Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten
 
Whisky

Toplinks zu diesem Thema:
Verlag, Anlage, Englisch, Marketing, Rolle, Firmen, Gmbh, Gruppe, Ideal, Kaufen, Limited, Mountain, Notebook, Online, Steuerrecht



Der Artikel Whisky gehört zur Kategorie: Lesenswert|, Lesenswert, Spirituose

Whisky (in Irland und in den USA überwiegend Whiskey) ist ein aus Getreide durch Fermentierung und Destillation gewonnenes alkoholisches Getränk.

Das Wort Whisky, erstmalig 1736 erwähnt, leitet sich vom Schottisch-Gälischen uisge beatha ab (gesprochen: ɯʃkʲe 'bɛha, auch uschkeba) bzw. vom Irischen uisce beatha (gesprochen: ischke baha oder ischke ba) und bedeutet Lebenswasser (uisge / uisce = Wasser, beatha = Leben). "Wasser des Lebens" heißt uisge / uisce na beatha. Die anglisierte Form usquebaugh hat sich aus der gälischen Ausspracheform uskeba entwickelt, wie man es oft auch in Schottland, Irland und Wales bei Ortsnamen vorfindet, wird aber heute uskvebaw ('u' wie in cut, 'aw' wie in law) oder yuskibaw gesprochen. Andere Schreibweisen sind z. B. usqu(a)ebach und usquaebae. Der Begriff war bereits im 16./17. Jahrhundert geläufig. Man verstand darunter aber nicht nur Whisky im eigentlichen Sinne, sondern auch andere Brände mit Würzzusätzen.

SLAINTE MHATH!
Zum Wohl! – Schottischer Trinkspruch (gälisch; wörtl.: Gesundheit gute; gespr. 'slantsche wah')

Entstehungsgeschichte

Ursprünge

Im 5. Jahrhundert begannen christliche Mönche, allen voran der irische Nationalheilige St. Patrick, das Land der Kelten zu missionieren und brachten technische Geräte sowie das Wissen um die Herstellung von Arzneien und Parfum nach Irland und Schottland. Einer Legende nach waren sie die ersten, die eine wasserklare Flüssigkeit destillierten – das aqua vitae oder uisge beatha. Das hierzu nötige Wissen verbreitete sich in den folgenden Jahrhunderten wohl durch das Aufkommen der Klöster, die damals das Zentrum vieler Ansiedlungen waren und eigene Gasthäuser betrieben.

1494 wurde aquavite zum ersten Mal urkundlich in den schottischen Steuerunterlagen (Exchequer Rolls) erwähnt, als der Benediktiner-Mönch John Cor aus dem Kloster Lindores (Grafschaft Fife) in der damaligen schottischen Hauptstadt Dunfermline acht Bollen Malz einkauft. 1 boll (Bolle) = 4 firlot (1 firlot ~ 1 Scheffel) ist ein altes schottisches Getreidehohlmaß und entspricht 210,1 Litern oder 62 Kilogramm Malz. 8 Bollen entsprachen also ca. 500 kg, was zur Herstellung von ungefähr 400 Flaschen Whisky ausreicht. (Et per liberacionem factam fratri Johanni Cor per preceptum compotorum, ut asserit, demandato domini Regis ad faciendum aquavite infra hoc computum, viij bolle brasii. dt.: Und durch Zahlung zugunsten Frater Johannes Cors auf Anweisung des Steuerprüfers, wie er versichert, auf Anordnung des Königs (James IV.), um Lebenswasser innerhalb dieser Bemessungsfrist herzustellen, 8 Bollen (~ 32 Scheffel) Malz.)

Nach der Besiedelung Amerikas wurde auch dort versucht, Whisky aus Getreide herzustellen. Da Gerste nur sehr schlecht wuchs, begannen die Bauern in Nordamerika die dort gut wachsenden Getreidesorten Roggen und Weizen zu vergären. Die ältesten Brennereien entstanden in Maryland, Pennsylvania und Virginia. Da auch Torf nicht zu finden war, konnten die traditionellen Rezepte zur Whiskyherstellung nicht angewandt werden und so wies der gewonnene Brand wenig Geschmack auf. Durch das Auskohlen der Fässer versuchte man, mehr von dem gewohnten Raucharoma in das Destillat zu bringen. Erst Ende des 18. Jahrhunderts entstanden reine Whiskeybrennereien.

Steuern, Kämpfe, Legalisierung

Seit 1643 wurde Whisky in Irland offiziell besteuert, seit 1644 in Schottland. Da sich niemand daran hielt, wurde Whisky 1661 erst in Irland, dann 1707 auch in Schottland verboten – es sei denn, man erwarb eine staatliche Lizenz. In den folgenden Jahren kam es wegen der Steuern zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Steuereintreibern (gaugers) und Schmugglern (smugglers).

Auch in Amerika wurde Whiskey besteuert: 1794 erließ George Washington, der selbst eine Brennerei betrieb, eine Steuer auf Whiskey, da der Finanzbedarf des jungen Staates nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges sehr hoch war. Doch die Siedler nahmen diese Steuer nicht hin, und es kam in Pennsylvania zur Whiskey-Rebellion. Sie wurde von einer 13.000 Mann starken Armee unter Henry Lee niedergekämpft. Die Whiskeybrenner zogen danach weiter nach Westen in die Staaten Kentucky und Tennessee, woher heute noch der größte Teil der Produktion Amerikas stammt.

1822 wurde in Schottland der Illicit Destillation Act (Gesetz über die illegale Destillierung) verabschiedet, der das Steuerrecht vereinfachte, aber die Rechte der Großgrundbesitzer stärkte. Wieder kam es zu Unruhen. 1823 wurde ein neuer Act of Excise beschlossen, der das Brennen von Whisky gegen eine Gebühr von 10 Pfund plus einem festen Steuerbetrag pro Gallone Whisky gestattete. Gleichzeitig legte man eine Mindestgröße von 40 Gallonen für die Brennblase fest. George Smith war der Erste, der nach der neuen Gesetzgebung seine Brennerei Glenlivet baute. Durch das neue Recht lohnte sich endlich die legale Produktion von Whisky, innerhalb von zehn Jahren verschwanden tausende illegale Brennereien in Schottland und Irland.

Industrialisierung

1826 meldete Robert Stein ein neues Verfahren zur kontinuierlichen Destillation zum Patent an (patent still) – hiermit konnte auch ungemälztes Getreide (Grain) gebrannt werden. 1832 wurde dieses Verfahren vom Iren Aeneas Coffey verbessert. Mit der Coffey still konnte ein reineres Produkt hergestellt werden. Die Iren mochten jedoch den neuartig erzeugten Whiskey nicht, und so ging Coffey nach Schottland.

1856 stellte der Schotte Andrew Usher jun. den ersten Blended Whisky her. Sein Vater hatte bereits 1844 den "Old Vatted Glenlivet" angeboten. Der erste Blend namens "Usher's Green Stripe" existiert noch heute auf dem Markt. Andere Händler verschnitten Malz- und Kornwhiskys, die nun auch dank der Coffey still hergestellt werden konnten, zu "Blended Scotch". Diese neue Whisky-Art fand erst in England und dann weltweit großen Absatz – auch bedingt durch eine Reblausplage, die zwischen 1858 und 1863 fast die gesamten französischen Weinstöcke vernichtete, weshalb Wein, Cognac und Brandy knapp und sehr teuer wurden.

Durch die amerikanische Prohibition (1920-1933) mussten die meisten kleinen Brennereien in Amerika schließen. Auch in Schottland führte dies zur Schließung vieler Brennereien (beispielsweise in Campbeltown auf Kintyre). Nach dem Ende des Alkoholverbots kontrollierten nun größere Konzerne die neu anlaufende legale Produktion. Auch in den Ursprungsländern vollzog sich in den kommenden Jahrzehnten eine immer stärker werdende Konzentration der Brennereien und der Abfüller in größeren Konzernen, die mittlerweile weltweit operieren. Nur vereinzelt gibt es noch kleinere Firmen, die einzelne Brennereien betreiben.

Herstellungsverfahren

Abbildung
Maischefässer in der Brennerei Auchentoshan
Bildherkunft

Abbildung
Destillationapparate in der Brennerei Auchentoshan
Bildherkunft

Allgemein

Die Verfahren zur Herstellung von Whisky unterscheiden sich deutlich. Aber allen gemeinsam ist, dass das Getreide zunächst zu Schrot zerkleinert und mit warmem Wasser im Maischebottich (mash-tub) vermischt wird. Hierbei erfolgt eine Verzuckerung der Stärke. Die dabei entstehende Maische oder Würze (wort) wird anschließend in einem Gärbehälter (wash back oder fermenters) mit Hefe versetzt und vergoren.

Die dabei entstehende Flüssigkeit enthält 5 bis 10 Prozent Alkohol. Sie wird wash, ale oder distiller’s beer genannt und erinnert tatsächlich sehr an Bier. In speziellen Apparaten wird sie mehrfach durch Destillation gebrannt. Die dabei entstehenden Dämpfe (Alkohol, Geschmackstoffe) werden kondensiert, aufgefangen und gesammelt. Nach einer leichten Verdünnung des new make mit Wasser wird es schließlich für mehrere Jahre in Holzfässern gelagert. Pro Jahr verdunstet aus den geschlossenen Fässern ca. 2,5 % des enthaltenen Alkohols, der sog. Anteil der Engel (angels share oder Angels' Dram). Nach Abschluss des Reifevorgangs wird der Whisky in der Regel verschnitten, verdünnt, gefiltert (bei speziellem Whisky wird darauf auch verzichtet) und in Flaschen abgefüllt.

Speziell

Abbildung
Zutaten
Bildherkunft

Zur Herstellung eines Malt Whisky wird Gerste durch Mälzen zu Malz verarbeitet. Dies geschieht durch Befeuchtung und anschließendes Keimen. Hierdurch werden Enzyme gebildet, die die spätere Verzuckerung der Stärke beim Maischen ermöglichen. Nach fünf bis acht Tagen wird das Grünmalz durch Hitze getrocknet. In Schottland wurde dazu traditionell ein spezieller Ofen (kiln) mit dem typischen Pagoden-Dach benutzt, in dem auch mehr oder weniger viel Torf verbrannt wurde. Dies führte zu dem typischen Rauchgeschmack mancher schottischer Whiskys. Auch wenn dieses Verfahren heute noch vereinzelt insbesondere bei Single Malts gebräuchlich ist, so erfolgt das Mälzen für die meisten Whiskys in hierauf spezialisierten Großbetrieben.

Innerhalb der Europäischen Union muss Whisky die in der Verordnung Nr. 1576/89 vom 29. Mai 1989 festgelegten Kriterien erfüllen:

  • durch Destillieren von Getreidemaische gewonnen sein
  • zu einem Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Volumenprozent destilliert werden
  • mindestens drei Jahre lang in Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von 700 Litern oder weniger reifen
  • einen Mindestalkoholgehalt von 40 Volumenprozent aufweisen
Andere Länder haben hiervon abweichende Bestimmungen. In Uruguay beispielsweise beträgt die vorgeschriebene minimale Lagerzeit nur zwei Jahre. Falls die Erzeugnisse nicht den oben angeführen Minimalanforderungen entsprechen, dürfen sie innerhalb der EU nicht als Whisky verkauft werden.

