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Der Artikel Tod gehört zur Kategorie: Tod
Der Tod ist der unumkehrbare Verlust der für ein Lebewesen typischen und wesentlichen Lebensfunktionen (siehe Lebewesen).
Die Schwierigkeit einer Definition
Die Schwierigkeit einer für alle Lebewesen gültigen Definition lässt sich durch die Beispiele Tod von Einzellern und Tod von Säugetieren erahnen. Im ersten Fall ist der Tod entweder durch den unumkehrbaren Verlust der Zellintegrität (Lyse) oder den unumkehrbaren Verlust der Zellteilungsfähigkeit (z. B. durch Zerstörung des Genoms) definiert, im zweiten Fall durch die unumkehrbare Desintegration lebensnotwendiger Organe wie des Herzkreislaufsystems und des zentralen Nervensystems (Gehirn). Das Sterben ist ein Prozess, und das Eintreten des Todes lässt sich selten exakt einem Zeitpunkt zuordnen. Der Tod ist der Zustand eines Organismus nach der Beendigung des Lebens und nicht zu verwechseln mit dem Sterben und Nahtoderfahrungen, die ein Teil des Lebens sind.Der Tod als biologischer Mechanismus
Die biologische Begründung für den natürlichen Tod – und auch schon der Alterung – wird von Wissenschaftlern im Mechanismus der Evolution vermutet: Hat ein Lebewesen sein Erbgut erfolgreich weitergegeben (sind die Nachkommen selbständig), dann existiert das Erbgut in den Nachkommen fort. Ereignisse, die sich nach der erfolgreichen Weitergabe des Erbguts einstellen, haben keine direkte Wirkung auf die Veränderung, also weder eine fördernde noch eine hemmende Wirkung. Folglich können sich im Erbgut Faktoren ansammeln, die das weitere Leben nach der erfolgreichen Erbgutweitergabe bestimmen, ohne dass sie dem Selektionsdruck ausgesetzt sind. Dazu zählen auch Erbkrankheiten, die erst im fortgeschrittenen Alter ausbrechen, wie z. B. die Nervenkrankheit Chorea Huntington. Dieser „genetische Müll“ verursache, so die Theorie, den Alterstod. Dass der Alterstod nicht zwangsläufig sein muss, zeigen Experimente mit bestimmten Seegurken-Arten: Diese konnten über Jahrzehnte am Leben erhalten werden, ohne dass Alterungserscheinungen auftraten. Voraussetzung für die völlige Aussetzung der Selektion ist, dass es ein Alter gibt, ab dem eine Fortpflanzung nicht mehr möglich ist. Bei Lebewesen, die sich durch Knospung vermehren, ist dies oft nicht gegeben. Diese sollten also nach dieser Theorie potentiell unsterblich sein.Zwei Faktoren können jedoch auch nach der Erbgutweitergabe einen Selektionsdruck auf Gene bewirken, die sich auf den Todeszeitpunkt auswirken: Bei vielen Lebewesen ist es Aufgabe der Eltern, ihre Nachkommen großzuziehen, und ein Tod der Eltern während dieser Zeit verhindert das Fortbestehen des Erbgutes. Andererseits führt ein zu langes Weiterleben nach der Fortpflanzung zu höherem Druck für die Nachkommen wegen Platz- und Ressourcenmangel. Weiterhin führt zu langsamer Generationswechsel zur langsamen Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und dient nicht der Arterhaltung. In dieser Hinsicht ist der Tod also nützlich und notwendig (für die Art).
Todesursachen
Hauptartikel: TodesursacheIm engeren Sinne unterscheidet man beim Eintritt des Todes einerseits konkret fassbare Ursachen, andererseits werden aus den jeweiligen Umständen des Todes einer Person abgeleitete, psychogene Faktoren diskutiert, die als Ursache des Todes in Erscheinung treten sollen.
Zu den natürlichen Todesursachen zählen Krankheiten und das Versagen von Körperfunktionen, zu den nichtnatürlichen Todesursachen rechnet man u. a. Unfälle, Verbrechen, Krieg, Vergiftungen oder Suizide.
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Todesursachen in Deutschland Bildherkunft |
Der Begriff des psychogenen Todes beschreibt Vermutungen, wie der Tod aus der „Tätigkeit der Psyche heraus“ eintreten könnte. Der psychogene Tod soll etwa in Zusammenhang mit Voodoo als Folge von Verzauberung, Verfluchung, Suggestion, Prophezeiung, schwarzer Magie oder Beten beobachtet worden sein. Man geht auch bei Todesfällen nach Brechen von abergläubischen und religiösen Tabus oder bei Verzweiflung, Hilf- und Hoffnungslosigkeit oder Heimweh im Rahmen des „Heimweh-Tods“ von psychogenen Ursachen beim Todeseintritt aus.
Der Übergang vom Leben zum Tod
Sterbephase
Elisabeth Kübler-Ross wollte erkannt haben, dass der Sterbeprozess unheilbar Kranker in unserer modernen Kultur meist in fünf Phasen abläuft. In der Regel durchlaufen die Betroffenen die Zustände:- Nichtwahrhabenwollen und Isolierung
- Zorn
- Verhandeln
- Depression
- Zustimmung
Todeszeichen
Die genaue Grenze zwischen Leben und Tod ist schwer zu definieren. Je weiter man von der Grenze entfernt ist, desto klarer ist der Unterschied zwischen Leben und Tod, je näher man an der Grenze ist, desto unschärfer wird sie: So können Lebewesen, die bereits einen Herzstillstand haben, manchmal erfolgreich wiederbelebt werden. Ebenfalls können einzelne Zellen und Gewebe während des so genannten intermediären Lebens noch viele Stunden nach eingetretenem Hirntod auf äußere Einflüsse reagieren. Als unsichere Todeszeichen gelten unter anderem:- fehlende Atmung
- fehlender Puls
- fehlender Herzschlag
- Bewusstlosigkeit
- Unterkühlung, für das auch als Leichenkälte bezeichnete Todeszeichen siehe Algor mortis
- komplette Lähmung aller Muskeln
- fehlender Pupillenreflex (vgl. Areflexie)
- Trübung der Hornhaut
Für eine Organentnahme zur Organtransplantation wird der Tod über den Hirntod definiert. Zur Feststellung des endgültigen Todes dienen die sicheren Todeszeichen. Im allgemeinen reichen die folgenden sicheren Todeszeichen dazu aus:
- Totenstarre (Rigor mortis, Leichenstarre)
- Verwesung (Autolyse) oder Fäulnis
- Totenflecken (Livores)
- Verletzungen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind (z. B. Enthauptung)
Todeszeitpunkt
Zur Feststellung des Todeszeitpunktes werden verschiedene Methoden angewandt. So geben die Beurteilung der Totenstarre und der Leichenflecken grobe Richtwerte (Beginn der Totenstarre nach 2–4 Stunden, volle Ausprägung nach 6–8 Stunden, Lösung nach 2–3 Tagen). Als eine der genauesten Methoden gilt die Bestimmung der Körperkerntemperatur, die unter Berücksichtigung der Außentemperatur, des Körpergewichtes und den Auffindungsumständen zur Berechnung der Abkühlungszeit benutzt werden. Ebenfalls zur Ermittlung der Todeszeit werden Insektenlarven beurteilt. Daraus hat sich eine eigene Forschungsrichtung der Rechtsmedizin entwickelt: die forensische Entomologie.Der Tod im deutschen Recht
Gesetzliche Definition
Im deutschen Recht gibt es keine gesetzliche Bestimmung zur Frage, wann der Tod eingetreten ist. Überwiegend wird der Hirntod als Todeszeitpunkt angenommen (§ 3 Transplantationsgesetz).Nach dem Transplantationsgesetz ist eine Organentnahme nur nach dem Hirntod erlaubt. Auch das schweizer Transplantationsgesetz vom Dezember 2003 regelt dies vergleichbar. Der genaue Todeszeitpunkt kann bei erbrechtlichen Fragen eine Rolle spielen. Mit dem Tod endet die Rechtsfähigkeit des Menschen, wenn auch das postmortale Persönlichkeitsrecht und gewisse weitere Schutzrechte (z. B. in Form der Schweigepflicht) fortdauern.
