Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten
 
Vereinigtes Königreich

Toplinks zu diesem Thema:
Englisch, Rolle, Sprache, Sprachen, Arbeit, Unternehmen, Folter, Vergleich, Ast, Barclays, Bildung, Dominanz, Finanzdienstleistung, Geld, Gruppe, Gruppen, Stock exchange, Trinidad, Versicherungen



Der Artikel Vereinigtes Königreich gehört zur Kategorie: Vereinigtes Königreich, Monarchie (Staat), Staat

Das Vereinigte Königreich (engl. United Kingdom, kurz UK) oder in der Langform Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland) ist ein souveräner Staat vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas.

Der größte Inselstaat Europas ist eine politische Union der vier Teilstaaten England, Schottland, Wales und Nordirland. Das Vereinigte Königreich besitzt auch mehrere Überseegebiete. Die Kronbesitztümer der Isle of Man und der Kanalinseln sind der britischen Krone unterstellt und zählen zu den Britischen Inseln, sind jedoch nicht Bestandteil des Vereinigten Königreichs. Als konstitutionelle Monarchie unterhält das Land enge Beziehungen zu fünfzehn Commonwealth Realms, deren Staatsoberhaupt der britische Monarch ist.

Als hochentwickeltes Industrieland besitzt das Vereinigte Königreich das weltweit fünfthöchste Bruttoinlandsprodukt. Mit rund 60,2 Millionen Einwohnern ist es das drittbevölkerungsreichste Land der Europäischen Union. Darüber hinaus ist das Vereinigte Königreich Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen (es ist Atommacht und ständiges Mitglied des Sicherheitsrates) und ist auch Mitgliedstaat der Gruppe der Acht.

Nach der Auflösung des Britischen Imperium besitzt das Vereinigte Königreich weiterhin weltweit großen Einfluss dank des weit verbreiteten Gebrauchs der englischen Sprache und des weltumspannenden Commonwealth of Nations, einem vom britischen Monarchen angeführten losen Staatenbund.

Staatsname

Die amtliche Langform des Staatsnamens lautet „Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland“. Fälschlicherweise wird im deutschen Sprachgebrauch meist die Bezeichnung Großbritannien als Synonym für das Vereinigte Königreich verwendet, selbst von Politikern und Nachrichtensprechern. Großbritannien im eigentlichen Sinne umfasst nur England, Schottland und Wales und bezeichnet die größte der Britischen Inseln. Auf der zweitgrößten Insel – Irland – befinden sich Nordirland und die Republik Irland. Die umgangssprachliche Bezeichnung England für das Vereinigte Königreich findet sich vor allem in Kontinentaleuropa und ist auf die Jahrhunderte anhaltende Dominanz Englands innerhalb des Königreiches zurückzuführen. Die Briten selber bezeichnen ihr Land in der Alltagsssprache als UK oder Britain.

Das „Groß“ stammt ursprünglich aus dem Französischen: Großbritannien ist die Grande Bretagne, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten Bretagne. Die lateinische Bezeichnung Britannia hingegen stammt von dem keltischen Begriff Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet.

Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:

  • United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
  • Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
  • An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
  • Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
  • An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
  • Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)

Geographie

Hauptartikel: Geographie des Vereinigten Königreichs

Das Vereinigte Königreich besteht aus der Hauptinsel Großbritannien und etwa einem Sechstel der Insel Irland. Um die Hauptinsel liegen mehrere Inselgruppen mit über 1000 kleineren Inseln. Die wichtigsten Inselgruppen sind Shetland und Orkney in der Nordsee nördlich von Schottland, die Äußeren Hebriden und die Inneren Hebriden im Atlantischen Ozean westlich von Schottland, Anglesey in der Irischen See nördlich von Wales, die Scilly-Inseln in der Keltischen See südwestlich von England sowie die Isle of Wight im Ärmelkanal vor der englischen Südküste. Die einzige Landgrenze besteht auf der Insel Irland zur Republik Irland; diese ist 360 km lang. Nicht zum Vereinigten Königreich gehören (obwohl sie der britischen Krone unterstehen) die Isle of Man in der Irischen See und die Kanalinseln im Ärmelkanal vor der Nordküste Frankreichs.

England

Abbildung
Topografie
Bildherkunft

Größter Teilstaat ist England mit einer Fläche von 130.395 km² und rund 50,4 Millionen Einwohnern. Er bedeckt rund zwei Drittel der Insel Großbritannien und besteht zum größten Teil aus Tiefebenen, die von Hügelketten durchzogen sind. Die Tees-Exe-Line, eine zwischen den Flüssen Tees in Yorkshire und Exe in Devon gezogene imaginäre Linie, unterteilt England in zwei unterschiedliche Regionen.

Der Nordwesten und der Norden sind geprägt von Mittelgebirgen aus metamorphen und magmatischen Gesteinen. Dazu gehöen die Cumbrian Mountains und die Pennines. Aus älteren Sedimentgesteinen besteht der südlich an die Pennines anschließende Peak District in Mittelengland. Weitere Mittelgebirge sind Dartmoor und Exmoor im äußersten Südwesten.

Im Süden und entlang der Ostküste liegen bedeutend flachere Hügelzüge aus jüngeren Sedimentgesteinen. Dazu gehören einerseits die Kalksteinhügel der Yorkshire Wolds, der Lincolnshire Wolds, der Cotswolds und der Isle of Purbeck, andererseits die Südenglische Kreideformation, bestehend aus Salisbury Plain, Chiltern Hills, North Downs und South Downs. Der höchste Berg Englands ist mit 978 Metern der Scafell Pike in den Cumbrian Mountains.

Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne.

Wales

Westlich an England grenzt Wales (wal.: Cymru), das 20.779 km² groß ist und knapp 3,0 Millionen Einwohner zählt. Das Land besteht fast gänzlich aus metamorphen Mittelgebirgen, wobei die Erhebungen von Norden nach Süden generell niedriger werden. Höchster Berg ist der Snowdon (Yr Wyddfa) mit 1085 Metern. Nnach diesem ist Snowdonia benannt, der nördlichste der drei walisischen Gebirge. Im zentralen Landesteil liegen die Cambrian Mountains, daran anschließend in Südwales die Brecon Beacons.

Der längste Fluss des Vereinigten Königreichs, der Severn, entspringt in Zentralwales in den Cambrian Mountains. Der größte Teil der Bevölkerung konzentriert sich auf einen schmalen Küstenstreifen entlang des Bristolkanals im Süden mit den Städten Cardiff, Newport und Swansea sowie auf die vom Küstenstreifen abzweigenden südwalisischen Täler.

Schottland

Schottland (gäl.: Alba) ist 78.772 km² groß, zählt rund 5,1 Mio Millionen Einwohner und umfasst das nördlichste Drittel Großbritanniens. Das Land besteht aus drei Teilen; den gebirgigen Highlands im Norden und Westen, dem flachen Central Belt im Zentrum und den hügeligen Southern Uplands im Süden.

Die Geologie Schottlands ist weitgehend metamorph, Sedimente sind relativ selten. Magmatisches Gestein hingegen ist vor allem in den südlichen Highlands und auf den Inneren Hebriden in zahlreichen Gegenden zu finden. Ebenfalls das Ergebnis urzeitlicher vulkanischer Aktivität ist der Ben Nevis in den Grampian Mountains, mit 1344 Metern der höchste Berg Schottlands und der gesamten Britischen Inseln. Die nördlichen, etwas flacheren Highlands sind vom Rest des Landes durch den Great Glen geteilt, einer tektonischen Verwerfung.

