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Der Artikel Wolof (Sprache) gehört zur Kategorie: Einzelsprache, Niger-Kongo-Sprache, Afrikanische Sprache, Sprache in Senegal, Sprache in Gambia, Sprache in Mauretanien
Wolof ist eine Sprache der Wolof aus dem nördlichen Zweig der westatlantischen Sprachfamilie, einer Untergruppe der Niger-Kongo-Sprachen. Die am nächsten verwandten Sprachen sind Fulfulde und Serer.
Wolof wird überwiegend im Senegal gesprochen. Etwa 80% der Senegalesen beherrschen die Sprache und machen Wolof zur faktischen Umgangssprache des Landes. Daneben wird Wolof auch noch in Gambia und Mauretanien gesprochen.
In der älteren französischsprachigen Literatur findet man auch noch die Schreibweise „Ouolof“ statt „Wolof“. In einigen englischsprachigen Publikationen, vor allem solchen, die sich auf das gambische Wolof beziehen, findet man auch die Schreibweise „Wollof“, weil diese Schreibweise bei englischen Muttersprachlern eher zur korrekten Aussprache des Wortes führt. In Publikationen des 19. Jahrhunderts und davor kann man auch den Schreibweisen „Volof“ oder „Olof“ begegnen. Sehr selten kommen auch noch die Schreibweisen „Jolof“, „Jollof“ und „Dyolof“ vor. – Der Begriff „Wolof“ wird sowohl für das Volk als auch für ihre Sprache und für Dinge und Gegebenheiten aus ihrer Kultur und Tradition benutzt.
Sprachverbreitung und -nachbarschaft
Etwa 40 Prozent der Senegalesen (ca. 3,2 Millionen Menschen) sprechen Wolof als Muttersprache. Etwa weitere 40 Prozent der Senegalesen sprechen Wolof als Zweitsprache. In der Region von Dakar bis Saint-Louis sowie westlich und südlich von Kaolack wird Wolof vom überwiegenden Teil der Bevölkerung gesprochen. Im westlichen Senegal und im Landesteil südlich von Gambia (Casamance, Bassari-Land) sprechen nur wenige Wolof. Offizielle Amtssprache für den gesamten Senegal ist Französisch; jedoch wird Wolof neben Serer, Diola, Malinke, Pulaar und Soninké als „Nationalsprache“ gewürdigt.
In Gambia sprechen etwa 15 Prozent der Bevölkerung (ca. 200.000 Menschen) Wolof. Amtssprache in Gambia ist Englisch. Die dominierenden Sprachen Gambias, Mandinka (40%), Wolof (15%) und Ful (15%), werden aber ebenfalls als offizielle Sprachen akzeptiert. In Gambias Hauptstadt Banjul ist etwa jeder zweite Wolof.
In Mauretanien sprechen etwa 7 Prozent der Bevölkerung (ca. 185.000 Menschen) Wolof. Der Sprachgebrauch ist dort nur in der südlichen Küstenregion zu finden. Amtssprache in Mauretanien ist Arabisch, wichtigste Verkehrssprache Französisch.