Der Sterbefall ist am Werktag nach dem Tod dem zuständigen Standesamt mitzuteilen ( Personenstandsgesetz), welches den Sterbefall beurkundet und eine Sterbeurkunde erteilt. Meldepflichtig sind nach , PersStG Mitbewohner der Wohnung, in der der Verstorbene gelebt hat und Leiter von Anstalten, Kliniken, Heimen, wenn der Verstorbene dort gestorben ist.
Der tote menschliche Körper ist ein Leichnam, der totenfürsorgebedürftig ist. An einer Leiche gibt es kein Eigentum, sondern nur Aneignungsrechte. Die Totenfürsorgepflichtigen sind nach Bestattungsrecht der Bundesländer zur Durchführung der Bestattung verpflichtet. Der Erbe ist nach BGB zur Zahlung der Bestattungskosten verpflichtet.
Rechtsmedizin
Zur Aufklärung von Verbrechen sowie für Erbschaftsfragen ist gelegentlich die Feststellung der Todesursache oder die Feststellung des Todeszeitpunktes von Bedeutung. Dies ist Aufgabe der Rechtsmedizin.Bei den – zumindest aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht – konkret fassbaren Todesursachen versucht man, die gewaltsamen von den nicht gewaltsamen Todesursachen zu unterscheiden. Diese recht grobe Unterteilung wird von den für die Untersuchung zuständigen Amtspersonen mit dem Begriff Todesart bezeichnet und kennt die Möglichkeiten natürlich und nicht-natürlich; eine als ungeklärt bezeichnete Todesart kann dagegen nicht als eigentliches Untersuchungsergebnis bezeichnet werden. Eine nach dem Tod eines Individuums letztlich ermittelte „Todesursache“ ist nichts anderes als eine rekonstruktive Formulierung, die das Ergebnis eines umsichtigen Einreihens der einzelnen, zur Verfügung stehenden Beobachtungen in einen Erfahrungsrahmen ist, die umso besser gelingt, je mehr Beobachtungen zur Verfügung stehen.
Die Formulierung von Todesursachen kann Fehlern unterliegen: z. B. ungenügende Untersuchung der verstorbenen Person oder Verkennen kausaler Zusammenhänge. Das Spezifitäts-Paradox ist ebenfalls ein nicht seltener Fehler: nur weil eine bestimmte Beobachtung besonders genau dokumentiert wurde, ist sie nicht alleine deswegen der wichtigste Faktor im pathophysiologischen Sterbeprozess.
Die Untersuchung einer Todesursache bedingt je nach konkreter Fragestellung eine äußere Leichenschau, eine autoptische Leichenöffnung und eine toxikologische Untersuchung mit Frage nach Vergiftung. Die Frage nach Vergiftung durch Drogen wie Alkohol oder Medikamente oder durch andere Substanzen kann bei ausschließlich äußerer Untersuchung meist nicht beantwortet werden.
Welche Untersuchungsschritte zur Etablierung einer Todesursache unabdingbar sind, hängt zum einen vom öffentlichen Anspruch an das Ergebnis der Todesursachenbestimmung ab, zum anderen von den konkreten Gegebenheiten. Es gibt Ereignisarten, die keine Gesetzgebung verpassen sollte; dazu gehören Tötungen, Vernachlässigungen, medizinische Behandlungsfehler, Unfälle als Folge technischer Mängel, Unfälle als Folge verantwortungslosen Handelns und man kennt meldepflichtige infektiöse Erkrankungen, deren Vorliegen mitunter nach Abschluss einer amtlichen Untersuchung konstatiert werden kann.
Die von Amtes wegen vorgeschriebene Strategie zur Untersuchung von Todesursachen unterscheidet sich daher auch von Gesetzgebung zu Gesetzgebung. Zweckmäßig ist mindestens
- das routinemäßige Durchführen einer toxikologischen Untersuchung von Blut und Urin,
- die routinemäßige Inspektion der äußeren Körperoberfläche und
- die routinemäßige Untersuchung der dem Tod vorausgehenden Umstände und der Auffindesituation bei jedem Todesfall durch
- geschultes Personal.
Der Tod aus philosophischer und religiöser Sicht
Zu den Konsequenzen des Todes für das betroffene Individuum lassen sich vier philosophische Grundhaltungen unterscheiden:- Der Tod ist das endgültige Ende der körperlich-organischen und der aktiven, physisch feststellbaren geistigen Existenz eines Lebewesens (z. B. Ganztodtheorie)
- Der Tod ist nur eine Phase, die schließlich zu einem neuen individuellen Leben führt (Wiederverkörperung durch Reinkarnation)
- Der Tod ist der unumkehrbare Übergang in einen anderen Seinszustand (Weiterleben in einem Totenreich, Auferstehung, Unsterblichkeit)
- Leben und Tod sind indifferent (in einigen mystischen Richtungen, z. B. im Zen).
Zu den unterschiedlichen Auffassungen der verschiedenen Religionen und philosophischen Richtungen gibt der Artikel Leben nach dem Tod Auskunft.
