Toplinks zu diesem Thema:
Verlag, Russisch, Schwedisch, Schriftsteller, Vergleich, Bildung, Einkaufen, Elite, Journalist, Kommission, Otto, Sicherheit, Website
Der Artikel Tallinn gehört zur Kategorie: Weltkulturerbe (Europa), Ort in Estland, Hauptstadt in Europa, Hauptstadt in der EU, Tallinn, Ort mit Seehafen, Hanse
| Wappen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
|
| ||||
| Flagge | |||||
| Karte | |||||
|
| |||||
| Basisdaten | |||||
| Kreis: | Harju | ||||
| Geografische Lage: | |||||
| Fläche: | 158 km² | ||||
| Einwohner: | 403.505 (1. Jan. 2006) | ||||
| 505.000 in Agglomeration | Bevölkerungsdichte: | 2.554 Einwohner je km² | |||
| Höhe: | 44 m ü. NN | ||||
| Postleitzahlen: | 15080 (Zentrum) | ||||
| Vorwahl: | 6 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | A/B | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Vana-Viru 12 15080 Tallinn | ||||
| Offizielle Website: | www.tallinn.ee | ||||
| E-Mail-Adresse: | infopunkt@tallinnlv.ee | ||||
| Politik | |||||
| Bürgermeister: | Jüri Ratas | ||||
![]() |
|
Tallinn vom Hafen aus Bildherkunft |
![]() |
|
Teil der Stadtmauer Bildherkunft |
![]() |
|
Olaikirche Bildherkunft |
![]() |
|
Eingang zum Schwarzhäupterhaus Bildherkunft |
![]() |
|
Rathaus von Tallinn Bildherkunft |
![]() |
|
Einige höchste Bürogebäude der Stadt: Die 1999 errichtete, 94 Meter hohe „Eesti Ühispank“ Bildherkunft |
![]() |
|
Alexander-Newski-Kathedrale Bildherkunft |
![]() |
|
Estonia-Denkmal in Tallinn. Der Spalt in der "Wasserstraße" symbolisiert den Untergang der Estonia. Bildherkunft |
![]() |
|
Stadtansicht Bildherkunft |
Tallinn (amtlich bis 1918 sowie danach im deutschsprachigen Raum auch weiterhin gebräuchlich Reval, russisch Ревель = Rewel, schwedisch Lindanäs, dänisch Lyndanise) ist die Hauptstadt von Estland. Sie liegt am Finnischen Meerbusen der Ostsee, etwa 80 km südlich von Helsinki.
Geschichte
Mittelalterliche Geschichte Revals
(Zur Geschichte Revals bis zur Reformation im folgenden vgl. NOTTBECK, EUGEN VON / NEUMANN, WILHELM: Geschichte und Kunstdenkmäler der Stadt Reval, Bd. 1: Die Geschichte der Stadt Reval, Reval 1904, Nachdruck Hannover 1973, S. 1-60; JOHANSEN, PAUL / MÜHLEN, HEINZ VON ZUR: Deutsch und Undeutsch im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Reval, Köln-Wien 1973, S. 28-85; MÜHLEN, HEINZ VON ZUR: Siedlungskontinuität und Rechtslage der Esten in Reval von der vordeutschen Zeit bis zum Spätmittelalter, in: Zeitschrift für Ostforschung ZfO 18 (1969), S. 630-647.)
Die Ursprünge Revals gehen auf eine estnische Burg (auf dem heutigen Domberg) und einen vermuteten estnischen Handelsplatz im Schutze der Burg zurück. Der Name Reval rührt von der umliegenden Landschaft Revele her und wurde für die Burg und die spätere Stadt erst von Dänen und Deutschen geprägt.
Im Jahre 1219 eroberte der dänische König Waldemar II die estnische Burg, errichtete sie neu und begann mit dem Bau einer Domkirche für den von Dänemark um 1167 im Zuge ihrer Missionierung ernannten Bischof der Esten, Suffragan des Erzbischofs von Lund. Dänemark konnte die Burg jedoch nicht lange gegen die aufständischen Esten und die vordringenden Deutschen halten und 1227 eroberte der Schwertbrüderorden Reval mit päpstlicher Genehmigung und erhielt die Burg und einen Großteil des heutigen Estland zur Verwaltung aus der Hand des päpstlichen Statthalters in Estland. Wahrscheinlich um seine Stellung gegen die ländlichen Vasallen zu stärken ließ der Schwertbrüderorden in Jahre 1230 aus Gotland 200 westfälische und niedersächsische Kaufleute anwerben, welche, mit Zollfreiheit und Land belehnt, sich unterhalb der Burg ansiedelten. Obwohl eine Gründungsurkunde nicht überliefert ist, ist hierin wohl die eigentliche Gründung einer Stadt Reval zu sehen.
Als der Orden es ablehnte, seine Lehnsherrschaften und die Burg drei Jahre später wieder an den päpstlichen Legaten zu übergeben machte der dänische König seine Ansprüche auf Reval und Estland wieder geltend. Nach einer vernichtenden Niederlage des Ordens gegen ein litauisches Heer 1236 strebte der Schwertbrüderorden die Vereinigung mit dem Deutschen Orden an, die der Papst nur gegen die Herausgabe Revals genehmigte. So ging der Schwertbrüderorden 1237 in den Deutschen Orden und Reval 1238 an Dänemark über. Reval wird an dieser Stelle zum ersten Mal als civitas erwähnt. Unter der erneuten dänischen Herrschaft bis zum Jahre 1346 gewann die Stadt rasch an Größe und wirtschaftlicher Bedeutung. Im Jahre 1248 erhielt sie vom dänischen König das lübische Stadtrecht und erhielt nach und nach umfangreiche Privilegien, die sie vom Landesherrn weitestgehend unabhängig machte.
Obwohl Reval unter (zunehmend lockerer) dänischer Herrschaft stand, behielt die Stadt eine deutsche Oberschicht und da diese fast ausschließlich aus Kaufleuten bestand, ist ein baldiger enger Kontakt zur Hanse nicht verwunderlich. Dass sich Reval als der Hanse zugehörig betrachtete ist bereits für 1252 belegbar und findet spätestens 1285 ausdrückliche Erwähnung. Von wirtschaftlicher Bedeutung war die dänische Entscheidung von 1294, allen deutschen Kaufleuten den Handelsweg nach Nowgorod über Reval und Narwa zu gestatten. Damit war der Grundstein gelegt, Reval zu einem Knotenpunkt des hansischen Ostseehandels werden zu lassen.
Nach der Niederschlagung eines großen Estenaufstandes mit der Hilfe des Deutschen Ordens entließ der dänische König 1346 seine estländischen Vasallen aus ihrem Treueid und verkaufte das Land mit allen Städten dem Deutschen Orden. Reval, das sich im Jahr vor dem Verkauf alle bestehenden und einigen neue Privilegien durch den dänischen König hatte bestätigen lassen, bekam nun durch den neuen Landesherrn sämtliche Privilegien zugesichert und konnte so seine rechtliche und autonome Stellung während des Wechsels noch ausbauen.
Reval, Teil des „Livländischen Drittels“ der Hanse, erhielt 1346 zusammen mit Riga und Pernau das Stapelrecht, was alle mit Russland Handel treibenden Kaufleute dazu verpflichtete, eine der drei Städte anzulaufen und für einen Zeitraum von 3-8 Tagen seine Waren auf dem Mark anzubieten. Mehrere exklusive Handelsrechte für die Revaler Kaufleute beendeten den bis dahin für jeden offenen Freihandel in der Stadt. Die bisher wichtigste Handelsstadt der Ostsee, Wisby, konnte sich von der Plünderung durch den dänische König 1361 und den darauf folgenden Kriegsjahren nicht wieder zu seiner vorherigen Vormachtstellung erholen und als zur Jahrhundertwende auch die Vitalienbrüder aus der Ostsee verbannt werden konnten, war Reval die wichtigste Stadt des hansischen Osthandels.
