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Der Artikel Vernichtungslager gehört zur Kategorie: Vernichtungslager, Holocaust, Rassismus, 1940er
Als Vernichtungslager bezeichnet man eine Reihe von Konzentrationslagern, die während der Zeit des Nationalsozialismus von Organen des NS-Staats im deutsch besetzten Polen und in Weißrussland zum Zwecke der Durchführung des Massenmord an den europäischen Juden sowie den Angehörigen anderer Völker und verfolgter Minderheiten errichtet wurden. Der Name Auschwitz stand damals und steht heute für viele als deutsches Wort für ein schier unfassbares Verbrechen in den verschiedenen Vernichtungslagern.
Von ihrer Errichtung bis zu ihrer Befreiung im Zuge des Vorrückens der Roten Armee 1944/45 wurden in den großen Vernichtungslagern weit über 3 Millionen Menschen durch Vergasung in Gaskammern oder Hinrichtung fabrikmäßig ermordet oder starben an den Folgen von Folter, Unterernährung, Krankheiten und anderen Todesursachen. Neben den ebenfalls praktizierten Massenerschießungen in den deutsch besetzten Gebieten stellen die Vernichtungslager einen Hauptbestandteil des Holocaust dar. Die Morde in den anderen Konzentrationslagern sollen damit aber nicht anders bewertet werden. Es geht bei diesem Artikel zunächst um die Beschreibung der Funktionsweise dieser Todesfabriken.
Entstehung der Vernichtungslager
Zwischen 1941 und 1942 wurden sieben große Vernichtungslager in den eroberten Gebieten im Osten in Betrieb genommen. Sie entstanden mit dem Ziel, die bereits im großen Maßstab durchgeführte massenhafte Ermordung von Juden und anderen „Fremdrassigen“ sowie als potentielle Gegner der Naziherrschaft identifizierten Personen in den eroberten Gebieten Osteuropas zu „rationalisieren“ (vermindern).Insbesondere sollten die mit den zuvor praktizierten Erschießungen, hauptsächlich durch die Einsatzgruppen der SS und des SD, verbundenen „Probleme“ vermieden werden:
- unvollständige Beseitigung der Leichen bzw. Zurückbleiben von identifizierbaren Massengräbern, daraus folgend Bestimmbarkeit von Opferzahlen
- Möglichkeit des Bruchs der Geheimhaltung durch zufällige Zeugen, Mittäter/Mitwisser aus anderen Einheiten, Flucht einzelner Opfer
- psychische Belastung der Täter durch Tötungsmethoden wie Erschießen, bei denen unmittelbarer Kontakt zum Opfer bestand
Ein weiteres wichtiges Merkmal war die Anbindung der Lager an das Reichsschienennetz, damit sollte die Zuführung vorher zusammengestellter „Transporte“ und somit eine planmäßige und wirtschaftlich rationalisierte Massentötung - mithin die von den Nazis als „Endlösung“ bezeichnete Ausrottung des europäischen Judentums - ermöglicht werden.
