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Tunnel

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Der Artikel Tunnel gehört zur Kategorie: Tunnel, Bahnanlage, Straßenbau, Schienenverkehr, Eisenbahntunnel
 

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Tunneleinfahrt in Richtung San Francisco
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Im Inneren eines Straßentunnels
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Ein Tunnel ist eine künstliche Passage, die durch einen Berg, unter einem Gewässer oder einem anderen Hindernis hindurch führt.

Als Verkehrsweg bietet er Schienenfahrzeugen, Kraftfahrzeugen oder auch Schiffen sowie Fußgängern und Ver- und Entsorgungsleitungen eine Durchfahrt beziehungsweise einen Durchgang. Er unterscheidet sich von der Galerie dadurch, dass er außerhalb der Zu- und Ausfahrt allseitig geschlossen ist.

Tunnel sind im allgemeinen ein- oder zweispurig, können aber auch mehrspurig sein. Der Bau eines Tunnels ist kostenintensiv und meist auch eine Herausforderung an die Ingenieurskunst. Üblicherweise werden Tunnel im Gegenortvortrieb gebaut, dies gilt vor allem für Tunnel im Gebirge.

Sprachliche Herkunft

Der Begriff Tunnel wurde in England (the tunnel) geschaffen, dabei lehnte man sich an das französische Wort tonnelle an, welches blumenbewachsene, durchschreitbare Bögen in Gartenanlagen zumeist aus Draht oder Holz bezeichnet. Das Wort wanderte weiter nach Deutschland und dann weiter zurück nach Frankreich (le tunnel). Die tonnelle stammt übrigens wegen ihrer Form vom französischen Begriff für ein spezielles, großes Fass (tonne) ab. Dieses Fass wiederum gab wegen seines Inhalts (etwa 1.000 Liter) der Masseneinheit Tonne (1.000 kg) ihren Namen.

Im Duden wird neben dem Lemma „der Tunnel“ auch „das Tunell“ angeführt.

Geschichte

Vorläufer der Tunnel waren die unterirdischen Be- und Entwässerungskanäle, die bereits von den antiken Griechen (beispielsweise Samos: der zur verdeckten Wasserversorgung ca. 530 v. Chr. gebaute Tunnel des Eupalinos), der unter dem israelischen König Hiskija ebenfalls zur Wasserversorgung bei Belagerung gegrabene 500 m lange Tunnel von der Gihon-Quelle zum Siloah-Teich in Jerusalem, der etwa 150 v. Chr. geschlagene 700 m lange Tunnel zur Wasserversorgung nach Qumran am Toten Meer, besonders von den Römern ausgeführt wurden (beispielsweise Ableitung des Fucino-Sees, 5,6 km langer Tunnel, Mitte des 1. Jahrhunderts, Zuleitung der Trinkwasserleitung am Pont du Gard). Vespasian ließ im Jahr 77 auf der Via Flaminia einen neuen Tunnel durch den Intercisa-Pass (Furlo) errichten. Aufgrund von Resten antiker Schachtbauwerke in der Umgebung von Dover geht die moderne Forschung davon aus, dass bereits die Römer sich mit dem Gedanken eines Ärmelkanaltunnels nicht nur theoretisch beschäftigt haben.

Nördlich der Alpen gab es in Deutschland vor dem Zeitalter des Eisenbahnbaus nur vier Tunnel, die dem Verkehr dienten. Zu ihnen zählt der Tiergarten-Tunnel in Blankenheim in der Eifel. Die Einführung des Schwarzpulvers zur Gesteinssprengung machte seit dem 17. Jahrhundert Tunnel auch beim Bau von Kanälen realisierbar (beispielsweise der 157 m lange Malpas-Tunnel für den Canal du Midi (um 1680) und der Schiffstunnel von Weilburg an der Lahn). 1708 wurde mit dem Urnerloch bei Andermatt der erste Tunnel an einer Alpenstrasse (Länge 64 m) für den Güter und Personenverkehr gebaut. Der 1789 eröffnete Sapperton Tunnel im Thames & Severn Canal in England war 3,5 km lang und erlaubte den Transport von Kohlefrachtern. Auch der 2.869 m lange Norwood-Tunnel in England ist ein weiteres Beispiel. Durch den 4.880 m langen Mauvages-Tunnel im Rhein-Marne-Kanal im Elsaß werden Boote und Schiffe heute mit einer Elektrolokomotive getreidelt.