Der Russlandhandel blieb allerdings nicht immer ungetrübt. Nach mehreren unsicheren Jahren brach 1471 der Handel mit Nowgorod durch Angriffe der Moskauer ganz ab und 1478 wurde das bis dahin unabhängige Fürstentum von den Moskauern endgültig erobert. Das Großfürstentum Moskau führte auch Krieg gegen Livland, mit dem es nun eine gemeinsame Grenze besaß. Der Einfall der Moskauer Russen in Livland 1481 brachte der von Flüchtlingen überfüllten Stadt einen schweren Pestausbruch. Weitere schwere Seuchenjahre der Stadt waren 1464, 1495/96 und 1519/20. Nach einer kurzen Friedensperiode, in der das Nowgoroder Handelskontor wiedereröffnet und erneut geschlossen wurde, folgte 1501-1503 ein erfolgreicher Kriegszug des Deutschen Ordens gegen Moskau, an den sich ein bis 1558 dauernder Friede anschloss.
Die Kriege mit den Moskauer Russen brachten für Livland und Reval schwere Verluste an Wirtschaft und Bevölkerung. Erst 1514 gelang die erneute Errichtung einer Handelsbeziehung der livländischen Städte Reval und Dorpat mit Nowgorod, die zu einer neueren wirtschaftlichen Blüte bis in die 50er Jahre führte.
Die Reformation erreicht Reval in den 1520er Jahren. Ihren endgültigen Durchbruch erlebte sie, als sich im Juli 1524 Vertreter der livländischen Städte und Ritter im Revaler Rathaus versammelten und beschlossen, bei der protestantischen Lehre zu bleiben und sie mit allen Mitteln zu verteidigen. Im September des gleichen Jahres kam es zu einem Bildersturm, dem drei Kirchen zum Opfer fielen. Die Verluste blieben dabei verhältnismäßig gering, da der Rat bereits am nächsten Tag die öffentliche Ordnung wieder herstellen konnte und für die Rückerstattung der geraubten Kunstschätze sorgte. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Reformation in Livland und auch in Reval unblutig erfolgte. Am 9. September 1525 wurde die neue Lehre in Reval „amtlich“ durch der Erlass einer lutherischen Kirchenordnung seitens des Rates und der Gilden.
Die restliche Zeit der Ordensherrschaft war von inneren und äußeren Streitigkeiten geprägt, bis Moskau bei seinem Einfall 1558-1561 den Deutschen Orden in Livland besiegte. Reval wandte sich an Schweden als Schutzmacht, womit eine bis 1710 anhaltende schwedische Herrschaft in der Stadt begann.
Mittelalterliche Stadttopographie
(Zur Stadttopographie im folgenden vgl. NOTTBECK, EUGEN VON / NEUMANN, WILHELM: Geschichte und Kunstdenkmäler der Stadt Reval, Bd. 2: Die Kunstdenkmäler der Stadt, Reval 1904, Nachdruck Hannover 1973, S. 60-100; JOHANSEN, PAUL / MÜHLEN, HEINZ VON ZUR: Deutsch und Undeutsch im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Reval, Köln-Wien 1973, S.56-125; zur Kirchenstruktur zusätzlich VÖÖBUS, ARTHUR: Studies in the History of the Estonian People with Reference to the Aspects of social Conditions, in particular, the Religions and spiritual Life and the educational Pursuit, Bd. 1, Stockholm 1969.)
Reval war unterteilt in zwei rechtlich geschiedene Teile, den Domberg, auf welchem der Bischof, der Vertreter des Landesherrn, des Deutschen Ordens, und die Vertretung der Ritterschaft saßen, und die Unterstadt, in welcher das Gros der Stadtbevölkerung, Handwerker und Kaufleute lebten. Die Stadt war dem Landesherrn gegenüber unabhängig. Es waren lediglich geringe jährliche Zahlungen an Zins und Pacht gegenüber dem Orden zu leisten und im Falle eines feierlichen Einzuges in die Stadt musste sie dem Landesherrn huldigen. In Rechtsfragen wandte sich die Stadt an Lübeck.
Der Bischof war allein geistlicher Hirte und kein Landesherr. Seine Besitz bestand aus Tafelgütern in der Diözese und mit dem Verlust seines Episkopalrechts an die Stadt Reval durch das lübische Stadtrecht war er dieser gegenüber auch seiner geistlichen Machtstellung beraubt. Der Bischof von Reval war auch während der Ordenszeit Suffragan des Erzbischofs von Lund, welcher in dieser Zeit jedoch keinen Einfluss auf die Bischofswahl hatte. Das Domkapitel war mit vier Domherren ausgesprochen klein und als Einkünfte stand ihm lediglich fromme Stiftungen und einige Dörfer in der Revaler Umgebung zur Verfügung. Auf dem Domberg befanden sich neben dem Dom, dem Vertreter des Deutschen Ordens und dem Sitz der v.a. harrisch-wierischen Ritterschaft nur noch eine kleine Bevölkerung von Handwerkern und Dienern.
Die Unterstadt nahm für ihre verhältnismäßig kleine Fläche (An ihrer längsten Nord-Süd-Achse maß die Stadt etwa 1km, in der Breite weniger als 700m) eine recht große Anzahl an Menschen auf. Es sind aus der Ordenszeit keine Einwohnerzahlen für die ganze Stadt vorhanden, aber für die Unterstadt existiert eine Schoßliste von 1538, welche rund 800 Personen umfasst, was mit Vergleich zu späteren Einwohnerlisten und nach vorsichtiger Spekulation wohl eine Bevölkerungszahl von etwa 5000 Einwohnern annehmen lässt. Für die Domstadt steht das Wackenbuch von 1575 zur Verfügung, mit dessen Hilfe sich etwa 1000 Personen zusammen mit Dom, Ordensschloss und anwesenden Vasallen vermuten lassen. Die Vorstädte werden nach ihrer Größe in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf etwa 700 Bewohner geschätzt, was für die gesamte Stadt Reval zu dieser Zeit eine etwaige Bevölkerungszahl von 6700 Einwohnern ergibt.
Frühere Schätzungen dürften noch ungenauer sein. Eine Schoßliste von 1372 führt rund 650 Schoßpflichtige auf. Wenn man sich die Vereinfachung erlaubt und die spätere Bevölkerungsschätzung für dieses Jahr anteilig herunterrechnet, dann ergäbe dies zusammen mit der Domstadt eine Bevölkerung von vielleicht knapp 5000 Einwohner (die Vorstädte existierten zu dieser Zeit noch nicht). Damit gehörte Reval zu den mittelgroßen europäischen Städten, weit ab von Größenordnungen wie etwa 40.000 Einwohner in Köln, Wien und Prag, oder 20.000 Einwohner wie in Lübeck, Nürnberg, Bremen oder Danzig. In seiner Bevölkerungszahl vergleichbar war Reval eher mit Städten wie Göttingen, Hildesheim oder Stockholm, wobei die Zahlen durch Konjunktur, Kriege und Seuchen auch stark schwanken konnten.
Die meisten Revaler Bürger waren deutsch, kamen, sofern sie nicht in Reval geboren wurden, aus dem Reich und während des ganzen Mittelalters bildete Lübeck die Durchgangsstation und gelegentlich auch die Heimatstadt für kommende Revaler Neubürger. Die Fernhandel treibenden Kaufleute bildeten über die Hansestädte verteilt ein dichtes soziales Netz, häufig auch durch Verwandtschaftsgrade, sodass es nicht verwunderlich ist, wenn sich eine Familie gleichzeitig in Reval, Lübeck und anderen Hansestädten befunden hat. Eine Untersuchung der in Revaler Bürgernamen des 14. Jahrhunderts vorkommenden Ortsbezeichnungen ergab, dass sich etwa die Hälfte aller Ortsnamen im rheinisch-westfälischen Raum wiederfinden lassen, die andere Hälfte setzt sich hauptsächlich aus dem gesamten norddeutschen Raum zusammen.
