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Der Artikel Verzinsliches Wertpapier gehört zur Kategorie: Wertpapier, Rentenmarkt
Verzinsliche Wertpapiere (auch: Schuldverschreibung, Anleihe, Pfandbrief, Rentenpapier, Obligation, international auch: Bond oder Debenture für unbesicherte Forderungen) sind Wertpapiere zur langfristigen Kreditfinanzierung.
Definition
Ein festverzinslicher Vermögenstitel ist ein schuldrechtlicher Anspruch auf:- Zahlung eines zeitabhängigen Entgelts (Zinszahlung): Der Käufer eines verzinslichen Wertpapiers erhält als Gegenleistung für die Überlassung des Geldes während der Laufzeit den in der Urkunde verbrieften Zins.
- Rückzahlung des überlassenen Kapitalbetrags (Tilgung): Nach Ablauf der Laufzeit endet das Schuldverhältnis durch die Zahlung des Nennwerts.
Im Gegensatz zur Aktie erwirbt der Käufer einer Industrieanleihe keinen Anteil am Eigenkapital des Unternehmens sondern gewährt ihm Fremdkapital.
Urkunde
Festverzinsliche Wertpapiere teilen sich auf in verbriefte und unverbriefte festverzinsliche Wertpapiere:
- verbriefte: einzelne Urkunden und Sammelurkunden
- unverbriefte: Schuldbuchforderungen und Darlehensverträge
Die Urkunde besteht aus Mantel und Bogen. Der Mantel verbrieft die Forderung des Gläubigers. Der Bogen besteht aus Kupons, die zur Geltendmachung der Ertragsansprüche (z. B. Zinsen) dienen, und gegebenenfalls einem Erneuerungsschein (Talon).
Handel
Handelbare Anleihen werden am Rentenmarkt, der Effektenbörse, gehandelt und können jederzeit zum jeweiligen Kurswert ge- und verkauft werden. Anleihen müssen in den meisten Ländern jedoch nicht an der Börse gehandelt werden, das heißt, sie sind nicht börsenpflichtig.
Die Anleihe gilt als eher risikoarme Anlageform da sie im Falle der Liquidation gegenüber Aktien und Bankkrediten bevorzugt bedient werden und, je nach Ausgestaltung, besichert sind. Sie eignet sich daher für unerfahrene oder besonders risikoscheue Anleger. Viele Organisationen, die das Vermögen Dritter verwalten (z. B. Versicherungen) sind verpflichtet, einen großen Anteil der zu verwaltenden Gelder in Titel mit hoher Bonität anzulegen, wobei die Wahl häufig auf festverzinsliche Wertpapiere fällt. Es gibt auch Anleihen, die bewusst ein höheres Risiko enthalten und dafür eine höhere Rendite (Verzinsung) versprechen.
Anleihen werden in der Regel als Inhaberpapier begeben, da hier die einfachste Handelbarkeit gegeben ist. Der Inhaber der Anleihe ist somit gleichzeitig der Gläubiger. Jedoch ist auch die Ausgestaltung als Namens-, Order- oder Rektapapier denkbar.
Obwohl die Anleihe eine sehr alte Wertpapierform ist, sind die meisten Innovationen des Finanzsektors der letzten Jahre auf dem Gebiet der Anleihen passiert, was zu einer großen Anzahl von Gestaltungsmöglichkeiten geführt hat.
Die Bezeichnung festverzinsliche Wertpapiere bezieht sich nicht auf die Art der Verzinsung, sondern auf die Rechtsstellung des Finanztitelinhabers. Zu den festverzinslichen Wertpapieren gehören Floater, Indexanleihen, Zerobonds, Gewinnschuldverschreibungen, ABS, Wandelanleihen und Optionsanleihen.
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Funktionen von Anleihen
Durch Stückelung des festverzinslichen Titels in eine Vielzahl an Teilschuldverschreibungen erfolgt Losgrößentransformation. Dies macht die Anleihen für einen großen Kreis an Investoren attraktiv. Anleihen erfüllen eine Mobilisierungsfunktion.
Durch Standardisierung der Anleihen lässt sich eine höhere Fungibilität erreichen. Auf diese Weise lassen sich die unterschiedlichen Bindungsfristen des Emittenten und der Gläubiger harmonisieren. Diese zeitliche Transformationsfunktion hat ihren Grund in liquiden Sekundärmärkten.
Emittenten und Emissionen
Emittenten
Als Herausgeber von Anleihen kommen in Frage:
- Öffentliche Anleihen werden von Bund (z. B. Staatsanleihen und andere Bundeswertpapiere), Ländern und Gemeinden und öffentlich-rechtlichen Körperschaften herausgegeben. Bund und Länder finanzieren ihre Defizite im Bundeshaushalt über öffentliche Anleihen.
- Bankschuldverschreibungen und Pfandbriefe werden von Kreditinstituten emittiert, die sich dadurch ihre Mittel für die mittel- und langfristige Finanzierung ihres Kreditgeschäfts besorgen.
- Unternehmensanleihen
In Österreich und Deutschland werden die meisten Anleihen von Banken und der öffentlichen Hand herausgegeben, während in den USA viele Unternehmen Anleihen emittieren. Die Ursache hierfür ist darin zu suchen, dass Unternehmen in Europa Kapital häufiger durch Selbstfinanzierung aufbringen oder Kredite bei Geschäftsbanken erhalten, teilweise gefördert von der öffentlichen Hand.
Emissionsverfahren
Es gibt folgende Emissionsverfahren:- Selbstemission, der Emittent trägt das Absatzrisiko selbst. Die Kreditinstitute fungieren nur als Zeichnungsstellen. Man bezeichnet diese Emissionsform auch als direkte Anleihe.
- Fremdemission durch Banken, Platzierungskonsortien oder Syndikate, ein Mittler übernimmt das Absatzrisiko und verlangt dafür eine Gebühr vom Emittenten. Man bezeichnet diese Emissionsform auch als indirekte Anleihe. Eine Emission durch ein Emissionskonsortium kann als Übernahme (Risiko geht auf Konsortium über) oder als Begebung (Risiko verbleibt beim Emittenten) erfolgen.
- Eine Begebung kann in verschiedenen Varianten ablaufen:
- freihändiger Verkauf (Sales)
- Auflegung zur öffentlichen Zeichnung
- International Primary Offering (Angebot im Primärhandel)
- Privatplatzierung (private issue)
- Versteigerung
- Tenderverfahren, ähnlich einer Versteigerung, jedoch geben die Zeichner an, wieviel nominal sie zu welchem Kurs bereit sind zu erwerben, und der Emittent bedient dann alle Gebote, welche einen (vom Emittenten gewählten) Mindestkurs nicht unterschreiten. Dabei ist das Emissionsvolumen nicht von Anfang an festgelegt, sondern wird je nach Umfang der Gebote angepasst. Man unterscheidet amerikanisches (wobei jeder Bieter sein eigenes Gebot zahlt) von holländischem Verfahren (wobei alle den gleichen Preis zahlen). Siehe auch: Bedingungen der Deutschen Bundesbank für das Tenderverfahren.
- Privatplatzierung
- freihändiger Verkauf (Sales)
- Daueremission: laufende Weiteremission unter gleichen Bedingungen
Anleihen können zu pari (= 100 %), unter pari oder über pari ausgegeben werden. Unter oder über pari bedeutet, dass bei der Ausgabe einer neuen Anleihe ein Abschlag (Disagio) oder ein Aufschlag (Agio) festgelegt wird, um den der Ausgabepreis den Nennwert unter- oder überschreitet.
Anleihen werden entweder als Einzelurkunde mit bestimmtem Nennwert ausgegeben (effektive Stücke) oder als Sammelurkunde verbrieft. Effektive Stücke können an den Käufer ausgeliefert werden. Die Sammelurkunde verwahrt die Deutsche Börse Clearing AG (Girosammelverwahrung) für den Käufer, er erhält eine Gutschrift über das Miteigentum.
