handelt es sich um ein Abkommen über den Austausch von Informationen und enge Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie. Seit 1998 finden regelmäßige, gemeinsame Flottenmanöver der beiden Staaten im östlichen Mittelmeer statt.

Das türkische Verteidigungsministerium kauft Rüstungsgüter meist im Ausland, die türkische Industrie wird jedoch oft an der Fertigung beteiligt. Eine Rüstungsindustrie ist in der Türkei nur in Ansätzen vorhanden. Aus Kostengründen wird auch gebrauchtes militärisches Material von verbündeten Staaten wie den Vereinigten Staaten und Deutschland gekauft. So ist zum Beispiel die türkische Marine im Besitz einiger ehemals deutschen Minensuchbooten und US-amerikanischen Fregatten. Am 8. November 2005 einigten sich die deutsche und die türkische Regierung auf den Kauf von 298 gebrauchten Leopard-2 Panzern.

Die militärische Organisation steht derzeit vor einer Reform. Sie soll für zukünftige flexible Einsätze technisch modernisiert werden. Die Türkei ist mit anderen europäischen Staaten an der Entwicklung des Airbus A400M beteiligt.

Zusammensetzung des Militärs

2001 dienten im türkischen Militär 514.850 Soldaten. Davon sind 391.000 Soldaten Wehrpflichtige. Dazu kommen noch 180.000 Mann der Gendarmerie. Die Zahl der Reservisten in den Land-, Luft- und Seestreitkräften beträgt 378.700 Soldaten.

Die Landstreitkräfte haben 402.000 Mann unter Waffen und besitzen eine große Anzahl von Panzerfahrzeugen. Die Ausstattung der türkischen Streitkräfte ist zum Teil veraltet. Zum Beispiel wird immer noch eine große Zahl von M48-Patton-Kampfpanzern eingesetzt.

Die 180.000 Mann starke Gendarmerie ist eine paramilitärische Einheit und wird seit 1988 zur Sicherung der syrischen und irakischen Grenzen und zum Kampf gegen die PKK eingesetzt. Auf ländlichem Gebiet nimmt sie auch polizeiliche Aufgaben wahr. Zu ihrer Ausrüstung gehören Mannschaftstransporter und Hubschrauber. Die Gendarmerie ist seit 1993 Mitglied in der Union der Europäischen Gendarmerien (FIEP).

Die Luftstreitkräfte sind 60.100 Mann stark und sind im Besitz von Kampfflugzeugen, Transportflugzeugen und Hubschraubern.

In den Seestreitkräften dienen 52.700 Soldaten plus 3.100 Mann Marineinfanterie. Die Marine setzt verschiedene Schiffklassen ein, wie Fregatten, Korvetten, U-Boote, Schnellboote und Minensuchboote.

Seit Juli 1982 existiert eine Küstenwache, die ca. 2.500 Mann umfasst. Die Küstenwache war von 1982 bis 1995 der Gendarmerie unterstellt und ist seit 1995 dem türkischen Innenministerium zugeordnet. Für den Küstenschutz kann die Küstenwache auf Schnellboote, Küstenschutzboote und auf Hubschrauber zurückgreifen. Im Durchschnitt kontrolliert die Küstenwache über 13.000 Schiffe pro Jahr.

Politische Rolle

Die türkischen Streitkräfte sehen sich als Hüter der Demokratie und des Kemalismus und haben sich schon zweimal, um politische Krisen zu beenden, an die Macht geputscht, und zwar 1960 und 1980 (1971 wurde außerdem die Regierung Demirel zum Rücktritt gezwungen). Der Ablauf beider Putsche ist relativ identisch, das Militär blieb wenige Jahre an der Macht und gab sie, nach einer Verfassungsreform, wieder an eine Zivilregierung ab. Die Zielrichtung des Militärs war jedoch bei den zwei Putschen unterschiedlich. Der Staatsstreich vom Mai 1960 wurde von eher links orientierten Offizieren mittleren Ranges getragen und führte zu einer demokratischeren Verfassung. Der Putsch von September 1980 kam aus der Generalität und dem rechten Lager und führte zu einer repressiveren Verfassung. Das letzte Mal führte die Intervention des Militärs 1997 zum Rücktritt der Regierung von Necmettin Erbakan und seiner Refah Partisi. Allerdings lief dieser letzte Umsturz immerhin völlig ohne Waffengewalt ab.

Im Rahmen der EU-Beitrittsbemühungen begrenzte das Parlament 2003 die politische Macht der Militärs. Im Nationalen Sicherheitsrat hatte das Militär vor den Reformen die entscheidende Macht. Der Rat tagte monatlich unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten und behandelte alle aktuellen innen- und außenpolitischen Themen. Offiziell hatte der Rat nur beratende Funktion. Inoffiziell kam das aber einer Weisungsbefugnis des Militärs gegenüber der Politik gleich. Nach der Reform wird die Funktion des Rates auf die Politikberatung reduziert und zudem die Zahl der Militärs im Rat auf einen einzigen Generalstabschef gesenkt. Auch steht dem Rat nun ein Zivilist als Generalsekretär vor, der dem stellvertretenden Ministerpräsidenten untergeordnet ist. Zudem wird ab 2003 der gesamte militärische Etat der parlamentarischen Kontrolle unterstellt, was vor der Reform nicht der Fall war. Das Militär konnte die Ausgaben für das Militär selbst bestimmen und unterhielt versteckte Posten für Militärausgaben im Gesamthaushalt.

Siehe auch: Militärregierung

Wirtschaftliche Rolle

Über die beiden Organisationen OYAK („Unterstützungsfonds für die Armee“ (Ordu Yardimlasma Kurumu)) und TSKGV (Stiftung für die Stärkung der türkischen Streitkräfte) hält das Militär Beteiligungen an vielen Unternehmen aus diversen Branchen.

Ursprünglich wurde OYAK am 1. März 1961 als eine berufsgenossenschaftliche Renten- und Invalidenversicherung gegründet. Diese Aufgabe erfüllt sie auch heute noch. Aufgrund der investierten Kapitalrücklagen, kontrolliert sie jedoch mittlerweile eine Vielzahl von Industrieunternehmen.

Jeder Offizier führt 10 % seines Soldes als Beitrag an die OYAK ab. Auch alle zivilen Mitarbeiter beim Militär und allen Unternehmen an dem das Militär mehr als 50 % hält führen 10 % ihres Lohnes an die OYAK ab. Ausgestattet mit diesem Kapital und diversen Sonderrechten expandierte die OYAK in viele Wirtschaftssektoren. Die OYAK hat das Statut eines gemeinnützigen Vereins und zahlt dementsprechend keine Steuern.

Die Beteiligungen beinhalten rund dreißig Industrie-, Handels- und Exportunternehmen. Insgesamt beschäftigen alle Unternehmen zusammen ca. 30.000 Menschen. Die meisten Unternehmen, an dem die OYAK beteiligt ist, sind Joint Ventures mit ausländischen oder mit inländischen Konzernen.

Liste aller OYAK-Beteiligungen:

Eine weitere wirtschaftliche Organisation bildet die TSKGV. Sie besitzt mehrere Industrieunternehmen vor allem im Bereich der Waffentechnik und beschäftigt ca. 20.000 Menschen. 80 % der Gewinne der OYAK und TSKGV fließen in Rücklagefonds. Dieses Vermögen wird auf dutzende Milliarden Euro geschätzt.

Auslandseinsätze

Auslandseinsätze des türkischen Militärs nach dem Zweiten Weltkrieg:

Tourismus und Sehenswürdigkeiten

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Die Hagia Sophia mit nächtlicher Beleuchtung
Bildherkunft

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Landschaft in Kappadokien
Bildherkunft

Museen und historische Plätze

Die Türkei wird aufgrund seines reichhaltigen Erbes an historischen Denkmälern auch als „Freilichtmuseum“ bezeichnet.

Das Topkapı Sarayı in Istanbul war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches. Heute beherbergt sie als Museum Sammlungen von Porzellan, Handschriften, Porträts, Gewändern, Juwelen und Waffen aus dem Osmanischen Reich. Ferner diverse islamische Reliquien, wie Waffen Mohammeds und der ersten Kalifen, eines der ältesten Koranexemplare oder auch Barthaare des Propheten Mohammed. Konservative Muslime fordern deswegen eine Schließung des Palastes für den Tourismus. Das Museum bildete 1964 die Kulisse zu dem gleichnamigen Film „Topkapi“ mit Peter Ustinov.

Gleich gegenüber befindet sich die Hagia Sophia ehemals Hauptkirche des byzantinischen Reiches und religiöser Mittelpunkt der Orthodoxie. Nach der osmanischen Eroberung wurde die Hagia Sophia Hauptmoschee der Osmanen. Heute wird sie nur noch als Museum benutzt.

Auch die bekannteste Stadt des Altertums, Troja, befindet sich in der Türkei. Sie liegt in der Landschaft Troas im Nordwesten der Türkei am Hellespont.

Der İshak Paşa Sarayı ist ein zwischen 1685 und 1784 erbauter und heute in Ruinen liegender burgähnlicher Palast des kurdischen Emirs von Doğubeyazıt, Çolak Abdi Paşa, und seines Sohnes İshak Paşa II. Er liegt im äußersten Osten der Türkei, etwa 6 km von der Stadt Doğubeyazıt entfernt an einem Berghang. Der Gebäudekomplex vereint armenische, georgische, persische, seldschukische und osmanische Architekturstile.

Badestrände und Landschaften

Die Südküste zwischen Antalya im Westen und dem Kap Anamur im Osten der Türkei, auch als Türkische Riviera bekannt, ist eines der touristischen Zentren des Landes. Neben Antalya ist Alanya die wichtigste Stadt. Daneben ist für Badeurlauber auch die südliche Ägäisküste sehr beliebt.

Ein weiterer sehr beliebter Badeort, vor allem bei der türkischen Schickeria, ist Bodrum. Neben dem ausschweifenden Nachtleben ist Bodrum für seine mittelalterliche Kreuzritterburg (Bodrum Kalesi) bekannt.

Fethiye ist für seine Buchten, Inseln und Strände bekannt. In der Nähe befindet sich Myra, wo sich neben lykischen Felsengräber auch die Kirche des Nikolaus befinden.

Kappadokien ist eine Landschaft in Zentralanatolien in der Türkei. Einer der bekanntesten Orte ist Göreme mit seinen aus dem weichen Tuff herausgehauenen Höhlenkirchen. Die Gegend besteht aus Tuff, welcher wegen der geringen Niederschlagsmengen und dem Wind nur langsam verwittert. Härteres Gestein bleibt stehen, so dass die so genannten Feenkamine entstehen.

Weltkulturerbe und Weltnaturerbe

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen folgende türkische Stätten:

Image:413252 4345.jpg|Beyoğlu,Istanbul Image:Istanbul bridge.jpg|Istanbul Image:Ankaracenter.jpg|Ankara Image:Turkish folk.jpg|Türkischer Volkstanz Image:Pamukkale00.JPG|Kalksteinterrassen von Pamukkale Bild:NemrutDagiHead.jpeg|Statue auf dem Berg Nemrut Bild:Mausoleum of Halicarnassus.jpg|Eine fiktive Darstellung des Mausoleums

Antike Weltwunder

Zwei der sieben antiken Weltwunder liegen in Anatolien. Der Tempel der Artemis (Artemision) in Ephesos und das Mausoleum von Halikarnassos in Bodrum. (Zu Details siehe jeweils dort).

Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete stellen 1,3 % der Fläche der Türkei dar. Dazu gehören zehn Küstenschutzgebiete, 18 Naturschutzgebiete und 19 Nationalparks, wovon zwei von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurden. Geringe finanzielle Ausstattung des Umweltministeriums verhindert derzeit allerdings einen ausreichenden Schutz der Gebiete.

Quellen

Literatur

Weblinks

Offizielle Informationsquellen

Unabhängige Informationsquellen

Zeitungsartikel, Fernsehbeiträge und ähnliches

   

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Diskussion:Türkei/ältere Beiträge, Diskussion:Türkei/ältere Beiträge (Teil2)

Daten

gehören in die Box rechts oben nicht wie bei allen anderen Ländern BIP und BIP/Kopf hinein - oder ist das geheim? Isospin123 17:57, 26. Nov. 2006 (CET)

Ethnien

Die Artikel Liste der Turkstämme und Turkvölker haben als Extrainformationen im genannten Absatz nichts zu suchen, genau so wenig wie eine extra Aufforderung im Artikel Deutschland zu Indogermanische Völker, Arier und Liste Germanischer Stämme nichts zu suchen hat.

Die Türkei ist ein moderner Staat, dessen Bevölkerung hauptsächlich durch die Staatsangehörigkeit definiert ist, und nicht nach irgendwelchen "Turkstämmen" und "Turkvölkern" - ganz genau genommen kann nur eine extrem kleine Minderheit der türkischen Staatsbürger ihre Abstammung tatsächlich auf die alten, sogenannten "Türken" Zentralasiens zurückführen. Das spielt hier aber auch keine Rolle.

Am Besten solche unnötigen Infos einfach nur raus halten ... auch wenn das dem einen oder anderen türkischen Nationalisten nicht einfach fällt. Aber das ist ja leider das ganze große Problem, dass die Wikipedia im Themenbereich "Türkei und Türken" hat ... zu viele Nationalisten wollen ihren Senf dazu geben und ziehen die Qualität dieses Themenbereichs runter.

--Phoenix2 11:23, 8. Jul 2006 (CEST)

"Die Türkei ist das einzige demokratische Land der Welt, das mehrheitlich moslemisch geprägt ist."

Ich halte diese Aussage zumindest für problematisch. Was Demokratie nun genau bedeutet, ist diskussionbedrüftig. Andere mehrheitlich muslimische Staaten, die man Demokratien nennen könnte wären z.B. Ägypten, Jemen, Syrien, der Irak und der Libanon.

Ich bin für eine ersatzlose Streichung des Satzes -- Hagbard 04:56, 24. Jul 2006 (CEST)

Syrien und Ägypten als Demokratien, genau wie Kuba und Nordkorea, oder???? -- anonym
Ich will mich nicht darüber streiten, welchen Staat man nun als Demokratie bezeichnen kann und welche nicht. Diese Aussage ist meiner Meinung nach aber nicht unumstritten und gehört daher nach NPOV-Regeln meiner Meinung nach raus. -- Hagbard 16:43, 24. Jul 2006 (CEST)
Was ist mit INdonesien? Yak 12:44, 24. Jul 2006 (CEST)
Stimmt, einer weiterer Kandidat. Hagbard 16:43, 24. Jul 2006 (CEST)
Libanon und Jemen vielleicht, der Rest nur dem Namen nach, aber Albanien hat sich seit dem Lotterieaufstand europäischen Werten gut angenähert.--Syrcro.SyrcroSyrcro/Bewertung 14:46, 26. Jul 2006 (CEST)

"ad 2.2: ""Ein Gegenstück zum Kirchenaustritt gibt es nicht, ..."" "

Diese Aussage ist so problematisch, da man sich natürlich vom Islam lossagen kann. Allerdings sieht die Rechtsordnung des Islam (die Scharia die sich über alle anderen Rechtsordnungen gestellt wissen will,also auch die offizielle staatliche), beim Austritt zwingend die Todesstrafe vor. Das ist sicherlich ein guter Grund für viele Nicht-mehr-Muslime, sich nicht offiziell als nicht zum Islam bekennend zu bezeichnen.

Eine treffendere Formulierung wäre wohl beispielsweise: Da viele ehemalige Muslime sich unter der Drohung der durch die Scharia für den Austritt aus dem Islam zwingend vorgeschriebenen Todesstrafe nicht zu einem anderen Bekenntnis oder dem Atheismus bekennen, existiert ein dem Kirchenaustritt gleichzusetzender Mechanismus nicht.

Nebenbei stellt sich hier die Frage: Wenn der Staat nicht einen solchen Kirchenaustritt aus dem Islam , kann man dann wirklich von einem laizistischen Staat sprechen? Wäre ernsthaft zu diskutieren. Hier sollte vielleicht, gerade zum Punkt des Laizismus, z.B. als Anhängsel eine kritische Anmerkung verfasst werden!

Die Scharia hat in der Türkei keine Geltung.--Danyalov Danyalov 17:26, 16. Sep 2006 (CEST)

Ähm, ja, das wollte ich auch gerade anmerken. Die Türkei ist kein islamischer Staat. Ein Gegenstück zum Kirchenaustritt kann es schlicht nicht geben, weil es kein islamisches Gegenstück zur Kirche gibt. Die gesellschaftliche Akzeptanz des „Abfalls vom Glauben“ ist ein anderes Thema, sie ist vermutlich geringer als z. B. in Deutschland. Rainer Zenz Rainer Zenz 19:09, 16. Sep 2006 (CEST)

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-- DuesenBot 20:49, 17. Aug 2006 (CEST)

Araber in der Türkei

Hüstl. die 2% haben es mir gleich angetahn, dass ich schon schmunzeln muss, kann hier jemand eine Seriöse Quelle nehmen, dass es auch 2% sind oder kann man sich wieder auf die bekannte Wikipedia Seriösität verlassen *lach*. - Ümit Sharon

Ohne Geräusche: Hast du eine "seriöse" Quelle, die anderes aussagt? Dann her damit. Allerdings muss ich dir zustimmen, dass da Quellenangaben fehlen. -- Fragwürdig Fragwürdig 20:07, 21. Aug 2006 (CEST)

also mich haben diese 2% auch sehr gewundert ^^ also hab ich in einem buch nachgeschaut (das buch ist neu also ist es sicher nicht falsch ) ich konnte zwar nicht das genau finden was ich wollte aber zumindest etwas:da steht die großte minderheit in der türkei sind die kurden mit 20% also muss es bei den araber wohl höher sein als 2% ;)XxXBaoLongXxx 17:17, 23. Sep 2006 (CEST)

Korrigenda (zu Armeniern und Religionsfreiheit)

Im Text stehen diverse Falschaussagen, die so nicht stehengelassen werden können: Religion Die anderen [=nicht-muslimischen?] Religionsgruppen verwalten sich dagegen selbst, erhalten weniger staatliche Unterstützung, genießen dafür aber mehr innere Autonomie. ---> Das entspricht mitnichten und -neffen der Wirklichkeit. Innere Autonomie und staatliche Bevormundung sind in Sachen Religion in keinem vernünftigen Verhältnis für einen sogenannt (=sözde) 'laizistischen' Staat. Hier gehört auch das Abwahlrecht von zum Patriarchenamt vorgeschlagenen Kandidaten (griechisch-orthodoxe und armenisch-apostolische Kirche, etc.) durch den türkisch-islamischen Staat. Geschichte , begannen sich die Armenier mit Hilfe der Russen gegen die Türken zu erheben. ---> diese Apologie des Völkermordes gehört gestrichen. Welcher Aufstand? Welche Quellen? Verhältnismässigkeit von Aktionen und Reaktionen? Hier wird mit den sogenannten (=sözde) armenischen 'Aufständen' die Leugnungstheorie des türkischen Staates am Völkermord durch die Hintertüre wieder in den Artikel eingeführt! Das gehört nicht in den Artikel rein. --indra 13:33, 21. Aug 2006 (CEST)

Das ist deine falsche logische Analyse. Es ist halt Tatsache, daß es einige armenische Aufstände gegeben hat, die von Großmächten kräftig geschürt wurden. Das wird selbst von den Armeniern so dargestellt und auch auf der Seite Völkermord an den Armeniern wird es ganz am Anfang des Artikels die Aufstände und Kriegserklärung der Armenier, zusammen mit den Russen, an den Türken geschildert. Die Sache mit dem Völkermord ist ein anderes Thema und hat nichts zu tun mit Leugnung durch die "Hintertüre". Wie schon mehrmals auch in anderen Diskussionen angedeutet wurde, die Aufstände und die Zusammenarbeit mit den Russen und anderen fremden Mächten werden von allen Seiten akzeptiert, auch von den Armeniern und deren Befürworter. Was von der armenischen Seite und von deren Befürworter nicht akzeptieren wird, ist die Meinung, daß die Aufstände und Zusammenarbeit der Armenier mit den fremden Mächten, in erster Linie mit Russland, nicht zur Vertreibung und Kriegserklärung mit tragischen Folgen an einer Minderheit führen muß oder darf.

Dagegen rechtfertigt sich die Türkei, daß die tragischen Ereignisse aufgrund der schwierigen Kriegswirren unvermeidbar waren und die Türkei fast 30 Jahre lang alles mögliche unternommen hat um diesen Tragik zu verhindern. Außerdem ist die Türkei der Ansicht, daß die muslimische Bevölkerung des Osmanischen Reiches, mit 2,5 Millionen Toten und mit zahlreichen Hungersnöten, genauso viel leiden mußte wie die Armenier. In erster Linie wirft die Türkei den Befürwortern der armenischen These Übertreibung und Einseitigkeit vor, oder politisch zu handeln um die Türkei gezielt zu schaden, in dem sie z.B. das Leid und die hohen Opferzahlen der osmanisch-muslimischen Bevölkerung fast gar nicht zur Geltung bringen bzw. verschweigen. Weiterhin beklagt die Türkei, warum gerade die Länder, wie Russland und Frankreich, den Völkermord an den Armeniern durch Resolutionen und Parlementsbeschlüsse anerkennen und versuchen die ganze Welt gegen die Türkei zu hetzen, aber dabei ihre eigene zahlreiche Völkermorde gänzlich zu verschweigen bzw. wie Frankreich schönzureden in dem es z.B. positive Geschitsschreibung zur kolonialen Verganheit per Gesetz vermitteln will. Schließlich ist die Türkei der Meinung, daß sie nicht zu verbergen habe, in dem die türkischen Archive bis zum letzten Papier für jederman offen und zugänglich ist.

Die Meinung oder Bewertung, ob es wirklich ein Völkermord war oder nicht, ist wiederum anderes Thema. Wie schon oben erwähnt, Tatsache ist, daß vor dem von den Armeniern behaupteten und von den Türken abgestrittenen Völkermord, mehrere Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen Türken und Armeniern gab, die zumeißt kräftig von imperialen Mächten geschürt wurden. -- Adilhan 22:19, 21. Aug 2006 (CEST)

Genausogut könnten Deutsche - mit arithmetischem Recht - 6 Millionen deutsche WWII Kriegstote den 6 Mio jüdischen Holocaustopfern gegenüberstellen. Auch dieser Vergleich hinkt gewaltig. Auf Details und Logik können wir gerne an anderer Stelle eingehen. Hier werden Fakten gebracht und keine Meinungen.indra 23:12, 21. Aug 2006 (CEST)
Zur sogenannten Religionsautonomie äusserst Du dich nicht... Was ist am türkischen laizistischen System der staatlichen Aufsichtsbehörden noch laizistisch? Und worin besteht Autonomie? Und warum dürfen arabische Christen kein arabisch lernen und unterrichten? Warum müssen armenische Kandidaten für den Patriarchatssitz durch den Staat genehmigt werden? Liefere bitte Gegenargumente. Ich bin jedenfalls dafür den Artikel zu ändern bzw. mit Fakten zu untermauern.--indra 23:42, 21. Aug 2006 (CEST)
Welche Aufstände? Welche Relationen? Bitte um Fakten!--indra 23:42, 21. Aug 2006 (CEST)

Da liegst du schon wieder völlig falsch.
Erstens: Zunächst einmal ging es hier um die armenischen Aufstände und nicht um die Völkermordthese und deren Bewertung. Es ging vor allem um deine Meinung oder deine Analyse, Leugnung durch "Hintertüre".