Im Central Belt konzentriert sich der größte Teil der Bevölkerung, in den Ballungsgebieten der Großstädte Glasgow, Edinburgh und Dundee. Einzige Großstadt außerhalb dieser Region ist Aberdeen an der Nordostküste. Am südlichsten liegen die dünn besiedelten Southern Uplands; sie erstrecken sich entlang der englischen Grenze von der Irischen See zur Nordsee. Central Belt und Southern Uplands werden zusammen auch als Lowlands bezeichnet.

Die Westküste Schottlands ist stark zergliedert, dies aufgrund vieler vorgelagerter Inseln und zahlreichen tief in das Landesinnere reichenden Fjorde (die in Schottland als Firths bezeichnet werden. Die bekanntesten dieser Meeresarme sind der Firth of Clyde und der Solway Firth. Hingegen ist die Ostküste wenig zergliedert, mit Ausnahme des Firth of Forth, des Firth of Tay und des Moray Firth, die aber mehr den Charakter großer Ästuare haben.

Nordirland

Kleinster Teilstaat ist Nordirland (irisch: Tuaisceart Éireann), das 13.843 km² groß ist, rund 1,7 Millionen Einwohner zählt und den nordöstlichen Teil der Insel Irland umfasst. Das Gelände ist zumeist wellig. Das einzige Mittelgebirge sind die im Südosten gelegenen Mountains of Mourne, der höchste Berg ist der Slieve Donard mit 849 Metern. Ungefähr in der Mitte Nordirlands liegt der Lough Neagh, mit einer Oberfläche von 388 km² der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die größten Städte sind Belfast und Derry.

Klima

Hauptartikel: Klima des Vereinigten Königreichs

Abbildung
Satellitenfoto der Britischen Inseln
Bildherkunft

Das Vereinigte Königreich liegt gänzlich in der gemäßigten Klimazone. Das Klima ist feucht und aufgrund des Einflusses des Golfstroms wärmer als in Gebieten auf den gleichen Breitengraden. Aufgrund der Lage des Landes in der Konvergenzzone von kalter polarer und warmer tropischer Luft ist das Wetter sehr unbeständig. Allgemein ist das Klima im Süden und Osten wärmer und trockener als im Norden und Westen. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Am feuchtesten ist es in den westlichen Highlands mit über 3000 mm jährlich, am trockensten in Essex mit 600 mm (in besonders trockenen Jahren sogar nur 450 mm).

Während zwei Dritteln des Jahres ist der Himmel bewölkt, so dass die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer relativ gering ist. An der englischen Südküste beträgt diese 1750 und 2100, im westlichen Teil Schottlands oft weniger als 1000 Stunden. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde (bis zu Orkanstärke) und Überschwemmungen auftreten. Nebel tritt vor allem im Winter in den bergigen bzw. hügeligen Regionen sowie an der Küste auf.

Die höchste je im Vereinigten Königreich gemessene Temperatur ist 38,5° C am 10. August 2003 bei Faversham in Kent, während der Hitzewelle 2003. Am kältesten war es am 30. Dezember 1995 bei Altnaharra in Sutherland mit -27,2° C. Da die Durchschnittstemperatur auch im Winter meist über dem Gefrierpunkt liegt, fällt nur wenig Schnee. Ausnahme sind die schottischen Highlands, wo während einigen Wochen die Schneedecke dick genug ist, um Wintersport ausüben zu können.Klima- und Wetterstatistiken des Met Office

Fauna und Flora

Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.

Bevölkerung

Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Seine Staatsbürger werden Briten genannt. Die Bevölkerung verteilt sich auf die einzelnen Regionen wie folgt:

England: 83,7 %, Schottland: 8,5 %, Wales: 4,9 %, Nordirland: 2,9 %

Sprachen

Das Vereinigte Königreich hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation, die jedoch von unter 10 % der Engländer, hauptsächlich im Süden des Landes, in der Region um London, im Alltag gesprochen wird. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird auf den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es im Vereinigten Königreich diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel.

Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots.

Im Vereinigten Königreich wird als Gebärdensprache der Hörgeschädigten die sogenannte British Sign Language verwendet.

Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall).

Ethnische Gruppen

92,1 % der Bevölkerung des Vereinigten Königreichs sind Weiße. Daneben gibt es eine Minderheit von 7,9 %, die sich aus verschiedenen nicht-weißen Ethnien zusammensetzt. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil der nicht-weißen Menschen erklärt sich vornehmlich aus Einwanderungsbewegungen aus ehemaligen britischen Kolonien in der Karibik und auf dem indischen Subkontinent, insbesondere in den 50er und 60er Jahren.
Karibische oder afrikanische Abstammung
Die „Black Caribbean“ bzw. „Black African“ betragen über 1,1 Millionen der Gesamtbevölkerung. Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950er Jahren, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Dominica sowie Trinidad und Tobago. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
Inder
2001 lebten über 1 Million Inder in Großbritannien. Diese stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, ins Vereinigte Königreich auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle.
Pakistaner
Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit. 2001 lebten 747.285 Pakistaner in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern ins Vereinigte Königreich und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben im Vereinigten Königreich. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam.
Bengalen
Die Bengalen (2001 waren es 283.063) gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime.
Chinesen
Ein Großteil der chinesischen Einwanderer immigrierte nach dem Zweiten Weltkrieg ins Vereinigte Königreich, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen im Vereinigten Königreich, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern des Vereinigten Königreichs.
Sinti und Roma
Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate.
Polen
Nach Schätzungen der UNO leben im Vereinigten Königreich mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft. Viele dieser Polen dienten während des Zweiten Weltkriegs auf der Seite der Alliierten und kämpften in der Britischen Armee oder waren Flüchtlinge. Viele blieben in Großbritannien, als Polen nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion besetzt und von der Kommunistischen Partei Polens (PZPR) beherrscht wurde.

Durch die EU-Mitgliedschaft Polens begünstigt, sind viele Polen nach Großbritannien eingewandert, um Arbeit zu suchen.

Zyprioten
Viele der griechischen und türkischen Zyprioten Großbritanniens leben in den Großstädten, vor allem in London (ca. 200.000). Der bekannteste Brite mit zypriotischen Wurzeln ist der Popstar George Michael.

Religionen

Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion. Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man im Vereinigten Königreich gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden. Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in

Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:

Islam (Muslime) 1.625.700 - 2,7 %
Hindu 559.000 - 1,0 %
Sikhs 336.000 - 0,6 %
Juden 267.000 - 0,5 %
Buddhisten 152.000 - 0,3 %
andere 179.000 - 0,3 %

Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland

Abbildung
Joan Blaeu: Karte des Vereinigten Königreichs (aus dem Atlas Maior, 17. Jh.)
Bildherkunft

In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte.

Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname „Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland“ wird seit 1927 verwendet.

Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Das Vereinigte Königreich war gezwungen, sich mehr Kontinentaleuropa zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände und Einfluss von Quantum Funds auf dem Devisenmarkt nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wale und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente.

Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005

Politik

Hauptartikel: Politisches System des Vereinigten Königreichs, Britische Monarchie

Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie. Das Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II., der Regierungschef ist Premierminister Tony Blair. Das Parlament besteht aus dem House of Lords (Oberhaus) sowie dem House of Commons (Unterhaus). Die Mitglieder des House of Lords sind heute größtenteils Angehörige des nichterblichen Verdienstadels, einige Adelige mit vererblichen Adelstiteln sowie 26 anglikanische Bischöfe. Die Abgeordneten des House of Commons werden nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt. Das demokratisch legitimierte House of Commons ist der heutzutage dominierende Zweig des Parlaments, in dem alle Gesetze eingebracht und verabschiedet werden. Aufgrund der „parliamentary sovereignty“ ist das Parlament,neben der Königin (de facto die Regierung), die einzige gesetzgebende Institution in Großbritannien. Die Parlamentssouveränität ist zudem der Grund, weshalb es keine Verfassungsgerichtsbarkeit gibt.

Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Carta) (1215), die allerdings nur einer kleinen Oberschicht von Adligen (Council of Barons) gewisse Rechte einräumte. Dennoch bleibt Großbritannien das Land Europas mit der ältesten demokratischen Tradition, da das Parlament spätestens seit der Glorious Revolution (1688/89) und der damit verbundenen Bill of Rights stetig an Bedeutung gewonnen hat.

Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, de jure hat jedes Gesetz Verfassungsrang, da grundsätzlich alle Gesetze gleichwertig sind und das Parlament das Recht hat (parliamentary sovereignty), jedes bestehende Gesetz zu ändern oder abzuschaffen (vgl. Bagehot, Walter: The Law of The Constitution). Es gibt allerdings Gesetze mit de facto Verfassungsrang, wie beispielsweise die Bill of Rights. Grundsätzlich gilt, dass große Ausgestaltungsfreiräume für Gesetze bei den Gerichten liegen (common law), da das britische Rechtssystem auf dem Prinzip des Gewohnheitsrechts (vgl. „conventions“) und der richtigen Auslegung von Präzedenzfällen (common law) durch Gerichte fußt.

Militär

Das Vereinigte Königreich hat mit 53 Milliarden Euro (2005/06) die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär stärker auf die Royal Navy (Marine) und die Royal Air Force (Luftstreitkräfte), als auf die British Army (Heer). Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird.

Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs unterhalten zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als das Vereinigte Königreich. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.

Kampf gegen den Terror

Das Vereinigte Königreich ist ein Verbündeter der USA im Krieg gegen den Terror und hat im Krieg in Afghanistan als auch im Irak-Krieg mitgewirkt. Bereits im Jahr 2000 wurde ein Anti-Terror-Gesetz ratifiziert. Nach den Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA wurde wenige Monate später - noch 2001 der "Anti-Terrorismn, Crime and Security Act" durch das Parlament verabschiedet. Als Antwort auf die Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London wurde ein weiteres Anti-Terrorismus-Gesetz verabschiedet. Gesetze gegen den Terror Im Kampf gegen den Terror kam Großbritannien in Beschuss Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Zwölf Verdächtige im Zusammenhang mit Terroranschlägen werden auf Grund der Möglichkeiten des Anti-Terrorgesetzes bereits mehrere Jahre ohne Anklage in Hochsicherheitsgefängnissen in Großbritannien eingesperrt. Menschenrechtsverletzungen durch das Anti-Terrorgesetz Im Irak-Krieg kommt es zu Folterungen und Mißhandlungen von Häftlingen durch britische und amerikanischen Soldaten. Folter im [[Irak] von britischen und amerikanischen Soldaten]

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung des Vereinigten Königreichs

Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons keine Landesverwaltung. Die Bildung einer „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) wurde in einem Referendum am 4. November 2004 von den Wählern mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question).

Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties). Heute gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet.

Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):

Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):

Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten.

Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten.

Siehe auch: Liste der Städte im Vereinigten Königreich, Kronkolonie

Infrastruktur

Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung. Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert.

Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden.

Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester.

Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke des Vereinigten Königreiches soll die Reisezeit deutlich verkürzen.

Ende der 1990er-Jahre kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten.

Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Dover, Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.

Siehe auch

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft des Vereinigten Königreichs

Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Die britische Wirtschaft ist der Ursprung des sogenannten „angelsächsischen Kapitalismus“, der auf den Prinzipien der Liberalisierung, des freien Marktes, niedriger Besteuerung und geringer Regulierung beruht. Das Land hat das weltweit fünftgrößte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Report for Selected Countries and Subjects, Internationaler Währungsfonds, 2005, nach Deutschland das zweitgrößte in Europa. Bei der Kaufkraftparität (PPP) liegt es auf dem sechsten Platz. Mit 28.300 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Im Vergleich mit dem BIP der EU (ausgedrückt in Kaufkraftstandards) erreicht das Vereinigte Königreich einen Index von 116,2 (EU-25 im Jahr 2003: 100).Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25 (PDF-Datei)

Die Industrielle Revolution hatte ihren Ursprung im Vereinigten Königreich. Zu Beginn gab es eine Konzentration auf die Schwerindustrie, die Schiffbau, Kohlebergbau, Stahlproduktion und Textilherstellung umfasste. Das weltumspannende Imperium schuf einen Überseemarkt für britische Produkte, was es dem Land erlaubte, während des 19. Jahrhunderts den internationalen Handel zu kontrollieren. Als sich aber auch andere Staaten industrialisierten und die Landwirtschaft keine überschüssigen Arbeitskräfte mehr stellen konnte, folgte im Verlaufe des gesamten 20. Jahrhunderts der langsame Niedergang der Schwerindustrie. Der Dienstleistungssektor hingegen wuchs ständig an und hat nun einen Anteil von 73 % am BIP.Index of Services (experimental), Office for National Statistics, 24. 5. 2006

Abbildung
Die City of London, das größte Finanzzentrum Europas
Bildherkunft

Abbildung
Fawley-Erdölraffinerie bei Southampton
Bildherkunft

Dominiert wird der Dienstleistungssektor von den Finanzdienstleistungen, insbesondere Banken und Versicherungen. London ist der größte Finanzplatz der Welt; die Stadt ist Sitz der London Stock Exchange, von Lloyd's of London, der Bank of England und zahlreichen Banken wie HSBC, Citigroup und Barclays. Außerdem hat London die größte Konzentration von ausländischen Bankniederlassungen in der Welt. Die schottische Hauptstadt Edinburgh ist der fünftgrößte Finanzplatz Europas und Hauptsitz bekannter Unternehmen wie Royal Bank of Scotland und HBOS. Ebenfalls von großer Bedeutung ist der Tourismus; mit über 27 Millionen Touristen pro Jahr ist das Vereinigte Königreich die sechstwichtigste Touristendestination der Welt.International Tourism Receipts, World Tourism Organization, 2005 (PDF-Datei)

Die industrielle Fertigung hat heute noch etwa einen Anteil von einem Sechstel am BIP. Ein bedeutender Zweig ist die Automobilindustrie, wenn auch alle Unternehmen mittlerweile in ausländischer Hand sind. Die Luftfahrt- und Rüstungsindustrie wird dominiert von BAE Systems und Rolls-Royce hat einen bedeutenden Anteil an der weltweiten Raumfahrtindustrie. Ein wichtiges Standbein ist die chemische und pharmazeutische Industrie; das zweit- und das drittgrößte Pharmaunternehmen der Welt – GlaxoSmithKline und AstraZeneca – haben ihren Hauptsitz im Vereinigten Königreich.

Die britische Landwirtschaft ist im europäischen Vergleich klein, mit einem Anteil von 0,9 % am BIP. Hingegen besitzt das Land große Reserven an Kohle, Erdgas und Erdöl. Die Ausbeutung der Energiequellen trägt zu 10 % zum BIP bei, was für einen Industriestaat ein außerordentlich hoher Anteil ist. Bedeutende britische Unternehmen dieser Branche sind unter anderem BP und Royal Dutch Shell.

Kultur

Hauptartikel: Kultur des Vereinigten Königreichs

Medien

Im Vereinigten Königreich gibt es ein vielfältiges Angebot an Medien, die aufgrund der Verbreitung der englischen Sprache auch international einen großen Einfluss besitzen.