Anleihemärkte
Nationaler Anleihemarkt
Eine Inlandsanleihe wird auf dem nationalen Anleihemarkt platziert. Es handelt sich dabei um die Emission einer Anleihe eines inländischen Emittenten. Sie wird in der Heimatwährung und unter Einsatz eines inländischen Konsortiums emittiert, wobei die Vorschriften des Sitzlandes eingehalten werden müssen. Ein Beispiel dafür ist eine Bundesanleihe.
Internationaler Anleihemarkt
"International" bedeutet hier, dass die Emission außerhalb des Heimatlandes des Emittenten erfolgt. Es wird dabei zwischen Euromärkten und Auslandsanleihmärkten unterschieden.
Eine Euroanleihe wird von einem internationalen Bankenkonsortium emittiert. Die internationale Platzierung erfolgt in einer "großen" Währung (Dollar, Euro, Yen, australischer Dollar).
Bei Auslandsanleihen handelt es sich um die ,Anleihe inländischer Währung eines relativ zur Währung ausländischen Emittenten. Sie wird von einem inländischen Bankenkonsortium des Währungslandes platziert. Es gelten die Vorschriften des Inlandes.
Siehe auch: Deutscher Anleihemarkt
Laufzeit
Die Unterscheidung von Anleihen nach ihrer Laufzeit ist rein formaler Natur, vor allem deshalb, weil es viele Mischformen mit anderen Finanzprodukten gibt (s. u.). Die gängigste Einteilung ist:
- kurzfristig (bis 4 Jahre)
- mittelfristig (4 bis 8 Jahre)
- langfristig (mehr als 8 Jahre)
Der Zusammenhang zwischen (Rest-)Laufzeit und dem Zins einer Anleihe findet Niederschlag in der Zinskurve.
Anleihenstripping
Beim Anleihenstripping, auch Kupon-Stripping genannt, wird der Kupon vom Wertpapiermantel (Nominalwert) getrennt, damit anschließend der Nominalwert und der Zinsteil einzeln als Zero-Bond gehandelt werden können.Seit 1997 ist das Stripping von bestimmten Bundesanleihen ab einem Mindestbetrag von 50.000 Euro möglich.
Die Trennung wird für den Inhaber der Anleihe von der jeweils depotführenden Stelle, dem Kreditinstitut oder der Bundeswertpapierverwaltung, vorgenommen.
Formen von Anleihen
Verzinsliche Wertpapiere kommen in einer sehr großen Zahl verschiedener Formen vor. Der Finanzmarkt hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine Vielzahl von innovativen Finanzinstrumenten hervorgebracht, wobei Anleihen eine bedeutende Rolle gespielt haben. Viele dieser Finanzinstrumente sind wieder vom Markt verschwunden, während andere sich länger halten oder ins Standardrepertoire von Finanzinstitutionen aufgenommen werden.
Die wichtigsten Formen, insbesondere für die Lehre, sind:
- Standardanleihen (auch Festzinsanleihen, Straight Bonds, Plain-Vanilla-Bonds) haben eine feste Verzinsung (Kupon) über die gesamte Laufzeit (z. B. 5 % des Nominalwerts p. a.). Sie sind eine der häufigsten Anleiheformen.
- Nullkuponanleihe (auch Zerobond genannt) haben keine Zinskupons. Der Ertrag des Gläubigers besteht hier ausschließlich in der Differenz zwischen Rückzahlungskurs und Emissionkurs. Deshalb werden Nullkuponanleihen meist mit einem hohen Abschlag (also unter pari / Disagio) emittiert und bei Fälligkeit zu 100 % (pari) zurückgezahlt.
- Tilgungsanleihen (oder auch Auslosungsanleihen) sind Anleihen, die einen festen Kupon haben, deren Nennwert jedoch nicht wie bei den Festzinsanleihen zur Gänze am Fälligkeitstag zurückgezahlt wird, sondern über einen bestimmten Zeitraum. Hierbei ist in der Regel eine tilgungsfreie Zeit vereinbart, danach wird regelmäßig verlost, welcher der Zeichner der Anleihe sein Geld zurückgezahlt bekommen soll.
- Annuitätenanleihen sind Anleihen, bei der die Rückzahlung in gleichen Beträgen bis zum Laufzeitende erfolgt. Diese Beträge beinhalten sowohl den Kupon als auch jeweils einen Teil der Tilgung.
- Perpetuals
- Perpetuals sind Anleihen, die vom Emittenten nie getilgt werden müssen. Der Anleger profitiert ausschließlich durch die Verzinsung bzw. den Kupon, sofern der Emittent die Anleihe gemäß den jeweiligen Anleihebedingungen nicht vorzeitig kündigt und tilgt.
- Auch Zero-Perpetuals sind möglich. Diese sind Kombinationen aus Nullkuponanleihen und Perpetuals. Sie werden dementsprechend nie getilgt und besitzen keinen Kupon. Der Anleger "verschenkt" damit den Kaufpreis. Zero-Perpetuals werden für Spendenaktionen genutzt. Sinn ist es, dass in der Bilanz (des Fonds, der Bank, usw.) eine Buchungszeile erhalten bleibt.
- Anleihe mit variablem Nominalzins
- Anleihen mit variabler Verzinsung (Floating Rate Note) werden in der Verzinsung während der Laufzeit angepasst. Meist orientiert sich dieser Zinssatz an den Geldmarktsätzen wie dem LIBOR (London Interbank Offered Rate) oder dem europäischen Referenzzinssatz EURIBOR (European Interbank Offered Rate). Der Zinssatz kann auch an die jeweiligen Renditen kurzfristiger Schuldverschreibungen (z. B. Schatzwechsel, T-bills) oder an Indikatoren wie die Inflationsrate gebunden werden. Marktzinspapiere sind eine Sonderform dieser Anleihen.
- Anleihen mit variablem Kupon können eine Zinsuntergrenze (Floor-Floater) oder Zinsobergrenze (Cap-Floater) haben. Mini-Max-Floater haben sowohl eine Zinsobergrenze als auch eine Zinsuntergrenze.
- Bei Stufenzinsanleihen steigt der Zins mit der Laufzeit, wobei die Zinstreppe bei Emission festgelegt wurde. Man unterscheidet Step up und Step down-Anleihe, je nachdem ob der Kupon im Zeitverlauf steigt oder fällt. Beispiel: Bundesschatzbriefe
- Bei Anleihen mit Step-Up-Kupon orientiert sich die Höhe der Zinszahlung häufig an den Ratings von Ratingagenturen, meist an Moody's und Standard & Poor's. Wird das Rating der Anleihe herabgestuft, so steigt der Zins, und umgekehrt. Auch Stufenzinsanleihen werden international als "Step-Up-Bonds" bezeichnet.
- Eine inflationsgebundene Anleihe (Inflation-Linked Bond) bietet einen Schutz gegen das Inflationsrisiko. Bei typischen Vertretern dieses Anleihetyps wird das Nominal innerhalb einer vordefinierten Periode entsprechend der Inflation angepasst. In den meisten Ländern wird dazu der Verbraucherpreisindex oder entsprechende Indizes verwendet.
- Arten: Kanada: Real Return Bond (RRB); UK: Inflation-linked Gilt (ILG); US: inflation-protected security (IPS);
- Anleihen mit Optionsrechten:
- BOLO-Bond (borrowers option, lenders option, d.h. nach einer Frist hat der Emittent das Recht den Kupon beliebig festzusetzten, Inhaber hat dann das Recht zu kündigen). Ausstattungsmerkmale sind der Kupon, die Laufzeit, der Rückzahlungskurs und der Emissionskurs.