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Alter Elbtunnel (1911)
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Der erste Verkehrstunnel unter einem Fluss wurde am 1. Januar 1869 in Chicago eröffnet. Der erste Flusstunnel auf dem europäischen Kontinent war der am 7. September 1911 eröffnete Elbtunnel in Hamburg.

Die ersten Eisenbahn-Tunnel schuf George Stephenson auf der Strecke Liverpool - Manchester 1826 bis 1830. 1837 bis 1839 wurde auf der Strecke Leipzig - Dresden bei Oberau der erste deutsche Eisenbahn-Tunnel gebaut. Die großen Gebirgs-Tunnel ermöglichte erstmals die Erfindung des Dynamits und der mit Druckluft betriebenen Gesteinsbohrmaschinen.

Bemerkenswert ist auch der 1882 unter dem Col de Tende hindurchgetriebene 3182 Meter lange Straßentunnel. Er war der erste Straßentunnel unter einem Alpenpass und dürfte seinerzeit einer der längsten für den öffentlichen Verkehr freigegebenen Tunnel der Welt gewesen sein.

Tunnel schrieben auch politisch - militärische Geschichte: So wurden in den 1960er Jahren geheime Fluchttunnel aus Ostberlin und der DDR nach Westberlin und Spionagetunnel vice versa während der Zeit der Berliner Mauer gebaut. Während des Vietnamkrieges besaß der Vietcong in den 1970er Jahren eine Vielzahl von Tunneln bis in die Nähe der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon, in welche die Soldaten der Vietnamesischen Volksbefreiungsarmee sich bei amerikanischen Luftangriffen und Patrouillen versteckten, Nachschublager unterhielten und Verwundete operierten und pflegten. Während des Bürgerkriegs in Bosnien in den 1990er Jahren bauten die bosnischen Truppen einen geheimen Tunnel von Sarajewo unter dem serbischen Belagerungsring hindurch, durch den sie bescheidenen Nachschub erhielten.

Tunnelarten

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Eisenbahntunnel

Da Adhäsionseisenbahnen nur eine deutlich geringere Steigung bewältigen können als Straßenfahrzeuge oder Zahnradbahnen, wurden Eisenbahntunnel viel häufiger gebaut als Straßentunnel. Hinsichtlich der Streckenführung finden sich bei den Eisenbahntunneln mehr Varianten.