Destillationsverfahren

Hauptartikel: Brennen (Spirituose)

Zur Herstellung von schottischem Malt-Whisky und irischem Pot-Still-Whiskey wird das pot still Verfahren verwendet.

Andere Whiskyarten werden meist in Brennsäulen (patent still, column still oder Coffey still) destilliert.

Nicht durchsetzen konnte sich die 1955 von Alistair Cunningham und Arthur Warren entwickelte Lomond still, die eine Art Mischform aus pot still und column still darstellt.

Handelsformen und Bezeichnungen

Unterscheidung nach Getreideart

Whisky ist unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel erhältlich. Dabei wird zum einen die unterschiedliche Getreideart benannt, aus der der Whisky hergestellt wurde:

  • Malt bezeichnet Whisky, der aus Malz (gemälzte Gerste) hergestellt wurde.
  • Grain bezeichnet Whisky, der aus Mais, Weizen oder ungemälzter Gerste(in Europa) oder Roggen (in USA) hergestellt wurde. Dabei wird i. d. R. eine "Coffey-Still" genannte Kolonnendestillationsanlage verwendet.
  • Rye bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Roggen hergestellt wurde (mindestens 51 Prozent).
  • Bourbon bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Mais hergestellt wurde (mindestens 51 Prozent) und mit maximal 80 Volumenprozent Alkohol gebrannt und maximal 63 Volumenprozent Alkohol in Fässer gefüllt wurde.

Unterscheidung nach Herstellungsprozess

Zum anderen verdeutlichen einzelne Bezeichnungen den Herstellungsprozess des jeweiligen Whiskys:

  • Unter einem Single versteht man einen Whisky, der aus einer einzelnen Brennerei stammt (gebräuchlich v. a. für schottische Whiskys: Single-Malt-Whisky).
  • Unter einem Straight versteht man ebenfalls einen Whisky, der aus einer einzelnen Brennerei stammt (gebräuchlich v. a. für amerikanische Whiskeys).
  • Unter einem Blend versteht man einen verschnittenen Whisky. Bei der Herstellung (Blending) werden verschiedene Whiskysorten (zum Beispiel Malt und Grain) aus verschiedenen Brennereien vermischt. In manchen Produkten sollen sich bis zu 70 verschiedene Whiskys befinden.
  • Unter einem Pure Pot Still versteht man einen Whisky, der nur in klassischen Brennblasen hergestellt wurde (gebräuchlich für einzelne irische Whiskeys).

Vor 2005 waren auch die Bezeichnungen Vatted (Mischung von Malt-Whiskys aus verschiedenen Brennereien) oder Pure (uneinheitliche Bezeichnung im Sinne eines Blend oder Vatted) gebräuchlich.

Weitere Bezeichnungen

  • Cask strength (Fassstärke): Einem Whisky wurde nach der Lagerung kein Wasser mehr zugesetzt. Der Alkoholgehalt dieser Whiskys ist unterschiedlich, da er je nach Lagerungsdauer, Umweltbedingungen, der Qualität des Fasses und nicht zuletzt auch nach Alkoholgehalt des Ursprungsdestillats variiert. Cask Strength hat nichts mit dem Alkoholgehalt zu tun. Ein Verschnitt verschiedener Fässer einer Destillerie hat auch Fassstärke, solange kein Wasser hingefügt wurde.
  • Vintage (Jahrgangswhisky): Die verwendeten Whiskys stammen aus dem bezeichneten Jahrgang, ein Marketing-Trick, denn im Gegensatz zum Wein gibt es beim Whisky keine Jahrgänge.
  • Single cask (Einzelfass): Der Whisky stammt aus einem einzelnen Fass (gebräuchlich insbesondere für schottischen Whisky). Was für den Jahrgangswhisky gilt, ist um so stärker bei Einzelfassabfüllungen ausgeprägt. Die Qualität ist bei beinahe jeder Flasche schwankend.
  • Malt whisky: Der Malt-Whisky stammt aus Fässern unterschiedlicher Distillerien, wurde aber 100% aus gemälzter Gerste hergestellt.
  • Single malt: Der Malt-Whisky stammt aus Fässern einer einzigen Distillerie und wurde vollständig aus gemälzter Gerste hergestellt.
  • Blended Whisky: Ein Verschnitt aus grain und malt whisky
  • Single barrel: (Einzelfass): Der Whisky stammt aus einem einzelnen Fass (gebräuchlich insbesondere für amerikanischen Whiskey).
  • Finish (Ausbau): Hinweis einiger Destillerien auf die Herkunft der zur Lagerung des Whiskys benutzten Fässer, so bedeutet z. B. "Port Wood Finish", dass der Whisky (teilweise) in ausgedienten Portweinfässern gelagert wurde. Andere Beispiele wären "Sherry Wood Finish", "Madeira Wood Finish" etc. Siehe auch Lagerung.

Die Bezeichnungen Scotch, Irish, American spiegeln selbstverständlich die Herkunft des Produktes wider. Einige dieser Herkunftsbezeichnungen sind gesetzlich geschützt und an gewisse Voraussetzungen geknüpft (zum Beispiel: Mindestalter).

Herkunft

Irischer Whiskey (Irish Whiskey)

Verschiedene Einflüsse haben in der Vergangenheit zu einer sehr starken Konzentration der Whiskeyproduktion auf der gesamten irischen Insel geführt. Gegenwärtig gibt es eine nennenswerte Produktion der fast einhundert verschiedenen Sorten nur noch an drei Standorten. Die Irish Distillers Group, die seit 1987 zur französischen Pernod-Ricard-Gruppe gehört, produziert in einer modernen industriellen Anlage in Midleton, County Cork im Süden der Republik. Hier werden die diversen John Jameson Whiskeys seit 1780 hergestellt, auch die Marke Paddy und verschiedene kleinere Marken für den irischen Markt, wie John Power sowie, für die C&C Group Plc., der vor allem in Deutschland und Dänemark bekannte Tullamore Dew. County Antrim in Nordirland ist der Standort der bekannten Old Bushmills-Brennerei, gegründet 1608 bzw. 1784, die älteste noch produzierende Brennerei der Welt, die heute zur Diageo Plc. gehört. Eine Sonderrolle nimmt die erst 1987 gegründete innovative unabhängige Cooley Distillery in Riverstown nahe Nordirland ein, in der in jüngster Zeit auch viele Handelsmarken, wie etwa Kilbeggan, Lockes, Connemara und Tyrconnell hergestellt werden.

An irischem Whiskey interessierte Besucher können die Old Jameson-Schaudestillerien in Midleton und seit 1997 im Stadtzentrum von Dublin, Smithfield Village, Bow Street besichtigen. Daneben kann auch Lockes Distillery in Kilbeggan besucht werden. In der 1953 stillgelegten Destillerie werden die historischen Anlagen gezeigt und Informationen zur Geschichte des Whiskeys gegeben.

Für das Darren des Malzes für irischen Whiskey wird in der Regel kein offenes Torffeuer verwendet, das Malz kommt somit nicht mit dem Rauch in Kontakt wodurch irischer Whiskey milder (fast süß) als die meist rauchigen schottischen Whiskys ist. Auch wird er traditionell dreifach destilliert. Im Gegensatz zum schottischen, der bis auf wenige Ausnahmen generell zweifach destilliert wird. Im Gegensatz zum Verwenden der sog. Coffey-Still für die Herstellung des Grain-Whiskys für das Blenden in Schottland werden die erforderlichen Mengen in Irland Pot-Stills verwendet, die ein vielfaches des Fassungsvermögens der Pot-Stills für die Malt-Produktion in Schottland verfügen.

Die meisten irischen Whiskeys sind blends, jedoch werden in letzter Zeit auch verstärkt Single Malts angeboten. Als weitere Qualitätsbezeichnungen findet man Pure Pot Still, was die alleinige Verwendung einer pot still-Destillationsanlage beschreibt.

Das Blenden irischer Whiskeys unterscheidet sich vom Blenden schottischer Whiskys dadurch, dass vor allem durch die Kombination verschiedener Reifeprozesse in verschiedenartigen Fasstypen (Sherry-, Bourbon-, Portweinfässer) der Geschmack beeinflusst wird. Daher spricht man in Irland auch vom Vatting (von engl. Vat = Mischfass).

Bekannte Blends sind:

  • Crested Ten
  • Inishowen
  • Jameson
  • Midleton Very Rare
  • Paddy
  • Tullamore Dew
  • John Power & Son
  • Bushmills Black Bush
Bekannte Single Malts sind:
  • Bushmills
  • Connemara, der getorft ist und nur zweifach destilliert wird
  • Locke's 8 Year Old
  • Tyrconnell
  • Red Breast

Schottischer Whisky (Scotch Whisky)

Abbildung
The MACALLAN – Schottischer Whisky aus den Highlands
Bildherkunft

Schottischer Whisky wird in zur Zeit ca. 90 schottischen Brennereien (Stand Oktober 2005) gebrannt. Es gibt darüber hinaus Hunderte weiterer, die zur Zeit still gelegt sind oder nicht mehr existieren. Um hierüber einen Überblick zu erhalten, ordnet man die einzelnen Brennereien und damit die von ihnen hergestellten Whiskys einzelnen Regionen zu. Dabei wird den einzelnen Whiskys der Regionen mitunter auch eine gemeinsame geschmackliche Charakteristik nachgesagt. Eine einheitliche, konsensuelle Unterteilung nach Regionen wurde bisher nicht erreicht:

  • Die Region der Highlands erstreckt sich nördlich der gedachten Linie zwischen Edinburgh und Glasgow. Sie wird auch gerne weiter in die Central Highlands, die Northern Highlands, die Western Highlands und die Eastern Highlands unterteilt. Entsprechende Whiskys sollen meist kräftig im Geschmack sein.
  • Unter der Region Speyside wird ein Gebiet entlang des Flusses Spey in den Grafschaften Morayshire und Banffshire verstanden – und liegt damit eigentlich wieder in der Highlands-Region. Sie gilt aber als das Kernland des schottischen Whiskys mit über 50 Destillerien auf engstem Raum. Speyside-Whiskys sollen eher "rund und fein" sein.
  • Die Region der Lowlands liegt südlich der gedachten Linie zwischen Edinburgh und Glasgow. Hier wird eher weicherer und leichter Whisky produziert.
  • Die Whiskys, die von der Insel Islay [] (Innere Hebriden) stammen, werden in der Regel als "besonders kräftig" und "stark" bezeichnet – egal ob sie sehr nach Rauch und Torf schmecken oder nicht.
  • Dem gegenüber haben die Whiskys anderer Inseln wie Arran, Mull, Jura, Skye, Orkney, vielleicht auch irgendwann Shetland, eher keinen einheitlichen Charakter.
  • Die Unterscheidung einer eigenen Region Campbeltown hat heute mit nur noch drei existenten Brennereien eher historischen Charakter, weshalb sie auch entweder der Region Highlands oder den Inseln zugeordnet werden.