- Multiplier Bunny Bond: Inhaber der Anleihe hat das Recht zwischen Kuponzahlung oder Anleihe derselben Ausstattung mit Nennwert in Höhe des Kupons zu wählen. Falls der Kupon niedriger ist, als das aktuelle Zinsniveau wird man sich für die Auszahlung des Kupons entscheiden. Im umgekehrten Fall bietet eine Anleihe desselben Typs zum Nennwert erworben eine höhere Rendite. Es ergibt sich also eine Absicherung gegenüber dem Wiederanlagerisiko.
Stückzinsen
Beim Kauf von Anleihen zahlt der Käufer dem Vorbesitzer den ihm zustehenden Anteil am Kupon. Dies nennt man Stückzins oder Marchzins.
Beispiel: Anleger A hat eine Anleihe der XY AG in seinem Depot. Der nächste Zinstermin wäre am 1. Juli. A möchte das Papier jedoch schon am 20. Juni an B verkaufen. Der Erwerber hat in diesem Falle dem Verkäufer A die seit der letzten Zinszahlung aufgelaufenen Zinsen zusätzlich zum eigentlichen Kurswert zu entrichten.
Besicherung von Anleihen
Anleihen werden nach folgender Besicherung unterschieden:
- Pfandbriefe sind durch Grund und Boden besichert.
- Schiffspfandbriefe sind durch Hypotheken auf Schiffe besichert und stellen eine Sonderform des Pfandbriefs dar.
- Unternehmensanleihen werden durch das Unternehmensvermögen (z. B. Maschinen, Immobilien) besichert
- Patronage bedeutet, dass ein Bürge für die Schulden einsteht (z. B. ein Mutterunternehmen für eine Tochter)
- nachrangige Anleihen sind ebenfalls durch das Unternehmensvermögen besichert, jedoch werden zuerst alle anderen Gläubiger bedient und erst dann die Inhaber nachrangiger Anleihen
- Brady-Bonds stellen eine Besonderheit der Besicherung dar. Diese Staatsanleihen von Schwellenländern werden durch Null-Kupon-Anleihen (Zero-Bonds) von Schuldnern hoher Bonität besichert.
- bei forderungsbesicherten Wertpapieren (englisch asset-backed securitys, ABS) besteht der Zahlungsansprüche gegen eine ausschließlich dem Zweck der Transaktion des forderungsbesicherten Wertpapiers dienende Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle). Die Zahlungsansprüche werden durch einen Bestand unverbriefter Forderungen (assets) gedeckt.
Staatsanleihen, z. B. Bundesanleihen, sind dagegen nicht besicherte Anleihen. Öffentliche Haushalte sind nicht konkursfähig. Seit der Zahlungsunfähigkeit Argentiniens findet jedoch eine Diskussion um ein Insolvenzrecht für Nationalstaaten statt. Bundesanleihen gelten dennoch als sicher, da das Steueraufkommen und das Staatsvermögen (z. B. Grund, Immobilien, Beteiligungen) als solide Einnahmequelle gilt; der Staat kann zumindest theoretisch durch Änderung der Steuergesetzgebung stets die Mittel zur Verfügung stellen, die zur Bedienung der Verbindlichkeiten notwendig sind.
In der Praxis zeigt jedoch der Fall Argentinien oder die deutschen Währungsreformen, dass dies alleine nicht ausreichend ist. Ebenso hatte sich die Sowjetunion als Rechtsnachfolger des zaristischen Russlands geweigert, Anleihen aus dieser Zeit zu bedienen. Das führte aber dazu, dass die Sowjetunion lange Zeit kein Geld leihen konnte. Russland musste die zaristischen Anleihen Anfang der 1990er Jahre teilweise bedienen, um mit neuen Anleihen Geld am Kapitalmarkt aufnehmen zu können.
Börsenkurs und Bewertung einer Anleihe
Bewertung einer Anleihe
Mit einer Anleihe kann der Anleger zwei Arten von Erträgen erwirtschaften:
- In Form von Zinsen (Rente))
- In Form von Kurssteigerungen
Die meisten Anleihen notieren in Prozent des jeweiligen Nominalwerts. Ein Kurs von 101,25 bedeutet also, dass der Käufer 101,25 % des Nominalwerts der Anleihe beim Kauf zu bezahlen hat (plus eventuelle Stückzinsen). Es gibt jedoch wenige Ausnahmen, die in Nominalwährung notieren (z. B. französische Wandelanleihen); ein Umstand, der auch in einschlägigen Publikationen bei der Renditeberechnung immer wieder übersehen wird und zu falschen Zahlen führt.
Als Wert einer Anleihe gilt der Barwert aller in der Zukunft erwarteten Zahlungen (d. h. Kuponzahlungen und Nennwertrückzahlung). Das heißt, dass die Rendite von Anleihen gleicher Bonität und Restlaufzeit ungeachtet des Kupons immer gleich ist, nämlich Marktrendite zuzüglich einer Bonitätsprämie.
Als allgemeine Berechnungsformel für den Wert einer Anleihe gilt somit:
- [Formel]
- [Formel]
wobei
- P = Barwert (= Preis),
- C = Kuponzahlung,
- M = Zahlung bei Endfälligkeit,
- n = Anzahl der Perioden,
- r = Jeweils gültiger Zinssatz
Kritisch anzumerken ist bei obiger Formel jedoch, dass
- Kuponzahlungen für "angebrochene" Zeiträume nicht korrekt erfasst werden (vgl. Stückzinsen),
- Zahlungsströme 1:1 vorhergesagt werden (aber: Floater haben teilweise unsichere Cash Flows),
- die Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz erfolgen müsste.
Beispielbewertung
Situation 1
Die Anleihe der X AG habe die folgenden Ausstattungsmerkmale:- Laufzeit: 3 Jahre
- Nominalwert: 100 €
- Kupon: 5 % (der risikolose Marktzins sei ebenfalls 5 %)
- Emission zu pari (= 100 %)
Ein Kaufinteressent kann also sicher mit folgenden Zahlungsströmen in den nächsten drei Jahren rechnen:
- in 01: 5 € Kupon
- in 02: 5 € Kupon
- in 03: 5 € Kupon + 100 € Tilgung = 105 €
Der Barwert des Papiers ist demnach:
- [Formel]
Situation 2
Kurze Zeit nachdem sich der obige Interessent für das Wertpapier entschied, klettert der risikolose Marktzins plötzlich auf 8 %, da generell eine Hochzinsphase erwartet wird. Dem Anleger stehen natürlich noch die festgelegten Zahlungen zu (wie oben aufgelistet), jedoch ändert sich der Kurs (= Barwert) seiner Anleihe entscheidend:- [Formel]
Weshalb kommt es zu einem derartigen Kurseinbruch?
Möchte unser Anleger nach seinem Kauf das Rentenpapier gleich wieder abstoßen, so bedenken mögliche Käufer, dass sie auf eine alternative Anlageform in jedem Falle eine risikolose Verzinsung in Höhe des Marktzinses von 8 % erhalten. Folglich käme keiner auf die Idee, dem Anleger die Anleihe zu 100 € abzukaufen und nur eine 5 %-ige Verzinsung in Anspruch zu nehmen. Der Anleger bliebe aller Wahrscheinlichkeit nach auf seinem Finanzprodukt sitzen. Die einzige Möglichkeit, das Wertpapier doch veräußern zu können, besteht also i. d. R. darin, einen niedrigeren Kaufpreis zu akzeptieren. Bei den Kursen börsengehandelter Anleihen kommt außerdem das Ausfallrisiko als Preis- und Kuponbestimmungsfaktor hinzu. Das Ausfallrisiko bestimmt sich nach der erwarteten Zahlungsfähigkeit (Bonität) des Anleiheschuldners. Der Kupon einer Anleihe liegt zum Zeitpunkt der Anleihebegebung um so höher über dem risikolosen Marktzinssatz, je geringer die Bonität ist. Verschlechtert sich die Bonität eines Anleiheschuldners, so führt das steigende Ausfallrisiko zu einem größeren Abschlag auf den Anleihewert (= höherer Diskontierungszinssatz) und der Preis sinkt.