Sporntunnel
Sporntunnel sind zumeist in Flusstälern zu finden. Da Flussläufe normalerweise eine moderate Steigung aufweisen, wurden viele Eisenbahnlinien durch Flusstäler verlegt. Viele Flusstäler weisen jedoch zum Teil große Flussschlingen auf. Dann ist zur Begradigung und Abkürzung der Trasse ein Sporntunnel notwendig. In den deutschen Mittelgebirgen sind Sporntunnel selten länger als 200 m, im Hochgebirge können sie jedoch auch 1.000 oder 2.000 m lang sein. Als ungewöhnlich langer Sporntunnel gilt in Deutschland der 4.203 m lange Kaiser-Wilhelm-Tunnel an der Moselstrecke. Besonders viele Sporntunnel besitzt die Elstertalbahn zwischen Thüringen und Sachsen. Seltener gibt es Sporntunnel auch bei Straßen. Beispiele dafür sind der 350 m lange Ebenrain-Tunnel bei Sissach und der 180 m lange Oberburg-Tunnel bei Diegten an der Schweizer Autobahn A2.
Scheiteltunnel
Ein Scheiteltunnel ist ein Tunnel, der einen Berg unterhalb eines Passes durchquert. Kennzeichnend sind lange Rampen zu beiden Enden des Scheiteltunnels, die aus den Tälern entlang der Bergflanken ansteigen bis auf die Höhe der Tunnelportale. Je größer die Höhendifferenz ist, die auf der Rampe bewältigt wird, umso kürzer fällt der Tunnel zur Bergdurchquerung aus. Der älteste noch befahrene Eisenbahntunnel Deutschlands, der 691 m lange Buschtunnel (1838), durchsticht nach einer 2 km langen Steilrampe mit 27 ‰ einen Höhenrücken im Aachener Süden. Scheiteltunnel bei Straßen wurden hauptsächlich im Hochgebirge angelegt, so z.B. am Sustenpass.
Basistunnel
Ein Basistunnel führt auf einer Linie durch einen Berg, die ohne steile Auffahrtrampen aus dem Talgrund auskommt. Da die Strecke nicht an Bergflanken empor führt, fällt ein Basistunnel deutlich länger aus als ein Scheiteltunnel. Basistunnel finden sich nur im Hochgebirge, so z.B. der Furka-Basistunnel, Lötschberg-Basistunnel, der in Bau befindliche Gotthard-Basistunnel oder der geplante Brenner-Basistunnel.
Kehrtunnel
Ein Kehrtunnel wird in einem Berg geführt, jedoch nicht um diesen zu durchqueren, sondern um bei Steigungsstrecken im Gebirge die Streckenlänge zu erhöhen, wodurch die Steigung geringer ausfallen kann. Diese Bauart vollführt unterirdisch einen Richtungswechsel von 180 Grad. Das Prinzip wurde erstmalig 1863 beim Bau der Schwarzwaldbahn genutzt.
Kreiskehrtunnel
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Strecke der Albulabahn (Rhätische Bahn) zwischen Preda und Bergün (Graubünden/Schweiz). Der aus dem Tunnel auftauchende Zug hat knapp eine Minute zuvor den darüber liegenden Viadukt überquert, dazwischen liegt der Kreiskehrtunnel.
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Ein Kreiskehrtunnel dient dem gleichen Zweck wie ein Kehrtunnel, nur dass der Tunnel wie eine Schraubenlinie einen Richtungswechsel von 360 Grad vollführt. Der einzige Tunnel dieser Bauart in Deutschland und der einzige weltweit in einem Mittelgebirge ist der 1.700 m lange Große Stockhalde-Kehrtunnel der Wutachtalbahn ("Sauschwänzlebahn"). Im Hochgebirge sind Kreiskehrtunnel häufiger zu finden.Ein gutes Beispiel auf der Gotthardbahn.

Straßentunnel

Da Straßenfahrzeuge größere Steigungen als Schienenfahrzeuge überwinden können, begann der Bau von Straßentunnel in größerem Umfang erst im Zuge des Baus von Autobahnen. Eine bemerkenswerte Ausnahme hiervon bildete zum Beispiel der Col-de-Tende-Straßentunnel. Die Anlage von Straßentunnel ist stets aufwändiger als die von Eisenbahntunneln, da schon für einen zweispurigen Straßentunnel ein größerer Querschnitt erforderlich ist, als für einen zweigleisigen Eisenbahntunnel. Im Unterschied zu diesen müssen Straßentunnel ab etwa 100 Meter Länge stets im Innern beleuchtet sein. Auch erfordern Straßentunnel ab einer Länge von 300 bis 500 Metern stets über besondere Lüftungseinrichtungen, um zu hohe Konzentrationen giftiger Abgase im Tunnel zu vermeiden. Da beim Straßenverkehr die Unfallgefahr viel höher ist als beim Eisenbahnverkehr, muss der Tunnelsicherheit bei Straßentunneln eine große Aufmerksamkeit gewidmet werden. So sollten bei längeren Tunneln Nothaltebuchten vorhanden sein und auch Evakuierungstunnel existieren.
Autobahntunnel
Ein Autobahntunnel ist ein Tunnel, durch den eine Autobahn hindurchführt. Hierbei wird heute allgemein für jede Richtungsfahrbahn eine eigene Tunnelröhre vorgesehen. Es gibt auch Autobahntunnel mit mehreren Röhren, wie den neuen Elbtunnel in Hamburg.

Häufig ist noch eine weitere Röhre vorhanden, die im Gefahrenfall eine schnelle Evakuierung erlaubt.