Der Umgang mit dem Tod
Dass der Umgang mit dem Tod schwer fallen muss, ersieht man bereits aus einer eher unauffälligen sozialen Tatsache: Wenige deutsche Worte – und in anderen Sprachen ist es ebenso – hatten und haben so viele Synonyme und abmildernde Bezeichnungen wie für den „Tod“. Beispiele geben viele Todesanzeigen („Hingang“, „Hintritt“, christlich gefasst: die „Versammlung zur höheren Gemeinde“), Nachrufe („Ableben“, „Abschied“), dichterische Formen („Freund Hein“) oder umgangssprachliche Umschreibungen (vom altertümlichen „Gevatter Tod“ bis zum gegenwärtigen „den Löffel abgeben“).Der direkte Umgang mit dem Tod ist seltener geworden, wo er nicht mehr im Kreise der Familie oder inmitten von Gefährten (wie etwa im Krieg, im Katastrophenfall) eintritt, sondern in Kliniken, und wo der Leichnam von Bestattungsunternehmen übernommen wird.
Mehrere Wissenschaften befassen sich direkt mit Tod, und im Zusammenhang damit mit den Sterbenden und Hinterbleibenden (so besonders die Theologie und die Palliativmedizin), andere seltener (Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Philosophie).
Kultursoziologischer Ansatz
Der soziale Umgang mit dem Tod hängt zunächst stark davon ab, ob eine Kultur überhaupt den „Tod“ als Tatsache verneint oder bejaht.Sie betonen damit eine der beiden Möglichkeiten, die in jedem einzelnen Menschen psychisch präsent sind, denn einerseits lernt er glaubhaft bereits im Jugendalter „Alle Menschen sind sterblich“, andererseits aber hat er bis an die Schwelle von schwerer Krankheit oder Alter die innerliche Überzeugung, er lebe immer weiter. (Vgl. dazu Franz Borkenau, „Ende und Anfang“.)
Verneint eine Kultur die Endgültigkeit des Todes, so müssen bereits die Lebenden mit dem Weiterwirken der Verstorbenen rechnen, müssen sie ggf. fürchten, sich aber auch auf ihren eigenen physischen Tod entsprechend einstellen, um ihr andersartiges Weiterleben zu optimieren (vor allem Strafen für diesseitige Schuld im Jenseits zu vermeiden). Entsprechend entwickeln solche Kulturen auch Konzepte des körperlichen oder geisterhaften Weiterlebens, der Wiedergeburt, des Ewigen Lebens u.a. und entsprechende Bräuche und Rituale (z. B. behausende Bestattungsformen, Ahnenkulte, Opfer und Fürbitten).
Verneint eine Kultur jedes (diesseitige oder jenseitige) Weiterleben, sieht also den Tod als endgültig an – wie z. B. die alten Griechen (siehe Hades) –, so sind ihre Mitglieder ganz darauf verwiesen, ihr Diesseits zu gestalten und ggf. ihr Weiterleben im Diesseits zu beeinflussen, vor allem also für ihr Angedenken, im stärksten Fall für ihren Nachruhm zu sorgen. Auch hier finden sich darauf abgestimmte Bräuche und Rituale (z. B. erinnernde Grabmale, regelmäßige Gedenktermine, Gedenkstätten).
Psychoanalytischer Ansatz
Hier wird mit der Entgegensetzung und -wirkung des Sexual- und des Todestriebs in jedem Einzelnen gearbeitet. (Vgl. dazu Sigmund Freud, „Jenseits des Lustprinzips“.)Beide Triebe sind nicht auslebbar, also müssen sie minder oder mehr unterdrückt werden. Dies geschieht nicht nur bewusst, sondern – angesichts der Stärke dieser Triebe vorhersehbar – stark auch unbewusst. Entsprechend wird der Tod verdrängt oder so verarbeitet, dass er ins Vorbewusste zurücktritt und alltags den Menschen nicht ununterbrochen behelligt. Doch verschwindet er nicht völlig, sondern macht sich in Gewohnheiten (z. B. regelmäßigen angstvollen Gebeten, Träumen oder Neurosen) immer wieder bemerkbar.
Wieviel Triebunterdrückung nötig erscheint, hängt wiederum von der jeweiligen Kultur ab. Diese reichen von der vorherrschenden Todesbejahung (vgl. den Heldentod) bis hin zur vorherrschenden Todesverneinung (vgl. die Höllenangst).
Sonstiges
Der Tod in Literatur und Kunst
Oftmals wird der Tod in der Literatur personifiziert, etwa in Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“, Woody Allens Einakter „Death knocks“ („Der Tod klopft“) oder Terry Pratchetts „Mort“ („Gevatter Tod“). Ein zentrales Motiv stellt er auch bei Thomas Mann dar, so bereits in seinen frühen Erzählungen (Der Weg zum Friedhof, Der Kleiderschrank), vor allem aber in Der Tod in Venedig und Der Zauberberg.
In der darstellenden Kunst wird die Vergänglichkeit des Lebens mit Hilfe verschiedener Vanitas-Symbole dargestellt. Der Tod wird oft als Skelett mit Sense (Sensenmann) oder Schädel gezeigt; die Sense dient dazu, die Seele vom Körper zu trennen. Siehe auch Totentanz.
Weitere Bezeichnungen für den Tod sind: Freund Hein, Gevatter Tod, der Schnitter, Klapperbein.
Darstellungen des Todes im Film
- Bengt Ekerot in Das siebente Siegel (1957)
- Gabriella Giacobbe in Keoma (1976)
- Ian McKellen in Last Action Hero (1993)
- Brad Pitt in Rendevous mit Joe Black (1998)
Der Tod in der Sprache
Der Tod von Menschen ist oft ein Tabuthema. Daher haben alle Sprachen euphemistische Ausdrücke, um den Tod zu umschreiben. Oft handelt sich dabei um Ausdrücke, die anstelle der Endgültigkeit des Todes einen Übergang in ein potentielles Jenseits betonen. In der deutschen Sprache sind Euphemismen wie Verlassen, Hinscheiden, Heimgehen, Entschlafen gebräuchlich. Regional wird auch häufig „Abberufen werden“ (zum christlichen Gott) verwendet. Stirbt ein Mensch unter besonders qualvollen Umständen, spricht man umgangssprachlich auch von krepieren, um die menschenunwürdigen Umstände seines Todes zu betonen."Zudem existieren viele saloppe Wendungen wie „Den Löffel abgeben“, „ins Gras beißen“ oder "sich die Radieschen von unten ansehen".
Der Tod von nicht-menschlichen Lebewesen wird meist mit spezifischen Ausdrücken bezeichnet: Tiere, die getötet werden, schläfert man ein', sie sterben aus innerer Ursache, krepieren oder verenden. Oder sie werden von Tieren gefressen oder von Menschen geschlachtet. Pflanzen sterben ab oder gehen ein.