Berechnung der Rendite (Effektivverzinsung, Endfälligkeitsrendite, yield to maturity)
Häufig ist nicht interessant, zu wissen, welchen Wert eine Anleihe am heutigen Tag hat, sondern welche Rendite man mit dem Kauf einer Anleihe zu einem heute bekannten Preis erzielen kann. Die Rendite wird in der Regel vom Zinssatz am Markt und auch vom Kupon der Anleihe abweichen, jeweils abhängig von der Bonität des Schuldners usw. Für die Berechnung gibt es zwar eine Näherungsformel, die aber eher ungenau ist:- [Formel]
mit
- K = Kupon
- PM = Marktpreis
- n = Restlaufzeit
- Nennwert angenommen mit 100
Es ist besser, so lange Zinssätze in die Bewertungsformel für den jeweiligen Anleihentyp einzusetzen, bis der errechnete Wert mit dem Kaufpreis übereinstimmt (Iteration).
Sehr viel einfacher ist es, Rendite-Rechner einzusetzen. Diese sind im Internet teils als Programme, teils als Online-Rechner gratis verfügbar.
Neben der gebräuchlicheren Endfälligkeitsrendite (Effektivverzinsung) existiert auch die laufende Rendite (current yield). Auch diese unterscheidet sich vom Zinssatz. Sie errechnet sich einfach als "Zins mal 100 geteilt durch Kurs". Die laufende Rendite ist kein Vergleichsmaßstab im Anleihenhandel. Die laufende Rendite zeigt aber die prozentuale Verzinsung auf der Basis des jeweiligen Kurses. Sie gewinnt an Bedeutung bei Anleihen von Emittenten niedriger Bonität und bei hohen Kursabweichungen vom Nennwert.
Eine andere Vergleichsmöglichkeit unterschiedlicher Anleihen ist der sogenannte "Doppler-Effekt". Um zu ermitteln, wie schnell sich der Wert einer Anleihenanlage verdoppelt, wird von Anlegern manchmal eine Faustformel verwendet: Die Zahl 70 ist durch die Endfälligkeitsrendite zu teilen. Bei einer Rendite von sieben Prozent z.B. verdoppelt sich das Kapital in 10 Jahren (70 : 7 = 10). Beträgt die Rendite dagegen fünf Prozent, dauert es 14 Jahre. Voraussetzung für die Kalkulation: Die fälligen Zinsen werden zu konstanten Konditionen regelmäßig wieder angelegt (Zinseszinseffekt).
Professioneller Handel von Anleihen
Anleihen werden an Börsen gehandelt. Der Handel über Börsen ist für die Kursbestimmung aber relativ unbedeutend, da die gehandelten Volumina (Beträge) im Vergleich zum OTC-Handel (over the counter), dem direkten Handel zwischen Banken, minimal sind.
Die Quotierung einzelner Anleihen ist unterschiedlich. Manche Anleihen werden nach Rendite gehandelt (z. B. Schwedische Staatsanleihen SGB, Australische Staatsanleihen oder Japanische Staatsanleihen JGB), andere werden mit Kursen gehandelt (z. B. Deutsche Bundesanleihen DBR, Österreichische Bundesanleihen RAGB, Britische Staatsanleihen Gilts). In den Vereinigten Staaten werden Staatsanleihen (Treasuries) mit 32stel (1/32) quotiert. (z. B. 101-16 entspricht 101 16/32= 101.50)
Die Standardvaluta ist bei europäischen Staatsanleihen normal T+3, bei US-Staatsanleihen T+1, je nach Settlementsystem in Japan T+2 (Furukai - Furiketsu) oder T+4 (Toruku).
In den letzten Jahren setzten sich bei immer mehr Anleihearten elektronische Handelssysteme durch. So wird heute der überwiegende Anteil des Umsatzes in liquiden europäischen Staatsanleihen nicht mehr via Telefon sondern via elektronischen Handelsplattformen wie Bondvision, Tradeweb, Eurex Bonds oder Bloomberg Bond Trading abgewickelt.
Risiken von Anleihen
Ausfallsrisiko
Das Ausfalls- bzw. Bonitätsrisiko ist jenes Risiko, welches daraus erwächst, dass der Schuldner in Zahlungsverzug kommen kann oder sogar zahlungsunfähig wird. Je schlechter die Bonität, umso höher das Ausfallsrisiko der Anleihe. Gläubiger mit schlechter Bonität müssen daher einen höheren Kupon bieten, womit eine Risikoprämie bezahlt wird. Das Ausfallsrisiko von Anleihen lässt sich teils wegdiversifizieren, in der Regel bestehen jedoch zwischen verschiedenen Schuldnern recht hohe Kovarianzen. Anleihen von Gläubigern mit schlechter Bonität werden auch als Schrottanleihe, Junk bond oder High Yield Bond bezeichnet. Internationale, unabhängige Agenturen bemessen das Bonitätsrisko aus ihrer Sicht mit einem Rating. Die bekanntesten Ratingagenturen sind Moody's, Standard & Poor's sowie Fitch.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, welches aus der Möglichkeit einer Änderung des Marktzinses erwächst. Zwar wird eine Anleihe immer zum Nennwert zurückgezahlt, aber der Marktzins hat einen Einfluss auf den Kurs der Anleihe, der von Bedeutung ist, wenn man die Anleihe vor ihrer Fälligkeit wieder verkauft.Der Marktzinssatz ist der wichtigste, gleichzeitig aber auch der volatilste Parameter zur Bewertung einer Anleihe. Eine Änderung des Zinssatzes hat folgende Auswirkungen für den Inhaber einer Anleihe:
- der Wert der Anleihe sinkt, wenn der Marktzins steigt. Dieser Effekt ist abhängig von der Preissensitivität, welche mittels Duration und Konvexität gemessen werden kann.
- die Rückzahlungsbeträge (Kupon und Tilgung) werden zum neuen Zinssatz angelegt. Steigt der Zinssatz, so steigt auch der Betrag, der aus der Wiederveranlagung der Rückzahlungsbeträge resultiert (der Zinseszins).
- der Zinsertrag aus den Kupons der Anleihe bleibt unverändert.
Die Kursänderung und der Zinseszinseffekt sind gegenläufig. Um die Frage zu beantworten, welchen Gesamteffekt eine Zinsänderung auf den Kurs einer Anleihe hat, wurde das Durationkonzept entwickelt.
Kündigungsrisiko, Auslosungsrisiko, Konversions(Wandelungs-)risiko
Dies sind drei Arten von Unsicherheiten, die nur bei bestimmten Anleihen auftreten, bei denen Schuldnerkündigungsrecht oder eine Auslosung der Tilgung vereinbart ist, bzw. wenn es sich um Wandelanleihen handelt.Währungs-/Wechselkursrisiko
Die Nominalwährung ist die Währung, in der die Anleihe bei Endfälligkeit vom Emittenten zurückgezahlt wird. Die Kuponwährung ist die Währung, in der die Zinsen ausbezahlt werden. Bei fast allen Anleihen sind Kupon- und Nominalwährung identisch.Aufgrund von Wechselkursänderungen schließt der Kauf einer Fremdwährungsanleihe ein Wechselkursrisiko ein. Fällt die Nominalwährung gegenüber der Heimatwährung des Käufers, so erleidet er Verluste, steigt die Nominalwährung gegenüber der Heimatwährung, kann er Gewinne realisieren.
Das Währungsrisiko kann recht einfach durch Währungsoptionen, Währungsforwards oder Währungs-Futures minimiert werden.