Die BBC ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Landes und zugleich die älteste und größte der Welt. Sie wird durch obligatorische Rundfunkgebühren und teilweise durch Werbung finanziert und betreibt mehrere Fernseh- und Hörfunkstationen, sowohl im Inland als auch im Ausland. BBC World, der internationale Nachrichtenkanal der BBC, wird in die ganze Welt ausgestrahlt und die Radiostation BBC World Service sendet Programme in 33 verschiedenen Sprachen. Die wichtigsten Konkurrenten des BBC-Fernsehens sind ITV, Channel 4, Five und BSkyB.

Auch beim Hörfunk dominiert die BBC, die zehn landesweite und über 40 lokale Stationen betreibt. Die beliebteste Radiostation, gemessen an den Zuhörerzahlen, ist BBC Radio 2, gefolgt von BBC Radio 1. Darüber hinaus gibt es mehr als 200 kommerzielle Radiostationen, die hauptsächlich lokal verankert sind. Die größten privaten Stationen sind Virgin Radio, Classic FM und talkSPORT. Das mit Abstand bedeutendste Lokalradio ist Capital Radio aus London.

Bis vor wenigen Jahren unterschied man bei den britischen Zeitungen strikt zwischen „Broadsheet“-Zeitungen mit Artikeln von hoher Qualität und den Tabloid-Zeitungen, die im Boulevard angesiedelt sind. Aufgrund der größeren Lesefreundlichkeit haben aber zahlreiche „quality newspapers“ vom Broadsheet- auf das Tabloidformat umgestellt, so dass zumindest diese Unterscheidung weggefallen ist. Die höchste Auflage aller britischen Zeitungen hat das von Montag bis Samstag erscheinende Boulevardblatt The Sun, während ihre Schwesterzeitung News of the World den Sonntagszeitungsmarkt dominiert. Auflagezahlen der britischen Zeitungen, The Times, 12. Mai 2006 Die höchste Auflage bei den sogenanten Qualitätszeitungen haben The Daily Telegraph und The Times, die im politischen Spektrum rechts der Mitte stehen, sowie The Guardian, das links der Mitte steht. Führende Wirtschaftszeitung ist die Financial Times.

Sport

Siehe auch: Sport im Vereinigten Königreich

Abbildung
Fußball ist die beliebteste Sportart der Briten
Bildherkunft

Sport spielt eine bedeutende Rolle im Vereinigten Königreich. Die beliebteste Mannschaftssportart ist mit großem Abstand Fußball. Es folgen Cricket, Rugby Union und Rugby League. Bedeutende Einzelsportarten sind Leichtathletik, Fechten, Golf, Motorsport und Pferderennen. Das Regelwerk vieler bedeutender Sportarten entwickelte sich im Vereinigten Königreich. Dazu gehören unter anderem Fußball, Tennis, Squash, Golf, Boxen, Rugby, Cricket, Snooker, Billard, Badminton und Curling.

Die vier Teilstaaten besitzen in den meisten Mannschaftssportarten getrennte Nationalmannschaften. Zu den Olympischen Spielen werden aber gemeinsame Mannschaften aller vier „home nations“ entsandt (nicht jedoch zu den Commonwealth Games). Diese starten formell unter der Bezeichnung „Great Britain and Northern Ireland“, was jedoch üblicherweise zu „Great Britain“ verkürzt wird. Vereinsmeisterschaften werden in den meisten Mannschaftssportarten ebenfalls getrennt durchgeführt; „britische“ Meisterschaften sind deshalb eher selten. Wintersport ist nicht weit verbreitet, da trotz der Lage in den hohen nördlichen Breitengraden nur in wenigen Regionen genügend Schnee fällt.

Zu den bekanntesten Sportanlässen gehören neben den Fußballmeisterschaften die Wimbledon Championships (Tennis), The Ashes (Cricket), das Six Nations-Turnier (Rugby Union), der London-Marathon (Leichtathletik), die Open Championship (Golf), der Große Preis von Großbritannien (Formel 1), die Tourist Trophy (Motorrad), das Boat Race (Rudern) und Royal Ascot (Pferderennen). Darüber hinaus war London zweimal Austragungsort Olympischer Spiele (1908, 1948) und wird dies 2012 erneut sein.

Küche

Siehe auch: Englische Küche, Schottische Küche

Abbildung
Sunday Roast
Bildherkunft

Abbildung
Whisky
Bildherkunft

Die britische Küche (insbesondere die englische) stand lange in dem Ruf, schwer verdaulich und wenig gewürzt zu sein sowie ungewohnte Geschmacksrichtungen zu kombinieren. Die traditionelle Kombination von Fleisch, Kartoffeln und Gemüse (meat and two veg) findet ihre etablierteste Form im Sunday roast. Kartoffeln spielen auch sonst eine entscheidende Rolle und werden auf vielfältige Weise zubereitet, meist aber in Form von Brei. Weit verbreitet sind Pasteten mit Fleischfüllung. Das bekannte englische Frühstück ist eine ausgedehnte, mehrgängige Mahlzeit. Unter den kalten Gerichten spielen diagonal durchgeschnittene Sandwiches eine herausragende Rolle. Inbegriff des britischen Fast-Food ist Fish and Chips. Als Nachspeise werden Kuchen bevorzugt. Darüber hinaus ist insbesondere England für diverse Käsesorten bekannt.

Immigranten vom indischen Subkontinent und aus afrikanischen Ländern haben dazu beigetragen, dass die lange Zeit als konservativ geltende englische Küche sich in den letzten Jahrzehnten der Welt geöffnet hat. Tatsächlich ist die typisch englische Küche im Alltag auf breitem Rückzug, zugunsten einer breiteren, (post-kolonial) britischen Identität. Starköche wie Jamie Oliver trugen außerdem dazu bei, dass die mediterrane Küche einen immer stärken Einfluss ausübt.

Die Küche Schottlands weist einige Unterschiede auf. Vor allem die Esskultur der gehobenen Schichten übernahm infolge der Auld Alliance zahlreiche Merkmale der französischen Küche. In den letzten Jahren wurde auch die schottische Küche durch internationale kulinarische Elemente beeinflusst, konnte sich aber im Großen und Ganzen ihren bodenständigen Charakter erhalten.

Beliebtestes nichtalkoholisches Getränk der Briten ist der Tee; die britische Teekultur ist weltweit bekannt und gehört zur typisch britischen Lebensart. Kaffee spielt dagegen eine völlig untergeordnete Rolle. Bei den leichten alkoholischen Getränken dominiert das Bier (hauptsächlich Ale und Stout, bei den hochprozentigen Gin und Whisky. Seit Jahrhunderten ist der britische Markt der Hauptabnehmer für süße Weine wie Sherry, Portwein und Madeira.

Weblinks

Quellen

{Navigationsleiste |BILD=

Abbildung
Flagge der Europäischen Union
Bildherkunft

|TITEL=Mitgliedstaaten der Europäischen Union |INHALT= Belgien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Niederlande | Österreich | Polen | Portugal | Schweden | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Zypern {Navigationsleiste Nicht-EU-Staaten} }EU

als:Grossbritannien und Nordirland ang:Geānlǣht Cynerīce ast:Reinu Uníu bar:Großbritannien frp:Royômo-Uni ilo:Pagarian ti Britania ken Umamianan nga Irlandia nds:Grootbritannien un Noordirland nds-nl:Verienigd Keuninkriek nrm:Rouoyaume Unni pam:United Kingdom rmy:Phandlo Thagaripen la Bare Britaniyako thai le Nordutne Irlandesko scn:Regnu Unitu sco:Unitit Kinrick simple:United Kingdom tet:Reinu Naklibur zh-min-nan:Liân-ha̍p Ông-kok zh-yue:英國


Diskussion der Autoren über den Artikel: Vereinigtes Königreich


Habe mal die falsche Information bezüglich der Amtssprache korregiert. Laut eigener Aussage der offiziellen Regierugnsseite ist Englisch sehr wohl die offizielle Amtssprache. Link: http://www.direct.gov.uk/Gt...