Unterscheidung Konzentrations-/Vernichtungslager
Die Vernichtungslager unterscheiden sich von den gleichfalls staatlichen Konzentrationslagern durch eine historisch einzigartige nationalsozialistische Neuerung: Hier galt nicht mehr das mörderische Prinzip „Vernichtung durch Arbeit“, wobei Häftlinge im Verlauf von Wochen oder Monaten an Zwangsarbeit, Unterernährung und Krankheiten starben. Die Vernichtungslager wurden nur für einen einzigen Zweck erdacht und errichtet: die sofortige Ermordung aller dorthin transportierten Juden mit Hilfe von Giftgasen, ungeachtet des Alters, Geschlechts oder so genannter Arbeitsfähigkeit, die für Konzentrationslager ausschlaggebend war. Aus ankommenden Transporten wurden verschiedentlich Menschen selektiert, um unter fürchterlichsten Bedingungen und entsetzlichen Qualen das Funktionieren der Vernichtungslager mit aufrecht zu erhalten, etwa als Totengräber, Leichenverbrenner, in Sortier- und Reparaturwerkstätten und als sonstige Hilfskräfte. Auch sie waren, wieder im Gegensatz zu Konzentrationslagerhäftlingen allgemein, ausnahmslos dem Tode geweiht. Die Unterscheidung lässt sich beispielhaft an der Trennung des KZ-Komplex Auschwitz in die Hauptlager Auschwitz I und Auschwitz III sowie mehrere Nebenlager und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II) nachvollziehen.Auch einige Konzentrationslager im Reichsgebiet verfügten über eigene kleine Gaskammern, wie zum Beispiel Mauthausen, Sachsenhausen, das Frauenlager Ravensbrück, Neuengamme, Stutthof und Natzweiler. Diese Gaskammern wurden jedoch nicht zum ausschließlichen Zweck der Ermordung der europäischen Juden errichtet, sondern dienten überwiegend der Vernichtung von als „arbeitsunfähig“ erklärten KZ-Häftlingen, unter denen sich auch Juden befanden, und sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Zahl aller in regulären Konzentrationslagern mit Gas Ermordeten erreicht nicht einmal annähernd die Zahl der im kleinsten Vernichtungslager ermordeten Juden. Ohne Vernichtungslager wäre der Holocaust nicht in diesem Ausmaße durchführbar gewesen. Um den untrennbaren Zusammenhang der Vernichtungslager mit der Endlösung der Judenfrage hervorzuheben, haben Historiker bereits vor Jahrzehnten den spezielleren Begriff Vernichtungslager eingeführt.
Vernichtungslager in chronologischer Reihenfolge
Als Vernichtungslager wurden 1941/1942 folgende sieben Einrichtungen des Massenmordes an den europäischen Juden in Betrieb genommen:
auf damaligem Reichsgebiet (heute Polen)
- Chelmno (dt. Kulmhof, im Landkreis Warthbrücken (Koło) im Reichsgau Wartheland - ab 8. Dezember 1941),
- Auschwitz-Birkenau (im Landkreis Bielitz (Bielsko) in Ost-Oberschlesien - wahrscheinlich ab 30. April 1942, spätestens ab Anfang Mai), Auschwitz als ein gesamter Lagerkomplex war in Teilen gleichzeitig auch Arbeitslager und Konzentrationslager.
auf dem Gebiet des Generalgouvernements (Polen)
- Belzec (in der Kreishauptmannschaft Zamość im Distrikt Lublin, Generalgouvernement - ab 17. März 1942)
- Sobibor (in der Kreishauptmannschaft Cholm im Distrikt Lublin, Generalgouvernement - spätestens ab 6. Mai 1942)
- Treblinka (in der Kreishauptmannschaft Sokolow im Distrikt Warschau, Generalgouvernement - ab 22. Juli 1942)
- Majdanek (in der Kreishauptmannschaft Lublin im Distrikt Lublin, Generalgouvernement - ab 14. September 1942)
im Bezirks des Reichskommissariats Ostland (heute: Weißrussland)
- Maly Trostinez (bei Minsk im Kreisgebiet Minsk-Land, Generalbezirk Weißruthenien - wahrscheinlich ab 30. April 1942, spätestens ab Anfang Mai).
Mordtechniken
In den Vernichtungslagern wurden drei verschiedene technisierte Formen des Massenmordes betrieben:
- In Belzec, Sobibor und Treblinka, den Lagern der Aktion Reinhardt im Generalgouvernement, wurden die Menschen durch das Einführen von Benzinmotorabgasen (Kohlenmonoxid) in Gaskammern getötet. Für sehr kleine Transporte aus der näheren Umgebung wurde in Belzec zeitweise auch ein zum Gaswagen umgebautes kleines Postauto eingesetzt.
- In Auschwitz-Birkenau und Majdanek, die zugleich auch Konzentrationslager waren, wurden die Vergasungen mit Hilfe von Blausäuregas (Zyklon B) vorgenommen.
- In Chelmno und Maly Trostinez wurden statt stationärer Gaskammern mobile Gaswagen mit Benzinmotoren eingesetzt.
Nicht mehr Gehfähige, also überwiegend sehr Alte, Kranke und Sterbende, wurden in den Reinhardt-Lagern zumeist erschossen.