Zum Bau eines Autobahntunnels ist, da er über zwei Röhren mit einem relativ großen Querschnitt verfügt, ein größerer Erdaushub nötig als für den Bau eines Eisenbahntunnels. Auch sind wegen der Autoabgase bei Autobahntunneln umfangreichere Lüftungsanlagen nötig als bei Eisenbahntunneln vergleichbarer Länge.

Autobahntunnel sind besonders bei Autobahnen im Gebirge anzutreffen, um größere Kurvenradien und geringere Steigungen zu realisieren, als es bei tunnelfreier Führung möglich wäre. In Ballungsräumen dienen Autobahntunnel auch dem Lärmschutz, wobei man hier auch Tunnel finden kann, bei denen die Decke erst nachträglich aufgebracht wurde. Andere Anwendungen von Autobahntunnel sind Unterwassertunnel (z. B. der Hamburger Elbtunnel).

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland einige Autobahntunnel als bombensichere Fabrik genutzt. Der Autobahntunnel unter dem Gran Sasso (Italien) dient auch als Zufahrt zu einem Labor zum Nachweis von Neutrinos.

Bekannte Autobahntunnel
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Einfahrt zum Karawankentunnel auf österreichischer Seite
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Kanaltunnel

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Tunnel am Rhein-Marne-Kanal bei Arzviller
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Als Kanaltunnel bezeichnet man Bauwerke, mit denen ein schiffbarer Kanal unter Landschaftserhebungen wie Hügeln oder Bergen hindurchgeführt wird. Bei der Planung von Kanälen werden Anhöhen, die nicht mit einem Geländeeinschnitt zu durchqueren sind, wenn immer möglich mit einer längeren Strecke auf gleichbleibender Höhe umgangen oder mit Schleusenreihen überschritten. Wo beides nicht in Frage kommt oder für eine solche Lösung eine zu große Massenbewegung erforderlich wäre, kann der Bau eines Tunnels die wirtschaftlich optimale Variante sein. Kanaltunnel bilden in Kanälen mit mehreren Schleusenstufen einen Abschnitt der Scheitelhaltung.

Kanaltunnel sind in der Regel für einspurigen Verkehr ausgelegt. Vor beiden Portalen sind deshalb ausreichende Warteräume und Signaleinrichtungen für die Verkehrsregelung erforderlich. In einigen Tunneln wird der Wasserweg von einem Bankett über dem Wasserniveau begleitet, das für Kontrollgänge und das Ziehen von Kähnen diente.

Der erste Kanaltunnel wurde im 17. Jahrhundert für den Canal du Midi gebaut.

Beispiele für große Kanaltunnel:

  • der 4880 m lange Mauvages-Tunnel des Rhein-Marne-Kanal
  • der 3490 m lange Sapperton-Kanaltunnel des Themse-Severn-Kanal in England
  • der 3333 m lange Scheiteltunnel Voûte de Pouilly en Auxois des Burgund-Kanals in Frankreich
  • der 2836 m lange Norwood-Tunnel im Chesterfield-Kanal, England

Das einzige Beispiel in Deutschland für einen schiffbaren Tunnel ist der 195 m lange Lahntunnel bei Weilburg.

Tunnelbau

Der Bau von Tunneln erfolgt in geschlossener oder in offener Bauweise. Bei der geschlossenen Bauweise erfolgt die Herstellung bergmännisch in der Neuen Österreichischen Bauweise mittels Bohr- und Sprengvortrieb beziehungsweise Baggerausbruch oder maschinell mittels einer Tunnelbohrmaschine. Beim Tunnelbau in offener Bauweise erfolgt die Herstellung des Tunnelbauwerks in einer offenen Baugrube, die anschließend wieder verfüllt wird.

Insbesondere Tunnel sind mit sehr hohen Investitionskosten verbunden. So schlägt in Deutschland ein zweistreifiger Straßentunnel, welcher bergmännisch in mittelschweren Bodenverhältnissen hergestellt wird, im Schnitt mit 20.000 € pro Meter zu Buche. Dies ist nur ein Durchschnittswert, der nach unten, vor allem aber stark nach oben hin abweichen kann. Davon entfallen in der Regel 15-20% auf die Ausstattung des Tunnels, zum Beispiel Beleuchtung, Notrufsäulen, etc. Neben den zum Teil enormen Baukosten ist die Unterhaltung des Tunnel ebenfalls sehr kostspielig. So rechnet man im Schnitt mit jährlichen 180.000 € Folgekosten pro Kilometer Tunnelstrecke.

