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Der Artikel Volkskunst gehört zur Kategorie: Volkskunst
Die Volkskunst, z. T. auch Heimatkunst genannt, bezeichnet das bildnerische und kreative Schaffen jenseits der klassischen bzw. modernen Künste, meist eingebunden in traditionelle handwerkliche oder häusliche Produktion.
Die Werke der Volkskunst sind zumeist anonymen Ursprungs, ihre Produzenten haben keine im engeren Sinne ästhetische bzw. künstlerische Ausbildung absolviert.
Die Entdeckung der Volkskunst durch die Kunstwissenschaft im ausgehenden 19. Jh. als historisch wie ästhetisch wertvoller Teil der Kultur ging einher mit dem zunehmenden Verschwinden dieser Erscheinung in den sich industrialisierenden europäischen Gesellschaften. Der zunehmende Verlust handwerklicher Traditionen zum Ende des 19. Jh. in Mittel- und Westeuropa entzog der Volkskunst hier die Basis ihres Schaffens. In Anlehnung an die Theorien des Primitivismus erfuhr gerade zu dieser Zeit die Volkskunst wie auch die sogenannte primitive Kunst der außereuropäischen Länder eine besondere Aufmerksamkeit auch und gerade durch die Künstler der Moderne.
Volkskünste können abhängig von ihrer handwerklichen Basis bzw. ihrem Bezug zu einem speziellen Brauchtum eher regionalen oder eher überregionalen Charakter aufweisen.
In der Regel entspringen Volkskünste landschaftlich oder nach Volksstämmen eng umgrenzten Überlieferungen und Traditionen, sie verarbeiten aber auch Anstöße durch die Hochkunst ( z.B. bäuerliche Möbelmalerei beeinflußt durch barocke Kirchenkunst). Sie sind häufig voll bunter Symbolik und verwenden lokale Materialien. Zu Volkskünsten mit eher regionalem Charakter gehören beispielsweise
- Trachten
- Möbel
- Schmuck
- Haushaltsgeräte
- Arbeitsgeräte
- Nutzbauten und Siedlungsformen
- viele Volkslieder
- Handarbeiten wie Häkeln
In der Neuzeit haben sich überregionale Formen der Volkskunst entwickelt. Dazu gehören beispielsweise
- Shanties, die auf den Meeren der Welt gesungen werden
- Blues, der musikalische Elemente verschiedener Kontinente aufgreift und fließend in professionalisierte Formen des Musizierens übergeht
- Graffitis, eine globale Volkskunst im Bereich der bildenden Künste.
Seit der 2. Hälfte des 20. Jh. wird der Begriff Populärkunst teilweise zur Bezeichnung der aktuellen Volkskunst verwendet, um mit diesem Ausdruck die Einflüsse z.B. der modernen Massenmedien auf die individuelle ästhetische Produktion vor Ort (z.B. Westafrika) mit einzubeziehen.
Vor allem in den Industriegesellschaften wird mit Volkskunst heute meist eine Produktion für den touristischen Bedarf bezeichnet, die sich anlehnt an Motive und Techniken der Tradition.
Siehe auch
Diskussion der Autoren über den Artikel: Volkskunst
Überarbeitungshinweis
Der Artikel ist dünn, deckt sich kaum mit der holländischen und der englischen Version und auch nicht mit den gedruckten Artikeln, die mir vorliegen: DTV-Lexikon von 1968 und Meyers 9.Auflage von 1979. Da einige Aussagen ziemlich verquer sind und auch bisher keine Quellen genannt sind, werde ich eine völlige Neubearbeitung versuchen. Auf der Basis der genannten Quellen und eines österreichischen Artikels [LINK], der sich in einer Hauptaussage mit dem Meyers-Artikel deckt und plausibel ist. Falls jemand neuere umfassende Artikel zum Lemma hat, wär ich dankbar; ich selbst habe leider keinen Zeit, eine größere Bibliothek aufzusuchen. --Arnis 11:23, 21. Okt. 2006 (CEST)
- Den ersten Ausbau des Artikels habe ich in kleinen Häppchen übertragen, um die verschiedenen Quellen kennzeichnen zu können. Das ist es erstmal... eigentlich wollte ich mich für einen neuen Artikel über Populärkunst nur auf die Volkskunst beziehen... --Arnis 18:51, 23. Okt. 2006 (CEST)