Organisation und Instanzen
Mit der Durchführung der Endlösung der Judenfrage in den Vernichtungslagern wurden ab Herbst 1941 drei verschiedene zentrale nationalsozialistische Instanzen betraut:
- Chelmno und Maly Trostinez unterstanden dem Polizeiapparat des Reichssicherheitshauptamtes beziehungsweise den nachgeordneten Dienststellen des Inspekteurs der Sicherheitpolizei und des SD in Posen (Wartheland) und des Kommandeurs der Sicherheitpolizei und des SD in Minsk (Weißrussland).
- Belzec, Sobibor und Treblinka unterstanden als Lager der Aktion Reinhardt Hitlers Privatkanzlei, der Kanzlei des Führers unter Reichsleiter Philipp Bouhler. Diese Kanzlei war auch hauptverantwortlich für die Aktion T4, den Massenmord an Behinderten und Kranken in der so genannten Euthanasie. Bei der Durchführung der Aktion Reinhardt im Generalgouvernement bediente sich die Kanzlei des Führers der Unterstützung des SS- und Polizeiführers im Distrikt Lublin, SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei Odilo Globocnik, der wiederum dem Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, persönlich unterstellt war.
- Auschwitz-Birkenau und Majdanek (genauer: KZ Lublin) unterstanden dem Inspekteur der Konzentrationslager Richard Glücks im SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt unter Oswald Pohl.
Literatur
- Adalbert Rückerl (Hg.): Nationalsozialistische Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse. Belzec, Sobibor, Treblinka, Chelmno. München 1977 (dtv 2904), ISBN 3423029048.
- Yitzhak Arad: Belzec, Sobibor, Treblinka. The Operation Reinhard Death Camps. Bloomington and Indianapolis 1987 (Indiana University Press), ISBN 0253342937.
- Jules Schelvis: Vernichtungslager Sobibór. Hamburg/Münster 2003, ISBN 3897718146.
- Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944. Hamburg 1999 (Hamburger Edition), insbesondere S. 768-770, ISBN 3930908549. - Maly Trostinez.
- Unsere Ehre heißt Treue. Wien/München/Zürich 1965 (Europa Verlag), S. 246, 250-257, ISBN 3203508427. - Tätigkeitsberichte des SS-Unterscharführers Arlt, unter anderem über das Eintreffen von Zügen mit deutschen, österreichischen und tschechischen Juden und ihrer Ermordung in Maly Trostinez.
- Tadeusz Mencel (Hg.): Majdanek 1941-1944. Lublin 1991 (Wydawniczwo Lubelskie), ISBN 832220566X. - Polnisches Standardwerk.
Siehe auch
- Portal:Nationalsozialismus
- Holocaust
- Liste der Konzentrationslager
- Liste der Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus
Weblinks
Diskussion der Autoren über den Artikel: Vernichtungslager
to do (evtl.)
In der frz. Wiki gibt es einen Beitrag über AufseherinVon 55 000 KZ-Wächtern waren 3 600 Frauen. Wie sie ausgebildet wurden. Unterschiede zu den Männern?