Das soziale Leben der Stadt wurde neben der Verwandtschaft oder der Nachbarschaft zu einem wesentlichen Teil durch die Berufsgruppen, die Zünfte und die drei Gilden, der Kinder- oder Großen Gilde, der Kanuitgilde und der Olaigilde bestimmt, wobei mit der Regelung der Geselligkeit innerhalb dieser Genossenschaften eine halb berufliche, halb private Sphäre geschaffen wurde. Die Gilden waren als kirchliche Korporationen gegründet, vereinigten aber bald unter sich die angesehenen Berufe und Zünfte und hatten, ähnlich den Zünften, wichtige soziale Funktionen. In ihnen wurden Beerdigungen und Hochzeiten ihrer Mitglieder gemeinsam begangen, man veranstaltete gesellige Malzeiten und Tanzfeste, legte Regeln für gutes Benehmen fest (bei Verstoß gingen genau angegebene Geldstrafen in die Gildenkasse) und half sich gegenseitig in Unglücksfällen. Die Gilden unterhielten eigene Altäre und so genannte Tafelgilden zur Speisung der Armen.
Ein strenges soziales Unterscheidungsmerkmal bildete die Nationalität (Hier nicht im modernen Sinne zu verstehen, sondern, einfach gesagt, allein als Herkunftsland). Die Stadt setzte sich im Wesentlichen aus drei Nationalitäten zusammen, aus Deutschen, Schweden und Esten (die sog. Undeutschen), und die Schoßliste von 1538 ergibt folgendes Bild: Etwa ein Fünftel der schoßpflichtigen Bevölkerung scheint schwedisch gewesen zu sein, die restlichen vier Fünftel jeweils zur Hälfte deutsch und estnisch. Von ihrer sozialen Rangordnung her dürfte die gesamte Oberschicht und mehr als die Hälfte der Mittelschicht aus Deutschen bestanden haben. Der Rest der Mittelschicht setzt sich zu etwa einem Viertel aus Schweden und einem Fünftel aus Esten zusammen. Die Unterschicht bestand zu drei Vierteln aus Esten und, von vereinzelten Deutschen abgesehen, zum Rest aus Schweden. Die sozialen Schichtungen richten sich in diesem Falle nach der Schoßzahlung und der Wohnsituation.
Nur sehr vorsichtig lässt sich die nationale Zusammensetzung auf dem Domberg beurteilen, da die Hauptquelle, das Wackenbuch von 1575, aus der Zeit der schwedischen Herrschaft stammt. Mit dem Wechsel des Landesherrn wird auch ein Wechsel in der Zusammensetzung der Bevölkerung Domstadt, dem Sitz des Landesherrn, einhergegangen sein, zumal bei den im Wackenbuch aufgeführten Namen vielen schwedischen nicht auszuschließen ist, dass die schwedischen Schreiber deutsche Namen schlicht in schwedischer Form niederschreiben. Für die Ordenszeit kann dennoch angenommen werden, dass sich die Oberschicht nahezu komplett aus Deutschen, die Unterschicht größtenteils aus Esten zusammensetzte. Weitere Vermutungen sind kaum möglich.
Die zwei Kirchspiele der Unterstadt entsprechen zwei verschiedenen städtischen Keimzellen. Zum einen ist der südliche Stadtteil charakterisiert durch den Alten Markt und den von ihm sternförmig abführenden Straßen. Hier auf der Höhe des Verbindungsweges zum Domberg bestand vermutlich bereits ein estnischer Handelsplatz, der in seiner Infrastruktur von den 200 gerufenen deutschen Kaufleuten übernommen wurde. Die für diesen Stadtteil zuständige Pfarrkirche, St. Nikolai, findet ihre erste urkundliche Erwähnung 1316, geht aber wahrscheinlich auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück und ist mit Sicherheit eine Gründung der deutschen Kaufleute.
Zum anderen ist der lang gezogene nördliche Stadtteil durch die Langstraße bestimmt, der Hauptverbindungsstraße zwischen Hafen und Domberg, an der sich v.a. schwedische und russische Kaufleute niederließen. Die dortige, weit im Norden der Stadt befindliche Pfarrkirche ist St. Olai, erstmals erwähnt 1267, als die dänische Königin Margarethe ihr Parochialrecht über die Kirche dem Revaler Zisterzienserinnenkloster zu St. Michael überlässt. Wie weit der Ursprung dieser Kirche in die Vergangenheit zurückreicht, ist unbekannt, es kann aber angenommen werden, dass sie entweder eine Gründung des dänischen Königs oder schwedischer Kaufleute ist, die wahrscheinlich schon vor der Stadtgründung hier einen Handelsplatz besaßen. Nach dem großen Stadtbrand 1433, der das Mönchskloster, St. Olai, die Münze und einen Teil des Marktplatzes verwüstete, ging die Kirche in den Besitz der Stadt über. Dass der nördliche Stadtteil eine ursprünglich von Fremden besiedelte Gemeinde war, zeigt auch die russische Kirche, die unweit von St. Olai stand. Beide Stadtteile wurden 1265 auf Befehl der dänischen Königin Margarethe zusammengefügt und mit einer Stadtmauer umgeben.
Innerhalb der Stadtmauer befinden sich zwei Klöster: Eines der Dominikaner und eines der Zisterzienserinnen. Das Dominikanerkloster zu St. Katharina wurde wohl 1229 auf dem Domberg gegründet, wurde aber 1246 in der Stadt neu begründet und unterhielten enge Verbindungen zu den skandinavischen Dominikanern. Es erfreute sich Zeit seines Bestehens großer Beliebtheit seitens der Bürger, was sich in starkem materiellem Wachstum durch Schenkungen und Stiftungen äußerte. Die Dominikaner kamen durch ihre Predigertätigkeiten immer wieder in Konflikt mit dem Bischof und zur Reformation in schwere Auseinandersetzungen mit der Stadt, welche 1523 mit der Ausweisung der Mönche aus der Stadt endeten.
Das Zisterzienserinnenkloster wurde wahrscheinlich 1249 vom dänischen König gegründet. Die Kirche war St. Michael geweiht und gehörte zusammen mit der Klosteranlage erst mit einer Erweiterung der Stadtmauer zur inneren Stadtstruktur. Das Kloster war vom dänischen Königshaus sehr reich mit Privilegien ausgestatten, erwarb schon früh große Liegenschaften und war größtenteils mit Adligentöchtern besetzt, was seine relativ schlechten Beziehungen zur Stadtbevölkerung erklärlich macht. Nach der Reformation wurde es in eine weibliche Erziehungsanstalt umgewandelt.
Neben den ansässigen Klöstern hatten einige auswärtige Klöster einen Hof in Reval. Der Hof der Zisterziensermönche Dünamünde (später Padis) wird zwar erst 1280 erwähnt, existierte aber wohl schon seit der ersten Dänenherrschaft. Direkt daneben lag der Hof der gotländischen Zisterzienser aus Roma und diesem gegenüber lag der Hof der Zisterzienser aus Falkenau bei Dorpat auf einem Grundstück, das ihnen 1259 geschenkt wurde.
Im Jahre 1316 wir erstmals die zu St. Olai gehörige Heilig-Geist-Kapelle erwähnt, die schon früh den Rang einer fast eigenständigen Kirche hatte und vor allem von den städtischen Undeutschen besucht wurde. Zu ihr gehörte das nach römischem Muster erbaute Heilig-Geist-Spital für Alte und Kranke. Weit älter war das Johannisspital, das 1237 zuerst erwähnt wurde. Es wurde als Leprosium errichtet und nach dem Verschwinden des Aussatzes als Siechenhaus weitergeführt.
Außerhalb der Stadtmauer, vor der Schmiedepforte, befand sich mit einem Kirchhof versehen die Barbarakapelle, die zu St. Nikolai gehört und deren Errichtung auf die 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts geschätzt wird. Die Kapelle existiert heute nicht mehr, vermutlich wurde sie bereits 1570/71 bei russischer Belagerung zerstört. Ebenfalls außerhalb, in der Nähe des Hafens vor der großen Strandpforte, befand sich die für Schiffer und Reisende erbaute Gertrudenkapelle. Ihr Bau wurde 1438 gestattet, 1570 jedoch wurde sie bei einem Brand zerstört. Auf den Tönnis(Antonius)berg stand die Antoniuskapelle, deren ursprünglicher Zweck nicht mehr rekonstruierbar ist.