Tunnelsicherheit

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Notrufnische im Autobahntunnel der A 17 bei Dresden
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In Tunneln kann ein funktionierendes Sicherheitssystem im Falle eines Unfalls oder Brandes Leben retten. Folgende bauliche und technische Maßnahmen erhöhen die Sicherheit in Tunnelanlagen:

  • Nach Fahrtrichtungen getrennte Tunnelröhren (Richtungsverkehrstunnel, „Zwillingsröhre“ im Gegensatz zu Gegenverkehrstunnel)
  • zusätzliche Rettungsstollen, die hauptsächlich als Fluchtweg, aber auch als Zugang für Einsatzkräfte genutzt werden können.
  • Belüftungsanlage mit Strahlventilatoren und evtl. Belüftungsschächten
  • Anlage zur Sichttrübungsmessung
  • Anlage zur Windgeschwindigkeitsmessung
  • Anlage zur automatischen Branddetektion (Brandmelder)
  • Sprinkleranlage und für die Feuerwehr Löschwasserentnahmestutzen
  • Fluchtweghinweise mit Entfernungsangabe und Fluchtwegbeleuchtung
  • Notrufnische mit Notrufanlage und mit Feuermelder und Feuerlöscher
  • Abflusssystem für brennbare Flüssigkeiten
  • Überwachungskamera
  • Nothaltebuchten bei Straßentunneln
  • Notbeleuchtung bei Eisenbahntunneln

Weiterhin ist ein intensives Sicherheitsmanagment notwendig, welches das Erstellen von Alarmplänen und Übungen mit ansässigen Feuerwehren (so genannte Portalfeuerwehren) beinhaltet.

Zahlreiche schwere Unfälle in Tunneln (Siehe Katastrophen im Straßenverkehr und Schienenverkehr) zeigen immer wieder, dass viele Tunnel nur über ein schlechtes Sicherheitssystem verfügen.

Um die Sicherheit zu erhöhen werden auch laufend Tests von den Verkehrsclub durchgeführt. Dabei werden ungefähr 30 Tunnel in ganz Europa miteinander verglichen. Durch Veröffentlichung dieser Vergleiche soll auf die Tunnelbetreiber ein öffentlicher Druck gemacht werden. Derzeit (2005) beginnt ein von der EU gefördertes Sicherheitsprojekt, dass unter der Federführung des ÖAMTC mit zehn weiteren Ländern unter dem Namen EuroTAP (European Tunnel Assessment Programme). Die EU hat zur Verbesserung der Tunnelsicherheit die Richtlinie 2004/54/EG erlassen, deren Umsetzung in den Mitgliedsstaaten bis zum 30. April 2006 abgeschlossen sein musste. In Österreich wurde dazu das ab 1. Mai 2006 gültige Tunnelsicherheitsgesetz erlassen, dass alle Straßentunnel auf den Autobahnen und Schnellstraßen mit einer Länge über 500 m betrifft.

Trotz aller dieser Maßnahmen kann vor allem in Straßentunneln keine hundertprozentige Sicherheit gewährleistet werden. Auch die Benutzer müssen sich der Gefahren bewusst sein und sich an die Regeln halten, wie:

  • Fahrzeugbeleuchtung einschalten
  • Fahrgeschwindigkeit reduzieren
  • Sicherheitsabstand einhalten
  • Autoradio mit Verkehrsfunk einschalten
  • Auch die Umstellung der Lichtverhältnisse der Augen beachten
  • Nicht stehen bleiben im Tunnel.
  • Ampel unbedingt beachten.
  • Nie hinter einem brennenden Fahrzeug noch in den Tunnel einfahren. Die Verqualmung kann den Motor zum Absterben bringen, was eine Flucht aus dem Tunnel wesentlich erschwert.