Unterschiede
Ich hätte eine allgemeine Frage bezüglich der Vernichtungslager. Worin unterschieden sich die Konzentrationslager in Deutschland von den Vernichtungslagern im Osten Europas? gez.: S.Zaune- Ist zwar nicht die richtige Stelle hier für solche Fragen (siehe: Wikipedia:Was Wikipedia nicht ist, aber sei's drum: Es gibt kaum einen Unterschied, es sein denn in der Zahl der Opfer - im Osten wurden entschieden mehr Menschen abgeschlachtet. Ulrich.fuchs 22:07, 9. Apr 2003 (CEST)
- Es gibt meines Wissens noch mehr Unterschiede: Im Osten wurden mehr KZs errichtet, viele davon auch Vernichtungslager, im Westen waren es glaube ich nur KZs. Auch die Insassen unterschieden sich, von den Nazis als minderwertig angesehene kamen in den Osten. -- TomK32 22:31, 9. Apr 2003 (CEST)
- Auch in Dachau gab es medizinische Versuche, Gaskammern und Öfen - Du magst recht haben, dass im Osten noch gezielter die Massenvernichtung und in Deutschland auch die Internierung (zum Beispiel von Sozialdemokraten im Vordergrund stand, aber man muss aufpassen, dass man nicht einer Bei-uns-gabs-das-ja-nicht-also-wie-hätten-wir-das-wissen-sollen-Ausrede glauben schenkt. Ulrich.fuchs 23:12, 9. Apr 2003 (CEST)
- Wollt ich doch gar nicht, sondern nur die wahnsinnige Vorstellung der Nazis zeigen wonach der Osten neuer Lebensraum ist und vorher "gesäubert" werden musste. -- TomK32 13:56, 10. Apr 2003 (CEST)
- Fakt ist, dass es zwischen den "normalen" KZ und den Vernichtungslagern den wesentlichen Unterschied gab, dass hüben grundsätzlich "Vernichtung durch Arbeit", drüben aber grundsätzlich die sofortige Vergasung nach dem Antransport stattfand. Dass allenthalben massenhaft gemordet wurde, und zwar natürlich auch im Gesichtskreis der deutschen Zivilbevölkerung, bleibt davon unbenommen.
motorabgase
Andere Frage: Wurde mit Benzinmotor- oder Dieselmotorabgasen vergast? Dieser Artikel und Aktion Reinhardt widersprechen sich. -- Mawa 02:56, 30. Mai 2004 (CEST)Die 4 Vernichtungslager (besser Todeslager) im Osten hatten die Aufgabe, Menschen ohne vorherige Selektion (wenige Ausnahmen für "Arbeitsjuden") zu ermorden. Zwischen März 1942 und Sommer 43 (offizielles Ende Oktober 43)wurden ca. 2 Millionen Menschen ermordet, die meisten bereits bis Ende 42. Insgesamt gab es in den Lagern weniger als 200 Überlebende. Diese "Aktion Reinhardt" wurde von ca. 100 Deutschen in Lublin und in den Lagern durchgeführt, die auf einige 100 "Trawnikis" als Helfer zurückgreifen konnten. Für die an sich notwendige Diskussion um die Beteiligung von Wehmacht, Reichsbahn, Zivilverwaltung ist heir nicht der richtige Ort. Auschwitz II -Birkenau und das KL Lublin (Majdanek) hatten eine doppelte Aufgabe: sofortige Ermordung nicht arbeitsfähiger oder benötigter Menschen und den Tod durch Zwangsarbeit. --Netsigi 12:17, 3. Apr 2004 (CEST)
Benzin- oder Dieselmotorabgase?
Mawa hat zu Recht auf den Widerspruch zum Artikel Aktion Reinhardt hingewiesen - er lässt sich indes leicht klären. Da wir über keine zeitgenössischen Quellen zu dieser Frage verfügen, sind wir, juristisch gesprochen, auf zeit- und tatnahe Zeugenaussagen angewiesen. Die sind allerdings, wenn sie historisch evaluiert werden, im Ergebnis eindeutig. Rudolf Reder, der einzige damals bekannte Überlebende des Vernichtungslagers Belzec, trug nach eigener oft wiederholter Aussage (ab 1944, erstmals publiziert Kraków 1946) täglich 4 bis 5 kanistry benzyny (Benzinkanister) in den Motorenraum der Gaskammern. Dort befand sich die "maszyna", motor pedzony benzyna (ein mit Benzin betriebener Motor). Seine Aussage wurde gestützt von dem polnischen Elektriker Kasimierz Czerniak, der 1942 den Motorenraum mit einrichtete: er beschreibt einen Benzinmotor von geschätzt 200 oder mehr PS, dessen Auspuffgase über unterirdisch verlegte Rohre abgeführt wurden (18.10.1945). Eine Verwechslung mit einem Dieselmotor ist ausgeschlossen, da Dieselkraftstoff auf polnisch olej napedowy heißt. Die Theorie eines Dieselmotors für die Gaskammern in Belzec geht auf die Aussage von Kurt Gerstein (1945) zurück, der aber nach eigenem Bekunden den Motor nicht gesehen, sondern nur gehört hat. So hat sie, ohne weitere Belege, Eingang in die Historiographie gefunden.
