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Der Artikel Terrorismus gehört zur Kategorie: Terrorismus
Unter Terrorismus (von lateinisch terror: „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt bzw. Gewaltaktionen (wie z.B.: Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen (Definition nach Waldmann). Terrorismus ist keine militärische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie. Terroristen greifen nicht militärisch nach Raum (wie z.B. der Guerillero), sondern wollen das Denken besetzen.
Die Disziplin der Terrorismusforschung ist neueren Datums und hat bisher ebenfalls keine allgemeingültige wissenschaftliche Definition hervorgebracht. Der Begriff Terrorismus geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Terrorismus als eine politisch-militärische Strategie existiert seit etwa 30 Jahren. Erst die Verkopplung mit den Massenmedien macht den Terrorismus zu einer weltweit politisch-militärischen Strategie. Nach Bockstette kann Terrorismus wie folgt definiert werden: Terrorismus ist der nachhaltige und verdeckt operierende Kampf auf allen Ebenen durch die bewusste Erzeugung von Angst durch schwerwiegende Gewalt oder der Androhung derselben, zum Zweck der Erreichung eigener politischer Ziele. Dies geschieht unter teilweiser Nichtachtung von existierenden Konventionen der Kriegsführung. Hierbei wird versucht, höchstmögliche Publizität zu erlangen. Terrorismus kann ein Teil eines asymmetrischen Konfliktes sein und trägt einen Konflikt mit geringfügigen Ressourcen gegen eine deutlich überlegende Macht mit gewaltsamen Mitteln aus dem Untergrund aus. Oft proklamieren terroristische Gruppen für sich selbst, Guerilleros zu sein und einen Partisanenkampf mit unkonventionellen Methoden des Gewaltgebrauchs aufgrund ihrer militärischen Unterlegenheit führen zu müssen. Terroristen allerdings sind im Vergleich zu Partisanen normalerweise nicht in der Lage, eine direkte militärische Konfrontation zu überstehen und meiden diese, da sie dem Gegner anzahl- und ausrüstungsmäßig unterlegen sind. Terroristen setzen im Gegensatz zu Partisanen nicht auf die physischen, sondern schwerpunktmäßig auf die psychischen Folgen ihrer Anschläge.
Staatsterrorismus wird üblicherweise und umgangssprachlich zwar ebenfalls als "Terror" bezeichnet, ist aber nicht in der genannten Definition enthalten.
Personen und Gruppen, die Terrorakte verüben („Terroristen“ bzw. “Terrororganisationen“), werden oft zusammenfassend als „der Terrorismus“ bezeichnet (etwa in Begriffen wie „der internationale Terrorismus” oder „der linksradikale Terrorismus“).
Terrorismus ist weltweit verbreitet und ein aktuelles, aber keineswegs ein neues Phänomen (siehe Sikarier, Zelot, Assassinen, Thugs, im 19.Jh. die russischen Anarchisten Narodnaja Wolja, im 20. Jh. die Rassisten des Ku Klux Klan oder die Gruppen des Italieners Giuseppe Mazzini). Er wird in der Regel mit einer Ideologie begründet, die der angegriffenen Gesellschaft entgegensteht und die mit friedlichen Mitteln nicht durchsetzbar sei (siehe dazu auch Fundamentalismus und Extremismus).
Der Begriff des Terrorismus selbst ist umstritten – die Grenze zwischen „Widerstandskämpfer“ und „Terrorist“ ist weltanschaulich geprägt und daher oft strittig. In der Terrorismusforschung wird Terrorismus als gewaltsame Methode verstanden, die nicht zuletzt gegen Zivilisten und zivile Einrichtungen gerichtet ist. Der Freiheits- oder Widerstandskämpfer beschränkt sich dabei vornehmlich auf militärische Ziele.
Ziele des Terrorismus: Das terroristische Kalkül
Ziel der Terroristen ist, auf ihre politischen, moralischen oder religiösen Anliegen aufmerksam zu machen und deren Beachtung oder Umsetzung mit Gewalt zu erzwingen. Das terroristische Kalkül wird durch eine Dreiersequenz gekennzeichnet:
1. Der (geplante) Gewaltakt zielt auf eine Reaktion des Angegriffenen ab.
2. Absicht ist, Furcht und Schrecken bei den möglichen Opfern zu verbreiten.
3. Erst durch die Reaktion des Angegriffenen kann das eigentliche Ziel des Terrorismus erreicht werden.
Vergeltungsmaßnahmen erzeugen (im besten Fall) Sympathie und Unterstützungsbereitschaft bei der Zielgruppe. Das System "demaskiert" oder "entlarvt" sich. Wenn durch zunehmende Unterstützung zum offenen Guerillakampf übergegangen werden kann, ist das terroristische Kalkül aufgegangen.
Durch die in der Bevölkerung durch Anschläge aufkommende Angst wächst in der Regel der Glaube, die Regierung könne nicht für den Schutz der Bürger im Lande sorgen. Die Macht der Regierung wird somit von „innen“ geschwächt. Dass der Staat zu Gegenmaßnahmen greift war z. B. von der deutschen RAF geradezu beabsichtigt: Die staatlichen Reaktionen würden erst den Bürger dazu bewegen, sich gegen den Staat aufzulehnen.
Abgrenzung
Von Widerstandsbewegungen, Guerillas oder nationalen Befreiungsbewegungen unterscheidet sich der Terrorismus weniger durch die Wahl seiner Waffen als in der Wahl seiner Ziele: Eine nationale Befreiungs- oder Widerstandsbewegung ist zumeist militärisch raumgreifend, der Terrorismus dagegen versucht, mit seinen Gewaltakten möglichst große Aufmerksamkeit zu erlangen, um ein Klima der Angst in der Bevölkerung zu erzeugen.
Eine objektive Eingrenzung des Begriffs Terrorismus ist schwierig, da er von den jeweils herrschenden Regierungen gerne als Legitimation, zur Denunzierung ihrer Gegner - manchmal auch unabhängig davon, ob diese Gewalt anwenden oder nicht - und zur Rechtfertigung eigener Gewaltanwendung gegen vermeintliche Feinde der gegenwärtigen Staatsordnung herangezogen wird.
Wissenschaftliche Abgrenzung
„Guerilla muss den Raum besetzen, Terroristen wollen dagegen das Denken besetzen.“ Dieser Satz von Wördemann 1977, zitiert in Nohlen 2001, ist möglicherweise die umfassendste Begriffsdefinition von Terrorismus. Er grenzt den Terrorismus von anderen Gewaltkonflikten ab wie zwischenstaatlichen Kriegen, Guerillakriegen und vom Kriegsunternehmertum. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich Akteure letztgenannter Konflikte terroristischer Mittel bedienen. Terroristische Aktionen sind nach gängiger Auffassung Gewaltanwendungen gegen zivile Ziele und Nicht-Kombattanten mit dem Vorsatz, Furcht und Schrecken zu verbreiten sowie möglicherweise bei einer Drittpartei um Sympathie und Schadenfreude zu werben mit der Absicht, das bestehende Herrschaftssystem auszuhöhlen und umzustürzen.
Anstelle eines Versuches, den Begriff Terrorismus an sich zu definieren, soll das schon beschriebene moralische Dilemma am Beispiel des Umgangs der Vereinten Nationen mit dem Terrorismus illustriert werden, das auch von Hoffman 2002 beschrieben wird:
Beispiel: Nach der Geiselnahme von München bei den Olympischen Spielen 1972, in deren Verlauf 11 israelische Sportler getötet wurden, schlug der damalige UN-Generalsekretär vor, dass die Vereinten Nationen sich aktiv im Kampf gegen den Terrorismus engagieren sollten. Dem widersprachen verschiedene arabische, afrikanische und asiatische Mitgliederstaaten mit der Begründung, dass jede Befreiungsbewegung von den Unterdrückern unausweichlich als Terrorismus bezeichnet würde. Völker aber, die unterdrückt und ausgebeutet werden, hätten jedes Recht, sich zur Wehr zu setzen, einschließlich der Gewalt. Daher würde eine Entscheidung für einen aktiven „Kampf gegen den Terrorismus“ die etablierten Strukturen über die nicht etablierten Herausforderungen stellen und damit den status quo festigen. Syrien fügte hinzu, dass es die moralische und rechtliche Pflicht der Vereinten Nationen sei, den Kampf für Befreiung zu unterstützen.
Aus dieser Debatte ergab sich eine definitorische Lähmung der Vereinten Nationen, die bis heute nicht überwunden wurde. Auch in der Mitteilung vom 08. Dezember 2004 zur 59. Vollversammlung der Vereinten Nationen wird empfohlen, die ausstehende Definition von Terrorismus in Angriff zu nehmen. Dies war allerdings auch schon in vorangegangenen Mitteilungen empfohlen worden, verbunden mit einer Deklaration zur Terrorismusbekämpfung.
Nach Kofi Annans Definition handelt es sich bei all jenen Handlungen um Terrorismus, die die Absicht haben, den Tod oder schwere körperliche Verletzungen bei Zivilisten und nicht Kämpfenden herbeizuführen mit dem Ziel, die Bevölkerung einzuschüchtern oder eine Regierung oder eine internationale Organisation dazu zu zwingen, etwas zu tun oder zu unterlassen. Dabei sei es nicht nötig, darüber zu diskutieren, ob Staaten sich des Terrorismus schuldig machen können oder nicht, denn der uneingeschränkte Einsatz von Waffengewalt seitens eines Staates gegen eine Zivilbevölkerung sei schon durch das internationale Recht klar untersagt [LINK].
Charakteristika des Terrorismus: Strategie und Vorgehen
Terrorismus ist eine Gewaltstrategie oft nicht-staatlicher Akteure, die damit politische Ziele durchsetzen wollen. In Bezug auf das Verhältnis von Aufwand und Ergebnis kann Terrorismus gleichzeitig eine sehr „effektive“ Form der Kriegsführung sein. Ohne großen Aufwand bzw. Ausrüstung kann sehr großer Schaden angerichtet werden.
Die Strategie des Terrorismus setzt vor allem auf psychologische Effekte. Die betroffene Zielgruppe soll schockiert und eingeschüchtert, der Krieg somit in das vermeintlich sichere Hinterland des Feindes getragen werden. Durch die Verbreitung von Unsicherheit und Chaos soll die Ideologie der Terroristen durchgesetzt werden.