Der Konzern United Distillers (Diageo) hat als Marketing-Strategie entsprechend der verschiedenen Regionen sechs sogenannte Classic Malts im Programm. Diese Maßnahme ist wirtschaftlich sehr erfolgreich, die Classic Malts gehören zu den erfolgreichsten Single Malts überhaupt.

Neben den Eigentümerfirmen der Brennereien bringen auch unabhängige Abfüller Whisky auf den Markt. Dazu kaufen sie bei den Herstellern meist außergewöhnliche Whiskys fassweise ein und verkaufen sie abgefüllt unter eigenem Etikett. Bekannt sind die Händlerabfüllungen von Adelphi, Gordon & MacPhail, Signatory oder von Wm. Cadenhead Ltd und anderen. Aber auch die Besitzer der Brennereien, große Spirituosenkonzerne, bringen neben ihren Standard-Abfüllungen eigene Serien ausgewählter Jahrgänge bzw. Brennereien auf den Markt. Bekannt sind hier z.B. die Flora & Fauna-Serie oder die Rare Malt Series.

Destillate aus Malz (also gemälzter Gerste) sind dabei die Grundlage schottischen Malt-Whiskys, wobei das Malz häufig noch getorft wird, also über einem Feuer mit Torf geräuchert. Die gekeimte Gerste (Green Malt) wird dabei in einer sogenannten Kiln getrocknet. Geschieht dies unter Zuhilfenahme von Torf, bekommt der Whisky das rauchige Aroma. Die Stärke der Rauchigkeit wird dabei in Parts Per Million (ppm) Phenolgehalt angegeben. Hohe Mengen Phenol haben dabei Whiskys wie Lagavulin (ca. 30ppm) oder Laphroaig (über 30ppm). Torfigster Whisky wird der Octomore der Brennerei Bruichladdich werden, er soll deutlich über 80ppm Phenol haben; Insider berichten sogar von Probedestillaten mit bis zu 300ppm Phenol.

Scotch Whisky darf sich ein Destillat nennen, das in einer schottischen Destillerie hergestellt, mindestens 40 Volumenprozent Alkoholanteil hat und mindestens drei Jahre in Eichenholzfässern unter Zollverschluss in Schottland gereift ist. Üblich ist eine Lagerungszeit von acht bis zwölf Jahren, aber auch 15, 20, 25, 30 und 50 Jahren. Je nach Brennerei hat ein Whisky nach unterschiedlich viel Jahren das Optimum an Balance zwischen Destillerie-Charakter und Einfluss der Reifung erreicht. Bei der Mehrzahl der Brände liegt diese Zeit zwischen 12 und 15 Jahren. Sehr alte Whiskys sind zwar oft besonders rund, weich und voll, dies jedoch oft auf Kosten der Individualität, da die Faßnote zunehmend dominiert. Die verbreitete Annahme, Whisky sei besser, je älter er ist, gilt also nur mit Einschränkungen.

Abbildung
Whiskyfässer
Bildherkunft
Für die Lagerung werden, im Gegensatz zu den USA, (fast) niemals frische Eichenfässer verwendet, sondern Fässer, in denen vorher Bourbon oder Sherry, in Einzelfällen auch Portwein oder Rum, gelagert wurde (Ausnahmen: "Glenfiddich Solera Reserve" – ein Teil dieses Whiskys reift kurz in neuen Fässern, Glenlivet "French Oak Finish" u.a.). Hauptsächlich benutzt werden Eichenfässer (Quercus alba) aus den USA, in denen zuvor bereits amerikanischer Whiskey gelagert wurde. Ursprünglich geschah dies aus Kostengründen, heute jedoch ist es ein wichtiger Teil der Whiskytradition geworden, denn dies gibt jedem Whisky einen Großteil seines charakteristischen Geschmacks. Außerdem wäre die Reifung in neuen Fässern der Komplexität und dem individuellen Charakter eines Single Malt wenig förderlich, da der erzeugte Vanille-Karamell Geschmack, der Bourbon Whiskey auszeichnet, diese Feinheiten überdecken würde. Kostengründe spielen immer noch eine Rolle: Amerikanische Fässer kosten rund 30 Euro, spanische rund 300 Euro. Ex-Sherry-Fässer aus Spanien (Quercus robur) eignen sich mehr für die süßen, komplexen Whiskys der Speyside, während für die Inselwhiskys wegen des rauchigen Geschmacks Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche zum Einsatz kommen. Die Böttcherei Speyside Cooperage in Craigellachie setzt ca. 100.000 Eichenfässer jährlich neu zusammen und repariert Fässer für die umliegenden Brennereien. 2004 lagerten rund 18 Millionen Whiskyfässer in Schottland.

Der Fasswhisky, der je nach Stärke bei der Abfüllung und Länge der Lagerdauer (permanent verdunstet ein wenig Alkohol als sog. "Angel's Share") i.d.R. zwischen 50 und 70 Volumenprozent Alkohol hat, wird dazu mit Wasser auf Trinkstärke verdünnt. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich unverdünnte Abfüllungen, die direkt in Fassstärke abgefüllt werden und häufig intensiver und komplexer im Aroma sind. Als Altersangabe auf der Flasche wird das Alter des jeweils jüngsten abgefüllten Whisky verwendet.

Schottland exportiert jährlich über 700 Mio. Flaschen Whisky – hauptsächlich in die USA, nach Frankreich, Spanien und Japan.

Siehe auch: Liste der schottischen Brennereien

Amerikanischer Whiskey (American Whisk(e)y; Bourbon, Rye, Corn, Tennessee)

Amerikanischer Whiskey wird aus Roggen (Rye), Mais (Corn), Gerste (Barley) oder seltener Weizen (Wheat) hergestellt; die Zusammensetzung der Getreidesorten unterscheidet sich regional.

Abbildung
Whiskeyfässer in der Brennerei Jack Daniel's
Bildherkunft

Bourbon ist ein Whiskey, der aus mindestens 51 % Mais hergestellt werden muss, bevorzugt wird ein Maisanteil in der Maische von etwa 65 bis 75 %. Darüber hinaus gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Lagerzeit von zwei Jahren, die in neuen, innen angekohlten Weißeichenfässern absolviert werden muss. Die Verwendung von frischen Eichenfässern, die dem Bourbon einen guten Teil seines Geschmacks verleihen, wurde nicht etwa des Geschmackes wegen eingeführt. Vielmehr wollte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts strukturschwache Regionen mit üppigen Wäldern (z. B. Arkansas) wirtschaftlich unterstützen. Bourbon Whiskey erreicht aufgrund des frischen Holzes der Fässer und der klimatischen Verhältnisse seiner Herstellungsregion seine Reife schon nach wenigen Jahren. Die Bezeichnung stammt vom Bourbon County in Kentucky, das nach dem französischen Herrschergeschlecht der Bourbonen benannt wurde.

Rye Whiskey oder einfach nur Rye ist der von vielen Kennern als intensiver und würziger beschriebene Bruder des Bourbon, dessen Maische mindestens 51 % Roggen enthalten muss. Er war der ursprüngliche Whiskey in ganz Nordamerika. Erst zum Ende der Prohibition wurde er von Bourbon bzw. Tennessee Whiskey an Popularität überholt und ist heute beinahe eine Seltenheit.

Tennessee Whiskey aus Tennessee stammt zu mindestens 51 % aus Mais und zu mindestens 20 % aus Roggen, Weizen oder Gerste. Er wird vor der Fasslagerung über Holzkohle gefiltert, was ihn sehr mild macht. Dieses Verfahren wird charcoal mellowing, leaching oder Lincoln County Process (wie es korrekt heißt) genannt. Diese Holzkohle wird von Köhlern, die zur Brennerei gehören, aus Ahorn hergestellt.

Corn Whiskey ist Maiswhiskey (corn = Mais) mit mindestens 80 % Maisanteil in der Maische. Der Whiskey darf max. bis 80 % ausdestilliert werden und muss mindestens zwei Jahre in frischen oder gebrauchten, unverkohlten Eichenfässern lagern.

Bekannte Marken sind:

  • Jim Beam (Bourbon, Rye)
  • Wild Turkey (Bourbon, Rye)
  • Bernheim (Bourbon, Rye)
  • Four Roses (Bourbon)
  • Buffalo Trace (Bourbon, ehemals Ancient Age)
  • Labrot & Graham (Bourbon)
  • Van Winkel (Bourbon)
  • Jack Daniel's (Tennessee Whiskey)
  • George Dickel (Tennessee Whisky, ohne e!)
  • Platte Valley Kentucky Corn Whiskey
  • Maker's Mark (Kentucky Straight Bourbon Whisky, ohne e!)

Fälschlicherweise manchmal als Whiskey bezeichnet, zählt der Southern Comfort zu den Likören. Er ist eine Mischung aus Orangen- und Pfirsichlikör mit Zusätzen aus Pfirsichen, Zitrusfrüchten und Gewürzen. Dieser Likör ist für den Verzehr gemeinsam mit Whiskey gedacht. 1874 erfand der Barkeeper Martin Wilkes Heron in New Orleans einen Cocktail mit dem Namen Cuffs and Buttons als Gegenstück zu dem damals beliebten Hats and Tails und vermarktete ab 1889 eine Weiterentwicklung dieses Cocktails als Southern Comfort.

Kanadischer Whisky (Canadian Whisky)

Als Grundlage für kanadischen Whisky wird hauptsächlich Roggen verwendet, jedoch kann er aus sehr vielen unterschiedlichen Bestandteilen bestehen, auch Zusätze von Sherry, Obstwein oder Fruchtsäfte sind in geringem Maße (bis zu 2 %) erlaubt. Im Gegensatz zu seinen Verwandten aus den USA ist er zu allermeist ein Blend. In den meisten Whisky-haltigen Cocktails gilt Canadian als beste Wahl, da er besser mit anderen Zutaten harmoniert.

Bekannte Marken sind:

  • Black Velvet
  • Canadian Club
  • Canadian Club Classic 12 Years
  • Crown Royal
  • Forty Creek Barrel Select
  • Pendleton 10 Years
  • Seagram’s Very Old 8 Years
  • Tangle Ridge 10 Years
  • Glen Breton Rare (Single Malt; Glenora Distillery, Glenville, Cape Breton, Neuschottland)

Japanischer Whisky

Seit Mitte der 1920er wird auch in Japan – vor allem im kühleren Norden des Landes, wo kein Reisanbau möglich ist – Single Malt produziert. Als Vorbild dient dabei der schottische Maltwhisky. Japanischer Whisky ist auf Grund seiner guten Qualität in Japan selbst recht beliebt, aber auch im Ausland werden diese Whiskys in letzter Zeit verstärkt angeboten. Das Interesse der Japaner am schottischen Nationalgetränk ging so weit, dass sie sich in einige schottische Brennereien einkauften.

Bekannte Marken sind:

  • Suntory: Yamazaki und Hakushu
  • Nikka: Yoichi und Sendai/Miyagkyo

Deutscher Whisky

Es gibt nur zaghafte Versuche, in Deutschland eigene Whiskysorten herzustellen, die bekanntesten deutschen Whiskys sind Blends ausländischer Whiskys mit Bränden aus anderen Getreidesorten, z. B. Racke Rauchzart.