Ein Soldat, der bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen ist, wird als Gefallener bezeichnet.
Siehe auch
- Totenfürsorge, Bestattung, Friedhof, Trauer
- Hospizbewegung, Todesangst, Sterbehilfe, Suizid
- Mortalität, Todessymbolik
- Tod (Medizin), Scheintod, Hungertod, Reflextod
Literatur
- Philippe Ariès: Geschichte des Todes. 10. Aufl. Dtv, München 2002, ISBN 3-423-30169-4
- Norbert Fischer: Geschichte des Todes in der Neuzeit. Sutton, Erfurt 2001, ISBN 3-89702-342-3
- Norbert Ohler: Sterben und Tod im Mittelalter. Patmos, Düsseldorf 2003, ISBN 3-491-69070-6
- Christoph Daxelmüller (Hrsg.): Tod und Gesellschaft – Tod im Wandel. Schnell und Steiner, Regensburg 1996, ISBN 3-7954-1114-9
- Sandra Joachim-Meyer: Sinnbilder von Leben und Tod: die Verdrängung des Todes in der modernen Gesellschaft Tectum-Verl., Marburg 2004, ISBN 3-8288-8753-8
- Ulrich H. J. Körtner: Der unbewältigte Tod. Theologische und ethische Überlegungen zum Lebensende in der heutigen Gesellschaft. Rothe, Passau 1997, ISBN 3-927575-62-3
- Albrecht Gläser: Grenzen zwischen Leben und Tod. Probleme in der Intensivmedizin. Hirzel, Stuttgart u.a. 1998, ISBN 3-7776-0861-0
- Ines Klinge: Todesbegriff, Totenschutz und Verfassung. Der Tod in der Rechtsordnung unter besonderer Berücksichtigung der verfassungsrechtlichen Dimension. Nomos, Baden-Baden 1996, ISBN 3-7890-458
- Sherwin B. Nuland. Wie wir sterben.Kindler Verlag, München 1994, ISBN 3-426-77237-X
- Walter Zimmermann: Rechtsfragen bei einem Todesfall. Erbrecht, Testament, Steuern, Versorgung, Bestattung. 5. Aufl. Dtv, München 2004, ISBN 3-423-05632-0, 3-406-49284-3
- Hans Schilder: Was tun im Trauerfall? Formalitäten erledigen, Bestattungen organisieren und Abschiedsfeier gestalten. Urania, Stuttgart 2004, ISBN 3-332-01504-4
Dokumentarfilme
- Dying at Grace, Kanada 2003, Regie: Allan King
Weblinks
- Kriterien des Hirntods. Richtlinien der Bundesärztekammer
- Umfangreiche Seite mit Informationen zum Thema Tod, Sterben, Trauer und E. Kübler-Ross
- www.sungaya.de – Sterben und Tod
- Todesvorstellungen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit
- Begriff des Todes von Stephan Siemens (Darstellung eines dialektischen Todesbegriffs)
- Manuela Steger: Eine Reise in das Leben – Zeitgenössische Betrachtungen im Angesicht des Todes (Diplomarbeit 1999)
- Ritual und Musik im Angesicht des Todes in nicht-industriellen Gesellschaften
- Armin G. Wildfeuer: Mors certa - hora incerta. Über die Gewissheit des eigenen Todes als Problem der Philosophie
| Link=Wikipedia:Deutschlandlastige Artikel} | Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern. |
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simple:Death zh-yue:死
Diskussion der Autoren über den Artikel: Tod
Tippfehler: Im Bereich Rechtsmedizin steht:
Die von Amtes wegen vorgeschriebene Strategie zur Untersuchung von Todesursachen unterscheidet sich daher auch von Gesetzgebung zu Gesetzgebung. Zweckmässig ist mindestens
- das routinemässige Durchführen einer toxikologischen Untersuchung von Blut und Urin,
- die routinemässige Inspektion der äußeren Körperoberfläche und
- die routinemässige Untersuchung der dem Tod vorausgehenden Umstände und der Auffindesituation bei jedem Todesfall durch
- geschultes Personal.
das "geschultes Personal" ein Einzelpunkt ist ist natürlich fehlerhaft, dieser Zusatz muss entweder zum letzten Punkt dazugehören oder, was ich für sinnvoller halte, als Anmerkung untendrunter
All diese Untersuchungen müssen von geschultem Personal durchgeführt werden. o.ä.
Der Geist und der Tod: Meines Erachtens sollte der Satz: Der Tod ist das Erlöschen der körperlichen Existenz eines Lebewesens. erweitert werden zu folgender Aussage:
Der Tod ist das Erlöschen der körperlichen und aktiven-geistigen Existenz eines Lebewesens.
Denn der menschliche Geist kann nur auf dem Boden eines lebenden Gehirns aktiv sein. Nach dem Tod stirbt auch der Geist des Menschen.
Seine geistigen Leistungen können natürlich noch nach seinem Tode fortwirken und Anlaß zu Diskussionen und geistigen Ausseinandersetzungen anderer Menschen sein. In diesem Sinne kann der Geist eines bereits Gestorbenen nach dem Tode noch "weiterleben".
Ein echtes Weiterleben des aktiven Geistes ohne funktionierendes Gehirn ist aus biologischer, medizinischer und naturwissenschaftlicher Sicht nicht möglich.
rho
Und wie ist das bei dem Tod eines Einzellers, oder einer Ameise? Haben die auch eine 'aktiv-geistige Existenz'? -- Schewek 19:58, 18. Sep 2002 (CEST)
- Über die Frage, ob der Geist weiterlebt, gibt es aber bekanntermaßen verschiedene Ansichten. Und da Artikel neutral sein sollen, halte ich den Satz in dieser Form nicht für geeignet.
- Allerdings wäre folgendes möglich:
- Der Tod ist das Erlöschen der körperlichen Existenz eines Lebewesens. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist dies auch das Ende seines Geistes (soweit es einen hatte). In den Religionen wird ein Weiterleben des Geistes nach dem Tod postuliert (z.B. als Geister, durch Wiedergeburt oder durch Eingehen ins Paradies).
- -- Ce 20:02, 18. Sep 2002 (CEST)
"Der Tod ist ein finales Ereignis und begrenzt die Lebensdauer. Staatlicher Gesundheitsreport NRW" ist das brauchbar? --Nerd
Das ist ein brauchbarer Satz. Aber er drückt sich um die Aussage: Der Tod ist das Erlöschen der körperlichen und aktiven-geistigen Existenz eines Lebewesens.
Ich finde es ja schon erstaunlich, das man offensichtlich etwas Bauchschmerzen mit der Aussage hat, sie aber trotzdem in Wikipedia stehen läßt.