Die wichtigsten Ausdrücke
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|---|---|---|
| Salaamaalekum ! Antwort: Maalekum salaam > | Guten Tag. / Grüß Gott. Antwort: Guten Tag. / Grüß Gott. | (arabisch) Friede sei mit euch Antwort: Und mit euch sei Frieden |
| Nan nga def ? / Naka nga def ? Antwort: Maa ngi fi rekk. | Wie geht es Dir/Ihnen? Antwort: (Danke) Mir geht es gut. | wie du (bereits) machen/tun Antwort: ich hier sein (hier) nur |
| Ba beneen (yoon). | Auf Wiedersehen. | bis anderes (mal) |
| jëre-jëf | danke | - |
| waaw | ja | ja |
| déedéet | nein | nein |
| Fan la ... am ? | Wo gibt es ... ? | wo es ... existieren/haben |
| Fan la fajkat am ? | Wo gibt es einen Arzt ? | wo es Heil-Macher existieren/haben |
| Fan la ... nekk ? | Wo ist ...? | wo es ... sich befinden |
| Fan la loppitan bi nekk ? | Wo ist das Krankenhaus? | wo es Krankenhaus das sich befinden |
Orthografie und Aussprache
Es gibt keine festgelegte Rechtschreibung für die Sprache, jedoch wird dem Sprachinstitut „Centre de linguistique appliquée de Dakar“ (CLAD) eine gewisse Autorität in der Standardisierung der Wolof-Orthografie zugesprochen. Wolof wird bereits seit dem 11. Jahrhundert, seit Beginn der Islamisierung, in arabischen Buchstaben geschrieben, die die Besonderheiten der Aussprache sehr gut wiedergeben. Zahlreiche Gedichte und religiöse Schriften bestehen daher in arabischen Zeichen. Da jedoch die arabische Sprache den europäischen "Eroberern" unbekannt war, wurde Wolof nicht den Schriftsprachen zugeordnet. Heute wird Wolof vornehmlich mit den Buchstaben des lateinischen Alphabets geschrieben. Die Aussprache der Buchstaben entspricht im Allgemeinen denen der deutschen Lautwerte. Das „r“ wird aber nicht als Rachen-r, sondern als Zungenspitzen-r gesprochen, ähnlich wie im Italienischen oder Spanischen. Der Buchstabe „x“ wird wie die deutsche Buchstabenkombination „ch“ in „Bach“ ausgesprochen.
Wolof benutzt für die Vokale zusätzlich diakritische Zeichen um anzuzeigen, ob es sich um einen offenen oder geschlossenen Vokal handelt. Beispiel: „o“ ist offen wie im deutschen Wort „offen“, „ó“ ist geschlossen wie im deutschen Wort „Ofen“.
Einzelvokale werden kurz, Doppelvokale lang ausgesprochen. Beispiel: „o“ ist kurz wie im deutschen „offen“, „oo“ ist lang wie das „a“ im englischen „call“. Wenn ein geschlossener Vokal lang ist, wird das diakritische Zeichen nur über den ersten Vokal gesetzt, also „óo“, aber einige Quellen weichen von diesem CLAD-Standard ab und schreiben „óó“.
Der sehr häufige Buchstabe „ë“ wird wie das deutsche unbetonte „e“ in „Schatten“ bzw. wie das französische „e“ in „le“ oder der englische unbetonte Artikel „a“ in „a book“ ausgesprochen.
Grammatik
Besonderheiten der Sprache Wolof
Pronomen-Konjugation statt Verb-Konjugation
Im Wolof sind die Verben unveränderliche Worte, die nicht konjugiert werden. Um verschiedene Zeiten oder Aspekte einer Handlung auszudrücken, werden die Personalpronomen (Persönliche Fürwörter) konjugiert – nicht die Verben! Aus diesem Grunde hat sich die Bezeichnung Temporal-Pronomen (Zeit-Fürwörter) für diese Wortart eingebürgert.
Beispiel: Das Verb dem heißt „gehen“ und kann nicht verändert werden; das Temporal-Pronomen maa ngi bedeutet „ich, hier und jetzt“; das Temporal-Pronomen dinaa bedeutet „ich bin/werde gleich“. Damit können nun folgende Sätze gebildet werden: Maa ngi dem. „Ich gehe gerade/jetzt.“ – Dinaa dem. „Ich werde gleich gehen.“
Konjugation nach Aspekten statt nach Zeiten
Im Wolof spielen Zeiten wie Präsens (Gegenwart), Präteritum (Vergangenheit) und Futur (Zukunft) eine untergeordnete Rolle, ja haben sogar fast keine Bedeutung. Dagegen ist der Aspekt einer Handlung aus Sicht des Sprechers von entscheidender Bedeutung. Der wichtigste Aspekt ist, ob eine Handlung aus Sicht des Sprechers abgeschlossen oder noch nicht abgeschlossen ist, unabhängig davon, ob sie in der Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft stattfindet. Andere Aspekte sind, ob eine Handlung regelmäßig stattfindet, ob eine Handlung ganz bestimmt eintritt bzw. eingetreten ist, ob eine Handlung mehr das Subjekt, Prädikat oder Objekt eines Satzes betonen möchte, etc. Folglich wird also nicht nach Zeiten, sondern nach Aspekten konjugiert. Dennoch hat sich für die zu konjugierenden Personalpronomen der Begriff Temporal-Pronomen (Zeit-Fürwörter) eingebürgert; passender wäre wohl die Bezeichnung Aspekt-Pronomen.