Der Fall im Vernichtungslager Sobibor ist noch unzweifelhafter. Hier bestätigten vor Gericht gleich drei ehemalige Gasmeister (Erich Bauer, Erich Fuchs und Franz Hödl), die es nun wirklich wissen mussten, da sie gerichtsbekannt alle mit demselben Motor gemordet hatten, dass es sich 100%ig um einen Benzinmotor gehandelt habe. Bauer und Fuchs stritten als professionelle Kfz.-Mechaniker im Prozess lediglich darüber, ob es sich um einen Renault-Motor oder einen schweren russischen Benzinmotor (vermutlich Panzermotor oder Motor einer Zugmaschine) mit mindestens 200 PS gehandelt habe und um Anlasser- oder Schlagmagneten, die Dieselmotoren als Selbstzünder bekanntlich nicht haben. (Nebenbei: der berühmte russische T4-Panzer hatte ursprünglich ausschließlich einen Benzinmotor, die Dieselvariante kam erst später und war viel seltener.) In allen Reinhardt-Lagern gab es zwar auch Dieselmotoren in dem Motorenraum, aber die waren ganz erheblich kleiner (bezeugt: 15 PS–Motor, 220 Volt, 20 Ampere) und wurden als Stromgeneratoren für Beleuchtungszwecke eingesetzt. Vielleicht rührt von daher die Verwechslung mit den tatsächlich verwandten Benzinmotoren.
Für das Vernichtungslager Chelmno und die Gaswagen gilt Entsprechendes: zweifellos Benzinmotoren. Walter Burmeister, Gaswagenfahrer in Chelmno, spricht von mittelschweren Renault-Lastwagen mit Ottomotor. Lagerleiter Walter Piller beschreibt das Mordverfahren mit Gasen, die durch den Benzinmotor erzeugt wurden. Polnische Mechaniker, die einen Gaswagen eigenhändig reparieren mussten, schildern genau den mächtigen Benzinmotor und den Verbrauch: The motor of this car uses 75 liters of petrol per 100 km, so twice more than normal motors do. Viele weitere Belege zum ausschließlichen Gebrauch von Benzinmotoren könnten angeführt angeführt werden.
Die Frage Benzin oder Diesel ist in der Auseinandersetzung mit Holocaustleugnern von hoher Bedeutung. Sie behaupten nämlich durch die Bank, dass mit dem angeblichen Einsatz von Dieselmotoren eine Vergasung von Menschen nicht oder nur sehr schwer möglich sei (was nicht falsch ist) und deshalb natürlich auch kein Holocaust in Belzec, Sobibor und Treblinka und mit Hilfe von Gaswagen stattgefunden haben könne. Um diese Leute auch öffentlich zu bloßzustellen, scheint mir die Zurückweisung der Dieseltheorie heute ein wissenschaftliches und auch politisches Muss. --Peter Witte 13:31, 16. Jun 2004 (CEST)
- Diese Leute kann man natürlich am besten öffentlich bloßstellen, wenn man den Auftrag, welcher Gerstein bezeugt, wörtlich bringen kann:
"Ihre andere noch weit wichtigere Aufgabe ist die Umstellung unserer Gaskammern, die jetzt mit Dieselauspuffgasen arbeiten, auf eine bessere und schnellere Sache, Ich denke da vor allem an Blausäure. Vorgestern waren der Führer und Himmler hier. Auf ihre Anweisung muß ich Sie persönlich dorthin bringen, ich soll niemand schriftliche Bescheinigungen und Einlaßkarten ausstellen!"
Wie man sieht, ist hier ganz eindeutig von Ottomotorabgasen die Rede, falls ich mich nicht irre. Gerstein war übrigens Bergbauingenieur und im Bergbau wird ausschließlich mit Dieselmotoren gearbeitet, u.a. deshalb, weil die Abgase unterhalb Vollast relativ ungiftig sind (CO ==> 0). Gruß von Gerstein.
