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Zauberer

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Der Artikel Zauberer gehört zur Kategorie: Magie, Esoterik

Als Zauberer oder Magier werden Menschen bezeichnet, deren Fähigkeiten aus der Perspektive des Beobachters nicht in Einklang mit dessen bisheriger Interpretation der Umwelt stehen und sich von ihm auch nicht religiös deuten lassen.

Ursprung des Begriffs Zauberer/zaubern

Der Begriff „zaubern“ stammt von dem mittelhochdeutschen zouber, dem althochdeutschen zaubar und wohl dem mittelniederländischen tover für "Zauberei" ab, was sich vermutlich von dem altenglischen Wort teafor für "rote Farbe, Ocker, Rötel" ableitet, die für das Schreiben von Runen verwendet wurde. Da der Begriff „Runen“ in etwa „geheimes Wissen“ bedeutet, ist ein Zauberer daher ein „Wissender“. In früheren Kulturen unterschied man bei der Wahrnehmung der Umwelt nicht zwischen profanem und spirituellen, sondern interpretierte alles magisch, so dass einem Wissenden stets auch magisches Wissen beigemessen wurde. Die Bedeutung des Begriffs "Zauberer" als „Wissender“ ist identisch mit der bei den persischen Magiern, dem lateinischen vates, den keltischen Druiden (Drui), den Derwischen und den englischen wizards und witches. Auch der altägyptische Gott Toth war gleichermaßen für Schrift, Wissenschaft und Magie zuständig. Zauberer waren also ursprünglich Wissenschaftler und Intellektuelle. Während die Begriffe „Zauberer“, „zaubern“ und „Zauberkunst” auch für Zauberei im magischen Sinne stehen, verwendet man die Bezeichnung Zauberkünstler ausschließlich für täuschende Unterhaltungskünstler.

Verhältnis von Zauberern zu religiösen Wundertätern (abwertender Zaubererbegriff)

Den meisten Religionen sind Berichte von Wundern und wundertätigen Menschen zu eigen; auch werden alltägliche Geschehnisse wie Glück, Genesung von Krankheiten usw. oft der Religion zugeschrieben. Beanspruchen Menschen Heilerfolge etc. für sich, ohne dabei im Namen der herrschenden Religion aufzutreten, werden deren Fähigkeiten in vielen Kulturen nicht als religiös, sondern als etwas anderes, eben Zauberei interpretiert. Bereits im Codex Hammurabi wurde Zauberei verboten, woraus folgt, dass Zauberei etwas von der Religion verschiedenes war. Auch in der ägyptischen Mythologie wurde zwischen Religion und Zauberei unterschieden, wobei Priester jedoch durchaus gleichzeitig auch Zauberer sein konnten wie etwa Imhothep.

Im religiös toleranten Rom wurden die Dienste keltischer Seher bis ins 4.Jhdt akzeptiert, bis schließlich eine staatliche Verfolgung gegenüber allem einsetzte, was der Staatsreligion widersprach. Die römische Kirche übernahm dieses Konzept, diskreditierte andere Religionen als Aberglaube und Zauberei. Insbesondere bei der Christianisierung der keltischen Gebiete wurden zwar vorgefundene Strukturen übernommen, jedoch in christliche umdefiniert und die druidischen Wurzeln verbrämt. So machte die christianisierte Geschichtsschreibung aus dem Druiden Myrddin den heidnischen Zauberer Merlin, der sich nur scheinbar dem Christentum unterordnete. Aus den bei den Kelten selbstverständlichen Druidinnen wurden Hexen.

Die unterschiedliche Bewertung ähnlicher Sachverhalte wird besonders deutlich beim biblischen Wettstreit zwischen Simon Magus und Petrus, von denen identische Taten berichtet werden. Ausgerechnet in christlich geprägten Kulturen sind Hellseher, Astrologen und Geisterbeschwörer stark verbreitet, was in der Bevölkerung offensichtlich nicht als unüberwindlicher Widerspruch empfunden wird. Dennoch wird die Bezeichnung „Zauberer“ in diesem Zusammenhang stets abwertend verwendet, zumal die Bibel Zauberei verbietet (Exodus 22,17 Denn die Zauberer sollst du nicht am Leben lassen.).