Der 1407 begonnene Bau des Augustinerklosters St. Brigitten zu Marienthal war spätestens zu seiner Weihe 1436 beendet, wobei dem Kloster bereits 1411 die Augustinerregel verliehen wurde und bereits 1412 ein Tochterkloster in Lübeck gründete . Die Gründer waren drei Revaler Kaufleute, welche später in den Konvent eintraten. Das Kloster befand sich nahe am Meeresufer 4 km nordöstlich der Stadt an der Grenze zur Stadtmark und wurde 1435 das erste Mal in einem Revaler Testament bedacht. Es diente der Aufnahme von Personen beiderlei Geschlechts, jedoch überwogen die Frauen, meistenteils Bürgertöchter, was sich an der vorstehenden Äbtissin bemerkbar machte. Das Kloster wurde bei einer zweimaligen russischen Belagerung 1575 und 1577 zerstört.
Geschichte bis zur Neuzeit
1549 erhält die Olaikirche einen gotischen Turm mit einer Höhe von 159 Metern; zu dieser Zeit außergewöhnlich, bis zum Brand von 1629 bleibt er das höchste Gebäude der Welt. Heute ist er nach einem Wiederaufbau im 19. Jh. nur noch 123,7 Meter hoch.
1561 wird die Stadt schwedisch. Die Schweden reduzieren nach und nach die Vorrechte der Deutschen, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie es die Esten im Hinblick auf den Status der Bauern in Schweden zunächst erhofften.
Infolge des Großen Nordischen Krieges fällt Reval 1721 an Russland. Peter der Große setzt die alten deutschen Ratsgeschlechter wieder vollständig in ihre ursprünglichen Positionen, in den nächsten zwei Jahrhunderten werden die Rechte der Stadtregierung peu à peu wieder zurückgesetzt.
1918 schließlich wird die Stadt, die fortan Tallinn heißt, Hauptstadt des unabhängigen Estlands. Die eigentliche Unabhängigkeit wird im Freiheitskrieg (1918-1920) erkämpft und durch den Friedensvertrag mit dem sowjetischen Russland gekrönt.
Ein geheimes Zusatzprotokoll zum Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt (im August 1939) macht den Weg für die Okkupation und Annexion Estlands durch die Sowjetunion frei. Die deutschbaltische Bevölkerung wird vom Tallinner Hafen aus auf Befehl Hitlers in den neuinstallierten Reichsgau Wartheland umgesiedelt. Nach der sowjetischen Okkupation im Juni 1940 wird die Estnische Sozialistische Sowjetrepublik ausgerufen, deren Hauptstadt bleibt Tallinn. Es beginnen die ersten Deportationen der estnischen Bevölkerung - insbesondere der politischen und kulturellen Elite - nach Sibirien und Nordrussland.
1941 besetzt die deutsche Wehrmacht Tallinn. Hitler verfolgt das Ziel, Estland dem Deutschen Reich anzugliedern. Die von den Esten erhoffte Wiederherstellung der Unabhängigkeit erfolgt nicht. Dennoch beteiligen sich viele junge Esten am Vormarsch der Deutschen gen Osten und nehmen an Vernichtungsaktionen teil. Die jüdische Bevölkerung Tallinns und Estlands wird nahezu gänzlich ermordet.
Während des Krieges bleibt der Charakter der Altstadt trotz Bombardierungen durch sowjetische Luftwaffe gegen die in und um Tallinn stationierten deutschen Truppen erhalten. Die Wehrmacht wird bis Ende 1944 aus Tallinn und Estland zurückgedrängt und die sowjetische Herrschaft wiederhergestellt.
Nach 51 Jahren wird Tallinn am 20. August 1991, zur Zeit des Moskauer Putsches, erneut zur Hauptstadt eines unabhängigen Estlands, das kurz darauf der UNO beitritt. Seit 2004 ist Estland auch Mitglied der EU und der NATO.
Tallinn wird nicht zuletzt dank der konsequenten Abfallwirtschaft, strenger Gesetze und guter Pflege auch als sauberste Stadt Europas bezeichnet.
Einwohnerentwicklung
- 1934 - 137.792
- 1959 - 281.714
- 1970 - 369.583
- 1979 - 441.800
- 1989 - 499.421
Religion
Tallinn ist Sitz des Konsistoriums und des Erzbischofs der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche.Tourismus
Sehenswürdigkeiten
Die Stadt hat eine schöne mittelalterliche Altstadt mit Stadtmauer und Türmen, die 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Das Zentrum bildet der Rathausplatz (estn.: Raekoja plats), der von dem 1322 erstmals erwähnten gotischen Rathaus und anderen stattlichen Gebäuden umschlossen wird. Von der öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform des Rathauses bietet sich ein hervorragender Blick über Stadt, Hafen und Meerbusen. Das Wahrzeichen Tallinns - die Figur des Stadtknechts "Alter Thomas" (estn.: Vana Toomas) - schmückt seit 1530 die Turmspitze.Gegenüber befindet sich die Ratsapotheke (estn.: Raeapteek), 1422 erstmals erwähnt und damit eine der ältesten Apotheken der Welt.
Sehenswert sind weiterhin die Nikolaikirche (estn.: Niguliste kirik), ein schönes Beispiel der im 13. Jahrhundert verbreiteten "Kaufmannskirchen" (der Dachstuhl der Kirche diente als Warenlager), die Hl. Geist-Kirche (estn.: Pühavaimu kirik) mit ihrem spätmittelalterlichen Flügelaltar des Lübecker Meisters Hermen Rode und einem Fragment des Totentanzgemäldes von Bernt Notke, die Olaikirche (estn.: Oleviste kirik), benannt nach dem norwegischen König Olaf II., der die Christianisierung Nordeuropas betrieb sowie die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale (estn.: Aleksander Nevski katedraal) mit ihren weithin sichtbaren Zwiebeltürmen, 1894-1900 als Sinnbild der Russifizierung Estlands erbaut.
Von der mittelalterlichen Burg auf dem Domberg (estn. Toompea loss) sind nur noch die nördliche und westliche Mauer sowie drei Türme erhalten, darunter der "Lange Hermann" (estn.: Pikk Hermann). Daneben befindet sich das repräsentative Schloss, dessen wesentliche Umbauten im 18. Jahrhundert von der russischen Zarin Katharina II. veranlasst wurden. Heute ist es Sitz von Parlament und Regierung.
Am Stadtrand befindet sich das Schloss Katharinental (estn. Kadriorg). Revals deutscher Friedhof Ziegelskoppel (estn. Kopli) auf der gleichnamigen Halbinsel nördlich der Altstadt, Schauplatz einiger Erzählungen von Werner Bergengruen (siehe unten), und der Friedhof der Grauen also der estnischen Bevölkerung auf der Fischermai sind leider keine Sehenswürdigkeiten mehr. Beide wurden in den 1960er Jahren in 'Parks' umgewandelt. Umfassungsmauern und Baumreihen lassen die frühere Nutzung noch erkennen, alle Grabsteine sind aber entfernt worden. Während in der Fischermai eine Inschrift an dem kürzlich restaurierten Eingangstor des Friedhofes wieder an die frühere Nutzung erinnert, lässt sich der Friedhof von Ziegelskoppel nur durch einen Vergleich alter und neuer Stadtpläne ausfindig machen.
Im Stadtteil Pirita nordöstlich des Stadtzentrums gibt es einen Yachthafen sowie einen ausgedehnten Sandstrand, der von einem Kiefernwald begrenzt wird. An warmen Sommertagen ist dort Partystimmung angesagt und der Strand deswegen oft sehr voll. Bei Joggern und Inlineskatern ist vor allem die Promenade zwischen Pirita und der Stadtmitte beliebt.
Eine idyllische Abwechslung bietet dagegen die dem Festland vorgelagerte Insel Naissaar in der Tallinner Bucht.
Den besten Ausblick auf die Stadt und bei guten Sichtverhältnissen sogar bis zur finnischen Küste bietet der Fernsehturm (estn. Teletorn) mit seiner Aussichtsplattform und dem Restaurant.