Ich finde die Aussage gut und richtig und würde sie so stehen lassen. Ich bin gespannt, wann jemand kommt und sie wieder korrigieren will, und welche Argumente er dafür vorbringen kann.
Rho
1. Der als Ende der aktiv-geistigen Existenz beschriebene Tod ist meiner Ansicht nach Mensch-zentriert, der Artikel sollte in Tod des Menschen umbenannt werden, da der Tod niederer Tiere nicht behandelt wird.
2. Bzgl. Ende der geistigen Aktivität: Juckt mich nicht so sehr, aber letztendlich geht es um die Frage, ob das im Artikel unter Geist verstandene rein körperlich zu verstehen ist oder nicht. Im ersten Fall (A) (Geist rein bedingt durch Körper) ist "aktiven geistigen Existenz" redundant. Im zweiten Fall ist (B) (Geist ist etwas ausserhalb des Körpers) ist die Aussage falsch.
Und die Diskussion, welcher Fall nun zutrifft, ist in diesem Artikel fehl am Platze.
Persönlich finde ich den Bezug zur geistigen Existenz an dieser Stelle unpassend und überfüssig.
-- Schewek
Hallo Schewek ! Zu Punkt 1 : da hast du völlig recht ! zu Punkt 2 : meines Erachtens muß man beim Geist außerhalb eines lebenden Körpers 2 völlig verschiedene Dinge unterscheiden:
A.Ein aktiv-geistig tätiger Mensch schreibt ein Buch: Seine Ideen finden sich in diesem Buch wieder. Er stirbt. Sein aktiver ( = lebendiger) Geist stirbt. Der Inhalt des Buches existiert weiter. Die darin stehenden Gedanken werden diskutiert, verändert etc. d.h ein Teil seines Geistes existiert weiter, aber eben in anderen Köpfen und in seinem Buch. Punkt A: ist die naturwissenschaftlich akzeptierbare Grundlage einer Existenz von Geist nach dem Tode eines Menschen.
B.Ein Mensch stirbt. Im Zeitpunkt seines Todes verläßt eine wie auch immer definierte Substanz seinen Körper und existiert ohne materielle Grundlage weiter. Punkt B ist die christlich religiöse Ansicht vom Weiterleben nach dem Tode. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist diese abzulehnen, da es bislang keinen Nachweis der Existenz von Information oder Geist ohne materielle Grundlage gibt.
Man muß also Stellung beziehen zu Punkt B. Wenn man dem Punkt B zustimmt, muß man versuchen, die darin steckenden Aussage hieb und stichfest zu beweisen.
Ich sehe bislang keinen solchen Beweis . Deswegen lehne ich Punkt B ab.
Ich finde den Bezug zur geistigen Existenz an dieser Stelle sehr spannend und keineswegs überfüssig.
-- rho
Was Deine/Meine Stellung ist, sollte nicht den Inhalt des Artikels bestimmen.
Eine Enzyklopädie stellt neutral dar, was es an Standpunkten gibt.
In der Diskussion versuchen wir nicht, recht zu haben (mein Standpunkt ist richtig), sondern den Konsens (es gibt Standpunkte x, y, z) zu finden.
So, wie der erste Satz jetzt steht, ist es unklar, verwirrend, ...
Darum, den ganzen Geist-Kram da weg, und einen eigenen Abschitt weiter unten, der die genannten Punkte (A+B) anreisst.
-- Schewek
Hallo,
also mit Geistigkeit usw. hat eine naturwissenschaftliche Definition des Todes rein garnichts zu tun. Und soviel ich weiß, kann auch eine Pflanze tot sein. Auch die körperliche Existenz ist ja nicht sofort nach dem Eintritt des Todes erloschen, man denke nur an die Leiche.
Der Tod ist das Gegenteil von Leben. Und die Merkmale des Lebens sind, soweit ich mich erinnere
- Bewegung,
- Erregbarkeit,
- Stoffwechsel und
- Fortpflanzung.
Definition wäre also (Vorschlag): Der Tod ist die irreversible Beendigung der Lebensvorgänge in ihrer Gesamtheit, wie Bewegung, Stoffwechsel, Erregbarkeit und Fortpflanzung.
Uwe Thormann 13:45, 27. Mär 2004 (CET)
Hallo auch,
zunächst einmal muss ich Uwe Thormann Recht geben: Es sollte hier weniger um den Gegensatz (?) Leib-Seele-Geist, sondern eher um die Begriffe "Leben" und "Tod" gehen. Denn, wie Uwe schrieb: " Auch die körperliche Existenz ist ja nicht sofort nach dem Eintritt des Todes erloschen, man denke nur an die Leiche." Aus anderem Blickwinkel ist in einem ökologischen Sinn der Körper schon VOR dem Tod Lebensraum (Darmbakterien etc.) und der Mensch eine Art "Mini-Ökosystem", welches sich nach dem Tod des Menschen nur nach und nach ändert! Insofern ist auch die "körperliche Existenz" für den Todesbegriff nicht wirklich hilfreich, da der Körper (bzw. das ihn bildende Material) ja (für immer) in einer gewissen Form weiterexistiert.
Mich stört aber der zweite Artikelteil "Biologische Gründe für den Tod", der vielleicht besser "Die Auswirkung des Individualtodes in biologischer / ökologischer / soziologischer Hinsicht" heißen sollte, denn: Was heißt gleich zu Anfang eigentlich "Ursache"? Todesursache? Nein, sicher nicht, hier ist wohl eher Zweck gemeint - aber "Zweck" ist was ganz anderes als "Ursache" - "Ursache" kann blind sein (Aktion - Reaktion), "Zweck" setzt einen übergeordneten Willen voraus - der etwas bezweckt... So, als hätte die Evolution einen "Sinn" und sei nicht bloß ein blinder Algorithmus, in dem das gleiche Merkmal mal vorteilhaft, mal nachteilhaft (im Sinne der Fortplanzung) sein kann (man kann das ja glauben - wissen kann man das aber nicht). Schließlich wurde der Begriff "Evolution" erfunden, um gewisse Phänomene zu erklären, nicht, weil das ein beschlossener "Masterplan" ist, dem alles folgt. Der Absatz sollte also anders formuliert werden.
Weiter steht: "Ereignisse, die sich nach der erfolgreichen Weitergabe des Erbguts einstellen, haben keine direkte Wirkung auf die Veränderung, also weder eine fördernde noch eine hemmende Wirkung. Folglich können sich im Erbgut Faktoren ansammeln, die das weitere Leben nach der erfolgreichen Erbgutweitergabe bestimmen, ohne dass sie dem Selektionsdruck ausgesetzt sind." (Kursivsetzung von mir)
Meint "Veränderung" hier die Evolution allgemein? Worauf bezieht sich "fördernd" und "hemmend"? Ist mir jedenfalls nicht ganz klar, was genau gemeint ist...
