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Der Artikel Trentino gehört zur Kategorie: Region, Italienische Provinz, Historische Landschaft, Südtirol
| Autonome Provinz Trient (Trentino) | |||
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| Staat: | Italien
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| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Hauptstadt: | Trient | ||
| Fläche: | 6.206 km² | ||
| Einwohner: | Total: 499.420 pro km²: 80 | ||
| Anzahl Gemeinden: | 223 | ||
| Provinz-Kennzeichen: | TN | ||
| Postleitzahl: | 38... | ||
| Telefonvorwahl: | 0461,0462,0463,0464 | ||
| Präsident: | Lorenzo Dellai | ||
| Website: | Provinz Trentino | ||
Das Trentino (deutsch veraltet: Welschtirol), also das Land von Trient, ist eine Landschaft in Nord-Italien. Heute bildet es politisch die Autonome Provinz Trient mit 6.206 km² und rund 499.000 Einwohnern (Stand: Mai 2005). Zusammen mit der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol bildet diese die Region Trentino-Südtirol.
Geographie
Das Land ist extrem gebirgig und wird von der Etsch durchflossen. Es bildet einen Teil der Brennerlinie und reicht von der Salurner Klause im Norden bis ca. 15 km vor die Veroneser Klause bzw. bis zum Gardasee im Süden.Das Trentino gliedert sich in sechs große Talschaften: In der Mitte von Nord nach Süd das Etschtal (südlich von Trient Val Lagarina zu deutsch Lagertal genannt), im Westen das Judikariental (Val Giudicarie) und das Sulztal (Val di Sole), im Osten das Fleimstal (Val di Fiemme) - mit dem Fasstal (Fassatal) und das Suganertal (Valsugana) und schließlich im Südwesten zwischen Val Lagarina und Judikarien das untere Sarcatal mit dem Gardasee. Das Lagertal/Val Lagarina und das untere Sarcatal sind die tiefstgelegenen Täler der Alpen. Der höchste Berg des Trentino ist der Monte Cevedale () in der Ortlergruppe, weitere bedeutende Gipfel sind Palon della Mare (), Punta San Matteo (), Cima Presanella (), Monte Care Alto (), Marmolata (), Cima Tosa (), Cimone della Pala (), Cima Brenta () und die Spitze Monte Baldo Altissimo (). Touristische Zentren des Trentino sind zunächst Trient selbst, dann die Wintersportorte Madonna di Campiglio, Canazei (Kanetschei) und San Martino di Castrozza (Sankt Martin), das Klettererzentrum Arco (dt. Hark) und das Surfeldorado Riva del Garda (dt. Reif am Gardasee).
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Gardasee, Blick auf das Nordufer Bildherkunft |
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Seepromenade in Riva del Garda Bildherkunft |
Im Gegensatz zur Provinz Bozen spricht man im Trentino italienisch, abgesehen von einigen deutschen Sprachinseln der Zimbern im Gebirge nördlich (Fersina/Fersental) und südlich (Luserna/Lusern, Lavarone (Lafraun) und Folgaria/Vielgereut) des oberen Val Sugana, von denen Lusern am besten erhalten ist, im Fersental noch teilweise zimbrisch gesprochen wird, in Lavarone und Folgaria das Zimbrische jedoch ausgestorben ist.
In einigen Tälern, namentlich im Fassatal ist die ladinische Sprache in Gebrauch. In der Zeit des Trientiner Konzils im 16. Jhd. war die Bevölkerung des Trentino noch zur Hälfte deutschsprachig. Da das Schulwesen aber dem italienischen Klerus unterstellt war, ist die deutsche Sprache im Laufe der Jahrhunderte verdrängt worden. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in der Stadt Trient noch ein deutschsprachiges Gymnasium.