Beispiel: Das Verb dem heißt „gehen“; das Temporal-Pronomen naa bedeutet „ich bin/werde bereits“; das Temporal-Pronomen dinaa bedeutet „ich bin/werde gleich“; das Temporal-Pronomen damay bedeutet „ich bin/werde regelmäßig“. Damit können nun folgende Sätze gebildet werden: Dem naa. „Ich gehe bereits.“ – Dinaa dem. „Ich werde gleich gehen.“ – Damay dem. „Ich gehe regelmäßig/üblicherweise/normalerweise.“
Möchte man unbedingt ausdrücken, dass eine Handlung in der Vergangenheit stattfand, so geschieht das nicht durch Konjugation, sondern durch Anfügen des Suffixes -(w)oon an das Verb. (Das Temporal-Pronomen liegt dabei, je nach betrachtetem Aspekt, bereits in konjugierter Form vor.)
Beispiel: Demoon naa Ndakaaru „Ich ging (bereits) nach Dakar.“
Aktionsverben versus Zustandsverben und Adjektive
Im Wolof unterscheidet man Aktionsverben von Zustandsverben. Aktionsverben drücken Tätigkeiten oder Aktivitäten aus; Zustandsverben beschreiben Zustände oder Eigenschaften. Beispiel: dem „gehen“ ist Aktionsverb; baax „gut sein“ ist Zustandsverb.Diese Unterscheidung spielt im Wolof deshalb eine dominante Rolle, weil die passende Übersetzung der Temporal-Pronomen häufig davon abhängt, ob sie mit einem Aktionsverb oder mit einem Zustandsverb benutzt werden. Manche Temporal-Pronomen können nur mit einer Verbart zusammenstehen; beispielsweise kann das Temporal-Pronomen maa ngi „ich, hier und jetzt“ niemals zusammen mit einem Zustandsverb verwendet werden.
Einige wenige Verben können sowohl Aktionsverb als auch Zustandsverb sein, abhängig vom Kontext, in dem sie stehen. Beispiel: toog in der Bedeutung „sich hinsetzen“ ist Aktionsverb, in der Bedeutung „sitzen/(hin)gesetzt“ Zustandsverb.
Strenggenommen gibt es im Wolof keine Adjektive (Eigenschaftswörter): diese Rolle wird nämlich durch die Zustandsverben übernommen. Beispiel: baax hat die Bedeutung des Zustandsverbs „gut sein“, aber auch die Bedeutung des Adjektivs „gut“.
Konsonanten-Harmonie (Harmonie der Mitlaute)
Der Anfangskonsonant einiger Worte richtet sich nach dem Anfangskonsonanten des vorhergehenden Wortes.
Beispiel: Der bestimmte Artikel „der/die/das (hier)“ hat im Wolof folgende verschiedene Formen: bi, gi, ji, mi, si, wi. Welche Form verwendet wird, hängt vom Anfangskonsonant des vorausgehenden Wortes ab, beispielsweise bunt bi „die Tür“, aber kër gi „das Haus / der Hof“. – Strenggenommen ist diese Formenvielfalt das Überbleibsel einer Klasseneinteilung, wie sie für viele afrikanische Sprachen (insbesondere der Bantu-Sprachen, zu denen Wolof jedoch nicht gehört) üblich ist; hierbei wird die Welt der Substantive in verschiedene Klassen eingeteilt, z. B. ob es sich um belebte Dinge, unbelebte Dinge, Gebrauchsgegenstände etc. handelt.