Motive

Bei der Querung von Wasserflächen ist oftmals eine Entscheidung zwischen Tunnel und Brücke zu treffen. Generell sind Unterwassertunnel kostspieliger als zum Beispiel Hängebrücken. Bei Schiffswegen ist die Einsetzbarkeit von Brücken jedoch oftmals eingeschränkt. Beispiele für Tunnel, die aus schifffahrtstechnischen Gründen an Stelle einer Brücke gebaut werden mussten, sind der Holland und Lincoln Tunnel zwischen New Jersey und Manhattan sowie die Elizabeth-Tunnel zwischen Norfolk und Portsmouth in Virginia.

Seit neuerer Zeit wird Tunnelbau auch aus Gründen des Landschafts- und Umweltschutzes betrieben. So gab es zum Beispiel in den letzten fünf Jahren heftige Auseinandersetzungen um den Bau eines Tunnels im Zuge der BAB 4 westlich von Jena in Thüringen. Ursprünglich war ein Tunnel vorgesehen, der die Autobahn aus dem ökologisch wertvollen Leutratal herauslegen sollte. Aus Kostengründen wurden diese Pläne - zum Nachteil der Anwohner - auf einen 2,9 km langen Tunnel abgespeckt.

Die längsten Tunnel der Welt

Die derzeit längsten und bereits für den Verkehr freigegeben Tunnel der Erde sind:

Siehe auch: Liste der längsten Tunnel der Erde

Siehe auch

Weblinks

simple:Tunnel


Diskussion der Autoren über den Artikel: Tunnel


Ich hab mal den Artikel Autobahntunnel eingebaut. Die Versionsgeschichte von Autobahntunnel ist hier einzusehen. --Steffen M. 10:03, 10. Mär 2005 (CET)
Gibt es einen Unterschied zwischen Fréjus-Tunnel (Nr. 23 der längsten Tunnel) und dem Mont-Cenis-Tunnel (Nr. 24). Oder werden beide Tunnel unter dem Artikel Mont-Cenis-Tunnel behandelt? SeeBee 09:22, 5. Jun 2005 (CEST)

Römer mit Eurotunnelvorhaben?

Ich kenne mich nicht sehr mit der Materie aus, aber mir erscheint das so unglaublich, daß ich mal frage, ob es stimmt, daß davon ausgegangen wird, die Römer hätten den Versuch unternommen, den Ärmelkanal zu unterqueren. Die entsprechende Passage aus dem Artkel: 'Aufgrund von Resten antiker Schachtbauwerke in der Umgebung von Dover geht moderne Forschung davon aus, dass bereits die Römer sich mit dem Gedanken eines Ärmelkanaltunnels nicht nur theoretisch beschäftigt haben.' Gibt es dafür eine verläßliche Quelle? --Besserwissi 15:57, 5. Aug 2005 (CEST)