Zweitens: Man kann die Geschichte mit dem Holocaust an den Juden und die Völkermordthese an den Armeniern in keinster Weise vergleichen. Es sind zwei völlig paar verschiedene Schuh.
Die Voraussetzungen waren ganz andere. Es gab keinen 30 Jahre langen jüdischen Aufstand, keinen Absicht einen jüdischen Staat zu Gründen, keinen jüdischen Absicht Deutschland zu zerstückeln bzw. aufzulösen und keine jüdische Zusammenarbeit bzw. keine Kriegsführung mit fremden Mächten gegen die Deutschen. Es gab 850 Jahre lang große Liebe zu den Armeniern. Armenier waren heilfroh, daß sie von den Türken jahrhundertelang vor anderen großen Tyrannen beschützt wurden. Sie waren bis in die höchste Ämter aufgestiegen, sie waren sogar Ärzte der osmanischen Sultane oder Außenminister und waren auch in anderen wichtigen Positionen vertreten. Die Situation war nicht wie in Deutschland, aus dem bequemen Sessel heraus; "komm aufstehen ! jetzt fangen wir an, die Juden zu vernichten !"

Und wie war es in Deutschland ? Hitler war nicht der erste Deutsche oder Europäer, der Vernichtungsplan gegen die Juden hatte. Die verfolgten Juden suchten jahrhundertelang ihr Heil wie andere verfolgte Völker auch meißtens im Osmanischen Reich, weil sie ganz genau wußten, daß sie dort bestens behandelt werden. Wie in ganz Europa hat es auch in Deutschland seit Jahrhunderten überall Judenhaß gegeben. Es ist jedem logisch denkenden Kind klar, daß es keine Notwendigkeit gab um gegen die Juden Krieg zu führen. Sie waren Opfer des deutschen, aber auch des europäischen Rassenwahns.
Schon im ersten Weltkrieg war in weiten Teilen Europas die Rassenthese weit verbreitet. Nur die weiße oder die germanische Rasse war wertvoll und hatte Anspruch auf Weltherschaft. Die Juden wollte man nur aus diesem Grund vernichten wollen und nicht weil sie etwa wie oben genannt jahrzehntelang Aufstand angezettelt haben oder die zahlreichen Konflikte durch die fremden Mächte kräftig geschürt wurden. Der Holocaust ist unbestreitbar. Er war klar (arisch) rassistisch motoviert und der Grund, in seiner Ideologie und das Ausmaß der Grausamkeit selten und einmalig. Heutzutage streitet man selbst in einigen Sendern, vereinzelt nur über die Opferzahlen, ob es statt 6 Millionen, vielleicht doch nicht 4 oder auch 3 Millionen waren.

Drittens: Warum weigern die Länder wie Frankreich, Russland oder auch USA ihre eigenen zahlreichen Völkermorde anzuerkennen ? Warum versucht sogar Frankreich (der Hauptdrahtzieher der armenischen Völkermordsthese) seine Völkermorde schön zu reden, in dem es der Welt per Gesetzt vermitteln will, daß der Kolonialismus den unterdrückten Völkern in den besetzten Länder kein Leid, sondern Fortschritte gebracht haben soll ? Und warum überhaupt die Hetze gegen die Türkei, obwohl die Türkei, ihre Archive bis zum letzten Papier für jedermann geöffnet hat, im Gegensatz zu Armenien, Frankreich oder Russland, deren Archive geschlossen sind ? Warum keine Aufforderung an die anderen europäischen oder amerikanischen Rassisten, um ihre zahlreichen Völkermordsgeschichten aufzuarbeiten ? Da muss und darf doch etwas nicht stimmen ! Warum diese Einseitigkeit ?

Viertens: Du oder alle, die diese Sicht vertreten, müssen nur richtig zuhören. Wie schon vorhin einige Male erwähnt, die jahrzehntelangen armenischen Aufstände oder die armenische Zusammenarbeit bzw. Kriegsführung mit Hilfe der fremden Mächte gegen die Türken werden selbst von den Armeniern zugegeben. Es geht nur darum, ob aus diesem Grund eine Rechfertigung oder Notwendigkeit gab, daß die Türken gegen die Armenier so dermaßen hart vorgehen mußten oder durften, was letztendlich zu einer Trägödie führte. Weiterhin ist die Frage, ob das Osmanische Reich fähig und in der Lage war, um diese Konflikte und diese Tragödie zu verhindern.

Um etwas Erleuchtung in die Sache zu bringen kannst du (könnt ihr) diesen Link hier lesen ---->

oder

oder auch halt andere zahlreiche Links auf der Diskussionsseite hier
(in den unteren Abschnitten des Textes)

Wie lautet die These von Wikipedia ? ----> recherchieren, recherchieren, recherchieren.
Leider tuen in diesem Falle nur die wenigen.

-- Adilhan 02:04, 22. Aug 2006 (CEST)

Deine zweite Frage hat sich mit meinem zweiten Beitrag überschnitten. Daher habe ich deine zweite Frage nicht beantworten können. Außerdem wurde durch die Überschneidung einige Passagen durcheinandergebracht, die ich wieder geordnet habe. Bitte signiere mal deine Unterschrift mit diesen vier Tilden (obere Zeichen 2.von rechts oder untere Zeichen erste von rechts, dann erscheint automatisch dein Name.
Zu deiner zweiten Frage kann ich leider erst viel später wieder kommen. Bis morgen dann ! -- Adilhan 02:33, 22. Aug 2006 (CEST)
Fakten zu den sogenannten (=sözde) Aufständen lieferst du immer noch nicht. Schade, das spricht für sich.--indra 01:49, 30. Aug 2006 (CEST)

Fakten

Ach Indra !
Aber das tue ich doch seit mehr als einer Woche. Ich glaube, du bist wohl ein unkonzentriert sehr zerstreuter Mensch. Willst du mich hier kneifen und pieksen oder was ? Du hast wohl meine Diskussionsseite anscheinend gar nicht gelesen, obwohl ich dich schon dorthin mehr als einmal verlinkt habe. Nur richtig lesen !, ich habe sowohl zu den Aufständen als auch zum Laizismus und Religionsfreiheit Stellung bezogen. Auf meiner Diskussionsseite hier --> Adilhan hatte ich mich doch so ziemlich am Anfang des Textes folgendermaßen geäußert :

Eigentlich gehört das Thema dort wo es angefangen hat. Aber ausnahmsweise können wir uns auch hier darüber unterhalten.
Das Türken-Armenier-Thema ist so dermaßen lang, daß wir unendlich viele Seiten brauchen um Daten, Fakten, Zahlen und Quellen aufzuzählen. Ich habe mich ja dazu einigermaßen auf der Diskusionsseite Türkei geäußert. Ich habe dich auf die vielen Links im Artikel Türkei und im Artikel Völkermord an den Armeniern hier ---> Diskussion: Völkermord an den Armeniern#Richtige Wortwahl und Recherche hingewiesen. Dort kannst du, wie zu den anderen Armenier-Themen, auch zu den armenischen Aufständen genügend Fakten, Daten etc. finden. Auch die zahlreichen anderen Diskussionen im Artikel Völkermord an den Armeniern sind sehr interessant und empfehlenswert. Außerdem mit deinem Ausdruck "sogenannte armenische Aufstände" bin ich nicht einverstanden. Es war nicht "sogenannt", sondern es gab "tatsächlich" solche Aufstände
.

Aber für dich zähle ich trotzdem einiges auf :

Aus welchen Gründen auch immer die Aufstände und Konflikte verursacht waren, sie waren nicht "sogenannt", sondern es gab sie "tatsächlich", wie du es siehst. Ungefähr die selben Daten kannst du auch in etlichen deutschen oder armenischen Quellen lesen. Um das Thema im vollen Rahmen zu diskutieren oder zahlreiche Fakten darzulegen, brauchen wir wohl hier ein halbes Buch zu diktieren. Für mehr Informationen kannst du auf die vielen Links hier (zum 5. Male vielleicht ! ) ---> Diskussion: Völkermord an den Armeniern#Richtige Wortwahl und Recherche zugreifen.

Und noch was, zum 10. Male vielleicht ! : Signiere bitte deinen Namen richtig ! damit dein Name in Lila-Blau erscheint, probiere doch bitte und mach einmal einen Vorschau. Zum Bearbeiten eines Unterthemas klicke bitte auf das kleine Kästchen neben dem Unterthema, das so aussieht, [Bearbeiten], und nicht auf das das Kästchen ganz oben, (neben dem + -Zeichen) Seite bearbeiten. Wie das geht, habe ich ja auf deiner oder auf meiner (die letzten 30 Zeilen) Diskusionsseite erklärt. Wenn du ganz oben auf das Kästchen Versionen/Autoren anklickst, dann siehst du ja die letzten Verfasser des Artikels. Bei fast allen Autoren sieht man, welches Unterthema (in hellgrauer Schrift) bearbeitet wurde. Aber bei dir erkennt man nicht, welches Unterthema du bearbeitet hast, außer wenn du mühsam per Hand darauf hingewiesen hast. -- Adilhan 03:56, 30. Aug 2006 (CEST)
Adilhan,
Du bist leider ein verirrter Völkermordleugner, der irgendwelche sogenannten (sözde) "Fakten" auftischt (ohne Quellenangabe). Nehmen wir die Gründung der Partei der Daschnakzutiun als Beispiel: Die Daschnakzutiun war ein Koalitionspartner der Jungtürkischen Regierungspartei ab 1908. Was ist daran als Aufstand zu taxieren? Du entwertest Deine Auflistung selber schneller, als ich das jemals selber könnte. Meine Zeit werde ich nicht für weitere sogenannte (=sözde) Fakten verschwenden, sondern Artikel schreiben. Danke für die Rücksichtnahme und spare Speicherplatz. Soviele Listen sind vergebens. --indra 17:46, 11. Sep 2006 (CEST)
Folgende Zitate aus armenocide.de sollten aufschlussreich sein und zumindest den roten Faden aufzeigen, der während der gesamten Zeit nach dem Debakel von der Sarikamis-Offensive durchweg zu ersehen ist: "Ich bin bei den Türken durchweg der durch die bisherige Haltung der Armenier nicht widerlegten Auffassung begegnet, daß im Falle des Unterliegens der Türkei die armenische Bevölkerung sich unbedingt auf die Seite des Siegers schlagen würde, und daß alle Zugeständnisse in der Reformfrage daran nichts zu ändern vermögen. Die Pforte ist [sei] es daher überdrüssig, dem armenischen Elemente eine Vorzugsbehandlung vor den übrigen Volksteilen der Türkei zuteil werden zu lassen." Pera, den 2. Februar 1915. Das heisst, man hatte schon damals die Befürchtung, das die Armenier sich bei einer Wendung des kriegsverlaufes anders entscheiden würden. Dann werden die ersten Desetierungen gemeldet: "Während der Mobilmachung hatten die Bewohner von Dörtjol entweder dienen oder "Bedel" zahlen müssen. Wegen des allgemeinen Geldmangels haben sich die Leute nicht helfen können und haben viele von ihnen, ja man kann sagen fast alle, anstatt der militärischen Einladung Folge zu leisten, desertiert." Adana, den 13. März 1915. Es sind gerade 2 Monate her, das Sarikamis verloren ist und die Dörtyol-Armenier laufen in Scharen weg. Ich möchte übrigens Wissen, wie im 1WK eine andere Nation reagiert hätte? Dasbei bleibt es aber nicht: "Unter dem 12. d. Mts. hatte der Kaiserliche Konsul in Aleppo gemeldet, daß in Zeitun, dem aus früherer Zeit bekannten armenischen Wetterwinkel, eine Revolte ausgebrochen wäre, deren Umfang noch unbekannt sei. Trotz Warnung des Wali hatte der Militärkommandant dort keine Truppen gelassen." Pera, den 26. März 1915. Schon sind andere Städte betroffen und das vollzieht sich, wie gesagt bis zum April durch alle kriegstaktisch relevanten Gebiete hindurch, wie ein roter Faden. Van wird der letzte Punkt sein, in der die Regierung schlussendlich die Umsiedlung beschliesst. Keine Aufstände, keine Quellen? armenocide.de liefert genug, um das zu beweisen. --Yüceln 23:29, 21. Okt. 2006 (CEST)
Ich habe ja mich dazu reichlich geäußert. Ich habe dich auf unzählige Links mit unzähligen Quellen hingewiesen, und das schon seit 21.August.2006 "Ich verirrter Völkermordleugner" ! . Wie oft soll ich mich wiederholen ? Du musst nur deutlich aufmerksamer und konzentrierter sein. Wahrscheinlich hast du keinen Blick auf die Links geworfen. Ausserdem wie ich schon mehrmals auch wiederholt habe, das Thema über die Aufstände und Konflikte wurde im Artikel Völkermord an den Armeniern schon oft genug diskutiert. Die Fakten zu den Aufständen und Konflikten sind selbst auf armenischen Seiten reichlich zu sehen, du als Armenierin muss du doch besser wissen. Gib doch die Daten in Google ein, z.B. wie hier am Beispiel "16. September 1895" Zeytun Aufstand, und hier wirst du die Ergebnisse zu sehen bekommen ---> http://www.google.de/search... Gründungsdaten zu Hinçak und Taschnaksudyun waren nötig, weil sie massgeblichen Anteil an der Entstehung der Aufstände hatten, auch wenn sie zwischendurch Koalitionspartner der Jungtürken waren.