Die Gewalt richtet sich häufig gegen Ziele mit hohem Symbolgehalt (z.B. religiöse Orte, Regierungsgebäude), um den Gegner zu demütigen und zu provozieren, vermehrt aber auch gegen so genannte weiche Ziele, also Plätze des öffentlichen Lebens, die nur schwer geschützt werden können (z.B. öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants). Ferner kommt es zu Geiselnahmen und Entführungen, u.a. auch offizieller Vertreter des „Gegners“. Typischerweise sind die Opfer von Terrorakten am Konflikt vollkommen Unbeteiligte (Frauen und Kinder, Bürger von am Konflikt nicht beteiligten Staaten).
Die Wirkung terroristischer Aktivitäten kann durch die Berichterstattung in den Medien verstärkt werden; einige Terroristen verwenden diesen Effekt bewusst, etwa durch die Verbreitung von Hinrichtungs-Videos von Entführungsopfern.
Ein weiteres Ziel terroristischer Aktivitäten ist die Mobilisierung von Sympathisanten bzw. die Radikalisierung politisch nahe stehender Bewegungen. Hierbei sehen sich Terroristen als Befreier der „Unterdrückten“.
Die Mobilisierung von Unterstützern wird oft vor allem durch die Gegenreaktionen des „Gegners“ auf Anschläge erreicht. Lässt dieser sich zu unverhältnismäßigen, brutal wirkenden Maßnahmen provozieren, so soll ihn dies „entlegitimieren“ (z.B. Einschränkung der Grundfreiheiten durch Ausgangssperren). Auf diese Weise können Terroristen in die Rolle des Angegriffenen wechseln.
In jüngster Zeit zielt die Gewaltstrategie von Terroristen auch auf die Erzeugung von wirtschaftlichen Effekten. Indem schwer zu schützende Ziele von wirtschaftlicher Bedeutung angegriffen werden (z.B. Anschläge auf Ölförderanlagen oder auf Touristenzentren), sollen die Ökonomie und die Regierungen der „Gegner“ destabilisiert und die eigenen politischen Ideologien durchgesetzt werden.
Ein bedeutendes Merkmal terroristischer Gruppen ist, dass sie meistens als Terrorzellen taktisch völlig unabhängig voneinander operieren. Jede Terrorzelle entscheidet autonom, wann und wo sie die Initiative ergreift. Das führt dazu, dass Terroristen nicht als klar erkenn- und abgrenzbare Kampfeinheiten angreifbar sind (s. Terrorismusbekämpfung).
Terroristische Gruppen entfalten häufig zugleich kriminelle Aktivitäten, die nicht primär politisch motiviert sind, sondern etwa der Beschaffung von Finanzmitteln dienen. Daher weisen sie (wie z. B. die ETA oder die PKK) oft zwangsläufig eine Verbindung zur organisierten Kriminalität auf.
Begriffsgeschichte
Die Worte Terrorismus, Terrorist und terrorisieren wurden erstmals im 18. Jahrhundert zur Bezeichnung einer gewaltsamen Regierungsmaßnahme verwendet. Im Zusammenhang mit der Französischen Revolution wurde der „Terror des Konvents“ von 1793 bis 1794 ausgerufen, als die Regierung alle als konterrevolutionär eingestuften Personen hinrichten oder inhaftieren ließ. Dabei wurden unter anderem guillotiniert: Ludwig XVI., Marie Antoinette und Gräfin Dubarry. 1796 fanden die Worte Eingang auch in den deutschen Sprachgebrauch.
Nach dem 11. September 2001 wurde der Begriff „Krieg gegen den Terrorismus“ (war on terrorism) wieder neu belebt.
Arten von Terrorismus
Zwei Möglichkeiten, Terrorismus zu untergliedern, erscheinen sinnvoll. Zum einen nach der räumlichen Ausdehnung, zum anderen nach Motivation und Zielsetzung. Nach der räumlichen Ausdehnung lassen sich drei Typen des Terrorismus unterscheiden:
- Nationaler Terrorismus beschränkt sich in Zielsetzung und Aktionsradius auf das Territorium eines Staates. Beispiele dafür sind die maoistischen Bewegungen in Nepal, Bhutan, Bangladesch, Indonesien und auf den Philippinen oder auch die RAF in der BRD.
- Internationaler Terrorismus hat zwar staatsinterne Ziele, der Aktionsradius geht jedoch über die Grenzen des Landes hinaus und unbeteiligte Dritte werden zu Opfern gemacht. Beispiel dafür ist die philippinische Abu Sayyaf.
- Transnationaler Terrorismus hat weite Teile der Welt als Ziele im Visier und will die Änderung der internationalen (Wirtschafts- bzw. Herrschafts-)Ordnung erreichen. Das Terrornetzwerk Al-Qaida ist die einzige Vereinigung, auf die das zutrifft. Der transnationale Terrorismus wird oft auch als internationaler Terrorismus bezeichnet.
Legt man jeweils Motivation und Zielsetzung zu Grunde, so lassen sich vier Hauptformen des Terrorismus erkennen (vgl. hierzu Nohlen 2001, S. 514-518):
Der sozialrevolutionäre Terrorismus
Diese Art des Terrorismus hat ihren geistigen Ursprung im Umfeld der „Neuen Linken“ in den 1960er Jahren. Anschläge zielen auf die Umwälzung bestehender Herrschafts- und Besitzverhältnisse im betroffenen Land ab. In den Ländern der westlichen Welt scheiterten derartige Bewegungen durchweg und verloren mit dem Fall des Eisernen Vorhangs völlig an Bedeutung. In Lateinamerika war er Ursprung für heutige Guerillavereinigungen wie die FARC oder ELN. Gegenwärtig gibt es diesen marxistisch inspirierten Terrorismus in Gestalt „maoistischer Bewegungen“ in einigen Ländern Süd- und SüdostasiensDer (ethnisch-) nationalistische Terrorismus
Der ethnisch-nationalistische Terrorismus ist der Kampf eines Volkes mit dem Ziel vermehrter Autonomie oder mit dem der Gründung eines eigenen Staates unter Berufung auf „historisch gewachsene Besonderheiten“. Zur Politik dieser Terrorismusform gehört die Tradition der Konfliktivität und der gewaltsamen Selbsthilfe. Beispiele: Basken (ETA), Korsen, Bretonen und Nordiren (IRA) in Europa, Tschetschenen im Nordkaukasus.Religiöser Terrorismus
Der Ausdruck „religiöser Terrorismus“ stößt weithin auf Widerspruch, sowohl bei den Vertretern der Religionen selbst als auch bei Außenstehenden, die die Rolle der Religionen als Korrektiv auch zur terroristischen Gewalt aufzuzeigen bemüht sind.Eine differenzierte Betrachtung der geschichtlichen Erfahrung belegt jedoch, dass als terroristisch einzustufende Aktionen vielfach in durchaus religiösem Kontext erfolgen (siehe dazu auch Fundamentalismus).
Eine Betrachtung des religiösen Terrorismus verzichtet nicht – ebenso wenig wie die Betrachtung anderer Spielarten des Terrorismus – auf die Analyse der jeweiligen sozialen, nationalen etc. Umstände. Sie konzentriert ihr Augenmerk aber auf das besondere Motiv, das religiöse Menschen zu terroristischen Aktionen bewegt. Man könnte daher auch angemessen von jeweils religiös/national/sozial motiviertem Terrorismus sprechen.
Als Merkmal des religiösen Terrorismus ist in erster Linie die persönliche Überzeugung der Täter zu betrachten. Der Philosoph Jakob Friedrich Fries schuf im 19. Jh. hier nicht nur für religiöse Attentäter eine theoretische Grundlage.
Motive und Ziele religiösen terroristischen Handelns können u. a. sein
- die Überzeugung absoluten göttlichen Rechts (z.B. eine „Eingebung“)
- die Verteidigung der Religion gegen fremde Religionen
- die Verbreitung der eigenen Religion
- die Deklaration terroristischen Handelns als Opfer „zur höheren Ehre Gottes“.
Religiöser Terrorismus tritt historisch wie lokal auf sehr unterschiedliche Weise zutage. Sein Erscheinungsbild ist so vielschichtig, dass Definitionen immer wieder umstritten sind. Gleichwohl unterscheidet er sich signifikant von anderen Spielarten des Terrorismus und macht eine gesonderte Betrachtung und Darstellung unverzichtbar.
Vor allem seit Mitte der 1980er Jahre hat der religiöse Terrorismus an Bedeutung gewonnen. Er geht aus Sekten oder fundamentalistischen Strömungen innerhalb bestimmter Religionen hervor. Insbesondere radikal-islamische Organisationen wie die palästinensische Hamas, die libanesische Hisbollah und nicht zuletzt die Terrornetzwerke Al-Qaida und Ansar al-Islam sind bekannte Beispiele für islamistisch motivierten Terrorismus. Aber auch unter christlichen Protestanten in den USA gibt es extremistische Strömungen, denen z. B. der Anschlag in Oklahoma City 1995 letztinstanzlich angelastet wird.
"Homegrown Terrorism"
"Homegrown Terrorism" (zu deutsch "hausgemachter Terrorismus") bezeichnet Terror, der von Leuten ausgeht, die im Zielland des Terrors unscheinbar aufwuchsen und erst dort zu ihrer terroristischen Überzeugung gelangten. Der Begriff wird vor allem im anglophonen Sprachraum bei islamistischem Terror der neueren Zeit angewandt.Man bezeichnete damit zum Beispiel die Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London, wo bei insgesamt vier Explosionen in drei U-Bahnen und einem Bus 56 Menschen ums Leben kamen und mehr als 700 verletzt wurden. Die größtenteils aus Pakistan stammenden Täter wurden in Großbritannien geboren, entstammten säkularen Familien und waren ins Gemeindeleben integriert, bevor sie sich islamistischen Organisationen anschlossen und Terror gegen das eigene Land ausübten. Der Begriff wurde eingeführt, weil bisherige islamistische Terroranschläge in westlichen Ländern vorwiegend von extra zu diesem Zweck eingereisten Menschen ausgeübt wurden. Dessen ungeachtet ging Terror in Europa bis in die 80er vor allem von Leuten aus, die aus dem jeweiligen Zielland stammten, so etwa die Rote Armee Fraktion in der BRD oder die Action Directe (AD) in Frankreich.