Schließlich: "Andererseits führt ein zu langes Weiterleben nach der Fortpflanzung zu höherem Druck für die Nachkommen wegen Platz- und Ressourcenmangel. Weiterhin führt zu langsamer Generationswechsel zur zu langsamen Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und dient nicht der Arterhaltung. In dieser Hinsicht ist der Tod also nützlich und notwendig." Dies ist ökologisch gesehen eine verständliche (und auch bedingt tröstliche) Formulierung, aber man kann es auch zynisch finden, den Tod (allgemein) "nützlich" und "notwendig" zu nennen, wenn man bedenkt, dass auch ein Raubmörder ja vom Tod seiner Opfer profitiert (nützlich, vielleicht sogar notwendig für ihn). Das Problem hier ist wieder eine Art Güterabwägung: (Konkretes) Lebensrecht der Alten versus (konkretes) Lebensrecht der Nachkommen oder (abstrakt) Arterhaltung bzw. Anpassung. Die letzteren Dinge sind Abstraktionen und den Alten sicher egal...
Auch auf die Gefahr hin, hoffnungslos naiv und idealistisch zu erscheinen: Ich denke, der Tod ist grundsätzlich eher ein Übel (definitiv für viele Individuen, wenn es auch Schlimmeres geben mag), aus dem die Lebewesen gelernt haben, halt das Beste zu machen (z.B. bei der Ernährung, aber auch beim Erben oder Karriere machen - ohne Pensionierungen aus Altersgünden keine Beförderungen!). Wenn es die Möglichkeit gäbe, nicht sterben zu müssen, würden die meisten diese Möglichkeit doch wohl wählen!
In puncto Ernährung gibt es ja auch Lebewesen, die ihre Hauptenergie von der Sonne und anorganischem Material beziehen: Pflanzen! Zwar reicht Photosynthese-Energie wohl kaum dazu aus, einen Menschen zu "betreiben" - aber man sieht, dass Leben auch ohne anderes Leben zu vernichten grundsätzlich möglich ist (leider wohl nicht unseres).
Was ich damit sgaen will, ist, dass hier versucht wird, den Tod als Folge der Evolution darzustellen (man stirbt, weil man - "evolutionär verpflichtet" - den Neuen Platz machen muss und keine Ressourcen mehr verbrauchen soll), wobei doch eher das Umgekehrte zutrifft: Man stirbt, weil man mit inneren oder äußeren Lebensumständen nicht mehr zurechtkommt, woraufhin andere die Lücke ausfüllen - was sie nicht getan hätten, wenn man nicht gestorben wäre!
So, tut mir Leid, habe wohl "etwas" geschwafelt, aber war mein erster Diskussionsbeitrag... Vergebung... -- Marilyn.hanson 04:50, 10. Aug 2004 (CEST)
Ich kann mit der Formulierung "Erlöschen der körperlichen Existenz" nichts anfangen. Das hieße doch der Tod tritt erst ein, wenn der komplette Körper weg ist. (Verwest, gefressen, wie auch immer). Der Körper selbst ist doch nach dem Tod des Lebewesens noch vorhanden, oder überseh ich das was? --VerwaisterArtikel VerwaisterArtikel 12:27, 21. Sep 2004 (CEST)
Hmmm.... Im Werte- und Normenunterricht habe ich erfahren, daß neben dem biologischen Tod, der hier im Artikel behandelt wird, daß auch einen Sozialen Tod gibt, der unabhängig vom biologischen Tod eintritt. Ein Beispiel für sozialen Tod wäre, wenn eine alleinstehende Person (w/m) erst nach Jahren in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Falls jemand etwas mehr darüber wissen sollte, bitte ich darum, dieses mit in den Artikel aufzunehmen. --Wendelin 23:14, 2. Jan 2005 (CET)
Ein weiteres Beispiel für sozialen Tod: Ein Bekannter von mir sah es als seine Pflicht an, auf einen Abiball in meiner Region erscheinen, weil er sonst von niemanden mehr im Ort anerkannt worden wäre. --Wendelin 20:27, 20. Feb 2005 (CET)
Tut mir leid, aber ich bin mit dem ersten Satz immernoch nicht einverstanden; Der Tod sei lediglich duch Verlust gekennzeichnet. Der Tod IST der Verlust der Lebensfunktionen. Vorschläge? -- wiberg
Alternative Begriffe
Dort steht: Ein Unfall endet oft tödlich, der bedauenswerte Teilnehmer ist dann tot. Das ist erstens falsch (ein Unfall endet extrem selten tödlich, zum Glück!), zweitens völlig banal, und drittens bietet das keinen weiteren Begriff. Ich tausche den satz mal durch was sinnvolleres aus. --Kuli 17:58, 21. Mär 2005 (CET)
Sprüche überflüssig
sind die sprüche am schluss nicht ein bisschen zuviel des guten? man könnte ja theoretisch zu fasst jedem eintrag in der wikipedia eine sprüchesektion machen, das ist aber nicht wirklich enzyklopädarisch, oder?
Widerspruch zu Totenstarre Artikel
Bei Totenstarre steht 'Durch Zersetzungsvorgänge beginnt sich die Starre 48 Stunden post mortem wieder zu lösen.'. Das widerspricht doch dem was hier steht '(Beginn der Totenstarre nach 2–4 Stunden, volle Ausprägung nach 6–8 Stunden, Lösung nach 2–3 Tagen)'.
- Ich kann da jetzt nich so recht den Widerspruch sehen. Was meinst du genau? --Hypno-toad 17:54, 5. Sep 2005 (CEST)
Sind nicht alle bio-chemischen Vorgänge (wie z.B. auch die alkoholische Gärung) temperaturabhängig? --Epicicer 19:38, 31. Aug 2006
Tod aus religiöser und philosophischer Sicht
erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass in der Bibel zwei Arten des Todes erwähnt werden. Stirbt ein Mensch auf Grund der Erbsünde hat er die Hoffnung der Auferstehung. In der Offenbarung wird von einem Feuersee gesprochen, in den z.B. der Teufel, aber auch der "(adamische)Tod (wegen der Erbsünde)" geworfen werden, und es wird anschliessend erklärt: "Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee". Es gibt also einen Tod der nicht endgültig ist, weil es die Hoffnung auf eine Auferstehung "daraus" gibt, und es gibt einen endgültigen Tod.--Heinrich VIII 11:40, 23. Jul 2006 (CEST)bestimmt schwer...