Einkaufen
In der Altstadt dominieren vor allem Souvenirläden sowie kleine Bekleidungsgeschäfte. In der neuen City nahe der Altstadt gibt es im Viru keskus, einem großen Einkaufszentrum, zahlreiche Bekleidungsgeschäfte von Sportartikeln bis hin zu Schuhen sowie kleinere Cafés und einen großen Supermarkt. Vor allem für Finnen ist Tallinn ein beliebter Einkaufsort, da die Preise in Estland moderater sind und die Verbindung zwischen Helsinki und Tallinn mit Schnellbooten weniger als zwei Stunden dauert. Größere Supermärkte sind in Estland jeden Tag bis um 23:00 Uhr geöffnet.Gastronomie
Die Altstadt von Tallinn bietet viele Restaurants wie auch Biergärten an. Im Sommer kann man an den verkehrsfreien Gassen draußen essen. Eine recht umfangreiche Liste Tallinner Restaurants findet man auf [LINK], das bekannteste ist das Mittelalterrestaurant Olde Hansa.Verkehr
Tallinn ist ein bedeutender Ostsee-Fährhafen (Verbindungen nach Helsinki, Stockholm, Åland und Sankt Petersburg). Daneben besitzt Tallinn einen internationalen Flughafen (Tallinn Airport), der rund vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist. Tallinn ist Estlands wichtigster Knotenpunkt des Straßenverkehrs. Das Eisenbahnnetz ist eher schwach ausgebaut, im internationalen Personen-Fernverkehr gibt es nur eine Verbindung nach Moskau. Der Verkehr zu anderen Städten in Estland wird größtenteils mit Linienbussen abgewickelt. Daneben betreibt die finnische Gesellschaft Copterline eine Hubschrauberverbindung nach Helsinki. Die Stadt ist durch den ÖPNV mit 4 Straßenbahnlinien, 8 Oberleitungsbuslinien sowie etlichen Buslinien sehr gut erschlossen.Bildung
In Tallinn befindet sich die Technische Universität Tallinn. Weitere dort ansässige Bildungseinrichtungen sind die- Pädagogische Universität Tallinn ab 18. März 2005 Tallinna Ülikool (TLÜ)
- Estnische Musikakademie
- Estnische Kunstakademie
- Estnische Verteidigungsakademie (?)
- Estnisches Theologisches Institut der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
- EBS (Estonian Business School) [LINK]
Sport
Während der Olympischen Spiele 1980 in Moskau wurden die Segelwettbewerbe vor Tallinn ausgetragen. Einige Einrichtungen, wie die Stadthalle, das olympische Hotel, die Post wie auch das Segelsportzentrum im Stadtteil Pirita, wurden für dieses Ereignis gebaut.Zu den ehemaligen olympischen Anlagen in Pirita (zehn Busminuten vom Stadtzentrum Tallinn) gehört der Yachthafen mit guter Infrastruktur für Fahrtensegler.
Söhne und Töchter der Stadt
- Evald Aav, Sänger, Komponist und Chorleiter
- Alexius II., Patriarch von Moskau und ganz Russland
- Fjodor Fjodorowitsch Andresen, russischer Maler
- Andrus Ansip, Premierminister und Vorsitzender der Estnischen Reformpartei
- Ants Antson, estnischer Eisschnellläufer
- Alexander von Benckendorff, russischer General
- Georg Dehio, deutscher Kunsthistoriker
- René Eespere, estnischer Komponist
- Jaan Ehlvest, estnischer Schachspieler
- Jakob de la Gardie, Heerführer in verschiedenen Diensten, Generalgouverneur von Livland
- Magnus Gabriel de la Gardie, schwedischer Feldherr und Staatsmann
- Robert Gernhardt, Schriftsteller, Maler, Zeichner und Karikaturist, lebte in Frankfurt am Main
- Dieter Hasselblatt, Hörspiel- und freier Romanautor
- Kristjan Järvi, estnischer Dirigent
- Neeme Järvi, estnischer Dirigent
- Piret Järvis, Mitglied von Vanilla Ninja
- Carmen Kass, Supermodel
- Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission
- Gerd Kanter, Leichtathlet und Silbermedaillengewinner bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2005
- Johannes Kirchner, deutscher klassischer Philologe und Epigraphiker
- Maarja Kivi, Ex-Mitglied von Vanilla Ninja
- Wolfgang Köhler, gilt mit Max Wertheimer und Kurt Koffka als einer der Begründer der Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie
- Otto von Kotzebue, deutschbaltischer Entdecker und Offizier der Russischen Marine
- Jaan Kross, estnischer Schriftsteller der Gegenwart
- Lenna Kuurmaa, Mitglied von Vanilla Ninja
- Nikolai Lopatnikoff, russisch-amerikanischer Komponist
- Alexei Fjodorowitsch Lwow, russischer Violinist und Komponist
- Hermann Marsow, lutherischer Theologe und Reformator von Livland
- Lennart Meri, früherer estnischer Staatspräsident
- Irene von Meyendorff, Schauspielerin
- Vladas Mikėnas, litauischer Schachspieler
- Tõnu Õim, estnischer Schachmeister, 9. und 14. Fernschachweltmeister
- Andres Oper, estnischer Fußballspieler
- Juhan Parts, Premierminister und Vorsitzender der rechtsliberalen estnischen Partei Res Publica
- Mart Poom, estnischer Fußballspieler
- Friedrich Karl von Prittwitz, kaiserlich russischer Generalmajor und Direktor der Militär- und Zivil-Ingenieure
- Gustav Friedrich von Rosen, livländischer General in schwedischen Diensten
- Alfred Rosenberg, NSDAP-Politiker und Ideologe des Nationalsozialismus
- Ingrid Rüütel, Ehefrau des estnischen Staatspräsidenten Arnold Rüütel
- Paul Felix Schmidt, estnisch-deutscher Schachmeister
- Thomas Johann Seebeck, Physiker
- Kuldar Sink, Komponist
- Katrin Siska, Mitglied von Vanilla Ninja
- Heinrich Stahl, deutschbaltischer Theologe
- Carl Gustaf Ströhm, deutscher Journalist
- Eino Tamberg, Komponist
- Harald Tammer, estnischer Gewichtheber und Leichtathlet, Olympiamedaillengewinner
- Graf Karl Wilhelm von Toll, General in der russischen Armee
- Tõnu Trubetsky, Punkrocksänger und Anarchist
- Edgar Valter, zeitgenössischer Kinderbuchautor, Illustrator und Karikaturist in Estland
- Elsa Wagner, deutsche Film- und Theater-Schauspielerin
Literatur
- Werner Bergengruen: Der Tod von Reval. Hamburg 1939, Arche-Verlag, Zürich 2003. ISBN 3716023248
- Kai U. Jürgens: »Die Spur ist die Mutter des Weges.« Tallinn und Kiel - Die Geschichte einer Städtepartnerschaft, Verlag Ludwig, Kiel 2006. ISBN 3-937719-44-X
- Jaan Kross: Das Leben des Balthasar Rüssow. Roman. DTV, München 1990, 1999. ISBN 3423125632
- Eugen von Nottbeck / Wilhelm Neumann: Geschichte und Kunstdenkmäler der Stadt Reval, Reval 1904, Neudruck Verlag Harro v. Hirschheydt Hannover-Döhren 1973. ISBN 3777709409
- Paul Johansen / Heinz v. zur Mühlen: Deutsch und Undeutsch im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Reval (= Ostmitteleuropa in Vergangenheit und Gegenwart 15), Böhlau Verlag, Köln-Wien 1973. ISBN 3412961728
Weblinks
- offizielle Seite der Stadt
- Touristische Informationen
- deutsche Informationen über Tallinn
- Verzeichnis der historischen deutsch-estnischen Straßennamens-Entsprechungen in Tallinn
- Fremdenverkehrsamt Estland, Lettland, Litauen - Baltikum Tourismus Zentrale
- Panoramisches Foto von Tallinn oldtallinn.com
- Bilder und Vorstellung der Stadt Tallinn estlandia.de
bat-smg:Talins nds:Reval rmy:Tallinn roa-rup:Tallinn simple:Tallinn udm:Таллин
Diskussion der Autoren über den Artikel: Tallinn
Zu viele Bilder?