Liebe schöne Indralein !
Du bist leider zu resistent, um etwas aufmerksam und konzentriert zu durchlesen. Dies wird dadurch deutlich, dass du z.B. deine Unterschrift immer noch nicht richtig signierst, obwohl ich dir seit 21.August 2006 mehrfach und ausführlich erklärt habe. Und bitte ! füge deine Beiträge am Ende und nicht zwischen den Passagen von fremden Autoren und anschließend signierst du noch fremde Unterschriften. So ähnlich hast schon auch in der Diskussion Hatay mit Danyalov gemacht. Diese Art und Weise einen Beitrag zu verfassen ist gegen Wiki-Regeln. Auch in diesem Falle warst du einfach nicht aufmerksam genug, um die Wiki-Regel in die Tat umzusetzen, obwohl es dir ebenfalls schon einmal erklärt wurde.
Ich erinnere dich daran ! hier geht es um den Artikel Türkei. Man kann hier zwar einige andere Themen (wie das Armenierthema) kurz diskutieren, aber ausführlich sollte man sich im Artikel Völkermord an den Armeniern äußern.
Trotz einiger unserer leicht unangenehmen Diskussionen, kannst du mir aber trotzdem einen Gefallen tuen ! Du könntest wohl einen Artikel über die Hammersängerin Nune Yesayan anlegen. Nune-Fans würden sich freuen, wie ich zum Beispiel.
Hadi canim, öptüm ! Shnorhakal, Tstesoutioun, Sirumem Kez ! -- Adilhan 22:15, 11. Sep 2006 (CEST)
Dein sogenanntes (=sözde) Armenisch ist falsch! Das ist etwa so wie Kanak-Sprak. Wenn Du ein neuer Feridun Zaimoglu sein willst in Armenien, dann will ich Dich nicht daran hindern, fehlerhafte Sprache zu verwenden und zu verbreiten. Nicht nur in der Form, sondern auch inhaltlich scheinst Du gerne zu brillieren mit Fehlern. Allahaismarladik--indra 10:37, 12. Sep 2006 (CEST)
Voch, voch, Neroghoutioun !
Ich habe mich zuerst in türkisch ausgedrückt (Hadi canim, öptüm), in der Annahme, dass du die drei Wörter verstehen könntest. Bei den armenischen Ausdrücken könnte ich so kleine Fehler gemacht haben, oder ich habe etwas abgekürzt. Naja, dafür bist du ja als armenische Muttersprachlerin dazu da, um hier das Armenische zu korrigieren. Aber ansonsten den Gefallen tues du mir trotzdem, oder ? Ausserdem, bitte deinen Namen richtig signieren, damit es in lila-blau erscheint !
Shnorhakal em, Tstesoutioun, Bari gisher, Yes Sirum em Kez ! -- Adilhan 21:47, 12. Sep 2006 (CEST)
Was küsst Du mich hier und liebst Du mich hier auf türkisch, Du bist und bleibst ein anmassender, frecher Völkermordleugner. Und mit Deinen chauvinistischen (frauenfeindlichen) und rassistischen ('ich bin ein rassisch reiner Türke') Sprüchen entlarvst du dich selber als anti-europäische These. Was könnte besseres passieren, als dass Du Dich weiterhin dermassen entblödest und blossstellst auf Wikipedia?--00:03, 13. Sep 2006 (CEST)

Quellen zu "ich bin ein rassisch reiner Türke"? Wenn nicht auch nicht schlimm. Ist Ministerpräsident Erdogan nicht Georgier, war da nicht so etwas? Auch ein ethnischer Nichttürke kann einen guter Türke sein. Siehe Menschheitsgeschichte =)--Danyalov Danyalov 15:53, 13. Sep 2006 (CEST)

Jetzt ist es mir wieder eingefallen. Erdogans Vorfahren waren Georgier aus Batum und seine Frau ist eine arabischstämmige Frau aus Siirt. Beide sprechen aber Türkisch als Muttersprache, sind kulturell türkisch und sehen sich auch als ethnische Türken.--Danyalov Danyalov 16:07, 13. Sep 2006 (CEST)
Meine Güte,
soll ich jetzt auch noch in den widerwärtigkeiten, die Adilhan schreibt suchen? Es widert mich einfach nur an seine Sachen wieder zu lesen.... Kannst Du das nachvollziehen? Was Erdogan ist oder nicht ist, ist mir völlig egal. Mir ist auch egal, ob Adilhan Nune Yesayan hört oder Bülent Ersoy. Das ist egal.
ABER FOLGENDES IST RELEVANT!
1. Adilhan ist Völkermordleugner weil er folgendes schreibt:
Ausserdem ausgelöscht wurden die Armenier wohl nicht. In vielen Akten ist es zu lesen, dass 600.000 Überlebende nach Russland geflohen sind, ca.250.000 viele freiwillig aber auch gezwungenermaßen konvertiert wurden, 300.000 Armenier waren noch nach der Republiksgründung noch im Lande, viele davon sind später ins Ausland, wie Frankreich und USA ausgewandert. Also, der Großteil der 1,3 -1,5 Mio Armenier hat wohl doch überlebt,... (Adilhan am 29. Aug 2006, 04:12)

2. Adilhan ist Chauvinist
Er brüstet sich mit türkischen Männern, die Armenierinnen zur Frau genommen haben. Sei es in seiner Familie (Cousins, derer er sich brüstet) oder nach dem Völkermord (als 2./3./4. Nebenfrauen? Nennt man das heute nicht SklavInnentum?) Ich habe schlichtwegs keine Lust, in seinen Beiträgen zu suchen. Er ist sicher so aufrecht, dass er diese Sprüche nicht abstreiten wird....

3. Adilhan banalisiert den Völkermord:
man tötet und man wird getötet. (Adilhan am 29. Aug 2006, 04:12)

4. Zu den Aufständen (eine türkische VM-Leugner-These) ist folgendes zu schreiben:
Wolfgang Gust zu Aufständen:"Von gelegentlicher Kollaboration ist in den deutschen Akten die Rede, von Illoyalitäten schon weniger, von einer Aufstandsbewegung im ganzen Land nur dann, wenn türkische Quellen angegeben werden. Die Genozidleugner versuchen aber immer wieder, diese drei Dinge zu vermengen und einen kausalen Zusammenhang vorzugaukeln." in: Armenisch-Deutsche Korrespondenz 131/132 Jg. 2006 / Heft 1& 2 --indra 00:14, 29. Aug 2006 (CEST)

5. Küssen lasse ich mich bestimmt nicht von selbstgefälligen Typen wie Adilhan. Wo sind wir denn hier? Weder in Anatolien und noch in Europa macht man das auf diese schamlose Art!
ADILHAN: Ich leugne nichts, ich streite die übertriebene Geschichtsversionen nur ab. Also ich bin kein Leugner, ich bin ein Abstreiter der falschen und übertriebenen Vorwürfe. Troztdem danke für die nette Diskussion und wünsche dir noch viel Spaß hier in Wikipedia. Shnorhakal, Tstesoutioun, Kuss und Gruß von -- Adilhan 21:44, 30.August 2006 (CEST)Was will ich mit einem VM-Leugner diskutieren und mich dann auch noch abgrüssen/küssen lassen. Das ist Schamlosigkeit pur!--indra 16:14, 13. Sep 2006 (CEST)

  1. Solltest du wohl Quellen nennen, die deine Vorwürfe untermauern.
  2. Daran zu glauben, dass viele Armenier überlebt haben und heute noch existieren, macht also jemanden zum Völkermordleugner oder? Wenn das so ist, werden sich viele Türken freuen, dass ihr Historikerkreis schlagartig so schnell gewachsen ist ;-)
  3. Polygamie ist nicht chauvinistisch oder Sklaventreiberei. Der Islam erlaubt die Mehrehe bis zu einer Grenze. Wenn Adilhans Familie teilweise armenisch ist und er darauf stolz ist, ist doch schön oder hast du etwas gegen Mischehen?
  4. Wie kann er den Völkermord banalisieren, wenn er doch den Völkermord leugnet. Man tötet oder man wird getötet ist wohl eines der ältesten ungeschriebenen Gesetz der Menschen seither die menschliche Sprache erfunden wurde. Das gilt auch für das Tierreich =)
  5. Zu den Aufständen wurde viel geschrieben. Wolfgang Gust ist nur einer davon, Lepsius ein anderer. Auch in deutschen Archieven sind Briefe zu den Aufständen und anderen Gewaltakten zu finden.
Was ist denn nun das wieder für eine an den Barthaaren des Propheten herbeigezogene Insinuation?! Johannes Lepsius ungleich Wolfgang Gust ungleich 'auch in deutschen Archiven'? - Konkret und ins Detail gehen kannst Du wohl nicht. Lies Hatipoglu und werde glücklich, aber lass mich in Ruh, wenn es nicht um konkrete Sachen geht. Meinungen interessieren mich nicht. Fakten zählen!--01:59, 14. Sep 2006 (CEST)

