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Der Artikel Textilindustrie gehört zur Kategorie: Textilindustrie
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Textilfabrik in Taschkent, Foto von Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski um 1910 Bildherkunft |
Die Textilindustrie gehört zu den ältesten Industriezweigen, sie verbreitete sich unmittelbar mit der Industriellen Revolution. Im Mittelalter wurden Textilprodukte im häuslichen Betrieb (zum Eigenbedarf oder für einen Verleger) oder in kleinen Handwerksbetrieben hergestellt.
Geschichte
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Die Textilindustrie war in fast allen Mittelgebirgen vorhanden, besonders: Schwäbische Alb, Eifel, Hunsrück, Rhön, Vogelsberg, Frankenwald, Erzgebirge, Schwarzwald und Bayerischer Wald.
Bedeutende Teile der Textilindustrie der deutschen Mittelgebirge sind als Ersatzindustrien für den rückläufigen bzw. den aufgegebenen Bergbau entstanden – so die Spitzen-Klöppelei und Posamentenindustrie des Erzgebirges und die Trikotagenindustrie der Schwäbischen Alb.
Durch die von England ausgehende Mechanisierung des Spinn- und Webvorgangs Ende des 18. Jahrhunderts und die Verdrängung von Leinen und Wolle durch die Baumwolle verlor die Textilindustrie in den Mittelgebirgen zunehmend an Bedeutung, was schließlich zu großer wirtschaftlicher Not führte (Weberaufstand). Hingegen stieg die Bedeutung der baumwollverarbeitenden Textilindustrie, z. B. im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.
Von 1955 bis 1980 gingen in der Bundesrepublik Deutschland über 400.000 Arbeitsplätze in der Textil- und Bekleidungsindustrie verloren.
Nur noch 5 % aller in Deutschland verkauften Textilien werden auch in Deutschland hergestellt.
Bedeutung der Textilindustrie heute
Ende 2003 waren in Deutschland noch 49.472 Menschen in 472 Unternehmen beschäftigt. (Statistisches Bundesamt Wiesbaden: 2004) Die Textilindustrie hat heute in Europa heute nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Viele Stoffe kommen aus den Niedrigpreisländern, die einen großen Teil des europäischen Bedarfs decken, unter anderem der Volksrepublik China, Indien, Südkorea und Taiwan. Sie werden dort gefärbt und genäht.
Techniken der Textilindustrie
Techniken der Textilindustrie sind zum Beispiel:
Zentren der Textilindustrie
Traditionelle Zentren der Textilindustrie in Deutschland sind Aachen, Apolda, Augsburg, Aschaffenburg, Bielefeld, Bocholt, Chemnitz und das westsächsische Erzgebirgsvorland mit Crimmitschau, Krefeld, Mönchengladbach, Nordhorn, Oberfranken, Plauen und das Vogtland, Rheine, Schmallenberg, Wuppertal sowie Zittau, die Oberlausitz und das Wiesental im Südschwarzwald.
In Österreich sind dies Vorarlberg und das Waldviertel, wo vor allem die Banderzeugung beheimatet war und deshalb auch das Bandlkramerlandl bezeichnet wird, und das Mühlviertel.
In der Schweiz war die Textilindustrie vor allem in der Ostschweiz und im Zürcher Oberland mit Produktionsstätten stark vertreten. Heute ist Winterthur mit dem Hauptsitz der Firma Rieter und anderen ein Standort, an dem viele Textilmaschinen entwickelt werden.
Literatur
- Axel Föhl und Manfred Hamm: Die Industriegeschichte des Textils, VDI-Verlag, Düsseldorf 1988, ISBN 3-18-400728-6
Siehe auch
Weblinks
- Globalisierung hautnah: Arbeitsbedingungen in der Bekleidungswirtschaft und der Einfluss der Konsumenten. Informationen von verbraucherbildung.de (Bildungsportal des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V.)
- Waldviertler Textilstraße
- Seite der Europäischen Textilrouten, Routen in Deutschland
- Bayerisches Textil-und Industriemuseum (tim)
- Seite des Textilmuseums Bocholt
- Verband der Textilwirtschaft
Diskussion der Autoren über den Artikel: Textilindustrie
Das Thema Textil mit seinen Unterthemen ist hier offensichtlich überhaupt nicht oder kaum bearbeitet worden. Ich persönlich halte das für einen großen weissen Fleck auf der Landkarte der Wikipedia, der umgehend geschlossen werden muß. Interessant dürften dabei vor allem technikgeschichtliche Zusammenhänge sein, denn eine nennenswerte Textilindustrie (außer zur Herstellung von Spezialtextilien) gibt es in Deutschland nicht mehr. Ich erinere nur an die Dampfmaschine, die zu einem sehr frühen Zeitpunkt als Antriebsmaschine in der Textilindustrie eingesetzt wurde. Allerdings reicht hier mein Spezialwissen nicht allzuweit, deshalb die Aufforderung an weitere Wikipedianer, hier mit zu machen. --Markus Schweiß 13:28, 28. Mär 2004 (CEST)
Beschäftigte
Ich erlaube mir an dieser Stelle nur die Anmerkung, dass Ende 2005 im deutschsprachigen Raum (auch hier sollte die Fokusierung nicht nur auf Deutschland begrenzt bleiben) immerhin noch ca. 180.000 Menschen in ca. 2000 Unternehmen beschäftigt waren. Dass sich die Textilindustrie in unseren Breiten (aber nicht nur hier) in einer schwierigen Lage befindet ist unumstritten.
Hervorragende Anmerkung, genau das fehlt im Artikel - man jammert immer, welche Arbeitsplätze verloren gehen und verlagert werden, sagt aber nie, wieviele wo und warum noch existieren. Stammt die Zahl oben vom Statistischen Bundesamt? Genau diesen Aspekt sollte man im Artikel ergänzen. Plehn 11:22, 21. Jun 2006 (CEST)
Anzahl der beschäftigten geändert nach Informationen von Ver.di auf Grundlage des statistischen Bundesamtes. Ggf. treffen die 180.000 Menschen zu für Industrie, Verkauf etc.? Das sollte geklärt und kenntlich gemacht werden.