Geschichte
Das Trentino wurde 1027 von Kaiser Konrad II. dem Herzogtum Bayern unterstellt und somit Teil des deutschen Teils des in Heiliges Römisches Reich umbenannten ehemaligen Ostfrankenreiches. Neben Chiavenna und kurzzeitig Aquileja war es der einzige Teil Italiens, der im Laufe des Mittelalters formell an das Deutsche Reich angegliedert wurde. Lehnsnehmer war der Bischof von Trient. Er konnte schon bald einen von Bayern unabhängigen Territorialstaat begründen. Dieser umfasste ursprünglich praktisch das ganze Trentino (abgesehen vom Fassatal, das zum Bistum Brixen gehörte, dem Etschtal südlich von Salurn, das zu Tirol gehörte und von einzelnen Enklaven wie den Lodronschen Besitzungen und Riva). 1518 eroberte Habsburg die "Welschen Confinen", also Rovereto, die östliche Val Sugana und das Tal des Cismon (südlich der Pala). Das Gebiet des Fürstbistums Trient geriet seit etwa 1300 unter starkem Einfluss der Grafen von Tirol. 1803 wurde das geistliche Fürstentum aufgehoben und das Trentino unterstand nunmehr offiziell dem Fürstenhaus der Habsburger. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde es endgültig Tirol angegliedert.Auch nach dem Krieg von 1866, nach welchem die Habsburger ihre letzten Besitzungen in Italien räumen mussten, blieb das Trentino unter der Herrschaft der Habsburger (Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn). Der italienische Irredentismus legte jedoch Wert darauf, auch das Trentino mit seiner (mehrheitlich) weiterhin italienisch sprechenden Bevölkerung mit dem neu gegründeten Königreich Italien zu vereinen. Dies geschah 1918 nach dem Waffenstillstand von Villa Giusti am Ende des Ersten Weltkriegs bzw. offiziell mit dem nachfolgenden Vertrag von Saint-Germain. Gleichzeitig fiel das mehrheitlich deutschsprachige Gebiet, welches das jetzige Bozen-Südtirol umfasst, an Italien.
Die geschlossen italienisch- und ladinisch besiedelten Gebietsteile Tirols, also im wesentlichen das Trentino, wurden im 19. Jahrhundert als Welschtirol (auch Welsch-Tirol oder Welschsüdtirol) bezeichnet. Die Bezeichnung Welschtirol (italienisch: Trentino -tirolese) lebt heute in der Bezeichnung der Trentiner (Welschtiroler) Schützenbund und im Namen des PATT (Partito Autonomista Trentino Tirolese) weiter.
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360°-Panorama vom Westgrat der Marmolata. Links und rechts der der Gipfel Punta Penia, am Horizont Palagruppe, Latemar, Rosengarten, Langkofel, Sella und Ampezzaner Dolomiten Bildherkunft |
Größte Gemeinden
(Stand: 31. Mai 2005)| Gemeinde | Einwohner |
|---|---|
| Trient | 110.666 |
| Rovereto | 35.231 |
| Pergine Valsugana | 18.012 |
| Arco | 15.649 |
| Riva del Garda | 15.157 |
| Mori | 8.833 |
| Lavis | 8.157 |
| Ala | 8.071 |
| Levico Terme | 6.767 |
| Cles | 6.714 |
| Borgo Valsugana | 6.570 |
| Mezzolombardo | 6.339 |
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als:Trentino
Diskussion der Autoren über den Artikel: Trentino
"""Autonomie""""
Liebe Leute. Das Wort "autonom" wird hier zu häufig falsch verstanden oder missbraucht. Die Provinzen sind NICHT autonom, wennschon dann "teilweise autonom". Das Wort "Autonom" bitte nur gebrauchen wenn eine Erklärung dazu steht. Denn viel autonomer als es zum Beispiel die Kantone der Schweiz innerhalb der Schweiz sind, ist keine Region oder Provinz in italien. Diese Regionen geniessen höchstens eine grössere autonomie oder bessergesagt, sie dürfen (laienhaft gesagt) freier entscheiden. Aber mit Autonomie hat das nichts zu tun. Ich werde oft das Gefühl nicht los, dass da ein paar "hobby-separatisten" am werk sind...--BlackHeart 22:19, 28. Jan 2006 (CET)- Die offiziellen Bezeichnungen der beiden Provinzen sind Autonome Provinz Bozen-Südtirol (Provincia Autonoma di Bolzano) und Autonome Provinz Trient (Provincia Autonoma di Trento), das Vertragswerk, das den beiden Provinzen besondere Gesetzgebungsbefugnisse zugesteht nennt sich Autonomiestatut und aus dem Wikipedia-Artikel Autonomie geht klar hervor, dass Autonomie nicht automatisch im extemsten Sinne der Wortbedeutung verstanden werden muss. Damit erledigt sich jede weitere Diskussion. 85.124.172.158 18:44, 29. Jan 2006 (CET)