Inflationsrisiko
Das Inflationsrisiko bezeichnet die Unsicherheit über die reale Höhe der zukünftigen Auszahlungen. Da der Fisher-Effekt nur langfristig empirisch nachweisbar ist, ist das Inflationsrisiko vom Zinsänderungsrisiko getrennt zu bewerten. Das Inflationsrisiko kann durch den Erwerb von inflationsindexierten Anleihen ausgeschaltet werden.Liquiditätsrisiko
Es ist möglich, dass zu dem Zeitpunkt, an dem die Anleihe verkauft werden soll, dies nicht ohne große Kursabschläge erfolgen kann. Dieses Risiko ist in Märkten mit großem Marktvolumen zu vernachlässigen; es kann in kleinen Märkten oder bei exotischen Anleihen bestehen.Abschreibungsrisiko
Es ist möglich, dass eine Anleihe im Wert sinkt, man die Anleihe aber hält und keine Verluste realisiert. Dies kann z. B. aufgrund eines steigenden Zinssatzes passieren. Trotzdem muss die Anleihe aufgrund der handelsrechtlichen Vorschriften teilweise abgeschrieben werden, was zu unerwünschten Gewinnminderungen führen kann.Entwicklung des Anleihenkurses im Zeitverlauf
Da der Nennwert der Anleihen zum Laufzeitende zurückgezahlt wird, kommt es zur Nennwertkonvergenz, die Kurse der Anleihen bewegen sich also gegen Ende der Laufzeit in Richtung des Nennwerts. Den Effekt von Kursänderungen, die sich aus dem Zeitverlauf ergeben -ohne dass sich die Zinsstrukturkurve ändert- wird als Rolling down the yield curve-Effekt bezeichnet. Dieser Effekt lässt sich unter Annahme einer konstanten Zinsstrukturkurve im Zeitverlauf (damit ist nicht eine flache Zinsstrukturkurve gemeint) anhand des Anleihekurses zu jedem Zeitpunkt der Laufzeit darstellen. Dabei wird der Kurs erst über den Ausgabekurs steigen und dann wieder bis zum Nennwert fallen.
Ursachen Rolling down the yield curve-Effekt
Die Abzinsung derselben Zahlungen, d.h. desselben Kupons, erfolgt mit niedrigeren Zinsen bei gegebener normaler Zinsstrukturkurve. Die Abzinsung erfolgt zudem über einen kürzeren Zeitraum. Dies erklärt ein Ansteigen des Kurses.
Der entgegengesetzte Effekt, dass der Kupon der vorangegangenen Termine wegfällt, dominiert am Ende der Laufzeit. Die Bewegung des Preises einer Anleihe hin zum Nennwert bei Fälligkeit bezeichnet man als Pull-to-par-Effekt.
Arbitrage bei Anleihen
Bei Anleihen können Fehlbewertungen arbitriert werden. Beispielsweise ist eine Arbitragestrategie denkbar, wenn eine Kuponanleihe zu niedrig bewertet ist. Dann geht man diese long (kauft sie) und verkauft gleichzeit Zero Bonds in Höhe der Zahlungen. Der Arbitragegewinn ergibt sich dann heute, wobei zukünftig alle Positionen Null ergeben.Unterschiedliche Bewertungen können sich aber auch aufgrund von Bonitätsdifferenzen und Marktfriktionen ergeben.
Sonderformen von Anleihen
- Wandelanleihen: Dem Käufer wird das Recht eingeräumt, die Anleihe zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Verhältnis in Aktien des Emittenten umzutauschen.
- Optionsanleihen: Im Unterschied zur Wandelanleihe ist das Recht zum Kauf von Aktien des Emittenten separiert von der Anleihe. Das heißt, dass die Option auch separat gehandelt und ausgeübt werden kann.
- Reverse Convertibles sind Zins ausschüttende derivate Produkte (Zertifikate), bei denen das Wandlungsrecht beim Emittenten der Anleihe liegt und in der Regel am Ausübungspreis (Strike) eines Basiswerts (Underlying) festgemacht wird. Es kann je nach Basiswert unterschieden werden in:
- Aktienanleihen, bei denen die Rückzahlung vom Kurs einer Aktie abhängt.
- Indexanleihen, bei denen die Rückzahlung vom Kurs eines Index abhängt.
- Rohstoffanleihen, bei denen die Rückzahlung vom Kurs eines Rohstoffindex abhängt.
- Basketanleihen, bei denen die Rückzahlung vom Kurs eines Korbs verschiedener Aktien, Aktien- oder Rohstoffindizes abhängt. Die Gewichtungen der Aktien/Indizes im Korb und der Einfluß ihrer Wertentwicklungen kann höchst unterschiedlich ausgestaltet sein.
- Sonstige exotisch strukturierte Produkte: Der Rückzahlungsbetrag und / oder die Zinszahlung sind nicht fest vereinbart, sondern koppeln sich an den Stand einer bestimmten Größe (Preis-, Aktienindizes)
- Hybridanleihe, eigenkapitalähnliche, nachrangige Firmenanleihe ohne Laufzeitbegrenzung.
- Bunny Bonds: Dem Käufer wird das Recht eingeräumt, zwischen Kuponzahlung oder Anleihe derselben Ausstattung im Nennwert in Höhe des Kupons zu wählen.
- Falls der Kupon niedriger ist als das aktuelle Zinsniveau wird man sich für die Auszahlung des Kupons entscheiden. Ist der Kupon höher als das aktuelle Zinsniveau bietet eine Anleihe des selben Typs, die dann über pari notiert, aber zum Nennwert erworben werrden kann, eine höhere Rendite. Auf diese Weise sichert man sich gegen das Wiederanlagerisiko ab. Die ex post erzielte Rendite ist in jedem Fall höher als der Kupon. Man wird indifferent sein, wenn am Markt der gleiche Zinssatz für die Restlaufzeit der Anleihe gezahlt wird wie in den Anleihebedingungen.
- Bunny Bonds haben damit eine Mittelstellung zwischen Kuponanleihe (Wiederanlagerisiko) und Zerobond (kein Wiederanlagerisiko). Das Wiederanlage und Zinsänderungsrisiko verschiebt sich auf den Emittenten.
Siehe auch
- Andere Bedeutung des Wortes "Obligation": Siehe Obligation (Recht)
- Geldmarkt und Kapitalmarkt
Literatur
- Beike/Schlütz: Finanznachrichten lesen, verstehen, nutzen, 4. Auflage 2005, Verlag Schäffer-Poeschel ISBN 3-7910-2354-3
- Fabozzi, u.a.: Foundations of Financial Markets and Institutions, 3. Auflage, Verlag Prentice Hall
- Uhlir/Steiner: Wertpapieranalyse (mit vielen Auflagen. Dieses Buch gilt im deutschen Sprachraum seit Jahren als eines der Standardwerke für Wertpapiere), ISBN 3-790-81302-8
- Jutta M.D. Siebers; Alfred B.J. Siebers: Anleihen. Geld verdienen mit festverzinslichen Wertpapieren, Beck-Wirtschaftsberater im dtv, 2. Aufl. 2004, ISBN 3423058242
- Steiner/Bruns: Wertpapiermanagement, 8. Auflage, Verlag Schäffer-Poeschel, ISBN 3791019929
Weblinks
- Deutsche Börse
- Handelsblatt Rentenseite
- Yahoo Finance: Anleihenseite
- Rendite-Rechner für festverzinsliche Wertpapiere
- Vortrag zu Anleihen und deren Bewertung
Diskussion der Autoren über den Artikel: Verzinsliches Wertpapier
Die Bezeichnung "verzinsliche Wertpapiere" ist unüblich. Die im Bank- und Börsenwesen gebräuchliche Bezeichnung ist "festverzinsliche Wertpapiere". Dabei knüpft der Begriff "festverzinslich" nicht an die unterschiedlichen Zinszahlungsmodalitäten von Obligationen, Zero-Bonds, CDs oder anderer Geldmarktpapiere an. Vielmehr ist in dem Sachverhalt der Schuldnerposition des Emittenten der gemeinsame Nenner aller festverzinslichen Wertpapiere zu sehen.