Im folgenden eine Liste in Deutschland gebrannter Whiskys:

  • Schwäbischer Whisky: Auf der Schwäbischen Alb oder doch am Fuße der Alb, in Owen (Teck) gibt es zwei Destillerien (Christian Gruel und Thomas Rabel), in der ein Grain Whisky aus Weizen und Gerstenmalz gebrannt wird. Ein weiterer wird in Tübingen im Gasthof Lamm gebrannt. Die Obst-Korn-Brennerei Zaiser in Köngen stellt ebenfalls Schwäbischen Whisky her.
  • Sonnenschein Single Malt Whisky: Ein zehn Jahre alter Single Malt Whiskey, der in Witten an der Ruhr von der Destillerie Sonnenschein gebrannt wird.
  • Bavarian Whisky ist seit 2003 begrenzt unter dem Namen Slyrs erhältlich. Es handelt sich um einen reinen Malt Whisky abgefüllt mit 43 % Alkohol. Als Rohstoff wird Gerstenmalz, das zum Teil über Buchenholz geräuchert wurde, verwendet. Brennmeister Tobias Maier destilliert im Pot-Still-Verfahren in einer Kupferbrennblase mit ca. 450 Litern Inhalt. Die Lagerung erfolgt in neuen 225 l Barriques aus amerikanischer Weißeiche. Die erste Abfüllungen des Jahrgang 1999 limitiert auf 1600 Flaschen erfolgte im Mai 2002.
  • Robert Fleischmann: aus Franken stellt in der ältesten bayerischen Single Malt Whisky Destille in Eggolsheim 5 unterschiedliche Whiskys her. Die relativ holzigen Whiskys reifen in nicht ausgebrannten Eichenfässern.
  • Im Jahr 2002 destillierte die Westerwälder Brennerei Birkenhof den ersten Whisky, der seitdem in spanischen Sherry-Fässern reift. Den ersten Westerwälder Whisky wird es daher frühestens im Jahr 2005 geben.
  • Spirituosenmanufaktur Hammerschmiede: Whisky aus dem Harz. Der erste harzer Hochland Whisky ist am 22. Dezember 2005 in Zorge aus Malzbrand fertiggestellt worden. Er reift in alten Cognac/Sherry und Weinbrand Fässern und ist unter dem Namen "Glan Iarran" dort erhältlich. Maximal 300 Fl. werden im Jahr produziert.
  • AV Brennerei GmbH Andreas Vallendar: Whisky zwischen Mosel und Saar. Im Januar 2006 wurde der erste Roggen-Whisky in der neuen Pott-Still Anlage gebrannt. Der Roggen stammt von eigenen landwirtschaftlichen Flächen. Erste Abfüllung voraussichtlich 2009, ab Ende 2006 werden die ersten eigenen Malts in Wincheringen-Bilzingen destilliert.
  • Seit 2001 wird in der Brennerei Höhler in Aarbergen Hessischer "Whesskey" hergestellt. Seit 18. Februar 2004 ist er erhältlich.

Schweizer Whisky

Bis 1999 war es in der Schweiz strengstens verboten, aus Getreide oder Kartoffeln Hochprozentiges herzustellen. Das entsprechende Gesetz wurde am 1. Juli 1999 aufgehoben, und noch am selben Tag wurde in Lauwil der erste Whisky destilliert. Der Bauernhof Die Holle ist wohl die kleinste Whiskybrennerei der Welt und der einzige Betrieb, der Bio-Whisky aus biologisch angebauter Gerste herstellt. Der Whisky reift in alten Rot- und Weißweinfässern.

In Baar wird ein Single Malt hergestellt, der seit 2002 unter dem Namen Swissky angeboten wird. Das Herstellungsverfahren entspricht auch hier weitgehend dem Scotch, der Swissky wird in alten Sherry- und Weinfässern gelagert.

In Port in der Nähe von Biel wird seit 2000 ein Whisky von der Brennerei Zürcher hergestellt. Es handelt sich um einen 3-jährigen Single Malt namens Single Lakeland Malt Whisky. Dieser wird aus Malz der Brauerei Rugenbräu hergestellt und reift in Oloroso-Sherry-Fässern. Jim Murray benotete diesen Whiskeymit 94 Punkten.

Seit Mai 2004 produziert auch die Käsers Schloss AG in Elfingen unter dem Namen Whisky Castle, mit einer nur 600 Liter fassenden spirit still, Whisky. Wann man die ersten Abfüllungen erwerben kann, ist noch nicht klar.

Im Januar 2004 setzte auch die Basler Lokalbrauerei Unser Bier einen Sud an, dessen Destillat nach zwölfjähriger Reifung verkauft werden soll. Zuvor machte die Brauerei schon Erfahrungen mit dreijährigem Whisky, der unter dem Namen Our-Beer-Whisky verkauft wird.

Österreichischer Whisky

In Österreich gibt es ebenfalls Experimente, einen Single Malt Whisky herzustellen. Seit November 2002 wird der Reisetbauer Whisky angeboten, der 6 Jahre gereift ist.

Die älteste Whiskybrennerei Österreichs (seit 1995) ist im Waldviertel zu finden: Roggenhof erzeugt fünf verschiedene Whiskysorten (Roggenwhisky, Roggen-Malz, Gersten-Malz).

Andere Länder

Auch in Frankreich, Indien (quantitativ der weltweit größte Whiskyproduzent), Neuseeland und Australien wird Whisky hergestellt. In Thailand wird ein Whisky aus Reis angeboten. Bekannte Whiskymarken dieser Länder sind:

  • Asien
    • Antiquity (Indien)
    • Sikkim (Sikkim Distilleries Limited, Sikkim, Indien. 1954 gegründet.)
    • Mekong (Thailand)
    • Leo (Laos)

  • Australien/Ozeanien
    • The Coaster (Southern Distilling Company, Timaru, Neuseeland)
    • Lammerlaw, Milford (Willowbank Distillery, Dunedin, Neuseeland. 1968 gegründet, seit 1995 geschlossen, die Brennereianlagen wurden abgebaut, das Gelände 2001 verkauft.)
    • Sullivan’s Cove (Tasmania Distillery, Hobart, Tasmanien/Australien. Seit 1995 wird hier Whisky gebrannt. Ungewöhnlich ist die Verwendung einer, sonst eher aus Cognac-Brennereien bekannten, Charentais-Brennblase.)
    • Cradle Mountain (The Small Concern Whisky Distillery, Ulverstone, Tasmanien/Australien)
    • Lark (Lark Distillery, Hobart, Tasmanien/Australien. Seit 1992 wird hier Whisky gebrannt.)

  • Europa
    • PUR.E Single Malt (PUR.E Distillerie, Grâce Hollogne, Belgien. Seit Oktober 2004 wird hier Whisky gebrannt, ab 2007 wird er erhältlich sein.)
    • Armorik (Distillerie Warenghem, Lannion, Bretagne/Frankreich. Seit 1994 wird hier Whisky gebrannt, seit 1999 ist er erhältlich.)
    • Eddu (Distillerie des Menhirs, Plomelin Finistère, Bretagne/Frankreich)
    • Glann ar Mor (Distillerie Glann ar Mor, Crec'h ar Fur, Bretagne/Frankreich. Seit 12. Juni 2005 wird hier Whisky gebrannt.)
    • Guillon (Distillerie Guillon, Louvois, Champagne/Frankreich. Seit 1997 wird hier Whisky gebrannt, seit 2002 ist er erhältlich.)
    • Altore (Patrimonio, Korsika/Frankreich)
    • Penhallow (Cornish Cyder Farm, Penhallow, Cornwall/Großbritannien. Seit 2002 wird hier Whisky gebrannt der voraussichtlich ab 2011 erhältlich ist.)
    • Penderyn (Gwalia Distillery, Penderyn, Wales/Großbritannien. Seit 14. September 2000 wird hier Whisky hergestellt, seit 1. März 2004 ist er erhältlich.)
    • Swn y Mor (Wales/Großbritannien. Seit 1998 geschlossen.)
    • Frysk Hynder (Us Heit Distillery, Bolsward, Niederlande. Seit 2002 wird hier Whisky gebrannt.)
    • Preludium:01 (Mackmyra Distillery, Mackmyra, Schweden. Seit 1999 wird hier Whisky gebrannt.)
    • Gold Cock (Tesetice Distillery, Olomouc, Tschechien)

Wirtschaftsfaktor Whisky

In Großbritannien arbeiteten im Jahr 2004 rund 11.000 Menschen in der Whiskyindustrie, dazu kommen noch ca 57.000 Menschen in der unmittelbar abhängigen Zulieferindustrie. Rund 953 Millionen Flaschen Whisky wurden umgesetzt, davon waren 55 Millionen Flaschen Single Malt und brachten dem Staat etwa 800 Millionen englische Pfund an Einnahmen aus der Alkoholsteuer. Der Umsatz aus dem Whiskyexport betrug über 2 Milliarden Pfund, über 90 % davon für Blended Whisky.

Whisky als Genussmittel

Whisky – als eine besondere Form der Spirituose – wird in der Regel zum Genuss getrunken. Hierzu tragen vor allem die enthaltenen Geruchs- und Geschmacksstoffe bei. Insofern können verschiedene Methoden dazu beitragen, den Genuss von Whisky zu erhöhen, indem sie die Freisetzung der Geruchs- und Geschmacksstoffe verstärken.

Dies kann durch Verdünnung mit Wasser erzielt werden. Die meisten im Handel erhältlichen Whiskys mit 40 bzw. 43 Volumenprozent Alkohol sind bereits schon mit Wasser auf Trinkstärke verdünnt worden. Vielfach wird aber eine zusätzliche Herabsetzung des Alkoholgehaltes im Glas auf ca. 35% empfohlen, was besonders das Bukett weiter öffnet. Whiskys, die in Fassstärke (um 60 Vol.-% Alkohol) abgefüllt wurden, sind dagegen ohne Zugabe von Wasser häufig zu stark, um sie genießen zu können. Durch Zugabe von Wasser werden die Schärfe des Alkohols gemindert und die Aromen des Whiskys freigesetzt. Man sollte zum Verdünnen ein qualitativ hochwertiges, weiches, kohlensäurefreies Wasser verwenden. Das Verwenden von echtem schottischem Quellwasser gilt den Einen als stilecht, den Anderen als snobistisch. Gegen normales, gutes Leitungswasser oder Tafelwasser ist nichts einzuwenden. Man sollte die Variante bevorzugen, die einem persönlich am besten schmeckt, und das kann sogar je nach Whisky unterschiedlich sein. Schotten und Iren trinken ihren Whisk(e)y selbst häufig im Verhältnis von etwa 1:1 mit Wasser verdünnt, das Servieren von Whisky zusammen mit einem Glas/Krug Wasser ist dort obligatorisch.