- Danke! Exzellente Recherche, die du unbedingt an passender Stelle und mit gebührenden Verlinkungen in einen Artikel einbringen solltest, sofern das noch nicht geschehen ist. --Mawa 16:07, 17. Jun 2004 (CEST)
Um einen Dieselmotor zu betreiben, braucht man natürlich Dieseltreibstoff. Diesel war in Kriegszeiten wie auch Benzin außerordentlich wertvoll und durfte nicht verschleudert werden. Dieselabgase sind nur bei hoher Last gefährlich. Im Leerlaufbetrieb sind sie zumindest kurzzeitig (Tage) ohne jegliche akute Wirkung und um Last zu erzeugen, ist eine entsprechende Bremse nötig. Dagegen gab es zur damaligen Zeit millionenfach Holzgeneratorvergaserautos. Der Gasgenerator erzeugt ein Gas mit 30-35% CO, welches bekanntermaßen hochgiftig ist. Die Giftwirkung eines Holzgenerators für einen 5 PS-Motor (normal waren 60PS)wäre bereits unendlich wirksamer gewesen als der vertrottelte 500 PS Panzerdieselmotor des Gersteinberichtes, für den es niemals eine Betriebserlaubnis(!) geben hätte. Verschleuderung von kriegswichtigem Gut! Nirgendwo sind jedoch diese Holzgasgeneratoren als bestes und "vernünftigstes" Tötungsmittel bezeugt. Insgesamt ein halber Baum als Betriebsstoff hätte für ein großes "Vernichtungslager" bereits genügt. So dumm wie heute waren die Deutschen damals sicher nicht. Insbesonders war die Gefahr, welche von den Gasgeneratoren ausging, allerbestens bekannt und nur Leute mit einer Extraprüfung durften diese Fahrzeuge bedienen. Es erübrigt sich wohl zu sagen, daß diese Methode weit wirkungsvoller, schneller, unauffälliger und vor allem ohne jegliche Lieferschwierigkeiten funktioniert hätte. Stattdessen sollen die Leute mit Dieselabgasen oder gar Zyklon B umgebracht worden sein. http://website.webcenter.ly... http://website.webcenter.ly... http://website.webcenter.ly... Gruß von Gerstein.
Dokumentation
Sie dienten einzig dem Zweck der massenhaften Ermordung von Menschen, besonders von Juden, hauptsächlich mit Hilfe von Giftgas, aber auch z.B. durch Erschießungen und andere Hinrichtungen, Folter und Überarbeitung. Den Vernichtungslagern fielen insgesamt weit mehr Menschen jüdischer Herkunft zum Opfer als den zuvor und auch gleichzeitig praktizierten Massenerschießungen, etwa in den deutsch besetzten Gebieten der Sowjetunion.
Gibt es dazu Dokumente und Anordnungen, die diesen Sachverhalt beweisen? --W. A. R. 12:48, 29. Mai 2005 (CEST)
- Ganz einfach: Eine Andere Funktion ist nicht nachweisbar (wie z.B. im Gegensatz dazu: Arbeitslager)
Die Frage lautet, ob der Sachverhalt beweisbar ist. Und nicht ob eine andere Funktion nicht nachweisbar ist. --W. A. R. 14:34, 30. Mai 2005 (CEST)
Der "Sachverhalt" war und ist beweisbar. Es gibt Unterlagen. auch wenn die Nazis vieles vernichtet haben, so existieren in vielen Fällen Abschriften (Wannsee-protokoll) u.a., es gibt Gerichtsprozesse, Zeugenaussagen - nicht nur von Opfern, sondern auch von Tätern (Nürnberger Prozesse, Eichmann-Prozess in Jerusalem, Majdanek-Prozess, Auschwitz-Prozess) etc. pp.. Es gibt Photos, Filmmaterial zuhauf. Im Übrigen ist es aber nicht die Aufgabe von seriösen WP-Benutzern, irgendwelchen IMO geschichtsverfälschenden Ignoranten - und das ist noch eine harmlose Bezeichnung, aber ich will ja nicht zu ausfällig werden - (siehe W.A.R.s Benutzerbeiträge (und dann in der regel relativ schnell folgende reverts, u.a. auch von mir) irgendwelche Beweise vorzulegen. Sie könnten/er könnte, wenn er wollte, selbst recherchieren (wird dies aber vermutlich nur im eigenen Sumpf tun, wo ja genügend verqueres Zeug verbreitet wird). Mir wäre jedenfalls die zeit zu schade, obigem Benutzer irgendwas vorzulegen, das er dann wahrscheinlich eh´ nicht glauben würde. ... Sei´s drum. --Ulitz 18:51, 30. Mai 2005 (CEST)