--Bert Heinz 15:15, 1. Dez 2003 (CET)
- Ich habe mir vor Einstellung des Artikels auch Gedanken darüber gemacht. Aber ich habe mehrere Quellen, in denen diese Wertpapiere unter dieser Rubrik geführt werden und ich halte es auch für richtig. Du selber widersprichst dem ja nicht. (Oder ich verstehe dich falsch) Sie werden ja nun mal nicht FEST verzinst. Oder wie sollte das FEST sonst zu verstehen sein? Der gemeinsame Nenner der Schuldnerposition des Emittenten ist in dem Artikel schließlich zu Beginn genannt.
- --Eckat 16:11, 1. Dez 2003 (CET)
Ich kenne eigentlich nur die Begriffe Zinspapier, Rentenpapier und Anleihe als "allgemeine" Form für verzinsliche Papiere. Von fest verzinlichen Papieren (bzw. eher Festzinsanleihen) spricht man nur, wenn der Zins tatsächlich fix ist.
Ich bin ehrlich gesagt nicht glücklich, dass Anleihe herher umdirigiert wird anstatt umgekehrt, da der Begriff Anleihe eigentlich der Normalfall ist.
-- Karlscharbert 23:54, 1. Dez 2003 (CET)
@Eckat
Begriffe sind niemals falsch oder richtig. Begriffe können nur zweckmäßig oder unzweckmäßig sein. Unter Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten sollte man sich an den im Schrifttum üblichen Sprachgebrauch halten. Dort ist nach herrschender Meinung die Bezeichnung "festverzinsliche Wertpapiere" der Oberbegriff für Wertpapiere, deren Emittenten vertraglich vereinbarte (ergebnisunabhängige) in Betrag und Zeitpunkt festliegende Auszahlungsansprüche gegen sich akzeptieren. Ob die Papiere "fest verzinst" werden, spielt indes keine Rolle (Zero-Bonds gehören schließlich auch zu den festverzinslichen Wertpapieren, obwohl keine ("feste") Verzinsung während der Laufzeit anfällt).
@Karlscharbert
Die Namen Renten, Anleihen, Obligationen, Bonds, Schuldverschreibungen werden i. Allg. synonym für langfristige festverzinsliche Wertpapiere (> 1 Jahr) verwendet.
--Bert Heinz 00:32, 2. Dez 2003 (CET)
- @ Bert Heinz
Zero-Bonds sind aber doch meist erst Zero-Bonds, wenn sie von den separat handelbaren Zinsscheinen losgelöst wurden und sind von daher im Ursprung auch verzinst. Oder täusche ich mich? Und da diese Papiere mit niedrigen Kursen gehandelt werden erfolgt über die Rendite auch ein Zinseffekt. --Eckat 16:11, 2. Dez 2003 (CET)
@Bert Heinz
Da bin ich nicht konform. Nur weil ein Papier eine kürzere Restlaufzeit als 1 Jahr hat, ist sie deshalb nicht weniger eine Anleihe als vorher. Eine Unterscheidung in der Begrifflichkeit kenne ich nicht. Gängig ist bei solchen Anleihen noch die Bezeichnung Geldmarktpapier. Allerdings werden Anleihen normalerweise mit längeren Laufzeiten als 1 Jahr aufgelegt. Gibt es einen eigenen Namen für "Schuldverschreibungen" kurzer Laufzeit?
@Eckat
Sollen wir einen neuen Artikel zu Zerobonds aufmachen? Ich denke besser nicht. - Bei Zerobonds wird die Verzinsung bei Emission herausgerechnet, sodass der Bond bei Endfälligkeit zu pari (also 100%) zurück bezahlt wird. Eine regelmäßige Ausschüttung gibt es nicht. Dafür steigt der Kurs kontinuierlich. Steuerlich werden Zerobonds als Finanzinovationen behandelt. Zerobonds eignen sich daher vor allem für Anleger, die ihre Zinsbesteuerung in die Zukunft verlagern wollen.
Zerobonds sind nicht mit "gestripten" Anleihen zu verwechseln, bei denen die Kupons abgeschnitten und extra verkauft werden. Es gibt gelegentlich Leute, die auf die Idee kommen, ihre Tafelpapiere gegen Cash zu einem guten Preis zu versilbern, sich aber die Kupons behalten, also einfach vorher abschneiden. Wozu das aber gut sein soll, ist mir nicht ganz klar. -- Karlscharbert 23:06, 2. Dez 2003 (CET)
@Eckat
Was Du meinst, bezeichnet man als "Kupon Stripping" und wird zur Kreation synthetischer Zero-Bonds verwendet, indem die Kuponscheine von gewöhnlichen "plain vanilla"-Bonds getrennt und separat handelbar gemacht werden.
Wenn Zero-Bonds während der Laufzeit veräußert werden, wird in der Tat ein Teil des Verkaufserlöses als Zins betrachtet und muss entsprechend versteuert werden. Aber ich denke, das führt an dieser Stelle zu weit.
Wenn ich in den nächsten Tagen dazu Zeit finde, werde ich einen Artikel zu Zero-Bonds hier veröffentlichen.
Dass Du den Begriff für logischer hältst, ändert leider nichts an dem Sachverhalt, dass die Bezeichnung "festverzinsliche Wertpapiere" sich im Schrifttum durchgesetzt hat. Das zu verifizieren wird Dir sicher nicht schwer fallen (ist also keine reine "Glaubensfrage").
@Karlscharbert
Ja, Du hast ihn bereits erwähnt: Geldmarktpapiere. Dass Papiere mit Laufzeiten unter einem Jahr keine Anleihen sind, habe ich auch nie behauptet, wie Du leicht nachlesen kannst.
--Bert Heinz 09:31, 3. Dez 2003 (CET)
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil ;-) Ungeachtet dessen kenne ich nach wie vor aus meiner beruflichen Praxis im Gespräch mit Bankern, Händlern und Journalisten nur die Ausdrücke Anleihe und Bond. Zwar weiß jeder, was ein verzinsliches Papier ist, aber benutzt wird diese Begrifflichkeit nicht. Bestenfalls höre ich mal Zinspapier; und Renten nimmt man in meiner Umgebung nur in Zusammenhang mit Rentenfonds und Rentenhändler in den Mund. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, in Gruppensprachen ist man stets mundfaul und benutzt möglichste kurze Begriffe. Insofern halte ich es nach wie vor für weniger glücklich, dass von Anleihe hierher verwiesen wird, und nicht umgekehrt. Da der Weg allerdings gefunden wird, sollte keine Grundsatzdiskussion um die Richtung eines Redirect stattfinden.
Beim Schreiben eines Artikels über Zerobonds helfe ich gerne mit. Soll es ein eigener Artikel werden, oder soll er hierher zu den verzinslichen Wertpapieren? Ich denke, ein eigener Artikel ist nicht die beste aller Ideen.