Ferner wird Whisky auch gerne nach Zusatz von Stück-Eis getrunken (Whisky on the rocks). Dies führt in der Regel zu einer Beeinträchtigung des Aromas, da durch die Kälte ein großer Teil der aromagebenden Geschmacksstoffe (mittlere Alkohole, Ester, Phenole) niedergeschlagen wird; der Whisky wird sichtbar trübe.

Abbildung
Nosing Glass
Bildherkunft

Durch Vermischung mit anderen Getränken lassen sich bestimmte Geschmackserlebnisse produzieren. In Cocktails sollte man zwar guten Whisky verwenden, aber Single Malts sind fast zu schade. Sie sind durch ihren häufig rauchigen Charakter nur bedingt geeignet. Leichtere Sorten wie Canadian Whisky eignen sich gut. Bourbon Whiskey wird auch in Sours verwendet, da der Geschmack anderer Whisk(e)ys mit sauren Zusätzen nicht gut harmoniert.

Zur vollen Entfaltung der Geruchs- und Geschmacksstoffe trägt auch die Temperierung des Whiskys bei. Er sollte wie guter Cognac wohltemperiert serviert werden. Dabei spielt auch das verwendete Trinkglas eine entscheidende Rolle. Ideal ist eine Sherrytulpe oder ein Whiskytestglas (nosing glass). Es ist etwas fülliger als eine Sherrytulpe. Diese dünnwandigen, nach oben verjüngten Gläser halten das Aroma und eignen sich hervorragend zum Probieren und Genießen eines guten Branntweines. Demgegenüber sind die becherartigen "typischen" Whisky-Gläser (tumbler) für eine Whisky-Verkostung mit Geruchs- und Geschmacksprobe weniger geeignet. In Großbritannien waren und sind hochstielige, kugel- oder kelchförmige Whiskygläser gebräuchlich, die eine akzeptable Alternative sind.

Whisky als Medizin?

Der britische Chemiker und wissenschaftlicher Berater der Whisky-Industrie Dr. James Swan behauptete einem Bericht der "British Nursing News Online" zufolge, dass einer Studie zufolge Single Malt Whisky ebenso gesundheitliche Vorzüge bietet wie beispielsweise der Rotweinkonsum, der in Maßen getrunken gegen Osteoporose schützen soll. Whisky soll u.a. auch gegen Krebserkrankungen schützen, weil es mehr Antioxidantien als Rotwein besitzt und einen hohen Anteil an Ellagsäure, die auch in roten Himbeeren vorkommen, aufweist. Diese Inhaltsstoffe würden mehr freie Radikale einfangen, so Swan, der seine Forschungen auf dem Mediziner-Kongress EuroMedLab in Glasgow in Schottland vorstellte. Lesley Walker vom britischen Krebsforschungs-Institut riet eher dazu, mehr Fruchtsäfte zu trinken, da auch sie viel Ellagsäure enthielten. Es ist zu bedenken, dass Whisky einen recht hohen Alkoholgehalt hat. Deshalb kommen die üblichen Gefahren des Alkohols, wie Schädigung des Leber- und Zellgewebes hinzu. Zu Zeiten der Prohibition in den USA wurde die Marke Laphroaig teils auf ärztliches Rezept verschrieben, weil sie durch ihren hohen Salz- und Jodgehalt für die Schilddrüsenfunktion des betreffenden Patienten unentbehrlich gewesen seien. Siehe auch Alkoholkrankheit.

Qualitätsmerkmale

Bedenkt man die unterschiedlichen Preise für eine Flasche Whisky (zwischen zehn und mehreren tausend Euro), dann stellt sich unweigerlich (wie bei Wein und Sekt) die Frage nach Merkmalen eines guten Whisky. Nicht zuletzt auf Grund der Vielfalt persönlicher Vorlieben und der weltweiten Vielfalt der Herstellungsvarianten ist eine objektive Qualitätsbeurteilung schwierig. Folgende Merkmale verweisen darauf, wie "original" und ursprünglich ein Whisky ist – ob er dann auch schmeckt, ist eine andere Frage:

  • Handelt es sich um einen verschnittenen (Blend) oder einen unverschnittenen Whisky (z.B. Single Malt)?
  • Wie lange wurde der Whisky im Fass gelagert? Trägt die Flasche eine Altersangabe? Dabei ist älter nicht zwingend besser, da leicht Individualität des Destillates zugunsten der Fasseinflüsse verlorengeht.
  • Handelt es sich um eine Jahrgangs- oder sogar um eine Einzelfass-Abfüllung?
  • Welche Fässer wurden für die Lagerung verwendet?
  • Welchen Alkoholgehalt hat der Whisky? Ist er also verdünnt oder unverdünnt?
  • Wie oft wurde der Whisky destilliert?
  • Wurden Farbstoffe zugesetzt? – Ein Zusatz von z.B. Zuckerkulör ("spirit caramel" – E 150) dient der Erzeugung einer bestimmten oder einheitlichen Färbung, beeinflusst aber nicht das Aroma.
  • Woher stammt der Getreide-Rohstoff? Wo und wie wurde er (im Falle des Malt Whisky) zu Malz verarbeitet?
  • Wurde der Whisky einer speziellen Kälte-Filtrierung ("chillfiltration") unterzogen? – Dieses Verfahren, bei dem der Whisky auf ca. 5°C gekühlt und filtriert wird, dient der Absonderung von langkettigen Fettsäuren. Diese führen in der Flasche bei kühleren Temperaturen zu einer Trübung des Whiskys, sind aber auch Träger von Aromastoffen, die dem Endprodukt dann fehlen.

Alkoholgehalt

Der Alkoholgehalt des Roh-Destillates liegt zunächst – je nach Herstellungsmethode – zwischen 60 und 94,8 Volumenprozent. Schon zur Reifelagerung in Fässern wird das Roh-Destillat teilweise mit Wasser verdünnt. Während der Reifelagerung verdunstet aus den geschlossenen Fässern pro Jahr bis zu 2,5 Volumenprozent des enthaltenen Alkohols (der sog. "Anteil der Engel", engl.: "angel's share"). Vor Abfüllung wird der Whisky meist mit Wasser auf eine Trinkstärke von 40 bis 46 Volumenprozent gebracht. Besondere Abfüllungen in Fassstärke (cask strength, s.o.) haben einen Alkoholgehalt zwischen ca. 50 und 65 Volumenprozent.

Der Alkoholgehalt wird – wie allgemein üblich – bei Whisky in Volumenprozent angegeben. Auf älteren Flaschen findet sich noch die veraltete Maßeinheit Proof. In den USA entspricht 1 Proof einem Alkoholgehalt von 0,5 % vol., beim britischen 0,57 % vol. Scotch Whisky wird oft mit 70 Brit. Proof (also 40 % vol.) oder 100 Brit. Proof (57,15 % vol.) angeboten. 100 britische Proof markieren den Alkoholgehalt, ab dem mit Whisky getränktes Schießpulver mit blauer Flamme brennt.

Literatur

  • Cooper, Derek: "Kleines Buch der Malt Whiskys" – "A little book of Malt Whiskies"
  • Dillmann, Clemens: W wie Whisky. Hannover, kostenloser Download
  • Dillmann, Clemens: W wie Whiskey – Irish Whiskey. Hannover, kostenloser Download
  • Gabanyi, Stefan : Schumann's Whisk(e)y Lexikon. Collection Rolf Heyne, Oktober 2002, ISBN 3-899-101839
  • Jackson, Michael: Whisky: Die Marken und Destillerien der Welt. Dorling Kindersley 2005, ISBN 3-831-00764-0
  • Jackson, Michael: Malt Whisky. Heyne-Verlag 2004, ISBN 3-899-10234-7
  • Jackson, Michael: Whisky – Für Genießer und Sammler. Verlagsgruppe Weltbild 2005, ISBN 3-8289-1128-5
  • Kirsch, Harald: Harry's (in)complete Guide to independent Bottlers of Single Malt Scotch Whisky. kostenloser Download
  • Lüning, Theresia: Das elektronische Whisky-Buch, Seeshaupt 2004, kostenloser Download
  • McLean, Charles: Malt Whisky. Collection Rolf Heyne 2003, ISBN 3-899-101847
  • Murray, Jim: Classic Bourbon, Tennessee & Rye Whiskey. Hädecke Verlag 1998, ISBN 3-775-003290
  • Murray, Jim: Die großen Whiskys der Welt. Weltbild Verlag 1998, ISBN 3-8289-1165-X
  • Pfister, Fabian: Kleine Whisk(e)yfibel. kostenloser Download
  • Schobert, Walter: Das Whisky Lexikon. Verlagsgruppe Weltbild 2004. ISBN 3-8289-1100-5
  • Schobert, Walter: Single Malt Notebook. Walter Hädecke Verlag 2003. ISBN 3-7750-0332-0
  • Setter, Jürgen: Whisk(e)y World Wide. Verlag Friesland 2004, ISBN 3-980-077381

Weblinks

siehe auch

   

Link=Wikipedia:Lesenswerte Artikel} Dieser Artikel wurde in die Liste der Lesenswerten Artikel aufgenommen.

{#if:||} Lesenswert

sco:Whisky


Diskussion der Autoren über den Artikel: Whisky


Ist die Stelle, dass das ausbrennen des Fasses den Rauch in den US-Whiskey bringen sollte irgendwie belegbar? Ich halte die Passage fuer falsch, da die Holzkohleschicht im Gegenteil sogar als Filter wirkt, der bestimmte Aromen aus dem Whiskey herausfiltert und ihn damit eher weicher als rauchiger macht. Der eigentliche Grund für das Ausbrennen ist wohl die Aktivierung der Holzschicht im Fass ("red layer"). Bitte bei Gelegenheit korrigieren, infoquelle unter anderem: http://www.thewhiskystore.d... [besucher, 24.9.06, 22:39]


Beim Ausbrennen der Fässer (charing) in den USA ging es eher darum, schon gebrauchte Herings-, Gurken- ... fässer von den soweit von den anhaftenden Gerüchen zu befreien, dass man diese als Behälter für Whisky nutzen konnte. Die Wirkung der Holzkohleschichte wurde sicher erst entdeckt, als das Verfahren schon etabliert war. [Ralf Scholze, 28.09.06]

Hallo Whisk(e)y-Kenner: Ich frag mich grad ob die im Artikel auftauchende Pluralform Whiskys korrekt ist (in den englisch- und französischsprachigen Links am Ende wird ja auch "Whiskies" verwendet... ?!) mfg

Im Deutschen ist die einzig richtige Pluralform tatsächlich "Whisk(e)ys" und daher auch hier zu verwenden. In anderen Sprachen mag dies anders aussehen, ist aber hier nicht von Interesse. (Siehe auch weiter unten in der Diskussion.) --Spotty 13:49, 22. Sep 2006 (CEST)


Guten Tag, ich habe mir erlaubt einen Link auf The Whisky Store von Theresia Lüning http://www.thewhiskystore.de zu setzen. Klar, normalerweise könnte man das als einen kommerziellen Link betrachten und das nicht so richtig prickelnd finden. Aber: bei einem Stichwort wie Whisky erscheint es mir schon wichtig, eben auch eine Verbindung zur olfaktorisch realen Welt zu haben (oder klarer: man sollte schon auch wissen, wo man das Zeug herbekommt, um es mal zu probieren. Es ist eben bei TWS , der hier ja auch immer wieder mal zitiert wird , auch eine wirklich schöne Quelle lesenswerter Informationen. Daneben ist die kaufmännische Abwicklung von Bestellungen vorbildlich.