Konservativer „vigilantistischer“ Terrorismus
Der "vigilantistische Terrorismus" zielt, im Gegensatz zu anderen Formen des Terrorismus, auf die Stärkung der bestehenden staatlichen Ordnung ab, allerdings indem die Gesetze, auf denen diese Ordnung beruht, gebrochen werden. Paramilitärische Milizen und der Ku-Klux-Klan in den USA, paramilitärische Gruppierungen in Lateinamerika und auch aggressive rechtsextremistische Bewegungen in der BRD sind als vigilantistischer Terrorismus zu bezeichnen.Terrorismus als Kriegsform
Im unsachlichen Sprachgebrauch eventorientierter Medien und Politiker wird im Zusammenhang mit dem Terrorismus oft von „Krieg“ gesprochen und daraus die vom Grundgesetz eng begrenzte Einsatzmöglichkeit der Bundeswehr auch im Inneren abgeleitet.
Demgemäß sprechen einige Politikwissenschaftler vom modernen Terrorismus durchaus als von einer Form von Krieg. Elliot Cohen, AEI-Fellow und Mitglied des Defence Policy Board, Berater des Verteidigungsministers Donald Rumsfeld in Fragen der „großen Strategie“, bekannt durch die Aussage „Der Feind in diesem Krieg ist nicht der Terrorismus … sondern der militante Islam“, hat schon während des Kalten Krieges vom vierten Weltkrieg gesprochen und dabei auf den sich anbahnenden Konflikt zwischen westlicher Welt und Islamismus Bezug genommen. In diesem modernen „Krieg“ hat nach Elliot Cohen der Gegner lediglich eine neue Form. Er ist „unsichtbar“ und unberechenbar; Angriffe können weltweit und unvorhergesehen erfolgen. Konventionelle Armeen können in dieser Form des Krieges nicht eingesetzt werden, da er „ohne Fronten“ verläuft und der „Gegner“ an sich nicht existiert. Allerdings sind derartige, auf einer Guerilla basierenden Konzepte schon seit den Kämpfen Napoleons in Spanien 1807-1814 bekannt.
Staatsterrorismus
Hauptartikel: Staatsterrorismus
Der Ausdruck Staatsterrorismus bezeichnet Gewaltakte, die gemäß internationaler Definition als terroristisch eingestuft, aber durch das Militär oder Geheimdienste eines offiziellen Staates vollzogen oder durch eine souveräne Regierung gefördert werden.
Der Begriff „Terrorismus“ ist auch hierbei umstritten. Gehen staatliche Armeen oder zumindest informell staatlich kontrollierte paramilitärische Truppen (so genannte Todesschwadrone) gegen Widerstandsbewegungen mit der oben genannten Methode des Terrors vor - vor allem, um die nicht direkt Betroffenen (Verhaftete, Verdächtige) einzuschüchtern - so spricht man immer häufiger von Staatsterrorismus.
Der Einsatz willkürlicher und terroristischer Gewalt, insbesondere der Gebrauch von Terror gegen politische Gegner, prägte zum Beispiel die Schreckensherrschaft („Le Terreur“) Robespierres in der Französischen Revolution (1793–1794) oder auch den „Roten Terror“ nach der Oktoberrevolution unter Lenin in Russland. Bei diesen beiden historischen Beispielen war der Terror eine offen vertretene und als legitimes revolutionäres Mittel von den Herrschenden propagierte Praxis, mit der sich die Sicherung von Errungenschaften der Revolution gegen die Kräfte der „Konterrevolution“ begründen ließen.
In der Moderne gelten insbesondere die nationalsozialistische Diktatur im Deutschen Reich unter Adolf Hitler von 1933 bis 1945, das faschistische Italien unter Benito Mussolini von 1922 bis 1943 sowie einige postfaschistische Regime wie beispielsweise die chilenische Militärdiktatur der 1970er und 1980er Jahre unter Augusto Pinochet als Diktaturen, die staatsterroristische Methoden zur Aufrechterhaltung ihrer Macht anwandten.
Auf der Gegenseite gelten auch verschiedene nominell kommunistische Regime als Beispiele, in denen terroristische Mittel angewandt wurden, um tatsächliche oder auch nur vermeintliche Regimegegner als „Konterrevolutionäre“ „auszuschalten“. Beispielgebend hierfür gilt insbesondere die UdSSR unter Stalin zwischen 1924 und 1953, oder die Volksrepublik China, vor allem unter Mao Zedong während der Kulturrevolution, sowie das Pol-Pot-Regime in Kambodscha in den 1970er Jahren. Gleichzeitig ist es durchaus denkbar, Menschenrechtsverletzungen wie z.B. US-amerikanische Geheimgefangenenlager sowie Kriege, unter denen vor allem Zivilisten zu leiden haben, ebenfalls als Staatsterror einzustufen.
Terrorismusabwehr
Hauptartikel: Terrorismusbekämpfung
Im Wesentlichen kann man hier zwei Ansätze unterscheiden: Bekämpfung des Terrorismus durch tatsächliche Kampfhandlungen und Gewaltanwendung (operative Maßnahmen) und andererseits durch Maßnahmen, die der politischen, ideologischen oder wirtschaftlichen Ursachenbekämpfung dienen (strukturelle Maßnahmen).
Terroranschläge
Hauptartikel: Terroranschlag
Die bekanntesten und verheerendsten internationalen Anschläge waren:
- Anschlag auf das King-David-Hotel in Jerusalem am 22. Juli 1946, (Haganah, Irgun)
- Anschlag auf den Hauptbahnhof von Bologna am 2. August 1980 (P2, Gladio, Rote Brigaden)
- Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam am 9. August 1998
- Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA, u.a. auf das World Trade Center in New York
- Terroranschläge am 12. Oktober 2002 in Bali
- Terroranschläge am 11. März 2004 in Madrid
- Geiselnahme von Beslan am 1. September 2004
- Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London
- Bombenattentat in Mumbai 2006
Terroristische Vereinigungen
Hauptartikel: Terroristische Vereinigung
Bekannte Terrororganisationen sind bzw. waren:
- Ansar al-Islam
- Al Qaida
- Baskische ETA
- Hamas
- Hisbollah
- IRA
- Irgun
- Kurdische PKK
- RAF
- Rote Brigaden
- Tschetschenische Rijadus-Salichin
Strafrecht (Deutschland)
Für die Gründung oder Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sind Freiheitsstrafen von einem Jahr bis zehn Jahren angedroht. Die Rädelsführer einer solchen terroristischen Vereinigung sind mit Freiheitsstrafe nicht unter 3 Jahren zu bestrafen. (Verbrechen) (Stand: 22. August 2006)
In Deutschland wird eine terroristische Vereinigung dadurch definiert, daß sie primär darauf ausgerichtet ist:
- Mord, Totschlag, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen zu begehen
- Erpresserischen Menschenraub oder Geiselnahme zu begehen
- einem anderen Menschen schwere körperliche oder seelische Schäden, insbesondere eine schwere Körperverletzung, zuzufügen
- Computersabotage, Zerstörung von Bauwerken, Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel oder jede Form der Brandstiftung, beabsichtigte Herbeiführung einer Explosion durch Kernenergie oder einer Sprengstoffexplosion, Mißbrauch ionisierender Strahlen, Herbeiführung einer Überschwemmung, Gemeingefährliche Vergiftung, Gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr, Luftverkehr oder Schiffsverkehr, Störung öffentlicher Betriebe, Angriffe auf den Luftverkehr oder Seeverkehr, oder Störung von Telekommunikationsanlagen zu begehen
- Gifte freizusetzen und dadurch die Umwelt schwer zu gefährden
- Atomwaffen, Biologische Waffen oder Chemische Waffen herzustellen, einzuführen oder mit ihnen zu handeln, auch außerhalb der Bundesrepublik Deutschland
- unerlaubt Waffen einzuführen oder mit ihnen zu handeln
Literatur
- Jörg Baberowski und Anselm Doering-Manteuffel: Ordnung durch Terror. Bonn 2006, ISBN 3-8012-0368-9
- Ulrich Enderwitz, Konsum, Terror und Gesellschaftskritik, Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-437-X (http://reichtum-und-religio...
- Paul Berman: Terror und Liberalismus. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 2004 (Lizenzausgabe der Europäischen Verlags-Anstalt), ISBN 3-89331-548-9
- Ellen Bos (Hrsg.): Neue Bedrohung Terrorismus: der 11. September 2001 und die Folgen. Lit, Münster 2003, ISBN 3-8258-7099-5
- Henryk M. Broder, Segner, Hans-Eckhard (Red.): Terror: der Krieg des 21. Jahrhunderts. Spiegel-Verlag Augstein, Hamburg 2004, ISBN ???