Habe bei einem ersten Suchen im Netz nichts (außer der deutschsprachigen Wikipedia) gefunden. Nehme es daher raus. --Besserwissi 15:57, 5. Aug 2005 (CEST)
Wird eine Tatsache eigentlich für Dich erst dann wahr, wenn Du sie im Netz ließt? Zum Zeitpunkt des Baus des Eurotunnels wurde diese Tatsache in mehreren seriösen Zeitungs- und Fernsehbeiträgen mit Bildern gezeigt. Leider habe ich sie nicht aufgehoben. Aber Deine Form von Auseinandersetzung mit der Angelegenheit finde ich nicht in Ordnung. Ich erfinde doch nichts. Deshalb setze ich es wieder rein. --Rosa Lux 20:45, 5. Aug 2005 (CEST)
Es tut mir leid, Rosa, wenn dich mein vielleicht etwas zu schnelles Handeln verärgert hat. Natürlich wird nichts dadurch unwahr, daß es mittels Google nicht zu finden ist, genauso wie nichts dadurch wahr wird, daß es im Netz zu finden ist. Aber ich finde, es wäre schon wichtig eine seriöse Quelle dafür zu finden. Die Aussage ist schließlich eine ziemlich spektakuläre, findest Du nicht auch? Unter Eurotunnel#Vorausgehende Versuche steht nichts davon. Auch etwa die englischsprachige und die französischsprachige Wikipedia geben zu dem Thema weder auf den Artikel- noch auf den Diskussionsseiten bisher etwas her (habe zumindest nichts finden können). Das ist zwar kein Beweis, aber war für mich Hinweis genug, daß es dringend einer Quelle bedarf, um die Aussage aufrechterhalten zu können. Ich kann damit leben, daß der Satz wieder drin ist, auch wenn wir noch keine Quelle haben. Auf Dauer geht es aber nicht ohne. Ich will mal noch ein bißchen weitersuchen. Vielleicht weißt Du noch etwas genauer, wo du die Information her hast, oder wann sie veröffentlicht wurde? Hoffe, du bist nicht mehr verärgert? Besten Gruß --Besserwissi 22:00, 11. Aug 2005 (CEST)
Ich habe bis jetzt auch nichts gefunden. Ich könnte mir aber vorstellen, daß das Gerücht auf den Comic "Asterix bei den Briten" zurückgeht. Da sagt nämlich Obelix, ein Tunnel wäre eine gute Idee, damit könnte man während der Kanalquerung dem Regen und dem Nebel entgehen... --FritzG 22:37, 11. Aug 2005 (CEST)
Ich hab damals auch im Fernsehen den Beitrag über den Römer Tunnel gesehen. Ob es ein ernst gemeinter Versuch oder nur ein erster Bau zur Erkundung des Bodens war, ist mir nicht klar. --Heidas (Heidas) 21:21, 12. Aug 2005 (CEST)
Ich habe ernsthafte Zweifel. Soweit mir bekannt ist, haben die Römer keinen einzigen nennenswerten Tunnel gebaut, nicht im Gebirge und erst recht nicht zur Unterquerung von Gewässern. Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand ernsthaft dieses Projekt erwogen hat (außer vielleicht ein größenwahnsinniger Kaiser ohne technischen Sachverstand). --FritzG 21:28, 12. Aug 2005 (CEST)

Bevor ich den Satz so in wikipedia gesetzt habe, habe ich sehr lange im Netz und Archäologiebüchern recherchiert, weil ich mir selbst der Tragweite dieser Behauptung klar war, ohne irgendetwas Konkretes zu finden. Offenbar war dies eine Versuchsschachtung. Ich weiß, daß noch im Mittelalter bei Tunneln wie bei tiefen Brunnenschachtungen beispielsweise die Luftführung ein nur ansatzweise gelöstetes Problem war. Deshalb habe ich auch nicht geschrieben, die Römer haben den Kanaltunnel begonnen zu bauen, sondern sie haben sich nicht nur theoretisch damit beschäftigt, sie haben faktisch Schachtungen durchgeführt. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist die vorsichtigste Form, dieses hochinteressante Faktum zu erwähnen. Die Formulierung ist frei von Spekulationen über Größe, Sinn, Zweck und Zeitpunkt. Da ich leider, wie oben erwähnt, den Zeitungsausschnitt (nicht Asterix!) nicht mehr besitze, - liegt Jahrzehnte her - kann ich auch keine Quelle angeben. Das kann doch kein Grund sein, das Faktum einfach zu löschen. Es nicht zu erwähnen, verhindert eigentlich nur weitere Recherchen. Die Behauptung, es gäbe keinen einzigen nennenswerten Tunnel der Römer ist einfach falsch: Schon die antiken Griechen haben auf Samos für eine Trinkwasserleitung einen Tunnel von erheblicher Länge gebaut. Ich habe am Pont-du-Gard an einer Führung teilgenommen, die in die im Gebirge angrenzenden Tunnel einstieg. Die Mehrzahl römischer Aquädukte haben über weite Strecken gedeckelte oder "getunnelte" Zuleitungen. Sie sind natürlich nicht mit der Länge eines Tunnels unter dem Ärmelkanal zu vergleichen, aber sie existieren nachweislich. Das die Römer für ihren spektakulären Straßenbau keine Tunnel im Gebirge errichtet haben, bringe ich mehr mit der antiken Vorstellung, die Unterwelt sei das Reich der Toten, in Zusammenhang, denn technisch waren sie, siehe oben, dazu im Stande. Im www steht leider jede Menge "spekulatives Zeug", was von keinem Lektor geprüft wird. Deshalb reagiere ich auf die Bemerkung, bei Google sei nichts dazu zu finden, also existiere es nicht, etwas allergisch. Zitatkartelle kommen wesentlich häufiger vor und die Arbeit mit Fußnoten für Quellenangaben macht sich weder im www noch bei wikipedia Irgendjemand. Im Gegenteil, statt ein Zitat kenntlich zu machen, bemühen sich viele aus Angst vor dem Streit um Urheberrechte, möglichst im Tatsachenstil zu schreiben, als hätten sie selbst jedes Faktum "am Mikroskop" entdeckt oder verlegen sich auf Allgemeinplätze. Dies kommt der Qualität von wikipedia nicht entgegen. Statt eines Wettbewerbs über sachlich einwandfreie Beiträge, wer mehr Wissen einbringt, beschränkt sich die Diskussion in wikipedia immer häufiger darauf, an anderen Artikeln "herumzumäkeln" (womit ich nicht die sachliche Auseinandersetzung über Fakten meine, sondern z.B. neue Rechtschreibung gegen alte, noch so blödsinnige, doppelte, dreifache Verlinkungen, den Leser entmündigende oder sinnentstellende Verkürzungen etc.). Mittlerweile lese ich immer häufiger Löschanträge, wenn irgendjemand irgendeine Formulierung nicht gefällt, statt das dieser Wikipedianer sich selbst um eine angemessene Korrektur bemüht. Diese Haltung finde ich destruktiv und habe deshalb so harsch reagiert, Besserwissi. Deine Antwort läßt mich jetzt zu einer anderen Einschätzung kommen. --Rosa Lux 09:42, 14. Aug 2005 (CEST)
Ich wollte dir persönlich keineswegs "Asterix"-Recherche vorwerfen, ich wollte nur anmerken, daß auf diese Weise leicht Urban legends entstehen, die irgendwann auch im Fernsehen kommen (auch die blödsinnigen Spekulationen über die Ausrichtung der Pyramiden nach dem Sternbild Orion kam im Fernsehen, um nur ein Beispiel zu nennen). Aber du scheinst dir recht sicher zu sein; ich werde weiter die Augen zu dem Thema offen halten. --FritzG 13:32, 14. Aug 2005 (CEST)