Behauptungen zu "Seife"
Gaskammern auf Gebiet des Altreichs waren (ähnlich Seife und Lampenschirm) reine Propaganda. Seit den 70ern wird dies auch staatlich zugegeben. Kann man den Unfug rauswerfen, ohne gleich als "HolocaustLeugner" bezeichnet zu werden? Kanadier 08:25, 21. Jul 2005 (CEST)- Wo findest du das, was du als Unsinn bezeichnest? Im Artikel steht es jedenfalls nicht. --Jergen 21:57, 21. Jul 2005 (CEST)
- Ziffer 2, w. Abs: "Auch einige Konzentrationslager im Reichsgebiet verfügten über eigene kleine Gaskammern, wie zum Beispiel Mauthausen, Sachsenhausen, das Frauenlager Ravensbrück, Neuengamme, Stutthof und Natzweiler." Kanadier 09:26, 22. Jul 2005 (CEST)
- Habe mir für alle erwähnten Lager die verlinkten Homepages angeschaut; für jedes Lager sind Gaskammern nachgewiesen. Bitte bringe entsprechende Literatur, die nachweist, dass die Angaben der Homepages falsch sind oder nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand entsprechen. --Jergen 19:08, 24. Jul 2005 (CEST)
- Finde, dass hier die Grenze des Respekts weit überschritten wurde. Wer eine Überschrift wie die von mir jetzt veränderte erstellt, mißachtet absichtlich, dass er von der Ermordung vieler Menschen und der entsprechenden verächtlichen Behandlung der Leichname schreibt. Die folgende Behauptung ist ja auch dem entsprechend. Da würde ich nicht über sachliche Fragen diskutieren, solange diese Haltung gegenüber den Getöten auftritt. Ich weiß, dass es unterschiedliche Haltungen zum Umgang mit so genannten Neonazis gibt - aber für mich ist da eine Grenze überschritten. --Asdfj 9. 7. 2006
Prawda meldete bei der Befreiung durch die Sowjetarmee in Auschwitz andere Mordart, welche ist nun richtig?
Laut Prawda von 1945 ist gemeldet worden, dass in Auschwitz mit elektrischen Anlagen fabrikmässig in unterirdischen Hallen und Kinos gemordet wurde. Als alle sassen, wurde Strom durch die Leute geleitet, die in einer Halle waren und als sie tot waren wurde die Stahlplatte, auf der sie waren, einfach gedreht und eine neue Schicht Dahinzumordender konnte eingelassen werden.
- Hier direkt der passende Originalfilm dazu. Am Ende jeder Szene wurde der Strom eingeschaltet (Achtung, nichts für schwache Gemüter!): http://www.youtube.com/watc...
Hat die Prawda damals recht gehabt? Wenn ich nicht irre, gibt es diese alte Zeitung mit der Meldung noch zum Einsehen!
Wenn nicht, was ist denn derzeitig allein gültige Mordart?
Hatte nämlich neuerdings gehört, noch mehr als Vergasung in Birkenau sollen die Einsatztruppen erschossen haben, kann mir da kompetente Seite weiterhelfen. Ich weiß gar nicht mehr, was korrekt zu glauben ist? Peter Hahmee 84.44.139.44 19:46, 1. Aug 2005 (CEST)
Erster Gebrauch
Sorry to introduce English into the discussion, but mein Deutsch is somewhat limited. Does anyone know what the first recorded use of the term Vernichtungslager was? I understand it first occured in testimony at the Nuremberg trials, or alternatively in a 1944 New York Times article. That is to say, the Nazis are not known to have used the term during the war.