Fehlender Genus (Geschlecht)
Grammatikalisch unterscheidet Wolof nicht zwischen maskulin (männlich), feminin (weiblich) und neutrum (sächlich). Beispiel: bi kann je nach Übersetzung „der“, „die“ oder „das“ bedeuten. Mu ngi dem kann je nach Übersetzung „er geht“, „sie geht“ oder „es geht“ bedeuten.
Fünfer-Zahlensystem
Das Wolof-Zahlensystem ist auf der Basis der Zahlen „5“ und „10“ aufgebaut. Beispiel: benn „eins“, juróom „fünf“, juróom-benn „sechs“, fukk „zehn“, fukk ak juróom-benn „sechzehn“.
Numeralia (Zahlwörter)
Kardinalzahlen (Grundzahlen)
Das Wolof-Zahlensystem ist auf der Basis der Zahlen „5“ und „10“ aufgebaut.
| tus / neen / zéro [französisch] / sero / dara [„nichts“] | |
| 1 | benn |
| 2 | ñaar/yaar |
| 3 | ñett/ñatt/yett/yatt |
| 4 | ñeent/ñenent |
| 5 | juróom |
| 6 | juróom-benn |
| 7 | juróom-ñaar |
| 8 | juróom-ñett |
| 9 | juróom-ñeent |
| 10 | fukk |
| 11 | fukk ak benn |
| 12 | fukk ak ñaar |
| 13 | fukk ak ñett |
| 14 | fukk ak ñeent |
| 15 | fukk ak juróom |
| 16 | fukk ak juróom-benn |
| 17 | fukk ak juróom-ñaar |
| 18 | fukk ak juróom-ñett |
| 19 | fukk ak juróom-ñeent |
| 20 | ñaar-fukk |
| 26 | ñaar-fukk ak juróom-benn |
| 30 | ñett-fukk / fanweer |
| 40 | ñeent-fukk |
| 50 | juróom-fukk |
| 60 | juróom-benn-fukk |
| 66 | juróom-benn-fukk ak juróom-benn |
| 70 | juróom-ñaar-fukk |
| 80 | juróom-ñett-fukk |
| 90 | juróom-ñeent-fukk |
| 100 | téeméer |
| 101 | téeméer ak benn |
| 106 | téeméer ak juróom-benn |
| 110 | téeméer ak fukk |
| 200 | ñaar téeméer |
| 300 | ñett téeméer |
| 400 | ñeent téeméer |
| 500 | juróom téeméer |
| 600 | juróom-benn téeméer |
| 700 | juróom-ñaar téeméer |
| 800 | juróom-ñett téeméer |
| 900 | juróom-ñeent téeméer |
| 1000 | junni/junne |
| 1100 | junni ak téeméer |
| 1600 | junni ak juróom-benn téeméer |
| 1945 | junni ak juróom-ñeent téeméer ak ñeent-fukk ak juróom |
| 1969 | junni ak juróom-ñeent téeméer ak juróom-benn-fukk ak juróom-ñeent |
| 2000 | ñaar junni |
| 3000 | ñett junni |
| 4000 | ñeent junni |
| 5000 | juróom junni |
| 6000 | juróom-benn junni |
| 7000 | juróom-ñaar junni |
| 8000 | juróom-ñett junni |
| 9000 | juróom-ñeent junni |
| 10000 | fukk junni |
| 100000 | téeméer junni |
| 1000000 | tamndareet/million |
Ordinalzahlen (Ordnungszahlen)
Personal-Pronomen (Persönliche Fürwörter)
Temporal-Pronomen (Zeit-Fürwörter)
Konjugation der Temporalpronomen
| {Highlight} | {Highlight} | {Highlight} | {Highlight} | {Highlight} | {Highlight} | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Perfektiv | Imperfektiv | Perfektiv | Imperfektiv | Perfektiv | Imperfektiv | Perfektiv | Imperfektiv | Perfektiv | Imperfektiv | Perfektiv | Imperfektiv | |
| 1. Person Singular „ich“ | maa ngi | maa ngiy | naa | dinaa | laa | laay | dama | damay | maa | maay | ma | may |