Tunnels oder Tunnel?

Wie lautet der Plural von Tunnel? Tunnels oder Tunnel? --Abdull 13:43, 14. Aug 2005 (CEST)

Nach meinem Wörterbuch ist beides zulässig. --FritzG 14:08, 14. Aug 2005 (CEST)
Ich bin für „die Tunelle“. „Tunnels“ hört sich ja schrecklich an.--129.217.129.133 01:29, 10. Sep 2006 (CEST)

Erster deutscher Eisenbahntunnel schon 1836?

Laut Website der Stadt Bad Dürrenberg wurde dort bereits 1836 ein 133m langer Tunnel für die Feldbahn zwischen Dürrenberg und der Tollwitz eröffnet. Also noch vor dem Tunnel bei Oberau. Kann das jemand bestätigen?

bis 1905 von Pferden gezogen! --Piflaser 10:19, 28. Nov. 2006 (CET)

weitere Tunnelarten

Fußgängertunnel Fluchttunnel

Die Begriffe Fußgängertunnel und Fluchttunnel könnten noch eingearbeitet werden. Mit Frreundlichen Grüßen --Ronaldo 12:19, 20. Apr 2006 (CEST)

Tunnel zur kreuzungsfreien Anbindung

Zu welcher Tunnelart würde der Glockenbergtunnel in Koblenz gehören? Der Tunnel wird im Web unter Glockenbergtunnel und in Wikipedia im Artikel Pfaffendorfer Brücke näher beschrieben. Der Tunnel ermöglicht im engen Rheintal ein kreuzungsfreie Anbindung der Pfaffendorfer Brücke an eine Bundeststraße.Oliver Münz 11:21, 23. Sep 2006 (CEST)

Toter Weblink

Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich down ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!

--Zwobot 09:43, 28. Nov. 2006 (CET)

korrigiert --KaPe 18:24, 29. Nov. 2006 (CET)
http://www.adac.de/Tests/Mo...


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Tunnel und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).