  1. Tja, da du es ausdrücklich geschrieben hast, wird er dich nicht mehr küssen schreiben (hoffentlich).
  2. Nur keine Aufregung. Ein Vertreter der Genozidthese muss auch mit Vertretern der Nogenozide-These diskuttieren können. Zu einer nennenswerten offenen Diskussion ist es aber bisher nicht gekommen und wird es in naher Zukunft auch nicht--Danyalov Danyalov 16:38, 13. Sep 2006 (CEST)
Das tönt ja sehr 'nett' und bevormundend, aber seit wann diskutiert man mit Genozid-Leugnern und Rassisten? - Ich tu das jedenfalls nicht. Ich sehe auch nicht ein, was Du Adilhan 'beistehen' willst in seiner aussichtslosen Position, in der er eine herrliche anti-europäische These lebt und geniesst.
Im Gegensatz zu Dir, finde ich muslimische Polygamie mit den Witwen umgebrachter Christen kein amüsantes Thema. Aber Du zeigst hier voll Empathie als türkischer Macho. Bewundernswert??? Vielleicht werden wir in einem Taliban-Jahrhundert uns anpassen müssen. Ich fand die Abschaffung der Polygamie unter Atatürk keine schlechte Sache. Bin ich hier allein?
Die armenischen Frauen, die während des Völkermordes in türkischen Harems endeten als 2./3./4. Nebenfrauen, waren nichts anderes als SklavInnen. Kein Türke rühmt sich, dass türkische Frauen armenische Männer vor dem Tod gerettet hätten. - Nein, es geht nur in die eine (machistische, rassistische) Richtung: armenische, christliche Frauen haben als muslimische Nebenfrauen ein geduldetes Leben weiterleben können und mussten ihr vorheriges Leben ableugnen und sich irgendwie arrangieren.
Wenn nun Türken 'stolz' sind auf ihre "ex-armenischen" Vorfahren, die in nichts mehr armenisch waren ausser in ihrer Erinnerung und stillen Gebeten, frage ich Dich hier lieber nicht, worauf, denn diese Machos stolz sein sollen.--> Assimilieren & Liquidieren!!! Um nichts anderes ist es gegangen!- Fethiye Cetin der Autorin von 'Meine Grossmutter' werden sicher noch andere Biografien folgen von "glücklichen ex-Armenierinnen in türkischen Harems". Wir sind gespannt auf die mitfühlenden türkischen Reaktionen!--indra 22:54, 13. Sep 2006 (CEST)

Verdrehung der tatsächlichen Aussagen

Sehr geehrte liebe Indra ! du hast meine Aussagen vollkommen verdreht und nach deinem Belieben ausgeschnitten. In meinen Beiträgen war niemals von Chauvinismus, Polygamie und Reinrassismus die Rede. So eben habe ich meinen schönen langen Text zu deinen falschen Interpretationen und Aussagenverdrehungen aus Versehen gelöscht. Für heute muss ich aus Zeitgründen schluss machen, werde mich wahrscheinlich so um Mittag wieder melden. --Adilhan 00:11, 14. Sep 2006 (CEST)
Du darfst Dich bei DANYALOVA bedanken. Er hat für Dich grosszügig eine Bresche geschlagen und auch Polygamie verteidigt. (Indra)
:::#Polygamie ist nicht chauvinistisch oder Sklaventreiberei. Der Islam erlaubt die Mehrehe bis zu einer Grenze. Wenn Adilhans Familie teilweise armenisch ist und er darauf stolz ist, ist doch schön oder hast du etwas gegen Mischehen?--Danyalov Danyalov 16:38, 13. Sep 2006 (CEST)
Dass Deine (Adilhans) Verwandten zu späteren Zeiten sich mit ArmenierInnen verbunden haben ist mir klar. Es ist halt immer noch ein Gewinn, eine Frau aus der anderen Religion 'zu sich' rüberzuholen und zu assimilieren. Das hat nichts mit stolzsein auf 'armenische' Mit-Verwandte zu tun. Ich versteh das Konzept der Fatih-Söhne schon richtig: Assimilieren oder Liquidieren. Das ist chauvinistisch. - Und hattest Du Dich nicht selber gebrüstet mit "ich bin ein rassisch reiner Türke"?.... Das ist rassistisch!
So, ich habe keine Lust, hier zu diskutieren. Das ist ja kein Diskussionsforum. Ich ging eigentlich davon aus, dass ich einmal wissenschaftlich verwertbare Belege bekomme in Sachen Religionsautonomie und Aufstände. Weblinks gab es zuhauf, aber überhaupt kein zitierfähiges Material. "Ich habe fertig!"Danke fürs In-Ruhe-Lassen!--indra 01:54, 14. Sep 2006 (CEST)
Indra, du scheinst ja eine selbsternannte Frauenrechtlerin zu sein, aber mir scheint als würden die Frauen bei deiner Aufgebraustheit unter dir viel mehr leiden als unter den Männern. Ihr beiden könnt unterschiedlicher Meinung sein und politische Differenzen haben. Die These vom Völkermord an den Armeniern ist eben wissenschaftlich immer noch nicht zufriedenstellend bewiesen. Deswegen gibt es immer wieder den Genozid anzweifelnde Quellen. Ein Beispiel ist das neue Buch von Prof. Guenter Lewy. [Hier] ist eine Rezension des Buches. Es gibt nun mal viel zu viele Fragezeichen, und die ganze Angelegenheit ist mittlerweile zu einem schmutzigen Politikum geworden, entfernt von jeglicher Sachlichkeit. (Sieht man ja auch an eurer Diskussion hier. Läuft bei den großen Männern da oben wohl nicht anders ab) Und ob Parlamente irgendetwas beschließen ist in der Wissenschaft vollkommen irrelevant. Parlamenten geht es um Politik nicht um Wissenschaft.

Und man sollte sich auch mal fragen, warum die Türkei dermaßen stur auf ihrer Nichtanerkennung beharrt. Sind das alles unmoralische Menschen, die nicht zu ihrer Geschichte stehen können? Ist es denn so schwer, einen Völkermord anzuerkennen? Die Türkei möchte in die EU, sie könnte es sich doch ganz leicht machen.

Adilhan fässt sich zwar leider immer zu lang, aber er bringt doch Argumente hervor. Das Lesen der Argumente ist dann deine eigene Aufgabe. Oder empfindest du diese Aufforderung auch als frauenfeindlich? Nicht hinzunehmen ist deine obige Hetze gegen Adilhan oder deine Lustigmache über den Propheten Mohammed oder über die türkische oder islamische Kultur. Das ist schlechter Ton unter aller Sau. Zudem zeugen manche deiner Aussagen davon, dass du dein Weltbild bisher nur auf Hörensagen aufgebaut hast. --Westthrakientürke 06:43, 14. Sep 2006 (CEST)

Indras Spekulationen haben Parallele zu den frechen Journalisten,
die die Aussagen des Johannes Paul II auf übelste Weise verdreht haben.
Zunächst einmal vielen Dank Danyalov für die präzisen Antworten. Im Grunde wurde damit alle Antworten kurz und bündig zusammengefasst. Überhaupt, deine Handlungen sorgen für mehr Sauberkeit in den der Türkei, den Türken und Turkvölkern betreffenden Artikeln. Im wahrsten Sinne des Wortes, du bist der türkische Hochdruckreiniger. Ohne dein Eingreifen sind die Türkei- und die türkischen Artikel durch die Vandalen schwer beschmutzt. Einfach weiter so und viel Erfolg !
Zu Indra: Meeeeeeeiiine Güte ! Sehr geehrte liebe Indra !
Du hast aber jede Menge Unwahrheiten und wilde Spekulationen über meine Person verbreitet. Du hast meine Aussagen einfach so verdreht, geknetet und herumgeschleudert bis sie ganz andere Bedeutung bekommen haben. Weiterhin hast du meine Textzeilen einfach nach deinem Belieben herausgeschnitten um andere Leser in die Irre zu leiten. Deine Spekulationen über meine Aussagen hat grosse Parallele zu den frechen Journalisten, die die Sätze von Johannes Paul II. nach ihren Belieben herausgeschnitten haben und sich damit einen echten üblen Scherz über den Papst erlaubt haben.
Die Geschichte mit den gemeinen Journalisten hat sich folgenmaßen abgespielt:
Eines Tages steigt der Papst aus dem Flugzeug. Kaum berührt er den Boden, da kommen italienische Journalisten herangerannt und fragen den Papst: "Sehr geehrter heiliger Vater, werden Sie hier den Puff besuchen ? Der Papst antwortet ebenfalls frech und scherzhaft: Warum ? gib es hier Puff ?
Was machen die gemeinen Journalisten aus der scherzhaften Antwort des Papstes ? Am nächsten Tag ist in den Zeitungen zu lesen: "Der Papst hat direkt nach seinem Ausstieg aus dem Flugzeug, den Weg zum Puff gefragt" Die Frechheit nimmt seinen Höhepunkt als später in den Radios nur die Antwortpassage des Papstes abgespielt wird. Immer wieder ist der Papstausschnitt "gibt es hier Puff" zu hören. Diese Papstgeschichte ist zwar echt witzig, aber in ihrer Gemeinheit und Frechheit ist sie ein echter sündhafter Scherz.
So ähnlich sieht auch deine gemeine Verleumdungskampagne gegen meine Person aus. Diese Art und Weise Spekulationen über eine andere Person zu verbreiten grenzt ja an einem Vandalismus. Ich werde trotzdem gegen dich nicht vorgehen und werde auch nicht den Vermittlungsausschus einschalten. Schon seit 3 Wochen (seit 21.08.2006)bitte ich dich etwas vorsichtiger zu sein mit deinen krummen Interpretationen und Analysen.
-- Adilhan 13:57, 14. Sep 2006 (CEST) (Fortsetzung kommt noch !)
!Das ist doch die Höhe! Rassismus und Chauvinismus gehören zu Adilhans Markenzeichen. Er bemüht sich ein schlechtes Bild von Deutsch-Türken zu machen (incl. seiner falschen Rechtschreibe in Sachen Papst). Subtil bis dumpf, aber immer feste druff! Melden wir doch Deine rassistischen Ergötzungen weiter! Go for it!!!--indra 14:32, 14. Sep 2006 (CEST)

@Indira: Bitte trage deine Beiträge immer ganz unten ein und nicht irgendwo zwischendurch. Mal verliert total den Überlick. Du kannst ruhig Zitate von Benutzern kopieren und sie kursiv einfügen und dazu Stellung nehmen, aber so bitte nicht. Gruß--Danyalov Danyalov 14:36, 14. Sep 2006 (CEST)

Durch Indra herausgeschnittene Zitate von Adilhan und
anschließend Indras merkwürdige Spekulationen:
Zu Punkt 1.: Adilhan ist Völkermordleugner weil er........ schreibt:
Genau so ist es, ich stehe zu meine Worte. Das habe tatsächlich gesagt: Ich leugne nichts, ich streite die übertriebene Geschichtsversionen nur ab. Also ich bin kein Leugner, ich bin ein Abstreiter der falschen und übertriebenen Vorwürfe.
Wie Danyalov schon angedeutet hat: Daran zu glauben, dass viele Armenier überlebt haben und heute noch existieren, macht also jemanden zum Völkermordleugner oder was ?
Zu Punkt 2.: Adilhan ist Chauvinist und zu deiner Behauptung Adilhan ist chauvinistisch (frauenfeindlich) und rassistisch, weil er gesagt haben soll "ich bin ein rassisch reiner Türke".