Bemerkung: Im Fließtext steht aber immer noch, daß es keine offizielle Amtssprache gäbe...


Hat das UK wirklich eine geschriebene Verfassung? Also kein wichtiges Dokument wie die Magna Charta oder der Act of Union, sondern wirklich ein Grundgesetz, das den Staatsaufbau bestimmt. Mir ist jedenfalls nichts in der Hinsicht bekannt und ich kann mich noch an ein Zitat eines britischen EU-Konventsmitglied erinnern der meinte: "Verfassungen haben bei uns nur Pfadfinderklubs". --Nd 18:00, 5. Sep 2003 (CEST)
Soweit ich weiß ist Großbritannien die einzige Nation mit zwei Top-Level-Domains und .co.uk ist keine TLD.
Die hochgestellte "²" ist nicht kompliziert; die gehört zum iso-8859-1 etc. Zeichensatz. "km2" ist ein Unding - es muß km² lauten. Leider kann/will ich diese Tabelle nicht bearbeiten... --Keichwa 19:25, 30. Okt 2003 (CET)
Muß man nicht mal kompliziert machen - AltGr+2 reicht.172.179.194.180 14:38, 21. Mai 2005 (CEST)


Wie wäre es mal mit Fotos von diversen erwähnten Dingen in diesem Srtikel? Ich könnte z.B. dieses WE Fotos von diversen Flughäfen und Autobahnen machen. --Gast 12:59, 19. Okt 2004 (CEST)

größter Inselstaat Europas?

Kann man UK wirklich als größten Inselstaat Europas bezeichnen? Ist es nicht vielmehr Dänemark, unabhängig davon ob Grönland in Amerika liegt oder nicht? Im Zweifelsfall könnte man diesen Einleitungssatz ganz rausnehmen oder? JanW 14:08, 20. Dez 2003 (CET)

Dänemark hat aber auch einen nicht geringen Anteil Festland (nämlich Jütland) und ist daher kein Inselstaat. --Steffen Löwe Gera 14:10, 20. Dez 2003 (CET)
Zudem ist Großbritannien größer als Dänemark. 172.179.194.180 14:39, 21. Mai 2005 (CEST)
um diese Frage geht es doch, also nicht so voreilig
Toll, und Großbritannien hat Gibraltar.

älteste parlamentarische Tradition?

Ich dachte, die sein in Island beheimatet. -- Hokanomono 04:47, 6. Jan 2004 (CET)
Da Island erst seit etwa 1920 von Dänemark unabhängig ist und der Parlamentarismus in Großbritannien schon viel älter, kann das schon mal nicht stimmen. 172.179.194.180 14:45, 21. Mai 2005 (CEST)

Parlamentarische Monarchie

Bitte unterschiedet gründlicher zwischen parlamentarischer und konstitutioneller Monarchie:

Konstitutionelle Monarchie: Regierung wird vom Monarchen eingesetzt. Parlamentarische Monarchie: Regierung wird vom Parlament eingesetzt.

In England wird die Regierung vom Parlament gewählt und nur vom Monarchen bestätigt.


Hallo,

ich kann dir da nur zustimmen!

Der Unterschied zwischen konstitutioneller und paralmetarischer Monarchie ist der, wie du ja schon richtig gesagt hast, dass bei einer konstitutionellen Monarchie die Exekutive IMMER NOCH bei dem MONACHRCHEN liegt, er sie nur an eine Regierung unter einem Ministerpräsidenten abgibt!. Bei einer Parlamentarischen Monarchie liegt die Exekutive bei der Regierung und wurde nicht nur übertragen. Der Monarch hat meist nur representative Aufgaben.

Bei einer absoluten Monarchie hat der Monarch alle drei Gewalten inne!

Der Artikel war ist nur zur weiteren Ausführung des obigen gedacht!

Gruß Thommess Thommess@saarland.org


Ich zweifle daran, dass das Vereinigte Königreich eine parlametarische Monarchie ist. Es trifft m.E. nicht zu, dass die Regierung vom Parlamet gewählt würde. Vielmehr ernennt der König kraft Gewohnheitsrechts den Führer der stärksten Fraktion im Unterhaus zu seinem ersten Minister. Völlig zutreffend wird dies im entsprechenden Artikel der englischsprachigen WP Prime Minister of the United Kingdom dargestellt und im Artikel United Kingdom als konstitutionelle Monarchie eingeordnet. --Andrsvoss 14:09, 25. Mär 2004 (CET)
Das sehe ich genauso. Das Vereinigte Königreich ist formell eindeutig eine konstitunionelle Monarchie. Der Grund, weswegen es häufig zu Verwechslungen mit der parlamentarischen Monarchie kommt ist, dass GB de facto einer solchen sehr stark ähnelt, jedoch formell keine ist. Zu Irritationen führt gelegentlich auch die Beschreibung als "parlamentarisches System mit Exekutive, Legislative und Judikative", was jedoch keinesfalls einer parlamentarischen Monarchie entspricht, sondern lediglich eine ergänzende Info zu konstituionellen Monarchie ist. Weswegen dies alles allerdings selbst in Schulbüchern häufig falsch vorzufinden ist, ist für mich unerklärlich. Eine eindeutige Beschreibung der britischen Staatsform findet sich u.a. in "British Civilization" von John Oakland (ISBN 0-415-26150-3). Hier noch ein paar weitere Quellen (staatliche Websites!!!):

Und noch ein paar bekannte Lexika-Websites:

Ich hoffe damit ist dieses Thema endlich mal geklärt. (Albion)
Unter Konstitutionelle Monarchie liest man gleich am Anfang als besonderes Merkmal, dass eine geschriebene Verfassung vorhanden sein muss. Andererseits steht im Politik-Teil "Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht..." !?! 193.171.121.30 12:53, 7. Mär 2005 (CET)
Bitte beachte die Einschränkung im Allgemeinen. Meistens liegt eine geschriebene Verfassung vor, es ist jedoch nicht zwingend erforderlich. GB hat keine geschriebene Verfassung, die verschiedenen Gesetze, Urkunden, etc. die den britischen Staatsapprat regeln bilden aber ein verfassungsähnliches Grundgerüst. Die Staatsform ist daher in einem solchen Dokument geregelt. Dass es keine geschriebene Verfassung gibt bedeutet schließlich nicht, dass gar keine Verfassung gibt. Sie ist halt nur nicht einheitlich in einem einzigen Dokument vereint. Gruß (Albion 14:18, 7. Mär 2005 (CET))

"Vereinigtes Königreich"? Wieso dieser exotische Name?