Moin moin,
war und ist bestimmt nicht leicht, so ein schwieriges Thema anzupacken. Ich wollte dies einfach mal zum Ausdruck bringen und mich dafür bei euch und allen anderen Wikipedianern für die vielen wunderbaren Artikel bedanken und auch bei Wikimedia, die das ermöglicht. --Leviathan09 22:09, 4. Mai 2005 (CEST)
Lesenswert-Diskussion
Der Tod ist der unumkehrbare Verlust der für ein Lebewesen typischen und wesentlichen Lebensfunktionen (siehe Leben) und damit das Lebensende.
- Pro
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Bildherkunft Hat noch Lücken (Geschichtlicher Umgang mit dem Tod, Religion), aber ich fand ihn schon recht nett. Jedenfalls lesenswert Anneke Wolf 21:59, 4. Sep 2005 (CEST)Pro
Ein Totenschädel in Gold sagt nichts aus
Warum wurde die alte Abbildung zu diesem Artikel durch eine neue ersetzt, welche nicht mehr aussagt, als daß sie einen in Gold gefaßten Totenkopf darstellt ? (Nicht einmal eine Bildunterschrift ist beigefügt.) Was ist der Zweck dieser Ersetzung ? Soll der "Tod" schöner oder schrecklicher erscheinen ? Falls schöner: Dann sollte er nicht in Form eines Totenschädels dargestellt werden. Falls schrecklicher: Dann darf er nicht in Gold und nur abstrakt erscheinen. Denk bitte nochmals über diese Bildauswahl nach, die sicherlich besser getroffen werden kann (die vorherige Wahl trifft die Sache weit besser). Hans Rosenthal (ROHA) (hans.rosenthal AT t-online.de -- ersetze AT durch @ ) PS: Habe diese überflüssige Abbildung entfernt, aus den genannten Gründen.
Stichwortsammlung Tod
Ich habe auf meiner Benutzerseite eine Stichwort-, Stoffsammlung zu diesem Thema angelegt. --S.ludwig 19:22, 6. Dez 2005 (CET)Literaturhinweise
Schlage folgende Ergänzung vor:- Student, J.-C. (Hrsg.): Sterben, Tod und Trauer – Handbuch für Begleitende. Herder, 2. Auflage, Freiburg 2006
- Student, J.-C. (Hrsg.): Im Himmel welken keine Blumen - Kinder begegnen dem Tod. 6. Auflage, Verlag Herder, Freiburg 2005
- DeMarchi, Luigi: Der Urschock: unsere Psyche, die Kultur und der Tod. Luchterhand-Literaturverlag, Darmstadt 1988
Der Tod als biologischer Mechanismus
Ich will was zu diesem Satz sagen: "Die biologische Begründung für den natürlichen Tod – und auch schon der Alterung – wird von Wissenschaftlern im Mechanismus der Evolution vermutet: Hat ein Lebewesen sein Erbgut erfolgreich weitergegeben (sind die Nachkommen selbständig), dann existiert das Erbgut in den Nachkommen fort."
Das hieße ja, das ich wegen meinen Kindern/Fortpflanzung sterben müsste. Würden wir nicht sterben, wenn wir uns nicht fortpflanzen würden? Das würde ja bedeuten: keine Chance für anderes Leben. Ich denke die Wissenschaftler sollen mal mehr zu den Religionen gucken. (84.189.119.234; 17:19, 26.Feb.2006)
- Ja, da ist was dran. Eine Anpassung an sich verändernde Erfordernisse der Umwelt durch biologische Evolution läßt sich nur mit einer relativ raschen Generationenfolge erreichen. Mehr als 100 Jahre zu leben sind daher für die meisten Spezies keine gute Idee. --Markus Mueller 18:59, 26. Feb 2006 (CET)
- Was spricht denn dagegen, 100 Jahre oder älter zu werden? Eine rasche Generationenfolge kann ich ja schon erreichen, indem ich früh Kinder zeuge und diese dann wiederum auch früh Kinder zeugen usw. Und dabei kann ich trotzdem ziemlich alt werden.
- Was spricht dafür, wesentlich älter als 30 Jahr zu werden? Biologisch gesehen hat man in diesem Alter seinen Zweck erfüllt und fällt tendenziell nur noch den Nachkommen und der Artgemeinschaft zur Last (unter der Annahme, dass man sich im biologisch günstigsten Alter von 15 Jahren fortgepflanzt hat). Früher mußte man Über-30-Jährige zumindest mit durchfüttern, heute muß man sogar ein monumentales System im Gang halten, um Krankenkassen und Rentenversicherungen am laufen zu halten. Rein auf die Belange der Art beschränkt wäre es tatsächlich günstiger, wir würden nach Überschreitung unseres biologischen Zenits sobald wie möglich keine weiteren Kosten mehr für unsere Art verursachen. (Wohlgemerkt, dass ist jetzt eine rein biologische-naturwissenschaftliche Betrachtung der Sachverhalts). --Markus Mueller 19:42, 28. Mär 2006 (CEST)
Hallo 84.189.119.234, ich kapier nicht ganz, was nach deiner Meinung die Wissenschaftler in diesem Zusammenhang von den Religionen lernen sollen. Kannst Du das etwas deutlicher sagen? --Kursch 20:33, 26. Feb 2006 (CET)
Nichts verwandelt sich in nichts
Der körperliche Aspekt des Todes ist ja relativ unstrittig: der Körper verwest und verwandelt sich dabei zu Erde. Aber wie sieht es dabei mit dem Geist aus? Ich halte es dabei mit dem, was Dr. Albert Hofmann, Erfinder von LSD, im Interview anlässlich seines 100. Geburtstags gesagt hat: "Nichts kann aus Nichts entstehen, und aus etwas was ist, kann nicht Nichts werden - es gibt nur Umwandlungen." Ich stimme Dr. Hofmann dabei deshalb zu, weil sich diese Aussage durch naturwissenschaftliche Experimente belegen lässt.
Die Tatsache, dass sich nichts wirklich vollkommen zerstören lässt (zerstören in dem Sinne, dass es hinterher in keinerlei Form mehr existiert), kann man schon daraus ablesen, dass z.B. beim Verbrennen von etwas Verbrennungsrückstände wie z.B. Asche übrigbleiben. Geht man nun einen Schritt weiter und entzieht einem Objekt seine gesamte Energie (wir wissen, Einstein fand ja die berühmte Beziehung E = mc² heraus, die die maximale Energie eines beliebigen Stücks Materie mit der Masse m beschreibt), dann ist das Objekt zwar nicht mehr greifbar, aber es existiert in Form von Energie weiter. Analog dazu verhält es sich mit dem Geist eines Lebewesens: so wenig greifbar dieser auch sein mag, er ist nicht Nichts und lässt sich demzufolge durch keinen Vorgang in Nichts verwandeln. Ich weigere mich daher, den Tod eines Lebewesens als das Ende der Existenz seines Geistes zu akzeptieren.