Ich wiederlege ma deine krummen Analysen mit meinem folgenden Zitat:
Zum Verhältnis zwischen Türken und Armeniern kann ich auch einiges sagen. In der Türkei herrscht bis heute keinen richtigen Haß gegen die Armenier. Man ist lediglich nur etwas verärgert wegen den Ereignissen in der Vergangenheit, wegen dem Genozidthema und so ein wenig wegen Berg-Karabach. Ansonsten herrscht gutes Klima zwischen den beiden Völkern. Die vielen und beliebten armenischen Schauspieler in den türkischen Filmen waren ja mehr als ein Beweis für ein glücklisches Miteinander.
Ich bin vielleicht so "grob" gesagt "reinrassig" türkischer Abstammung, aber in meiner Verwandschaft gibt es schon den einen oder anderen, die eine armenische Oma haben. Die armenischen Omas stammen noch vor den tragischen Ereignissen, also wo damals Türken und Armenier ganz normal unter sich geheiratet haben. Ich komme aus Kayseri, dort gab es ja auch nennenswerte Anzahl von Armeniern, z.B. in Everek(Develi), Tomarza oder Talas. Auch eine entfernte Cousine(Kusine) von mir war in der Türkei bis vor kurzem mit einem Armenier 4 Jahre lang verheiratet gewesen. Keiner hat sich beschwert über den armenischen Schwiegersohn als sie geheiratet haben.
(Adilhan am 24.August.2006)
Wer bitte erkennt ausser dir, hier Chauvinismus, Polygamie, Frauenfeindlichkeit, SklavInnentum ? (2./3./4. Nebenfrauen). Schau genau hin ! die armenischen Frauen stammen vor dem "Völkermord", einfach ganz normal nach der Braut verlangt und geheiratet ! Wo bitte soll ich hier mit Cousins mich gebrüstet haben ? Richtig lesen da ist die Rede von einem armenischen Schwiegersohn !
Wo bitte soll ich geprahlt haben mit "ich bin ein rassisch reiner Türke" ?. Wieder genau hinschauen ! "so grob gesagt ..........."
Mit diesen Beispielen wollte ich die Tatsachen vor Augen führen, dass ein Zusammenleben, wie die Mischehen, schon vor den tragischen Ereignissen existiert hat und teilweise heute immer noch existiert, nicht nur mit armenischen Bräuten, sondern auch mit armenischen Schwiegersöhnen.
Zu Punkt 3.: Adilhan banalisiert den Völkermord: man tötet und man wird getötet
Auch hier hast du eine Zeile aus meinem Beitrag herausgeschnitten á la die gemeinen Journalisten mit Papsts Puffgeschichte. Schon wieder sollte wohl der Ausschnitt aus meinem Beitrag andere Personen in die Irre führen, um gegen mich reichlich, deinen Vorstellungen entsprechende Propaganda zu verbreiten.

Hier ist der Zitat in der unmissverständlichen Länge :
Die beiden Völker standen lange Zeit in Konflikten und letzendlich haben sie Krieg gegeneinander geführt. Für die Osmanen war es einer der schwersten Kriege überhaupt, es ging um alles oder nichts und um entweder Du oder Ich. In diesem Konflikt oder Krieg haben Türken wie Armenier sehr viel verloren. Aber das Ergebnis war für die Armenier katastrophaler als für die Türken. Es ist halt das Gesetz des Krieges oder des Konflikts; man tötet und man wird getötet. Die Türken haben an mehr als 10 Fronten Krieg führen müssen. Wie gesagt, die Türken haben an vielen Fronten verloren, aber an einigen Fronten auch gewonnen. Die Tragödie der Armenier war halt ein Ergebnis der vielen Konfikte und Kriege. In diesem Konflikt haben die Türken die Oberhand gehabt, es ging halt um entweder Du oder Ich. (Adilhan am 30. August 2006)
Wie man es deutlich sehen kann, wenn man richtig liest und richtig zitiert, dann ergeben viele Aussagen ganz anderen Sinn. Ich bitte dich zum wiederholten Male zukunftig unhaltbare Spekulationen und Verleumdungskampagnen á la freche Journalisten mit Papsts Puffgeschichte zu vermeiden.
Obwohl manche Unterhaltungen mit dir ab und zu hitzig verlaufen, du bist aber trotz deiner Meinungsverschiedenheit in jeder Diskussion immer noch willkommen, sobald du keine falschen Zitate von Personen reinschmeisst, die zu Missverstädnissen führen würden.
Last but not least vergesse ich nicht, dich noch einmal zu küssen, nicht verwechseln mit knutschen !
Zu allerletzt: Vergiss nicht deinen Namen ordentlich zu signieren ! und keine fremde Namen unterschreiben !!!!!!!!!
-- Adilhan 14:40, 14. Sep 2006 (CEST)
Adilhan ist Rassist und Chauvinist!
Jemand, der sich als reinrassiger Türke ausgibt, ist nichts anderes als Rassist. (Ganz abgesehen von der Tatsache, dass es keine "reinrassigen" Menschen gibt....).
Jemand der nach dem Abstreiten eines Völkermordes und von Hunderttausenden Toten den Nerv hat Küsse zu mir rüberzuschicken (ist nicht zu retten) und respektlos und distanzlos. Kurz: eine Zumutung für Wikipedia und Verschwender von Speicherplatz. Sind türkische Männer ganz allgemein ggü Chauvinismus sehr viel permissiver als ggü Freiheiten ihrer Frauen... etc etc etc. Ich habe fertig.' --indra 15:06, 14. Sep 2006 (CEST)

Oh je, oh je, Indra-Baby yavrum benim ! Du wirst irgendwie doch nicht lernen wollen einen Text oder bzw. eine Textzeile richtig und ordentlich zu lesen. Hoffentlich weißt du, was ein Wort oder ein Satz in den Anführungszeichen("") bedeutet. Las dir von einem Nachhilfelehrer erklären, wie man Wörter in den Anführungszeichen interpretiert. Ich habe geschrieben "grob", "reinrassig". Damit meine ich, dass meine Vorfahren seit Jahrhunderten nicht ma mit anderen türkischen Stämmen sich vermischt haben. Ausserdem ich habe ja nicht unbedingt behauptet, dass ich ein Vollblutstürke bin, ich habe gesagt, ich bin türkischstämmig. Also ich bin kulturell hald Orient, halb Okzident. Von der Menschenrasse her (Menschentyp) bin ich klar Anadolide bzw. Armenide. Einige wenige in der Verwandschaft haben auch die Merkmale der turaniden(turkmenisch/uzbekisch) Menschentyp, so vergleichbar wie der hübsche Superstar Vanessa.
Oh nein ! und jetzt ? was willst du mir jetzt vorwerfen ? Armenismus(wegen der armeniden/anadoliden Rasse), Turanismus(wegen den turaniden Verwandten). Inzwischen kann man von dir so extrem merkwürdige ausserirdische Phantasien erwarten. Bei dir vermisse immer noch die Ersnthaftigkeit.
Hadi canim, hadi yavrum, sirum em kez. Du brauchst schon mehr als einen Kuss, damit du dich besser konzentrieren kannst und damit du auch nicht so zerstreut wirkst. Von daher yavrum benim, noch einen dicken Kuss von mir, mmmmmmmmmhhhhhhhhhmma ! -- Adilhan 15:47, 14. Sep 2006 (CEST)


Das hier ist ein Schlussstrich. Diese Diskussion dient offenbar nicht der Verbesserung des Artikels und wird auf inakzeptabel persönliche Weise geführt – von beiden Seiten. Da ich erst jetzt darauf gestoßen bin, hatte ich bisher nicht eingegriffen. Beim nächsten mal werde ich das tun, d. h. die Diskussionsseite oder Benutzer sperren müssen. Sollten die Diskutanten sich in der Lage sehen, eine neutrale Fassung des betreffenden Artikelabschnitts zu erarbeiten, wäre das erfreulich (was aber wohl Wunschdenken ist). Bitte auch beachten: Zu den hier umstrittenen Ereignissen gibt es einen eigenen Artikel, das Thema kann also im Türkei-Artikel kursorisch abgehandelt werden.

Indra, da die Initiative von dir ausging: Kopiere bitte den von dir beanstandeten Absatz hier drunter und formuliere eine Neufassung, die dir neutral (!) erscheint. Bitte erst mal unkommentiert. Adilhan möchte ich ebenfalls um eine solche Fassung bitten, ebenfalls unkommentiert.

Dann können wir weitersehen, unter der Voraussetzung, dass die Spielregeln eingehalten werden, also persönliche Angriffe aller Art (auch virtuelle Küsse usw.) unterbleiben. Und übrigens: „Fasse dich kurz“ ist grundsätzlich eine gute Devise, genauso der Verzicht auf Fettdruck. Wer noch einmal gegen die Wkiquette verstößt, wird von mir ohne Diskussion einen Tag gesperrt, gegebenenfalls auch länger.

Rainer Zenz Rainer Zenz 16:05, 14. Sep 2006 (CEST)


Beanstandeter Absatz

...

Vorschlag Indra

Meine Änderungen am Türkei-Artikel habe ich schon längst vorgenommen. Ohne Widerstand und Gegenrede! Adilhan ging es auf der Diskussionseite lediglich um Unausprechliches und Völkermordleugnung und Erniedrigung der Getöteten. // Warum hast Du Rainer Zenz die - zugegebenermassen - wüste Diskussion gelöscht? Sie ist aufschlussreich über die chauvinistische Denkhaltung von Teilnehmnern wie Adilhan. Könnte sie eventuell die Befürworter der deutsch-türkischen Kultursynthese unangenehm berühren und Augen öffnen für einen langen, langen Weg? Auf Diskussionen bin ich nicht aus. Ich versuche lieber neue und nützliche Artikel zu schreiben. Die Wahrheit liegt nicht in der arithmetischen Mitte zwischen Völkermordleugnern und Entrüsteten Nachfahren von Überlebenden des Genozids.... --indra 22:42, 14. Sep 2006 (CEST)

Ich habe die Diskussion nicht gelöscht, sie steht doch hier drüber. Allerdings könnte ich sie durchaus löschen, eben weil sie „wüst“ verlaufen ist. Ich schlage aber vor, sie jetzt ins Archiv zu verschieben, denn wenn es sowieso nicht mehr um Formulierungen im Artikel geht, ist sie hier erledigt. Und die „Argumente“ dürften wohl beiderseits ausgetauscht sein. Gruß, Rainer Zenz Rainer Zenz 13:34, 15. Sep 2006 (CEST)
...