- Noam Chomsky: The attack: Hintergründe und Folgen. Europa-Verlag, Hamburg 2002 ISBN 3-203-76013-4
- Peter Fuchs: Das System „Terror“: Versuch über eine kommunikative Eskalation der Moderne. transcript Verlag, Bielefeld 2004, ISBN 3-89942-247-3
- Mark A. Gabriel: Islam und Terrorismus: Was der Koran wirklich über Christentum, Gewalt und die Ziele des Djihad lehrt. Resch-Verlag, 2004, ISBN 3-935197-39-X
- David Hamilton, Stephen Lungu, Walid Shoebat: Terror – Wie drei Terroristen aus drei Kontinenten der Ausstieg aus dem Terror-Wahnsinn gelingt. clv, Bielefeld 2004, Online-Version (PDF, 250 kB)
- Peter Heine: Terror in Allahs Namen: Extremistische Kräfte im Islam. Herder, Freiburg im Breisgau 2004, ISBN 3-451-05546-5
- Bruce Hoffman: Terrorismus – der unerklärte Krieg: neue Gefahren politischer Gewalt. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-596-15614-9
- Igmade (Stephan Trüby u.a., Hrsg.): 5 Codes: Architektur, Paranoia und Risiko in Zeiten des Terrors. Basel. Boston, Berlin 2006, ISBN 3-7643-7597-3
- Josef Isensee (Hrsg.): Der Terror, der Staat und das Recht. Duncker und Humblot, Berlin 2004, ISBN 3-428-11127-3
- Walter Laqueur: Krieg dem Westen: Terrorismus im 21. Jahrhundert. Propyläen, Berlin 2003, ISBN 3-549-07173-6
- Errico Malatesta: Revolutionärer Terror. 1924, [LINK]
- Georg Meggle (Hrsg.): Terror & der Krieg gegen ihn. Mentis, Paderborn 2003, ISBN 3-89785-381-7
- Maurice Merleau-Ponty: Humanismus und Terror. Hain, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-445-04744-8 (Athenäums Taschenbuch; 144)
- Herfried Münkler: Die neuen Kriege. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3-499-61653-X
- Goedart Palm, Florian Rötzer (Hrsg.): MedienTerrorKrieg: zum neuen Kriegsparadigma des 21. Jahrhunderts. Heise, Hannover 2002, ISBN 3882291990
- Jürgen Roth: Netzwerke des Terrors. Europa-Verlag, Hamburg 2001, ISBN 3-203-81529-X
- Sebastian Scheerer: Die Zukunft des Terrorismus: drei Szenarien. zu Klampen, Lüneburg 2002, ISBN 3-934920-16-0
- Wolfgang Schluchter (Hrsg.): Fundamentalismus, Terrorismus, Krieg. Velbrück Wiss., Weilerswist 2003, ISBN 3-934730-67-1
- Carl Schmitt: Theorie des Partisanen. Duncker & Humblot, Berlin 1963, ISBN 3-428-08439-X
- Strobe Talbott (Hrsg.): Das Zeitalter des Terrors: Amerika und die Welt nach dem 11. September. Propyläen, München 2002, ISBN 3-549-07159-0
- Charles Townshend: Terrorismus. Reclam, Stuttgart 2005, Reclams Universalbibliothek Nr. 18301, ISBN 3-15-018301-4
- Peter Waldmann: Terrorismus und Bürgerkrieg: der Staat in Bedrängnis. Gerling Akademie Verl., München 2003, ISBN 3-932425-57-X
- Werner Weidenfeld (Hrsg.): Herausforderung Terrorismus: die Zukunft der Sicherheit. VS, Verlag für Sozialwiss., Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14171-6
Siehe auch
- Asymmetrische Bedrohung
- Partisan
- Thomas-Theorem
- Strategie der Spannung
Weblinks
Deutschsprachige Seiten
- Ausführliche Chronologie des Terrorismus mit Daten seit 1972 [LINK]
- Arbeitsgemeinschaft Friedensforschung an der Uni-Kassel – Wurzeln und Formen des Terrorismus [LINK]
- Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP) – Grundlagen, Ausgewählte terroristische Gruppierungen, Analysen, Quellentipps und Literaturangaben. [LINK]
- Orientalisches Institut Leipzig – Das Informationsprojekt „Militante Gruppierungen in arabischen und islamischen Ländern“ gefördert durch das Orientalische Institut Leipzig hat als Ziel, „differenzierte Auskünfte über oftmals als ‚militant‘ eingestufte Gruppierungen in der islamischen Welt zu geben“. [LINK]
- NahostFocus – „Terror ist ein emotionaler Begriff“: Reuters' Wortschöpfungen. Von Jonathan Ariel, Ma'ariv, 26. September 2004, in Auszügen, Übersetzt von Daniela Marcus. Die Nachrichtenagentur Reuters behauptet, das Wort „Terrorist“ sei kein faktischer, sondern ein emotionaler Begriff, denn „was des einen Terrorist, ist des anderen Freiheitskämpfer“. [LINK]
- Georg Meggle: Gerechter Terror? (Telepolis, 2. Februar 2006; zuerst erschienen in "der blaue reiter", Journal für Philosophie, Ausgabe 19: "Was ist gerecht?", Stuttgart: Omega Verlag, 2004)
- Georg Meggle: Was ist Terrorismus? (Telepolis), 15. März 2006. Der Autor stellt die Frage, ob Terrorismus mitunter erlaubt, ja sogar geboten sein könne.
Englischsprachige Seiten
- UN action against terrorism
- Die UN veröffentlichte eine Liste von Individuen und Organisationen, die sie zu den Taliban,sowie zum Umkreis von Osama bin Laden und der Al-Qaida-Organisation zählt. [LINK]
- The Terrorism Research Center – Ein unabhängiges Forschungs- und Informationszentrum in Virginia, USA, das Probleme der nationalen Sicherheit und des Terrorismus untersucht. [LINK] (englisch)
- Kampf der Kulturen – Vollständige Wiedergabe des Artikels „The Clash of Civilizations“, den Samuel P. Huntington 1993 in Foreign Affairs veröffentlichte. [LINK]
- Informationen des US-Außenministeriums – Dieser Informationsdienst aus Washington bietet alle offiziellen Dokumente zum amerikanischen Feldzug gegen Terrorismus. [LINK] (englisch)
- 9-11 Commission – Der Untersuchungsausschuss des US-Parlaments zu den Terrorranschlägen vom 11. September 2001 bietet auf seiner Website unter anderem den vollständigen Text seines im Juli 2004 veröffentlichten Schlussberichts. Der Aussschuss empfiehlt dort auch eine Strategie gegen den „islamischen Terrorismus“ auf der Grundlage von „Angriff, Vorbeugung, Verteidigung“ [LINK] (englisch)
- Terrorism – The EU on the move – Hier informiert die Europäische Union über ihre Terrorismusabwehr. [LINK] (englisch)
- Federation of American Scientists (FAS) – Die Vereinigung US-amerikanischer Wissenschaftler gegen das Wettrüsten und die Weitergabe von Nukleartechnologie hat eine umfangreiche Datenbank erstellt, in der die weltweite Bedrohung durch den Terrorismus dokumentiert ist: Fallstudien, Hintergrundanalysen, freigegebene Geheimdienstberichte, Informationen über Terrorismusorganisationen und anderes mehr. [LINK] (englisch)
- MIPT Terrorism Knowledge base. Umfassende wissenschaftliche Datenbank zum Thema von 1968 bis 2006. Ermöglicht leicht selbst Grafiken zu erstellen. [LINK]
Französischsprachige Seiten
- Culture & Conflits – Die Zeitschrift des 1990 in Paris gegründeten Instituts für Konfliktforschung hat ein beeindruckendes Dossier zum Terrorismus und den neuen globalen Kräfteverhältnissen zusammengestellt. [LINK]
- Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) – Das IKRK bezieht hier Stellung zum Kampf gegen den Terrorismus unter den Aspekten des Völkerrechts und der Menschenrechte. [LINK] (französisch)
- Le Monde Diplomatique – Die Zeitung Le Monde Diplomatique mit diversen Artikeln und Links zum Thema Terrorismus. [LINK]
nds:Terror zh-min-nan:Siu-kái Khióng-pò·-chú-gī
Diskussion der Autoren über den Artikel: Terrorismus
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Geschichte des Terrorismus
Die geschichtliche Entwicklung des Terrorismus und die frühen Anfänge, wie das Attentat auf den Zaren durch russische Anarchisten oder auf den amerikanischen Präsidenten McKinley fehlt völlig, traue mir aber nicht zu, dazu etwas zu schreiben, würde mich freuen wenn das jemand übernimmt. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.56.80.220 (84.56.80.220 • Beiträge) 12:41, 22. Jul 2006)}Ziele des Terrorismus
Habe das mal neu formuliert. Habe dabei die Begriffe "Opfer-Gruppe" und "Adressat" neu eingeführt. Was denkt ihr zu der Zieldefinition? Das problem ist ja, das Terrorismus in der Allgemeinheit grundsätzlich verdammt wird, es aber immer Zeiten und Konstellationen gibt, wo es sehr auf die Perspektive angeht. Das heisst NPOV ist m.E. nicht der gesellschaftliche Konsens, sondern eine neutrale Darstellung der Ziele (in diesem Parapgraphen). Es sollte hier nicht um eine Bewertung gehen. Dies könnte man ggf. unter einer Extra-Überschrift versuchen. Wobei Pro- und Contra tendenziell in Artikel weniger neutral sind und zu Edit-Wars neigen. Man sollte aber schon erwähnen, wie Terrorismus bewertet wird - und auch anseitsweise hier auch die Terrorismusbekämpfung und die Sichtweise der Gesellschaft mit einbauen. Kann man überhaupt Terrorismusbekämpfung und Terrorismus trennen? Fraglich ist auch, in wie weit man sich der Motivation und Zielsetzung nähern kann ohne den neutralen Standpunkt zu verlassen. Vinci 12:26, 24. Jul 2005 (CEST)
Eine frage.....warum Terrorismus?
Arten von Terrorismus
Ich möchte hinterfragen inwieweit die RAF als "nationaler Terrorismus" richtig eingeordnet ist. Es gab doch auch Vernetzungen mit der PLO und der IRA? D.h. man hat ein gewisses gemeinsames Ziel gehabt. Wie kann dann die PLO international sein und die RAF national? Diese Kategorien sollte man noch mal neu überdenken und strukturieren. Am besten mit Quellenangaben. Vinci 12:29, 24. Jul 2005 (CEST) ---
Anm. Meiner Ansicht nach fällt die RAF klarerweise unter die Kategorie "politischer Terrorismus", die im jetzigen Artikel in die Kategorien "sozialrevolutionärer" und "konservativer" bzw. "vigilantistischer" Terrorismus unterteilt sind. Tets
Zitate
Sollte man diesen Punkt nicht ganz löschen? Vinci 12:31, 24. Jul 2005 (CEST)
Arten von Terrorismus
Hallo, mir ist aufgefallen, dass im Abschnitt "Arten des Terrorismus die Systematik etwas in den dutt gegangen ist. Wenn ich das richtig sehe teilt Nohlen nach Ziel/Motivation die vie Formen " sozialrevolutionäre Terrorismus", (ethnisch-) nationalistische Terrorismus, Religiöser Terrorismus und Konservativer „vigilantistischer“ Terrorismus ein. Der Homegrown hat da nix zu suchen, da er sich modisch ein temporäres Phänomen erklärt. Was denkt Ihr? Würde es gerne so umstellen, dass die vier Terrorarten zusammen stehen. Dann sollte ein Satz folgen ,wie: Außerhalb geschlossener Systematiken wird aber auch immer versucht einzelne Terrorismusphänomene mit definierten Typenbezeichnungen zu belegen. Beispiele hierfür sind: Und folgt der Rest. Was denkt Ihr?Abgrenzung
Ich glaube nicht, dass die momentane Definition der Abgrenzung hilfreich ist: Eine nationale Befreiungsbewegung oder Widerstandsbewegung richtet sich strikt gegen die bewaffneten Kräfte des Gegners oder gegen für die Unterdrückung Verantwortliche. Mit dieser Definition wären die Anschläge im Irak gegen Rekrutierungsstellen von Polizei und Militär auch eine Befreiungsaktion und kein Terrorakt. Davon abgesehen haben auch "anerkannte" Volksbefreiungsgruppen von den Vietkong über die Fatah bis zur FMLN auch Terrorakte verübt: Terrorismus ist nicht an eine Ideologe gebunden, sondern an eine asymmetrische Konfliktsituation, in der eine Konfliktpartei nur aus dem Untergrund agiert/agieren kann. --Zinnmann Zinnmann 11:09, 28. Feb 2005 (CET)- Es geht aber auch um die Art und Weise, wie der Konflikt von dieser Partei dargestellt und "genutzt" wird. Terrorismus will immer Aufmerksamkeit erregen, es geht nicht nur einfach um das Vernichten des Gegners, sondern auch darum, dass das moeglichst oeffentlichkeitswirksam geschiecht (ich weiss nicht mehr, von wem das Zitat kommt: "Es bringt uns mehr, zehn Personen mitten in der Stadt zu toeten als hundert auf dem Land"). Insofern "arbeitet" Terrorismus viel mehr mit psychologischen Mitteln als "normale" Widerstandsbewegungen (Verbreiten von Angst und Unsicherheit in der Bevoelkerung). Meiner Meinung nach ist das eigentlich der wichtigste Abgrenzungsfaktor; Terrorismus muss nicht zwangslaeufig von den "Unterdrueckten" ausgehen! --Darina 14:02, 2. Mär 2005 (CET)
Ich habe etwas zur Abgrenzung hinzugefügt. Hab das andere auch erstmal stehen gelassen, aber vielleicht hat es sich ja nun erübrigt. Kann ja mal bitte jemand drauf schauen. --Devika 18:11, 9. Mär 2005 (CET)
Änderungen am 18.4.05
Mal abgesehen von ein bisschen Formatierungs- und Satzbaukleinkram habe ich
- am Anfang des Artikels "Wahs seiner Gegner" in "Wahl seiner Ziele" geändert, denn auch Terrorismus kann sich (wie auch weiter unten im Artikel schon steht) gegen das bestehende politische System richten (das koennen nicht nur Befreiungsbewegungen).