Christliche Naturwissenschaftler und Techniker wie Albertus Magnus, Nostradamus oder Gutenberg wurden von ihrer unverständigen Umwelt häufig der Zauberei verdächtigt.

Mit Beginn der Neuzeit setzte die staatliche und kirchliche Hexenverfolgung) ein. Auch deshalb sind in den Märchen Hexen und Zauberer meist auf der Seite des Bösen zu finden (z.B. bei Hänsel und Gretel).

Verhältnis von Zauberern zur Politik („Hofmagier“)

In vielen Kulturen haben sich Machthaber auf Druiden, Medizinmänner und Schamanen gestützt, um ihren Machtanspruch religiös zu festigen. Druiden waren daneben auch als Kundschafter und Berater tätig und ersannen Kriegslisten wie das Einnebeln von Kampfplätzen durch Verbrennung von Eschenholz. Auch nach Christianisierung der ehemals keltischen Gebiete fuhren viele Fürsten zweigleisig, indem sie die Heilkünste, Horoskope und Prophezeiungen der Druiden in Anspruch nahmen. Da die Druiden sehr gelehrt waren, die schönen Künste wie etwa Musik pflegten und im Volk nach wie vor Ansehen genossen, vermittelten sie nunmehr als Barden ihrem jeweiligen Mäzen hohen Status. Selbst Karl der Große hielt sich einen Hofastrologen, obwohl er konform mit der Kirche seinen Untertanen Astrologie verbot. Das französische Synonym für Zauberer enchanteur (english: enchanter) erinnert an deren kulturelle Funktion. Prominentestes Beispiel für einen Zauberer als politische Integrationsfigur ist Merlin, dessen Mythos im 12.Jhdt in der Artussage dazu benutzt wurde, um den Inhaber des walisischen Drachenthrons zu legitimieren und der Nation eine identitätsstiftende Nationalgeschichte zu bieten.

Bis ins 17.Jhdt erwarteten Adelige auch von christlichen Wissenschaftlern Zukunftsvorhersagen etwa mittels der an sich unchristlichen Astrologie. In den letzten Jahrhunderten bewegten sich einzelne Zauberer im Dunstkreis der Macht wie Cagliostro, Rasputin und Hanussen. Noch im 20.Jhdt versprachen sich Staatslenker westlicher Nationen etwa von Astrologen taktisch verwertbare Informationen.

Verhältnis von Zauberern im magischen Sinn zu Täuschungskünstlern

Da Zauberern und insbesondere religiös akzeptierten Wundertätern sowie Priestern eine hohe soziale Stellung zuteil wird, ist die Versuchung naheliegend, sich diesen Status durch Täuschungsmanöver zu erschleichen. Antike Tempelmagier, Fakire und Hellseher arbeiteten oft mit Tricks oder nutzten ihren Wissensvorsprung über Naturgesetze. Der berühmteste Scharlatan war „Graf“ Cagliostro. Um der Hexenverfolgung mit Aufklärung zu begegnen verfasste Reginald Scot 1584 A Discovery of Witchcraft, welches erstmals die Tricks der Gaukler offenlegte, um wenigstens diese zu schützen. Unterhaltsam auftretende Zauberkünstler, die bis ins 19.Jhdt durchaus offen ließen, welcher Natur ihre Fähigkeiten waren, fühlten sich traditionell zur Enthüllung ihrer Meinung nach betrügerischer Wundermenschen herausgefordert: An dem viktorianischen Geisterbeschwörer Daniel Dunglas Home rieben sich die prominenten Illusionisten John Henry Anderson und John Nevil Maskelyne. Starzauberer Harry Houdini machte die Enttarnung von betrügerischen Spiritisten zu seiner Lebensaufgabe. Auch der deutsche Zauberer Fredo Marvelli demaskierte mit Vorliebe falsche Hellseher. New Age-Magier Uri Geller sieht sich seit über drei Jahrzehnten mit dem Illusionisten James Randi konfrontiert, der die Existenz echter Zauberer bezweifelt und zum Begründer der Skeptiker-Bewegung wurde. Manchen getarnten Zauberkünstlern gelang es, in Laborversuchen Parapsychologen von ihren zauberischen Fähigkeiten zu überzeugen, siehe Projekt Alpha. Zu den klassischen Streitfragen unter den Zauberkünstlern gehört die Diskussion, inwieweit es ethisch vertretbar ist, zu Unterhaltungszwecken als echter Gedankenleser oder Hellseher zu posieren und hierdurch irreführende Referenzen für insoweit aufgeschlossene zu schaffen.