| 2. Person Singular „du/Sie“ | yaa ngi | yaa ngiy | nga | dinga | nga | ngay | danga | dangay | yaa | yaay | nga | ngay |
| 3. Person Singular „er/sie/es“ | mu ngi | mu ngiy | na | dina | la | lay | dafa | dafay | moo | mooy | mu | muy |
| 1. Person Plural „wir“ | nu ngi | nu ngiy | nanu | dinanu | lanu | lanuy | danu | danuy | noo | nooy | nu | nuy |
| 2. Person Plural „ihr“ | yéena ngi | yéena ngiy | ngeen | dingeen | ngeen | ngeen di | dangeen | dangeeny | yéena | yéenay | ngeen | ngeen |
| 3. Person Plural „sie“ | ñu ngi | ñu ngiy | nañu | dinañu | lañu | lañuy | dañu | dañuy | ñoo | ñooy | ñu | ñuy |
Wortschatz
Textsammlungen
Klangbeispiel
Mit dem Lied 7 Seconds, das einen großen kommerziellen Erfolg 1994 in den Hitparaden hatte, kann sich der europäische Zuhörer ein Bild der Sprache machen. Bei dem Duett mit Neneh Cherry und Youssou N'Dour, singt N'Dour die erste Strophe auf Wolof.Zitat:
- Boul ma sene, boul ma guiss madi re nga fokni mane
- Khamouma li neka thi sama souf ak thi guinaw
- Beugouma kouma khol oaldine yaw li neka si yaw
- Mo ne si man, li ne si mane moye dilene diapale
Übersetzung:
- Es dauert schon lange
- Ich suche mich selbst und meine Geliebte
- Mein Leben ist für dich
- Und für niemand anderes als dich.
Literatur
- Michael Franke: Kauderwelsch, Wolof für den Senegal – Wort für Wort. Reise Know-How Verlag, Bielefeld 2002, ISBN 3-89416-280-5.
- Gabriele Aïscha Bichler: Bejo, Curay und Bin-bim? Die Sprache und Kultur der Wolof im Senegal (mit angeschlossenem Lehrbuch Wolof). Europäische Hochschulschriften Band 90, Peter Lang Verlagsgruppe, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-631-39815-8.
- Jean-Léopold Diouf, Marina Yaguello: J'apprends le Wolof – Damay jàng wolof (1 Lehrbuch mit 4 Audiokassetten). Verlag Karthala, Paris 1991, ISBN 2-86537-287-1.
- Arame Fal, Rosine Santos, Jean Léonce Doneux: Dictionnaire wolof-français (suivi d'un index français-wolof). Verlag Karthala, Paris, 1990, ISBN 2-86537-233-2.
- Michel Malherbe, Cheikh Sall: Parlons Wolof – Langue et culture. Verlag L'Harmattan, Paris 1989, ISBN 2-7384-0383-2. – Anmerkung: Benutzt statt der CLAD-Standardorthografie eine vereinfachte Rechtschreibung.
- Jean-Léopold Diouf: Grammaire du wolof contemporain. Verlag Karthala, Paris 2003, ISBN 2-8458-6267-9.
- Fallou Ngom: Wolof. Verlag Lincom, München 2003, ISBN 3-89586-616-4.
- Peace Corps The Gambia: Wollof-English Dictionary. PO Box 582, Banjul, The Gambia, 1995 (keine ISBN, erhältlich als PDF-Datei im Internet). – Anmerkung: Bezieht sich nur auf den in Gambia gesprochenen Dialekt; keine Standard-Orthographie gemäß CLAD.
- Nyima Kantorek: Wolof Dictionary & Phrasebook. Hippocrene Books, 2005, ISBN 0781810868. – Anmerkung: Bezieht sich hauptsächlich auf den in Gambia gesprochenen Dialekt; keine Standard-Orthographie gemäß CLAD.