- den Satz, dass ein deutscher Philosoph etwas ablehnt, geloescht, da weder klar wurde, was er ueberhaupt ablehnt, noch, warum seine Meinung hier relevant sein soll
- im Abschnitt ueber Guerillabewegungen die Behauptung geaendert, dass diese zwangslaeufig Terrorismus beinhalten wuerden. Stattdessen steht dort jetzt "meistens", denn ein (theoretisches) Abgrenzungskriterium zwischen Guerilla und Terroristen ist ja gerade die Anzahl der zur Verfuegung stehenden Personen und der technischen Mittel (mehr Leute, weniger technische Resourcen -> eher Guerilla) (habe ich zumindest in der Uni so erzaehlt bekommen, bin aber gerne zur Diskussion bereit!)
- beim vigilantischen Terrorismus ein zusammenhanglos (?) rumstehendes, mir unbekanntes Wort geloescht - wenn es da irgendwie Sinn machte, waere es schoen, wenn jemand, der das erkennt, es irgendwie im Zusammenhang mit dem Rest wieder einbauen koennte.
Soll das mit den Literaturangaben-Weblinks mitten im Artikel eigentlich so bleiben? Oder waere es nicht besser, sie, wie ansonsten ueblich, am Ende des Artikels (meinetwegen auch zur Unterscheidung mit "Zum ...-Terrorismus"-Ueberschriften) aufzulisten? --Darina 16:00, 18. Apr 2005 (CEST)
Kommunikationsguerilla / Spaßguerilla?
- und was haben dort bitteschön die Literaturangaben zum Handbuch der Kommunikationsguerilla und zur Spaßguerilla zu suchen?
- d'accord! berechtigte Frage. Ich habe sie rausgenommen. Herr Andrax 07:14, 7. Jun 2005 (CEST)
Überarbeiten
Der Text "Musterbeispiele für erfolgreiche volkswirtschaftliche Schäden sind die hohen Investitionen in die innerdeutsche Sicherheit in Folge der Aktionen der RAF oder die nach dem 11. September in den westlichen Ländern entstandenen Kosten durch militärische Operationen und nationale Investitionen in Sicherheit." ist m.E. nicht neutral. Denn möglicherweise sind die Kosten dem Nutzen gegenüber nicht wirklich gerechtfertigt, mithin durch eine irrationale Entscheidung der Entscheider begründet, nur mittelbar durch terroristische Aktionen, die (auch) auf eben solche zwar irrationalen, aber immerhin voraussehbaren Entscheidungen absehen. Will sagen: Spätestens dann, wenn die Entscheidung, so hohe Investitionen zu tätigen, irrational ist, tragen die Entscheider eine Mitschuld an den hohen Kosten. (Selbst wenn alle einzelnen Entscheider für sich individuell durchaus rational handeln, zum Beispiel, wenn sonst die öffentliche Meinung den Entscheidern gegenüber negativ eingestellt werden könnte.) Diese potentielle Mitschuld sollte erwähnt werden. --Fgb 02:15, 21. Jul 2005 (CEST)...und auch sonst ist Überarbeiten imho ein gutes Stichwort. Seit längerer Zeit wird der Artikel meist ziemlich unstrukturiert ergänzt, verschiedene Kategorisierungen, die sich überschneiden, werden wild durcheinandergeworfen, es gibt viele Dopplungen und natürlich ist das Ganze auch noch POV-anfällig. Habe leider gerade selber wenig Zeit, aber setze mal den Überarbeiten-Baustein rein. --Darina 11:24, 21. Jul 2005 (CEST)
- Baustein ist gerechtfertigt, obwohl der Artikel Absatzweise auch brauchbar ist, benötigt er eine "Generalüberholung", möglicherweise versuche ich das mal. Ich fange aber erstmal im Artikelumfeld an, da sieht es auch schlimm aus und stelle einen LA für Terrorismusbekämpfung ... Hafenbar 02:35, 24. Jul 2005 (CEST)
- So, da mein LA zur Terrorismusbekämpfung abgelehnt wurde (Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/24._Juli_2005#Terrorismusbek.C3.A4mpfung_.28erledigt.2C_bleibt.29) werde ich meine Finger von diesem Themenkomplex lassen, da ist mir meine Zeit einfach zu schade. Ich überlasse das mal den hier tätigen "Experten" - das ist beim Thema Terrorismus ja ein jeder. Viel Spaß noch mit "fundierten" Artikeln wie Terroranschlag. ... Hafenbar 15:35, 6. Aug 2005 (CEST)
Weblinks
Was mir fehlt ist:
- Eine Seite, die verschiedene Arten des Terrorismus definiert (allgemein anerkannte Definition).
- Ein (missglückter) Versuch findet sich unter Terroristische Vereinigung, ansonste siehe mein Posting oben ... Hafenbar 15:35, 6. Aug 2005 (CEST)
- Meld Dich wieder (und dann selbstverständlich nicht bei "dem Verwalter"), wenn Du das Konzept von Wikipedia verstanden hast. Das ist hier für Verschwörungstheorien / Theoriebildung / Privatspinnereien. Was Du unter "am informativsten" verstehst, entspricht offensichtlich nicht der Einschätzung sämtlicher anderer Personen, die sich für den Artikel interessieren. Und falls Du es noch nicht mitgekriegt haben solltest, NPOV ist hier eins der zentralen Prinzipien. Als Vertreter "der einzig wahren und richtigen Meinung" hat man es hier zu Recht nicht einfach. Hier arbeiten mehrere Leute an einem Artikel, nicht einfach "der Verwalter", und weil mehrere Personen eine andere Ansicht vertreten als Du, sind sie dadurch noch lange keine Terroristen.
- Bitte begründe, was an den Links so informativ (und weder Verschwörungsheorie noch Privatspinnerei noch Theoriebildung noch ...) sein soll, sonst werden sie definitiv immer wieder gelöscht werden. Kleiner Tip nebenbei: auch BWL-Studenten (und diejenigen, die behaupten, welche zu sein) sollten sich mal ein bisschen mit Grammatik und Rechtschreibung beschäftigen. Leicht genervt (und das war die letzte Fütterung!), --Darina 23:31, 24. Jan 2006 (CET)
- Liebe IP (seine Beiträge kann man übrigens mit unterschreiben), diese Seite war nie meine persönliche Meinungsplattform. Diese Seite ist eine Diskussionsseite (d.h. jeder, der will, also auch, aber nicht nur ich, kann hier seine Meinung äußern) zum Artikel Terrorismus (d.h. es geht hier um die Frage, wie ein nach den Wikipedia-Prinzipien - zu denen nun mal auch gehört - erstellter Artikel über Terrorismus aussehen könnte / sollte. Wie Du auf die Idee mit dem Quiz kommst bzw. was Du damit aussagen willst, ist mir leider vollkommen unklar geblieben, bitte erläutere mir das mal bei Gelegenheit!