Gibt es einen Grund, warum Großbritannien in der Wikipedia nicht "Großbritannien" heißt? So würde es ein normaler Deutschsprachiger doch nennen und suchen. "Vereinigtes Königreich" klingt sehr nach Anglizismus oder gar nach einer Übersetzung à la Babelfish... Dass GB sich selbst so nennt (sogar noch umständlicher, nämlich "Ver. K. von GB und Nordirland") tut nichts zur Sache, weil im deutschsprachigen Raum Nordirland eh als Teil Großbritanniens gilt. Sinnvoll wäre die Nennung dieses offiziellen Namens natürlich gleich am Artikelanfang, aber doch nicht als Artikelname. Der stört z.B. in der Liste der EU-Länder. Da diese Bezeichnung nicht üblich ist, werden die weitaus meisten Leute auf Anhieb gar nicht verstehen, welches Land hier gemeint ist... -- Timo 22:34, 22. Mär 2004 (CET)

Sehe ich auch so. -- 217.1.207.65 23:31, 22. Mär 2004 (CET)

zweiten satz des artikels lesen, da steht es. Southpark 23:33, 22. Mär 2004 (CET)

Da verwechselst du die amtlich korrekte Bezeichnung mit der sprachlich korrekten. Wenn's um die amtlichen Namen ginge, müsste man ja überall (u.a. 25 mal bei der Liste der EU-Länder) immer ein "Republik", "Bundesrepublik" oder "Königreich" davor setzen. Und die Schweiz? Soll die in Confederatio Helvetica umbenannt werden? Wenn du wahllos 10 deutschsprachige Lexika und/oder Atlanten aus dem Bücherregal nimmst, wirst du sehen, dass "Vereinigtes Königreich" dort *nie* auftaucht, und wenn, dann nur als Stub mit einem Pfeil zu "Großbritannien und Nordirland" (das ist auf Deutsch der korrekte komplette Name). Sollten diese Lexika sich alle irren, und das schon seit knappp 100 Jahren? Warum sollte Wikipedia einen Namen propagieren, den keiner versteht und keiner gebraucht? Das wäre dann vielleicht eine Maßnahme zur politischen Aufklärung, aber kein sinnvolles Lexikon mehr. --Timo 00:07, 23. Mär 2004 (CET)

Da kann ich Timo nur recht geben, ich habe mich auch ein paarmal schon gewundert und gelinkt habe ich immer auf Großbritannien, weil das andere sucht niemand. Karl Gruber 13:54, 23. Mär 2004 (CET)

Wenn man den SPIEGEL als kompetente und zuverlässige Quelle ansehen möchte: Im ONLINE-Jahrbuch wird dieses Land unter "Großbritannien" geführt, siehe http://www.spiegel.de/jahrb... FÜhrt man dort eine "Ländersuche" nach V.K. durch, erhält man Folgendes: «Ergebnis der Suche nach "Vereinigtes Königreich": Keine Treffer.»

Das gleiche Spielchen bei der FAZ (www.faz.net) ergibt *im gesamten Textbestand* für "Vereinigtes Königreich" ganze 5 Treffer, für "Großbritannien" dagegen 2747, also ein Verhältnis von 1 zu 550. Bei der Neuen Zürcher Zeitung (Bestand seit 1993: http://nzz.gbi.de/NZZ.ein) liegt dieses Verhältnis sogar bei 1 zu 615 (28 zu 17238). Ziemlich erdrückend...

Also, ich plädiere dafür, den landläufigen Namen "Großbritannien" im Haupttitel zu führen und die näheren Erläuterungen im Artikeltext zu liefern (statt umgekehrt) sowie für die Anpassung der vielen Links bei den EU-Ländern. Nutzbarkeit sollte Vorrang vor political correctness haben. --Timo 23:12, 23. Mär 2004 (CET)

Was haelst Du davon, den Artikel nach Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (offizielle Bezeichnung) oder Großbritannien und Nordirland (wenig verwendet, aber auch korrekt, im Unterschied zu Grossbritannien, was nur die Insel bezeichnet) zu verschieben?--Zenogantner 13:46, 25. Mär 2004 (CET)

Mein Vorschlag: Artikelname "Großbritannien", im Text fett "Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland". Was haltet Ihr davon? -- 217.1.205.161 13:56, 25. Mär 2004 (CET)

Ich halte "Großbritannien und Nordirland" als Artikelnamen (mit vollem Namen fett im Text) für die beste Lösung, während in den Links "Großbritannien" allein am besten wäre (sonst zu lang). Alle EU-Länder haben so eine Link-Liste unten auf ihrer Seite: Kann man die womöglich irgendwo zentral ändern, oder muss man das 25 mal bei jedem EU-Land einzeln machen? Weiß das irgendjemand? --Timo 17:17, 25. Mär 2004 (CET)

"Großbritannien und Nordirland" als Artikelname ist m.M. nach ziemlich blöd, da der Staat so gut wie nie unter diesem Namen bezeichnet wird. "Vereinigtes Königreich" ist neben dem gänzlich falschen "Großbritannien" die sicherlich am meisten benutzte Variante zur Bezeichnung und wird m.E. nach auch immer öfter benutzt (man kennt halt immer mehr die Abkürzung "UK"). Grade hier kann man das auch gut beobachten. Den Artikel unter "Großbritannien" zu führen wäre genauso falsch wie den der Niederlande unter "Holland" abzulegen.

dieser artikel sollte WIRKLICH unter Großbritannien stehen! auf das jetzige Großbritannien (Begriffsklärungsseite) verweisen derzeit etwa 500 artikel. ich möchte diejenigen, die darauf bestehen, den staat stattdessen unter Großbritannien und Nordirland abzulegen, auffordern, diese 500 falschen links zu korrigieren (auf begriffsklärungsseiten soll nicht verlinkt werden).

um ihnen diese arbeit zu ersparen, wage ich mal die kühne vermutung, dass auf mehr als 95% dieser artikel der staat und nicht die insel gemeint ist. damit ist das kriterium für Modell II auf Wikipedia:Begriffsklärung erfüllt ("ungefähr ab einem verhältnis von 1:10 ..."). auf die insel kann man dann immer noch als alternative bedeutung innerhalb des staatsartikels verweisen. grüße, Hoch auf einem Baum 04:49, 21. Jun 2004 (CEST)

also ich finde den namen vereinigtes königreich auch nicht exotisch und treffe ihn auch immer häufiger an. einfach großbritannien zu sagen oder gar england ist zwar im sprachgebrauch leider üblich, aber einfach falsch und deshalb sollte man dem entgegengehen. genau wie die falsche bezeichnung "holland" für "niederlande". allerdings begreife ich andeererseits auch nicht, warum wir in vielen sprachen die "germanen" oder "allemannen" sind. auch so nicht richtig. allemanne bin ich nicht, germane zwar schon, aber das sind auch die dänen und engländer etc.

Einfach nur Großbritannien ist sachlich nicht ganz richtig, deshalb gibt es ja die BKS. Vereinigtes Königreich ist genauso falsch oder richtig, Vereinigte Königreiche gibt es ja auch nicht nur dieses eine. Daher plädiere ich dafür, den Artikel unter dem jetzigen Lemma Großbritannien und Nordirland zu belassen. Klar gibt es viele Links auf Großbritannien, aber es gibt auch schon viele auf Großbritannien und Nordirland, also kein Grund, deshalb das Lemma zu ändern. -- Perrak Perrak 16:56, 26. Mär 2005 (CET)

"Vereinigtes Königreich" ist der offizielle Kurzname des Landes, genau wie "Vereinigte Staaten" der offizielle Kurzname der "Vereinigten Staaten von Amerika" ist. Dor wird auch hauptsächlich von "UK" oder "United Kingdom" gesprochen. --Neuroca 09:36, 21. Apr 2005 (CEST)

Seht euch diese Verknüpfung mal an. Offiziell heißt es in der BRD Verinigtes Königreich und ist die Abkürzung aber GB. Ich konnte mich in einer Übersetzung nicht anfreunden mit der Abk. UK oder VK (wie die Datenbank der EU Eurodicautom angibt) und stieß zufällig auf eure Diskussion: http://www.aufenthaltstitel... Also ich wäre auch für "Großbritannien" denn das ist auch im allg. Sprachgebrauch so bekannt.