--Katantuk

triffst den Nagel auf den Kopf: ich finds nicht prickelnd, denn es IST ein kommerzieller Link. Wer Whisk(e)y probieren will geht in sein regionales Fachgeschäft, benutzt eine Suchmaschine fragt auf dieser Diskussionsseite, etc. etc. Ist ja kein Branchenbuch hier. (habe den Link just gelöscht) erikpoehler@gmx.de


Der Abschnitt "Whisky als Medizin" ist etwas irreführend. Es wird zwar beschrieben, dass in den Whiskys Antioxidantien und Ellagsäure vorkommen und somit vor Krebserkrankungen schützen kann. Jedoch wird in diesem Abschnitt nichts vom Phenol erwähnt. Dies ist immerhin eine Chemikalie, welche stark giftig ist. Meiner Meinung nach hat man keinen medizinischen Nutzen wenn man sich vor Krebs schützen will indem man sich vergiftet, oder?-- 19:55, 07. Aug. 2005


Hallo Spotty und andere, der Plural von WHISKY ist eben nicht WHISKYs sondern wird mit -ies geschrieben!!! Zumindest in der gesamten einschlägigen Englischen Literatur ;-)--Silberohr 11:03, 16. Mai 2005 (CEST)

Natürlich wird der Plural von Whisky im Englischen mit -ies gebildet. Es ist daher in der englischen Literatur vollkommen richtig geschrieben, doch was interessiert uns in der deutschen Wikipedia, wie man 'Whisky' im Englischen ins Plural setzt? In der deutschen Sprache wird der Plural durch das Anhängsel -s gebildet. Das ist vielleicht für Leser von englischer Literatur ungewohnt und sieht auch nicht besonders schön aus, richtig ist es trotzdem - jedenfalls wenn man dem Duden Glauben schenkt! ;-) --Spotty 16:12, 16. Mai 2005 (CEST)

Liest hier jemand? Ich wollte mal fragen was ihr von dem "Fazit" bei den Qualitätskriterien haltet. Denn das ist m.E. dogmatischer Unsinn was da steht und hat nichts mit Qualität zu tun, sondern mit falsch verstandener "Romantik" des Whiskygeschäfts. Und hat werder mit der aktuellen Realität, noch mit der historischen viel zu tun.Silberohr --Silberohr 23:49, 29. Apr 2005 (CEST)


George Dickel schreibt den Whisky ohne das "e", genasuso wie übrigens auch Maker's Mark. --Singhabicht 19:36, 7. Jul 2004 (CEST)


Hmmm, nochmal zu dem Thema: Im auf der Whisky-Seite verlinkten "elektronischen Whisky-Buch" vom Whiskystore steht dazu auf Seite 14 was vom 11. Jahrhundert, zudem werden dort keltische Mönche losgeschickt ;) - Die deutsche Ausgabe von Michael Jacksons "The World Guide to Whisky" spricht vom "Mittelalter", was in etwa mit diesem Zeitraum übereinstimmen würde. Woher stammt die Angabe von "um 400"? --Carstor 13:20, 21. Jun 2004 (CEST)

aus verschiedenen Internet-Quellen, z. B. whisky.com und whisky.de. Ich habe den Absatz etwas umformuliert, weil es keine gesicherten Quellen für diese Zeit gibt und möglicherweise der Legende zuzurechnen ist (auch wenn es recht plausibel klingt). -- Terabyte Terabyte 09:58, 8. Jul 2004 (CEST)

Ich bin mir nicht wirklich sicher, aber müsste es es in der lateinischen Urkunde nicht "aqua vitae" oder zumindest "aquavitae" statt "aquavite" heißen? --Zinnmann Zinnmann 22:00, 19. Aug 2004 (CEST)

Nach Lateinischer Grammatik hast Du sicher recht. Aber im Mittelalter hat man wohl eigene Schreibweisen entwickelt. Jedenfalls schreiben alle Fundstellen des Originaltextes, die ich so im erste Zugriff finden konnte, übereinstimmend "aquavite":

[LINK][LINK][LINK]

Talaborn 22:55, 19. Aug 2004 (CEST)

Danke. Wollte nur sicher gehen :-) --Zinnmann Zinnmann 23:15, 19. Aug 2004 (CEST)

---

Zitat irisch Usquebaugh - wo soll diese schreibweise denn belegt sein? Ich kenne nur die irische version uisce beatha! Gälisch ist eine übergreifende bezeichnung ähnlich wie "indogermanische Sprache". Kann es sein, daß die beiden angaben hier vertauscht sind? oder ist das "irische" etwa die "schottische" version? 217.81.225.9 07:26, 22. Aug 2004 (CEST)

Scheint eine Ableitung aus uisge beatha zu sein:

  • [LINK]
  • [LINK]
  • [LINK] > das link lass ich aber nicht gelten, ist nur ein WP-Klon :-) 217.81.225.9 08:08, 22. Aug 2004 (CEST)
  • [LINK]
Talaborn 07:52, 22. Aug 2004 (CEST)

Danke für recherche, habs mal etwas korrigiert und erweitert. 217.81.225.9 08:08, 22. Aug 2004 (CEST)

Diskussion aus Wikipedia:Kandidaten für exzellente Artikel:

Whisky 19. August

  • pro Ich hatte mir überlegt, selbst etwas zu dem Thema zu schreiben. Aber der Artikel enthält bereits übersichtlich alle wesentlichen Informationen. Und verständlich dargestellt. Ich denke, das ist einer Erwähnung wert. Talaborn 20:04, 19. Aug 2004 (CEST)

  • contra mit duetlichem hang zum pro Der Artikel ist sehr gut, aber nicht exzellent. Folgende Kritikpunkte:
    • Das übliche Gerücht, in Irland würde es Whiskey heissen, sonst Whisky, ist auch hier gegeben. Es ist aber nicht wahr.
    • Bei den schottischen Whiskys ist der Single Single Malt nicht erwähnt, wohl aber weiter unten die Umschreibung Single Cask Malt, die unueblichere Bezeichnung. Single Single Malt ist IMHO nur als Scotch erhaeltlich, da alle anderen Brennereien eh heftigst verschneiden. Single Single Malt wurde von Michel Courvu salonfaehig gemacht bzw eingeführt. Er war ein hervorragender Winzer (Frankreich/Bordeaux/Dordogne) und siedelte in den 80ern nach Schottland, um dort erstklassigen Whisky zu brennen (eigenes Ziel, keine Bewertung meinerseits). Er verkaufte nur Single Single malts mit eigenhaendig notiertem Brenntag und Fassnummer. Seine Whiskys sind nicht mehr im Handel erhältlich, was aus ihm eworden ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
    • Bei Scotch sind die vier grossen Klassen nicht deutlich hervorgehoben: Highlander, Lowlander, Speyside und Inselwhiskys. Auch die typischen Unterschiede im geschmack werden nicht deutlich hervorgearbeitet: So sind die Highland Whiskys eher mild, während einige Inselwhiskys einen ziemelich brutalen Geschmack haben.
    • Bei der Fasslagerung fehlen mir die Port-Wood-Finishs und Red-Wine-Finishs. Während letztere eher selten sind, sind Port-Wood-Finishs durchaus gang und gäbe.
    • Es fehlt die Brennerei Glenfiddich, die als erste mit Single Malt auf dem Kontinet Fuß fasste und Erfolg hatte.
    • Bei den Iren heisst es nicht "Bekannte Single Malts sind", sondern "Die einzigen Single Malts sind", denn mehr gibt es derzeit nicht.
    • Die Aromaten als Fuselöle zu bezeichnen, ist ein unding, auch wenn in Anführungszeichen.
    • Weblinks: Warum ist nur Buschmills dort vertreten? Sicher kann man dort nicht alle Brennereien aufführen, aber ausgerechnet diese eine finde ich merkwürdig. Inwieweit man den whisky-store (also einen Onlineshop) verlinken sollte, dessen bin ich mir nich t sicher. Trotz allem bietet dieses Seite eine Fülle an Informationen.
    • Eine Degustieranleitung wäre nicht übel.
    • Dringend fehlt der Hinweis, das man Single Malt Whisky nicht aus dem Plumquatsch trinkt, was man volkstuemlich als Whisky Gläaser hält (also recht kurz und breit. Ideale Whiskyglaeser haben eher die Form eines kleinen Weinglases, also kurzer Stiel, dann etwas bauchigeForm: http://www.thewhiskystore.d... Für die, die es ganz edel wollen: auf ein solches Glas gehört ein Deckel.
--Huebi 21:27, 19. Aug 2004 (CEST)
Soweit ich das beurteilen kann, heißt es in Amiland und in Irland seit Anfang letzten Jahrhunderts Whiskey. Zumindest Schobert im Whisky-Lexikon schreibt, daß man spätestens Anfang des 20. Jh in Irland mit der Whiskey-Schreibweise begonnen hat. Und auf der einzigen irischen Flasche, die ich zu Hause habe (Bushmills) steht eindeutig Whiskey.--Talaborn 00:24, 20. Aug 2004 (CEST)
Keiner versteht mich :) Es mag sein, dass es Leute gibt, die in Irland Whiskey schreiben. Oder in den USA. Oder das es auf irischen Flaschen steht. Oder auch auf Bourbonflaschen aus den USA. Ich stoere mich lediglich an der Behauptung, das man an dem e auf die Herkunft des Whiskys schliessen kann oder das Whiskys ais Irland immer und jederzeit Whiskey heissen. Das ist falsch. Desweiteren finde ich die Schreibweise von Whisk(e)y lediglich in den Abschnitten zu den USA und Irland doof. Sorry, mir faellt kein anderes Wort ein. Nur weil einige es lokal gesehen mit e schreiben, heisst es nicht, das man dies in einer Enzyklopaedie aiuch so tun sollte. Im Artikel hat es einfach Whisky zu heissen. Mit einem Hinweis auf die lokal unterschiedliche Schreibweise Whiskey, die zumeist in den USA und Irland anzutreffen ist. Das empfinde ich als NPOV. --Huebi 12:01, 21. Aug 2004 (CEST)

  • pro - endlich ein wirklich wichtiges Thema. Folgende "Minor Points" hätte ich noch:
  1. Wie Huebi bereits herausgearbeitet hat sind die Arten der Fasslagerung noch nicht vollständig beschrieben. Regionale Geschmacksunterschiede bitte beschreiben. Auf Degustieranleitungen kann ich hingegen weitgehend verzichten.
  2. Die wichtigsten schottischen Destillerien sollten stichpunktartig aufgezählt werden.
  3. Der chemisch definierte Begriff "Fuselöle" sollte verlinkt und in einem neuen Artikel erklärt werden. Übrigens wusste ich nicht, dass diese geschmacksgebend für W(h)isk(e)ys sind. Man lernt hinzu. Sven Jähnichen 22:49, 19. Aug 2004 (CEST)