- Ganz bestimmt hatte ich nicht vor, Dich persönlich zu beleidigen (sowas fällt mir bei Personen, die ich weder identifizieren kann noch kenne generell schwer), und ich sehe auch nicht, dass ich das irgendwo getan hätte. Es ging mir hier um den von Dir eingefügten Link, dessen Informationsgehalt für den Artikel Du nicht auf eine auch nur ansatzweise wissenschaftliche Weise dargelegt hast (bevor Du Dich wieder beleidigt fühlst: das heisst nicht, dass ich Dir das nicht zutrauen würde). Aber Aussagen wie "Es macht teilweise den Anschein als sitze ein Anti-Amerikanischer Terrorist am Schreibtisch und versuche verzweifelt die WAHREN FAKTEN zu vertuschen" sind einfach purer POV und haben mit Sozialwissenschaft nichts zu tun. Und ja, zu Wissenschaft gehört auch, dass Meinungsfreiheit erlaubt sein muss. Von wegen Geschwafel. Ich sehe auch nicht, dass ich mich hier mit irgendetwas aus dem Fenster gelehnt hätte, und bitte Dich, in Zukunft konstruktiv hier mitzuarbeiten (das schließt eine an der Sache orientierte, nicht unnötig pampige Diskussionsweise mit ein). Alles Gute, --Darina 15:36, 6. Feb 2006 (CET)
Die IP wollte, wie sie mir auf meiner Diskussionsseite mitgeteilt hat, ihre Beiträge wieder löschen und lässt sich wohl auch nicht mit dem Hinweis auf allgemeine Konventionen davon abbringen, das immer wieder zu tun. Siehe dazu [LINK] und [LINK]. --Darina 22:43, 7. Feb 2006 (CET)
Weblinks
deutschsprachige Seiten
- Ausführliche Chronologie des Terrorismus mit Daten seit 1972 [LINK]
- Nadir, ein Informationssystem zu linker Politik und sozialen Bewegungen im Internet zum Thema "Rote Armee Fraktion - Das Konzept Stadtguerilla"
- Arbeitsgemeinschaft Friedensforschung an der Uni-Kassel - Wurzeln und Formen des Terrorismus [LINK]
- Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) - Grundlagen, Ausgewählte terroristische Gruppierungen, Analysen, Quellentipps und Literaturangaben. [LINK]
- Orientalisches Institut Leipzig - Das Informationsprojekt "Militante Gruppierungen in arabischen und islamischen Ländern" gefördert durch das Orientalische Institut Leipzig hat als Ziel, "differenzierte Auskünfte über oftmals als "militant" eingestufte Gruppierungen in der islamischen Welt zu geben". [LINK]
- Projektseite von Daniel Borkmann und Erik Hüneburg zum Thema Terrorismus und Globalisierung [LINK]
- NahostFocus - "Terror ist ein emotionaler Begriff": Reuters' Wortschöpfungen. Von Jonathan Ariel, Ma'ariv, 26. September 2004, in Auszügen, Übersetzt von Daniela Marcus. Die Nachrichtenagentur Reuters behauptet, das Wort "Terrorist" sei kein faktischer, sondern ein emotionaler Begriff, denn "was des einen Terrorist, ist des anderen Freiheitskämpfer". [LINK]
englischsprachige Seiten
- UN action against terrorism
- Die UN veröffentlichte eine Liste von Individuen und Organisationen, die sie zu den Taliban,sowie zum Umkreis von Osama bin Laden und der Al-Qaida-Organisation zählt. [LINK]
- The Terrorism Research Center - Ein unabhängiges Forschungs- und Informationszentrum in Virginia, USA, das Probleme der nationalen Sicherheit und des Terrorismus untersucht. [LINK] (englisch)
- Kampf der Kulturen - Vollständige Wiedergabe des Artikels "The Clash of Civilizations", den Samuel P. Huntington 1993 in Foreign Affairs veröffentlichte. [LINK]
- Informationen des US-Außenministeriums - Dieser Informationsdienst aus Washington bietet alle offiziellen Dokumente zum amerikanischen Feldzug gegen Terrorismus. [LINK] (englisch)
- 9-11 Commission - Der Untersuchungsausschuss des US-Parlaments zu den Terrorranschlägen vom 9. September 2001 bietet auf seiner Website unter anderem den vollständigen Text seines im Juli 2004 veröffentlichten Schlussberichts. Der Aussschuss empfiehlt dort auch eine Strategie gegen den "islamischen Terrorismus" auf der Grundlage von "Angriff, Vorbeugung, Verteidigung" [LINK] (englisch)
- Terrorism - The EU on the move - Hier informiert die Europäische Union über ihre Terrorismusabwehr. [LINK] (englisch)
- Federation of American Scientists (FAS) - Die Vereinigung US-amerikanischer Wissenschaftler gegen das Wettrüsten und die Weitergabe von Nukleartechnologie hat eine umfangreiche Datenbank erstellt, in der die weltweite Bedrohung durch den Terrorismus dokumentiert ist: Fallstudien, Hintergrundanalysen, freigegebene Geheimdienstberichte, Informationen über Terrorismusorganisationen und anderes mehr. [LINK] (englisch)
französischsprachige Seiten
- Culture & Conflits - Die Zeitschrift des 1990 in Paris gegründeten Instituts für Konfliktforschung hat ein beeindruckendes Dossier zum Terrorismus und den neuen globalen Kräfteverhältnissen zusammengestelt. [LINK]
- Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) - Das IKRK bezieht hier Stellung zum Kampf gegen den Terroismus unter den Aspekten des Völkerrechts und der Menschenrechte. [LINK] (französisch)
- Le Monde Diplomatique - Die Zeitung Le Monde Diplomatique mit diversen Artikeln und Links zum Thema Terrorismus. [LINK]
Literatur
Ich wäre dafür die Literatur umzusortieren. Zum einen bin ich dafür demnächst manl die Seite Islamistischer Terrorismus anzulegen. Dann auch die Literaturhinweise die spezifisch sind da hin zu verschieben. Hier sollten nur allgemeine Bücher genannt werden, die sich mit den Begriff und dem Terrorismus im allgemeinen (Forschung,...) befassen. Vinci 12:43, 24. Jul 2005 (CEST)
- Hallo Vinci, die Seite gab es mal, wurde aber unter umstrittenen Bedingungen gelöscht. Ein Teil der entsprechenden Diskussion (die ich nicht für befriedigend abgeschlossen halte) findet sich hier: http://de.wikipedia.org/wik... Gruß 790 16:55, 24. Jul 2005 (CEST)
Definition des Terrorismus
Meiner Meinung nach krankt die Diskussion um diesen Terrorismusartikel wie die um den Artikel Islamistischer Terrorismus daran, dass zu viele Diskutierende glauben, es ließe sich eine NPOV-Definition von Terrorismus geben (oder gar Islam und Islamismus seien eindeutig zu definieren oder gar identisch).Mein Vorschlag ist daher, dass man an den Anfang des Artikels Kofi Anans Definition (Terrorismus sind alle Handlungen, "die die Absicht haben, den Tod oder schwere körperliche Schäden bei Zivilisten und nicht Kämpfenden herbeizuführen, mit dem Ziel, die Bevölkerung einzuschüchtern oder eine Regierung oder eine internationale Organisation dazu zu zwingen, etwas zu tun oder zu unterlassen") und die US-Definition von 1983 ("the term terrorism means premeditated, politically motivated violence perpetrated against noncombatant targets by subnational groups or clandestine agents") setzt, erläutert, inwiefern sie sich widersprechen, klarstellt, dass eine solche Definition allenfalls für einzelne Handlungen NPOV möglich ist, im Blick auf die handelnden Gruppen aber POV sein muss, sonst wären Lawrence von Arabien und die französische Resistance Terroristen. In der aufgeladenen Atmosphäre der Diskussion über Islamistischer Terrorismus scheint das aber nur auf einer Benutzerseite möglich zu sein. Wenn jemand das in Angriff nehmen will, tue ich gern mit. --Cethegus 22:02, 31. Jul 2005 (CEST)
- Völlig richtig ... Anstatt hier locker zu schwadronieren, was jetzt Terrorismus sei, sollten die unterschiedlichen (!) Definitionen mal gesammelt werden. Ich werde das aber nicht in Angriff nehemen, das ist verlorene Mühe, solange einige glauben, mit Islamistischer Terrorismus schon die nächste sinnlose Baustelle aufmachen zu müssen, siehe auch mein Posting oben ... Hafenbar 15:35, 6. Aug 2005 (CEST)
Zum Thema "Definition Terrorismus" hätte ich gerne die Frage nach der Abgrenzung zum Krieg geklärt. (Danke)
größerer Beitrag von Prinz-dersim
Hallo, ich habe deine Änderungen erstmal aufgehoben. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstmal formell: auf den Artikelseiten bitte nichts unterschreiben, nur in Diskussionen. Außerdem sind stichwortartige Aufzählungen nicht sehr erwünscht. Dann gibt es meiner Meinung nach mit deinen Änderungen einige inhaltliche Probleme. Ich werde versuchen hier die wichtigsten aufzudröseln:
- "Die Ziele der Terroristen sind immer politisch." Immer ist sicher nicht richtig, es gab auch schon eher "kommerzielle" Terroristen, z.b. Carlos.
- "Gruppen wie ETA, PKK, IRA und Tamil Tigers in Sri Lanka kämpfen für Autonomie oder auch für eine Staatlichkeit ihres Volkes." "Staatlichkeit eines Volkes" ist ein Ausdruck den ich nicht unterschreiben kann.
- "Terrorakte sind ein Zeichen der Verzweiflung – ein Hilferuf. Die typischen Terroristen sind meistens Analphabeten." Letzteres ist falsch, ersteres klingt verharmlosend.
- "Terror als globale Bedrohung, "Nach Schimon Peres"" ... Das geht so leider nicht. Wir versuchen in der WP eigenständige Artikel zu schreiben. Dazu könen auch kurze Abschnitte unter Quellenangabe zitiert werden. Aber es ist nicht sinnvoll ganze Zeitungsartikel stichwortartig zusammenzufassen ohne sie in den Zusammenhang einzugliedern.
- Terrorismus auch in einen sozialpsychologischen Zusammenhang einordnen zu wollen finde ich gut und wichtig, aber einen Narrativ von der Vereinsamung eines hypothetischen Individuums über die Geschichte der konkreten deutschen Studentenbewegung hin zu wieder abstrakten psychisch Kranken die zu terroristischer Gewalt greifen ist IMHO der Sache nicht angemessen.
einfache Definition von Terrorismus
http://www.hanisauland.de/l... (HanisauLand wird von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben)
Das Wort „Terror“ stammt aus dem Lateinischen und heißt „Schrecken“. Terroristen sind also Menschen, die Schrecken verbreiten. Mit grausamen Anschlägen und Entführungen, bei denen oft viele Menschen ums Leben kommen, wollen sie ihre Ziele gewaltsam auch gegen den Staat durchsetzen. Ihr rücksichtsloses und brutales Vorgehen erklären Terroristen meistens damit, dass sie eine andere und bessere Welt wollen und geben dafür politische oder religiöse Gründe an. Aber was soll das für eine Welt sein, in der die meisten Menschen in Angst und Schrecken leben? In manchen Ländern, zum Beispiel in Nordirland, in Spanien, im Nahen Osten oder einigen südamerikanischen und südostasiatischen Staaten, bezeichnen sich Terroristen als Widerstands- oder Befreiungskämpfer. Manchmal wollen sie die Unabhängigkeit eines Landesteils erkämpfen und dazu scheint ihnen fast jedes Mittel recht zu sein. Eine besonders unberechenbare Form des Terrorismus sind die so genannten Selbstmordattentate, bei denen die Terroristen das eigene Leben einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Uns allen in Erinnerung sind die Anschläge auf das New Yorker World Trade Center am 11. September 2001. Hier haben sich Terroristen mit entführten Flugzeugen in die Gebäude gestürzt. Tausende haben ihr Leben verloren. Aber nicht nur Einzelpersonen können Terroristen sein. Es gibt auch Staaten, die ihre Bevölkerung unterdrücken und dazu grausame Mittel einsetzen.