Weblinks
- Wolof bei http://www.ethnologue.com (in Englisch)
- Ethnologie-Seite über die Wolof-Sprache (in Englisch)
- Leipoldt's Wolof Language Project (in Englisch)
- Leipoldts Wolof-Sprach-Projekt (in Deutsch)
- Yahoo-Gruppe zu Wolof (in Englisch und Deutsch)
- Wolof Online
- An Annotated Guide to Learning the Wolof Language
- Wolof English Dictionary (dieses Lexikon vermischt die senegalesische und gambische Variante ohne jeglichen Hinweis und benutzt nicht die Standard-Orthografie)
Diskussion der Autoren über den Artikel: Wolof (Sprache)
Plenken
Ist das Plenken in der linken Spalte der Tabelle "Die wichtigsten Ausdrücke" richtig? Wenn nicht, bitte entfernen :)
- Hab's jetzt entfernt. (Das über mir war ich übrigens auch, hatte die Signatur vergessen) –84.130.65.2 17:00, 29. Okt 2005 (CEST)
Plenken - Typografie in Wolof und in Maßeinheiten
Hallo Schnargel, vielen Dank für die typografische Überarbeitung des Artikels. Einige Änderungen musste ich jedoch wieder rückgängig machen, da sie teilweise falsch waren:
- Satzzeichen-Abstand für „!“ und „?“: Im Gegensatz zum Deutschen oder Englischen werden im Wolof, wie im Französischen, alle Satzzeichen außer dem Punkt mit einem einfachen Abstand hinter das letzte Zeichen gesetzt. Beispiel: "Nan nga def ?".
- Satzzeichen-Abstand für den Schrägstrich (Slash, „/“): Der Schrägstrich trennt hier logische Alternativen. Wenn die Alternativen lediglich aus einem Wort bestehen, wird kein Leerzeichen vor und nach dem Schrägstrich gesetzt. Beispiel: „Ich gehe/laufe.“ Hier können nur die Wörter „gehen“ und „laufen“ miteinander ausgetauscht werden. Bei ganzen Phrasen oder gar Sätzen muß aber vor und nach dem Schrägstrich ein Leerzeichen stehen, da sonst Fehldeutungen entstehen und ja die gesamte Phrase (inklusive ihren Leerzeichen) mit der Alternativversion ausgetauscht werden darf. Beispiel: „schnell gehen/laufen“ bedeutet, dass nur die Worte „gehen“ und „laufen“ miteinander ausgetauscht werden dürfen; hingegen bedeutet „schnell gehen / laufen“, dass die gesamte Kollokation „schnell gehen“ mit dem Wort „laufen“ ausgetauscht werden darf. Bei Fremdsprachen wie dem Wolof ist hier eine exakte logische Typografie äußerst wichtig.
- Satzzeichen-Abstand für Maßeinheiten (wie z.B. „%“): In der wissenschaftlichen Literatur und Typografie setzt man zwischen der Zahl und ihrer Maßeinheit normalerweise einen halben Zeichenabstand; somit wäre beispielsweise sowohl „3km“ als auch „3 km“ falsch. Falls aus satztechnischen Gründen ein halber Zeichenabstand nicht möglich ist, weil z.B. das Editierprogramm es nicht zulässt, hat sich in der fast gesamten wissenschaftlichen Literatur folgende Gebrauchsregel herausgebildet: Einheiten werden mit vollem Zeichenabstand von der Zahl getrennt, also „3 km“; jedoch macht man bei folgenden Einheiten oder Zeichen eine Ausnahme: dem Prozentzeichen (3%), dem Gradzeichen (3°), dem Minutenzeichen (3') und dem Sekundenzeichen (3"). Ist das Gradzeichen selber jedoch Bestandteil einer Einheitsbezeichnung, z.B. °C, wird es ohne Leerzeichen vor den folgenden Einheitsbuchstaben geschrieben und die gesamte Einheit wird mit einem halben Leerzeichen von der Zahl getrennt. (Übrigens sind hier die Bücher über TeX und LaTeX eine hervorragende Hilfe zur wissenschaftlichen Typografie.)