Zaubersprüche

Während praktisch in allen Kulturen magische Beschwörungsformeln praktiziert wurden, spielte bei den Kelten das gesprochen Wort eines Druiden eine besonders gewichtige Rolle. So konnten Druiden auf einem Kampfplatz eine drohende Schlacht durch ein entsprechend autoritäres Wort verbieten. Flüche von Druiden waren eine sehr ernstzunehmende Strafe, und die Verbannung vom gemeinsamen Opfer (dem Vorläufer der Exkommunikation) das Ende der jeweiligen gesellschaftlichen Existenz. Der geheimnisvolle Nimbus der druidischen Verbalmagie rührte auch von dem Umstand her, dass die Druiden keinerlei Schrift verwendeten, es sich also um Geheimwissen handelte. (Die Druiden selbst benutzten auch nicht etwa Runen, was nicht ausschließt, dass diese „für den Privatgebrauch“ für magische Zwecke benutzt wurden.) Wie Tacitus schreibt, verfehlten die eindrucksvollen Verfluchungen des Gegners vor Schlachten durch furiose Druidinnen nicht ihre einschüchternde Wirkung.

Siehe auch: Merseburger Zaubersprüche

Zauberpraktiken

Von Zauberern wurde stets die Erfüllung primärer Bedürfnisse verlangt wie Heilung von Krankheiten, Vorhersage und Beeinflussung des Wetters, Prophezeiungen aller Art und Begünstigung in jeder Lebenslage. Hierzu war oft ein Opfer erforderlich. Neben ihren magischen Fähigkeiten betätigten sich Zauberer aller Kulturen als Ratgeber, Lehrer, Richter, Wissenschaftler und Künstler. Viele Praktiken waren Zauberern vorbehalten, setzten etwa eine abgeschlossene Druidenausbildung voraus, während andere Praktiken wie die Verwendung von Amuletten etc. auch von Laien durchgeführt werden konnten.

Rolle der Zauberer in Literatur und Film

Während Zauberer in der christlichen Geschichtsschreibung stets negativ bewertet wurden und ihnen dementsprechend in den Märchen meist die Rolle des bösen Zauberers zugewiesen wurde, erfuhren die europäischen Zauberer-Sagen in der Epoche der Romantik eine positive Beachtung. Insbesondere am Zauberer-Archetyp Merlin zeigte die Literatur großes Interesse. Die beliebte Figur dieses meist als weißbärtig dargestellten Zauberers Merlin, der als weiser Lehrer den Waisenjungen Artus auf seine Mission als Auserwählter vorbereitet, kehrt in den populären Geschichten unserer Tage wieder in Form der meist nordischen Zauberer Gandalf, Miraculix, Obi Wan Kenobi und Albus Dumbledore. Literarische Zauberer sind meistens gebildet und technikverständig, zeichnen sich jedoch wie die Druiden durch ein hohes Maß an Naturverbundenheit aus. Sie stehen in einem fundamentalen Widerspruch zur aufgeklärten und technologisierten Welt, der in den Menschen eine verloren gegangene Sehnsucht nach Spiritualität und Übersinnlichem anspricht. Insbesondere mit dem Aufkommen der Fantasy-Literatur im 20. Jahrhundert hat sich das negativ geprägte Verhältnis zu Zauberern nahezu umgekehrt. Gandalf und Miraculix als Vertreter der (guten) weißen Magie sind freundliche ältere Herren. Die Ausübung der Magie wird in der Fantasy oft an eine mengenmäßig begrenzte Energie (z.B. Mana) geknüpft. In Rollenspielen sind die Magier eine beliebte Charakterklasse.