-- Karlscharbert 01:06, 3. Dez 2003 (CET)
Aus der Kandidatenliste
- pro: vollständige Darstellung. Kapitän Nemo 12:22, 3. Sep 2004 (CEST)
- abwartend - die Ausführlichkeit reißt einen echt vom Hocker. Mir gefällt, dass der Beitrag die Fachbegriffe wirklich erklärt und sich offenbar gut in den Laien hineinversetzen kann. Fachlich kann ich den Beitrag nicht beurteilen. Drei Dinge sollten m.E. geändert werden: 1) Das Inhaltsverzeichnis kommt zu spät, die Einleitung sollte unbedingt gestrafft werden und zur Not eine Extra-Übersicht/Zusammenfassung als 1. Kapitel unter das Inhaltsverzeichnis gestellt werden, wenn sich das Wesentliche nicht in ein paar Sätzen sagen lässt. 2) Literaturliste fehlt 3) Illustrationen fehlen - es lassen sich doch z.B. sicher irgendwelche Bilder irgendwelcher alter Aktien auftreiben etc. --Lienhard Schulz 13:33, 3. Sep 2004 (CEST)
- Bitte kein Bild einer Aktie einfügen, denn eine Aktie ist kein verzinsliches Wertpapier. -- Herr Klugbeisser 20:37, 3. Sep 2004 (CEST)
- pro: sehr gut dargestellt. BS Thurner Hof 20:27, 3. Sep 2004 (CEST)
- pro: der beweis dafür, dass man auch wertpapierhandel umfassend, detailliert und soweit ich es beurteilen kann richtig in verständlichem deutsch darstellen kann. zwei kleinigkeiten noch: im artikel tauchen details zum "geldgewinn durch handel" schon auf, bevor das erste mal erklärt wird, dass man mit den Papieren nicht nur Geld durch Zinsen, sondern eben auch durch Handel verdienen kann - das sollte vielleicht noch kurz vor die Details. und das zweite: in der einleitung steht etwas von Handelsinnovationen, die aber - als Innovationen gekennzeichnet - nicht wieder im Artikel auftauchen. Wär schön wenn die kurz erläutert würden. -- Southpark 14:57, 13. Sep 2004 (CEST)
- abwartend bis contra - Hauptkritikpunkt: Der Artikel kommt vollkommen ohne Bilder _und_ Grafiken aus. Man sollte den didaktischen Wert grafischer, farblicher Abbildungen nicht unterschätzen, zumal sie den Textfluss auflockern und den Artikel wesentlich interessanter gestalten. Vorschläge: Bild eines verz. WP; grafische Darstellung der Risiken, etc. Wovon ich auch nicht gerade entzückt war, sind die Ein-Satz-Überschriften, z.B. 2., 4.2, 4.4, 4.7, 10. usw... Sonst: Sehr ausführlich, klar gegliedert; -- Hirschi 12:58, 16. Sep 2004 (CEST)
- Zu Weblinks und Graphiken - Ich habe in noch keinem einzigen Lehrbuch die Risiken graphisch dargestellt gesehen. Es ist nicht einfach, Webseiten zu finden, die sich seriös mit dem Thema auseinandersetzen. -- Herr Klugbeisser 20:49, 16. Sep 2004 (CEST)
- "Nicht einfach zu finden" ist kein Argument gar keine anzugeben. Grafisch veranschaulichen könnte man es ähnlich wie bei Maslowsche Bedürfnispyramide; ok, war vielleicht nicht das ideale Beispiel - aber es fehlt ein Bild! Der Artikel mag zwar gut sein, aber (noch) keinesfalls exzellent! Weiteres K.O.-Argument sind die Ein-Satz-Überschriften - die waren schon in der Schule verpönt. Da ist mir noch etwas eingefallen: Literatur: Das Standardwerk ist zwar gut, aber es fehlt zumindest ein weiterer lesenswerter Titel, evtl. auch aus dem angloamerikanischen Raum. Bei so einem Thema finde ich dies extrem wichtig. Wie schon gesagt: Gesucht werden nicht gute sondern exzellente Artikel und formal wie auch vom Bildmaterial ist er etwas entfernt von exzellent; -- Hirschi 23:11, 17. Sep 2004 (CEST)
*pro - Bitte noch Weblinks einfügen!!--G 00:05, 15. Sep 2004 (CEST)
- contra - Ich habe das letzte Mal nur kurz den Inhalt angesehen. Ich habe jetzt die Einleitung durchgelesen, allerdings ist der Text noch zu schwer verständlich, ich habe es etwas vereinfacht, Fehler bitte korrigieren. Der Versuch mit den Ausdrücken für festverzinsliche Wertpapiere abzuwechseln ist gut, verwirrt aber meiner Meinung nach unkundige Leser unnötig. Am Ende der Einleitung werden Innovationen erwähnt, dafür sollten kurz Beispiele gebracht werden. Zur Auflockerung des Artikels würden Bilder beitragen, beispielsweise von der Börse oder einem Papier, durch so ein Bild könnte auch leichter Verständlich werden, was Mantel oder Bogen sind. Weblinks sollten weiterhin eingefügt werden. --G 22:37, 16. Sep 2004 (CEST)
- pro Ein nicht ganz einfaches Thema, fuer den interessierten Leser aber gut aufbereitet. Bilder braucht es nicht fuer das Verstaendnis, was ein festverzinsliches Wertpapier darstellt. Risiken lassen sich nicht grafisch darstellen, das Risiko besteht nur in einer Zahlungsunfaehigkeit des Schuldners, das maximale Risiko ist der Totalverlust. Wie man das grafisch darstellen kann und gleichzeitig eine Bereicherung des Artikels sein soll ist mir schleierhaft. --Huebi 19:52, 17. Sep 2004 (CEST)
- contra: Bin leider Laie auf dem Gebiet und die ersten Absätze hätten mir fast die Lust am Weiterlesen genommen - vielleicht sollte vor der formalen Definition noch eine eigentliche Einleitung kommen, die den Leser nicht gleich mit Fachtermini erschlägt. Desweiteren:
- Bei der Berechnungsformel für den Wert einer Anleihe steige ich leider nicht durch (ergeben die beiden Formeln für P0 den gleichen Wert?) - auch das Beispiel erhellt die Situation nicht sonderlich.
- Soll der letzte Satz in der Einleitung der einzige Satz zur Geschichte sein?
- Welche Bedeutung haben die V.W. - Volumen, Anteil am Kapitalmarkt, oder irgendetwas in der Art? Ist die Bedeutung über die Jahre konstant, oder gibt es Veränderungen? Haben Konjunktur oder die Lage am Aktienmarkt einen Einfluß? -- Srbauer 17:29, 20. Sep 2004 (CEST)
- Dagegen: Probleme habe ich mit folgendem:
- Ich möchte ja immer gerne strukturierende Überschriften, wenn diese aber nur zwei- oder dreizeilige Absätze überschreiben, dann kommen sie auch schon wieder ziemlich dicht.
- Die Geschichte wird nur angedeutet. Ich könnte mich täuschen, aber sind solche Schuldscheine nicht auch der Ursprung des Papiergeldes? Wie haben sich die Arten der Schuldverschreibungen entwickelt? Seit wann werden sie auch gehandelt? Einiges davon lässt sich sicherlich noch beschreiben.
- Bilder wären schön, da auf die Struktur mit Mantel und Bogen hingewiesen wird, könnte ein Foto bei der Vorstellung helfen.
- Die Einleitung enthält die Erläuterung vieler Begriffe, was sich in vielen Klammern äußert. Vielleicht kann man das noch etwas besser extrahieren.
- Die beiden Formeln für [Formel] sind alles andere als gleich. Bei der ersten werden Werte deutlich größer als eins über dem Bruchstrich potenziert, bei der zweiten Werte nahe 1 unterm Bruchstrich -> die Ergebnisse weichen gigantisch stark voneinander ab. Jeder kann das ja selbst mit der 4%-Anleihe nachprüfen. Oder habe ich etwas falsch verstanden? Dann ist das aber sehr schlecht erklärt.