- Bereich für Fett- und Kursivschrift: Wird ein gesamter Satz in ein anderes Darstellungsformat, z.B. Fettschrift, gesetzt, sollten auch alle Satzzeichen in dieses Format gesetzt werden. Sind jedoch nur Teile innerhalb eine Satzes davon betroffen, so dürfen benachbarte Satzzeichen nicht auch in das andere Format umgesetzt werden. Beispiel: „Die Artikel im Wolof heißen bi, gi, ji, mi, si, wi.“ ist falsch! Richtig ist: „Die Artikel im Wolof heißen bi, gi, ji, mi, si, wi.“
- Typografische Anführungszeichen: Hier hast Du vollkommen Recht. Leider beobachte ich jedoch immer wieder, dass die deutsche Typografie für die Anführungszeichen Texte etwas unleserlicher machen, insbesondere wenn die Anführungszeichen-unten neben Kommata stehen. Aus diesem Grunde habe ich einige bedeutungstragende Begriffe, die von Dir mit deutschen Anführungszeichen versehen wurden, zusätzlich noch kursiv gesetzt, damit's leichter lesbar wird. - Möglicherweise ist es hierbei sogar sinnvoller, auf die Anführungszeichen ganz zu verzichten?
Mit freundlichen Grüßen, --Leipoldt 13:12, 8. Dez 2005 (CET)
- Hallo Leipoldt und danke für die interessante Rückmeldung, da gebe ich dann auch gerne noch meine Anmerkungen dazu:
- Das mit dem Abstand für „!“ und „?“ in Wolof wußte ich nicht, vielleicht wäre es sinnvoll, im Artikelquelltext oben einen diesbezüglichen Kommentar einzufügen, damit nicht der nächste auch noch drüber stolpert
- Bei den Zwischenräumen um den Schrägstrich bin ich mir jetzt nicht ganz sicher. Deine Erklärung leuchtet mir zwar ein, aber ich finde auch auf die Schnelle nichts, wo ich das mal eben nachlesen kann. Der Duden scheint sich bei diesem Thema sehr bedeckt zu halten und was ich so online an verlässliche Angaben finde, beschränkt sich auf das Kompress-Modell mit einzelnen Wörtern als Alternativen. Nicht einmal Wikpedia verrät darüber mehr. Mit Zwischenraum benutze ich den Schrägstrich sonst zur Kennzeichnung von Verstrennungen im Fließtext („Heiss bist du, Feuer, / und viel zu hoch;“). Ich glaube dir die Leerzeichen bei den Phrasen gerne, würde mich aber freuen, wenn du da eine Quelle zum nachlesen sagen könntest.
- Für die Abstände sowohl bei Abkürzungen als auch bei Maßeinheiten hat sich in der Wikipedia eingebürgert, ganze statt halber Zwischenräume zu setzen, (also „z. B.“ und „20 km“). Die vorherrschende Meinung ist, dass es richtiger ist ein Leerzeichen überhaupt zu setzen als gar keines. Dass vor einem einzelnen Grad-, Minuten- und Sekundenzeichen kein Leerzeichen kommt wenn keine Einheitenbezeichnung folgt ist so auch richtig. Für das Prozentzeichen gilt allerdings das, was für andere Einheitenzeichen gilt, nämlich dass ein kleiner Zwischenraum zwischen Zahl und % steht (der hier wieder ein großer wird) mit der einen Ausnahme, dass bei Ableitungen wie „10%ig“ der Zwischenraum entfällt (analog zu Schreibweisen wie „3fach“). Das lässt sich so auch im Duden nachlesen.
- Die TeX-Bücher sind sehr gut um etwas über Typographie und die Hintergründe zu lernen, allerdings ist die dort beschriebene angelsächsische Typographie nicht hundertprozentig mit der deutschen identisch.
- Der Duden sagt auch: „Satzzeichen und Klammern werden – auch am Ende eines ausgezeichneten Textteils –in der Regel in der Auszeichnungsschrift gesetzt.“ Das macht für mich auch mehr Sinn und sieht besser aus, widerspricht allerdings hier deiner Ansicht.