Die Gastronomiesektion schaut bei mir ziemlich kaputt aus. Kenn mich mit den Stilelementen nicht so gut aus .. sind das einfach zu viele Bilder mit zu viel Text? Und was machen die Bearbeiten Buttons dort? Würds reparieren .. würds aber eher kaputter machen als es schon ist wenn ichs einfach versuchen würd :D --ChiLlBeserker 22. Mai 2005 (CEST)
Tallinn vs. Reval
Schlage vor, im Artikel den deutschen Stadtnamen Reval zu verwenden, wenn es nicht um Institutionen (wie die Universität oder Stadtverwaltung geht). Im Artikel zu Straßburg (ebenfalls eine Stadt, die einen deutschen Namen, aber keine deutschsprachige Bevölkerung/Regierung hat) wird vergleichbar verfahren, und es würde auch komisch wirken, im Fließtext dort permanent Strasbourg zu lesen. Einwände? --Dorthonion 11:20, 20. Mai 2005 (CEST)
- Einwände, Ja. :D
- Der Unterschied im Vergleich mit Straßburg ist dass Straßburg noch der ofizielle Deutsche Name der Stadt ist, Reval jedoch nicht. Der Name der Stadt ist auch im Deutschen offiziell Tallinn .. schon seit 1918, nur ist das noch nicht allzuvielen Leuten aufgefallen ;-) .. steht auch leider falsch in vielen nicht 100% vertrauenswürdigen Nachschlagewerken. Liegt aber vorallem daran, dass für die meisten Leute im Deutschsprachigen Raum wärend der Sowjetischen Herrschaft Tallinn/Reval nicht wirklich von irgendeiner Bedeutung war. Reval ist aber im normalfall nicht ein Name der im Deutschen noch verwendet wird .. nicht jedenfalls vom Großteil jener deutschsprachigen Personen die schon in Estland waren. Habe in Estland auch im Gespräch mit Deutschen und Österreichern Reval nie gehört oder verwendet. Auch in Regierungspublikationen aus Österreich und Deutschland ist Reval nicht zu finden. Auf Karten steht es oft in Klammern, daß hat aber nur den Zweck das Leute die Verbindung kapieren. Wenn es eine gute Karte ist halt :D .. Habe Reval auch schon öfters als "Hauptname" auf Karten gesehen .. hab aber auch schon Stalingrad auf Karten als Name der Estnischen Hauptstadt gesehen und Littauen als südlicher Nachbar Estlands.
- Reval hat historisch sehr wohl seine Bedeutung, aber in heute noch zu verwenden wäre wie wenn Holländer noch heute New York "Neu Amsterdam" nennen würden. Wenn man heutzutage nach Tallinn reist, auch aus dem deutschsprachigen Raum trifft man den Namen Reval erst in Estland in verschiedensten Namen von Hotellketten, Taxiketten, Restaurants und Keksen an.
- Auch sind Tallinn und Reval auch historisch nicht gegenseitig austauschbare Begriffe. Reval war nur die Unterstadt von Tallinn in welcher die Händler lebten, die Hansestadt. Die Oberstadt, Wohnsitz der Geistlichen, heute nur als Toompea bekannt galt historisch NICHT als teil Revals sondern als eigene Stadt. "Tallinn" jedoch ist alles was in der Region sitzt.
- Fazit - Reval ist sehr wohl ein Historisch wichtiger Name der im Artikel stehen sollte .. im normalen Gebrauch von "vertrauenswürdigen" Quellen ist der Name heutzutage aber nur dann, wenn es Quellen sind die mit Estland überhaupt keine Verbindung haben.
- --ChiLlBeserker 20. Mai 2005
- Habe festgestellt, dass es zu diesem Thema ja schon ganze "Bürgerkriege" und Edit-Wars gibt, von daher danke für den Hinweis an ChiLlBeserker. Das ist also eine Frage, die sich anscheinend auch über die anderswo diskutierten HK nicht einvernehmlich lösen lässt. Trotzdem: niemand hat ein Problem mit Mayence (das in Frankreich seit der Besetzung der Stadt durch die Franzosen offiziell so heisst (vgl. Mainz#Entwicklung des Stadtnamens). In meinem Gespräch mit Ex-Präs. Lennart Meri 2002 nutzte er selbst auf deutsch die Bezeichnung "Reval". Inwieweit der bei den Deutschen anzutreffende gewisse Übereifer, aus dem (verständlichen) Wunsch heraus, nicht als "revisionistisch" gelten zu wollen, die örtlichen Ortsnamen zu verwenden, dazu führt, dass wir hier ein wenig päpstlicher als der Papst (oder estnischer als die Esten) sind, mal dahingestellt. Aber sollten wir dann nicht auch Mailand ab jetzt Milano nennen? --Dorthonion 11:58, 23. Mai 2005 (CEST)
- Der Unterschied ist, dass Milano and Mailand der selbe Namen sind, nur in zwei verschieden Sprachen. Reval und Tallinn sind zwei von einander unabhängige Namen. Als Beispiel: Brünn für Brno scheint kaum veraltet und ist auch Meist in verwendung .. Pressburg für Bratislava auf der anderen Seite scheint komplett veraltet.
- Reval soll sehr wohl im Artikel genannt werden, ja .. und vor allem in der Geschichte der Stadt verwendet werden. Für Zeitgenössische Geschehen Reval zu verwenden ist eine Grundsatzfrage. Aber da sich die Meinungen da Spalten werden, sollte das verwendet werden, welches von akzeptierten Quellen verwendet wird. Hab kurz Mal nachgeschaut:
- Deutsche Botschaft in Estland: http://www.germany.ee/de/de/ - Verwendet eindeutig Tallinn.
- Estnische Botschaft in Deutschland: http://www.estemb.de/lang_6... - detto
- Duden: Hab schnell Mal nachgeschlagen .. "Tal|linn: Hauptstadt von Estland." " Re|val: früherer deutscher Name von → Tallinn."
- Brockhaus: ".. Fläche 45 227 km2 Einwohner (2002) 1,361 Mio. Hauptstadt Tallinn Verwaltungsgliederung .." .. Bei der Tschechischen Republik zum Beispiel steht als Hauptstadt Prag.
- Lufthansa: "Tallinn" .. "Warschau"
- Austrian Airlines: "Tallinn" .. "Warschau"
- Flughafen Berlin Tegel: "Tallinn" .. "Warschau"
- Deutscher Bundestag: http://www.bundestag.de/ .. verwendet Tallinn. Habe eine Suche nach Reval gemacht .. ein Zitat aus einer Rede .. "...Ganz im Sinne Georg Dehios, des berühmten Kunsthistorikers aus Reval, dem heutigen Tallinn..."
- Österreichisches Parlament: http://www.parlament.gv.at .. Keine Ergebnisse für eine Suche nach Reval. Einige für Tallinn
- Europäische Union: http://europa.eu.int .. Hat in der Deutschen Version Tallinn als Hauptstadt Estlands. Prag für die Tschechische Republik, Warschau für Polen, ...
- Daß einige - vor allem ältere - Personen noch Reval im Deutschen verwenden kann schon sein. Was jetzt "besser" ist lässt sich diskutieren, Fakt ist jedoch, dass Tallinn die richtige Bezeichnung ist, Tallinn ist die bezeichnung welche man als Estnische Hauptstadt im Duden findet. Soll jetzt nicht bedeuten, dass es nicht akzeptabel ist Reval im Alltagsleben zu verwenden .. in einem Nachschlagewerk jedoch sollte man für Zeitgenösische Sachen aber das nehmen, was als "richtig" gilt. Was bei Straßburg anders ist - Straßburg habe ich im Duden unter dem Französischen Namen überhaupt nicht gefunden.
- Ein besseres Gegenbeispiel als Straßburg ist Istanbul/Konstantinopel. Egal was da Historisch geschehn ist .. Man wird meist verstanden werden, wenn man Konstantinopel sagt .. Istanbul wird aber meist leichter zu verstehen sein. Konstantinopel wird im Artikel zu Istanbul sehr wohl erwähnt .. bei jeder zeitgenössischen deutung auf die Stadt jedoch nicht.
- Und auch im allgemeinen - mit Ausnamen - jener Begriff welcher verwendet und gelehrt wird. Auch Laut meinem ersten Estnischen Lehrbuch, welches ein Deutscher Druck war.