Zauberer im Sinne von Täuschungskünstlern

Umgangssprachlich werden seit dem 18.Jahrhundert auch Zauberkünstler, Illusionisten, Taschenspieler und Entfesslungskünstler als Zauberer oder Magier bezeichnet, siehe jeweils dort. Zaubern in diesem Sinn ist die Kunst, Illusionen entstehen zu lassen, die hauptsächlich durch Kommunikation mit dem Betrachter zustande kommen. Hierbei wird mit der Logik des Zuschauers gespielt, der sich dem unlogischen Handeln des Zauberkünstlers ergibt.

Berühmte Zauberer

Zauberer in Sagen und Überlieferungen

Historische Zauberer (Personen, die als echte Zauberer betrachtet wurden)

Zauberer in klassischer Literatur

fiktive Zauberer des 20. Jahrhunderts

Literatur

Literatur (historische Zauberer)

  • Labéro, Joe: Wundermänner, ich enthülle eure Geheimnisse! (1932)
  • Der große Duden, Bd.7, Herkunftswörterbuch (1963)
  • Zmeck, Jochen: Wunderwelt Magie (1966)
  • Tolstoy, Nicolai: Auf der Suche nach Merlin - Mythos und geschichtliche Wahrheit (1985)
  • Markale, Jean: Die Druiden - Gesellschaft und Götter der Kelten (1987)
  • Kákosy, Lásló: Zauberei im alten Ägypten (1989)
  • Kickhefer, Richard: Magie im Mittelalter (1992)
  • Baigent, Michael/Leigh, Richard: Verschlusssache Magie (1997)
  • Fögen, Marie Theres: Die Enteignung der Wahrsager – Studien zum kaiserlichen Wissensmonopol in der Spätantike (1997)
  • Kugel, Wilfried: Hanussen - Die wahre Geschichte des Hermann Steinschneider (1998)
  • Freller, Thomas: Cagliostro - Die dunkle Seite der Aufklärung (2001)
  • Dedopulos, Tim: Zauberer – Eine magische Zeitreise von Merlin bis Harry Potter (2002)
  • Zauberer, Hexen und Magie, Bd.97 der Was Ist Was-Reihe (2003)

Literatur (fiktive Zauberer)

Siehe auch

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Zauberer


Kategorienwirrwarr

Und dann gibt es noch Magier und Zauberei und bestimmt noch Gaukler, Taschenspieler uvm. Diese Sparte bzw. die Bezeichnungen sind schon ziemlich vielfältig. Warum gibts eigentlich keine Beispiellinks dort ? Bis auf einen ?

Hallo, mir ist aufgefallen, dass es (mindestens) zwei Kategorien betreffs der Ausübenden der Zauberkunst gibt. Zauberer ist Unterkat von "Kategorie:Person:Personen nach Beruf", dagegen Zauberkünstler ist Unterkat im Kategorienast "Kategorie:Parawissenschaft:Zauberkunst:Zauberkünstler". Das lässt sich doch vereinheitlichen, oder ist die Trennung erwünscht? Die umgangssprachlichen David-Copperfield-Zauberer sind doch eher Künstler und nicht (Para-)Wissenschaftler, oder? Gruß Gluon Gluon 14:06, 22. Apr 2005 (CEST)

In meinem Sprachgefühl ist ein Magier eine Fantasy-Gestalt und ein Zauberer ein Künstler. Leider sehen das die Zauberkünstler anders und nennen sich Magier. Damit wird das Begriffswirrwarr komplett und über jedem Artiel muß stehen, was nun gemeint ist. --Bitfrass 23:45, 21. Aug 2005 (CEST)