- Das mit den Anführungszeichen mag sicher auch eine Sache der Gewöhnung aber sicher auch des verwendeten Zeichensatzes sein. (was ich übrigens nicht ersetzt habe ist das Apostroph ' durch das Apostroph ’).
- Man kann sicher einige Anführungszeichen weglassen, zum Beispiel wenn da von der Basis der Zahlen „5“ und „10“ die Rede ist, sehe ich keinen besonderen Grund, dort für die Zahlen Anführungszeichen zu verwenden. Auch bei den bedeutungstragenden Begriffen genügt mir die Kursivschrift als Hervorhebung.
- Insgesamt wirkt der Artikel durch die Masse der Textauszeichnungen sehr unruhig. Insbesondere die Fettschrift verhindert ein gleichmäßiges Schriftbild und lenkt die Augen leicht ab. Es gibt in der Wikipedia keine spezielle Regel, aber oft werden Gegenüberstellungen von fremdsprachigen zu deutschen Worten oder Phrasen so gekennzeichnet, dass das fremdsprachige Wort kursiv und das deutsche in Anführungszeichen gesetzt wird (englisch peak: „Spitze“). So würde der Absatz
- Beispiel: Das Verb dem heißt „gehen“; das Temporal-Pronomen naa bedeutet „ich bin/werde bereits“; das Temporal-Pronomen dinaa bedeutet „ich bin/werde gleich“; das Temporal-Pronomen damay bedeutet „ich bin/werde regelmäßig“. Damit können nun folgende Sätze gebildet werden: Dem naa. „Ich gehe bereits.“ – Dinaa dem. „Ich werde gleich gehen.“ – Damay dem. „Ich gehe regelmäßig/üblicherweise/normalerweise.“
- dann folgendermaßen aussehen:
- Beispiel: Das Verb dem heißt „gehen“; das Temporal-Pronomen naa bedeutet „ich bin/werde bereits“; das Temporal-Pronomen dinaa bedeutet „ich bin/werde gleich“; das Temporal-Pronomen damay bedeutet „ich bin/werde regelmäßig“. Damit können nun folgende Sätze gebildet werden: Dem naa. „Ich gehe bereits.“ – Dinaa dem. „Ich werde gleich gehen.“ – Damay dem. „Ich gehe regelmäßig/üblicherweise/normalerweise.“
- Kursivschrift mit Anführungszeichen sehe ich hier meistens für längere Zitate und würde diese Kombination selbst auch nicht für anderes verwenden. Letzendlich ist das aber eine Geschmacksfrage und die Entscheidung darüber überlasse ich gerne dir, da du ja am meisten mit dem Artikel beschäftigt bist. Wenn dich dabei meine Meinung interessiert: Ich bin eindeutig für die zweite Variante.
- Freundliche Grüße zurück -- Schnargel 00:59, 9. Dez 2005 (CET)
Liedtext und links
Liebe Wikis,
ich frage mich, ob nicht jemand, der ein brauchbares Sprachverständnis hat, den Liedtext von 7 Seconds überarbeiten könnte. Ich vermute, dass das hier die Version aus dem Textheft zum Album ist (und so oder ähnlich wird Wolof im Senegal ja auch transkribiert), aber oben stehen doch schön die Transkriptionsregeln - warum sich dann unten nicht daran halten? Außerdem halte ich die Übersetzung für mehr als frei. Mein eigenes Wolof ist leider nicht gut genug, aber ich sehe, dass hier geschlampt wurde. Wahrscheinlich ist die englische Übersetzung aus dem Textheft ins Deutsche übersetzt und hat mit dem Original nur noch wenig zu tun.
Außerdem gibt es einen link zur Yahoo-Group, aber laut Wiki-Regeln sollen keine Seiten verlinkt werden, bei denen man sich anmelden muss. Die Leipoldt-Seite ist doppelt verlinkt (einmal in englisch, einmal in deutsch; dabei sollen vorrangig deutsche Seiten verlinkt werden). Schließlich handelt es sich bei der Wolof-Online-Seite um ein Bezahl-Angebot und auch das ist unerwünschtl
LiGrü eo