- --ChiLlBeserker 23. Mai 2005
Ich möchte euch nahelegen, diese Diskussion zu beenden und sich dafür zu einigen, dass man im historischen Kontext von Reval sprechen kann, für die Stadt heute aber Tallinn. --Filzstift Filzstift 07:18, 24. Mai 2005 (CEST)
- Schließe mich dieser Meinung an. Übrigens ist Reval KEIN DEUTSCHER NAME. Sowohl Reval als auch Tallinn sind estnische Bezeichnungen. Reval ist einfach ein historischer Name für die Stadt. Mit deutsch oder nicht deutsch hat dies absolut nichts zu tun. Gruß Juhan 15:17, 23. Jul 2005 (CEST)
- Habe die letzte Version nocheinmal geändert. Reval kommt aus dem Estnischen, ja .. von Rävala, was aber nicht eine Bezeichnung für die Stadt war sondern für die Region in der die Stadt liegt (ich *glaube* dass Rävala circa dem heutigem Harjumaa entsprach, bin mir da aber wirklich nicht sicher) .. als bezeichnung für die Stadt selbst ist Reval sehr wohl "deutsch" - ähnlich wie "Wien" als deutscher Name gehandelt wird, auch wenn der Name vom Lateinischen für "guter Wein" kommt ChiLlBeserker 15:59, 6. Sep 2005 (CEST)
Längenzeichen
Kann man nicht einen Kompromiss bzgl. des Längenzeichens machen? Z.B. Tallinn (estn. Ta...inn (mit dem entsprechenden Sonderzeichen))? Gibt sicher mehrere Leute, deren Browser das nicht hinbekommt und die sich nicht extra irgendwelche Sachen runterladen wollen. Horst
- Wofür ist das überhaupt gut? Bei mir steht da ein Kasten. Soll vermutlich nicht so? Warum nicht Lautschrift in Klammern, wie bei anderen Artikeln? Stern 20:20, 29. Mär 2004 (CEST)
- ack! Zum Namen gehört es (mit blick auf die estnische Version) jedenfalls nicht. Kann das nicht einfach weg? TheKTheK 00:34, 16. Aug 2004 (CEST)
Ich bin kein Experte, daher die vorsichtige Frage: Nach meinen Informationen trat Tallinn 1284 dem Bund Norddeutscher Städte bei, welcher dann in die Hanse mündete, die nach Wikipedia erst 1356 offiziell gegründet wurde. 1343 rief jedoch zuvor die Sankt-Georgs-Nacht die Dänen auf den Plan, welche 1345 die Stadt an den Deutschen Orden verkauften, diese wiederum ein Jahr später an den Livländischen Orden. Soweit mein Blick in den Reiseführer... --Gintara 23:26, 26. Jun 2004 (CEST)
verwaiste Bilder
Beim Durchforsten der verwaisten Bilder habe ich :Bild:Tallin fassaden.jpg und :Bild:Tallin blick daecher.jpg gefunden. Falls diese nicht mehr gebraucht werden, bitte auf Wikipedia:Löschkandidaten/Bilder eintragen. --Raymond 16:43, 13. Jul 2004 (CEST)
- Das kann man ja wohl als erledigt betrachten.
Fehler in der Geschichte?
Kann es sein, dass sich hier ein Fehler eingeschlichen hat was die Geschichte der Stadt betrifft? Der Satz "1346 wurde Reval an den Deutschen Orden verkauft, ein Jahr später an den Schwertbrüderorden." ist nach meiner Ansicht falsch. Der Deutsche Orden blieb anscheinend nach 1346 längere Zeit im Besitz der Stadt. Der Schwertbrüderorden war vorher irgendwann mal kurz im Besitz der Stadt, hat sie aber sicher nicht dem Deutschen Orden abgekauft. Oder? --Alkibiades 20:59, 30. Jul 2005 (CEST)
Reval ist nicht deutsch!
Hallo! Ich möchte noch einmal betonen, dass Reval kein deutscher Name ist, sondern schlicht ein historischer estnischer, der sich von der alten Bezeichnung der Region, Rävala, ableitet. Gruß Juhan 13:15, 8. Sep 2005 (CEST)
- Eben das, die Region. Man kann Reval aber nicht einen alten Estnischen Namen für die Stadt nennen, da die Stadt in Estnischen zu keinem Zeitpunkt Reval (oder Rävala) war. Vielleicht könnte man es umformulieren auf "früher Reval im Deutschen" oder ähnliches? Find ich persönlich aber sinnlos, da die meisten Städtenamen in allen Sprachen einen Ursprung irgendwo anders haben. Berlin zum Beispiel ist im Estnischen "Berliin" .. Berliin mit dem doppel-I würd ich den Estnischen Namen für Berlin nennen, auch wenns klar ist das der Begriff nicht aus dem Estnischen kommt. Englisch besteht aus 80% Französischen, 10% Anglo-Sächsischen und 10% Keltischen Wörtern .. kann man deshalb nicht von "Englischen Wörtern" reden? Helsinki nennt man ja auch den Finnischen Namen für die Stadt, auch wenns vom Schwedischen Helsingfors kommt. Sprachen sind lebendige Sachen die sich immer gegenseitig Wörter and Namen stibitzen, also macht der Estnische Ursprung des Namens ihn nicht "undeutsch".
- Reval ganz aus der Ersten Zeile entfernen würd auch keinen Sinn machen, einfach weil historisch international Reval viel zu verbreitet war um den zusammenhang zwischen den Namen "Tallinn" und "Reval" unbedeutend zu machen. Bin zwar ein *sehr* starker verfechter des Namens Tallinns (wie man in obrigen Postings sehen kann), aber finde nicht dass man als verfechter dieses Namens mehr als den jetzigen Kompromiss zu wollen hat. Bei Istanbul steht schliesslich auch Konstantinopel in der ersten Zeile. ChiLlBeserker 16:17, 9. Sep 2005 (CEST)
- Tallinn hieß damals in allen Sprachen Reval, nicht nur im Deutschen. Bis 1918 war dies der amtliche Name. Es ist also genauso eine Umbenennung wie bei Istanbul. Und Konstantinopel ist noch lange kein deutscher Name der Stadt, nur weil er in Deutschland (auch) verwendet wurde. Gruß Juhan 20:28, 12. Dez 2005 (CET)
"Über den Dächern"-Bild
Hallo! Ich hatte kürzlich die Bebilderung etwas aufgeräumt und statt dreier qualitativ eher schlechter Bilder das meiner Meinung nach in der Wikipedia beste verfügbare Bild eingefügt (nebenbei als "exzellent" ausgezeichnet). Nun scheint Juhan nun aber doch lieber sein eigenes Bild in dem Artikel haben zu wollen, obwohl man, wie ich finde, nur wenig erkennen kann. Ich plädiere für das Wiedereinfügen des exzellenten Bildes. Ich schreibe das hier um ein Hin-und Hergelösche und -eingefüge zu vermeiden. Danke, Fragwürdig 19:22, 8. Sep 2005 (CEST)
- Stimme dem zu. Tallinn.02 ist definitiv die viel "typischere" Sicht auf Tallinn. Der hässliche Hinterhof ist da "egal" für mich - wichtig ist die lange Reihe der sichtbaren Befestigungen und der Blick auf Oleviste Kirik. Wobei ich das andere Bild im Prinzip nicht schlecht finde, da es einerseits das Rathaus zeigt was meiner Meinung nach das unikalste Gebäude Tallinns ist, und gleichzeitig auch einen Blick auf die "neueren" Teile der Innenstadt Tallinns gibt. Nur gibt es nicht wirklich einen guten Überblick von dort aus, ein Bild von Oleviste aus wäre dafür vielleicht besser.
