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William Turner

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Der Artikel William Turner gehört zur Kategorie: Mann, Brite, Maler, Landschaftsmaler, Britischer Maler, Geboren 1775, Gestorben 1851

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Fischer auf See. 1796, Öl auf Leinwand
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Llanberris. 1800, Wasserfarbe
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Der St. Gotthardpass. 1804, Aquarell mit Auskratzungen
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Brennendes Schiff. Um 1830, Wasserfarbe
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Das Kriegsschiff Temeraire. 1838, Öl auf Leinwand
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Joseph Mallord William Turner (* 23. April 1775 in London; † 19. Dezember 1851 in Chelsea, London) war ein britischer Maler und führender Vertreter der Romantik; er gehört zu den größten englischen Künstlern. Trotz seiner außergewöhnlich schnellen Arbeitsweise schuf er unverwechselbare, großartige Werke. Schiffe und Wasser waren eine unerschöpfliche Quelle für seine Inspiration. Aber auch dramatische Naturszenen konnten ihn lebenslang begeistern. Als er 76-jährig starb, hinterließ er dem englischen Staat mehr als 20.000 Werke. Er gilt als Vorläufer des Impressionismus, denn seine Werke regten verschiedene Künstler dieser Stilrichtung an.

Leben

Turners Vater war Barbier, seine Mutter Tochter eines Schlachters. Sie lebten in einer Wohnung in Maiden Lane, Covent Garden. Über seine Mutter ist nur wenig bekannt. Als er 25 war, wurde sie ins Bethlem Hospital für Geisteskranke eingeliefert, wo sie dann vier Jahre später starb. Zu seinem Vater hatte Turner ein sehr enges Verhältnis. Der Vater erkannte das Talent seines Sohnes und förderte es durch Ausstellung der Werke in seinem Barbiergeschäft. Daneben brachte er Turner bei, sparsam zu sein, was sich später häufig in billiger Kleidung und dadurch schlampigem Aussehen bemerkbar machte. Aus Gesundheitsgründen musste er einen Teil seiner Kindheit auf dem Land verbringen, wo er häufig seinen Onkel besuchte.

Turner, der keine künstlerische Ausbildung durchlief, lernte schnell, war Autodidakt und hatte ein großes Talent. Schon mit 14 Jahren war er Stipendiat der Royal Academy (RA) und ein Jahr später (1790) stellte er in der Jahresausstellung der Akademie sein erstes Aquarell aus. Sowohl Kritiker als auch Förderer waren begeistert. Obwohl er viel Aufmerksamkeit genoss, blieb er verschlossen, schweigsam und zuweilen auch mürrisch, seine Arbeitsmethoden hütete er eifersüchtig und über sein Privatleben hüllte er sich in Schweigen. Nach der Aufnahme in die Schule der RA unternahm er Fahrten quer durch Europa und durch seine Heimat. Das Erlebte hielt er in treffenden Skizzen fest, die die Grundlagen für seine Aquarelle waren.

1796 stellte er sein erstes Ölgemälde (»Fischer auf See«) aus und wurde drei Jahre später außerordentliches Mitglied der RA. Zu der Zeit erfreute sich Turner schon finanzieller Unabhängigkeit, so dass er aus seinem Elternhaus auszog und sich in der Harley Street einmietete. Nach einem Besuch bei William Beckford (1799), einem seiner Förderer, war Turner von zwei Werken Claude Lorrains so beeindruckt, dass er selbst sofort große historische Bilder malen wollte.

Mit 26 Jahren wurde Turner in die RA aufgenommen. Er empfand sie als seine Heimat und nannte sie »Mutter«. Im selben Jahr unternahm er seine erste Reise aufs europäische Festland. Er reiste nach Frankreich, um die von Napoléon geraubten und im Louvre ausgestellten Bilder anzuschauen. Seit 1804 war er so finanzstark, dass er an seinem Haus eine Galerie anbaute, in der er seine eigenen Werke ausstellte. Dies war bis dato etwas Einmaliges in der englischen Kunstwelt. Drei Jahre später wurde er Professor für Perspektive an der RA. Inzwischen war Turner neben John Constable einer der führenden englischen Landschaftsmaler. Viele seiner Werke wurden 1819 in zwei größeren Ausstellungen gezeigt.