Wikipedia richtet sich aber nicht nach dem "allgemeinen Sprachgebrauch", sondern nach den offiziellen Namen. --Voyager 12:40, 28. Sep 2005 (CEST)

Wenn ihr fertig seid mit der Diskussion, wie der Artikel heißen soll, dann passt doch bitte die Navigationsleisten an, damit das in allen einheitlich steht. --FWHS 11:52, 29. Sep 2005 (CEST)

bin ich auch der Meinung -- 20:33, 29. Sep 2005 84.139.32.218

Ich empfinde Vereinigtes Königreich als beste, weil präziseste Lösung. Wie Ihr vielleicht wisst sind Großbritannien und Nordirland nicht deckungsgleich mit dem Vereinigten Königreich. Denkt hierbei auch an die Ausnahmen "Isle of Man" und die "Kanalinseln", die zwar der Krone unterstellt sind, aber nicht zum Vereinigten Königreich gehören, also dem Staat. Dass Großbritannien kein Staat, sondern nur eine Insel im Staat ist, hat glaube ich inzwischen jeder kapiert. Aus ähnlichem Grund steht Niederlande nicht unter Holland, auch wenn das viele sagen. Viele sagen Großbritannien zum Staat, aber das ist inkorrekt. 213.47.55.160 07:30, 30. Sep 2005 (CEST)

Ja, also wenn man jetzt Tony Blair als "britischen" Premierminister bezeichnet, ist das wohl völlig verkehrt, oder? Dann wäre er für Nordirland nicht zuständig, wohl aber für die Bretagne (Kleinbritannien). Soll ich künftig vom "vereinigt-königreichisch-grossbrit(ann)isch-und-nordirischen" Premierminister sprechen? Vielleicht hat Tony ja schon ein Wikipedia-Nick und mischt sich hier mal in die Diskussion ein.--ペーター 13:33, 4. Mai 2006 (CEST)
wir lehnen uns nur daran an, was in dem land selber praktiziert wird. und wenn wir von "britisch" reden, schließt das die iren eigentlich mit ein. es heißt ja nicht "großbritisch". wenn wir von den britischen inseln reden, meinen wir traditionell großbritannien und irland. --Neuroca 07:40, 11. Jul 2006 (CEST)

Militär

Größte Militärausgaben Europas? Laut globalsecurity.org hat Frankreich und auch Deutschland höhere. Auch ein Bericht vom US-Außenministerium von 1999 sagt das gleiche.

Zu den Rüstungsausgaben der verschiedenen Nationen gibt es völlig unterschiedliche Zahlen in den Medien. BBC und Spiegel (Ausgabe 42/04) beispielsweise stellen GB auf Platz zwei hinter die USA, Globalsecurity auf platz 7. Was mich bei Globalsecurity sehr wundert sind die Zahlen von Frankreich und Deutschland, die tauchen in keiner anderen Statistik in dieser Höhe auf. Die Infos des US Außenministerium sind durchaus korrekt, spiegeln jedoch nicht die heutige Situation wieder, da sich in den letzten 5 Jahren viel verändert hat. Schau mal auf [LINK] (offizielle Seite des britischen Verteidigungsministeriums (MoD)). Dort stehen offizielle Zahlen für 2003. GB steht hier auf Platz drei hinter den USA und Japan. Die Ausgaben für 2004 belaufen sich laut MoD auf 29.7 Mrd. brit. Pfund (ca. 43 Mrd. US-Dollar), mit steigender Tendenz. Bei staatlichen Ausgaben (egal welcher Art) sollte man sich generell auf offizielle Stellen verlassen und möglichst aktuelle Statistiken zu Rate ziehen. Die Statistiken der Medien haben häufig eher den Charakter von Wahlprognosen. Gruß (Albion 20:03, 5. Mär 2005 (CET))

Die recht hohen Werte von Deutschland und Frankreich gehen wohl auf den hohen Eurokurs zurück - möglicherweise wird da irgendwo falsch umgerechnet.

Komische Sprache?

Könnte man

  1. An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
nicht deutlicher machen, weil man es sonst fast als "koMisch" lesen würde
und an was denkst du dabei? Das ist ein grundsätzliches typographisches Problem, aber ein kleines, weil wenn es jemand nicht sofort richtig liest, denkt er sich "hä?", schaut genauer hin und sieht was da steht.

Kanalinseln (U.K.)

Eins versteh' ich nicht: Wenn doch die Kanalinseln sowie die Isle of Man "nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich" (wie im Abschnitt über die Verwaltungsgliederung korrekt dargestellt) - weshalb haben sie dann auf der Detailkarte trotzdem den Vermerk "U.K." in Klammern? --SG 12:25, 3. Sep 2005 (CEST)

Gibt es auch Britische Kultur

Suche gerade sämtliche in Filme nach Ländern vertretenen Länder nach Hinweise auf einen eigenen Filmgeschichte-Artikel ab. Großbritannien (und Nordirland ;-)) ist bisher das erste ohne einen Kulturabschnitt! -- Otto Normalverbraucher 22:44, 10. Sep 2005 (CEST)== Roemer in Wales ==

Hi. Gleich der erste Satz des Abschnittes Geschichte ist nicht praezise bzw. falsch. Die Roemer blieben zwar erst in England, verbreiteten sich spaeterhin aber mehr oder weniger ueber ganz Wales, wie noch heute gut erhaltene Bauten bezeugen. Ich schlage vor, den 1.Satz dahingehend zu verbessern.

MfG

Na dann Wikipedia:Sei mutig! 213.47.55.160 07:25, 30. Sep 2005 (CEST)

Vereinigtes Königreich Großbritanien und Nordirland

Der Artikel beschreibt das "Vereinigte Königreich Großbritanien und Nordirland":

  • so schreibt es der einleitende Satz
  • so will es die Langform der amtlichen Bezeichnung des Auswärtigen Amtes
  • so sagt es fast (Vereinigtes Königreich von Grossbritanien und Nordirland) die schweizer Langform
  • so listet es die UN in übersetzter Form (auch im Französischen)

"Vereinigtes Königreich" ist die amtliche Kurzform. Sie wird auch so übersetzt im englischen und französischen Wiki verwendet. Das Lemma "Großbritanien und Nordirland" ist m.E. die schlechteste Variante weil es erstens nicht so gesucht wird (was wohl eines der Killerargument war) und es zweitens keiner einzigen amtlichen Schreibweise entspricht. Also bitte entweder amtliche Kurz- oder Langform aber kein fauler Kompromis. --Haring 01:56, 2. Okt 2005 (CEST)

Das sehe ich ganz genau so. United Kingdom ist die offizielle Kurzform im englischsprachigen Ausland und sollte daher auch hier (übersetzt) verwendet werden. Great Britain and Northern Ireland wird hier genauso weg gelassen wie of America bei der Kurzform United States. Nach dem dt. Sprachgebrauch darf man sich in diesem Fall wirklich nicht zu sehr richten. In Deutschland wird meist fälschlicherweise von Großbritannien oder England geredet, wenn das Vereinigte Königreich gemeint ist (selbst in der Tagesschau!). Es gibt nur zwei vernünftige Überschriften für den Artikel, nämlich entweder Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland oder schlicht Vereinigtes Königreich. Alles andere ist weder amtlich noch sinnvoll. Gruß Albion 04:33, 2. Okt 2005 (CEST)

Zustimmung, vgl. auch Wikipedia:Namenskonventionen/Staaten Stern 02:20, 28. Nov 2005 (CET)

Ich haben den Artikel entsprechend des Ausgangs von Wikipedia:Meinungsbilder/Einheitliche Ländernamen auf Vereinigtes Königreich verschoben. --Haring Haring 23:15, 28. Nov 2005 (CET)

Wieso wird der Link entfernt??