Ich muß Bitfrass Recht geben. Auch nach meinem Empfinden sind Magier Okkultisten und Zauberer darstellende Künstler. Wissenschaftler sind beide Gruppen nicht. Leider beschäftigen sich nur sehr wenige Wissenschaftler mit diesen und echten paranormalen Phänomenen. Es gibt zwar eine Forschungsgruppe an der Uni Heidelberg, aber wie ich hörte, arbeiten die eher mit statistischen Auswertungen statt mit Meßinstrumenten u.ä. solche Vorgänge zu untersuchen. -- Xellos Xellos 04:27, 22. Aug 2005 (CEST)

Ich denke, dass beide Begriffe synonym in jeweils beiden Bedeutungen gebraucht werden (wobei nur der Magier sich für etwas Besseres hält, weil er ja ein Fremdwort kennt). Merlin und Copperfield sind Magier, Petrosilius Zwackelmann und der tricksende Gast auf Kinderfesten sind Zauberer. Das sollte auch in den beiden Artikeln jeweils so gehandhabt werden.--Diebu 19:52, 23. Aug 2005 (CEST)

ACK. Ich denke, man müßte das in vier Begriffe aufdröseln, wovon je zwei homonym sind und je zwei heteronyme in je eine Katergorie gehören. Wenn man dann noch die fiktiven Magier/Zauberer (Literatur, Rollenspiel, Aberglaube) dazu nimmt… klingt nach Arbeit. ^^ -- Xellos Xellos 20:20, 23. Aug 2005 (CEST)

Der Diskussion entnehme ich, alles ist viel komplizierter, als ich zunächst dachte. Da haben wir zunächst eimal die Zauberkünstler. Ein Zauberkünstler ist eine natürliche (keine fiktive) Person, die mit einem Augenzwinkern behauptet, sie wäre ein Magier und könnte zaubern. Tatsächlich ist allen Beteiligten, die älter als 12 Jahre sind, klar, es handelt sich um Tricks. Dann gibt es Legionen von fiktiven magischen Gestalten aus Buch, Film und Computerspiel. Seit einigen Jahren wird die Darstellung von Magie immer beliebter. Es gibt inzwischen mehrere Strömungen, wie Fantasy, Mystery und Horror. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein großer Teil der Bevölkerung der Meinung ist, es gäbe in der Realität tatsächlich übernatürliche Phänomene. Einige Zauberkünstler (z.B. Uri Geller) behaupten von sich, sie hätten tatsächlich magische Fähigkeiten und ihr Trick wäre kein Trick, sondern Magie. Moderne Hexen und Schamanen glauben an Magie. Moderne Priester sollten zumindestens glauben. Es macht also wenig Sinn, echte und fiktive Magie zu trennen. Deshalb würde ich vorschlagen, den Artikel Magier in Zauberkünstler umzubenennen. Der Magier wird dann entweder auf Zauberer redirektet und Zauberer behält der Hinweis auf Zauberkünstler oder Magier bekommt zwei Links auf Zauberkünstler und auf Zauberer. --Bitfrass 15:28, 27. Aug 2005 (CEST)

