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Der Artikel Völkischer Beobachter gehört zur Kategorie: Antiquarische Zeitung, Medien (München), Presse (Nationalsozialismus)
Der Völkische Beobachter war seit 1920 das publizistische Parteiorgan der NSDAP. Die Zeitung erschien zunächst wöchentlich, ab dem 8. Februar 1923 täglich im Franz-Eher-Verlag. Sie wurde reichsweit vertrieben.
Das „Kampforgan der nationalsozialistischen Bewegung Großdeutschlands“ ging aus dem Vorstadtblatt Münchner Beobachter hervor, das 1918 in den Besitz der Thule-Gesellschaft überging, nachdem am 22. Juni 1918 der bisherige Verleger Franz Eher gestorben war. Rudolf von Sebottendorf erwarb von dessen Witwe Käthe Bierbaumer für 5.000 Reichsmark die Herausgeberlizenz für die Zeitung. Ab Juli 1918 übernahm von Sebottendorf die Schriftleitung. Die Zeitung wurde zunächst mit demselben Titel herausgaben, jedoch mit dem Untertitel Sportblatt. Im August 1919 wurde das Blatt in Völkischer Beobachter umbenannt. Der Kauf durch die NSDAP erfolgte dann 1920 auf Initiative von Dietrich Eckart, der erster Chefredakteur der Zeitung wurde. Dessen Nachfolger wurde Wilhelm Weiß.
Die Auflage des Blattes lag zunächst bei ca. 8.000 und steigerte sich, bedingt durch die starke Nachfrage während der Ruhrbesetzung, bis Herbst 1923 auf 25.000 Exemplare. Durch das Parteiverbot der NSDAP in Folge des Hitlerputsches am 9. November 1923 musste die Zeitung ihr Erscheinen einstellen, mit Neugründung der NSDAP am 26. Februar 1925 erschien sie wieder.
Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erschien am 1. Januar 1929 erstmals als Berliner Ausgabe.
Die Auflage steigerte sich mit dem Erfolg der nationalsozialistischen Bewegung enorm, 1931 erreichte sie über 120.000 und steigerte sich bis zum Jahr 1944 auf 1,7 Mio. Exemplare.
Wenige Tage vor der deutschen Kapitulation stellte der Völkische Beobachter Ende April 1945 sein Erscheinen ein. Die letzte Ausgabe vom 30. April 1945 wurde nicht mehr ausgeliefert.
Siehe auch
Literatur
- Norbert Frei: Journalismus im dritten Reich. Beck, München, 3. Auflage 1999, ISBN 3-406-45516-6
- Sonja Noller: Die Geschichte des Völkischen Beobachters von 1920 bis 1923. Dissertation, Universität München 1956
- Sonja Noller, Hildegard von Kotze (Hrsg.): Facsimile-Querschnitt durch den Völkischen Beobachter. Pawlak-Verlag, Herrsching 1984
- Gerhard Köhler: Kunstanschauung und Kunstkritik in der nationalsozialistischen Presse.Die Kritik im Feuilleton des »Völkischen Beobachters« 1920-1932. Inaugural-Diss. Phil. Fak. München 1937, Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. München 1937
Weblinks
- Der Völkische Beobachter beim LeMO
- Der Völkische Beobachter bei Shoa.de
- Paul Hoser, Völkischer Beobachter, in: Historisches Lexikon Bayerns
- Der Völkische Beobachter zur Großrazzia in der Künstlerkolonie Berlin am 15.3.1933
- Der Illustrierte Beobachter zur Großrazzia in der Künstlerkolonie
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Die letzten beiden weblinks gehen bei mir nicht. Wenn das andere auch, und über längere Zeit, feststellen, dann könnte man sie löschen. Saxo 22:11, 13. Okt. 2006 (CEST)- Bei mir gehen sie. (FF1.5) --Theredmonkey wie heißt die EFTA? 18:40, 25. Okt. 2006 (CEST)