Vorschlag Adilhan

Ich konnte gestern mich leider doch nicht mehr melden. Ich kann die Löschung von gestern nicht nachvollziehen. Es war doch ein Vorschlag, denn Indra soll bitte unterlassen unhaltbare Spekulationen über mich zu verbreiten. Sie soll bitte auch nicht Teile meiner Beiträge herausschneiden, die mit Sicherheit zum Missverständnis über meine Person führt. Auserdem, sie soll weder mich noch jemand anderen ihre politische Sichtweise aufzwingen. So ich habe wieder eilig, muss leider wieder weg, bin aber heute ab 19.30 wieder dabei. Bis dahin bitte keine Änderungen meiner Vorschläge vornehmen ! --Adilhan 15:07, 15. Sep 2006 (CEST)

......Also, ich habe Indra trotz ihrer beleidigenden Spekulationen niemals angegriffen. Alles was ich von ihr verlange, habe ich schon in den oberen Zeilen umfangreich dargestellt. Sie hat gegen mich wilde Verleumdungskampagne gestartet. Angeblich hätte Sie in meinen Beiträgen deutliche Zeichen von Chauvinismus, Frauenfeindlichkeit, Reinrassismus und Verherrlichung der Polygamie entdeckt. Entgegen der Behauptung Indras, habe ich das Zusammenleben der Völker verherrlicht. Trotz alldem habe ich sie niemals persönlich angegriffen sondern sie immer wieder freundschaftlich darum gebeten keine unhaltbare Spekulationen über meine Person zu verbreiten, und das schon siet 3 Wochen. Also 3 Wochen lang habe ich immer den kühlen Kopf bewahrt und mich nicht in beleidigenden Schlachten ziehen lassen. Wenn jemand meint, der hätte in meinen Beiträgen Chauvenismus, Frauenfeindlichkeit, Reinrassismus entdeckt und dies ausdrücklich mit Zitaten begründet, dann bin ich bereit dementsprechend die Konsekuenzen zu ziehen. Nun, ich habe noch 10 min Zeit, bin dann ca. zwischen 19.30-21.00 Uhr wieder hier ! -- Adilhan 16:30, 14. Sep 2006 (CESt)

Wie gesagt: Mit „Vorschlag“ war die Formulierung eines Artikelabsatzes gemeint, nicht die Fortführung der persönlichen Diskussion. Das hatte ich hoffentlich deutlich gemacht. Da dieser Sachpunkt aber offenbar keine Rolle mehr spielt, schlage ich vor, die Angelegenheit zu beenden und zu archivieren. Ich kann und will hier kein Urteil fällen und hier ist auch nicht der Ort um die Sache zu verhandeln. Nur soviel: Von außen betrachtet kann man nur über beide Seiten den Kopf schütteln. Das ist jetzt sehr diplomatisch ausgedrückt. Es scheint hier seit Wochen kein Admin mehr vorbeigeschaut zu haben (ich habs ja auch nicht getan), so dass es überhaupt so weit kommen konnte. Rainer Zenz Rainer Zenz 16:06, 15. Sep 2006 (CEST)

Währung

die währung heist scho seit langem NEUE türkische lira also yeni türk lirasi bitte ändern ;)XxXBaoLongXxx 17:04, 23. Sep 2006 (CEST)

Erledigt--Danyalov Danyalov 12:55, 24. Sep 2006 (CEST)

vielen dank ;) XxXBaoLongXxx 13:57, 24. Sep 2006 (CEST)

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-- DuesenBot 20:15, 13. Okt. 2006 (CEST)

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-- DuesenBot 04:14, 14. Okt. 2006 (CEST)

Asien oder Kleinasien

Meiner Meinung nach gibt es bezüglich der Türkei gar nichts, was einfach, klar und 100% sicher zu definieren ist..

Ein schwer definierbares Land also..

Es fängt schon damit an, wo Europa aufhört uns Asien anfängt.. keiner weiß genau bescheid! Es ist eine subjektive Einstellungssache! Für Manche bilden Bosporus und Dardanellen die geographische Grenze zwischen Europa und Asien, für die Anderen gibt es keine eindeutige Grenze (Eurasien), für wieder Andere sind es Euphrat/Tigris oder die erste Moschee in Balkan.

Wenn die heutige moderne Türkei geographisch zu 97% in Asien liegen sollte, dann wäre antikes Griechenland auch in Asien gewesen, weil die Türkei auf dem Boden des antiken Griechenlands und Persiens liegt. Mit Asien ist antikes KLEINASIEN gemeint, was heute den Westen der Türkei bildet..

Besser wäre zu schreiben: die Türkei ist ein Land, wo verschiedenste geographische Regionen und kulturelle Faktoren (Orient, Okzident etc.) zusammentreffen wie z.B. Schwarzes Meer, Mittelmeer, Nahen Osten oder Balkan ohne dabei Europa uns Asien zu erwähnen.. -- Akademik 12:39, 14. Okt. 2006 (CET)

Portal und Projekt

Hallo Leute,

das neue Portal und das neue Projekt zum Thema Türkei sind jetzt online. Hiermit sind alle herzlich eingeladen sich an beiden zu beteiligen und mitzuarbeiten. --Gunblade 15:37, 14. Okt. 2006 (CEST)

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-- DuesenBot 12:16, 17. Okt. 2006 (CEST)

UNO, EU, Armenier_Frage allgemein

"Die heutige türkische Regierung bestreitet diesen Völkermord an den Armeniern und versucht auf diplomatischen Wegen andere Staaten davon abzuhalten, ihn offiziell anzuerkennen. Er wird offiziell neben Armenien selbst durch folgende Staaten und Organisationen anerkannt: Frankreich, Italien, Russland, Belgien, Slowakei, die UNO und die EU."

Sollte man das nicht kongretisieren? Nicht die UN hat den Völkermord anerkannt, sondern die UN-Unterkommission (Prevention of Discrimination and Protection of Minorities) bezieht sich lediglich auf die Interpretationsmöglichkeiten.

Nicht die EU, sondern das EU-Parlament hat dies als Völkermord anerkannt. --Yüceln 14:28, 21. Okt. 2006 (CEST)

Mit Verlaub, das ist Krümelkackerei. Die "Unterkommission" spricht für die UN, denn die UN hat noch mehr Aufgaben, als Völkermord zu verurteilen. Gleiches gilt für die EU - die entsprechenden "Regierungsorgane" äussern jeweils die offizielle Meinung der Institution oder des Volkskörpers, auch wenn das von einzelnen oder einer Menge von Individuen geleugnet wird. --Schmiddtchen Schmiddtchen 15:41, 21. Okt. 2006 (CEST)

Mit Verlaub Schmiddtchen, aber ein Bericht/Studie ist keine Resolution und auch keine Erklärung oder was auch immer du darunter verstehen willst, sondern eben ein Bericht/Studie von einem angestelltem der Sub-Kommission - siehe hierzu: UNO-REVIEW OF FURTHER DEVELOPMENTS IN FIELDS WITH WHICH THE SUB-COMMISSION HAS BEEN CONCERNED, E/CN .4/Sub .2/1985/ 6 vom 2 July 1985 - der damit die Interpretationsmöglichkeiten aufzuzeigen versuchte und dabei in der Seite 9 unter dem Vermerk 12 - the Ottoman massacre of Armenians in 1915-1916 - nannte. Dieser Bericht wurde NICHT angenommen und ist deshalb im Online-Archiv der UNO als DOCUMENT abgelegt, nicht als Erklärung oder Resolution. Ich sehe aber in diesem Bericht auch nicht, das er direkt die Massaker an den Armeniern als Völkermord bezeichnet, zumal dies wie gesagt ja auch nur ein Bericht/Studie ist. Ausserdem sollten wir bei den Fakten bleiben und nicht irgend welche Mehrheitsmeinungen aufzeigen oder noch besser, Parlamentsbeschlüsse als das Ultimo darstellen (wobei das im Falle Frankreichs ja gezeigt hat, das Parlamentsbeschlüsse keine Mehrheit darstellen, wenn Sie weggeblieben sind und der Rest von 160 (bei 560), die Mehrheit darstellt), denn wenn das der Fall wäre, zähle ich immer noch mehr als 160 Staaten die kein Urteil gefällt gegen 20 Staaten die den Völkermord parlamentarisch anerkannt haben. Etwas schwach wie ich finde. Wie gesagt, etwas konstruktiver und die Sache wäre schneller geregelt. Für mehr Info: http://www.zipr.ch/armenien... .In der Frage der EU-Parlamentserklärung, sehe ich auch einen großen Unterschied. Wieso? weil folgende Erklärung der EU am 18. Juni 1987 die Resolution "Zur politischen Lösung der Armenischen Frage" daran festhielt, „dass das gegenwärtige türkische Regime nicht für das von den Armeniern im Osmanischen Reich erlebte Drama verantwortlich gemacht werden kann" und „dass aus dem Anerkenntnis dieser historischen Ereignisse als Völkermord weder politische noch rechtliche noch materielle Forderungen an die heute Türkei abgeleitet werden können.". Ich Glaube, das damit wohl die Frage der Anerkennung, zumal hier die Türkei damit konfrontiert wird, eine Farce wäre.Wir können ja hierzu einen weiteren eigenen "Begriff" eröffnen: Osmanisches Reich? --Yüceln 22:06, 21. Okt. 2006 (CEST)

(Hui, mehrfach im Bearbeitungskonflikt gefangen.) Mir geht es darum, zu schützen. Deshalb bin ich kategorisch sehr vorsichtig, wenn es um die Abschwächung von so etwas wie Völkermord geht. Besonders gefährlich ist die allmähliche, subtile Abschwächung von bestimmten Meinungen, und die subtile Stärkung einer anderen Meinung. Dies ist in der WP möglich und passiert jeden Tag - gerade bei kontroversen Themen wie diesem. Mir obliegt aber nicht die Verantwortung, diese historische Gegebenheit für WP zu bewerten, ich kann mir jedoch für mich eine Meinung bilden, die genauso viel Gewicht besitzt wie eine vergleichbar fundierte Meinung mit beliebigem anderen Tenor. Diese meine Einstellung sollte bei meinen Äusserungen bedacht werden. Weiterhin kannte ich das von dir zitierte Papier und seinen Status nicht - hervorragende Quellenarbeit, danke.

Meine Meinung zu den Quelle: Nur weil es laut deinem Zitat keine "greifbaren" Forderungen gibt, heisst das nicht, dass es keine ideellen Forderungen gibt. Das Paper geht von dem Massaker scheinbar als historischem Fakt aus (erlebte Drama). Warum wird man dann in der Türkei für das Aufzeigen dieses Faktes bestraft? (iirc mit Begründung Beleidigung des Türkentums) - eine triviale ideelle Forderung wäre dann wohl, dass die Türkei dieses "Drama" akzeptiert und sich wie andere Staaten auch, mit den dunklen Seiten der eigenen Vergangenheit beschäftigt - egal, ob die heutige Türkei formal für die Massaker verantwortlich ist oder nicht. Geerbt hat sie diesen Schatten allemal. (So wie Deutschland als Nachfolgeorganisation des Deutschen Reiches die Verantwortung für den Holocaust übernimmt, sollte mMn die Türkei als Nachfolgeorganisation des Osmanischen Reiches die Verantwortung für das Armenien-Massaker übernehmen)
Der Umstand, dass es keine UN-Resolution dazu gibt, liegt wohl eher in der Diplomatie und Politik begründet - die Türkei ist strategisch immens wertvoll - in der UN und NATO einflussreiche Kräfte, wie die USA, können es sich nicht leisten, für etwas, an dem man jetzt sowieso nichts mehr ändern kann, die Türkei militärpolitisch zu verlieren. Man kann es werten wie man will (ich finde es verständlich, aber bedauerlich), aber zukünftige und gegenwärtige Interessen (inbesondere militärischen Einfluss im Nahen Osten via Klein-Asien) überwiegen hier offenbar das Interesse an einer Ächtung eines Völkermordes.
Dementsprechend finde ich es im Sinne von NPOV gerade sehr wichtig, auch zu erwähnen, dass sich eine wichtige überstaatliche und de facto neutrale Organisation wie die UNO mit dem Massaker faktisch auseinandersetzt. Der Status des Dokumentes der UNO ist nach deinen Angaben jedoch eindeutig unter Resolutions-Ebene.

Meine Schlussfolgerung für den Artikel: Eine neutrale Konkretisierung dieser speziellen Referenz auf die UNO ist nach deiner Quelle in Ordnung ("keine Resolution, nur Document"). Bitte nimm aber Abstand von Änderungen, die das Potential haben, den neutralen Standpunkt zu verletzen - also Anerkenner oder Verweigerer zu bevorteilen. Du kannst auch gern konkretisieren, dass das Osmanische Reich als Vorgänger der Türkei für das Massaker verantwortlich zeichnet, aber das ist nicht im Entferntesten ein Grund, das hier komplett rauszunehmen - nur weil sich ein bisschen Formalismus auf Staatenebene geändert hat, hat die Türkei nicht plötzlich nichts mehr mit dem Massaker und anderen Erbstücken des Osmanischen Reiches zu tun.