Mit der fiktiven Magie meine ich die in der Literatur, Film, Fernsehen und Rollenspielen (die gibt's nicht nur als Computerspiele!), bei der auch jedem über 12 klar ist, daß es sich um Phantasieprodukte und SFX-Tricks handelt, die würde ich nicht zu der Magie zählen, an die manche tatsächlich glauben.
Uri Geller ist ein schlechtes Beispiel, denn er redet von Psychokräften (Telekinese), nicht von Magie. (Wo ich bei näherer Betrachtung da eine Grenze ziehen sollte, weiß ich aber auch nicht wirklich. Letztenendes wird jede nur weit genug entwickelte Technik oder psychische Fähigkeit von denen als Magie angesehen, die das Prinzip (noch) nicht durchschaut haben.) Außerdem führt er vor, was m.M.n. sehr auf Tricks hinweist. Gläubige Okkultisten führen ihre Rituale im Geheimen durch, darum nennt man sie ja „Okkultisten“. A. Crowley wäre so ein Beispiel.
Ich bin aber schonmal dafür, den Artikel mit den Künstlern in „Zauberkünstler“ umzubenennen.
Den Artikel mit den Esoterikern/Okkultisten würde ich unter „Magier“ einordnen, mit Begriffsklärungsbaustein zu „Zauberkünstler“ und evtl. zu einem Artikel „Magier (fiktive)“oder so oben, und „Zauberer“ als Redirect zu Magier. Denn diejenigen, die an sowas glauben, nennen sich m.W.n. eher „Magier“ als „Zauberer“.
Oder eben gleich „Magier“ (und „Zauberer“ als Redirect dahin) als Begriffsklärungsseite anlegen und dann auf „Zauberkünstler“, „Magier (Okkultismus)“ und „Magier (Fantasy)“ verzweigen.
Dabei ist auf die Verlinkung zu den entsprechenden Artikeln und die Interwiki-Links zu achten, auch die Kategorien-Einteilung. -- Xellos Xellos 19:30, 27. Aug 2005 (CEST)

Der Artikel übersieht die Geschichte der Zauberei. Kirke verzaubert durch Kräuter, Odysseus hat eine Wurzel, die diese Kraft aufhebt. Aaron und die ägyptischen Zauberer werfen ihre Stäbe auf den Boden und sie verwandeln sich in Schlangen.( Was wirkt warum ?) Die christlichen Wunder, als Zauberei aufgefasst, wirken durch eine Kraft, die von Gott verliehen wurde.( Interessant wie Sakramente funktionieren: 1.Man muss befähigt dazu sein (als Christ,Priester,Bischof) 2.Man mus den Ritus vollständig durchführen(Man muss nicht Latein verstehen, man muss den "Zauberspruch" aussprechen) 3.Man muss es wollen 4. Der Empfänger muss es wollen und vorbereitet sein Den Germanen scheinen die Zaubersprüche wesentlich zu sein.(Merseburger Zauberspr. ) Dr. Faustus malt Kreise auf den Boden,um den Teufel anzuziehen. Prospero besitzt einen Zauberstab ( Welcher Tradition entstammt der?) Harry Potter braucht den Zauberstab und einen Spruch. Der Zauber ist um so stärker je stärker der Zauberer ist. (Potter übt,"Konzentrier dich,Harry!"(witzigerweise)) Potter(Kirke?) fehlt das wesentliche der mittelalterlichen Magie: Die Vorstellung einer geistigen Welt, die, durch Zauberei beeinflusst, die wirkliche Welt verändert.

Ich finde keine Quelle die Zauberei beschreibt!! ( Lukian, Augustinus?, Bacon ?)

Neustrukturierung 06.02.2006

Hallo zusammen!

Habe mir erlaubt, den Artikel neu zu strukturieren, da der Begriff "Zauberer" unterschiedliche Bedeutungen haben kann (echter, fiktiver, betrügerischer, unterhaltender ...) Ich hoffe, dass ich damit niemandem zu sehr auf den Schlips getreten bin.

Habe die Definition am Anfang geändert, weil das "Herbeizaubern von Sachen" eher die Ausnahmebeschäftigung von Zauberern jeder Art darstellt.

Habe die Herkunft des Begriffs "Zauberer/zaubern" eingefügt.

Habe eine Abgrenzung zwischen religiösen Wundertätern und Zauberern vorgenommen sowie deren Verhältnis zur Politik dargestellt, was beides für den Zaubererbegriff prägend ist.

Habe die ewige Kontroverse zwischen Zauberern und Zauberkünstlern eingefügt, die sich mit der Kontroverse zwischen Naturwissenschaftlern und Religion bzw. Parapsychologie überschneidet. Hierin habe ich auch den Hinweis auf die Hexenverfolgung integriert.

