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Triumph (Erfolg)

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Der Artikel Triumph (Erfolg) gehört zur Kategorie: Römische Geschichte, Römische Militärgeschichte, Römische Religion
Ein Triumph (lateinisch: triumphus; auch Triumphzug) war im alten Rom der feierliche Einzug eines siegreichen Feldherrn, der zum Imperator ausgerufen wurde, in die Stadt Rom. Im übertragenen Sinn werden Siegesfeiern in den verschiedensten Zusammenhängen als Triumph bezeichnet.

Bedeutung und Entwicklung

Die Ehrung wurde in der Regel vom Senat gewährt, wenn der Feldherr einen (in seiner Darstellung) großen Sieg errungen hatte und von seinen Soldaten auf dem Schlachtfeld zum imperator ausgerufen (akklamiert) worden war. Der Sieg (victoria iusta) musste in einem ‘gerechten’ Krieg (bellum iustum), nicht in einem Bürgerkrieg, und mit mindestens 5.000 erschlagenen Feinden erreicht worden sein. Ein Triumph stand nur den obersten Beamten (den Imperiumsträgern, Diktator, Konsul, Prätor), in der Kaiserzeit lediglich dem Kaiser zu. Siegreiche Feldherren der Kaiserzeit konnten die kleine Nebenform des Triumphs, die ovatio, erhalten bzw. bekamen die Abzeichen eines Triumphators, die ornamenta triumphalia, verliehen.

Ursprünglich war der Triumph ein überwiegend sakraler Akt: der Feldherr löste die Gelübde ein, die er den Göttern vor Beginn des Feldzuges gegeben hatte (voti solutio), reinigte durch den Kultdienst sich und das Heer vom Unsegen des Krieges und opferte dem Jupiter. Später entwickelte sich der Triumph immer mehr zu einer Ehrenfeier für den siegreichen Feldherrn.

Die Bezeichnung „Triumph“ entwickelte sich einer Traditionslinie nach durch etruskische Vermittlung aus dem griechischen und bezeichnete ursprünglich eine Ehrenfeier für Bacchus, wie ein Zitat Marcus Terentius Varros zeigt:

Übersetzung:

„[...] so wird es ‚Triumphieren‘ genannt, weil die Soldaten, die mit ihrem Feldherrn zurückkehren, auf dem Weg durch die Stadt hin zum Kapitol ‚IO TRIUMPHE!‘ rufen, was wohl von thriambos, dem griechischen Beinamen des Liber (= Bacchus) stammt.“

Eine andere mögliche Herleitung ist vom griechischen triambos „im Dreischritt“.

Der Ablauf eines Triumphzugs

Der Triumphzug verlief nach einem festen Ritus. Bis zum Tag des Triumphs musste der Imperator mit seinen Legionen außerhalb des Pomerium lagern, wo er mit dem Senat über die Abhaltung des Triumphes verhandelte. Der Zug führte vom Marsfeld aus durch die Porta triumphalis, das Forum Boarium, weiter durch den Circus Maximus, über das Forum Romanum zum Kapitol, wo der Triumphator vor dem Tempel des Iuppiter Optimus Maximus ein feierliches Opfer darbrachte. Der Zug zum Kapitol war gesäumt von Menschen, die den Sieger mit dem Jubelruf „Io triump(h)e!“ feierten (belegt z. B. bei Horaz, carm. 4, 2, 49 f.).

Voran schritten die Senatoren, Magistrate und Musiker, dann Darstellungen des Sieges. Im Zug marschierten außer den siegreichen Truppen auch Kriegsgefangene mit (prominente Gefangene wie Vercingetorix wurden nach dem Triumphzug hingerichtet, die anderen in die Sklaverei verkauft); ferner wurde dem römischen Volk die Kriegsbeute, geschmückte Opfertiere und Ehrengaben wie goldene Kränze für den Feldherrn präsentiert. Der Triumphator fuhr am Ende des Zuges auf einer Quadriga, Liktoren mit lorbeerumwundenen Rutenbündeln (fasces) schritten ihm voran; er selbst war in seiner Kleidung dem Jupiter bzw. dem römischen König (aus der Zeit vor der Republik) ähnlich.