Zum Thema EU vs. EU-Parlament: Als von den Einwohnern der EU gewählte Vertretung hat es sehr wohl die demokratische Legitimation, für die Wähler zu sprechen, zumal es eines der Hauptorgane der EU ist. Die Abschwächung, dass es sich ja "nur" um "irgendein" Gremium handelt, zieht hier m.E. nicht. Als Organ auf Staats-Parlaments-Ebene, hat es die selbe Aussagekraft wie das Parlament eines souveränen Staates. Dies bitte ich zu beachten.

Ich würde sagen, du wartest ab, ob sich noch mehr Leute an der Diskussion beteiligen und führst dann wohlüberlegte Anpassungen der von dir kritisierten Stellen durch. Die Erfahrung zeigt, dass sich daraus mit ein bisschen Glück ein neutraler Standpunkt glattlutschen lässt. ;) Ich hoffe ich konnte meine Bedenken klar machen und habe dich damit nicht verstimmt. (Hab meine Antwort mehrmals überarbeitet und uU den roten Faden verloren.. vorallem weil zwischendurch mehrfach ein Bearbeitungskonflikt von deinen Nachträgen kam ;) )Vielleicht war ich auch ein wenig zu schreckhaft, aber es gibt leider viele Kräfte, die WP für ihre eigene Sache instrumentalisieren wollen. In diesem Sinne, viele Grüße, alles Gute --Schmiddtchen Schmiddtchen 23:10, 21. Okt. 2006 (CEST)

Ja, ich habe da einige male retuschiert. Ist auch eine heikle Sache, die mit bedacht formuliert werden muss. Zur politischen und rechtlichen Interpretation: Ich bin mir bewusst, das diese Erklärungen - Parlamente - "nur" einen ideellen Wert darstellen, quasi als Faustpfand dienen. Ich stehe deshalb, wie schon die Quelle es angedeutet hat, solchen Anerkennungen skeptisch gegenüber. Idealismus hat hier nichts verloren und in dieser Frage sollte die EU sowieso ihre eigenen Ideale hinterfragen. Moralisch gesehen, kann man die Forderungen eventuell erklären, aber auch hier hat der politsche Hauch seine Spuren hinterlassen. Insofern muss ich der Sache, so schwer es mir oder anderen fällt, konstruktiv bleiben.
Es gibt in der UN eine gefächerte Titulierung eines Dokumentes. Wobei (E) für die Kommission der Menschenrechte steht und (SUB) für Subkommission. In dieser Kommission werden je nach Aktualität, Studien angefordert. So eine Studie wurde 1985 von einem Whitemaker erstellt, der in einem dieser Punkte, nach der Völkermord-Definition, mehrere Massaker nach eigenem Wissenstand heraus gedeutet hat. Diese Studie wurde aber durch die Sub-Kommission in "Augenschein" genommen, einen weiteren Zweck hat Sie nicht erfüllt, zumal die Subkommission diese Studien wertet und Sie der Kommission und die wiederum der UN-Generalversammlung oder der UN vorlegt. Diese Studie kam aber nie über die Subkommission hinaus. Ergo blieb es auch dabei. Das in dieser Sache politische Ambitionen mehr Gewicht haben als "Anerkennungen", ist richtig, zumal wir jeden Tag erleben, wie die UNO handelt/nicht handelt. Das Sie sich einige Zeit damit befasst hat (nach 1985 nicht mehr) ist auch ein Zeichen dafür, das es dabei bleibt, zumal der rechtliche Aspekt sowieso ein Problem darstellt. Wie soll man ein zurück liegendes Ereigniss verfolgen? Wen soll man verfolgen?
Ich habe nicht vor, eine weitreichende Deutung zu relativieren. Vielmehr sollte man vermeiden, das mit dem aktuellem Satz, Schindluder getrieben wird und das wird momentan getan, in dem man auf Wikipedia verweisst.
Ich denke, da haben wir geteilte Meinungen. Das EUGh hat in einem Urteil (T-346/03 R) folgendes Recht gesprochen und sich dabei wie folgt in der Begründung geäussert: "Dazu genügt die Feststellung, dass die Entschließung von 1987 ein Dokument ist, das rein politische Erklärungen enthält, die jederzeit vom Parlament geändert werden können. Aus diesem Grund kann sie nicht gegenüber ihrem Verfasser und erst recht nicht gegenüber den anderen beklagten Organen verbindliche Rechtswirkungen entfalten. [...]" Dabei bezieht sich dieses Urteil just auf diese Völkermord-Anerkennung. Ich Frage mich deshalb, ob eine parlamentarische/gesellschaftliche Meinung rechtsverbindlich aufgefasst werden kann? Nach EUGh anscheinend nicht. Deshalb gibt es auch seit 2003 (Fortschrittsberichte) keine weiteren Kriterien in dieser Frage mehr, sondern moralische Forderungen. Was aber noch wichtiger ist. Nicht alle Parlamentsbeschlüsse der EU sind von nationalen Parlamenten verbindlich anzunehmen, ja sogar per Gesetz durchzusetzen. Nationale interessen haben vorrang.
Ich warte mal ab und bin eigentlich überrascht, das man hier so offen aufgenommen wird. Vielleicht ergänzt der eine oder andere hier die Diskussion mit weiteren Anmerkungen. --Yüceln 00:06, 22. Okt. 2006 (CEST)

Ich Frage mich deshalb, ob eine parlamentarische/gesellschaftliche Meinung rechtsverbindlich aufgefasst werden kann?
Ich glaube nicht, denn jede derartig erzeugte Meinung (die parlamentarische soll sich ja im Idealfall auf die gesellschaftliche Meinung stützen) unterliegt den Veränderungen des Zeitgeistes, der Mode und neuen Erkenntnissen. Ich vermute, dass man der gesellschaftlichen Meinung weder Konstanz noch Rechtsverbindlichkeit unterstellen kann. Dies bleibt aber ohne Folgen, da Aufarbeitungsbemühungen von innen begonnen und geführt werden müssen um effektiv zu sein und die Geschichte sich nicht wiederholen zu lassen. Was sollte auch die rechtsverbindliche Bestrafung für Völkermord sein? Die moralisch-ideelle Komponente (aka potentielles externes Negativ-Image) muss Motiv genug sein, um sich selbst mit Historie, Aufarbeitung und Prävention zu befassen. Dafür muss es auch Dritten erlaubt sein, den Zeigefinger zu heben. Ich finde schon fast, dass ein Protest des potentiellen Täters gegen eine Genozid-Ächtung durch Dritte unzulässig ist. Einem solch schwerwiegenden Vorwurf muss man sich stellen und ihn ehrlich aufarbeiten. --Schmiddtchen Schmiddtchen 00:21, 22. Okt. 2006 (CEST)
Können wir denn den Zeitgeist von heute auf den Zeitgeist von gestern rückprojezieren? Nein, aber wir können von dem Zeitgeist von gestern lernen und dementsprechend Fehler ausmerzen. Die Geschichte wiederholt sich bekanntlich, nur lernen muss man von dieser, nicht rückwirkend tadeln. Mit dem Fingerzeig hat sich bekanntlich noch nie ein Kind auf anhieb abbringen lassen. Im Falle der Türkei, geht es auch einzig und allein um den Begriff "Völkermord". Nicht um die Opfer, deren Zahl oder ihrer Tötungsart, was am Ende die Historiker zu urteilen haben. Die Türkei leugnet ja die Opfer nicht. Der Wille ist da, zumal in der Türkei nicht erst seit gestern Bücher erscheinen oder Kritiker am Werk sind, sondern allmählich aufgearbeitet wird. Nur, so lange Störeinflüsse wie Parlamentsentscheide, Meinungshinderung durch Gesetze an den Tag gelegt werden, ist dieser Wille nicht aufrecht zu erhalten. In Deutschland wurde der Holocaust per Nürnberger-Prozesse bewiesen und verurteilt, es gibt hierzu eine zeitnahe und rechtliche Aufarbeitung, sowie auch im Fall Srebnenica oder Ruanda. Im Falle des osmanischen Reiches, gibt es weder das eine, noch das andere und solange eine Partei (Türkei) im grobem diffarmiert wird, in dem man ihre eigenen Quellen unbeachtet lässt, wird sich diese Frage wohl noch ewig hinziehen, eventuell festfahren. Seit Erdogan an der Macht ist, wird die Frage in der Türkei heftig erörtert. Das mit dem §301 Schindluder getrieben wird, liegt nicht an dem Gesetz, sondern an den Klägern, die aus bestimmten Gesellschaftschichten stammen. Bisher wurden wenige verurteilt, die meissten kamen frei, auch ein Zeichen, das man damit anders umgeht als zuvor, nur, seit Frankreich hat sich die Lage wieder verschoben. Auf der anderen Seite, brennt den Türken noch ein weiteres Merkmal in der Seele. Die Opfer, die man während dem 1WK erbracht hat. Es ist nicht leicht, um Verzeichung zu bitten, wenn man auf der anderen Seite genauso viele Opfer zu beklagen hat.--Yüceln 00:59, 22. Okt. 2006 (CEST)

Personenstandswesen

Sollte man in den Artikel auch aufnehmen dass die Türkei ein extrem unzuverlässiges Personenstandswesen hat , Geburtsdaten in Reisepässen sehr häufig nicht stimmen und deshalb Türkische Reisepässe nicht als Nachweis des Geburtsdatums dienen können (laut einem EuGH Urteil) Hanabambl 21:25, 3. Nov. 2006 (CET)

habs eingebaut Hanabambl 20:30, 7. Nov. 2006 (CET)

Linkvorschlag

Hi, ich hab ein tolles Buch über die Geschichte der Türkei von seinen Anfängen bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt der Rezeption dieses Landes in Europa: http://www.monarchie.at/myth/ Turkey, Europe and Public Opinion: A Myth of Error, Wien : Amalthea, 1999, ISBN: 3-85002-423-7 Absolut lesenswert! --Mannheimer 09:30, 7. Nov. 2006 (CET)

"Zuckerfest"

Hallo, in der Türkei wird dieser Feiertag entweder Ramazan Bayramı oder fälschlicherweise Şeker Bayramı genannt.

Die korrekte deutsche Übersetzung ist: "Fest des Fastenbrechens" und nicht Zuckerfest, auch wenn es in der Türkei Medien gibt die den Begriff Şeker Bayramı verwenden. An diesem Feiertag feiert man ja das Ende des Fastenmonats Ramadan und es ist üblich den Kindern Süßigkeiten zu geben, daher der leider von vielen Leuten verwendete Begriff Şekerbayramı. --Général Bum Bum 12:35, 9. Nov. 2006 (CET)

Toter Weblink

Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich down ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!

--Zwobot 09:53, 28. Nov. 2006 (CET)

Völkermord

Ich habe diesen Satz mit in den Text eingefügt: Staaten wie Aserbaijan stufen den Völkermord an den Armeniern als Propagandalüge ein. Seite des Aussenministeriums Aserbaijans: [LINK]. Wenn Staaten aufgeführt werden die den Völkermord anerkennen, muss man auch Staaten die ihn nicht anerkennen und ihn offiziel für eine Lüge halten auch Platz einreumen.--Mbm1 20:26, 29. Nov. 2006 (CET)

Gleiches gilt auch für die Türkische Republic Nordzypern.--Mbm1 20:52, 29. Nov. 2006 (CET)


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Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Türkei und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).