- Nein, denn man muss hinschreiben wie weit die Autonomie geht! Autonom sind diese Regionen nicht, obwohl sie so heissen mögen, aber der Normale Leser könnte tatsächlich etwas falsch verstehen. Als Laie würde ich jetzt auch herauslesen, dass die Regionen autonom sind. Inwiefern sie autonom sind steht nirgends - von der Sonderregelung steht nichts. Wenn du selbst schreibst, dass es verschieden arten von Autonomie geben soll (tja...) dann ist es logischer hinzuschreiben um was es hier eigentlich geht --BlackHeart 20:38, 29. Jan 2006 (CET)
- Siehe Diskussion:Südtirol#"""Autonomie"""":Offizieller Name--Emes Emes 21:58, 29. Jan 2006 (CET)
Geschichte des Trentino
Das Königreich Italien hat vor 1050 sicher nicht existiert. Das Trentino war in dieser Zeit aber von den latinisiertem Nachfahren der Langobarden (vgl: Ortsnamen Mezzo Lombardo (ehemals Welschmez) südlich von Mezzocorona besiedelt.--emes 11:51 20.12.2004
Bitte mach nicht alles kaputt, wenn Du es nicht weißt, o.k.? Matthias 20.12.04 13.35 Uhr
- Was weiss ich nicht? -- emes 14:50 20.12.2004 (CET)
- Habe meine Version von gestern wieder hergestellt, lieber unbekannter Nutzer (Matthias?) wenn du Wert darauf legst, dass die deutschen Namen der Täler und Dörfer genannt werden, müsstest du
- den Grund nennen
- die seiten von wikipedia zur Neutralität lesen
Du löschst jetzt schon zum zweiten Mal den zutreffenden Hinweis, dass das Trentino nicht etwa dem HRR, sondern dem Deutschen Reich angegliedert wurde. Was soll das? Kennst Du nicht den Unterschied zwischen HRR und Deutschem Reich? Oder stört es Dich nur, wenn jemand in "Deinem" Artikel herumschreibt?
Wie kommst Du zu der Annahme, das Königreich Italien habe vor 1050 "sicher nicht" existiert? Was für Völkerschaften sollen durch das Trentino gezogen sein?
Was hast Du schließlich gegen die deutschen Namen in dieser Gegend? Dass diese Orte und Täler auch deutsche Namen hatten oder noch haben, ist doch kein Verstoß gegen die Neutralität!
Matthias 29.12.04
- Sorry dass ich mich hier einmische ohne die Hintergründe zu kennen, aber in Bezug auf die Frage HRR/DR hat "Matthias" recht - das DR wurde erst 1871 gegründet, das HrRdN wurde endgültig 1815 auf dem Wiener Kongress aufgelöst. --Rdb? 20:28, 29. Dez 2004 (CET)
Klärung?
- Das heilige römische Reich bestand aus zwei (oder mehr?) Reichsteilen: dem deutschen und dem italienischen, erst als die italienischen Teile verloren gingen, bürgerte sich die Bezeichnung HRR deutscher Nation ein. Ein Königreich Italien hat es nur zur Zeit Napoleons und nach 1861 gegeben. Zwischen der Zeit im heiligen römischen Reich und der Einigung war Ialien in verschiedene Kleinstaaten und den Kichenstaat aufgeteilt.
- Konrad hat, da damals noch der Anspruch des Kaisers auf Italien bestand, das Trentino nur der anderen Hälfte seines Reiches zugeteilt.
- Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert haben deutschnationale Kreise, die Namen der rein italienischen Orte am Gardasee und im ganzen Trentino bis zur Talenge von Verona ins Deutsche übersetzt, sie sind dabei nicht anders vorgegangen als Ettore Tolomei. Deshalb ist es nicht angebracht, diese Namen zu verwenden. Dies gilt natürlich nicht für die (ehemals) deutschen Gemeinden und einige Ortschaften an der Landesgrenze (z.B: Roverè della Luna/Eichholz) und die Bischofsstadt Trient.