Habe ein Literaturverzeichnis mit Sachliteratur über historische Zauberer eingefügt. --Markus Kompa 13:37, 6. Feb 2006 (CET)

deine neue Definition ist leider viel zu unscharf und verrät dem Leser überhaupt nicht, worum es hier im Kern geht. Nicht jeder, der etwas neues kann, ist gleich ein Zauberer. Ich glaube, dass schon die (vermeintlichen) "übernatürlichen Fähigkeiten in dei Def hineingehören. -- Diebu 19:22, 3. Mär 2006 (CET)

Diebu, verstehe nicht, was du meinst. In meiner Definition ist nirgends von "etwas neues können" die Rede. Wer als Zauberer bewertet wird, hängt immer davon ab, wer in welcher Zeit, in welcher Kultur, mit welchem Bildungsstand, mit welcher religiösen Wahrnehmung und mit welcher Intelligenz einen bestimmten Sachverhalt interpretiert. Ein Höhlenmensch, der in der Lage ist, Feuer zu machen, wäre zweifellos von seinen Mitmenschen als "Zauberer" interpretiert worden. Die Trennung zwischen Wissenschaft/Technologie und magisch bzw. religiös interpretierter Umwelt wurde erst im 20.Jahrhundert vollzogen. Ob ein Mensch als Zauberer bewertet wird, ist stets eine Frage der Perspektive des Beobachters. Wie willst du den mehrdeutigen Begriff "Zauberer" schärfer definieren? --Markus Kompa 11:59, 15. Mär 2006 (CET)

Vor allem: Hast Du auch den Artikel Magier in diese Maßnahmen einbezogen oder zumindest berücksichtigt?
Zwischen dort und hier gibt es einige Meinungsverschiedenheiten, was jetzt was ist. -- Xellos Xellos 02:02, 8. Mär 2006 (CET)

Dieser Artikel Magier ist mir bekannt, und ich halte ihn wegen der Begriffsverwirrung für unglücklich. Die Gleichsetzung von "Magier" mit "Zauberkünstler" halte ich für wenig überzeugend, da im Sprachgebrauch mit Magier eher ein "echter" bzw. fiktiver Magier erwartet wird, während der Magier-Artikel stattdesen über Zauberkünstler, Illusionisten und Gaukler berichtet. Das gehört meiner Meinung nach (und das ist übrigens die eines Zauberkünstler-Historikers und Magierforschers) unter die Begriffe "Zauberkünstler", "Illusionist", "Taschenspieler" und "Gaukler". Zwar bezeichnet man auch Zauberkünstler oft als "Zauberer", jedoch überwiegend im entsprechenden Kontext. Der ursprüngliche Zaubererbegriff galt nur "echten" Zauberern, da die Zauberkunst als Unterhaltungskunst erst wenige Jahrhunderte alt ist. Simulation von Zauberei kann schlecht mit Zauberei selbst gleichgesetzt werden.--Markus Kompa 11:59, 15. Mär 2006 (CET)

Das sage ich ja schon die ganze Zeit. Aber „man“ (wer auch immer) ist hier anderer Meinung und besteht auf dieser Aufteilung. Auf mich hört ja keiner… -- Xellos Xellos 19:18, 15. Mär 2006 (CET)

Fiktive Zauberer

Bitte verweist bei fiktiven Zauberern auf die entsprechenden Sammelartikel--Emes Emes 23:57, 12. Mär 2006 (CET)

Kirche und Zauberei

Wenn schon Klischees, dann bitte mit Quellenangaben. "Die Kirche" ist nicht per se als frauen- oder wissenschaftsfeindlich hinzustellen. Welcher Papst usw. ist denn gemeint? Die Hexenverfolgung, die ein Phänomen der frühen Neuzeit ist, richtete sich weder explizit noch ausschließlich gegen Anhänger von Naturreligionen. Wo wäre dies denn belegt? Blosse esoterische Klischees überzeugen nicht!--Diebu 17:18, 6. Jul 2006 (CEST)