Mit Degustieranleitung habe ich evtl. den falschen Terminus gewählt, aber s gibt einige Beschreibungen beim geschmack von Whisky, die auch von Laien sofort verstanden werden wie torfig, rauchig, salzig. Es gibt aber auch so "merkwürdige" Begriffe wie grün. Ich mein ich besteh da nicht drauf, war nur so'ne Idee die wichtigsten Geschmacksbeschreibungen mal zu erwaehnen, das triffts evtl eher. --Huebi 08:49, 20. Aug 2004 (CEST)

Zu den Fuselölen: Natürlich beeinflussen dieses Fluselöle den Geschmack eines Whiskys. Unter Fuselölen versteht man Methanol, Methylbutanol sowie zahlreiche Ester und Carbonsäuren. Sie alle sind aber unerwünscht und lassen sich durch die Wahl der Hefe, die Wahl Paramter der Gärung und letzendlich durch die Destillation beeinflussen. Aus diesem Grund werden die ersten Destillate und auch die letzten verworfen, es liegt in der Kunst des Destillateurs, die Destiallation so zu führen, dass von diesen Fuselölen möglichst wenig im Destillat verbleibt. Der Satz "Die Fuselöle bestimmen den Geschmack des Whiskys" unterstellt, als wären im Whisky diese teile giftigen Stoffe im groesseren Umfang enthalten, was so nicht stimmt. --Huebi 09:12, 20. Aug 2004 (CEST)

Wenn ich das richtig verstehe, was hier in der Diskussion gesagt wurde, ist der Begriff Fuselöle im Artikel im 4. Abschnitt falsch. Es müßte wohl "Phenole" heißen, wenn ich korrekt nachgeschlagen habe. Ich bin aber kein Chemiker, will also nicht einfach im Artikel auf meine Vermutung hin herumändern. Wenn es stimmt, mag dies bitte einer entsprechend ändern, der hier ausreichenden Überblick hat. Talaborn 23:28, 20. Aug 2004 (CEST)

abwartend Viel zu wichtiges Thema, um Contra zu sagen :-) Dennoch habe ich einige Kritikpunkte. Generell fehlen mir Angaben zur wirtschaftlichen Bedeutung. Wie groß ist der weltweite Umsatz (nach Ländern und Sorten)? Wie hat sich der Absatz im 20. Jahrhundert entwickelt? Hierher gehören meiner Meinung nach auch "Mode"-Erscheinungen wie der Zusatz von Zuckercouleur um den Whisky optisch "kräftiger" wirken zu lassen sowie später dann das betonte Weglassen von Zuckercouleur, um den Whisky reiner wirken zu lassen. Auch das in den letzten Jahren verstärkt in Mode gekommene Finishing durch Umfüllen in Port-, Sherry- oder andere Fässer gegen Ende der Lagerung sollte erwähnt werden.
Unbedingt überarbeitet werden muss der Abschnitt "Qualitätskriterien". In seiner jetzigen Form ist das ein wirres Durcheinander ohne einen roten Faden. Das Fazit ist alles andere als neutral und IMHO so auch nicht richtig. Trotz aller Kritik: Ganz, ganz wichtiges Thema. Slainté. --Zinnmann Zinnmann 12:30, 20. Aug 2004 (CEST)

Was ist denn das fuer eine Argumentation? Weil alle Iren auf ihre Flasche Whiskey schreiben, darf ich daraus folgern, dass auf jeder Flasche, auf der Whiskey steht, das sie aus Irland kommt? Zumindest Wallace Milroy, Verfasser des Malt Whiksy Alamanc siehts genauso und schreibt ueber irischen Whisky, und hat das Label mit Whiskey direkt daneben. --Huebi 20:04, 21. Aug 2004 (CEST)

  • pro, auch wenn ich die listenartigen Einschübe ("*schwäbischer Whisky" etc.) etwas verfehlt finde. Daran soll es aber nicht scheitern. Stern Stern 11:28, 22. Aug 2004 (CEST)

  • contra - Der Artikel ist zwar lang und enthält viele Infos, aber das allein macht noch keinen exzellenten Artikel aus. Einige Illustrationen wären noch nett. --Katharina 09:29, 31. Aug 2004 (CEST)

  • contra - (a) weiß ich trotz aller detaislinfos immer noch nicht, was whiskey eigentlich ist und wo die unterschiede zu anderen gebrannten getränken liegen. (b) über wirtschaft/kultur steht so gut wie gar nichts da. (c) die trinkhinweise sind zwar nett gemacht, bei sachen wie "die frage ob man ihn mit wasser verdünnt, ist akademischer natur, da er schon auf trinkstärke ist" halte ich eher für privatmeinung, denn für irgendwie gestützt. (d) befremdet es mich etwas, dass ich über die gesetzlichen vorschriften von 1826 mehr erfahre als über die von 2004. -- Southpark 21:04, 5. Sep 2004 (CEST)

  • anmerkung Sehr schöner Artikel. Aber das "Bushmills" 1608 gegründet wurde und damit die älteste Brennerei der welt ist, ist eine Marketing Legende. Bushmills ist die älteste Brennerei Irlands, gegründet 1784. Auf alten, meist lehren :-(, Flaschen steht das auch noch. Grund für die Behauptung ist, daß 1608 König James I. an Sir Thomas Phillips, den Bevollmächtigten der Provinz Ulster, eine Lizenz erteilte, „um in der Grafschaft Colrane, auch O Cahanes gennant, oder in dem als Rowte bezeichneten Territorium in der Grafschaft Antrim“ Whiskey zu brennen. Das ist ein großes Gebiet, und tatsächlich wurde bis 1978 von der Colraine Destillerie Whiskey produziert. Es ist aber erwiesen, daß die Bushmills Destillerie erst 1784 gegründet wurde, und daß sie die älteste Destillerie Irlands, nicht aber der Welt ist.
Quelle: Jim Murray: Whisky & Whiskey, ISBN 3-7852-8407-1, Seite 118.

Frage

Ich habe mal irgendwo von einer "Light" Version des Whisky gehört, der im Amerika des Wilden Westens üblicherweise getrunken wurde. Hatte wohl um die 20%. Leider kann ich mich nicht erinnern, wo dieser Artikel stand, hat jemand etwas davon gehört? Wäre für Hinweise dankbar. Viele Grüße --Cobol sk 20:49, 26. Sep 2004 (CEST)

Antwort

Unter

finden sich Hinweise auf verdünnten Whiskey im Wilden Westen. 04:36, 08. Okt 2004

Nun im Ersten Weltkrieg gab es in England eine Bestimmung, dass in Gebieten, wo Munition und Kriegsmaterial produziert wird, nur verdünnter Whisky verkauft werden darf. Dieser hatte wohl um die 20% Vol.--Silberohr 10:44, 21. Jul 2005 (CEST)


Die Schweizer Brennerei Die Holle ist nicht die einzigste Brennerei die Bio Whisky herstellt. Es gibt in Schottland noch eine Brennerei die ab und zu Bio Gerste verwendet und damit Bio Whiskey herstellt. Gelesen im Buch Jim Murray "Die größsten Whiskys der Welt".

Das ist Bruichladdich, siehe
  • Urs 00:43, 7. Jan 2005 (CET)
  • Whiskyproduktion

    Hallo... wieviel Whisky wird denn weltweit hergestellt...??? gibt es auch deutschen Whisky...taucht der da auch auf, oder ist das zu vernachlässigen...??? danke

    AFAIK gibt es ein paar wenige, die in D Whiskey herstellen. Die Mengen dürften, bezogen auf die weltweite Produktion, vernachlässigbar sein. --Otaku 15:26, 9. Mär 2005 (CET)

    Selbst vor Ort gesehen

    Qualitätskriterien

    Ich halte dieses ganze Kapitel zwar nicht ganz für überflüssig, aber doch für änderungsbedürftig. Zum einen sind die angeführten Qualitätskriterien nicht immer stichhaltig. Ob eine Kältefiltrierung oder ein Farbstoffzusatz die Qualität nachhaltig beeinflusst, ist umstritten und interessiert nur Experten. Auch der Rohstofflieferant ("Lieferant für die Gerste") - im übrigen geht es im Artikel um Whisky und nicht nur um Malz- oder Grain-Whisky !!!) - spielt im Ergebnis so gut wie keine messbare Rolle. Die "Anzahl der Destillationen" hier anzuführen, halte ich beim Stichwort "Qualität" für daneben. Oder ist damit irischer Whiskey per se besser als schottischer Whisky? Natürlich beeinflusst die "Art des Fasses" den Geschmack des Whiskies, aber wo ist hier bitte ein Kriterium zu erkennen, mit dem die Qualität eines Whiskies erkannt werden kann? Ist nun Whisky aus einem Bourbon-Fass oder Sherry-Fass besser? Ein first fill oder refill?

    Auch darum, ob es sich bei den aufgezählten Punkten um tatsächliche Kriterien handelt oder vielmehr einfache Einflussfaktoren auf die Qualität (wie teilweise sogar im Text explizit erwähnt!!!) darstellen, darf gestritten werden. Auf jeden Fall handelt es sich bei diesem Kapitel eher um generalisierte subjektive Informationen als um rein sachliche.

    Ich plädiere für eine größere Umformulierung. Den ersten Schritt mit der Einfügung des Kapitels "Handelsformen und Bezeichnungen", mit der viele mehrfache Infos an anderen Stellen überflüssig werden, habe ich getan. Dadurch könnten die Unterkapitel "Single Malt Whisky", "Fassstärkeabfüllung (Cask Strength)", "Jahrgangsabfüllungen (vintage bottlings)", "Einzelfass (Single Cask, amerik. Single Barrel)", "Blended Malt Whisky", "Blended Scotch Whisky" wegfallen (eventuell Infos im neuen Kapitel ergänzen). --HedgeHog 14:14, 9. Okt 2005 (CEST)

    Ich habe über die Neufassung des Kapitels "Qualitätskriterien" jetzt länger nachgedacht und mich für eine radikale Bearbeitung entschlossen (der ursprüngliche Autor mag es mir verzeihen). Erster Hauptgrund hierfür war für mich, dass hier eben keine eindeutigen Kriterien genannt wurden, sondern Gründe, warum "Kenner" so manchen Whisky bevorzugen. Zweitens war das gesamte Kapitel, insbesondere in den Erläuterungen, viel zu Malt-lastig - hier handelt es sich aber um einen Artikel über Whisky allgemein. Wem es nicht passt, der mag revertieren. --HedgeHog 19:33, 22. Okt 2005 (CEST)

    Alkoholfreier Whisky?