Quellen:
- Interview mit Dr. Albert Hofmann: http://www.heise.de/tp/r4/a...
- Was passiert mit einem Text, den ich mit einem Computerprogramm geschrieben habe, wenn man den Computer ausschaltet, ohne den Text zuvor abgespeichert zu haben? In was genau ist der Text hier umgewandelt worden? In was genau ist das Computerprogramm umgewandelt worden, das gerade noch lief?
- Struktur oder Form sind leider keine Substanz; Substanz kann vermutlich nicht vernichtet werden, Form und Information schon. Da dem Geist aber offenbar keine Substanz zugrundeliegt, kann es auch genausogut sein, dass er aufhört zu existieren, wie ein Computerprogramm nicht mehr existiert, wenn man den Strom abschaltet. Der Computer ist noch da, das Programm war aber nur eine abstrakte Struktur, die sich rückstandlos auflöst. Schöne Grüße, --Markus Mueller 19:51, 28. Mär 2006 (CEST)
- Da stellt sich nur die Frage:Ist unser Geist in dieser Metapher der Computer oder der Text/das Programm?
- Ich persönlich glaube, dass unser Geist (Mit "Geist" meine ich den Teil, der uns empfindungsfähig macht und uns von bloßen biologischen Maschienen abhebt.) Substanz hat und auch nach dem Tod nicht verschwindet (Computer), während unsere Persönlichkeit, unsere Erinnerungen usw. eine Struktur ist, die vielleicht (vielleicht!!!) bei unserem Tod zerstört wird (Programm/Text).
- Ich möchte hier natürlich niemandem seinen Glauben vermiesen, egal ob christlich, nihilistisch oder sonstwas.Ich will euch nur meine persönliche Meinung mitteilen.
- Mit freundlichen Grüßen
- Gabriel P.
Der "Pestarzt" ("Der schwarze Tod") ist dem 1. April geschuldet
Die Abbildung http://de.wikipedia.org/wik... in der Einleitung ist dem 1. April geschuldet und fliegt bald wieder hinaus aus diesem Artikel. (Die Sperrung dieses Artikels ist ebenfalls ein Aprilscherz.) Hans Rosenthal (ROHA) (hans.rosenthal AT t-online.de -- ersetze AT durch @ ) (01042006)
Klapperbein
Mir ist gerade in einem romantischen Text die Bezeichnung "Klapperbein" für den Tod begegnet, was ich in die Reihe der alternativen Namen unter Kap. "8.1 Der Tod in Literatur und Kunst" einfügen wollte... Nun muss es ggf. ein Admin tun. Gruß, --Anonymus Nr.: 217.184.25.67 17:02, 5. Jun 2006 (CEST)
"Es soll daneben einen sogenannten Seelentod geben, dessen pathophysiologische Mechanismen ebenfalls unklar sind."
was genau soll das bitte sein? ist das eine annahme die in irgendeiner weise wissenschaftlich untersucht wird bzw untersuchbar ist?
- Natürlich gibt es einen Seelentod, vorausgesetzt, man versteht darunter nichts anderes als der Zelltod es meint. Es gibt auch den chemischen und den elektrischen Tod, bei deren beider Eintreten der Hirntod festgestellt werden kann. Wir sollten den Tod nicht mystifizieren. Wir sollten auch den Begriff der Seele nicht überstrapazieren. Wenn wir vom Tod reden, dann meinen wir folgendes: Die Zellteilung des Organismus hat aufgehört. Die "Seele" der Zelle kann weiterhin existieren, nur hat sie mit dem Leben nichts mehr zu tun. Die Seele ist genau das, was die Lebenden sich unter dem Tod manchmal vorstellen. Aber das ist eben nur eine Vorstellung. Wir sind doch stets bestrebt, über unsere Existenz hinauszuleben. Hans Rosenthal (ROHA) (hans.rosenthal AT t-online.de -- ersetze AT durch @ ) (24072006) PS: Wer kann den definieren, was eine "Seele" sei?
--Die Seele ist ein bloßer Popanz, geschaffen um uns die Angst vorm Tod ein wenig zu mildern. Somit hat sie eine Trostpflasterfunktion, was ja gut verständlich, aber halt nicht richtig ist. Die Seele wurde zudem "zurechtgebastelt" durch die Tatsache, daß wir während des Schlafs träumen. Die Menschen glaubten, daß die Geister der Verstorbenen sich so zeigten.
1.Eine Seele kann es schon deshalb nicht geben, weil diese mit der Zeugung einen Anfang hatte. Was einen Anfang nimmt, das hat auch ein Ende! 2.Wenn der Mensch eine Seele hätte, dann auch das Tier, von dem wir abstammen, dann aber auch die Pflanzen, dann auch die Viren und die Kristalle sowie Eiweiße, alles ja Bausteine des Lebens. Wenn die Eiweiße und Kristalle eine Seele haben, dann auch die Steine. Man merkt wie unsinnig der ganze "Seelenkram" ist. --HorstTitus 21:18, 17. Aug 2006 (CEST)
- Was sagt denn der alte Heraklit zur EEG-Nulllinie? Mit dem Herzen zu kämpfen ist hart. Denn jeden seiner Wünsche erkauft man um seine Seele.(B 85). Umgeformte Gleichung: Seele stirbt ein wenig, wenn man seine Wünsche erkämpft - die, für die man gleichsam stürbe. Kämpfen tut das Organ der Ganzheit, der Motor - Herz. --Luc Ursanne 13:43, 18. Aug 2006 (CEST)
Der Tod als biologischer Mechanismus - Quelle?
Laut Artikel gibt es das Altern und somit auch den Tod, weil die Alterserscheinungen erst nach der Fortpflanzungsphase des Menschen auftreten und somit keinen Einfluss mehr auf die Evolution haben. Alterskrankheiten etc. würden also nicht durch Selektion (Partnerwahl) ausgemerzt werden, wenn ich das richtig verstehe. Von genetischem Müll wird gesprochen, der sich ansammle. Wie passt diese These zur Tatsache, dass Frauen deutlich älter werden als Männer? Bei Frauen ist die Fortpflanzungsphase deutlich früher vorbei, somit müssten nach dieser Theorie bei den Frauen jenseits der Menopause viel drastischere Alterserscheinungen auftreten als bei den Männern, die ja im Prinzip ihr Leben lang von Frauen "sortiert" werden (können) und sich fortpflanzen (können). Gibt es denn eine Quelle für diese Theorie des Artikels? Prekarianer 21:41, 14. Nov. 2006 (CET)
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Tod und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