- Wieso nur? Das ist doch hübsch. Rein damit! Fragwürdig 08:34, 13. Sep 2005 (CEST)
- Perfekt! Auf meinem Foto war das Wetter wirklich ungünstig, aber es war mein letzter Tag in Tallinn und als es nachmittags schöner wurde konnte ich nicht nochmal auf den Aussichtspunkt. Das jetzige Bild ist das beste. Gruß Juhan 19:17, 20. Sep 2005 (CEST)
Representative Church / Kirche / Kirik
Apologies, as my English is much better than German. Alexander Nevsky Cathedral, beautiful as it is by itself, was built at the turn of the 19th and 20th century and is about as representative of (Old) Tallinn as the beautiful grand mosque by Regent Park is representative of the history and architecture of London. The picture of the Regent Park mosque is not featured in Wikipedia article on London, so for the sake of consistency and common sense, I replaced the pic of ANC with that of St. Olav's Church (Olaikirche, Oleviste kirik). Cheers, --3 Löwi 15:40, 16. Okt 2005 (CEST)Your Picture ist really great! Thank you for placing it. But why did you cancel the other one? Why shouldn't there be pictures of both churches, as the ANC ist a great sight in Tallinn? Best regards, --Samum 21:04, 16. Okt 2005 (CEST)
- ANC is not part of Old (medieval) Tallinn. It is essentially a 20th century structure built by a foreign power, for purposes of a foreign religion, and also to make a strong political statement. Whether or not it is one of the top-5 sights in Tallinn now, is debatable, but then again, if one wants to see a mosque, why go see the one in London? If one wants to see an orthodox cathedral, why go see one in Tallinn? (As a courtesy, I moved you pic to the article about ANC). Cheers, --3 Löwi 15:57, 18. Okt 2005 (CEST)
Druckversion fehlerhaft
Diese Seite läßt sich in der Druckversion und InternetExplorer 6 nicht korrekt ausdrucken. (Die Bilder stehen vor dem Text.) Wer kann mir helfen.
Ist Reval nun deutsch oder estnisch?
In der estnischen WP steht: Siis ehitati kivilinnus ja võõramaalased hakkasid seda Rävala maakonna järgi nimetama Revaliks. Dabei könnte ich raten, daß "nimetama" deutsch bedeutet... Weiß das jemand genau? Ralf Roletschek 20:08, 30. Dez 2005 (CET)- Also, ich bin auch kein Este, aber laut diesem Artikel hier heißt "deutsch" auf estnisch "saksa". -- Gruß, Die.keimzelle 11:50, 3. Jan 2006 (CET)
- Das ist identisch mit finnisch.... warum soll nun nur Reval deutsch sein? Ralf Roletschek Ralf Roletschek 11:52, 3. Jan 2006 (CET)
- Siis ehitati kivilinnus ja võõramaalased hakkasid seda Rävala maakonna järgi nimetama Revaliks. bedeutet auf Deutsch:Dann wurde eine Burg aus Stein errichtet und die Fremdländer fingen an, nach dem Vorbild des Landkreises Rävala die Stadt Reval zu nennen. :P bin Estnisch-Übersetzer
Deutschland heißt auf Finnisch Saksa und auf Estnisch Saksamaa. Das Wort nimetama hat mit deutsch also nichts zu tun. Ich kann allerdings auch nur einige wenige Wörter Estnisch und dieses gehört nicht dazu. Zum Namen kann ich sagen, dass Reval nicht deutsch ist, sondern aus dem Estnischen kommt, bis 1918 der offizielle Name der Stadt war und in allen Sprachen verwendet wurde. Gruß Juhan 12:22, 5. Jan 2006 (CET)
- Also war ich richtig in der Annahme, daß der erste Satz wie er jetzt dasteht: Tallinn (historisch und deutsch auch Reval) ist die Hauptstadt von Estland. falsch ist. (Siehe Versionsgeschichte) - ich will mir dort nur keinen edit-war liefern, finde aber auch keinen Beleg. Jedenfalls kommt das Wort "deutsch" im estnischen Artikel zu Tallinn nicht vor. Ralf Roletschek Ralf Roletschek 12:48, 5. Jan 2006 (CET)
- wenn du die Versionsgeschichte richtig studiert hättest, könntest du sehen, das ich, als ich "deutsch auch" einfügte die Quelle dafür angegeben habe, nämlich Meyer TB Lexikon von 1995 worin steht: Reval (estn. Tallinn) Hauptstadt....pp Vielleich macht sich einer der Herren mal die Mühe, ansttatt hier rumzuspekulieren (Zitat.."kann ich sagen...", sorry das reicht mir nicht!)- in einem etymologischen Lexikon nachzuschlagen, wenn er was anderes behaupten möchte. Ich weiss auch nicht was dagegen sprechen soll, daß "Reval" eine Deutsche Bezeichnung ist, wenn dort Jahrhunderte lang Deutsch gesprochen wurde.WilhelmRosendahl 16:12, 5. Jan 2006 (CET)
- Gerade weil ich deine Bemerkung mit dem Lexikon bemerkt habe, war ich ja ratlos und wußte nicht, was denn nun richtig ist. Die jetzige Formulierung finde ich übrigens richtig gut :-) Ralf Roletschek Ralf Roletschek 17:14, 5. Jan 2006 (CET)
- schön dass hier mal jem. zufrieden ist :-) dann lassen wir das doch mal so (für drei bis vier wochen...) WilhelmRosendahl 17:11, 7. Jan 2006 (CET)
- Nein! nicht für ein paar Wochen, so wie du es geschrieben hast, ist es doch eindeutig und klar, das bleibt! Ralf Roletschek Ralf Roletschek 17:27, 7. Jan 2006 (CET)
- war doch nur ein kleiner Scherz :-) WilhelmRosendahl 19:06, 9. Jan 2006 (CET)
Ich bin auch dafür, dass der jetzige Einleitungssatz von WilhelmRosendahl bleibt! Gefällt mir sehr gut! Gruß Juhan 14:56, 28. Jan 2006 (CET)
- naja, fragt sich, obs im nichtdeutschsprachigen Raum nicht auch noch üblich war, von Reval zu sprechen ;) --Fristu Fristu 15:12, 28. Jan 2006 (CET)
Siis ehitati kivilinnus ja võõramaalased hakkasid seda Rävala maakonna järgi nimetama Revaliks. bedeutet soviel wie: Dann bauten sie eine Steinfestung und die Fremden/Ausländer benannten sie nach dem Rävala Kreis/Region Reval. Nur als Übersetzungshilfe... Gruß aus Estland ( Jõgeva ) --Eestlane 14:44, 21. Apr 2006 (CEST)
Geschichte
Die aelteste bekannte Name der Stadt ist Kolywanj (rus. Колывань) - seit 1154. in russischen Annalen.
- 1154 ist sehr wohl das Jahr der Ersten Nennung - jedoch nicht auf Russisch, sondern auf Arabisch - als al-Idrisi. Kolywanj ist wesentlich jünger wenn ich mich nicht irre. 213.47.9.209 20:11, 2. Okt 2006 (CEST)
Literaturangaben
Die zu Beginn der Abschnitte aufgeführten Literaturangaben sind etwas merkwürdig: Sie werden eingeleitet mit "vgl.", vergleiche, was üblicherweise auf eine abweichende, wenn auch ähnliche Darstellung hinweist, aber nicht auf eine Quelle. Wie ist das zu verstehen?
Falls es sich um Quellen handelt, wäre es besser, sie in einem Abschnitt "Quellen" aufzuführen und ggf. per auf sie zu verweisen. Falls es sich, so wie es formal aussieht, um Verweise auf ähnliche Darstellungen, aber nicht auf Quellen des Textes handelt, sollte die Literatur unter dem Unterpunkt "Literaturhinweise" aufgeführt werden. Oder handelt es sich womöglich um Zitate aus einem für gemeinfrei erachteten Werk? Dann müsste auch das klarer dargestellt werden. --Wikipeder 14:13, 13. Okt. 2006 (CEST)
Wirtschaft
Wie sieht es denn mit der Wirtschaft Tallinns aus? Ist die Stadt ländlich oder industriell geprägt oder nimmt der Dienstleistungssektor einen großen Raum ein? Welche Branchen sind typischerweise in Tallinn vertreten (Bsp. zum Vergleich -> Düsseldorf gilt als Stadt der Mode und Werbewirtschaft,...)? Sind international bekannte Unternehmen dort angesiedelt, vielleicht mit ihrem Hauptstandort? 145.254.111.5 13:35, 1. Nov. 2006 (CET)













