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Wacho

Der Artikel Wacho gehört zur Kategorie: Herzog (Langobarden), Langobarde, Gestorben 540
Wacho war Anführer (Herzog) der Langobarden von 510 bis 540. Er war der Nachfolger des Herzog Tato, der jedoch historisch nicht belegt ist.

Wacho war mit Radegund, der Tochter des Thüringerkönigs Bisinus, verheiratet. Die Ehe, die der Frankenkönig Theuderich I. daraufhin zwischen seinem Sohn Theudebert I. und Wachos Tochter Wisigard arrangierte, diente dazu, die Neutralität des Langobarden im Kampf um das Königreich Thüringen zu garantieren, den die Franken nach dem Tod Theoderichs des Großen († 526) aufnahmen.

Die Hochzeit wiederum, die einige Jahre später zwischen Theudeberts Sohn Theudebald und einer zweiten Tochter Wachos, Vuldetrada oder Waldrada, gefeiert wurde, diente ebenfalls dem Zweck, das Bündnis zwischen Franken und Langobarden zu sichern – die Verträge schlugen so hohe Wellen, dass man sogar in Byzanz auf die Politik Theudeberts aufmerksam wurde.

Vor dem Hintergrund dieser verwandtschaftlichen Beziehungen gelang es Wacho gegen Ende seiner Regierungszeit, die an der mittleren Donau siedelnden Sueben, die danach aus der Geschichte verschwinden, zu unterwerfen.

In zweiter Ehe war er mit Austrigusa, einer Tochter des Gepidenkönigs Turrisind verheiratet. Dieser Verbindung entstammten die Töchter Wisigard und Waldrada, die beide mit fränkischen Königen verheiratet wurden.

Mit Silinga, einer Tochter des Herulerkönigs Rudolf hatte er einen Sohn Walthari, der sein Nachfolger wurde.

Als einige Jahre nach Wachos Tod sein Nachfolger Walthari und damit seine Dynastie gestürzt wurde (545), wechselte der neue König Audoin auf die Seite des Byzantinischen Reichs. Chlothar I. gelang es erst einige Jahre später, die Beziehungen durch eine weitere Ehe wieder herzustellen.

Nach Theudowalds Tod 555 wurde Waldrada von dessen Onkel Chlothar I. aufgenommen, heiratete dann später aber den ersten bekannten BayernHerzog, den Agilolfinger Garibald I.

{{Personendaten|

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Wacho


Die deutsche Titulatur bei den germanischen Herrschern (König/Herzog) ist nicht unproblematisch. Ich plädiere aber dafür, wie im Artikel Langobarden, für die Herrscher vor Alboin von Herzögen (dux) zu reden und ab Alboin und der Eroberung Pavias (und damit der Nachfolge im ostgotischen Königreich) den Begriff König (rex) zu verwenden. Muss aber zugeben, dass ich da nicht 100% Experte bin; immerhin hatten die frühen Langobardenherrscher Familienbindungen zu anerkannten Königshäusern (Franken, Thüringen). Sollte ich also falsch liegen, bitte korrigieren.--Proofreader 15:35, 21. Jun 2005 (CEST)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Wacho und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).