Hallo APPER, wieso hast du den Link auf http://www.wir-brauchen-ide... wieder entfernt? Das ist doch ein interessanter Bestandteil der Geschichte, der im Artikel noch nicht behandelt wird.

Der Link ist zu spezifisch für ein derart umfassendes Thema wie ein ganzer Staat. --Voyager 15:33, 14. Jan 2006 (CET)

Tinker

Hat jemand schon die Tinker oder Kesselflicker erwähnt? Siehe fahrende Völker... --Neoneo13 23:20, 24. Jan 2006 (CET)

Großbritannien

das of muss man auch übersetzen

es ist das kingdom of, das königreich von Grossbritanien und Nord irland.

scheinbar ist es offizeill , daß man das of nicht übersetzt, komisch Jakob Mitzlaff 09:57, 1. Mär 2006 (CET)

nein, man übersetzt nicht alles wörtlich. "Bundesrepublik Deutschland" nennt man in der englischen Sprache auch "Federal Republic OF Germany" --Neuroca 11:27, 10. Apr 2006 (CEST)

OK, man übersetzt nicht alles wörtlich. Aber warum heißt es dann "Vereinigte Staaten VON Amerika", wenn man das "von" beim Vereinigten Königreich wegläßt? Das scheint doch sehr willkürlich und entspricht meiner Ansicht nach auch nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch. Was kümmert uns die Diplomatensprache?
weil es ja nur ein teil "von" amerika ist. die vereinigten staaten sind ja nicht amerika selbst, also als ganzes. --Neuroca 07:43, 11. Jul 2006 (CEST)

of / von

Es ist das Vereinigt Königreich von Grossbritanien und Nordirland , das of / von fehlt hier. Das UK ist der Staat und der hat eine abfolge von Gesetzten , die zusammen die Konstitution aus machen, es gibt aber keine zusammenhängend geschrieben Verfassung, deshalb ist der Staat zwar in seinem jetztigen Handeln eine konstitutionelle Monarchie, aber theoretisch könnte das Parlament ohne Bruch der Geschichte beschliessen dass die Queen wieder das Regieren machen soll und dann wär es so. Eine komische Tradition ist doch die Parlaments eröffnung wo die Queen das Tonband oder die Stimme des Primeministers ist und die Zuhörer - sprich das Unterhaus - an die es eigenltich gerichtet ist - am Katzentisch sitzen.

Wahlspruch

Ist das der Wahlspruchs Grossbritanniens?? Ich dachte immer "God save the queen". Und warum franzoesisch? - Michael David 20:21, 28. Mär 2006 (CEST)

Die Normann kamen aus Frankreich (Normandie). Jahrzehnte bis jahrhundertelang war französisch die Gerichts- und Verkehrssprache und noch heute gibt es viele Wörter, die in beiden Sprachen gleich sind (z.B.: savage ). Es ist der Wahlspruch, man kann ihn auch an einigen Stellen in England lesen.Alopex 15:27, 31. Mär 2006 (CEST)

Bevölkerung

Ich würde gerne wissen in welcher Weise sich der Name der Bevölkerung des UK's von dem der Insel "Großbritannien" im Deutschen unterscheidet. Es kann doch nicht angehen, dass man, wenn man von Bewohnern der Insel (also nur England, Wails und Schottland) spricht, dass ein zweiter es als Genannte, sowie Nordiren, und etliche andere Bewohner des Terretoriums der UK interpretieren kann.

Die Addition der Prozentzahlen der Unternationalitäten ergibt 107,9 %. Da hat sich wohl einer verrechnet! schmidt-viersen@web.de

Ist zwar nicht von mir aber ich vermute dass es kein Zufall sein das der Rechenfehler genauso groß ist wie die Anzahl der Nichtengländer, -schotten, -iren und -waliser. Vermutlich verteilen sich die Außländer auf die 4 Gebiete und kommen deshalb einfach obendrauf. Wenn das stimmt sollte die Formulierung entspr. geändert werden. Z.B.: Die Bevölkerung gliedert sich in die teilautonomen Unternationalitäten Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %). Im gesamten VK leben darüber hinaus Angehörige anderer Staaten. Sie umfassen (7,9 %) der Bevölkerung. Stimmt das so? --DAJ 11:52, 26. Jul 2006 (CEST)

Des Rätsels Lösung ist eine Schlampigkeit im CIA World Factbook, das Bevölkerungsdaten hinsichtlich der geographischen Verteilung mit Daten hinsichtlich der ethnischen Zuuammensetzung in unzulässiger Weise vermischt.

Greift man auf die maßgebliche Quelle zurück, ergibt sich folgendes Bild:

England: 83,7 %, Schottland: 8,5 %, Wales: 4,9 %, Nordirland: 2,9 %

Weiße: 92,1 %, Nicht-Weiße: 7,9 %

* CIA World Factbook
* UK Office for National Statistics - Population Estimates
* UK Office for National Statistics - Population Size

--Henning Blatt 12:13, 2. Aug 2006 (CEST)

Medien

Der Abhörskandal gehört nicht in einen Länderartikel. Wer möchte, kann diesen Text übernehmen und einen eigenständigen Artikel daraus machen. --Voyager 15:24, 17. Sep 2006 (CEST)

Abhörskandal 2006

Der königliche Berichterstatter von "News of the World" Clive Goodman und zwei seiner Kollegen wurden am 8. August 2006, aufgrund vermeintlichen Abhörens von Telefongesprächen von Mitgliedern der königlichen Familie, Politikern und Prominenten verhaftet. Die Inhaftierung war das Resultat einer siebenmonatigen Untersuchung seitens Scotland Yards. Die Durchsuchung des Büros von "News of the World" in London war ebenso Resultat der Ermittlungen.

Die Untersuchung wurde nach einem Artikel von Goodman vom 13. November 2005 eingeleitet, in dem er berichtete, dass Prinz William im Begriff wäre, sich ein tragbares Videoschnitt- System (editing suite) vom königlichen ITV- Berichterstatter Tom Bradby auszuleihen. Bei dem Treffen versuchten der Prinz und Bradby herauszufinden, wie die Details ihrer Vereinbarung an die Öffentlichkeit gedrungen sein könnten, da nur vier Personen, einschließlich ihrer zwei, in den Deal eingeweiht waren. Prinz William merkte an, dass eine weitere, ähnlich geheime Terminabsprache erst jüngst über dunkle Kanäle an die Öffentlichkeit kam, es handelte sich dabei um einen Orthopäden-Termin. Nach einigen Überlegungen schlussfolgerten sie, dass jemand sie über den Anrufbeantworter ihres Mobiltelefons abhören müsse.The Guardian:Phone tap investigation widens Das verwanzte Telefon gehörte einem Bediensteten, und nicht Prinz William persönlich.The Times:Phone-hacking row could draw in sports stars and ministers

Ihr Anliegen gaben sie an die Polizei weiter, deren Untersuchungen mit einem Fall vor Ort begannen, in die sie Mitglieder des Clarence House miteinbezogen. Die Liste vermeintlicher Opfer erstreckt sich nun auch auf Minister, einen Parlamentsabgeordneten, Militärchefs, eine leitende Person einer Medienanstalt, Spitzenfußballer und andere Berühmtheiten.The Times:Three quizzed over royal phone tap claims



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Vereinigtes Königreich und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).