(If someone would be so kind as to translate my question into German it would be greatly appreciated.) Kaloogianismus 10:42, 12. Mai 2006 (CEST)
Übersetung: Entschuldigung, dass ich Englisch in die Diskussion einbringe, aber mein Deutsch ist etwas eingeschränkt. Weis jemand, wann die erste belegte Verwendung des Begriffs "Vernichtungslager" war? Ich sehe das so, dass die ersten Aufzeichnungen, welche das Wort erwähnen bei den Nürnberger Prozessen waren oder alternativ in einem New York Times Artikel aus dem Jahre 1944. Damit will ich sagen, dass nicht bekannt ist, dass die Nazis diesen Term während des Krieges verwendet haben. (Übersetzung frei und nach bestem Wissen und Gewissen 89.48.119.217)
Thats correct, it was first used by the successors.
Holzvergaser bzw. deren geheiminsumwitterte Nichtverwendung
Diesen Punkt habe ich wieder reingebracht:- Nirgendwo wurde jedoch das überall vorhandene und jederzeit beliebig verfügbare hochgiftige Generatorgas der Holzgasgeneratoren (Holzgasfahrzeuge), welches 30- 35% Kohlenmonoxid enthält, verwendet. Dies wird von allen Zeugen des Holocausts bezeugt, indem keiner der Zeugen diese Tatsache je erwähnt hat. Für die Auschwitzer große Gaskammer hätte man auch direkt dieses Gas, welches in dem Vergasungsraum (Vergasungskeller)des Krematoriums für den Betrieb der Öfen aus Kohle hergestellt wurde, gefahrlos verwenden können. Weniger als 1/10000 des erzeugten Generatorgases für den Betrieb des Kremas wäre hierfür erforderlich gewesen.
Wer dies löschen will, soll erst mal belegen, daß das falsch ist! Gruß von Gerstein.
- Lieber Gerstein, es ist eine altehrwürdige, wissenschaftliche Tradition, dass den Beleg derjenige beizubringen hat, der etwas behauptet - und dass nicht derjenige, den er überzeugen möchte, das Gegenteil beweisen muss. Aber spar' Dir die Mühe, denn es ist darüberhinaus auch eine altehrwürdige enzyklopädische Tradition, über das zu berichten, was tatsächlich Fakt ist bzw. war, unter weitgehender Auslassung alles dessen, was nicht ist bzw. war, obwohl es doch angeblich so und so hätte sein können. Ich hab's dann also 'mal wieder entsorgt. --DemonDeLuxe DemonDeLuxe 06:05, 18. Jul 2006 (CEST)
Hier siehst du die Holzgasgeneratorfahrzeuge, dein "wissenschaftliches" Geschmarri kannst du dir ersparen, das ist Fakt: http://website.webcenter.ly... http://website.webcenter.ly... http://website.webcenter.ly...
Meine Behauptung ist, daß es keine Zeugenquelle gibt, welche die Vergasung mit Holzgasgeneratoren bezeugt. Du mußt nun belegen, daß es doch eine solche Aussage gibt! Gruß von Gerstein.
- Wunderbar, da haben wir ja ganz fabelhaftes Material z.B. für dieses Lemma- Du beweist gerade Fakten, die ich nie in Abrede gestellt habe. Es ist ja nicht eben so, dass Holzvergaser ein Geheimprojekt Haunebuscher Qualität gewesen wären, nicht? Aber sagte ich nicht, dass Du es Dir (für dieses Lemma) sparen kannst? Genau so gut (vielmehr: genau so schlecht) könnte man einen Absatz einfügen, der darauf hinweist, dass niemand durch eine Überdosis Knäckebrot ermordet wurde, obwohl das im Reich vorhandene Knäckebrot für die Tötung von mindestens, wenn nicht noch mehr, ausgereicht hätte. Anders gesagt: Hat hier nichts verloren. Auch, wenn Du Holzvergaser-Fan bist. --DemonDeLuxe DemonDeLuxe 06:38, 18. Jul 2006 (CEST)
- By the way: Ich bin gerade dabei, den holocaustleugnenden Weblink (englisch) dieser IP aus diversen Artikeln zu löschen. Holgerjan 20:36, 22. Jul 2006 (CEST)