Allerdings müßte man die mal kontaktieren, siehe Impressum Punkt 3: "Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher ... Texte ... ist ohne ausdrückliche Zustimmung der Redaktion nicht gestattet."
Ich finde das vom Grundsatz her richtig gut!
Was haltet ihr davon?
ps. Sorry Hafenbar und Cethegus, ihr habt das ja schon angesprochen. Schiebt jemand bitte diesen Artikel dorthin? :)
Die Ziele der Terroristen sind immer politisch
ich habe das meistens gestrichen und immer gesetzt. terrorismus ist per definitionem stets politisch motiviert und das attentat systematisch vorbereitet. der terrorismus begann mit robespierre und zielte in form des staatsterrorismus auf den erhalt des politischen systems ab.
auch habe ich oben geschrieben, daß es für terrorismus noch keine allgemeingültige moderne definition gibt.
PKK-Terrorismus?
Die PKK wurde nun wiederholt unter die Liste der Terrororganisationen gesetzt. Mir ist nicht bekannt, welche Terroranschläge von dieser Organisation verübt wurden. Mag sein es ist eine illegale, bewaffnete und gewaltbereite Organisation - aber "Terror" impliziert nach meinem Verständnis auch Terroranschläge. Sonst könnte man die zahlreichen mafiösen Organisationen dieser Welt hinzu rechnen. - In dem wikipedia-Artikel zur PKK heisst es: "Nach einer Gewaltverzichtserklärung Öcalans wurde sie 1998 auf "kriminelle Vereinigung" zurückgestuft." Aber vielleicht habe ich hier auch schlicht eine Bildungslücke - klärt mich bitte auf: Welche Terroranschläge hat die PKK verübt? - Ohne eine gute Antwort würde ich die PKK sonst wieder von der Liste entfernen. --Bernd vdB 16:49, 10. Jan 2006 (CET)- Hier ist eine Liste http://derstandard.at/?url=... --Sydal 22:05, 23. Jul 2006 (CEST)
Was ist Terrorismus? - Definition des Begriffes
Ich hatte heute eine Definition in den Artikel eingebracht welche Terrorismus unter Anderem auch als aus ideologischen oder religiösen Motiven verübte Gewalt beschreibt. Mein Eintrag wurde von Darina rückgängig gemacht. Ich bin der Auffassung dass Terrorismus nicht wie von Darina behauptet ausschliesslich auf politische Motive zurückzuführen ist. Dies begründe ich wie folgt:Die englische Sektion hat der Definitionsfrage einen eigenen Artikel gewidmed. Dort heisst es:
- One 1988 study by the US Army (PDF) found that over 100 definitions of the word "terrorism" have been used. (...) The definition of terrorism is inherently controversial.
Fazit: Eine eindeutige Definition des Begriffes Terrorismus existiert bisher nicht. Da ein großer Teil der offiziellen Institutionen auch religiöse oder ideologische/philosophische Motive einschliesst wäre es falsch Terrorismus als ausschliesslich politisch motiviert darzustellen (das es hier um eine Definitionsfrage geht sollte man sich an existierenden Definitionen orientieren!).
Also lasst mal hören was ihr dazu meint! Ich hätte auch nichts dagegen die Definition wie erwähnt in einen eigenen Artikel auszulagern.--Gurgelgonzo 22:15, 28. Mär 2006 (CEST)
- Hast du vielleicht ein paar Quellen von "offiziellen Institutionen", wie die das sehen? --Braveheart Braveheart 00:13, 29. Mär 2006 (CEST)
- Sorry hatte den Link falsch formatiert - versuchs jetzt nochmal.--Gurgelgonzo 00:39, 29. Mär 2006 (CEST)
- Moment... ich fürchte, da gehen ein paar Sachen ein bisschen durcheinander, und ich habe mit meinem Revertkommentar ziemlich dazu beigetragen - sorry. Die Motivation kann natürlich durchaus religiös oder ideologisch sein (wobei ich letzteren Begriff hier kritisch betrachte - wie willst Du das trennscharf von "politisch motiviert" unterscheiden? Ist mir nicht ganz klar). Aber Ziel ist immer Ausübung von Macht in einem (mehr oder weniger) definierten Territorium - also ganz klar was Politisches. Beispiel: wenn eine fiktive terroristische Gruppe aus religiösen Motiven alle Ungläubigen töten will, um ihre Vorstellungen einer richtigen/gerechten/wasauchimmer Ordnung durchzusetzen, ist ihr Ziel politisch. Ein paar Quellen habe ich auch rausgesucht, ich finde, die 2. macht deutlich, dass unsere Positionen gar nicht so weit voneinander entfernt sind, und die dritte erklärt meinen Punkt noch mal. --Darina 10:38, 29. Mär 2006 (CEST)
- Das Lexikon der Politikwissenschaft meint: "[...] gemeinsames Merkmal ist [...] die Verbreitung von Angst und Schrecken zu politischen Zwecken."
- "One of the more comprehensive definitions of terrorism was provided by the U.S. Department of Defense. Its definition describes terrorism as “the unlawful or threatened use of force or violence against individuals or property to coerce and intimidate governments or societies, often to achieve political, religious, or ideological objectives.”[1] As a point of departure for the analysis at hand which leaves room for unprejudiced consideration, the term ‘terrorism’ shall be defined as “a strategy whereby violence is used to produce certain effects in a group of people so as to attain some political end or ends.”[2] In any case, however, terrorism always refers to a minority of whatever kind intending to put through their political and social goals against established political structures by outright use of violent means."
- [1] DOD Directive 2000.12, Protection of DOD Personnel and Resources against Terrorist Acts, June 16, 1986, 15.
- [2] This very general definition goes back to Brian Michael Jenkins, "International Terrorism: A New Mode of Conflict," in David Carlton and Carlo Schaerf, eds., International Terrorism and World Security (London: Croom Helm, 1975), 15.
- Bruce Hoffman vom RAND schreibt:
- "Der Terrorismus ist im weithin akzeptierten heutigen Sprachgebrauch prinzipiell und seiner ganzen Natur nach eine politische Angelegenheit. Es geht dabei unvermeidlich um Macht: um das Streben nach Macht, den Erwerb von Macht und den Gebrauch von Macht zur Durchsetzung politischen Wandels. Beim Terrorismus geht es also um Gewalt - oder, ebenso wichtig, um die Androhung von Gewalt-, und diese Gewalt wird zugunsten oder im Dienste eines politischen Ziels benutzt und eingesetzt". (Hoffman 2001:Terrorismus. Der unerklärte Krieg, 2., akt. Aufl., Frankfurt / Main: Fischer, S. 15)
- Ich stimme zu dass in den meisten Fällen keine wirklich scharfe Abtrennung existiert. Es gibt aber Fälle auf welche die vom "National Counter Terrorism Center" benutzte Definition "politically motivated, potentially including religious, philosophical, or culturally symbolic motivations" eher zutrifft. Es gibt Fälle in denen eine rein politische Motivation besteht (z.B. die Attentate der USA Castro) und Fälle wie der Unabomber der sein Handeln philosophisch/ideologisch begründet um politischen Einfluss zu gewinnen. Auch Al-Quaida Anschläge auf Institutionen von Ungläubigen fallen in letztere Kategorie da hier eine klar religiöse Komponente vorhanden ist. Der Fall von Johann Lang fällt ebenfalls in die Kategorie Terrorismus obwohl hier keine Motive bekannt sind. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll die wichtigsten verschiedenen Definitionen wie im englischen Teil gezeigt aufzuführen.--Gurgelgonzo 11:28, 29. Mär 2006 (CEST)
- Da geht es ja jetzt wieder um Motivation, und da habe ich ja auch überhaupt kein Problemt mit (wie gesagt, ich hatte die Revertbegründung verpeilt,aber eigentlich glaubte ich, den Unterschied Motivation - Ziele oben erläutert zu haben). In der von Dir eingefügten Definition stand aber "zur Erreichung politischer, religiöser oder ideologischer Ziele" und nicht "mit politischer, religiöser oder ideologischer Motivation". --Darina 12:21, 29. Mär 2006 (CEST)
- Nicht zu vergessen ist, dass diese Motivation zum Teil nur Vorwände sind, um die Bedeutung der eigenen Terrorgruppe zu steigern. Dies würde aber wohl die Einleitung unnötig überfrachten ;-) Man könnte die Einleitung deshalb auch in "mit vorwiegend politischer, aber auch religiöser oder ideologischer Motivation" ändern. --Braveheart Braveheart 17:32, 29. Mär 2006 (CEST)
Was hier auf jeden Fall fehlt, ist die Rolle einiger Staaten im internationalen Terrorismus, bzw. Terrorismus als Form der Aussenpolitik.
- Bitte erst mal die Definition lesen... --Darina 12:08, 7. Jun 2006 (CEST)
Was ist Terrorismus?
Ich finde, es ist an der Zeit, JEDEN Angriff auf ZIVILE Ziele als Terrorismus zu werten. Dann kann man sich sämtliche Attribute sparen, die alle nur von der verbrecherischen Natur des Terrorismus ablenken.Damit gelänge es uns endlich zu allen Kampfhandlungen von Gegenwart und Vergangenheit, eine klare Sprache zu finden.
Wenn schon Dieter Nohlen als Quelle zitiert wird, sollte dies auch im Quellenverzeichnis auftauchen. Nohlen, Dieter [Hrsg.]: Kleines Lexikon der Politik. München. 2001.