--emes 21:51, 29. Dez. 2004 (CET)
Das Heilige Römische Reich (der Name kam erst später auf) bestand seit der Vereinigung mit Burgund (ich glaube 1033) aus drei Reichsteilen: Deutschland, Italien und Burgund. Zuvor eben aus zwei Reichsteilen. Das eine war das aus den deutschen Stammesherzogtümern entstandene deutsche Reich (das diesen Namen nicht trug, aber es macht dennoch Sinn, es so zu nennen), das andere war das langobardische Königreich Italien, das seit (ich glaube) 771 von karolingischen Königen beherrscht wurde (und zuletzt, vor Eingreifen Ottos, zwischen burgundischen und lokalen Fürsten umstritten war). Diesem letzteren Königreich gehörte auch das Trentino an. Nach einer Übergangsphase, in der es der sogenannten Mark Verona angehörte und auch damit schon dem deutschen Reichsteil näher angegliedert war als das restliche Reichsitalien, wurde es von Konrad offiziell dem deutschen Reichsteil zugeschlagen. Nähere Einzelheiten kenne ich auch nicht. Bemerkenswert ist aber, dass das Trentino im Gegensatz zum sonstigen Reichsitalien direkt an den deutschen Reichsteil angegliedert war. Zum HRR gehörte außer Venedig (und je nach Sichtweise dem Kirchenstaat) ganz Norditalien. Diesen Unterschied wollte ich deutlich machen, was Du ja nun offenbar akzeptiert hast.
Was die deutschen Namen angeht, so möchte ich Dir noch einmal zur Vorsicht raten. Ich weiß zwar nicht genau, welche Namen im einzelnen erst im Zeitalter des Nationalismus eingedeutscht wurden. Jedenfalls dürfte die überwiegende Zahl viel älter sein. Teilweise kommen eingedeutschte Namen in Oberitalien schon im Nibelungenlied vor (Bern, Wisenthein), teilweise stammen sie aus den bäuerlichen Siedlungen des Hochmittelalters, teilweise hängen sie einfach mit der auch kulturellen Anbindung Trients an Österreich zusammen. Jedenfalls die Mehrheit der von mir genannten Namen dürfte also schon um 1550 existiert haben. Wenn Dir im Einzelfall bekannt sein sollte, daß einer der von mir genannnten Namen nationalistischer Herkunft ist, darfst Du das gern reklamieren und den Namen von mir aus auch eigenmächtig löschen. Aber gleich alle deutschen Namen auszumerzen ohne Rücksprache mit dem Autor ist nicht gerade Ausdruck von Neutralität und im übrigen auch nicht wissenschaftlich. Eine Enzyklopädie ist dazu da, Informationen zu liefern, nicht, sie zu werten und aus politischen Gründen diese oder jene auszusortieren!
Dass die Kenntnis der deutschen Namen auch heute noch von Interesse sein kann, sei an zwei Beispielen gezeigt: So gibt es zum Beispiel in der Geologie den Begriff der Judikarienlinie. Wieso soll nicht ein Artikel über die Gegend, in der das Judikariental liegt, auch diese deutschen Namen bringen? Der geologisch Interessierte, der "Judikarien" eingibt, findet so die Brücke zur Herkunft dieses Namens. Löschst Du den deutschen Namen, wird er die Brücke nicht finden (es sei denn, er findet sie anderswo, aber das ist nicht Deine Sache). Anderes Beispiel Sulztal: Die Gemeinden im Sulztal werben seit einiger Zeit in deutschsprachigen Anzeigen für Urlaub im "Sonnental". Wer den deutschen Namen des "Val di Sole" nicht kennt, könnte meinen, dass man dort heute einem zwanglosen Umgang mit den (früheren) deutschen Bezeichnungen offener gegenübersteht. Wer den alten deutschen Namen kennt, merkt dagegen schnell, daß es eher um werbewirksame Namen als um historische Authentizität geht.
Ich habe weder Zeit noch Nerven, nun meinerseits immer wieder Deine Änderungen rückgängig zu machen. Ich hoffe, ich habe Dein Bewußtsein dafür etwas geschärft, dass es Sinn machen kann, die Eintragungen, die andere in der Wikipedia vornehmen, nicht gleich wieder zu löschen, sondern erst einmal zu respektieren. Gern lasse ich mich korrigieren von Leuten, die es besser wissen als ich, aber richtige und sinnvolle Dinge immer wieder verschlimmbessert oder gelöscht zu sehen, macht keinen Spaß. Hättest Du Dich wirklich mit der Materie beschäftigt, hättest Du die Dinge korrigiert, die an meiner Version tatsächlich falsch waren (und im Artikel bis heute nicht korrigiert sind).
In diesem Sinne. Matthias.
Sehr gut Matthias!