    Ich war gerade in Irland und trinke gerne Kaffee, aber niemals Alkohol. Ich fragte einen Kellner, ob es vielleicht alkoholfreien Whisky gäbe um damit einen Irish Coffee zuzubereiten. Er verneinte dies, meinte aber, dass es technisch bestimmt kein Problem wäre und im Laufe der Zeit könne man sicherlich mit soetwas rechnen. Rolz-reus 17:55, 5. Nov 2005 (CET)

    2002 wurde an der Uni Bochum ein "Instant-Pulver" entwickelt, das "Whisky" produzieren soll - mit Aroma und Alkohol. Da dürfte auch eine alkoholfreie Version machbar sein. Es gibt auch einen Shop im Web, der "Whisky Essenzen" zum Aromatisieren von Neutralalkohol anbietet - mit natürlichen Whiskyaromen, Eichenextrakt und "Zuckercoleur" - teilweise ist auch Alkohol enthalten. Wie das mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten schmeckt, weiß ich nicht. Da Whisky zumindest in Schottland einen Mindestalkoholgehalt von 40 Volumenprozent haben muss, schließt sich das mit dem alkoholfreien Whisky schon fast per definitionem aus (es gibt ja auch keinen alkoholfreien Alkohol). --HedgeHog 19:27, 6. Nov 2005 (CET)

    Nach EWG Nr. 1576/1989 Artikel 3 Absatz 1 [LINK] gilt, genau wie die 3 jahres Regel, die 40% Regel nicht nur für Schottischen Whisky:
    "... müssen für die Zulassung zur Abgabe an den Endverbraucher in der Gemeinschaft unter einer in Artikel 1 Absatz 4 genannten Bezeichnung die nachstehend aufgeführten alkoholischen Getränke [...] folgenden Mindestalkoholgehalt aufweisen:
    • 40% Whisky/Whiskey, Pastis
    • 37,5% Rum[...]".
  • Und Artikel 1 Absatz 4 der Verordung sagt:
  • "Für die Zwecke dieser Verordnung gelten als [...] Whisky oder Whiskey: Die Spirituose, die durch Destillieren von Getreidemaisch gewonnen wird, die durch die in ihr enthaltenen Malzamylasen mit oder ohne andere natürliche Enzyme verzuckert, mit Hefe vergoren, zu weniger als 94,8 % vol so destilliert worden ist, daß das Destillationserzeugnis das Aroma und den Geschmack der verwendeten Ausgangsstoffe aufweist, und die mindestens drei Jahre lang in Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von 700 Litern oder weniger gereift ist."
    --Urs 11:36, 8 November 2005 (CET)

    Whisky Buch

    Wäre das als Weblink geeignet? http://www.bushmills.de/ima... (von http://www.bushmills.de/whi... )

    Whisky als Genussmittel

    Der Abschnitt Whisky als Genussmittel wirkt stellenweise ein wenig wie ein how-To, oder bewertet anderswo einige Dinge etwas zurechtweisend. Ist es möglich, da etwas zu glätten? Stellen: Man sollte zum Verdünnen .. Gegen normales, gutes Leitungswasser oder Tafelwasser ist eigentlich nichts einzuwenden .. In Cocktails sollte man zwar guten Whisky verwenden, aber Single Malts sind fast zu schade. .. Ideal wäre schon eine Sherrytulpe oder eben ein Whiskytestglas .. In Großbritannien waren und sind hochstielige, kugel- oder kelchförmige Whiskygläser gebräuchlich, die eine akzeptable Alternative sind.. --Nerdi Nerdi 17:18, 17. Mai 2006 (CEST)

    Das muss man in Deutschland auch tun. In Ländern, in denen man sich weniger beim Wein auskennt als in Dt. trinken sie auch Wein mit Eiswürfeln. Viele denken, Whisky ist ein Schnaps wie Doppelkorn, wollen ihn aber auch mal pur probieren und nehmen den "Crown of Scotland" o.ä. vom Discounter und trinken ihn mit Eiswürfeln im Becherglas. Nach diesem Erlebnis nehmen sie Cola zum Strecken, weil es sonst ungenießbar ist. Das Problem ist, dass es gerade bei Whisky völlig falsche Vorstellungen davon gibt, wie man ihn trinken sollte. Das klassische Bild mit Eis im großen Becher ist genauso weit verbreitet wie falsch. Wenn man irgendwo darauf hinweisen sollte, dann doch hier. --Falense Falense 19:11, 17. Mai 2006 (CEST)
    Wenn man irgendwo kein HowTo schreiben und einen Leser absichtlich von einer vollkommen subjektiven Einstellung überzeugen sollte, dann doch hier – Wir schreiben eine Enzyklopädie. Generell möchte man doch meinen, dass ein wenig Reflexivität gut täte, oder wurde von irgendeiner Stelle, die die absolute Wahrheit bewahrt, die Art und Weise des Genusses dieser Flüssigkeit verpflichtend geregelt? --Nerdi Nerdi? 21:02, 17. Mai 2006 (CEST)
    Das ist jetzt genauso falsch verstanden worden wie es schlimmer nicht falsch verstanden werden kann. Es geht um keine „vollkommen subjektive Einstellung“. Das wäre der Fall, wenn jemand Whisky mit Bier mixt und hier schreibt, es sei prima. Nach deiner Meinung ist es dann auch vollkommen subjektiv, Wein aus Weingläsern zu trinken. Und von absoluten Wahrheiten habe ich nichts geschrieben (bspw. 15jähriger schmecke besser als 12jähriger, Inselwhisky sei besser als der vom Festland o.ä. Unsinn). Dass man Whisky aus diesen Stielgläsern trinkt und, wenn überhaupt, nur Wasser dazugibt, ist ein Konsens wie, dass man Rotwein bei Zimmertemperatur und nicht kühlschrankkalt trinkt. Natürlich gibt es auch Leute, die Bier warm trinken oder Wein mit Eiswürfeln. Aber diejenigen können sich eigentlich nicht beschweren, wenn im Artikel steht, dass man Bier üblicherweise kalt (oder kühl) trinkt. Worauf ich hinauswollte ist, dass gerade bei Whisky dieser Konsens hier kaum bekannt ist, da es nun mal kein deutsches Nationalgetränk ist. Deswegen darf es ruhig im Artikel stehen. Im Artikel über Glühwein darf auch stehen, dass er eigentlich heiß und im Winter getrunken wird. Dort könnte man sich auf der Disku auch darüber beschweren. --Falense Falense 10:05, 18. Mai 2006 (CEST)
    Ich schon oben mehr die howto-ähnliche Form als den Inhalt - den Inhalt mag und kann ich garnicht anzweifeln. --Nerdi Nerdi? 11:55, 18. Mai 2006 (CEST)

    Anmerkung

    - die Bezeichnungen Port Wood Finish usw. beziehen sich lediglich auf die Endlagerung (meißt 2-5 Jahre) der eine Lagerung in herkömmlichen Bourbonfässern vorausgeht..., die z.B. Portweinnote ist in diesem Fall nicht sehr stark ausgeprägt. Vor einigen Jahren ist mir mal eine nummerierte Flasche Rosebank untergekommen, welcher (wahrscheinlich) ausschließlich in Portweinfässern gelagert wurde, das Aroma war jedenfalls überwältigend..., selbst der Balvenie Port Wood 21, welcher wohl 5 Jahre (glaube ich) in Portweinfässern endgelagert wurde, kam da nicht ran.

    - die Zahl 400 n.Chr. geht auf eingewanderte Mönche in Irland zurück (Anm.: ist aber, glaube ich, nicht wirklich belegt), die damals die ersten Brände (aus Kräutern, wird gern weggelassen) hergestellt haben sollen..., ich seh das eher als Marketing-Gag zum Thema "Wer hat den Whisk(e?)y erfunden"

    - zum Thema "whiskey als Medizin", Zitat.: "jedes Ding ist Gift und kein Ding ist ohne Gift, es kommt nur auf die Dosis an" - PARACELSUS, die Phenolmengen in einem echten whiskey sind so gering, daß sie nicht ins gewicht fallen...

    Thailand

    Sang Som ist zum einen falsch geschrieben, zum anderen im Gegensatz zu Mekong ein Rum, kein Whisky. Ich habe das deshalb mal korrigiert.--Issi 15:13, 16. Jun 2006 (CEST)

    Herstellung

    Hi,

    ich würde vorschlagen, das Kapitel der Whiskyherstellung komplett zu überarbeiten. Je nachdem, ob Malt Whisky, Grain whisky oder die verschiedenen Sorten von Bourbon produziert werden soll, ist das Verafhren völlig unterschiedlich. So wie es hier dargestellt wird, ist es leider ziemlich falsch.

    "Allgemein

    Die Verfahren zur Herstellung von Whisky unterscheiden sich deutlich. Aber allen gemeinsam ist, dass das Getreide zunächst zu Schrot zerkleinert und mit warmem Wasser im Maischebottich (mash-tub) vermischt wird. Hierbei erfolgt eine Verzuckerung der Stärke. Die dabei entstehende Maische oder Würze (wort) wird anschließend in einem Gärbehälter (wash back oder fermenters) mit Hefe versetzt und vergoren."

    Wenn man Getreide schrotet und mit warmen Wasser vermischt, dann passiert garnichts. Wieso? Ohne Zucker, keine alkoholische Gärung. Die Zucker sind zwar als Bausteine der Stärke vorhanden, aber die Stärke muss in ihre Bestandteile zerlegt werden, in die Zucker. Das kann beispielsweise durch Enzyme passieren, Enzyme, die entstehen, wenn man die Gerste erst einmal zum gären bringt. Anschließenend Trocknen, der Keimprozess wird zu brutal unterbrochen und man hat Halz. Diese Malz kann man schrotten und wenn man das geschrotete Malz mit warmen Wasser vermenge (nicht z heiß, sonst gehen die Enzyme kaputt, die Enzyme, die beim Keimen enstanden sind) dann beginnen die Enzyme richtig zu wirken, d.h. Stärke wird zu Malzzucker (disacharrid) abgebaut.

    Brennerei Birkenhof

    Der Whisky von 2002 sollte eingentlich schon seit einem Jahr im Handel sein. Wenn jemand dazu weitere Informationen hat, dann sollte das aktualisiert werden. Ansonsten sollte man das Datum 2005 entfernen. -- Falke666 15:40, 19. Jul 2006 (CEST)

    Prost

    Ich weiß nicht recht, was der Trinkspruch da soll. Der steht doch bei Weinen und Bieren auch nicht. Ich finde es nicht passend. Saxo 13:14, 11. Okt. 2006 (CEST)

    3.3 Weitere Bezeichnungen - Wiederspruch?

    • Vintage (Jahrgangswhisky): Die verwendeten Whiskys stammen aus dem bezeichneten Jahrgang, ein Marketing-Trick, denn im Gegensatz zum Wein gibt es beim Whisky keine Jahrgänge.
    • Single cask (Einzelfass): Der Whisky stammt aus einem einzelnen Fass (gebräuchlich insbesondere für schottischen Whisky). Was für den Jahrgangswhisky gilt, ist um so stärker bei Einzelfassabfüllungen ausgeprägt. Die Qualität ist bei beinahe jeder Flasche schwankend.

    Warum steht bei der Jahrgangsabfüllung, dass beim Whisky Jahrgänge keine Rolle spielen, während bei Einzelfass steht, dass die Schwankungen bei Einzelfassabfüllung noch größer sind als die großen Schwankungen bei Jahrgangsabfüllungen? -- Kalkühl Kalkühl 21:42, 18. Nov. 2006 (CET)


    Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Whisky und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).