Den Abschluss bildete das siegreiche Heer. Die Soldaten hatten dabei die Gelegenheit, in Lob- und Spottliedern (ioci militares) auch einmal die menschlichen Schwächen ihres Feldherrn aufs Korn zu nehmen; berühmt ist z. B. ein Vers auf Gaius Iulius Caesar, der als junger Mann schon relativ lichtes Haar hatte und dem man ein Übermaß an Sinnlichkeit nachsagte:

Der Triumphator trug eine purpurne Toga (toga purpurea), eine bestickte Tunika (tunica palmata), einen Lorbeerkranz (corona triumphalis), ein Adlerszepter und in der anderen Hand einen Elfenbeinstab mit Adlerköpfen. Sein Gesicht war, nach dem Vorbild der Ton-Statue des Iuppiter Optimus Maximus auf dem Kapitol, mit Mennige rot gefärbt. Das ornamentum triumphalis ist so einerseits an Iuppiter andererseits an die Tracht des vorrepublikanischen Königs angelehnt.

Ein Sklave, der hinter ihm auf dem Wagen stand, hielt ihm die sonst im Iuppiter-Tempel aufbewahrte Goldkrone über das Haupt und mahnte ihn ununterbrochen: Respice post te, hominem te esse memento ("Sieh dich um; denke daran, dass auch du nur ein Mensch bist"). Der Satz wird auch in geringfügig anderer Form überliefert. (Siehe auch memento mori.)

Die meist provisorisch errichteten Bögen, durch die der Zug führte, wurden mitunter in dauerhaftem Material ausgeführt (Triumphbogen). Anschließend fand ein Fest für Heer und Volk statt.

Literatur

  • Ernst Künzl: Der römische Triumph. Siegesfeiern im antiken Rom. Beck, München 1988, ISBN 3-406-32899-7
  • Danae Richter: Das römische Heer auf der Trajanssäule. Propaganda und Realität. Bibliopolis, Mannheim 2004, ISBN 3-933925-66-5
  • Hendrik S. Versnel: Triumphus. Leiden 1970.
  • Tanja Itgenshorst: „Tota illa pompa“. Der Triumph in der der römischen Republik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005, ISBN 3-525-25260-9


Diskussion der Autoren über den Artikel: Triumph (Erfolg)


Der Abschnitt über die Musik (der offenbar aus einem Schulreferat stammt) passt nur teilweise in diesen Artikel. Römische Musik scheint es noch nicht zu geben, deswegen scheue ich mich, die hier unpassenden Passagen zu löschen, habe im Moment aber auch keine Zeit, einen neuen Artikel zu beginnen (könnte auch Musik im Römischen Reich oder ähnlich heißen).--StefanC 18:52, 16. Feb 2005 (CET)

Es existiert bereits http://de.wikipedia.org/wik... - dort allerdings noch kein Abschnitt zu Rom. Ich möchte anregen, die nicht direkt sich auf den römischen Triumph beziehenden Teile von hier auszugliedern und eventuell beim Anlegen des Textes zum alten Rom unter dem Thema "Musik der Antike" zu benutzen. Karl, 19:23, 16. Feb 2005 (CET)

Danke für den Hinweis, das hatte ich übersehen.--StefanC 20:23, 17. Feb 2005 (CET)

Wer Iuppiter ist, wüsste ich gern. Wenn es sich um eine andere Schreibweise von Jupiter handelt (dem hier in der Tat geopfert wurde), warum wird sie hier benutzt - und warum nicht erläuter?

J++

Die korrekte Übersetzung des Verses über Caesar müsste doch wohl lauten „Städter, passt auf die Frauen auf“, oder? Von einsperren ist hier keine Rede.--Hannes2 Hannes2  19:01, 6. Aug 2006 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Triumph (Erfolg) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).