Im selben Jahr war Turners Italienreise der Auslöser für eine radikale Wende in seinem Schaffen. Anscheinend hatte Italien ihn ganz und gar beeindruckt - das südliche Licht sollte ihn nicht mehr loslassen. Innerhalb von vier Monaten schuf er mehr als 2000 Bleistiftskizzen von Rom und seiner Umgebung. Wieder in England angekommen, begann er seine Auffassung von der Kraft des Lichts darzustellen. Zwar änderte er seinen Stil nicht abrupt, doch zog er eine klare Trennung zwischen seinen Auftragsarbeiten und seinen Experimenten, in denen sich seine Ideen voll entfalteten. Knapp zehn Jahre später (1828) fuhr er erneut nach Rom.

Über den Tod seines geliebten Vaters (1829) kam er durch die Besuche bei einem seiner Förderer, Lord Egremont, hinweg. Privaten Trost spendete ihm später (ab 1833) Sophia Booth. Sie blieb bis zu Turners Tod an seiner Seite. Viele seiner berühmtesten Bilder entstanden in den letzten Lebensjahren. Turner zog sich nach dem Kauf eines Hauses in Chelsea über 70jährig aus dem Gesellschaftsleben zurück, auch weil sich seine Gesundheit mehr und mehr verschlechterte. Sein letztes Bild, das Turner an die RA schickte, war: »Der Besuch am Grabe«.

Seine Beisetzung erfolgte in der St. Pauls Kathedrale, testamentarisch vermachte er dem englischen Staat 300 Ölbilder und fast 20.000 Zeichnungen und Aquarelle. Er bat darum, sie in einer eigenen Galerie auszustellen. Mehrheitlich hängen seine Werke in der Tate Gallery.

Nach ihm ist der Turner Prize benannt.

Werk

Werke (Auswahl)

  • Cleveland, Cleveland Museum of Art
Brand des Londoner Parlaments (1835)

  • Indianapolis, Indianapolis Museum of Art
Die Fünfte Plage Ägyptens (1800)

  • Kendal, Cumbria, Abbot Hall Art Gallery
Der St. Gotthardpass (1804)

  • London, National Gallery
Das Kriegsschiff Temeraire (1838)
Schneesturm ... (1842)

  • London, Tate Gallery
Fischer auf See (1796)
Buttermere Lake ... (1798)
Die Lawine (1810)
Frieden - Bestattung zur See (1842)

Literatur

  • Alexander Joseph Finberg: The life of J. M. W. Turner, R.A. 2. Aufl. Oxford 1961.
  • Andrew Wilton: Turner und seine Zeit. München 1987.
  • Eric Shanes: Turner. Aquarelle. München 2001. ISBN 3-7774-9030-x
  • The Oxford Companion to J. M. W. Turner. Oxford 2001.

Weblinks

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simple:J. M. W. Turner


Diskussion der Autoren über den Artikel: William Turner


Europareisen

Widersprüchlich - oder nur mißverständlich? Zunächst steht im Artikel, Turner hat bereits als Schüler Europa bereist, später heißt es, erst mit 26 betrat er europäisches Festland.--Harmonica 06:35, 13. Aug 2005 (CEST)

Es ist kein Wiserspruch im Text steht Nach der Aufnahme in die Schule der Royal Academy unternahm er Fahrten quer durch Europa und durch seine Heimat. Die Aufnahme fand 1801 statt. Drei Jahre später reiste er nach Frankreich. --Menze 14:16, 13. Aug 2005 (CEST)

Stipendiat hatte ich so verstanden, als wäre er zu diesem Zeitpunkt Schüler gewesen (also mit 14). Deswegen meine Frage. Was soll es übrigens, "ebenda" als Unart zu bezeichnen? Tatsächlich wird dieser Begriff in großen Biographien benutzt, und nicht zuletzt an vielen Stellen in der Wikipedia selbst. Deine persönliche Abneigung dagegen - warum auch immer - macht es zu keiner Unart.--Harmonica 18:10, 13. Aug 2005 (CEST)