Viel zuviel (sinnlose) Literatur
Wieso sind in diesem Artikel tausende Bücher unter Literatur gelistet? Das sollte mal ein bisschen durchforstet werden. Ich bin zwar erklärter Bücherwurm, aber das verwirrt den Leser. Vor allem so sinnige Sachen wie der Roman "Die Terroristen" von Sjöwall/Wahlöö oder der Michael Kohlhaas von Kleist... Einige Sachen erscheinen mir außerdem veraltet, sehr akademisch oder schlicht zuwenig relevant. Da ich in diesem Artikel neu bin, wollte ich das erst mal anregen, anstatt gleich die Axt zu schwingen... Gruß --Pittigrilli 23:46, 27. Aug 2006 (CEST)Der Kriminalroman ist schon mal weg, danke für den Hinweis ;-) Den Rest müssen andere Leute "entsorgen", kenne mich mit der Thematik nicht aus. --Gabbahead. 01:07, 28. Aug 2006 (CEST)
- So, ungefähr zehn Bücher weniger. Das waren nur die, die wirklich ab vom Schuss waren, Prosatexte, Papers irgendwelcher Institutionen, oder Bücher mit denen ein Autor doppelt vertreten war. Meiner Meinung nach sind es immer noch zuviele, aber ich kenne die Literatur in diesem Bereich zuwenig, um jetzt noch weiter zu filtern. --Pittigrilli 19:23, 28. Aug 2006 (CEST)
Hamas und Hisbolla
Der Artikel definiert Terrorismus so: "Unter Terrorismus (von lateinisch terror: „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt bzw. Gewaltaktionen (wie z.B.: Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen (Definition nach Waldmann). Terrorismus ist keine militärische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie. Terroristen greifen nicht militärisch nach Raum (wie z.B. der Guerillero), sondern wollen das Denken besetzen." Zumindest Teile dieser Definition sind bei Hisbolla und Hamas erfüfflt. Sie überschneiden sich aber auch mir´t Guerilla, so dass ich eine doppelte Einordnung vorgeschlagen habe. In deiner Welt Ehrenburg gibt es vielleicht immer ein Schwarz und Weiß, in der Realität aber auch Abstufungen dazwischen. Man kann nie abschließend sagen, ob es nun Guerillas oder Terroristen sind, jedoch kann man sie vor dem Hintergrund ihrer Anschläge hier nicht einfach verschweigen, zu Mal sich diese nicht ausschliweßlich gegen Milität, sondern zum Beispiel bei den Selbstmordattentaten der Hamas meistens und überwiegend klar gegen Zivilisten richten. Julius1990 10:45, 24. Sep 2006 (CEST)
- 1. Zu einer Enzyklopädie gehört die möglichst genaue Klärung von Begriffen. Die inflationäre Verwendung des Begriffes "Terrorismus" zeigt deutlich, wie gefährlich die Vermischung von Werturteilen und Sachurteilen sein kann. Sowohl bei der "Hamas" wie auch bei der "Hizbollah" handelt es sich um politisch-militärische Volksbewegungen, nicht um von der Bevölkerung isolierte sektenartige Gruppen. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen, unabhängig davon, ob uns nun deren politische Position passt oder nicht. Das Ziel beider Organisationen liegt in der Verteidigung ihres Territoriums gegen eine ausländische Macht, nicht in der Verbreitung von Schrecken.
- 2. Die Verwendung terroristischer Mittel ist trotz aller Versuche etwa in der Genfer Konvention, einen "sauberen Krieg" zu definieren, dem militärischen Vorgehen jeder Macht inhärent. Es muss also unterschieden werden zwischen "terroristischen Mitteln", die von nahezu allen Militärmächten eingesetzt werden und dem "Terrorismus" im Sinne dieses Artikels als "Kommunikationsstrategie". Für "Hamas" und "Hizbollah" gilt sicherlich ersteres genauso wie für ihren militärischen Gegner, während es beiden Organisationen an "Kommunikation", wie die Demonstrationen in Beirut und der Wahlerfolg in Palästina zeigen, nicht fehlt.
- 3. Meine Welt ist auch Deine Welt, das konnten wir uns beide nicht aussuchen und sie ist sehr bunt. Nun bleibt uns nichts anderes übrig als sie zu verstehen und zu verändern. --Ehrenburg 01:06, 25. Sep 2006 (CEST)
- Nein, für Hamas und Hisbolla gilt zumindest im selben Maße auch zweites. Sie sind eben keine rein militärisch ausgerichteten Gruppen, sondern verwenden zum Erreichen ihrer Ziele Terrorismus, so dass sie auch als Terroristen eingeordnet werden müssen. Das schließt ja gar nicht aus, dasss sie auch Guerillas oder ähnliches sind. Julius1990 06:58, 25. Sep 2006 (CEST)
- Daneben wird die Hamas (inklusive Hamas-Izz und Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden) nach Terroristische Vereinigung von der EU als Terrororganisation eingestuft. Daneben ist der Artikel von mir zur Sperrung vorgeschlagen worden, so lange hier kein Kompromiss gefunden wurde und das Thema zu Ende diskutiert wurde. Julius1990 15:31, 25. Sep 2006 (CEST)
Autsch!
Seit fünf Jahren und weit über 500 Edits solcher Unsinn. Das Grauen beginnt im ersten Satz:
- Unter Terrorismus (von lateinisch terror: „Furcht, Schrecken“) sind Gewalt bzw. Gewaltaktionen (wie z.B.: Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge etc.) gegen eine politische Ordnung zu verstehen, um einen politischen Wandel herbeizuführen.
Kurzum: Terrorismus, Aufstand, Putsch, Partisanenkrieg - alles ein und dasselbe. Der terreur, dem wir die Beliebtheit des Begriffs zu verdanken haben, war auch nicht "gegen eine politische Ordnung" gerichtet, sondern verbreitete den Schrecken zur Stabilisierung einer politischen Ordnung. --Lixo 03:21, 26. Sep 2006 (CEST)
Siehe auch den Teror, den z.B. CIA, Mossad, syrischer und ägyptischer Geheimdienst und andere ausüben - das ist doch wohl staatlich befohlener oder staatlich santionierter Terrorismus. Dem gemäß sind diese Dienste wohl ebenfalls als terroristische Organisationen einzustufen. Denn was tut der Mossad beispielsweise anderes als Hammas und Hisbollah? (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.185.207.209 (84.185.207.209 • Beiträge) 10:34, 4. Okt 2006)}
PKK,ASALA und RAF
Ich möchte keinen Editwar anzetteln aber trotzdem zumindest auf der Diskussionsseite weiterhin diesen Misstand vor Augen führen.: Da die RAF in Wikepedia als terroristisch eingestuft ist solte gleiches auch für ASALA gelten ansonsten herscht hier ein Ungleichgewicht das so nicht akzeptabel ist. Fals eine Kategorisierung für die eine Organisation als terroristisch nicht möglich ist darf dies auch für die andere nicht sein ansonsten muss man hier von einer Ungerechtigkeit sprechen. Ich weis nicht warum hier eine doppelte Moral angewant wird wie es in einer Enzyklopadie eigentlich nicht sein dürfte. Ich weiss nicht ob dies politisch motiviert oder einfach nur Arrogant ist. Vieleicht sind Deutsche Opfer einfach mehr Wert aber türkische eben nicht. Wenn das Ziel von Anschlagen Deutsche sind dann ist das Terror aber wenn das Ziel von Anschlagen Türken sind dann ist das was anderes. Anders kann man sich das ja kaum erklaren. Auch wenn ich das nicht glauben möchte könte man auf den Gedanken kommen hier ist ein unterschwaliger Rassismus zu gange dessen sich die leute selbst gar nicht bewusst sind. Trotzdem müssen sich Angehörige von Opfern wenn sie in dieser Enzyklopadie die ungleiche Bewertung der beiden Terrororganisationen sehen als ungerecht behandelt sehen und der Warheit ist so bestimt auch nicht gedient.--Mbm1 22:16, 7. Okt 2006 (CEST)mbm1
Absatz terroristische Vereinigung
Da sich die von verschiedenen Staaten als terroristisch eingestuften Organisationen oft ändern und sich keine einzige Organisation findet wo sich alle Staaten einig sein würden, schlage ich vor die Listen dem Hauptartikel zu überlassen und hier lediglich die Definition des Hauptartikels zu lassen: Eine terroristische Vereinigung (deutscher Rechtsbegriff) oder Terroristische Organisation (UN) ist eine auf eine längere Dauer angelegte Organisation mehrerer Personen (Terroristen), deren Ziel es ist, durch Handlungen, die unter rechtsstaatlichen Voraussetzungen auch als Straftaten bewertet werden, vor allem politische Ziele zu erreichen, seien sie auch religiös oder anders motiviert. Politisch motivierte terroristische Vereinigungen versuchen mittels brutaler Gewaltaktionen Schrecken (lat. terror) ins Land zu tragen, um am erstrebten Ziel anzukommen oder um sich, wenn sie schon an der Macht sind, dort zu halten. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von Cknoll (Cknoll • Beiträge) 18:14, 22. Okt. 2006)}
- Gibt es hier Vorbehalte? Falls nicht, bitte auch wirklich Umsetzen. --Mandavi Mandavi 18:24, 14. Nov. 2006 (CET)
Funktionen des Terrorismus
Hallo. Ich bin Politikwissenschaftler und schreibe gerade meine Dr. über die Finanzierungsstrukturen des Terrorismus. Mir ist aufgefallen, dass das Thema "Wie funktioniert, agiert Terrorismus eigentlich?" fehlt. Ich nenne da mal zum Beispiel die Bedeutung der Verfügbarkeit von Sprengstoffen und "kleinen Massenvernichtungswaffen" wie MGs und Pistolen für die historische Entwicklung des modernen Terrorismus (Nebenfrage, wäre es nicht sinnvoll den Verweis auf den historischen Hintergrund des Terrorismus in einen eigenen Subeintrag zu übernehmen?), ebenso wie die Bedeutung der radikalen Gemeinschaft für des funktionieren terroristischer Organisationen, bis hin zu ihrer Finanzierung (mein Thema). Ich würde gerne kurz in diesem Artikel oder einem Unterartikel den Stand der Forschung zum Thema der Terrorismusfinanzierung präsentieren. Sinnvoll? Wo einbauen? (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von Cknoll (Cknoll • Beiträge) 18:22, 22. Okt. 2006)}Staatsterror
Die Definition und Begrifflichkeit des Staatsterror scheint mir noch etwas schwammig. Nohlen schreibt z.B. den Begriff 'Terror' der vom Staat zur systematischen EInschüchterung Gewalt zu und unterscheidet dabei/dadurch die Begrifflichkeiten Terror und Terrorismus - macht das Sinn, diese begrifflichen Unterscheidungen in den Artikel einzubauen? (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 88.73.186.213 (88.73.186.213 • Beiträge) 12:48, 2. Nov. 2006)}
neue Literatur
Bitte folgende Literatur hinzufügen:
- Annegret Bendiek: Die Terrorismusbekämpfung der EU. Schritte zu einer kohärenten Netzwerkpolitik. SWP-Studie 2006/S 21. Berlin 2006. ISSN 1611-6372. [LINK].
Danke! Henning Blatt 15:48, 14. Nov. 2006 (CET)