- Fazit: Noch nicht so knackig, da sollte nochmal drübergegangen werden. Besonders der letzte Punkt wiegt schwer. -- Dishayloo [ +] 23:44, 21. Sep 2004 (CEST)
- contra: Der Artikel sagt zu Recht, dass "die Anleihe eine sehr alte Wertpapierform ist..." Leider sagt er dann aber gar nichts zu ihrer langen Geschichte. --Aglarech 00:31, 23. Sep 2004 (CEST)
Diskussion aus dem Review
Ist nur knappe auf der Kandidatenliste gescheitert und hat meines Erachtens mit etwas Arbeit das Potenzial es doch noch zu schaffen. Vielleicht findet sich ja jemand von den bisherigen Autoren. -- Southpark 00:40, 24. Sep 2004 (CEST)
- Meine wichtigste Kritik von der Kandidatenliste wurde bearbeitet: Die Formeln passen nun zueinander. Alle anderen von mir angesprochenen Probleme sind geblieben: Kleinstkapitel mit einzelnen Absätzen und sogar einzelnen Sätzen, fehlende Geschichte, viele Erläuterungen in Klammern in der Einleitung. Genauer ist die Kritik auf der Diskussionsseite des Artikels nachzulesen. -- Dishayloo [ +] 05:07, 7. Okt 2004 (CEST)
Industrieobligationen
Ich hätte gerne etwas über Industrieoblagtionen gewusst, wieso schreibt darüber keiner was?
- weil vielleicht keiner was wußte oder dran gedacth hat ... aber du bist herzlich eingeladen dies zu tun wenn du etwas dazu weißt oder in erfahrung gebracht hast ;) ...Sicherlich 16:01, 24. Nov 2004 (CET)
Diskussion aus den Exzellenten-Kandidaten
- pro: Umfangreicher Artikel mit neutralem Standpunkt Fusslkopp 18:42, 4. Nov 2004 (CET)
- abwartend: Von der Warte des Finanzwesens her, halte ich den Text für gut. Es gibt allerdings auch andere Sichtweisen auf die Anleihe, z.B. historische. --Zahnstein 22:55, 6. Nov 2004 (CET)
- contra umfangreich und solide ja, exzellent nein. Es soll sich um eine "sehr alte" Anlageform handeln, aber über ihre Geschichte erfährt man nix. Von einem exzellenten Artikel erwarte ich auch, dass er im ersten Abschnitt den Versuch unternimmt, Wirtschaftschinesisch allgemeinverständlich umzusetzen. Könnte man Mantel und Bogen irgendwie grafisch oder mit einem Bild erklären? Auch im weiteren alles sehr technisch, ich finds schwierig zu verstehen. --Historiograf 00:28, 5. Nov 2004 (CET)
- ebenfalls contra, weil der Artikel hier vor kurzem abgeblitzt und bei weitem noch nicht fertig ist (ich bin einer seiner Hauptkontributoren). -- Herr Klugbeisser 02:18, 5. Nov 2004 (CET)
- warum wird hier über Anleihe diskutiert, bei mir erscheint es als Weiterleitung auf Verzinsliches Wertpapier die Weiterleitung exisitert schon seit 23.11.2003.
- Hier wird über Anleihen diskutiert, weil - wie im Zielartikel beschrieben - die Anleihen unter den verzinslichen Wertpapieren die weitaus höchste Bedeutung haben. -- Herr Klugbeisser 06:40, 12. Nov 2004 (CET)
Artikel Anleihe, Schuldverschreibung, Verzinsliches Wertpapier, Rentenpapier
Ich als Halblaie kann diesen Begriffsdschungel noch halbwegs unterscheiden. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass ein Volllaie (Stichwort: Oma-Test), die Bezeichnungen nach dem Studium der Artikel wirklich trennen kann.Im Artikel zur Anleihe und zum Verzinslichen Wertpapier werden oben Synonyme aufgezählt, die weiter unten zu weiterer Erklärung verlinkt werden. Das ist einfach zu konfus. Berechtigte Frage: Sind die Begriff nun Synonyme oder nur Teilmengen? Und dann noch der Artikel zum Rentenpapier, der wohl nicht wirklich nötig ist... --Trainspotter 12:23, 3. Mai 2005 (CEST)
Pauschale Weblinks
Als Weblinks beim Artikel pauschal auf die Homepages des Handelsblatts und der Deutschen Börse zu verweisen, halte ich für unsinnig. Wenn schon, dann auf entsprechende Unterseiten für die (fest-)verzinslichen Wertpapiere. --Wolfgang1018 18:13, 18. Sep 2005 (CEST)
Artikel ist mangelhaft
Der Artikel ist zu ungenau und außerdem spricht man von FESTverzinslichen Wertpapieren!!
Wesentliche Aspekte, wie das Kupon-Stripping werden überhaupt nicht behandelt!
Kupon-Stripping/Anleihenstripping eingearbeitet, die Namensdiskussion hatten wir schon weiter oben auf dieser Seite. Priwo 15:35, 5. Feb 2006 (CET)
Abgeschlossene Lesenswert-Diskussion (gescheitert)
Verzinsliche Wertpapiere (auch: Schuldverschreibung, Anleihe, Pfandbrief, Rentenpapier, Obligation, international auch: Bond) sind auf den jeweiligen Inhaber lautende Schuldverschreibungen. Der Käufer einer Schuldverschreibung (Gläubiger) besitzt eine Geldforderung gegenüber dem Emittenten (Herausgeber/Schuldner). Dieses Recht ist in einer Urkunde (Wertpapier) verbrieft. Die Urkunde besteht aus Mantel und Bogen. Der Mantel verbrieft die Forderung des Gläubigers. Der Bogen besteht aus Kupons, die zur Geltendmachung der Ertragsansprüche (z. B. Zinsen) dienen, und gegebenenfalls einem Erneuerungsschein (Talon).
- Pro
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Bildherkunft Antifaschist 666 17:11, 30. Jan 2006 (CET)Pro
- Pro
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Bildherkunft - Hauptargument gegen den Exzellenzstatus waren damals zu kurze Kapitel und die fehlende Geschichte. Mittlerweile ist dieser Artikel ordentlich strukturiert und die fehlende Geschichte sollte (analog zu den Chemie-Artikeln) bei den Lesenswerten nicht als Contra-Argument gewertet werden. --Kapitän Nemo 17:53, 30. Jan 2006 (CET)Pro
- Pro
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Bildherkunft Cottbus 08:17, 31. Jan 2006 (CET)Pro
- Contra
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Bildherkunft - sieht mir aus, wie aus dem Script meiner Erstsemstervorlesung abgeschrieben. Das muss ja nicht schlimm sein, aber die Struktur ist höchstens suboptimal, die Verlinkung müsste dringend überprüft werden (jeweils die erste Nennung verlinken, danach nicht wahllos mal ja mal nein). Dazu kommen Sätze, die ich schlicht nicht verstehe, trotz grundlegendem Wissen (Die Standardvaluta ist bei europäischen Staatsanleihen normal T+3, bei US-Staatsanleihen T+1, je nach Settlementsystem in Japan T+2 (Furukai - Furiketsu) oder T+4 (Toruku). ja, na klar, der Link auf Valuta hilft nicht wirklich. Zahlungsströme 1:1 vorhergesagt werden (aber: Floater haben teilweise unsichere Cash Flows), OK, ich ahne was gemeint ist. die Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz erfolgen müsste. sollte ich vermutlich wissen.) Alles in Allem für meine Klausurvorbereitung geeignet, aber sicher nicht lesenswert im Sinne unserer Kriterien --Schlendrian Schlendrian 19:15, 1. Feb 2006 (CET)Contra
Gläubiger?
Im Abschnitt Ausfallsrisiko steht beispielsweise "Gläubiger mit schlechter Bonität..". Muss das nicht Schuldner heissen? --Kookaburra 21:27, 20. Apr 2006 (CEST)Fehlerhafte Beispielrechnung
Beim Beispiel unter "Ursachen Rolling down the yield curve-Effekt" stimmt keine einzige Berechnung, wie leicht nachzuprüfen ist. Außerdem fehlt hier eine Erläuterung, was die Zahlen bedeuten. Das Beispiel sollte entweder korrigiert oder entfernt werden.
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Verzinsliches Wertpapier und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