Du kannst gern den Text dazu umschreiben. Auch wenn es in großen Biographien so gehandhabt wird, heisst das noch lange nicht, dass dies wirklich dem Verständnis dient anstelle des Ortes ebenda zu schreiben. Ich bin es aus meiner Studienzeit nicht gewöhnt und ich empfinde dies eben als unschön. Zumal es für den Leser wesentlich einfacher ist den Ort zu lesen, meine Meinung. Von mir aus auch ebenda. mfg --Menze 19:06, 13. Aug 2005 (CEST)

Bilder im Artikel

Sein 1. ausgestelltes Bild "Fischer auf See" kommt auf meinem älteren Röhren-Bildschirm fast schwarz (praktisch unkenntlich) raus. Selbst auf dem brillanten Schirm des neuen Laptops ist es auch immer noch sehr dunkel. Esetzen oder etwas (wenig) aufhellen? (ich weiß, dass die frühen bilder sehr viel dunkler als die späteren sind) _Vietinghoff 10:51, 16. Mär 2006 (CET)

Fischer auf See ist ansich ein grün-schwarzes bild, dieses kann auf älteren monitoren zu problemen führen … dieses bild hat mich sehr faziniert. denn trotz das es so dunkel ist erkennt man auf guten monitoren das boot in der mitte mit seiner beleuchtung und den möwen drumherum … ich bin gegen ein aufhellen, schließlich kann ich das beim original auch nicht machen … dann, wenn überhaupt, würde ich ein anderes bild einfügen ––Menze 13:16, 16. Mär 2006 (CET)

Impressionismus

Ich bin eigentlich mehr in anderen Bereichen aktiv und absolut kein Kunstexperte, möchte aber dennoch hier mal eine Frage loswerden. Im Artikel wird William Turner als Künstler der Romantik beschrieben. Mir wurde von anderer Stelle erklärt, dass er der erste Künstler des Impressionismus wäre. Was ist nun richtig ? Altaileopard 116:29, 20. Sept 2006 (CET)

Hallo Altaileopard, der Impressionismus ist eine in Frankreich ab etwa 1860 einsetzende Stilrichtung (der Name selbst entstand erst 1874). Durch seine Malweise gilt Turner, neben einigen anderen Künstlern, als einer der Vorläufer des Impressionismus, wird aber dieser Stilrichtung nicht zugeordnet. --Rlbberlin 16:59, 20. Sep 2006 (CEST)

O.K. Danke. Altaileopard 17:00, 20. Sept 2006 (CET)

Vorläufer des Impressionismus

Auch wenn Claude Monet und Camille Pissarro während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 in London waren und dort sicherlich Werke von Turner sahen, war dieser Zeitpunkt für die Entwicklung des Impressionismus und die Vorläuferfunktion Turners etwas spät. Bereits von 1857 bis 1860 hielt sich Alfred Sisley in London auf und sah Werke Turners. Auch James McNeill Whistler arbeitete ab 1860 in London und war also weit vor dem 1870/71er Krieg mit den Werken Turners vertraut. --Rlbberlin 16:27, 21. Sep 2006 (CEST)

Entschuldigung, dein Argument ist nun völlig unbrauchsam. Also ist Turner zweifelsohne ien Vorläufer des Impressionismus. Die Kunstkritik nennt ihn auch so, Von daher sollte das auch im Artikel genannt werden. mfg Menze 09:11, 22. Sep 2006 (CEST)

Hallo Menze, "mein" Argument richtet sich auch gar nicht gegen die Vorläuferfunktion, sondern gegen den Zeitpunkt 1870/71 (zu spät) und die Beschränkung auf französische Künstler (Whistler war US-Amerikaner). Ich habe den "Vorläufer" nicht gestrichen. Wo hast du mit meinem Argument ein Problem?. --Rlbberlin 12:18, 22. Sep 2006 (CEST)

Hey, ich hatte mir wohl dein Argument etwas später noch mal durch den Kopf gehen lassen und gehe mit dir d'accord :o) … habe das im Text (hoffentlich zur Zufriedenheit) geändert mfg --Menze 13:48, 22. Sep 2006 (CEST)

Damit kann ich leben. Gruß --Rlbberlin 14:26, 22. Sep 2006 (CEST)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff William Turner und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).