Die römische Amtskirche hat seit dem 4.Jahrhundert in ihrem Wirkbereich jedes alternative Glaubensangebot als Konkurrenz betrachtet. Druiden konnten ihre angestammte Position als Lehrer, Richter, Zeremonienmeister, Medizinmann usw. nur behalten, wenn sie zum Christentum konvertierten. Die Verfolgung von Zauberern velief in den folgenden 16 Jahrhunderten unterschiedlich intensiv und mit unterschiedlichen Methoden. Eine präzise Darstellung würde den Artikel bei weitem überfrachten. (Allein Karlheinz Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums beinhaltet 8 Bände.) Der interessierte Leser mag die Literaturliste bemühen (z.B. Fögen, Marie Theres: Die Enteignung der Wahrsager – Studien zum kaiserlichen Wissensmonopol in der Spätantike (1997)). Mir geht es nur um die Abgrenzung zwischen religiös akzeptierten "Wundern" und dem, was als "Zauberei" betrachtet wurde.--Markus Kompa 10:49, 7. Jul 2006 (CEST)

Im Artikel über Barden werden diese von den Druiden unterscheiden. Was bitte soll eine propagandistische Funktion von Druiden sein? Haben die Flugblätter verfasst? Die Suggestion, dass das Auftauchen eines Zauberers zu gesellschafftlichen Umstützen führt, ist unwissenschaftlich.--Diebu 17:24, 6. Jul 2006 (CEST)

Die Barden sind die Nachfolger der als solche verbotenen Druiden. Druiden hatten schon deshalb keine "Flugblätter verfasst", weil sie die Schrift ablehnten. Die Druiden waren die Lehrer, Berater und Journalisten ihrer Zeit. Sie kontrollierten die Informationen, das gesamte geistige Leben und beanspruchten religiöse Legitimation. Da die Druiden im gesellschaftlichen Staus höher standen als ihre jeweiligen Stammeshäuptlinge, diese jedoch die weltliche Macht innehatten, musste man sich arrangieren. Im Prinzip das gleiche Phänomen wie Tempelmagier und Pharao, christlicher Klerus und Adel usw.--Markus Kompa 10:49, 7. Jul 2006 (CEST)
@diebu: Die "Barden" sind die Nachfolger der Druiden (z.T. "biards"), nicht umgekehrt. Profane Künste gab es bei den Kelten nicht, sondern nur spirituelle. Bitte den revert zurücknehmen.--Markus Kompa 11:01, 7. Jul 2006 (CEST)

„Die Suggestion, dass das Auftauchen eines Zauberers zu gesellschafftlichen Umstützen führt, ist unwissenschaftlich“ und scheint vom Herrn der Ringe inspiriert (Gandalf Sturmkrähe)...
Das .°.X - Humor? 18:07, 6. Jul 2006 (CEST)

Völlig mißverstanden. Die Annahme einer solche Suggestion ist Unsinn (und "unwissenschaftlich" ...). Umgekehrt ist es der Fall: Im Vorfeld gesellschaftlicher Umbrüche verlieren etablierte Meinungsmonopolisten wie "von Gottes Gnaden" eingesetzte Könige oder die Staatsreligion an Autorität, was einen Nährboden für alternative Glaubensangebote, Wundermänner oder "starke Männer" generiert. Die Bedeutung von Cagliostro gedieh vor allem im angespannten Klima kurz vor der französischen Revolution. In ähnlicher Weise suchten die Menschen zwischen den Weltkriegen nach Alternativen zum infrage gestellten Christentum, was zu einem Boom der Spiritisten führte und etwa Erik Jan Hanussen eine ungeahnte Prominenz verschaffte. Ähnlich verhielt es sich mit Rasputin, dessen Bedeutung kurz vor der russischen Revolution zunahm.--Markus Kompa 10:49, 7. Jul 2006 (CEST)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Zauberer und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).